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Geschichtsrevision in Deutschland zum Zweiten Weltkrieg

Diese Mal geht es bei Anti-Spiegel-TV um 19.30 Uhr darum, wie im Westen die Geschichte des Zweiten Weltkrieges umgeschrieben wird und warum das für die Russen ein so sensibles Thema ist.

Heute sprechen Dominik Reichert und ich aus Anlass des Jahrestages des Kriegsendes darüber, wie im Westen die Geschichte des Zweiten Weltkrieges umgeschrieben wird und warum das für die Russen ein so sensibles Thema ist.


Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

26 Antworten

  1. Meine Mutter hat den 2. WK als (sehr) kleines Kind miterlebt. Sie hat öfters davon erzählt, wie die Kinder sich, nachdem der Ort in Flammen gestanden hat und viele Häuser eingestürzt waren, voller Panik vor den „Negern“ (ihr Wort – war damals normal) versteckt haben.

    Ich konnte das nie verstehen, und sie konnte es im Nachhinein auch nicht mehr verstehen – sie ist weggelaufen und hat sich versteckt, weil die anderen, älteren Kinder das gemacht haben. Und die hatten halt wohl einfach Angst vor etwas Unbekanntem.

    Inzwischen ist mir klar, dass die Kinder nicht dumm oder xenophobisch waren. Das Problem war nicht, dass die Leute, vor denen sie sich versteckt haben, dunkelhäutig waren. Aber (fast) die einzigen dunkelhäutigen Menschen, die sich zu diesem Zeitpunkt dort aufgehalten haben, waren natürlich US-Soldaten, und die hatten den Befehl (oder zumindest die Zustimmung), zu plündern, zu morden und zu vergewaltigen.

    Die Kinder hatten Recht, sich zu verstecken. Das Problem war nur – im Gegensatz zu den Erinnerungen – nicht die Hautfarbe, sondern der Beruf derer, vor denen man sich verstecken musste. Die Farbe war nur ein Erkennungszeichen für die, die in diesem Beruf sein mussten.

    1. Stop Bush and Clinton sagt: 12. Mai 2024 um 20:34 Uhr
      “ „Negern“ (ihr Wort – war damals normal) “
      wenn man sich bemüßigt fühlt das zu schreiben hat man eh nichts kapiert.

            1. Also, ich finde nichts Abwertendes an diesem Begriff Neger, wohl aber die durchgeknallte Elite und ebensolche Politiker, die auch den Negerkuß, die Zigeunersoße, das Jägerschnitzel, undsoweiterundsofort als verpönt ansieht.

              1. @Angelique

                Aber die Betroffenen finden das abwertend.

                Ich benutzte wiederholt das Wort »Neger« in Gesprächen gegenüber einem schwarzen Studien-Kollegen und als ich merkte, dass ihm das nicht gefiel, sprach ich ihn darauf an und fragte ihn, wie ich sonst Angehörige seiner Rasse bezeichnen sollte.

                Darauf antwortete er, diese Bezeichnung werde als Verunglimpfung empfunden, weil sie von den Sklavenhaltern benutzt wurde und man würde die Bezeichnung »Farbiger« oder »Schwarzer« vorziehen.

                Seit damals meide ich dieses Wort.

                1. „Aber die Betroffenen finden das abwertend……

                  Darauf antwortete er, diese Bezeichnung werde als Verunglimpfung empfunden, weil sie von den Sklavenhaltern benutzt wurde und man würde die Bezeichnung »Farbiger« oder »Schwarzer« vorziehen.“

                  Vermutlich hat „ihr schwarzer Studienkollege“ in DE studiert? Sind Sie schon mal auf die Idee gekommen, dass der genau das „nachplappert“, was von ihm in DE ERWARTET“ wird? Evt. hätte man auch fragen können, wer sein Studium hier finanziert – das könnte dazu führen, zu „erfahren“, welche Anforderungen da an den jeweiligen Stipendiaten gestellt wurden!

