Viele Tote befürchtet

Ukrainische Armee beschießt Wohlblock in Belgorod mit schwerer Rakete

Am Sonntag wurde die russische Stadt Belgorod wieder Ziel eines Terrorangriffs, bei dem ein zehnstöckiges Wohnhaus von einer Rakete getroffen wurde und teilweise eingestürzt ist. Die Zahl der Opfer ist bisher unbekannt.

Am Sonntagmorgen wurde die russische Region Belgorod wieder Ziel eines ukrainischen Terrorangriffs. In Belgorod wurde ein zehnstöckiges Wohnhaus von einer ukrainischen Rakete getroffen und ist teilweise eingestürzt. Die Zahl der Opfer ist bisher unbekannt. Hier übersetze ich einen Bericht aus dem russischen Fernsehen über den Vorfall und die Rettungsarbeiten.

Beginn der Übersetzung:

Die Rettungsaktion in Belgorod dauert an

Die Rettungsarbeiten am Ort der Tragödie dauern an. Möglicherweise befinden sich noch Menschen unter den Trümmern. Im Moment ist bekannt, dass 9 Menschen gestorben sind, 19 sind in Krankenhäusern. Aus Belgorod berichtet unser Korrespondent.

Kräne heben Betonplatten an. Rettungskräfte und Freiwillige versuchen, schnell zu handeln. Die Zeit spielt gegen sie. Dennoch stoppen sie für eine Minute die Arbeit, in der Hoffnung, Stimmen unter den Trümmern zu hören.

Bisher wissen wir von zwei Dutzend Verletzten infolge dieses abscheulichen Verbrechens des ukrainischen Militärs. Dieser Wohnblock in Belgorod wurde gegen 11:40 Uhr getroffen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums wurde das Haus von einer Rakete vom Typ „Totschka U“ getroffen. Der Moment der Explosion wurde von Überwachungskameras aufgezeichnet.

Das Epizentrum der Explosion lag im Bereich des 3. Stocks. Die Sprengladung reichte jedoch aus, um den Block zum Einsturz zu bringen. 40 Wohnungen wurden zerstört. Wie viele Menschen sich zu diesem Zeitpunkt im Gebäude befanden, ist noch nicht bekannt.

Der Schauplatz ist stark verqualmt. In der Nähe der Feuerwehrautos sind Ärzte der Katastrophenmedizin im Einsatz. Auch ein Informationszentrum ist hier im Einsatz. Hier können die Bewohner des Hauses ihre Daten hinterlassen und den entstandenen Schaden an ihrem Eigentum melden.

Elena Bannikowa befand sich zum Zeitpunkt der Explosion in der Küche. „Ich war bereits in den Flur gesprungen, in der Nähe des Badezimmers und der Toilette gab es keine Fenster, nichts. Und dann hörte ich eine Explosion. Das war’s und ich schrie. In der Wohnung wurden drei Räume beschädigt, die Eingangstür und die Tür vom Vorraum wurden herausgesprengt“, erinnert sie sich.

Leute der örtlichen Katastrophenschutzes und Freiwillige kamen fast sofort zu Hilfe. Die Menschen kamen aus den benachbarten Häusern. Es gelang ihnen, 16 Personen herauszuholen. Der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Gladkow, arbeitete mit ihnen zusammen. Und in diesem Moment stürzte das letzte Teil des Daches des zehnstöckigen Gebäudes herab.

Drei Rettungskräfte wurden verletzt. Sie wurden mit Knochenbrüchen in Krankenhäuser gebracht. Alle Verletzten dieses ukrainischen Raketenangriffs wurden auch dorthin gebracht. Unter ihnen sind zwei Kinder, ein 16-jähriger Jugendlicher und ein zwei Monate alter Säugling. Er ist in einem ernsten Zustand. Auf Anweisung des Gesundheitsministers sind bereits Ärzte nach Belgorod gereist, um den Sanitätern zu helfen: Traumatologen, Chirurgen und Anästhesisten.

„Es gibt viele ältere und bettlägerige Menschen. Da war eine Babuschka, die überhaupt niemanden hat. Sie wird nur von den Behörden betreut. Wir haben sie den Mitarbeitern der Behörde übergeben, die sie weggebracht haben, sie saß im Rollstuhl“, sagt die Leiterin des Sanitätsdienstes des Cobra-Bataillons des Selbstverteidigungskräfte der Region Belgorod mit dem Rufnamen Bagira.

