Westliche Werte

Die Karibik-Staaten meinen es ernst mit Entschädigung für die Sklaverei

Europäische Medien verschweigen das Thema, aber in der Karibik meint man es ernst damit, für die Sklaverei finanziell entschädigt zu werden. Das Thema könnte für den Westen heikel werden.

Im Juli fand der Gipfel zwischen der Gemeinschaft der lateinamerikanischen und karibischen Staaten (CELAC) und der EU statt, der in deutschen Medien jedoch praktisch kein Thema war. Auch die Tatsache, dass der Gipfel faktisch gescheitert ist, weil man sich nicht einmal auf eine gemeinsame Abschlusserklärung einigen konnte, haben die deutschen Medien nicht thematisiert.

Das Thema Sklaverei

Das Scheitern des Gipfels hatte zwei Gründe, die durchaus miteinander zusammenhängen. Formal konnte man sich nicht auf eine gemeinsame Formulierung zur Ukraine-Krise einigen. Die EU hatte Selensky sogar zu dem Gipfel geladen, musste ihn aber auf Druck der CELAC, die seine Tiraden nicht anhören wollte, wieder ausladen. Außerdem hat die CELAC alles aus der von der EU vorgeschlagenen Gipfelerklärung rausgestrichen, was die EU darin über die Ukraine und das böse Russland schreiben wollte.

Dass die CELAC sich in dieser Frage so stur gestellt hat, dürfte unter anderem an der Frage der Entschädigung für die Sklaverei liegen. In der Karibik meint man die Forderung, der Westen müsse eine Entschädigung für das Unrecht und die Folgen der Sklaverei bezahlen, nämlich sehr ernst. Dazu ist jedoch kein Staat des Westens bereit.

Daran zeigt sich die Doppelmoral des Westens, der mit seiner Cancel Culture zwar Bilder aus Museen entfernt, wenn sie heute als politisch unkorrekt angesehen werden, oder Denkmäler von ehemaligen Nationalhelden abbaut, wenn die etwas mit der Sklaverei zu tun hatten, aber eben nicht bereit ist, wirklich für die Schäden aus der Kolonialzeit aufzukommen. Weltweit geraubte Kunstschätze liegen weiterhin in europäischen Museen, in Indien geraubte Diamanten schmücken die Krone der britischen Monarchen und die alteingesessen reichen Familien westlicher Länder, die ihren Wohlstand ursprünglich den Kolonien und der Sklavenhaltung verdanken, erfreuen sich an ihrer Macht und ihrem Reichtum.

Die schönen Worte westlicher Politiker werden von ihren Taten Lügen gestraft. Diese Doppelmoral des Westens nimmt man im Rest der Welt sehr deutlich wahr, und weil Russland nun zeigt, dass man dem Westen tatsächlich Widerstand leisten kann, werden viele Länder des globalen Südens zunehmend mutiger und stellen beispielsweise selbstbewusst Forderungen nach Wiedergutmachung für die Ausbeutung ihrer Länder durch den Westen in den vergangenen Jahrhunderten, die den Grundstein für die heutige wirtschaftliche Macht des Westens gelegt hat.

Daher hat man bei der CELAC in der Ukraine-Frage auf stur geschaltet, denn auch im Ukraine-Konflikt sehen diese Staaten die Doppelmoral des Westens, der trotz aller russischen Warnungen unbedingt die Ukraine in die NATO holen wollte und so selbst die Eskalation in der Ukraine zu verantworten hat, nun aber mit dem Finger auf Russland zeigt und vom Rest der Welt Unterstützung gegen Russland fordert. Dem Westen fällt seine Doppelmoral gerade auf die Füße, wie auch die Entwicklungen in Afrika zeigen, wo die Macht des Westens rasant schwindet.

Die westlichen Medien meiden das Thema, denn dass der Westen offen Forderungen nach Entschädigungen für die Sklaverei ablehnt, während er in der Cancel Culture gleichzeitig so tut, als würde er Verantwortung für die Sklaverei übernehmen, würde den Widerspruch zwischen Worten und Taten westlicher Politiker allzu deutlich zeigen.

Auch mir war nicht bewusst, wie ernst man das Thema in der Karibik nimmt. Daher fand ich einen Artikel darüber interessant, der in der russischen Nachrichtenagentur TASS veröffentlicht wurde und den ich übersetzt habe.

Beginn der Übersetzung:

Karibik und Europa am Rande eines Streits: Was ist der Grund?

