Propaganda

Die russischen Wikipedia-Artikel werden in der Ukraine, Deutschland und den USA geschrieben

Noch immer glauben viele Menschen, Wikipedia sei ein Lexikon, in dem man die Wahrheit lesen kann. Tatsächlich ist Wikipedia ein Propaganda-Instrument der USA, was man beispielsweise auch daran erkennen kann, wer die russischen Wikipedia-Artikel schreibt.

Dass Wikipedia kein Lexikon ist, in dem man die Wahrheit finden kann, ist vielen bekannt, aber viel zu vielen noch nicht. In Deutschland machen die investigativen Journalisten Markus Fiedler und Dirk Pohlmann seit Jahren einen hervorragenden Job, indem sie auf ihrem Kanal „Geschichten aus Wikihausen“ auf die Manipulationen in der deutschen Wikipedia hinweisen und auch an vielen Beispielen erklären, wie das von wem getan wird und welche Folgen das hat. Darüber habe ich auf dem Anti-Spiegel vor einigen Jahren eine fünfteilige Artikel-Reihe geschrieben, deren ersten Teil Sie hier finden, die folgenden sind jeweils verlinkt.

Vereinfacht gesagt, ist die Sache wie folgt: Vor allem bei politischen und wirtschaftlichen Themen, die für die US-Interessen relevant sind, bestätigen Wikipedia-Artikel exakt die Position der USA. Gleiches gilt für Themen der Zeitgeschichte und auch geschichtliche Themen, wenn sie einen Einfluss auf die heutige Situation haben.

Die offizielle Legende von Wikipedia lautet, dass Wikipedia „demokratisch“ sei, weil dort jeder schreiben könne. Das stimmt ebenfalls nicht, denn wenn Sie sich bei Wikipedia anmelden und einen politisch heiklen Artikel in eine nicht pro-amerikanische Richtung bearbeiten wollen, werden Ihre Änderungen gelöscht und oft wird sogar Ihr Wikipedia-Account gleich mit gelöscht. Der Grund ist, dass es bei Wikipedia Hierarchien gibt und wer bei Wikipedia in den oberen Hierarchien entscheidet, was bei einem Thema „die „Wahrheit“ ist und was nicht, wird „von oben“ festgelegt. Mit Demokratie hat Wikipedia rein gar nichts zu tun, das ist nur ein hübscher Werbeslogan.

Ich werde hier zunächst zeigen, wer im russischen Wikipedia schreibt und dann werde ich weitere interessante Beispiele dafür anführen, wie Wikipedia in der Praxis funktioniert.

Das „russische“ Wikipedia

Bei Wikipedia kann man Statistiken einsehen und eine besonders interessante Statistik gibt Antworten darauf, wer die russischen Wikipedia-Artikel schreibt, siehe Screenshot.

Wer mit der Maus über die Landkarte geht, der bekommt angezeigt, wie viele Autoren aus welchem Land die russischen Wikipedia-Artikel schreiben. Aktuell (im August 2023) waren das 460 Autoren aus der Ukraine, 140 Autoren aus Deutschland, 80 Autoren aus den USA, 60 Autoren aus Kirgisistan, 50 Autoren aus Polen und insgesamt 100 Autoren aus den drei baltischen Staaten. Für Russland werden übrigens 0 (in Worten Null) angezeigt.

Was kommt wohl dabei heraus, wenn ukrainische, deutsche, US-amerikanische, polnische und baltische Autoren über die russische Geschichte, die aktuelle russische Politik insgesamt und über den Ukraine-Konflikt im Besonderen schreiben? Sie haben es erraten: Russischsprachige Wikipedia-Artikel wiederholen exakt die Kiewer Propaganda über den „brutalen russischen Angriffskrieg“, die „russischen Kriegsverbrechen in Butscha“ und so weiter und so fort.