Die Bewohner der benachbarten Hauseingänge wurden evakuiert. Es besteht die Gefahr, dass das gesamte Gebäude einstürzt. Die Menschen wurden in Unterkünften untergebracht. Sie werden mit allem versorgt, was sie brauchen. Es gibt Kaffee, Wasser und was zu Essen. Die NGO „Heiliges Belogorod gegen Kinderkrebs“ hat begonnen, humanitäre Hilfe für die Opfer zu sammeln.

Das Untersuchungskomitee der Russischen Föderation hat ein Strafverfahren wegen Terrorismus eingeleitet. Dabei geben die ukrainischen Kämpfer keine Ruhe. In der Stadt ertönen erneut die Sirenen. Das Signal wegen des drohenden Raketenangriffs unterbricht die Rettungsarbeiten, die Rettungskräfte gehen in einen Schutzraum.

Die Behörden bitten die Menschen, sich der Absperrung nicht zu nähern, denn eine Menschenansammlung kann zu einem weiteren Angriffsziel werden.

„Dass am Anfang Freiwillige, Passanten, Bewohner von Nachbarhäusern geholfen haben, macht sie absolut zu Helden. Andererseits denke ich, dass jetzt, da die Arbeit bereits professionell erledigt wird, physisch hier keine zusätzlichen Leute mehr benötigt werden. Die Aufgabe wird erfüllt, die Retter werden ihre Arbeiten durchführen, dann werden die Häuser begutachtet, und dann werden wir in Übereinstimmung mit dem Gutachten über das weitere Schicksal des Hauses entscheiden“, sagte der Gouverneur der Region Belgorod Wjatscheslaw Gladkow.

Die Staatsanwaltschaft der Region Belgorod hat eine Hotline eingerichtet, um Anträge entgegenzunehmen und all jenen Rechtsbeistand zu leisten, die durch den Beschuss der ukrainischen Streitkräfte ihre Wohnung verloren haben. Inzwischen wurde zusätzlich schweres Gerät an den Ort der Tragödie gebracht: Bagger, Kipper und Autokräne.

Rettungskräfte aus den benachbarten Schwarzerde-Regionen stehen bereit, um zu kommen und zu helfen. Die Rettungsaktion geht weiter.

Ende der Übersetzung


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Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

9 Antworten

  1. Immer wieder schön zu sehen – wie man sich dort unbürokratisch gegenseitig hilft, in „D“ undenkbar – siehe Ahrtal – bis heute eine bürokratische und politische Ruinenlandschaft…

    Fakt ist aber – der Terror muß unterbunden werden, deshalb nun auch die verstärkten Anstrengungen von russischer Seite für die Bildung einer entsprechend großen Pufferzone.

    1. In Deutschland arbeitet die Regierung ja auch seit etlichen Jahren nicht für den Bürger sondern ganz klar gegen ihn. Mindestens seit Kohl ging jede Regierung so weit in ihrem Tun gegen das Volk wie möglich war ohne dass die es kapierten. Hartz4, Jugoslawien, Pflegeversicherung, corona, Privatfernsehen, NetzDG, Überwachung, GEZ, und unendlich viele Sachen mehr. Nur für den Bürger wurde in den Jahren absolut nichts gemacht. Gar nichts.

      1. „Nur für den Bürger wurde in den Jahren absolut nichts gemacht. Gar nichts.“

        Im Gegenteil – selbst die Justiz arbeitet nur noch mit den lobbygesteuerten politniks zusammen – gegen das Volk, nur noch interessengebunden – sieht man immer an den „geheimen Treffen“ hinter dem Rücken der Öffentlichkeit…

        https://test.rtde.tech/inland/205474-gewaltenteilung-bereits-mehr-als-40/

        Aber das ist in „D“ und im Rest von Europa bzw. der gesamten westlichen welt Gang und Gäbe…

  2. Wäre zeit, sich wieder mal mit Klitschko lachend auf einen Kiewer Balkon zu stellen, zu posieren (Anleitung gibt’s bei Bärbock gratis) und mit einem Piccolöchen anzustoßen, während mit meinem Steuergeld finanzierte Raketen auf unschuldige Menschen fliegen und sie töten. Ich hab keine Worte mehr und muss mich in den Sarkasmus flüchten.

