Regierungsumbildung

Was die Ablösung von Schoigu bedeuten dürfte und warum sie nicht überraschend ist

Für viele Beobachter, vor allem im Westen, kam die Ablösung des russischen Verteidigungsministers überraschend. In Wirklichkeit war sie erwartet worden und ist ein sehr logischer Schritt Putins.

Viele westliche „Experten“ waren überrascht von der Ablösung des russischen Verteidigungsministers Schoigu, noch dazu während in der Ukraine wahrscheinlich eine russische Offensive ansteht, weil Schoigu als einer der langjährigsten Weggefährten Putins gilt. Tatsächlich war der Schritt nicht so überraschend und hinter den Kulissen wurde schon seit mindestens einer Woche gesagt, dass Putin bei dem, nach seiner erneuten Amtseinführung verfassungsmäßig vorgeschriebenen, Rücktritt der Regierung, generell auf Kontinuität setzen, aber Schoigu austauschen würde.

Kritik am Verteidigungsministerium

Schoigu steht in Russland schon lange in der Kritik, wobei längst nicht alle Kritikpunkte berechtigt sein mögen, aber wenn wir uns an den Aufstand von Wagner unter Prigoschin im Sommer letzten Jahres erinnern, war deren Forderung ja im Grunde nur die Entlassung von Schoigu. Wie gesagt, dürften nicht alle Kritikpunkte an Schoigu berechtigt sein, aber ein Vorwurf der in Russland schon lange mehr oder weniger offen geäußert wird, ist, dass das Verteidigungsministerium unter Schoigu zu einem schwerfälligen Beamtenapparat geworden ist, der nicht gerade durch wirtschaftliche Effizienz glänzt. Es ist auch immer wieder von massiver Korruption die Rede, wenn es um die Bestellung von militärischem Gerät geht.

Das wurde faktisch auch offiziell bestätigt, als Timur Iwanow, Schoigus Stellvertreter als Verteidigungsminister, vor etwa zwei Wochen wegen des Vorwurfes der Korruption verhaftet wurde. Damit war klar, dass Putin das Problem erkannt hat dagegen vorgehen würde. Die Frage war zunächst nur, ob er dazu Schoigu aus dem Amt entfernen würde.

Die Erklärungen aus dem Kreml über die Ablösung von Schoigu sprechen das nun auch recht offen aus. Putins Sprecher Peskow erklärte am Sonntag, die Entscheidung, Schoigu zu entlassen und Belousow zum Verteidigungsminister zu ernennen, hänge mit der Notwendigkeit zusammen, „die Wirtschaft der Sicherheitskräfte in die Wirtschaft des Landes zu integrieren“, denn der Haushalt des Ressorts nähere sich jetzt dem Niveau der 1980er Jahre an, was „nicht kritisch, aber <…> äußerst wichtig“ sei.

Russland hat, entgegen aller Meldungen des Westens, keinesfalls auf Kriegswirtschaft „umgeschaltet“, aber Russland hat, das bestätigen auch westliche Experten einmütig, die Produktion von Waffen und Munition massiv erhöht. In Russland ist das, im Gegensatz zum Westen, kein Widerspruch, denn die russische Rüstungsindustrie ist nicht in privaten Händen, das sind Staatsbetriebe. Das hat Vor- und Nachteile, wobei die Vorteile meiner Meinung nach überwiegen.

Die Vorteile sind, dass die russische Rüstungsindustrie der Regierung gehorchen muss, während die westlichen Rüstungskonzerne mit viel Geld dazu motiviert werden müssen, die Wünsche der Regierungen umzusetzen. In Russland ist die Hauptaufgabe der Rüstungsindustrie nicht, Gewinne zu machen, sondern gute und günstige Waffen zu produzieren. Und diese Aufgabe löst sie derzeit weitaus besser als die westlichen Rüstungskonzerne, die in erster Linie darüber nachdenken, wie sie mit ihren Waffen ihre Gewinne maximieren können.

Der Nachteil ist, dass bei Staatsbetrieben eine gewisse Vetternwirtschaft, also Korruption, kaum verhindert werden kann. Im russischen Internet gab es immer wieder Beschwerden, das Verteidigungsministerium kaufe gewisse Waffen weit überteuert ein und die Differenz zwischen den realen Preisen und dem, was das Verteidigungsministerium bezahlt, wandere über dunkle Kanäle in die Taschen einiger Herrschaften. Die Verhaftung von Timur Iwnanow dürfte ein Hinweis sein, dass da etwas dran war.

Korruption ist auch in der Rüstung im Westen nichts Besonderes, wie ich oft aufgezeigt habe. Allerdings ist sie im Westen weitaus größer als in Russland, was beispielsweise die Preise für die US-amerikanische F-35 zeigen, die Deutschland für 237 Millionen Dollar pro Stück kauft, während das Pentagon nur 62 Millionen pro Flugzeug bezahlt.

Die russischen Waffen waren und sind also auch jetzt immer noch billiger als die westlichen, aber wenn die Vermutung, dass sich im russischen Rüstungsbereich einige Beamte und Funktionäre die Taschen voll machen, stimmt, dann könnte der russische Staat die Waffen noch billiger kaufen, als er es jetzt tut.

Ein Wirtschaftsfachmann als Verteidigungsminister

Dafür spricht die Ernennung des 65-jährigen Andrej Belousow zum neuen Verteidigungsminister, denn Belousow hatte in seinem Leben nie etwas mit dem Militär zu tun. Er ist ein Wirtschaftsfachmann und gilt als Vertrauter Putins, seit Putin ihn 2008 in den Regierungsstab berufen hatte. Damals wurde Putin, als Dmitrij Medwedew russischer Präsident wurde, russischer Premierminister. Beloussow wurde damals Direktor der Abteilung für Wirtschaft und Finanzen. 2013, als Putin wieder Präsident wurde, machte Putin Belousow zu seinem Wirtschaftsberater in der Präsidialverwaltung. Zuletzt war Beloussow Vizepremier, koordinierte in dieser Funktion die Wirtschaftspolitik Russlands. Belousow gilt als effizienter Macher, was er beispielsweise mit aktuellen russischen Premierminister Mischustin gemeinsam hat.

Putin fördert seit jeher effiziente Persönlichkeiten, die sich durch gute Arbeit auszeichnen und Belousow ist dafür ein Beispiel, denn er hat, ohne sich dabei in die Öffentlichkeit zu drängen, einen guten Job gemacht, denn dass Russlands Wirtschaft heute trotz der Sanktionen floriert, dürfte zu einem guten Teil sein Verdienst sein.

Da ist es logisch, dass Putin so einen Mann an die Spitze des Verteidigungsministeriums setzt, damit der dort für Ordnung sorgt und die Kosten für die Beschaffung von Waffen und Munition drückt, ohne dass darunter Qualität und Lieferfristen leiden.

Es gibt aus der Vergangenheit ein ähnliches Beispiel. Dmitrij Rogosin wurde 2018 Chef der russischen Weltraumagentur, die damals mit Problemen Schlagzeilen machte, unter anderem, weil die Bauarbeiten an neuen Weltraumbahnhöfen stockten. Rogosin ließ ein großes Audit machen und in der Folge wurde eine ganze Reihe von Managern wegen Korruption angeklagt und verurteilt. Daraufhin wurden die neuen Weltraumbahnhöfe doch noch praktisch nach Plan fertiggestellt und Russland erhöhte die Frequenz der Raketenstarts, wobei die längste Reihe von Starts ohne Pannen in der Geschichte das Ergebnis war.

Rogosin ist studierter Journalist und Wirtschaftswissenschaftler, aber kein Ingenieur. Daher könnte die Ernennung von Belousow zum Verteidigungsminister dem gleichen Muster folgen und die Aufgabe von Belousow ist in erster Linie die Umorganisation des Ministeriums und weniger die Führung des Militärs oder sich in die Entscheidungen der Armeeführung einzumischen. Die Aufgabe von Belousow dürfte es sein, die Effizienz des Ministeriums zu erhöhen, wofür ja auch die Erklärungen des Kremlsprechers sprechen.