                  Wer selber in Afrika unterwegs war & das möglichst ein ganzes Stück weit weg von Touri-Zonen – konnte erfahren dass diese sich selber als Neger bezeichnen & das Wort negroid – schwarz bedeutet.

                  Irgendwie ist es doch ziemlich schräg, sich einreden lassen zu wollen, dass „Neger“ was schlechtes darstellt aber „Schwarzer oder „Farbiger“ besser wäre….

                  Übrigens sind „WEiße“ auch farbig – nur eben nicht schwarz…..

                  Sorry aber ich kann solche Gedankengänge schlecht nachvollziehen….so oberflächlich kann man doch gar nicht sein – außer man lässt sich vorschreiben, was man zu denken, fühlen & zu sagen hat…… für mich ein Fall von absolutem Kadavergehorsam…..

                2. @ GMT sagt:
                  „Übrigens sind „WEiße“ auch farbig – nur eben nicht schwarz…..“
                  Aber den Weißen erkennt man an seiner richterlich anerkannten Herkunft, der KÖTERRASSE“, da hört sich die Bezeichung „Kartoffel“ noch völlig harmlos an, wa?

                3. Bist du vielleicht zufällig so ein Betroffener?!
                  Ich bin mir ziemlich sicher, nein.

                  Was verteidigst du dann ungefragt andere Leute,
                  die das entweder gar nicht wollen, oder es selbst machen wollen?!

                  Hast du kein eigenes Leben, dass dich beschäftigt?!

  2. Wenn zwei Vollblut-Journalisten mit Hirn, anstatt Matsch im Kopf miteinander sprechen.

    WELTWOCHE

    https://www.youtube.com/watch?v=K16U646TOx0&t=757s

    @t.gassho
    vor 10 Stunden
    „Weltwoche“ und Thomas Röper — besser geht’s nicht. Super! Danke!

    338

    3 Antworten

    @EllenKauffmann
    vor 10 Stunden
    Danke danke am sie beiden

    20

    @nadin3202
    vor 10 Stunden
    Das stimmt!

    14

    @sirgareth5283
    vor 10 Stunden
    Da kommt echter Journalismus zusammen

    30

  3. Die Umschreibung wird nicht gelingen, es leben noch genug Zeitzeugen, deren Kinder und noch mehr Enkel, die Wahrheit ist in mündlicher Form bekannt, was geschrieben wird ist unbedeutend wer die Zeitzeugen gekannt hat. Eine Umschreibung benötigt noch mindestens 2 Generationen mehr, dazu ist die Zeit zu knapp. Die Wahrheit wird vererbt an die Generationen, wenn auch nur mündlich.

    1. Sag das mal nicht zu laut. Erwachsene Menschen in Polen antworten bereits jetzt bei Umfragen das Polen zusammen mit den USA, GB und Frankreich den zweiten Weltkrieg gewonnen haben.

      Die allermeisten Menschen auf dieser Welt sind leider dumm und für Manipulationen anfällig.
      Einige Sachen sollte man einfach über den zweiten WK wissen und schon ist die verlogene „Wertewesten“ Propaganda nichts Wert.
      z.B. das so ziemlich alle Alliierten + Polen vor der Sowjetunion einen Nicht-Angriffs-Packt mit Nazi-Deutschland unterschrieben haben. Oft kommen die westlichen Geschichtslügner mit den Molotov-Ribbentrop Packt und wenn man weiß das alle anderen zuerst mit Nazi-Deutschland einen Nicht Angriffspackt unterschrieben haben wird deren Geschichte einfach nur lächerlich. Auch sollte man wissen das die USA erst 1944 den zweiten Weltkrieg beigetreten sind. Also erst dann wenn klar abzusehen war das Nazi-Deutschland sowieso verlieren wird.