Die Inselstaaten haben der Alten Welt den Sklavenhandel nicht verziehen. Jamaika, Barbados, St. Vincent und andere erwarten vom Westen Zahlungen, die die Staatshaushalte dieser Staaten selbst übersteigen

Im Sommer 2023 fließt die langjährige Erinnerung an den Sklavenhandel in das Kalkül der heutigen Politiker ein: Die Länder Lateinamerikas und der Karibik weigern sich, den Westen gegen Russland zu unterstützen, ohne eine finanzielle Entschädigung für das zu erhalten, was sie als Ursache ihrer Rückständigkeit ansehen: die Zwangsarbeit von zehn Generationen von Einheimischen auf den Plantagen der europäischen Kolonialherren. Das Gipfeltreffen zwischen der Gemeinschaft der lateinamerikanischen und karibischen Staaten (CELAC) und der EU im Juli führte zu einer verkürzten gemeinsamen Erklärung: Die Parteien machten einander keine Zugeständnisse. Der Premierminister des Inselstaates St. Vincent, Ralph Gonsalves, der der CELAC vorsteht, bezeichnet es als sein Lebenswerk, Reparationen zu erhalten. Seine politischen Verbündeten haben eine Studie veröffentlicht, in der die Schulden des Westens gegenüber der Karibik wegen der Sklaverei auf 107 bis 131 Billionen Dollar beziffert werden. Von den Europäern wird nicht unbedingt erwartet, dass sie das ganze Geld auf einmal zahlen: Als erstes könnte sich die Alte Welt entschuldigen.

Aber warum denn so viel?

Der karibische Raum, der heute nur noch selten in den internationalen Nachrichten auftaucht, trägt weniger als ein Prozent zum weltweiten BIP bei: das sind keine großen Geldströme. Doch in der Neuzeit konnte man ihre Existenz auf der wirtschaftlichen Weltkarte nicht ignorieren. Zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert transportierten die Briten nicht weniger als drei Millionen Sklaven über den Atlantik, von denen 65 Prozent in der Karibik landeten. Die Geschichte der angelsächsischen Sklaverei, die ein lukratives Geschäft war, spielte sich hauptsächlich auf Jamaika, Barbados und den Kleinen Antillen ab.

Von dort aus wurden ab dem 17. Jahrhundert Zucker und Kaffeebohnen, die die Kassen des britischen Empire füllten, aber durch die kostenlose Arbeit afrikanischer Sklaven gewonnen wurden, auf die europäischen Märkte geliefert. Einige der Sklaven wurden in der Heimat in die Sklaverei verschleppt und als lebende Waren weiterverkauft. Die Zwangsarbeit auf dem Schwarzen Kontinent und die Ausbeutung auf den Plantagen der Karibik unterschieden sich jedoch erheblich. Die Briten hatten ihre Wirtschaft in das Weltwirtschaftssystem integriert. Je größer die Nachfrage nach „Kolonialwaren“ war, desto mehr davon wurde produziert, desto mehr wuchs die gegen ihren Willen herangeschaffte Bevölkerung, und die Neuankömmlinge starben an Erschöpfung und an den Schlägen und der Gewalt ihrer Herren.

Die Abschaffung der Sklaverei durch die Briten im Jahr 1834 folgte auf eine Reihe blutiger Unruhen. Die Zeitgenossen begrüßten das als einen Akt der Gerechtigkeit. Heute werden diese Ereignisse anders gesehen. Es ist bekannt, dass London den Sklavenhaltern eine astronomische Entschädigung zahlte, für die es einen hohen Kredit aufnahm: Die Zahlungen für diesen Kredit dauerten bis 2015 an. Für die Freigelassenen galten bescheidenere Bedingungen: Man bot ihnen an, an ihrem Platz zu bleiben und zu arbeiten, bis die nächsten Unruhen einen endgültigen Schlussstrich unter die Sklaverei zogen.

Trost für die Gedemütigten

Nicht nur wirtschaftliche Gründe – die damals führende Rolle der Inseln in der Zucker- und Kaffeeproduktion -, sondern auch weltpolitische Zwischentöne beeinflussen den Wunsch der karibischen Bevölkerung nach Wiedergutmachung für das, was einst mit so großem Gewinn verkauft wurde. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts sind Jamaika, Barbados und ihre regionalen Nachbarn zu unabhängigen Staaten geworden. Anders als in den USA, wo Reparationszahlungen an die Nachkommen der Sklaven eine innerstaatliche Angelegenheit sind, sind sie in der Karibik eine Frage der internationalen Beziehungen. Die Inseln sind sehr daran interessiert, Ansprüche geltend zu machen, weil sie noch mehr gelitten haben als Afrika. Ab den 1880er Jahren teilten die Europäer den Kontinent unter sich auf, aber da war die Sklaverei bereits verboten. Das klassische Plantagensystem, das auf Jamaika seit den 1620er Jahren bestand, blieb der Heimat der meisten Sklaven erspart.