Kommentare im russischen Internet

Die Kommentare im russischen Netz über die Personalie sind sehr positiv. Als Beispiel will ich den ersten Post von Michail Podoljaka, einem der bekanntesten und einflussreichsten Militärblogger Russlands, zu dem Thema zeigen:

Russlands neuer Verteidigungsminister: Krieg ist in erster Linie Wirtschaft
Wir haben uns also alle über die neue verantwortungsvolle Aufgabe gefreut (vor allem die Jungs an der Front sind sehr glücklich), die dem noch amtierenden, aber in naher Zukunft ehemaligen russischen Verteidigungsminister Sergej Schoigu anvertraut werden wird.
Sprechen wir nun über seinen Nachfolger.
Andrej Belousow ist ausgebildeter Wirtschaftswissenschaftler und Mathematiker. Er ist schon seit langem nahe am Präsidenten (wenn man seine Erfolgsbilanz betrachtet).
Er war einer der Autoren und dann Umsetzer (wiederum nach seinen Positionen und wann er sie bekleidet hat zu urteilen) des ersten Programms zur Entwicklung Russlands, mit dem Wladimir Putin das Land in den 2000er Jahren veränderte.
Er ging zusammen mit dem Präsidenten von 2008 bis 2012 in die Regierung, und kehrte 2012 in die Präsidialverwaltung zurück (bis 2020 war er Wirtschaftsberater des Präsidenten).
Seit 2020 ist er (im Kabinett von Michail Mischustin) Erster Stellvertretender Ministerpräsident für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes.
Jetzt hat der ihn Präsident beauftragt, … die Trümmer im Verteidigungsministerium aufzuräumen ….
Und Trümmer und Korruption gibt es dort (Timur Iwanow und nicht nur er) gibt es nicht nur viel, sondern sehr viel. Und das ist eines der wichtigsten Probleme (ich habe das schon oft wiederholt), die es uns nicht erlauben, den Krieg gegen den Nazismus in der Ukraine schnell und mit den geringstmöglichen Verlusten zu beenden.
Denn Krieg ist immer zuerst und vor allem WIRTSCHAFT. Und es ist die wichtigste Aufgabe des neuen Verteidigungsministers, genau diese Komponente in unserem Verteidigungsministerium zu lösen.
Damit der Mist, der nicht richtig funktioniert, nicht zehnmal so viel kostet, wie das, was funktioniert, was das Verteidigungsministerium aber nicht in Produktion nimmt, weil dort keine Schmiergelder gezahlt wurden.
Kann er das schaffen? Seine Verdienste aus der Vergangenheit sagen, dass er es kann. Kann er es? Wir werden sehen.
Aber auf jeden Fall werde ich persönlich alles tun, was ich kann, um ihm zu helfen. Denn davon hängt die Zukunft unseres Landes ab.
Das ist alles, was ich dazu im Moment habe.

Dieser Post zeigt übrigens anschaulich, dass die westliche Propaganda lügt, wenn sie behauptet, in Russland dürfe man das Wort „Krieg“ nicht verwenden, oder man dürfe die Regierung nicht kritisieren. Podoljaka benutzt immer das Wort „Krieg“ und er hat, wie er hier auch selbst schreibt, die Regierung in Person des Verteidigungsministeriums oft und deutlich kritisiert.

Was die Personalien sonst noch bedeuten

Ansonsten setzen Putin und Regierungschef Mischustin anscheinend auf Kontinuität. Die restlichen wichtigen Ministerien werden offenbar von ihren bisherigen (und man muss sagen, erfolgreichen) Ministern weitergeführt.

Schoigu wechselt als Vorsitzender in den Russischen Sicherheitsrat, was formell sogar als Beförderung gelten kann, was es aber in der Realität kaum ist. Interessant ist, was mit dem bisherigen Vorsitzenden Patruschew passiert, denn welchen Posten er, ebenfalls ein alter Weggefährte Putins, nun bekommen soll, wurde noch nicht mitgeteilt.

Insgesamt setzt Putin also auf Kontinuität, wobei er aber die Effizienz im Verteidigungsministerium erhöhen will.

Schoigu hat sich in der Vergangenheit verdient gemacht, als der das russische Katastrophenschutzministerium aufgebaut hat. Damals war er sehr populär und diese Popularität hatte er auch als Verteidigungsminister. Aber die Eskalation in der Ukraine hat sein Image beschädigt und Schwächen offenbart, die öffentlich diskutiert wurden, wie der auch Post von Podoljaka zeigt.

Für Schoigu ist das ein gesichtswahrender Abgang, Belousow hingegen dürfte vor einer Mamutaufgabe stehen.

Wenn sich der neue Verteidigungsminister, im Gegensatz zu Schoigu, der sich gerne in Generalsuniform zeigte, keinen militärischen Dienstgrad geben, sondern sich um administrative und organisatorische Fragen im Ministerium kümmern will, dürfte der Generalstab in Zukunft mehr oder weniger direkt an den Kreml berichten, als das bisher der Fall war. Das zumindest ist meine Vermutung, aber auch hier müssen wir ein wenig abwarten, wer künftig bei den Sitzungen des Generalstabes mit an dem Tisch sitzen wird, an dem bisher Schoigu gesessen hat.

Wie die internationale Presse berichtet

Die russische Nachrichtenagentur TASS hat zusammengefasst, wie die internationale Presse über die Personalie berichtet und zum Abschluss will ich die Zusammenfassung der TASS übersetzen.

Beginn der Übersetzung:

„Wendepunkt“: Weltpresse über die Ernennung von Andrej Belousow zum russischen Verteidigungsminister

Die russische Regierung steht vor gravierenden Veränderungen, schreiben Journalisten

Am 12. Mai 2024 nominierte Präsident Wladimir Putin den ehemaligen Ersten Stellvertretenden Ministerpräsidenten Andrej Belousow für das Amt des russischen Verteidigungsministers. Sergej Schoigu, der dieses Amt zuvor innehatte, erhielt den Posten des Sekretärs des russischen Sicherheitsrates. Die TASS hat die Reaktionen der Weltpresse TASS zusammengefasst.

CNN (USA): „Die Umstrukturierung, die stattgefunden hat, ist wichtig und war ein „interessanter Schritt“ des russischen Präsidenten, sagt der ehemalige US-Verteidigungsminister Mark Esper. „Das wichtigste Argument, das aus Moskau kommt, ist, dass sich Russland in Richtung einer Kriegswirtschaft bewegt.“

Washington Post (US): „Die Wahl signalisiert Putins Wunsch, jemanden an die Spitze des Verteidigungsministeriums zu berufen, der die rasant steigenden Militärausgaben fest im Griff hätte.“

New York Times (US): „Der Regierungswechsel könnte ein Wendepunkt in der [Militäroperation] sein.“

Die europäische Ausgabe von Politico: „Die Ernennung von Belousow, einem erfahrenen Wirtschaftsberater, auf den Spitzenposten im Verteidigungsministerium ist ein Signal, dass Putin beabsichtigt, (im Verteidigungsbereich – Anm. TASS) ‚einen anderen Gang einzuschalten‘.“

Die belgische Tageszeitung Soir: „Sergej Schoigu, der auf den neuen Posten berufen wurde, hat sich vor [allen möglichen] zukünftigen Untersuchungen (der Aktivitäten des Verteidigungsministeriums – Anm. TASS) effektiv geschützt.“

Tagesspiegel (Deutschland): „Einigen Experten zufolge bedeutet die Ernennung von Belousow zum Nachfolger von Schoigu auch, dass Putin die Militäroperation vor allem durch die Steigerung der Produktion in den Rüstungsbetrieben [erfolgreich vollenden] will.“

Radio Bayerischer Rundfunk (Deutschland): „Dass Putin einen Vertreter des Wirtschaftsflügels und nicht des Sicherheitsapparates ausgewählt hat, war überraschend.“

Berliner Zeitung (Deutschland): „Obwohl Andrej Belousow dem wirtschaftsliberalen Flügel der russischen Elite angehört, ist eine Liberalisierung des Regierungssystems nicht zu erwarten.“

Le Figaro (Frankreich): „Der Rücktritt des 68-jährigen Sergej Schoigu ist bedeutsam, da seit dem Beginn der [Militäroperation] mehr als zwei Jahre vergangen sind und die russische Armee in eine kritische Phase der Offensive gegen die ukrainischen Streitkräfte eintritt, denen es an Munition und Soldaten mangelt.“

Liberation (Frankreich): „Unerwartete Umstrukturierung in der Führung der russischen Armee während ihrer Offensive in der Ukraine“.

La Tribune (Frankreich) nannte Schoigus Rücktritt „eine Überraschung des Kremls“.