  4. Hallo allseits,

    also ich kann das nicht bestätigen, was Herr Röper meint. Ich bin Jahrgang 1955 mit Abitur in BW und bei uns war der Geschichtsunterricht in etwa so, wie Dominik das beschreibt. Die Befreiung durch die Amis – Dünkirchen und so, Marschallplan und was wir den Amis verdanken usw. – das war ausgiebigeres Thema. Stalingrad war bestimmt auch Thema; ich glaube aber mehr im Zusammenhang mit dem anderen Feldherrn. Napoleon, da bin ich mir sicher, das war Thema. St Petersburg belagert und ausgehungert, ich schwöre, davon habe ich im Schulunterricht nichts erfahren und 100% nichts von dem, was Dirk Pohlmann vor nicht allzu langer Zeit aus Belarus berichtet hat. Erfahren habe ich im frühen Erwachsenenalter dann von Horror-Fluchtgeschichten mit Vergewaltigungen und Misshandlungen. Von russischen Kriegsgefangenen in Arbeitslagern habe ich auch gehört, aber nichts davon, dass sie in Konzentratinslagern umgebracht wurden.

    1. Also ich bin mittlerweile so ziemlich sicher, dass diese angebliche, amerikanische Wohltat mit Namen „Marshallplan“ mit den Goldreserven der Deutschen Reichsbank bezahlt wurde,
      die die Amis 1945 in einem Salzbergwerk gefunden und (meiner Meinung nach) geklaut haben!

      Wer das nicht glaubt, der muss sich eigentlich nur mal die sogenannte amerikanische Geschichte anschauen: Die Amis haben in, oder nach Kriegen immer nur geklaut und geraubt,
      aber niemals auch nur einen Nickel „verschenkt“.
      Wieso sollten die das nach 200 Jahren mit ständig neuen Kriegen jetzt auf einmal bei Deutschland ändern?
      So, wie sich die Amis 1944/45 verhalten haben (die gesamte deutsche Hochtechnologie klauen und abtragen und nicht einen Krümel für Russland übrig lassen), ist ihr normales Verhalten, seit es die USA gibt.
      Ohne die ganze zusammen geklaute deutsche Hochtechnologie würden die Amis wahrscheinlich 2024 immer noch mit einen Schaufelraddampfer über den Mississippi schippern!

  5. und anfügen möchte ich noch:

    Russenfeindlichkeit, das war in meiner Kindheit ganz normal. „Dann geh doch rüber, wenn Dir was nicht passt“. Mein Vater war Jahrgang 1913 – also voll indoktriniert in seinem frühen Erwachsenenalter. Zeit seines Lebens Nazi. Aber auch nicht amifreundlich: Sieger schreiben die Geschichte. Das hab ich auch von ihm. Aber die ganze Gegend, in der ich aufgewachsen bin, war damals rabenschwarz mit hohem NPD Wähleranteil. Heute grün, grüner geht’s nicht.

  6. Hallo Dominik und Thomas,
    danke für den guten Beitrag. Die Geschichtsverfälschung ist noch lange nicht vollendet, täglich werden ja neue Beiträge geleistet. Bedenkt bitte auch, daß es auch ein Bildungssystem in der DDR gab, da war dieses Themenfeld sehr präzis ausgearbeitet, einschließlich Gespräche mit Zeitzeugen, Besuch und Pflege von Gedenkstätten usw.
    Meine Mutter, heute 99-jährig, erzählt mir immer wieder, wie sich die Stimmung in der Bevölkerung drastisch änderte als die Zeitungen nach Stalingrad schwarz von Todesanzeigen waren. Es war die Zäsur.

  7. Ich kann mir das mit dem Geschichtsunterricht durchaus vorstellen. Wenn ich nur an meinen Neffen denke, der meinte, Angela Merkel hätte den Atomausstieg in Deutschland eingefädelt. Rot-Grün war halt lange vor seiner Zeit.