Ganz offiziell: Die Ukraine hat einen Vertrag mit Wikipedia

Das ist auch nicht überraschend, denn schon im April 2020 hat die Pressestelle des ukrainischen Außenministeriums angekündigt, dass Kiew Wikipedia-Artikel über die Ukraine, die der ukrainischen Regierung „nicht-objektiv“ erscheinen, verändern will. Dazu hat das ukrainische Außenministerium eine Zusammenarbeit mit der ukrainischen Sektion der Wikimedia-Foundation verkündet, die Wikipedia gegründet hat und es kontrolliert.

Laut dem ukrainischen Außenministerium ist das Ziel der Kampagne, dass die teilnehmenden Wikipedia-Autoren „Desinformationen über die Ukraine“ bekämpfen und in den Artikeln über das Land die „russische Aggression“ herausheben. Dabei geht es nicht nur um das ukrainische Wikipedia, sondern um „Artikel in verschiedenen Sprachen“. Schon 2020 wurde also kaum verhohlen verkündet, dass Kiew auch russische Wikipedia-Artikel bearbeiten will, zumal Russisch die Muttersprache vieler Menschen in der Ukraine war und ist.

Schon im Mai 2020 sollten die ukrainischen Autoren im Rahmen des „Monats der ukrainischen Diplomatie“ Abschnitte über die „russische Aggression“, die Integration der Ukraine in die EU und die Nato und andere politische Themen „ausbessern“.

Die Tatsache, dass die Wikimedia-Foundation in diesem Projekt als Partner der ukrainischen Regierung fungiert, zeigt deutlich, dass Wikipedia eben kein „basisdemokratisches Onlinelexikon“ ist, sondern eine von oben gelenkte Struktur hat, in der letztlich die Wikimedia-Foundation entscheidet, was „wahr“ ist und was nicht. Bei Wikipedia findet man keine objektiven Informationen, sondern das Narrativ, das die Wikimedia-Foundation verkünden möchte. Daher kann man Wikipedia nur als PR- oder Propaganda-Plattform und nicht als neutrale Quelle für Informationen bezeichnen.

Wikipedia funktioniert überall gleich

Leider gibt es nicht viele Journalisten, wie die Deutschen Markus Fiedler und Dirk Pohlmann, die sich auf die Wikipedia spezialisiert haben. Und da außerhalb von Deutschland, Österreich und der Schweiz kaum jemand gut Deutsch spricht, ist deren Arbeit außerhalb Deutschlands unbekannt.

Das habe ich 2019 selbst bei einer internationalen Konferenz erlebt, zu der auch Pohlmann eingeladen war. Pohlmann hat dabei einen Vortrag mit vielen Beispielen darüber gehalten, wie deutsche Kritiker der US-Politik bei Wikipedia negativ dargestellt werden. Das hat sehr konkrete Folgen.

Wenn beispielsweise ein Journalist einen Raum für einen Vortrag buchen möchte, schaut der Vermieter nach, wer den Vortrag halten will. Wenn der Vermieter dann bei Wikipedia Behauptungen findet, derjenige sei ein Rassist, Nazi und Anti-Demokrat, wird der Journalist es sehr schwer haben, überhaupt irgendwo in Deutschland einen Raum für seine Vorträge zu finden. Und genau solche Behauptungen findet man bei Wikipedia über Kritiker der US-Politik.

Die Reaktionen auf den Vortrag von Dirk Pohlmann waren hochinteressant, denn für die Zuhörer aus anderen Ländern war das vollkommen neu und nach dem Vortrag kam Pohlmann gar nicht aus dem Saal, weil er von ca. 40 Journalisten bestürmt wurde, mit denen Wikipedia in ihren Ländern das gleiche gemacht hat, wie mit kritischen Journalisten in Deutschland, und die alle dachten, sie wären bloß Einzelfälle. Allein die Traube an Menschen, die um Pohlmann stand, war ein hervorragender Beleg dafür, dass Wikipedia systematisch vorgeht, denn das läuft überall auf der Welt und in allen Sprachen nach dem gleichen Muster ab.