El País (Spanien): „Der Wechsel an der Spitze des Verteidigungsministeriums kommt in einer Übergangsperiode an der ukrainischen Front.“

El Mundo (Spanien): „Unerwartete Veränderungen an der Spitze der russischen Regierung. Schoigu wird Sekretär des russischen Sicherheitsrates, eines der wichtigsten Organe des Landes neben der Präsidialverwaltung und der Regierung.“

La Vanguardia (Spanien): „Der russische Präsident Wladimir Putin schlug an diesem Sonntag vor, sowohl für die Regierung des Landes als auch für die [Militäroperation]….. größere Veränderungen vorzunehmen. Dennoch tritt Schoigu, ein alter Verbündeter Putins, nicht von verantwortungsvollen Positionen in Russlands Machtstrukturen zurück. Putin hat für ihn den Posten des Sekretärs des mächtigen Sicherheitsrates vorbereitet.“

Times of India (Indien): „Schoigus Übergang in den Sicherheitsrat unterstreicht Putins Strategie, Schlüsselfiguren in beratenden Positionen zu halten. Diese Taktik steht im Einklang mit früheren Ernennungen, einschließlich der des ehemaligen Präsidenten Dmitri Medwedew, der als stellvertretender Vorsitzender des russischen Sicherheitsrats fungiert. Putins Umstrukturierung von Schlüsselpositionen spiegelt seine umfassendere Regierungs- und Sicherheitsagenda wider. Angesichts der anhaltenden geopolitischen Spannungen spiegeln sich die Auswirkungen dieser Veränderungen sowohl im Inland als auch auf internationaler Ebene wider und prägen den Kurs der russischen Politik und ihrer regionalen Beziehungen.“

NHK Fernsehsender (Japan): „Während Russlands [Militäroperation] weitergeht, wird sich die Aufmerksamkeit darauf konzentrieren, ob die jüngsten personellen Veränderungen die Situation auf dem Schlachtfeld beeinflussen werden.“

Israel Hayom (Israel): „Der Rücktritt des russischen Verteidigungsministers könnte <…> noch wichtiger sein, als es auf den ersten Blick scheint“.

Ende der Übersetzung


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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

65 Antworten

  1. Ein nicht weniger interessanter Kommentar zur Neubesetzung an der Spitze des russischen Verteidigungsministeriums kommt von Gilbert Doctorow, der seine Freunde in Sankt Petersburg oft besucht:

    https://gilbertdoctorow.com/

    Auch er spricht die wohl zu Recht vermutete Korruption im Verteidigungsministerium bei der Rüstungsbeschaffung an, aber er nennt noch einen anderen wirtschaftspolitischen Aspekt:

    „(…) die weiteren Auswirkungen sind, dass Belousov eine wichtige Kraft für die Verwendung von staatlich subventionierten Krediten sein wird, um die schädlichen Auswirkungen des himmelhohen Leitzinses von 16%, der von der sparwütigen neoliberalen Direktorin der Bank von Russland, Elvira Nabiullina, und Finanzminister Siluanov eingeführt wurde, zu neutralisieren. Die herausragende industrielle Leistung Russlands im Jahr 2023 war weitgehend auf die großzügige Gewährung von Vorzugszinsen für bestimmte Hersteller zurückzuführen, die von Nabiullinas Gegnern in Talkshows wie „Abend mit Wladimir Solowjow“ gefordert worden war. Auf Gedeih und Verderb wird der militärisch-industrielle Komplex eine treibende Kraft für die russische Wirtschaft sein, strategische Investitionen lenken und das erreichen, was der alte sowjetische Planungsapparat anstrebte, aber nie erreichen konnte. (…)“

    Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)

    1. Ich bin nicht sicher ob diese angebliche Blogger-Experten tatsächlich Experten sind & sehe hier Hr. Röpers Artikel auch relativ typisch einseitig deutsch gedacht….

      Wenn in Russland Rüstungsbetrieben staatlich sind, bestimmt der Staat über Preise – weshalb Waffen dann teurer verkauft werden sollen, erschließt sich nicht…..

      Was Shoigu betrifft, teile ich die Meinung der Blogger genau so wenig….

      Putin hat ihn in den Sicherheitsrat berufen in wichtiger Position – das ist nicht etwas ein Abstieg sondern eher ein Aufstieg…..

      Dazu gibt es anderslautende Ansichten über die es sich zu überlegen lohnt:
      „Da nicht jeder versteht, was der Sicherheitsrat ist und was die Ernennung Schoigus zu seinem Sekretär bedeutet, hier ein paar klarstellende Worte:
      ✔️ Der Sicherheitsrat ist das wichtigste Gremium, das strategische Entscheidungen zu Schlüsselfragen im Leben des Landes trifft. Manche vergleichen ihn mit der Bojarenduma, was zwar formal ähnlich ist, aber im Wesentlichen nicht stimmt.
      ✔️ Mit dem Sicherheitsrat bespricht Putin wöchentlich strategische Fragen – in 99 von 100 Fällen ist hinter verschlossenen Türen nur das Thema bekannt. So diskutierten die Mitglieder des Sicherheitsrats im Februar 2022 öffentlich über die Annahme von Appellen der Volksrepubliken Donezk und Luhansk.
      ✔️ Sekretär des Sicherheitsrates ist keineswegs eine Ehrenpension, sondern eine Erweiterung der Fähigkeiten und Funktionen nach dem Verteidigungsministerium. Tatsächlich ist dies die gesamte Machteinheit an einem Ort und nicht nur das.
      ✔️ Vorsitzender des Sicherheitsrates der Russischen Föderation ist von Amts wegen der Präsident der Russischen Föderation, also Putin persönlich. Der Sekretär leitet die Arbeit des Sicherheitsrates selbst. Der stellvertretende Vorsitzende des Sicherheitsrates, Dmitri Medwedew, berichtet an Putin.
      ✔️ Diejenigen, die Shoigus Rückzug aus der Politik bereits angekündigt haben, sind in großer Aufregung.“
      https://twitter.com/vicktop55/status/1789865004491047057

      Auch Fr. Nabiullina wird gerne verdächtigt…allerdings macht sie bisher einen großartigen Job! Auf jeden Fall für Russland & nicht für ein paar Oligarchen, die sich Geld für lau leihen wollen….

      1. Es geht bei der Kritik an Schoigu vor allem um die Versorgung der Armee mit hochwertigen und neueren Rüstungsgütern wie Drohen, Mitteln der ELOKA und andere Innovationen. Alles was da war, wo er auf eine bestehende Industrie aufbauen konnte, hat er in den Griff bekommen.
        Granaten, Raketen Panzer und selbst Flugzeuge produzieren die Russen für sich ausreichend. Alles was neu aufgebaut werden muss kommt im industriellen Maßstab nicht aus den Kinderschuhen. Da lag oder liegt das Problem.
        Da Russland zudem davon auszugehen scheint, dass die ukrainischen Soldaten tatsächlich nicht die letzten Gegner sein werden, besteht die Notwendigkeit hier schnell aufzuholen.

      2. „Staatsbetriebe – lahm, teuer, Vetternwirtschaft“ ist in der BRD Schulwissen. Der einzigartige Erfolg der volkseigenen Kombinate der VR China ist deshalb „unfair“ und hat mit „Subventionen“ und „Überkapazitäten“ zu tun. Die Lügenpressen sind voll mit derartigen Versuchen, die Abweichung der Realität von der Doktrin zu erklären.

        Schoigu hinterläßt weit überlegene Waffen, Hyperschall, S500, etc., eine Rüstungsindustrie, die stärker ist als die der gegnerischen 35 Länder zusammen und gemessen am Westen für Cents auf den Dollar produziert. Auch der Militärapparat, Armee, Strategie, hat sich als voll kriegstauglich und dem Gegner überlegen erwiesen.

        Daß unter Kriegsbedingungen nicht alles funktioniert wie vorgesehen ist eine Banalität, das tut es nie. Chaos und Mangellagen sind unvermeidbar. Es ist eine Frage des Ausmaßes, und Maßstab dabei ist zuallererst der Gegner.

        Schoigu ist nun in den innersten Kreis der Macht aufgerückt. Der Sicherheitsrat ist die politische Führung der Sonderoperation, und zwar aller Aspekte, nicht nur der militärischen, und da kommt Schoigu nun direkt nach dem Oberbefehlshaber Putin und dessen Vertreter und diensthabenden Chef Medwedew.