Im 21. Jahrhundert spiegelt sich dieser historische Unterschied in der Chronologie der Ansprüche wider. Im Jahr 2012 bildete Barbados einen Ausschuss, um Reparationen zu fordern. Daraufhin wurde 2014 eine karibikweite Kommission aus 15 Staaten gebildet und ein 10-Punkte-Plan zur Wiedergutmachung aufgestellt. Mit Verspätung schloss sich die Afrikanische Union erst in diesem Jahr der Initiative der Inseln an. Im Juli 2023 fand ein gemeinsames afrikanisch-karibisches Gipfeltreffen zum Thema westliche Reparationen statt, bei dem die Teilnehmer das erzielte gegenseitige Verständnis lobten und das Treffen als „Durchbruch“ bezeichneten.

Die Führung der entstehenden Bewegung wird wahrscheinlich in der Karibik bleiben. Dort ist die Forderung nach Entschädigung zu einer Art unbestrittener lokaler Ideologie geworden, die von den Regierungen unterstützt und wegen ihrer Fähigkeit, ein Gefühl der nationalen Würde zu bewahren, geschätzt wird. Gonsalves, nicht nur Premierminister von St. Vincent, sondern auch Publizist und Autor des Buches „The Case for Fighting for Fair Reparations in the Caribbean“, hat ausführlich darüber geschrieben. In Übereinstimmung mit ihm skizziert der ehemalige jamaikanische Premierminister Percival Patterson sein Programm: „Wir fordern eine finanzielle Entschädigung dafür, dass wir von Afrika gestohlen wurden, wie Bob Marley sagte, und Worte allein reichen nicht aus, nein, es sind erhebliche Geldsummen erforderlich.“ Auch die Premierministerin von Barbados, Mia Amor Mottley, spricht von Wiedergutmachung: „Der Kampf um vollständige Emanzipation ist noch lange nicht vorbei. Lasst uns das Vermächtnis unserer Vorfahren hochhalten und hart daran arbeiten, Gerechtigkeit und Wiedergutmachung für unser Volk zu erreichen“, verkündet sie.

Die Abenteuer des Schuldscheins

Die Frage, wer genau für die Sklaverei in der Karibik bezahlen kann und muss, ist gleichzeitig einfach und kompliziert. Im Jahr 2023 ist die Latifundie der Familie Drax, Nachkommen der ersten Kolonisatoren, die im 17. Jahrhundert auf der Insel ankamen, auf Barbados noch immer in Betrieb. Das paradiesische Land, das ihnen zur Verfügung steht, wurde im Laufe der Jahrhunderte zum Friedhof für etwa 30.000 Sklaven – die hartgesottenen Draxes veröffentlichten sogar ein spezielles Handbuch über den Umgang mit Schwarzen. Der Erbe des düsteren Unternehmens, Sir Richard Drax, ist heute Mitglied des britischen Parlaments. Seine Haltung ist zwiespältig: Er bedauert die Sklaverei und verurteilt alles, was damit zusammenhängt, sieht sich aber nicht als persönlich involviert. Das gilt auch für die Finanzen: Der Brite will keine Entschädigung zahlen, da er selbst seine Geschäfte auf viel humanere Weise führt.

Die britische Aristokratenfamilie Trevelyan, die in der Karibik viel Geld verdiente, und die Universität Glasgow, die mit Sklaven handelte, taten das Gegenteil: Sie erkannten ihre eigene Erbschuld an und erklärten sich bereit, privat zu zahlen. Aber diese Beispiele reichen nicht aus, um eine Massenkampagne zu starten. Der berühmte Schauspieler Benedict Cumberbatch – seine Vorfahren besaßen ein Jahrhundert lang Plantagen – hat eine Beteiligung (und Kommentare) abgelehnt. Aber er ist bekannt dafür, dass er manchmal Reue zeigt: Die negativ besetzte Rolle als Sklavenhalter, die er mal gespielt hat, bezeichnete Cumberbatch als seine persönliche Entschuldigung für die Sünden seiner Vorfahren.