Ein schönes Beispiel dafür ist auch mein eigener Wikipedia-Artikel im deutschen Wikipedia, der immer länger wird. Natürlich kann man dort mit inzwischen 50 Quellenverweisen lesen, dass ich ein „„Kreml-treuer“ Verbreiter von Desinformation wie nachweislich falschen Behauptungen, Verschwörungstheorien und russischer Regierungspropaganda“ bin. Die Tatsache, dass Wikipedia mir so eine große Aufmerksamkeit schenkt und sich so viel Mühe gibt, mich zu diskreditieren, zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Ich nehme jeden neuen Eintrag in meinem Wikipedia-Artikel als Kompliment.

Wie man mit Wikipedia arbeiten kann (wenn überhaupt)

Trotzdem ist Wikipedia für meine Recherchen ein ständiges Instrument, denn wenn man weiß, wie man mit Wikipedia arbeiten muss, ist es sehr hilfreich.

Das wichtigste ist: Ich lese nie die Texte in den Wikipedia-Artikeln, sondern schaue mir nur die Links an. Wenn ich zum Beispiel über die Finanzierung einer NGO recherchiere, nehme ich immer auch Wikipedia-Artikel über diese NGO in mehreren Sprachen zur Hilfe. Der Grund ist, dass dort sofort mit Links markiert ist, mit wem eine Organisation (oder Person) zusammenarbeitet oder von wem sie finanziert wird. Darauf sind die im Westen nämlich ganz stolz.

Wenn eine Organisation beispielsweise von Soros finanziert wird, findet man in dem Wikipedia-Artikel über die Organisation in der Regel einen hervorgehobenen Link zu Soros, weil man im Westen der Meinung ist, Soros wäre ein guter Mensch und es wäre positiv, wenn er jemanden finanziert.

Außerdem sehe ich mir immer die Quellen an, die in Wikipedia-Artikeln genannt werden, denn darin finden sich oft auch interessante Informationen.

Aber ich wiederhole es: Die Wikipedia-Artikel selbst lese ich nie, weil darin zu politischen Themen nur US-Propaganda, also Blödsinn, steht.

Die Kontrolle und Zensur werden verstärkt

Als ich 2014/2015 mein Buch über die Ukraine-Krise des Jahres 2014 (Maidan, Krim, Beginn des Donbass-Krieges) geschrieben habe, war Wikipedia noch nicht so konsequent unter Kontrolle. Damals fand man in russischen Wikipedia-Artikeln beispielsweise über den Maidan noch interessante Informationen, die in deutschen oder englischen Wikipedia-Artikeln nicht enthalten waren, und die auch teilweise der westlichen Sicht der Ereignisse widersprochen haben.

Das ist heute anders, denn inzwischen wurde das russische Wikipedia „gesäubert“, und wie wir an der aktuellen Statistik erkennen können, werden die russischen Artikel auf Wikipedia inzwischen hauptsächlich in der Ukraine geschrieben.

Wenn Sie sich für weitere Informationen zu dem Thema interessieren, empfehle ich Ihnen diesen Artikel, in dem ich aufgezeigt habe, dass (und warum) Google (inklusive YouTube, etc.) und Facebook (inklusive Instagram, WhatsApp, etc.) Töchter der CIA sind. Am Ende des Artikels gehe ich auch auf Verbindungen von Wikipedia zu den US-Geheimdiensten ein.


Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

52 Antworten

  1. Für Leute mit Diktaturerfahrung (Ostdeutschland) ist es keine große Kunst, aus Propaganda Informationen zu filtern. Wie richtig dargestellt, finden sich die Informationen zwischen den Zeilen und in den Metainformationen.

    Sehr praktisch sind übrigens auch Hetzportale wie PSIRAM. Dort kann man in Sekundenschnelle die Reputation von Personen und Autoren prüfen. Je länger der Artikel dort und je schlimmer die Person dargestellt wird, um so vertrauenswürdiger ist die Person.

    1. So überlegen ist die Masse der Ostdeutschen leider auch nicht im Durchschauen von Propaganda. Jedenfalls scheint sie nicht allzuviel aus ihrer Geschichte gelernt zu haben, denn Mecklenburg-Vorpommern z.B. hat sich eine Rot-rote Regierung gewählt. Wie das westlicher Perpektive aussieht, kann man sich wohl leicht ausmalen.