        Belousow hat nun neue Aufgaben: Ordnung und Straffung der Strukturen, die Schoigus Aufbauphase hinterläßt, Kosten reduzieren und Geld verdienen. Viele technologische Geheimnisse hat die Sonderoperation gelüftet, und die wissenschaftlich-technischen Errungenschaften der Rüstungsindustrie sollen nun in den zivilen Sektor implementiert werden. Das entspricht Putins Planungen für seine neue Amtsperiode:

        Владимир Путин ответил на вопросы Дмитрия Киселёва.
        13 марта 2024 года, Москва, Кремль
        http://kremlin.ru/events/president/news/73648

  2. Natürlich hat Russland auf Kriegswirtschaft umgeschalten, alles andere wäre auch dumm. Die sind doch nicht so doof und merken nicht, was der Westen will. Nach Aussagen so einiger, produziert Russland rund 300.000 152mm Granaten für die Artillerie pro Monat. Die Amis haben ein Programm aufgesetzt, nach dem sie 2025 auf 100.000 im Jahre 2025 kommen wollen. Wobei die Artillerie in diesem Krieg zwar wichtig ist, aber bei Weitem nicht das Wichtigste. Denn das sind definitiv die Drohnen. Die sind auch der Grund, warum dieser Krieg sich völlig von anderen unterscheidet. Permanent sind tausende Drohnen über den Gefechtsfeldern mehr oder weniger ungesehen am kreisen, bereit zuzuschlagen, wenn ein Fahrzeug entdeckt wird, oder eine gewisse Anzahl Truppen sich formiert hat. Und da knallen die dann rein. Was größerer Operationen sehr schwierig macht. Für beide Seiten. Und das, obwohl die Russen über sehr ausgeprägte ELOKA-Fähigkeiten verfügen. Die Russen haben und haben immer noch recht hohe Verluste wegen den Drohnen. Die Dinger haben die Kriegsführung völlig verändert.

  3. Der schwerfällige Beamtenapperat unter Schoigu ist mitverantwortlich für gefallene russische Soldaten in der Ukraine, wo jeder einzelne der Soldaten mehr Wert ist als alle russischen Oligarchen, die ihre Gewinne im Westen angelegt haben. Er und Gerassimow sind mitverantwortlich für den internen Konkurenzkampf mit Wagner, der Russland so viel gekostet hat. Es gibt noch viel mehr Kritikpunkte, es mag sein das nicht alle berechtigt sind, aber Schoigu weine ich keine Träne nach. Außerdem ist er ja in eine verantwortungsvolle Position versetzt worden. Korruption ist wie in allen anderen Ländern der Welt auch in Russland ein gewaltiges Problem, dass Putin bekämpfen muss, neben der Verteidigung Russlands gegen die Westmächte. Eine unglaubliche Last, die auf Putins Schultern liegt, der Westen will ihn ausschalten, um Russland zu Fall zu bringen. Welcher Russe soll Putin mit seinen einzigartigen Eigenschaften ersetzen? Aber auch ein Putin macht Fehler, er lernt aber auch daraus.

    1. Die Chose mit Wagner hat zumindest mir klar gemacht, dass Schoigu eher ein Politiker, als denn ein Militär ist. Putin ist alles, aber nicht dumm. Damals konnte er den aus politischen Gründen und aus diesem Szenario heraus nicht schassen. Jetzt aber schon. Daran aber ist blank Schoigu selbst Schuld.

        1. Ich finde es immer wieder beeindruckend welche inhaltslose Kritik sich manche Zeitgenossen hier posten, gibt es auch sachliche Kritik von ihnen, versuchen sie es doch mit Zitaten von El loco. Gilt auch für den Blödsinn von Kumpel/in GMT.

          1. Ihr Text rührt ja nun den gesamten Bestand an westlichen Vorurteilen, Realitätsverlust und Wunschdenken zusammen. Alles in allen Einzelheiten Blödsinn. Ernsthafte Erwiderung nicht möglich.

    2. @teplinski
      Die größten russischen Verluste auf Zeit und Ort gerechnet gab es immer noch unter einem der schärfsten Kritiker von Schoigu und Gerassimow …. unter Prigoshin in Bachmut. Aber daran waren ja auch diese beide Schuld .. ich vergaß

      1. In Bachmut nach Angaben von Prigoshin 20000 tapfere Russen, die für Russland gefallen sind. 10000 der Gefallen kamen aus dem Strafvollzug, dass ihr Opfer und ihre Tapferkeit nicht mindert. Sie erinnern sich an das Video mit Vorwürfen und Beschimpfungen an Schoigu und Gerassimow wegen der fehlenden Munition. Prigoshin ist ausgeflippt und in der Tragödie für Russland immer weiter ausgetickt. Können sie es ausschließen, dass Schoigu im persönlichen Konkurenzkampf mit Prigoshin Wagner absichtlich mit Munition unterversorgt hat? Dieser Konkurenzkampf hat Russland schwer geschadet und das US-Imperium sehr erfreut. Rybar hat mal die besten Kommandeure der russischen Armee bewertet, Gerassimow war nicht dabei. Wenn man sich die Mühe macht, mal Telegram von Beginn der Sonderoperation zu studieren, kann man sich ein Bild machen von den Fehlern, die bei der Sonderoperation passiert sind. Fehler passieren, aber an diesen Fehler kleben Menschenleben, dass einzige was man tun kann, ist aus diesen Fehlern zu lernen.

        1. Können Sie ausschließen, dass Prtigoshin von ganz anderen getriggert wurde? Der Artillerieangriff auf die Wagner sah nicht nach tatsächlichen Einschlägen aus…
          Wenn Rybar andere bewertet ist das sein gutes Recht. Nun weiss ich allerdings nicht, wie man einen Generalstabschef mit einem Divisionskommandeur vergleichen kann? Die Aufgaben sind einfach zu verschieden

          1. Ich bin ganz sicher, dass Prigoshin als er in Folge der Ereignisse im Abseits war, von westlicher Seite getriggert wurde. Sein Amoklauf auf Moskau war ganz sicher mit die Folge der westlichen Triggerung. Auch einige seiner Äußerungen lassen klar darauf schließen, am Ende seines Amoklaufes hat er sich auch gegen Surowikin gewendet.
            Das er sich zum Verräter an Russland gemacht hat, wird Putin ihm verdeutlich haben.
            Übrigens war Surowikin auch im Rybar-Ranking.

            1. « von westlicher Seite » – Das ist nicht klar und nicht geklärt. Strelkow hatte eine andere Vermutung. Dahinter stünden mächtige Kreise in Rußland, die dem Westen quasi ein Geschenk machen wollten. Also nicht nur und nicht primär Prigoshin, sondern ein Komplott. Insofern ähnlich, aber doch ein Unterschied zur These des „westlich getriggerten“ Putsches. Und wer hat Prigoshin beseitigt? Vielleicht die selben, die ihn für den Putsch motiviert haben.

              https://t.me/s/strelkovii/5729 und folgende zum 23./24. Juni ’23

              All diese interne Machtkonfiguration in Rußland ist niemals Thema im Anti-Spiegel und – soweit ich sehe (und das ist nicht sehr weit) – auch nicht in irgendwelchen russischen Medien. So wie ja auch in der BRD die wahren Netzwerke der Macht lieber im dunkeln bleiben. Denn ihnen gehören die Medien.

      2. Prigoshin war nicht direkt Kritiker, sondern Angestellter von Schoigu und Gerassimov. Schoigu ist der einzige Auftraggeber und Waffenlieferant der „Wagner“ genannten Kräfte. Auch aus Mali, Centrafrique etc. ist bekannt, daß die „Wagner“ auf Basis von Verträgen zwischen den Regierungen von der russischen Regierung gestellt werden.

        Operativ geführt werden die „Wagner“, so weit bekannt, als Militärkräfte außerhalb der offiziellen Armee durch den GRU, der dem Generalstab und damit Gerassimow untersteht. Prigoshin war Organisator und Repräsentant, aber kein Militär. Seine Spezialität war der Bereich Informationskrieg, Desinformation, Maskirowka.

        Nicht so sehr die „Wagner“ genannten Kräfte selber als das „Mysterium Wagner“ ist Prigoshins Schöpfung, also das, was Westler für „Wagner“ halten. Prigoshins schönste Stücke waren die Wagner-Operetten „Meltdown Bachmut“ und „Marsch auf Moskau“. Etwas schrill und überdreht für meinen Geschmack, aber die Westler haben ihm das abgekauft und tun das bis heute. Nicht alle allerdings.