Die Regierung Seiner Majestät King Charles III. ist noch zurückhaltender. Der britische Premierminister Rishi Sunak hat die Sklaverei unmissverständlich verurteilt, sich aber gleichzeitig nicht dafür entschuldigt. Diese Haltung mag seltsam anmuten, doch Politiker wägen nicht nur ihre Worte ab, sondern verlieren auch das Geld nicht aus den Augen. So entschuldigten sich die USA 2008 bei den Afroamerikanern für das entrechtete Leben ihrer Vorfahren, wählten ihre Worte aber so, dass jegliche Forderung nach einer finanziellen Entschädigung ausgeschlossen war.

Das Unerreichbare nehmen

Haben die Bewohner der Karibik dennoch Anspruch auf diese Zahlungen? Der halboffizielle westliche Standpunkt lautet, dass sie keinen Anspruch haben. Im Juli 2023 wies ein Gericht auf der Insel Martinique (in der Karibik, aber Teil Frankreichs) die Ansprüche der Einheimischen mit einer klaren Aussage zurück: Sie konnten nicht beweisen, dass das Leiden ihrer Vorfahren einen entscheidenden Einfluss auf ihr eigenes Leben hatte. Paris hat die Sklaverei 1848 abgeschafft. Aus Sicht der Richter bedeutet das, dass die heute lebenden Generationen keinen direkten Bezug zum Leid anderer haben und besser nicht grundlos daran erinnern sollten.

Premierminister Gonsalves von St. Vincent entgegnet, dass der westliche Wohlstand nicht aus dem Nichts entstanden ist, sondern direkt mit den Superprofiten der Kolonialzeit zusammenhängt. „Erinnern Sie sich daran, dass die durch Sklavenhandel und Sklaverei erzielten Gewinne in die industrielle Revolution geflossen sind und dazu beigetragen haben, die Grundlagen des westlichen Wohlstands zu schaffen“, wirft er ein. Die Premierministerin von Barbados, Mottley, ist sogar noch kategorischer. Ihrer Ansicht nach ist der globale Klimawandel – als Folge der Industrialisierung – letztlich eine direkte Folge der Zwangsarbeit von Sklaven, unter der deren unschuldige Nachkommen im 21. Jahrhundert leiden. Unter den Ländern, die vom Anstieg des Meeresspiegels bedroht sind, haben die karibischen Inseln die Nase vorn. Wenn nicht für die Sklaverei, so muss der Westen doch für die Nebenwirkungen des unverhältnismäßigen industriellen Wachstums an die Karibik bezahlen, daran hat man auf Barbados keinen Zweifel.

Die Inselbewohner haben jedoch kaum Möglichkeiten, das durchzusetzen. Zu den Schwierigkeiten bei den interkontinentalen Verhandlungen kommt hinzu, dass die Kariben mit dem Austritt aus dem britischen Commonwealth drohen, da sich die Hoffnungen auf die Hilfe des Königshauses bei der Erwirkung einer Entschuldigung nicht erfüllt haben. Der „Separatismus“ in der Region begann noch zu Lebzeiten von Königin Elisabeth II., als Barbados 2021 die vollständige Unabhängigkeit und die Einführung einer Präsidialherrschaft verkündete, die die britische Monarchie abgelöst hat. Als nächstes kommt Jamaika, wo der Besuch von Prinz William ein Misserfolg war: Der Aristokrat, der bereit war, zu bedauern, aber nicht bereit war, zu zahlen, wurde überall von Demonstranten verfolgt. Während sich die Inselbewohner darauf vorbereiten, den König abzusetzen, können ihre Politiker nicht aufhören, sich darüber zu beschweren, dass London sich weigert, ihre Argumente zu akzeptieren, ganz abgesehen von der Ablehnung, eine konkrete Geldsumme zu zahlen. Einer der jüngsten Vorschläge der Karibik lautet: die Schulden nicht per Scheck, sondern durch Technologietransfer zur Überwindung der Unterentwicklung zu begleichen. Aber die EU und die neblige Insel geben auch darauf keine positive Antwort.

Ende der Übersetzung


Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

90 Antworten

  1. Das Thema ist sehr präsent, besonders, aber nicht nur in der Karibik. In Afrika daneben auch das Nazireich, wo Entschädigung von Deutschland und Frankreich gleichermaßen ansteht. Das Massaker von Thiaroye. Das, und der Rest, ist unvergessen. Man erinnere sich, was Traoré beim Afrika-Gipfel in Petersburg dazu gesagt hat.