    Es kann aber auch mit dem Zeitgeist zusammenhängen. In den 1980ern hat man noch für Frieden demonstriert, heutzutage auch, aber es sind wohl immer noch die gleichen Leute, bzw. die Überlebenden.

    Früher durfte man den einen oder anderen US-Präsidenten noch doof finden. Heute nur noch den angeblichen Systemsprenger Trump. Denn „wer nicht für uns ist, ist gegen uns“. Da wird es natürlich nicht populärer von der Rolle der Westalliierten als Befreier über Gebühr abzulenken. Zumal aus der Sowjetunion jetzt eine Tankstelle mit Atomraketen geworden ist. Also kein echter Gegner mehr, dachte man… und einige denken dies wohl heute noch.

    Ich weiß ehrlich gesagt nicht mehr, ob Stalingrad eine größere Rolle im Geschichtsunterricht spielte. Ich habe aber quasi schon vor der Schulzeit viel über den 2.Weltkrieg mitbekommen über die Serie „Damals vor 40 Jahren“. Heutzutage wäre so etwas immer noch sinnvoll, gibt es aber nicht mehr.

  8. Das offizielle Narrativ war sowieso eine Lüge. Weder war Stalin Russland noch Hitler Deutschland. Die Sowjetunion war genauso eine Monstrosität wie die EU und sie hat nur Monster hervor gebracht. Schon die Herrschaft Lenins war mit Blut geschrieben, die Rote Armee unter Leo Trotzki hat in den 7 Jahren der Lenin-Herrschaft 9 Mio. Menschen umgebracht.
    Dann kam Stalin und hat die Wirtschaft mit den Gulags zu einem System der Zwangsarbeit umgebaut. Jeder 6. Sowjetbürger hat in der Zeit im Gulag Zwangsarbeit leisten müssen und zur besten Zeit wurden Monat für Monat 50.000 Sowjetbürger zum Straflager verurteilt. Die Verurteilten starben da wie die Fliegen. Fragt Solschenizin.
    Ausserdem ist das eine Lüge, daß die KZs befreit worden sind. Die sind in der SBZ weiter betrieben worden. Da hinein kamen die politisch Mißliebigen. Das ging damals ratzfatz. Niemand war sicher, es herrschte ein Klima der Angst, Verräter, Konterrevolutionär, Trotzkist – die Denunziation genügte und man verschwand für Jahrzehnte.

  9. Die Geschichtsrevision in Deutschland zum Zweiten Weltkrieg, das heißt das Aberkennen des sowjetischen Beitrags zur Niederwerfung Nazi-Deutschlands, ist um nichts weniger infam als das Leugnen des Holocaust.

  10. Das gleiche passiert mit der Zeit des geteilten Deutschland. Es wird alles getilgt was nicht passt. Wird an den Mauerfall erinnert, ist immer die Rede vom „Unrechtsstaat“ DDR … Das ist eine üble Aktion die sich rächt. Alle Bürger die da lebten, sind in einem Land aufgewachsen was deren Heimat war. Nicht mehr und nicht weniger. Auch wenn man immer wieder diesen Schießbefehl an der Mauer aus der Ecke holt, macht es nicht besser. Der Befehl, wenn es ihn gab, wurde von Politikern und Militärs gegeben und nicht von den s.g. kleinen Leuten. Was wäre wohl wenn man bei jeder Erwähnung der Amis (USA) von einer Kriegsbesessenen, Zerstörungswütigen, Menschenverachtenden üblen Bande spricht die selbst die Mafia in den Schatten stellt. 😉

  11. Wenn die Mächtigen sich streiten, kommen wir nicht mehr vor.

    „Notiz für den Reichsaußenminister September 1939

    Der gegenwärtige Krieg ist auch ein Krieg um die Einheit und Freiheit Europas.
    Seine Ziele sind:
    Herstellung eines dauerhaften, gesicherten Friedens für die europäischen Länder. „

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