        Innerhalb der westlichen Eliten hat man sehr wohl begriffen, daß man geleimt wurde und daß Prigoshin nach wie vor aktiv und gefährlich ist, also haben sie ihn liquidieren lassen. In Rußland wurde Prigoshin und Utkin derweil ein Denkmal errichtet.

        1. Prigoshin war nicht direkt Kritiker, sondern Angestellter von Schoigu und Gerrasimow.
          Ein echter El Loco Faktenverdreher, deshalb haben Prigoshin und Utkin so gerne Verträge mit dem Verteidigungsministerium unterzeichnen wollen.
          Der Marsch auf Moskau war eine russische Tragödie, allein schon wegen den toten russischen Militärangehörigen, und ein Verrat an Russland und Putin, wer auch immer Prigoschin beeinflusst hat, er hat sich zum nützlichen Idioten des US-Imperiums gemacht. Putin wird ihm das im lauten Ton verdeutlicht haben. Schoigu und Gerrassimow haben ihren Anteil daran, dass aus Prigoshin das geworden ist. Ganz sicher war das keine Show, um den Westen zu verarschen. Putin nimmt derzeit eine Umstruktierung vor und mistet den Stall ein bißchen aus. Schauen wir mal…..
          Wer hat denn aus dem Westen Prigoshin und Wagnerkommandeure beseitigt, Trump möglicherweise, der hat doch Erfahrung mit iranischen Generälen.

          1. „Was die Frage der Wagner-Gruppe betrifft, die im Mittelpunkt des Zerwürfnisses zwischen Mali und der EU steht, bestritt Minister DIOP erneut, russische Söldner der Firma Wagner eingesetzt zu haben.

            ‚Mali hat eine Zusammenarbeit von Staat zu Staat mit Rußland und eine langfristige Zusammenarbeit. Ich denke, daß man die Dinge nicht auch noch verwechseln sollte.‘ “

            WAGNER-EUTM-COOPÉRATION: l’Allemagne fait des injonctions, le Mali campe sur sa position
            https://niarela.net/politique/wagner-eutm-cooperation-lallemagne-fait-des-injonctions-le-mali-campe-sur-sa-position

            Diese Auskunft hat S.E.M. Annalena Baerbock, la cheffe de la diplomatie allemande, von ihrem Amtskollegen Abdoulaye Diop bekommen. Der Präsident Touadera von Centrafrique hat sich ganz genauso geäußert. Touadera war der Letzte, der Prigoshin vor dem Anschlag auf das Flugzeug empfangen hat.

            In Bangui, Centrafrique, steht übrigens das „Wagner“-Denkmal „E bata siriri na Béafrica“, und etliche „Wagner“ haben von Touadera den höchsten Staatsorden bekommen.

            Die „Wagner“ in Afrika sind überall, wo sich das feststellen läßt, vom russischen Staat auf Basis von G2G-Verträgen gestellte Soldaten außerhalb des regulären Militärs. Damit haben wir auch einen Kreis der Verdächtigen an dem Anschlag – Neokolonialisten, die äußerst erbost sind wegen der russischen Aktivitäten in Afrika. In den USA gibt es sogar drei Kreise von Verdächtigen, denen allen ein solcher Mordanschlag zuzutrauen wäre. Siehe freigegebene CIA-Akten.

            Ansonsten besteht Ihr Text hauptsächlich aus Klatsch und Anwürfen, da läßt sich nichts Sinnvolles weiter zu sagen.

            1. Sagen sie mal, El loco, sie machen den Eindruck als könnten sie Russisch sprechen.
              Könnten sie mal Prigoshin in dem Video mit den ganzen Leichen übersetzen, was er da von sich gegeben hat, bitte mit allen Kraftausdrücken.
              Vielen Dank im voraus.

              1. Um Prigoshin selber zu zitieren, bei anderer Gelegenheit, aber für dessen eigenes Werk „Meltdown Bachmut“ passend:

                „Ich ziehe es vor, die Geschichte im Theater zu sehen. … Es ist ein wunderschönes Werk des Regisseurs, das in einem Atemzug zu sehen ist. Ich hoffe, daß bei den Dreharbeiten keine Tiere zu Schaden gekommen sind“

                13.11.2022
                Пригожин фразой «собачья смерть» оценил видео «казни экс-бойца ЧВК»
                https://www.rbc.ru/politics/13/11/2022/6370ad869a794710866c1453

          2. Zentralafrikanische Republik: „Ich habe nichts mit einer Firma namens Wagner unterzeichnet“, sagt Präsident Touadera.

            Bangui, 23. September 2021-(Ndjoni Sango): […]

            Offensichtlich gibt es in der Zentralafrikanischen Republik keine Hinweise darauf, daß es eine russische private Sicherheitsfirma mit dem Namen „Wagner“ gibt. Kein Zentralafrikaner, weder oben noch unten, kann sagen, ob er eine solche Firma kennt, deren Name in den internationalen Medien auf den Titelseiten steht. Daher erklärte der zentralafrikanische Präsident, er fordere jeden heraus, der die Existenz einer solchen Firma in der Zentralafrikanischen Republik nachweisen könne.

            Par Ndjoni Sango – Par Erick NGABA – 23 septembre 2021
            RCA: ”je n’ai rien signé avec une société qui s’appellerait Wagner », rétorque le president Touadera
            https://ndjonisango.com/2021/09/23/rca-je-nai-rien-signe-avec-une-societe-qui-sappellerait-wagner-retorque-le-president-touadera/

        2. @ПАРОВОЗ ИС20 578

          Vielen Dank – so klar & eindeutig & eigentlich für jeden Menschen mit halbwegs logischem Verstand & selbst bei geringerem Interesse an der Geschichte, verständlich beschrieben!

          Wer das nicht versteht, hat diverse Handicaps, die sich schwer beseitigen lassen.

          1. Der Marsch auf Moskau eine schrille Inszenierung, die russischen toten Soldaten eine Inszenierung … ich wundere mich manchmal, was manche Leute so vom russischen Staat und eben dann auch Putin halten. Oder war er nicht eingeweiht oder Statist?
            Naja, ehe ich mir über solche Logik den Kopf zerbreche, bleib ich lieber gehändicapt. Aber GMT, steckt nicht in jedem ein kleiner Lumi? Und wenn es Absonderlichkeiten über Prigoshin sind ….

            1. Es ist Krieg. Seit 2014 bereits etwa 1 Mio Tote, beide Seiten zusammen. Eine Maskirowka ist eine sehr ernsthafte militärische Operation.

              So schrill Prigoshins Inszenierung auch war, einerseits kann es zu friendly fire kommen, da bei so etwas niemand eingeweiht wird, der nicht muß, und Kommandanten können die falschen Schlüsse ziehen oder Befehle, stillzuhalten, ignorieren.

              Andererseits gibt es viele Indizien, daß 404, der Westen und seine Fünfte Kolonne im russischen Apparat auf Prigoshins Seite mitgemischt haben, da sie sich der Illusion hingaben, das sei echt. Unzufriedenheit in den Truppen, die vielleicht zu einer Absetzung Putins oder einer Schwächung seiner Regierung führen könnte.

              Was im Hintergrund tatsächlich geschehen ist, ist unbekannt. Vielleicht werden die Russen es nach der SMO aufdecken. Die im Westen gängige Version ist absurd, wie immer. Ihre Variante, soweit mir bekannt, ist bizarr und stimmt nicht mit den bekannten Tatsachen überein.

              Was sich sicher sagen läßt: Ein großer Teil des Prigoshin-„Wagner“-Imperiums funktioniert völlig ungestört weiter, trotz „Aufstand“ und der Ermordung von Prigoshin und Utkin. Ein neuer und provisorischer Teil – die Einheiten in der SMO – wurde umorganisiert und teils nach Belarus verlegt, was in Warschau zu interessanten Reaktionen geführt hat.

  4. Beim Stichwort „Mathematiker“ fiel mir der Spruch meiner Oma ein, die ein Berufsleben lang als Buchhalter in der freien Wirtschaft tätig war

    Es nützt alles nichts, wenn der Chef nicht rechnen kann.