    1. @паровоз ИС20 578
      wo hatte Deutschland zwischen 1933 – 45 in Afrika seine Hände im Spiel?
      Es gab den Afrikafeldzug unter Rommel, der als Beistandsverpflichtung wegen den Italiener gestartet wurde. Aber sonst?

      1. Wo Mx Nx recht hat, hat er recht.

        Deutsch-Südwestafrika war von 1884 bis 1915 eine deutsche Kolonie auf dem Gebiet des heutigen Staates Namibia.

        Deutsche Entschaedigung laut Suchmaschine

        Der Völkermord an den Herero und Namaqua wurde von den Vereinten Nationen und der Bundesrepublik Deutschland anerkannt. Zum 100. Jahrestag der Gründung des Lagers gedacht die Bundesministerin für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit, Heidemarie Wieczorek-Zeul, der Toten vor Ort und entschuldigt sich im Namen Deutschlands für das Lager. Im Mai 2021, nach fünfjährigen Verhandlungen, richtete die Bundesregierung – die den Hottentottenaufstand als kolonialen Völkermord anerkennt – einen Entschädigungsfonds in Höhe von 1,3 Milliarden US-Dollar ein.

        1. Danke für diesen Sachbeitrag. Grundsätzlich halte ich nicht viel von dieser neumodischen Forderei für alte Schandtaten, welche es natürlich gegeben hat. Wo will man da anfangen und aufhören? Etwas anderes ist es, wenn Länder freiwillig und aus Überzeugung bereit sind, finanzielle Entschädigungen zu leisten. Das Volk der Herero sollte berücksichtigt werden. Wie genau der Stand der Dinge ist, weiß ich nicht.
          Auch Russen würde ich im möglichen Rahmen entschädigen, sie haben uns trotz allem immer die Hand zur Versöhnung gereicht, was das dämliche baerbock nicht weiß. Bei den Polen würde ich keinen Cent rausrücken, dazu ist mir das Auftreten des Regimes zu frech. Dabei habe ich einmal eine polnische Familie in der Zeit des Umbruchs nach meinen bescheidenen Möglichkeiten unterstützt (sie hat es mir vielfach gedankt!). Und ich habe schon ernathaft überlegt, meinen Nachlass einer russischen Einrichtung in St. Petersburg zu überlassen, der Stadt, die so fürchterlich unter den Nazis gelitten hat.
          Was die Forderer betrifft, zB die Staaten Mittelamerikas, so würde ich diese Regime mal mit der Nase dahin drücken, dass sie selbst die Urbevölkerungen rigoros ausgerottet haben. Sie haben alle, aber wirklich alle genug Dreck am Stecken. Also: freiwillige Zahlungen nur an konstruktive Länder, für die anderen bleibt die Kasse geschlossen.

          1. Endlich mal ein Polenbezogenes ausgewogenes Wort

            {{ Bei den Polen würde ich keinen Cent rausrücken, dazu ist mir das Auftreten des Regimes zu frech. Dabei habe ich einmal eine polnische Familie in der Zeit des Umbruchs nach meinen bescheidenen Möglichkeiten unterstützt (sie hat es mir vielfach gedankt!). }}

            Sagt ein AUCH POLE

            Der AUCH POLE uebrigens in eigenen Veroeffentlichungen AUCH IN POLEN genau den Begriff REGIME zur derzeitigen Regierungstruppe benutzt fuer den, der zwischen den Zeilen gewohnt ist zu lesen. Und das koennen sehr viel POLEN.

            Die Reparationsforderungen 🤣

            Man gehe mal in eine polnische Kneipe und hoere zu, was die stinknormalen Leute dazu sagen…. kommt nichts dabei raus als nur 🤣🤣

            Unter meinen Freunden in Polen befindet sich auch ein Bischof. Seine Interpretation zum Versuch des Regimes des Humbucks, den Deutschen das Geld aus der Tasche ziehen zu wollen vor gar nicht langer Zeit bei einem gemeinsamen Besuch im Państwowe Muzeum Auschwitz-Birkenau w Oświęcimiu

            „Man sieht den Splitter im fremden Auge, im eignen den Balken nicht.“

            Nun koennte ich noch viel sagen…doch das reicht.

            Danke

      2. Das Problem ist, daß die Deutschen über die Zeit 1940 bis 1945 nichts wissen. Und das, was sie zu wissen glauben, ist in wesentlichen Teilen falsch. Man muß schon bei den Russen lesen, wenn man wissen will, was damals geschehen ist, oder sonst im Ausland, darunter in Afrika. Aber auch in Deutschland gab es früher gute Bücher, in der Zeit, als die Erinnerung noch präsent war.

