Ich sage es immer wieder und auch russische Analysten kommen immer mehr zu dem Schluss, dass die politischen Eliten im Westen gar nicht verstehen, was sie tun. Das hat nun wieder der senile EU-Obergärtner Josep Borrell, der den EU-Chefdiplomaten spielen darf, in gekonnter Weise aufgezeigt. Auf die Frage eines Journalisten, ob die Politik der EU die Welt in den Dritten Weltkrieg treibt, winkte er nur ab und meinte, das sei eine „philosophische“ Frage, für die er und sein Dienst nicht zuständig seien. Er führe nur die Anweisungen der EU-Staats- und Regierungschefs und könne sich nicht mit „philosophischen“ Fragen wie der Frage des Dritten Weltkrieges befassen.

Es ist unglaublich, wie verantwortungslos die Pappkameraden sind, die in der EU und den meisten EU-Mitgliedsstaaten heute die Entscheidungen treffen. Wenn das zum Dritten Weltkrieg führt, wird ein Herr Borrell sagen, das sei nicht seine Schuld, er habe nur Anweisungen ausgeführt. Dumm gelaufen, aber nicht seine Schuld.

Das komplette und kollektive Fehlen von Verantwortungsbewusstsein bei westlichen Politikern ist heute, wo es tatsächlich um die Frage des Dritten Weltkrieges geht, gemeingefährlich. Leider ist das westliche System jedoch traditionell so aufgebaut, dass westliche Politiker keinerlei Verantwortung für ihr Handeln und ihre Entscheidungen tragen, weshalb sie sich inzwischen so weit von der Realität entfernt haben, dass Leute wie Borrell allen Ernstes solche Aussagen von sich geben, wie heute geschehen.

Eigentlich wollte ich diese Meldung, die ich in der russischen Nachrichtenagentur TASS gefunden habe, nur für den Newsticker übersetzen, aber dann hatte ich das Bedürfnis, sie so zu kommentieren, wie ich es hier getan habe. Der Vollständigkeit halber folgt hier noch die Übersetzung der TASS-Meldung, die mich zu diesem Artikel inspiriert hat.

Beginn der Übersetzung:

Borrell erklärte, die Frage des Dritten Weltkriegs falle nicht in den Zuständigkeitsbereich des diplomatischen Dienstes der EU

Der EU-Chefdiplomat sagte, diese Frage sei „philosophisch“.

BRÜSSEL, 27. Mai./ Der Leiter des diplomatischen Dienstes der EU, Josep Borrell, lehnte es ab, sich zu der Frage zu äußern, ob die EU-Politik die Welt in den dritten Weltkrieg treibt, da diese Frage „philosophisch“ sei und nicht in die Zuständigkeit seines Dienstes falle. Das sagte er auf einer Pressekonferenz im Anschluss an eine Sitzung des EU-Rates für Auswärtige Angelegenheiten, als er um eine Stellungnahme zu den Äußerungen des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban gebeten wurde, wonach die Politik der EU in der Ukraine die Welt an den Rand des Dritten Weltkriegs treibe.

„Es wäre interessant, dieses Thema auf der Ebene der EU-Staatschefs zu besprechen. Auf unserer Ebene, die viel niedriger und bescheidener ist, können wir solche Fragen nicht erörtern, wir müssen über praktische Fragen sprechen. Wenn sich die Staats- und Regierungschefs der EU darauf geeinigt haben, einen Fonds für die militärische Unterstützung der Ukraine einzurichten, dann ist es unsere Aufgabe, die praktischen Entscheidungen zu treffen und alle Probleme zu beseitigen, um dies zu erreichen. Philosophische Diskussionen und die Frage des Dritten Weltkriegs sind sicherlich wichtig und interessant, aber sie standen heute nicht auf der Tagesordnung des EU-Rats“, so Borrel.

Auf die Frage, ob die EU versuche, die Wehrpflicht in den EU-Ländern wieder einzuführen, sagte Borrel, dass die EU „nicht annähernd die Befugnis dazu habe, da dies eine nationale Entscheidung sei“. „Ich habe in den Zeitungen gelesen, dass Großbritannien über dieses Thema nachdenkt, aber die EU tut es nicht“, sagte er.

Zuvor hatte der ungarische Premierminister Viktor Orban gegenüber ungarischen Medien erklärt, er werde nicht zulassen, dass die EU die Ungarn „ein drittes Mal in einen Weltkrieg hineinzieht“.

Ende der Übersetzung