  5. Korruption kann man als Verschleiß ansehen, sie senkt die Effektivität als auch die Kreativität.
    Bekämpft man diese, so geht es nicht nur um sinkende Preise, sondern auch um das aufkommen von guten Ideen und Produkten. Da wird vieles schon im Schrank liegen oder in Klienstserien produziert sein. Wenn die notwendige Masse erstellt wurde, ist dies auch der richtige Zeitpunkt. Politisch wäre es fatal gewesen, dem Putsch nachzukommen.

  6. Ich schätze ohne dem russ. Präsidenten Putin wäre das Problem noch schwieriger zu lösen! Ein Krieg der sich auf Drohnen, sehr viele Spionagesatelliten u. neuen Waffen (Russland Hyperschallraketen Atomraketen Mach 10) stützt wird immer schwieriger zu händeln sein.
    Die USA hat da 1945 sehr schnell klar gestellt in Hiroshima / Nagasaki , was Fakt ist.
    Ich möchte nicht wissen was los ist wenn Russland Atomwaffen eingesetzt hätte, da wäre es zu einem Mehrfachüberschlag der Medien im Westen gekommen! Trotz der völkerrechtswidrigen Kriege nicht nur in Vietnam / Laos und Irak + Afghanistan!
    Ja da redet man in den Nachrichten natürlich von Korruption im Ministerium, wir haben uns längst an CumEx – Geschäfte z.B. einer Bank in Hamburg die ein BK Scholz gut kennt und an Panamapapers usw. gewöhnt.
    Nun ja ein kl. Geschäft mit Schutzmasken in Mio. € Höhe ist ja auch kein Problem bei Politikern. So lange sie nicht schwarz fahren u. die 60 € nicht zahlen! Da ist alles gut!
    J ajetzt bringt man unsere Rentengelder an die Aktienbörse – wie war dies gleich in den USA wo 2008 bei vielen Rentnern plötzlich Alles weg war ja u. mit 80 J. noch einmal arbeiten gehen um die Miete zahlen zu können, blöd !
    Also wer ist besser oder schlechter ? Ob uns das Ganze bald auf die Füße fällt, weil ein großes Wettrüsten im Gange ist, nicht nur wegen der spez. Raketen. Man würde zu gerne einmal nachfragen ob da gewisse Politiker unsere Steuern direkt verbrennen!

    1. « Die USA hat da 1945 sehr schnell klar gestellt in Hiroshima / Nagasaki , was Fakt ist. »

      Völliger Käse. Japan war spätestens seit Mai ’45 bereit zur Kapitulation. Der Ami wollte aber unbedingt seine „Atombomben“ demonstrieren, obschon das „Manhatten Project“ kein Ergebnis gebracht hatte. Dies bedurfte jedoch der Mitwirkung der japanischen Regierung, denn „if you can’t make it, you gotta fake it“. Diese war dazu aber nicht bereit. Daher bombardierten die Amis so lange japanische Städte mit Napalm, bis Tokio schließlich einwilligte.

      Die „Atombomben“ sind großer Käse (siehe „Lumi“ Link, dort Buch von Michael Palmer für den Anfang). Wären sie es nicht, hätte Moskau sie schon längst einsetzen können. Gelegenheiten für rein militärische oder auch nur demonstrative Ziele gab es mehr als genug. Das hätte den europäischen Anrainern sicher das Mütchen gekühlt. Schließlich will man nicht den NATO Knotenpunkt Rzeszow abrauchen sehen, der ein völlig legitimes Ziel in diesem Krieg darstellt.

  7. Ich bin tieftraurig, mal wieder als Depp vom Dienst und einer dieser westlichen „Experten“ die doch von der Entscheidung überrascht wurden. Schoigu wirkte nach der Parade vom 09.05. recht entspannt, imletzten Jahr lief er nach der Parade noch fast allein neben Putin, diesmal war Putin von einer Traube umgeben und Schoigu lief irgendwo hinterher. Soschlimm sah das alles nicht aus, aber vielleicht wusste er ja auch schon, dasser einen ungeliebten Job loswerden würde. Es ist schon etwas anderes, den Katastrophenschutz aufzubauen, der dann recht effektiv Menschen in Notsituationen rettet oder doch der Chef einer Armee zu sein, die naturgemäß Tod und zerstörung bringt.
    Aber woher sollte ich auch wissen, dass Schoigugehen sollte. Alle die, die es wussten, gaben dieses Geheimnis ja auch erst bekannt, nachdem die Neubesetzung der Stelle bekannt gegeben wurde. Die Versuchung ist groß, vielleicht sollte ich auch …..Ha..ich habs doch gewusst 😀
    Gelernt habe ich dann, dann man als unfähiger Minister, der ein völlig korruptes Ministerium geleitet hat, zum Vorsitzenden des Nationalen Sicherheitsrates in Russland wechseln kann. Scheint da doch nicht so viel beser mit den Politikern auszusehen, als bei uns. Aber naja, ist ja auch eine völlig unbedeutende Einrichtung ….. Finde den Fehler!
    Timur Iwanow, hat zwar nichts mit dem Kauf von Waffen und Munition zu tun aber immerhin hat er mindestens 10000 Euro (in Rubeln) als Bestechungsgeldern angenommen. Da er für die Immobilien der Armee in den neuen Gebieten verantwortlich war, hat er wohl bei der vergabe der Bauaufträge an gute Freunde gedacht. Dafür gabs dann hier und da wohl noch Sachleistungen. Immerhin hat sein größter Auftragnehmer seinen Gewinn von 21 auf 22 fast verdoppelt (korrekterweise um 4/5 erhöht aber von 16 auf 28 Mio Euro ist schon eine Husnummer. Und ja, das wird wohl zum Teil auf Kosten der Staatskassegegangen sein.
    Nun wurde dieser korruptionsfall aber nicht als Paukenschlag durch den Neuen aufgedeckt sondern noch zu Schoigus Amtzeit erledigt. Auch eher ein Indiz, dass Schoigu immer noch Vertrauen genießt, mit dem Militär aber überfordert war. Und wer überfordert aber nicht schlecht ist, den setzt man in einem fairen System um …. für mich ist das die ganzen Spekulationen nicht wert.
    Iwanow war übrigens mindestens der zweite General der wegen Unregelmäßigjkeiten gehen musste. Der andere war noch zu Zeiten des Kampfes um Bachmut. Er hatte Munition von den russischen Truppen abgezweigt und Prigoshin zugeschustert. Nach dem Rauswurf heuerte er dann bei Wagner an. Zu einer langen Karriere reichte es da nicht mehr ….es kam ein Marsch auf Moskau dazwischen.
    Womit wir bei Prigoshin wären …. Das er nur die Ablösung von Schoigu forderte, ist jetzt völlig neu für mich. Ich hab da früher immer zwei Namen gehört, Schoigu und Gerassimow. Beide waren für Prigoshin für alles verantworlich, ob Sonnenfinsternis, Munitionsmangel oder Regenzeit.
    Ähnlich war und ist es bei den anderen Kritikern des Verlaufs der militärischen Sonderoperation. Das langsame Vorrücken, die gesamte russische Taktik gefällt Ihnen nicht und dafür waren immer zwei Namen verantwortlich … Gerassimow und Schoigu. Die beiden haben ja eh Glück, dass auch ich nur auf der Couch sitze und nicht die ukrainischen Truppen befehlige, genau wie die Ukrainer das Glück haben, dass ich auf der Couch sitze und nicht mit der russischen Armee schon lange klar Schiff gemacht hätte.
    Solange man aber genau diese Sofaposition hat ist es meist schlauer zu versuchen zu verstehen, was die, die das Sagen haben eigentlich vorhaben, als es alles besser zu wissen. Aber besser zu wissen macht wahrscheinlich interessanter ^^

    1. Wir sind alle hier im Forum um zu diskutieren und unsere Meinung zu sagen. Ohne Sofageneräle wäre das Forum doch sehr leer. Schoigu und Gerassimow sind seit Beginn der Sonderoperation dabei und es sind viele Fehler unterlaufen. Darüber kann man geteilter Meinung sein, aber ich finde die Meinung der russischen Soldaten sollte eine entscheidene Rolle spielen, die halten ihren Arsch hin und kämpfen und sterben für Russland. Sie verdienen die beste Ausrüstung und Kommandeure, die Russland ihnen geben kann. Mit Männern wie Teplinski und Popow ist das gegeben, mit Shoigu und Gerassimow nicht. Aber das ist nur meine Meinung, fragen wir doch mal die russischen Soldaten.