        Die Großväter der Afrikaner, in den Kolonien, wurden in den Krieg eingezogen. Gegen ihren Willen, denn es lag ihnen nichts daran, für ihre Sklavenhalter gegen andere der gleichen Sorte zu kämpfen. Und die Nazis haben sich gegenüber den Afrikanern nicht benommen wie gegenüber gegnerischen Soldaten, sondern eben wie die Nazis.

        Ewig unvergessen ist der Fall der Senegalschützen, die nicht nur aus dem Senegal kamen, sondern auch aus den anderen Sahel-Ländern. Als sie nicht mehr gebraucht wurden, wurden sie abserviert und um ihre Rechte betrogen und als sie protestierten, in Thiaroye massakriert. Die Überlebenden des Massakers kamen auf lange Zeit in Straflager.

        Die Tätigkeit der SS und weiterer Kriegsverbrecher war 1945 keinesfalls beendet. Als unmittelbare Fortsetzung des II. Weltkrieges begann eine Serie von Kolonialkriegen, wo diese Nazis in ihrer neuen Allianz mit den Westmächten weiter gemordet haben wie die Nazis, in Diensten der Kolonialtruppen, z.B. der Fremdenlegion.

        1. Wieder so eine russische Propagandatröte. Naja, bei Röper bist du ja gut aufgehoben.

          Verwundete Soldaten beteten, dass sie von den „Nazis“ und nicht von den Engländern gefunden würde,. Die Engländer ließen sie einfach liegen oder „erlösten“ sie gleich von ihren Leiden. Die „Nazis“ nahmen sie mit und versuchten sie zu retten, Auch feindliche Soldaten.

          Ansonsten waren Engländer, Franzosen und Belgier in Afrika verhasst, die „Nazis dagegen zumindest respektiert und geachtet.

        2. von was redest du Troll ? Du hast doch überhaupt keine Ahnung was vorgegangen ist. Du reimst dir irgendwas zusammen was in dein Weltbild passt. Nachkommen der Ureinwohner die zur Zeit der deutschen Besatzung in Namibia gelebt haben, sind nicht mal mehr 10% der Gesamtbevölkerung. Diese 90% sind in den letzten 100 Jahren aus den Nachbarländern eingedrungen und haben die Ureinwohner zurück gedrängt. Und diese 90% die mit den Folgen der Kolonisierung überhaupt nichts zu tun hatten, die stellen jetzt die Forderungen. Deutschland hat in den vergangenen 70 Jahren schon Genug Mittel und Förderung in Namibia gesteckt. Ein Verwandter von mir der dort Entwicklungshilfe arbeitete und die Einheimischen und den Schutz der dortigen Natur unterstütze wurde von einem seiner dortigen einheimischen Angestellten hinterrücks am Schreibtisch von hinten in den Kopf geschossen.

          1. Es gibt Deutsche, die sind nicht in der Lage, die Länder, um die es geht, auf der Landkarte zu finden, bringen die Länder, Epochen und Ereignisse wild durcheinander, aber wissen alles besser und regen sich ganz schrecklich auf.

            Namibia grenzt im Nordosten an Sambia. Die Senegalschützen, um die es geht, stammen aus den an Gambia grenzenden Gegenden.

            Es war auch eine andere Zeit. Deutsch-Südwest war Protektorat des Kaiserreichs, das war bis 1918. Bei den von Frankreich eingezogenen und von den Deutschen teils in Front-Stalags internierten und teils ermordeten Afrikanern geht es um den II. Weltkrieg, der war ab 1939.

  2. Wer soll das eigentlich noch bezahlen?
    Und wer bezahlt für die Ausbeutung der Vorfahren im eigenen Land?
    Ohnehin handelt es sich hier um Sippenhaftung, die eigentlich gar nicht zulässig ist.
    Aber wenn man das schon trotzdem macht, dann doch bitte die Vermögen der Familien, deren Vorfahren sich tatsächlich unrechtmäßig bereichert haben, konfiszieren.
    Wenn ’s die Staaten zahlen, zahlen es ja doch wieder die, die schon immer ausgebeutet wurden und die Ausbeuter und ehemaligen Sklavenhalter selbst bleiben verschont.