    1. Genau. Und am besten während dem Posieren noch einen Kommentar dazu abgeben, dass die friedlichen Azow-Battalione doch nur gegen Rechts kämpfen, weil Russen doch Nazis sind.

  3. Wir sollten Abstand von Propaganda nehmen! Die betreffende Tochka-U wurde laut russischen (!) Angaben „abgewehrt“. Wo sie hinfiel hatte also NICHTS mit der Intention der Gegner zu tun. Die ist bereits der x-hundertste Fall solcher Propaganda, der MIR (als Einzelperson, die nur punktuell Nachrichten verarbeitet) auffällt. Die Dunkelziffer solcher Propaganda-Meldungen dürfte eher im Tausender-Bereich liegen.

    Sowas ist lame. Stupid. Unseriös. Macht das einfach nicht! Haben Euch Eure Eltern sowas nicht in der Kindheit beigebracht?!

    Dass im Krieg Fehler passieren, mit katastrophalen Nebenwirkungen, ist einer der größten Nachteil von Kriegen überhaupt. Und absolut unvermeidlich. Wer sowas NICHT HABEN WILL, hat ZWINGEND auf Kriegsführung zu verzichten. Wer Kriege führt, MUSS ZWINGEND mit diesen Nebenwirkungen leben.

    Dieselbe Art von Tragödien gibt es auch auf der anderen Seite. Die russische Propaganda stellt diese üblicherweise als „Unfähigkeit der Ukrainer, ihre Luftabwehr korrekt zu benutzen“ dar. Sollten wir hier vielleicht Gleiches mit Gleichem vergelten und schlicht feststellen, dass sie Russen „unfähig sind, ihre Luftabwehr korrekt zu benutzen“?

    Abgesehen vom Sarkasmus: Es gibt durchaus Staaten, in denen solche Fehler von Luftabwehr ernst genommen werden. Die Israelis (ja, ausgerechnet die momentan aggressivste Nation weltweit) hat explizit mit diesem Ziel ihren „Iron Dom“ gebaut. Wenn die Raketen abschießen, dann immer so, dass eben gerade zivile Kollateralschäden vermieden werden. Das ist der Grund, warum trotz fast täglicher Meldungen von „Raketen- und Dronensalven“ aller Gegner Israels praktisch kaum (im Promillebereich höchstens) Schäden auf israelischer Seite gemeldet werden. Vielleicht sollten die Russen bei den Israelis in die Schule gehen?

    1. So leid es mir tut, ähnliche Gedankengänge hatte ich auch … auch wenn ich die russische Luftabwehr nicht als unfähig darstellen würde.
      Wobei … als es in Adejewka kritisch wurde, verstärkten die Ukrainer den Beschuss auf Donezk. Ein ähnliches Schicksal scheint jetzt Belgorod zu drohen. Das die Ukraine auf zivile Ziele schiesst, wissen wir seit 2014, wohin die Rakete nun genau fliegen sollte, wissen wir nicht. Wenn man sich die Bilder vom Einschlag allerdings anschaut,sieht das nicht nach Trümmern aus, sondern nach einem senkrechten Einschlag. Fog of war … wer weiss schon genaueres….

    2. labert von propaganda und erzählt dann märchen über „iron dome“.

      der iran hat mit vorankündigung mehrere ziele in israel getroffen, trotz nato-luftabwehr und „iron dome“ – wohl eher iron none.

  4. Auf dem Video https://youtu.be/AvzGzITS8qg?t=16 sieht der Einsturz (linke Seite des Filmes) aus wie die Sprengung bei 9/11.
    Solch eine grosse Zerstörung durch eine angeblich abgeschossene „Totschka U“ ?
    Zur Zeit bestreitet die „Ukraine“, etwas damit zu tun zu haben.
    Russische Ex Militärs schätzen, dass ein etwa 450 Meter entferntes Blockheizkraftwerk namens LUCH getroffen werden sollte.
    Wäre es für die Bewohner in Grenznähe nicht sinnvoller, erstmal bei Verwandten, Freunden oder auch Hotels weiter weg von der Front unterzukommen ?

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