    2. Gerassimows Strategie ist meisterhaft und wird die Regale in den Militärakademien füllen. Schoigu hat die stärkste Armee der Welt geschaffen. Wenn man ihn denn schon für alle erdenklichen Mängel und Fehler verantwortlich macht – die unter Kriegsbedingungen allerdings unvermeidlich sind – dann doch bitteschön auch für den Militärapparat und die Rüstungsindustrie, die die USA und die Euro-NATO-Länder als Papiertiger dastehen lassen.

      „We’re the United States of America for God’s sake, the most powerful nation in the history– not in the world, in the history of the world. The history of the world.“

      President Joe Biden: The 2023 60 Minutes interview transcript
      https://www.cbsnews.com/news/president-joe-biden-2023-60-minutes-transcript/

      1. Ein meisterhafter Stratege, der einen Kommandeur wie Popow kaltstellt, weil der berechtigte
        Kritik aüßert, um das Leben seiner Soldaten zu retten. Deswegen wird Popow von seinen Soldaten geschätzt, was wäre die russische Armee für eine Armee, wenn das Personal die Kommandeure bestimmen würde. Das sie Gerassimow so schätzen bestätigt für mich die Kritik an ihm. Die stärkste Armee der Welt haben die Russen geschaffen und nicht eine einzelne Person.

  8. Im Nachgang scheint Prigoschins Kritik am Verteidigungsministerium berechtigt gewesen zu sein. Ohne den Mut und der Kampfkraft der Wagnertruppe wäre Bachmut/Artjomowsk wohl nicht so schnell erobert worden. Ist Prigoschin dafür „gestorben worden“ oder war sein Flugzeugabsturz nur zufälliges Schicksal? Was ist aus dem einst hochgelobten General Surowikin geworden? Hausarrest? Vielleicht kann Herr Röper dazu noch Auskunft geben. Wie dem auch sei. Hauptsache Russland gewinnt.

    1. Surowikin ist in Afrika und macht da seinen Job.
      popow, der damals ja von der Südfront abgezogen wurde, hat jetzt den Norden unter sich.
      Prigoshin starb mit seinem Stab durch eine Explosion im inneren des Flugzeuges. In seinem Fall bin ich fast für Suizid 🙂

      1. Surowikin wurde in Afrika abgestellt. Möglicherweise wird er wieder zurückgeholt, möglicherweise auch nicht.
        Popow wurde von Gerrasimow abgezogen, weil der berechtigte Kritik geäußert hat. Seine Soldaten haben sich für ihn eingesetzt und Putin hat gehandelt.
        Teplinski war im Rybar-Ranking auf Platz Nr.1, ebenfalls bei Gerassimow nicht sehr beliebt, bei den Soldaten schon und Putin hat gehandelt.
        Ob die Prigoshin Wagner sich im Drogenrausch selbst in die Luft gejagt haben, glaube ich nicht, aber sie wahren eine effektive Kampfeinheit, die Russland jetzt fehlt. Sowas darf nie wieder geschehen, Russland hat von außen die gefährlichsten Feinde, da darf man sich nicht von innen zersetzen, worauf das US-Imperium hofft. Und die russische Armee hat die besten Kommandeure, die sie haben, verdient.

  9. Der Herr Kiesewetter ist unter anderem auch schon ziemlich nervös bzgl. der Einsetzung von
    Andrei Remowitsch Beloussow. Warum wohl? Herr Beloussow ist ein Wirtschaftsfachmann und hat u.a. auch dem ein oder anderen Oligarchen schon das Fürchten gelernt.

    Fakt ist, die Entscheidungen werden vom Oberbefehlshaber der RF getroffen und ich gehe davon
    aus, daß dieser sich durchaus im klaren über seine Entscheidungen ist.

    Ein sehr schöner Kommentar dazu:
    https://www.youtube.com/watch?v=N3YS5rTnwu0

    1. Beloussow war es, der die Organisation der Rückführung der Rüstungs- sowie Rohstoffindustrie in Staatseigentum zu verantworten hatte. Nebenbei erarbeitete er die Konzepte zur Entwicklung der Regionen.
      Und da gibt es Leute, die bezeichnen ihn als Liberalen ….^^

    1. « Am auffälligsten sei aber sein persönlicher Anstand und vor allem seine Bescheidenheit, die für einen Beamten seines Ranges so überraschend sei. » – In der Tat strahlte Schoigu diese Tugenden nicht unbedingt aus. Ein klares Bild von Schoigu habe ich nie gewinnen können. Selten sah man Auftritte von ihm, wo er auch das Wort ergriff. Vielleicht habe ich sie einfach alle verpaßt. Dann aber las ich, daß gerade das gesprochene Wort nicht zu seinen Stärken gezählt haben soll.

      Strelkow mokierte sich laufend über ihn – Notiz vom 27. Juni ’23, lustige und vielleicht bezeichnende Anekdote:

      https://t.me/s/strelkovii/5765 ▫️ Schoigu hat seinen eigenen Koch und schickt ein Kampfboot auf eine Insel, um ihm einen Busch Wildrosen auszugraben. Vorher war er selber dort, um den Fund eines Pe-2 Flugzeuges aus dem Wk2 zu besichtigen, der ihn aber nicht interessierte. Er reiste mit dicker Wachmannschaft an, ließ sie dann aber ohne Verpflegung zurück. Die Wachmannschaft reiste mit dem Rosenkurier zurück, obwohl es nicht dessen Auftrag war, sie mitzunehmen.

      1. Wenn man einem Strelkow nachrennt & dabei nicht bemerkt, dass das ein Profilneurotiker ist, der niederste Instinkte bedient & definitiv nicht mal annähernd in die Nähe – weder physisch noch intellektuell – der von ihm mit Klatsch&Tratsch überzogenen Leute kommt – sollte sich selber mal die Frage stellen, ob der nur die eigenen Instinkte darstellt….

        Aber o.k. – Lumi ist ja auch ein bekennender VT-ler, dem keine Story – egal wie offensichtlich die erstunken & erlogen ist – was wohl jedes 3-jährige Kind erkennen könnte – zu schräg sein würde…..

        1. Strelkow hat intellektuelles Format, einen kreativen Geist und Humor. Sicher nicht jedermanns Sache … und wohl auch nicht ihre …

          Die letzte „VT“, die ich hier präsentiert habe, nämlich zur Titanic, hat sich nach Lektüre als vollkommen gesichert erwiesen, denn unter zwei abgefallenen Eisenlettern am Bug des Wracks der „TITANIC“ erkennt man die eingravierten Buchstaben MP des wahren Namens „OLYMPIC“.

          1. „Strelkow hat intellektuelles Format, einen kreativen Geist und Humor. Sicher nicht jedermanns Sache …“

            Sicher doch als die russ. Variante vom Baron von Münchhausen 😉, der hatte auch so seine Anhänger & egal wie schräg seine Stories waren, es gab immer welche, die ihm auf den Leim gingen… Sie eignen sich bestens dafür… erst die Atombombe, dann Titanic % nun Strelkow mit seinem Heldenepos….

            1. Die Geschichte der Titanic ist eher so eine Art „Hänsel und Gretel“ gegen das, was über Prigoshin so erzählt wird.
              Übrigens fand ich die Titanic Geschichte tatsächlich interessant. Die angegebenen Eckdaten sind überprüfbar, es gab zwei Schiffe, die Olympic hatte Havarien und Probleme und teilweise wurde Teile verbaut, die für die Titanic gedacht waren. Nach dem Untergang der Titanic ging dieOlympic ins Dock und wurde so umgebaut, dass die früheren Unterschiede zur Titanic nicht mehr erkennbar oder vorhanden waren. Sicher reicht eine oberflächliche Beschäftigung mit dem Thema nicht, um sich festzulegen, dass es nun so war, aber im Hinterkopf den Gedanken behalten, dass esda noch eine zweite, von der offiziellen Erzählung abweichende, Geschichte gibt, halte ich in diesem Fall nicht für problematisch.

              1. Weiß nicht, ob du’s gesehen hast, aber ich hab nach unserer Diskussion das Buch von Wisnewski zur Titanic bestellt, gelesen und hier im Forum kurz rezensiert.

                Sehr interessant, daß der Unfall der Olympic mit der Hawke eigentlich nur als gezielter Rammstoß gedeutet werden kann. Und daß die Hawke noch einer älteren Klasse von Kreuzern angehörte, die mit einem Rammsporn ausgestattet war.