    2. @igs „Für Ostdeutsche ist es keine große Kunst.“ … YEPP!

      Auch hier aber die Idee, wikipedia zu TRÖPER nachzuschlagen … also manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht!

      1. Was als völlige Unbekannte schon mal TOP-1 und das voyeuristische Rennen macht: (Zitat) „und spricht fließend deutsch, russisch und englisch.“
      Sogar könne dies als gesichert gelten, da gleich zwei(!) ‚Quellen‘ genannt werden – wobei die eine den Anspruch auf ihre Wissenschaftlichkeit gar deutlich zu erkennen gibt: „ausweislich seiner zahlreichen Vorträge, Filme und Interviews auf Youtube und Nuoviso“ – Jaaa!, so lieb ich das Sekrete in Wikipedia.

      2. Kann ich Thomas’ Umgang mit WP ergänzen: neben Hauptblatt ‚Artikel’ auch das mit ‚Diskussion‘ studieren – macht auch klug.

      Bei TR heißt ‚Diskussion‘: „Dieser Artikel ist ein Graus. Übernommen von Psiram. Das meiste unbelegt. … Auch nach den Löschungen ist der Artikel ein Graus, die deutschen Quellen im Artikel erwähnen Röper nicht mal. Der Inhalt gehört entfernt, dann bleibt kein Text mehr übrig. Wie kann man den ganzen Artikel löschen?“

      3. Folgende ‚Diskussion‘ zeigt, mit welchen Problemen zur objektiven Referenz WP kämpft (nasse Subjektivität):
      „Es stimmt zwar, dass Volksverpetzer in diesem Fall eine „parteiische Quelle“ ist. Jedoch … eine zitierfähige Quelle, der Blog wurde zweimal ausgezeichnet (sic! Ein furchtbarer ‚christlicher‘ Massenmord / Die Pariser Bartholomäus-Nacht 1572 wurde auch Preis-gekrönt, vom Papst in Rom).
      (Allererste ‚Klasse‘ die nasse Fortsetzung:) Den Sachverhalt kannst du nachprüfen, den Artikel von Anti-Spiegel, dann den Artikel von Volksverpetzer lesen und du siehst, dass die Darstellung vom Volksverpetzer korrekt ist.“

      WP ist für mich das billigst erreichbare Lexikon. Man sollte dort leicht zwischen Tatsachen und Meinungen unterscheiden können. Das ist dann die eigene Kompetenz. Ich bewege ich „seit Kindheit nach vorn“ – angefangen mit 19 zentnerschweren Bänden Meyers Konversationslexikon von 1886.

    3. Ich bin verwirrt, war es nun eine Diktatur im Osten oder der Kommunismus? Oder setzen sie den Kommunismus mit Diktatur gleich?
      Bestimmt lernen die Leute zu filtern, wenn sie von klein auf indoktriniert werden!!!

  2. Danke, das erklärt, warum in den russischen Artikeln zum Thema globale Erwärmung etc. der gleiche Blödsinn steht, wie in den westlichen!

    Ich hatte mich schon gewundert, da Russland ja auch über fähige Wissenschaftler verfügt hatte ich vor ein paar Jahren einfach mal in die russischen Artikel gesehen und war etwas irritiert, dort exakt den gleichen Unsinn zu finden. Auf die Idee, dass diese Artikel gar nicht von Russen geschrieben werden, bin ich nicht gekommen.

  3. Es gibt durchaus Ausnahmen in Bezug auf Artikel auf Wiki .
    Wiki ist so riesig das die Betreiber selbst den Überblick verloren haben , somit ist eine politische Bereinigung flächendeckend nicht mehr möglich .
    Somit findet man immer noch gute geschichtliche Artikel Die noch nicht gesäubert wurden .
    Soweit mir bekannt ist , ist Pohlmann schon länger bei Wikihausen nicht mehr dabei , da Er eigene Projekte voran treibt .