    1. Der ganze deutsche Wohlstand beruhte auf den neokolonialen Gewaltverhältnissen, und auch auf der Beute aus der Kolonialzeit, die sich im gesamten Westen verteilt hat. Noch heute kommen Rohstoffe und Waren aus Afrika praktisch für umsonst nach hier. Das, was sie hier kosten, teilen sich EU-Stellen und EU-Konzerne.

      Man merkt es: Seit dieses Modell immer weniger zieht, sinkt der Wohlstand rapide, es brechen innere Verteilungskämpfe aus. Die Gierigsten gegen den Rest.

      Man wird sehen, wie der Wohlstand der Deutschen aussehen wird, wenn er allein durch eigene Leistung errungen werden muß. Allein durch die gerühmte deutsche Tüchtigkeit und Ingenieurskunst.

      1. Ganz so einfach ist es nun doch nicht.
        Schließlich wurden die Rohstoffe oft erst hierzulande verarbeitet und dass mit der Industrialisierung die Arbeiterklasse entstand, die lange Zeit gnadenlos ausgebeutet wurde, dürfte ja eigentlich bekannt sein.
        Nein, man zockt mal wieder die Falschen ab – oder versucht es zumindest – denn die wirklichen Täter zahlen meist sehr wenig Steuern.
        Der Wohlstand sinkt, weil der Staat immer mehr Steuern und Abgaben verlangt, gesetzliche Vorgaben eingeführt hat und zwar ausgerechnet von denen, die den Wohlstand überhaupt schaffen!

        1. Die Agrarproduktion allein Nigerias ist fast so groß wie die aller 27 EU-Länder zusammen, nach BIP-KKP. Wenn man die gigantische Agrarproduktion Afrikas mit der unterentwickelten Landwirtschaft der EU vergleicht, müßten wir ein Hungergebiet sein und die Afrikaner prall und rund. Dazu die wertvollen Mineralien. Das wird über die neokolonialen Gewaltverhältnisse abgefahren nach hier für fast umsonst.

          In der Nachkriegszeit warf dieses Modell so viel ab, daß auch die Arbeiterklasse in der BRD einen recht üppigen Wohlstand hatte. Nun führen die Deutschen seit über 20 Jahren Krieg in aller Welt, um ihr Beutemodell erhalten zu können. Die Kriege bringen aber immer weniger Beute und immer mehr Niederlagen und Kosten.

          Da das Beutemodell nicht mehr richtig funktioniert, behelfen sich unsere Oberen zunehmend damit, die EU-Länder selber mit neokolonialen Methoden zu regieren.

      2. du bist doch ein bissl geistig minder bemittelt: Deutschland war 1945 am 8. Mai total am Boden, alles kaputt. Dazu wurde der Rest noch von den Siegern geraubt. Nur durch Fleiß und Arbeit und der Förderung eigener Resourcen kam Deutschland wieder auf die Beine. Ihr Trottel wisst ja nicht mal mehr wie hart hier schon 14-jährige gearbeitet haben in den Bergwerken, auf dem Bau. 48 Stunden Woche, Arbeit 6 Tage die Woche. Da kam nichts aus Afrika, im Gegenteil wir hatten fast nichts und haben die Afrikaner unterstützt, überall wurde Geld für Afrika gesammelt und gespendet

  3. Und wieder wird das Falsche verlangt, weil die Gier nach Geld viele blind macht, nicht nur den sogenannten Westen.

    Verlangt Bildung, verlangt faire Handelsbedingugnen, verlangt Aufbau von Infrastruktur, einen fairen Geldverkehr, eine anständige Bezahlung für Eure Ressourcen, verlangt Schutz für Eure Kulturen.
    Und lernt und arbeitet selbst.
    Blickt in die Zukunft, sonst wird Euch weiter die Butter vom Brot genommen und das Brot gleich mit.
    Lasst Euch nicht in die Irre führen von denen, die da mit ein paar Geldscheinen wedeln und wenn es die eigenen Politiker sind, die gewählt werden wollen.

    1. Unrealistische Forderungen, die keine Chance auf Erfüllung haben, sind zwecklos.
      Aber mit diesen Forderungen im Hintergrund ein Ende des Neokolonialismus anzusteuern, das wäre möglich!

      1. @cui bono

        Ja, das wäre der richtige Weg der gegangen werden müsste.
        Und was besonders ärgerlich ist, das ist nichts Neues.
        Die gut erarbeiteten Forderungen, auch von Europäern mit entsprechender Landeskenntnis, sind zum Teil schon 40 Jahre alt.
        Was da alles aus Bequemlichkeit und falschen Geiz versämt wurde, da wird einem übel.