                Klingt erst mal seltsam, daß die Royal Navy einfach so ein Passagierschiff gerammt haben soll, aber wir müssen eben bis vor den Ersten Weltkrieg zurückdenken – ins Britische Weltreich, das auf seine Flotte baut, und dem ein amerikanischer Newcomer namens J.P. Morgan nun die Schiffe vor der Nase wegkauft, die im Kriegsfall als Truppentransporter dienen. Das haben die sich nicht bieten lassen.

                Am Ende haben sie sich dann wohl irgendwie verglichen, denn das dritte Schiff der Reihe, welches eigentlich GIGANTIC heißen sollte, wurde dann doch lieber BRITANNIC getauft. 🙂

  10. Und der erste Absatz stellt klar, was sehr viele andere verkehrt darstellen:
    „Am Ende der Amtsperiode eines russischen Präsidenten tritt automatisch seine gesamte Regierung zurück und macht damit dem neuen Präsidenten – in diesem Fall dem wiedergewählten Wladimir Putin – den Weg frei für Veränderungen in der Führungsriege.“
    Schoigu ist nicht entlassen worden. Er wurde nicht erneut berufen.

  11. „Das wurde faktisch auch offiziell bestätigt, als Timur Iwanow, Schoigus Stellvertreter als Verteidigungsminister, vor etwa zwei Wochen wegen des Vorwurfes der Korruption verhaftet wurde. Damit war klar, dass Putin das Problem erkannt hat dagegen vorgehen würde.“
    Sollte Korruption nicht durch die Staatsanwaltschaft aufgedeckt und ermittelt werden? Oder dürfen die nicht bis Putin sein OK gibt? Oder ist die Korruption im gewissen Maße sogar gewollt, damit die Untergebenen immer erpressbar bleiben?
    Ist natürlich wieder mal maximal zynisch von Herrn Röper diese Info nach zwei Wochen nebenbei zu erklären, während er den Vorwurf der Weglassung von Informationen ggü. westlicher Medien in jedem Artikel platziert.
    Und der ebenfalls ignorierte Prigoschin taucht auf einmal auch wieder auf. Der hat zuerst bei seinem Marsch auf Moskau russische Flugzeuge abgeschossen und wurde anschließend von Putin strafrechtlich nicht verfolgt. In seinen Videobotschaften hat er eigentlich allen russischen Kriegsgründen widersprochen und betont, dass sowohl Putin als auch die russische Bevölkerung belogen wurden.
    Wer glaubt eigentlich an Putins Geschichte, dass dieser Kampferfahrene Mann sich selbst mit einer Handgranate in seinem Flugzeug hochgejagt hat?

  12. Generalleutnant Juri Kusnezow, Leiter der Hauptpersonalabteilung des russischen Verteidigungsministeriums, wurde festgenommen. Grund: Bestechlichkeit.
    Timur Iwanow, Schoigus Stellvertreter als Verteidigungsminister, vor etwa zwei Wochen wegen des Vorwurfes der Korruption verhaftet.
    Ob Korruption in der russischen Armee, oder auch in anderen Institutionen, fußgefasst hat, kann ich nicht beurteilen. Es scheint aber ein Problem zu sein.
    Wer jetzt immer noch glaubt, die von Stalin angeordnete Säuberung in den 30er Jahren – immer vor dem Hintergrund, dass es für die rote Armee tödlich gewesen wäre, hätte sich eine fünfte Kolonne – ala Bandera – bis in die obersten Spitzen breitmachen können – der sollte sich zu militärischen Fragen nicht mehr äußern.
    Stalin war die entschiedenste Führungskraft, die die KPdSU nach Lenin jemals hatte. Nur durch seine Weitsicht (auch in Fragen der Atombewaffnung, aber das ist ein anderes Thema), ist es gelungen, rechtzeitig Kollaborateure aus dem Führungskadern zu entfernen.
    Jetzt, während der MSO, kann es gravierende Auswirkungen haben, sollten sich Feinde Russlands in höheren Militärkreisen aufhalten.
    Schon aus diesem Grund ist eine Neujustierung auf militärischer Ebene, schon bei den kleinsten Anzeichen von Korruption oder ähnlichem, dringend erforderlich, denn für Russland geht es um Leben und Tod.
    Noch nicht ganz so elementar wie zu Zeiten Stalins, aber auch heute kämpft Russland gegen fast die ganze EU, die Nato und die USA. Der Faschismus erhebt wieder sein Haupt und Russland ist sein Hauptgegner. Daher kann und darf sich die russische Föderation keine, noch so kleine Schwäche erlauben.
    Ich hoffe, die russische Führung hat alles im Griff.

  13. Zitat auf RT.de:
    „In sechs Jahren müssen wir den Weg gehen, den die westlichen Länder in hundert Jahren gegangen sind. Andernfalls werden wir zerschlagen. Und wenn sich dieses Testgelände in den nächsten zwei Jahren bewährt, wird die Erfahrung, die der neue Verteidigungsminister sammelt, auf das ganze Land ausgedehnt. Dies ist wirklich das Ausmaß der Umgestaltung durch Peter den Großen und Stalin“, schreibt der russische Militärexperte Juri Barantschik.

    Stalin sagte auf einem Parteitag der KPdSU Ende 1920 diese Worte: „Wenn es uns nicht gelingt in kürzester Zeit die Umgestaltung unseres Landes voranzutreiben, dann hat unsere sozialistische Heimat keinerlei Überlebenschance. Wir müssen in 10 Jahren das schaffen, wofür die kapitalistischen Staaten 100 Jahre Zeit hatten. Das kostet Kraft, Blut und Tränen. Der Faschismus, sollte er in Westeuropa fußfassen, wird uns angreifen. Da gibt es für mich keinen Zweifel. Und mit Pflug und Spitzhacke können wir diese Maschinerie nicht aufhalten. Wir müssen zwingend von einem Agrarstaat zu einer technisch hochstehenden Nation werden.“
    Er hat es umgesetzt, und ist dadurch – durch den Sieg über den Faschismus – zum größten Feind der kapitalistischen Eliten geworden.
    Sein Stellvertreter im großen Vaterländischem Krieg, Marschall Shukow lässt sich folgendermaßen zitieren:
    „Wir haben Europa vom Faschismus befreit. Das werden sie uns nie verzeihen.“

    1. « [Stalin] ist dadurch – durch den Sieg über den Faschismus – zum größten Feind der kapitalistischen Eliten geworden. » – Ach was. Er war doch immerhin bis dahin mit denen verbündet. Eigentlicher Feind und Beuteland beider Seiten war Deutschland. Danach haben sie sich die Welt aufgeteilt. Der Westblock braucht immer einen Feind. Nimmt Gorbi ihn aus dem Spiel, schwupp, kommt der Krieg gegen den Terror. Aber ohne Feind geht es einfach nicht.

  14. Meanwhile in Russia :

    Nachdem man den Vize-Verteidigungsminister Timur Iwanow wegen Verdachts der Bestechung verhaftet hat rollt der nächste Kopf –
    General Juri Kusnezow, der für Personalfragen im russischen Verteidigungsministerium zuständig war, wurde nach Angaben der Nachrichtenagentur „“Tass““ wegen des Verdachts auf kriminelle Handlungen festgenommen.
    Na sowas. Und ich dachte immer der Fisch fängt an am Kopf zu stinken.
    Dunkle Brücken, hohe Etagen, offene Fenster. Bin gespannt wer da künftig noch so alles auf „rätselhafte“ Art verschwindet. Russischer „Regierungswechsel“ as usual.

    Auch typisch – die Verhaftung Kusnezow war dem russich-deutschen Propaganda-Blättchen RTDE noch einen Mini-Artikel wert. Nach zwei Tagen spurlos verschwunden.
    Ein 3fach Hoch auf die alternative ru. Journalie 👍

  15. @teplinski popow
    „Neidisch, du US-Troll.“

    Weit gefehlt, sehr weit. Sortier Dich erstmal selbst politisch irgendwo ein das man verstehen könnte was du hier überhaupt willst, Popo😉

    1. Was du hier willst ist auf jeden Fall klar. Popoküßchen an dich, und pass auf, das du nicht aus dem Fenster fällst über dunklen Brücken mit ner Ladung Nowitschok im Arsch.

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