  4. Aus eigener Erfahrung kann ich alle Äußerungen von Thomas Röper zu Wikipedia, seinem Wert und Unwert sowie insbesondere seiner Rolle als erstrangiges Propaganda Organ mit strenger editorischer Kontrolle vollauf bestätigen.

    Ein hervorragendes Beispiel zur Verlogenheit von Wiki ist der Artikel zu Hitlers 16 Punkten zur Lösung der Krise um Danzig, den Korridor und die Rechte der Minderheiten. Dieser Artikel stellt die 16 Punkte so gut wie gar nicht dar und zieht nur alles in den Sumpf westlicher Lügenpropaganda.

    de.wikipedia.org/wiki/16-Punkte-Plan

    Da heute der 1. September ist, sei an die Lügengeschichte vom „deutschen Überfall auf Polen“ erinnert. Schon da Polen zuerst und vor Deutschland voll mobilisierte, kann von einem Überfall absolut keine Rede sein. Hinter Polen standen natürlich die üblichen Verdächtigen, damals gegen Deutschland, so wie heute gegen Rußland, mit der Ukraine als Werkzeug. Die Parallelen sind nicht zu übersehen.

    https://telegra.ph/Hitlers-16-Punkte-1939-09-01

    Interessant auch die Rolle des Ukro Wiki. Wer wie ich viel Wiki liest (ja, ich lese, was dort steht – und manche Artikel sind sogar gut, sowas gibt es, wenn auch selten), dem ist aufgefallen, wie oft dort eine Ukro Version vorhanden ist, wo kaum andere Sprachen zu finden sind. Nun ist die Ukraine absolut keine Kulturnation und das Ukrainische historisch eher die Sprache der ländlichen Bevölkerung – wie früher Platt versus Hochdeutsch im Norden. Wie kommt es also zu diesen vielen Ukro Artikeln? Offenbar wurde das Ukro Wiki mit einem Programm gezielt gedopt, ob nun via KI und Sprachrobotik oder durch Trollfarmen.

  5. Ein Nutzen von Wiki wurde noch nicht erwähnt. Wenn man wissen will, was zu einem propagandistisch wichtigen Thema die Standard Aussagen sind, so findet man sie in der Regel im Wiki Artikel schnell zusammen gestellt. Das ist bequem. Man kann darauf verweisen, was ich häufig tue, um die Doxa einmal vorzustellen, bevor man sie konfrontiert, oder um Teile daraus aufzuspießen. Beispiel:

    RDS-1: Der erste Blitz – 29.8.23
    Die erste sowjetische Atombombe
    https://t.me/s/Atombombe/192

    Auch kann man sehr schön vergleichen, wenn man mehrere Sprachen spricht. Wer kriegt einen eigenständigen Wiki Artikel zustande, und wer schreibt nur aus dem englischen ab? Es gibt hier keine klare Linie, welche Sprache am besten abschneidet. Und manchmal sind systembedingt einfach alle schlecht.

  6. Ihr lasst Euch seit 8½-Monaten hier von einem Pseudo-Dmitri namens Thomas Röper wirklich verarschen!
    Der wirkliche Thomas Röper ist lt. Wikipedia (zitiert als Beleg Ukrainska Pravda) punktgenau am 10.11.2022 bei Einreise nach Saporishjia vom ukrainischen SBU verhaftet worden.

  7. Und wo wir schon beim Thema Propaganda sind, hier ist gleich noch ein Schulbuch, welches angeblich nur Halbwahrheiten enthält, natürlich aus der Sicht der US-NATO:
    https://rnl.badische-zeitung.de/d?p00nuvji00lrwod0d0000mci00000000022lrsdkrd4ymg5v46t3qzoq0000pc000000ozr36dq&utm_source=latest-red-newsletter-daily&utm_medium=email&utm_campaign=77791&utm_content=Ausland&utm_region=World&utm_position=10
    Ja inzwischen geben sich auch einstmals seriöse Zeitungen der allgemeinen Hetze hin. Copy und Paste ist für die Kasse und den Gewinn doch zu verführerisch!
    P

    1. NEIN! Mammut-Arbeit!!!! Könnte aber nun bald kommen, namens … KI!
      (Buchladen 2001 gab’s mal ‚die Britannica‘ als DVD … ist seit 20 Jahren wohl out?)

      Solange geht es wohl noch mit der Bibel? Wobei: Neues Testament … Machwerk – eindeutig zu tendenziös!
      (zB. die Behauptung: kräht dreimal der Hahn, habe man schon dreimal den Fakten-Check gemacht)

      Altes Testament – historizistisch einfach nicht zu beanstanden. D.h. ‚Pharisäer‘ – finde ich heute noch!

      1. @Lumi

        Vielen Dank, aber wie kommst Du darauf, dass Wikipedia links ist?

        Wenn Wikipedia links ist, dann wären die ukrainischen Machthaber – die von Wikipedia vorbehaltlos unterstützt werden – auch links, und dem würdest Du wohl kaum zustimmen.

        1. Liebhaber von Massenmorden sind immer Linke.

          Stelle z. b. Lenin und den rechten Pinochet gegenüber :

          Die Bolschewisten haben erstmal 15 bis 20 Millionen Russen umgebracht, wg. Gedankenverbrechen.

          Das tat Pinochet auch, aber er begnügte sich mit ca 3000 Opfern.

          Elendski gehört eindeutig zur Linken, was man schon an seinen deutschen Liebhaberinnen sehen kann.

          Rechte Diktatoren verlangen Gehorsam, Linke verlangen Gedankenkontrolle, also die Seele.

        2. @henio – « wie kommst Du darauf, dass Wikipedia links ist? »

          Wie komme ich darauf, daß der Rasen grün und der Himmel blau ist? Ich wüßte jetzt nicht, wie man das übersehen kann. Allerdings kann es sein, daß der eine oder andere altlinke Dinosaurier in Wiki nicht gut weg kommt, zum Beispiel wenn er den Judenstaat Israel kritisiert oder die Klimaspinnerei sachlich korrekt als Lügenpropaganda einstuft.

  8. Hier fehlt Prigoschin.

    Zwischen seinem Job zur Bewirtschaftung des Kreml und seiner Besucher und seiner Gründung der Wagner-Truppe rief er eine „Troll-Factory“ ins Leben und setzte eine ganze Armee von Trollen ein, die den US-High-Tech-Unternehmen wie Google, Facebook und Twitter die Kontrolle über das russische Internet wieder entriss.

    Der Mann brachte Resultate, und er war einer der wenigen WIRKLICHEN Putin-Getreuen und hatte darum mächtige Feinde.

    Seine Ermordung ist eine Tragödie, deren Folgen noch gar nicht zu übersehen sind.

    Putin sollte sich auf seinem Rücken auch Augen wachsen lassen.

    1. Vermutlich haben Sie recht mit dem vorletzten Satz. Ich habe Prigoshins Wortmeldungen nicht so sehr verfolgt und ihn eher aus der Warte Strelkows wahrgenommen, der ihn sehr kritisch sah, um es vorsichtig auszudrücken.

      Sein Marsch auf Moskau ist nicht aufgeklärt worden. Wer steckte dahinter? Könnten die ihn töten haben lassen? Oder steckt der Westen dahinter? Der das Flugzeug irgendwo, vielleicht in Afrika, in einem unbewachten Moment, den es eigentlich nicht geben darf, mit einer Bombe versehen ließ? Die später per Funk oder GPS oder weiß der Geier wie zur Explosion gebracht wurde?

      Soweit ich verstehe, hat er sich nach seinem Putschversuch aber mit Putin ins Benehmen gesetzt und anschließend in Afrika handfeste Resultate erzielt. Mit Prigoshin sind ja auch Utkin und der Logistiker umgekommen, die vielleicht ebenso wichtig waren wie er.

    1. Wikileaks und Wikipedia | Von Dirk Pohlmann

      https://www.podcast.de/episode/524083238/wikileaks-und-wikipedia-von-dirk-pohlmann

      „Sie wagen es, die Machenschaften einiger Wikipedia-Autoren öffentlich aufzudecken? Seien Sie darauf gefasst: Diese Wikipedia-Autoren haben viele Verbindungen und alle Möglichkeiten, sich dafür in der Wikipedia und über ihr nahestehende Journalisten zu rächen. Das sind die Ruhrbarone, Salonkolumnisten, sie arbeiten im Tagesspiegel, dem Deutschlandfunk, der Süddeutschen, dem Münchner Merkur, dem Online Portal SHZ, dem österreichischen Standard und vielen anderen Medien. Dabei hilft ihnen der Ruf, den Wikipedia fälschlicherweise hat, nämlich eine interessenlose und kostenlose Online-Enzyklopädie zu sein.“

      https://dirk-pohlmann.online/wikipedia-verliert-vor-gericht-und-denunziert-weiter/

      Die Geschichte unseres Vasallendaseins
      KenFM im Gespräch mit: Hermann Ploppa (Die Macher hinter den Kulissen)

      https://www.youtube.com/watch?v=jK4tTbxXes4

  9. Das ist ein echtes Problem… Und eins, das man vielleicht lösen kann.

    Bei allem, das man gegen Wikipedia sagen kann und muss, eins machen sie richtig: Der Inhalt ist frei verfügbar, und das auch in Formaten, die man weiterverarbeiten kann.
    https://en.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Database_download

    Das Datenvolumen ist hoch (86 GB für einen komprimierten Datenbank-Dump), aber nicht so hoch, dass man irgendwelche Spezialhardware bräuchte, um alles unterzubringen.

    Es ist also absolut möglich, eine Kopie der Wikipedia aufzusetzen, und dann zu überarbeiten (sogenannter „hard fork“), bis die US-Propaganda durch Fakten ersetzt (oder in einem ersten Schritt zumindest als Propaganda markiert) ist.

    Die technischen Möglichkeiten, so etwas aufzusetzen, hätte ich sogar – aber Fragen, auf die ich (noch) keine Antworten habe:
    – Wer schreibt an so was mit? Ich habe definitiv keine Zeit, eine ganze Wikipedia zu überarbeiten oder auch nur zu lesen…
    – Wie sorgt man dafür, dass es von jemand, der eine neutrale Wikipedia sucht, gefunden werden kann, auch wenn natürlich Google ein solches Projekt blacklisten wird?
    – Wie kann man verhindern, dass CIA, Soros usw. auch die Neutralipedia übernehmen, ohne dabei selbst zum Zensor zu werden?
    – Wie kann man so ein Projekt vor Lawfare schützen? (Also z.B. Autor X stellt einen Artikel ein, den er von einer nicht frei verfügbaren Quelle abgeschrieben hat, der ursprüngliche Autor bzw. Verlag verklagt den Serverbetreiber und nicht X wegen Urheberrechtsverletzung — oder noch schlimmer: eine Seite über Genetik erklärt, dass X- und Y-Chromosomen das Geschlecht bestimmen, und Anhänger der LGBTQ-Bewegung stellen Strafanzeige wegen „Hassrede“) Auch wenn man irgendwelche Nutzungsbedingungen schreiben kann, die 100% klar stellen, dass X für alles, das er schreibt, selbst verantwortlich ist, würde das Abwehren der Klage viel Zeit und Geld kosten.

    1. Wikipedia ist nicht so sehr das Produkt einer finanziellen Förderung als einer jahrzehntelangen ideologischen Arbeit über flächenwirksame massenmediale Mechanismen von Schule, Uni, Presse, Rundfunk. Dagegen kommt man nicht an.

      Allein an den (nicht unwichtigen) Detailfragen der Geschichtsschreibung zum Zweiten Weltkrieg, dem Holo oder der Atombombe steht man einem kilometerhohen Gebirge von Lügen gegenüber, das man unmöglich im Detail bereinigen kann.

      Der Angriff muß daher einfach zentral auf die Marke „Wikipedia“ erfolgen, wie es ja auch geschieht. Wikipedia = Lügenpropaganda, das muß klar sein.

      Im Detail muß man natürlich differenzieren. Ich habe durchaus schon richtig gute Artikel dort gelesen. Dies eher in Nischen, wo kaum jemand liest und schreibt.

      Bei technischen oder wissenschaftlichen Fragen ist Wikipedia häufig schlecht. Man wird gleich mit Formeln erschlagen, ohne daß ein Verständnis für den eigentlichen Stoff in vernünftiger Sprache aufgebaut wird. Damit wird allenfalls jenen geholfen, die den Stoff bereits akzeptiert (und vielleicht sogar verstanden) haben.

      Wikipedia ist eben immer die Doxa und das Dogma. Und das wird es auch bleiben.

  10. „Die Tatsache, dass Wikipedia mir so eine große Aufmerksamkeit schenkt und sich so viel Mühe gibt, mich zu diskreditieren, zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Ich nehme jeden neuen Eintrag in meinem Wikipedia-Artikel als Kompliment.”

    Soll das eine Leseempfehlung sein?

    1. puh, hast du den Wiki-Artikel gelesen? ich gerade eben, VOR dem Frühstück, ein Fehler, jetzt ist mir schlecht! (Also Leseempfehlung: nicht auf nüchternen Magen!)
      Wenn dir Lügner, Wahrheitsverdreher und HitecManipulatoren „Falschbehauptungen“ und „Halbwahrheiten“ unterstellen, ist das vielleicht ein umgedrehter Ritterschlag!
      Selber könnte ich mich nicht der hetzenden Meute so ausliefern, selbst wenn die WAHRHEIT das von mir verlangen würde: ich müsste erst mein eigentlich schönes Geburtsland Deutschland verlassen….
      DANKE, Thomas!

  11. Zu Themen, die für die USA unangenehm sind, sind dann kaum Übersetzungen in anderen Sprachen vorhanden.
    Zu dem riesigen US-Datenleck in 2020 (https://en.m.wikipedia.org/wiki/2020_United_States_federal_government_data_breach), von dem unter anderem auch CM/ECF betroffen war, das amerikanische Pendant zum „besonderen elektronischen Anwaltspostfach” beA (xhttps://en.m.wikipedia.org/wiki/CM/ECF), gibt es auf Wikipedia keinen entsprechenden Artikel auf Deutsch.

  12. „Noch immer glauben viele Menschen, Wikipedia sei ein Lexikon, in dem man die Wahrheit lesen kann“

    Da muss ich dann doch widersprechen weil das nachweislich Quatsch ist,
    Wikipedia wird seit vielen Jahren zb in Hochschulen und Unis bei arbeiten nicht als Quelle anerkannt weil Wikipedia hochgradig unseriös ist …
    Sogar in Deutschland ist man schon vor vielen Jahren drauf gekommen
    Die einzigen die Wikipedia nutzen sind die die auch Bild lesen oder Tagesschau gucken … aber da steck Kalkül hinter das ist was anderes

  13. Die Schlagseiten von Wikipedia bei gesellschaftspolitischen Themen ist algorithmen-bedingt. Die Kompetenz der Schreiberlinge zum Thema spielt absolut keine Rolle. Insofern hat nicht die sachliche Information die Oberhand, sondern die zielgerichtet meinungsbildenden Äußerungen der selbsternannten Experten.
    Man kann das Wikipedia-Autoren-System nicht optimieren. Man kann nur eine ‚WAlternative‘ entwickeln, die die Kompetenz der Autoren wichtet, bevor ihre Änderungen zur Publikation freigegeben werden.

    Wer macht mit?

  14. Die CIA hat frühzeitig die Chancen der Propaganda via Wikipedia erfasst. Der Artikel über 9/11 zeigt nur die US-Regierungsdenke als alleinseligmachende Wahrheit. Um diese Propaganda zu sichern wurden verdiente Stasi-Agenten nach dem Ende der DDR angeheuert, um die deutschsprachige WIKIPEDIA auf Kurs zu halten. Praktischerweise haben die in der Schule russisch gelernt…

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