    2. Gerade daß Chinesen, immer mehr auch Türken und Russen und „Süd-Süd“, Alternativen zum neokolonialen Modell bieten und Besserung der Verhältnisse, macht es erst möglich, daß sie sich dort solche Forderungen erlauben können. Und diese Forderungen sind ein Kampfmittel gegen den Neokolonialismus, eins von vielen.

        1. In Afrika ist Türkiye einer der großen Akteure.

          Erdogan in Algier:

          „Eine Militärintervention in Niger würde bedeuten, daß sich die Instabilität auf viele Länder in Afrika ausbreitet … Als Türkiye werden wir das nigrische Volk, ein Freund und Bruder, weiterhin unterstützen“, schloß der türkische Staatschef, dessen Land in den letzten Jahren massiv in Niger investiert hat, insbesondere in den Bereichen Luftverkehr, Handel sowie Hoch- und Tiefbau.

          A.Y.B (actuniger.com), 21 août 2023
          Situation au Niger : selon le président turc, une intervention militaire au Niger déstabilisera le continent africain
          https://www.actuniger.com/international/19452-situation-au-niger-selon-le-president-turc-une-intervention-militaire-au-niger-destabilisera-le-continent-africain.html

          Besonders die türkische Bauindustrie ist stark und sticht oft die chinesischen Angebote aus. In Tansania bilden die Türken das Militär aus. Das kann sich beim Bahnbau nützlich machen und lernt modernste Baumethoden, als zivile Perspektive nach der Dienstzeit.

          In Westafrika / Sahel ist Türkiye auf einer Seite mit Rußland und steht gegen Frankreich und die EU. In Venezuela auch. Erdogan hat nicht nur die Venezolaner als Brudervolk entdeckt, er sieht wohl auch die künftige Goldgrube, die das Land ist.

          1. Da Sie sich mit der Türkei auszukennen scheinen: Wie stellt sich die Türkei zur Sklaverei im Osmanischen Reich und der der arabischen Völker und Stämme?

            Es ist eine historische Tatsache, dass die afrikanischen Sklaven von afrikanischen Stämmen gejagt und von arabische Händlern erworben wurden, die sie dann weiter durch die Wüste getrieben und im heutigen Mittleren Osten verkauft hatten.

            Und auch die nördlichen Mittelmeeranrainer hätten einen Anspruch auf Wiedergutmachung: Bis ins 18. Jahrhundert haben Osmanische Sklavenjäger dort die Küstenorte überfallen und Sklaven gejagt. Die Lage der dortigen Orte in den Bergen weitab von den Feldern an der Küste ist ein beredter Beweis.

            Ich weiß, dass der Sultan den Sklavenhandel im Reich bereits 1857 offiziell verboten hatte und damit etwa in der gleichen Ära wie die westlichen Kolonialstaaten. Also müsste sich doch die Türkei genauso angesprochen fühlen wie Großbritannien et al..

            1. Die Afrikaner sind klüger. Die wissen schon zwischen Form und Inhalt zu unterscheiden. Nur weil beides im Deutschen mit dem gleichen Wort – Sklaverei – bezeichnet wird, waren es doch recht unterschiedliche Institutionen.

              Und entgegen Ihrer verharmlosenden, verkürzten Version haben Afrikaner und Kariben eben Kenntnis der Geschichte. Es gab die seltsamsten Kooperationen und Kollaborationen von Juden mit Nazis, Zigtausende Juden haben in der Wehrmacht für das Dritte Reich gekämpft, Juden haben einander an die Nazis ausgeliefert und sogar beim Betrieb der Gaskammern und Krematorien geholfen. Stimmt ja alles. Aber wer mit so was kommt, um die Schuld an der Schoah den Juden gleichermaßen selber zuzuschieben, und allen möglichen anderen, die beteiligt waren dazu, erscheint reichlich unappetitlich.

              In genau der Art wird auch ihre Version zur Sklaverei verstanden.

  4. Aus Afrika kommen Millionen Wirtschaftsmigranten nach Deutschland, lassen sich fürstlich versorgen und dann schmieren sie hier BLM an die Hauswände. Diese Typen werden aufgehetzt und sind völlig verirrt. Deutschland hatte keine Sklavenhalter-Industrie.

    Außerdem wird verallgemeinert. „Den Westen“ ist nur eine populäre Umschreibung, den gibt es, wenn, nur als Abgrenzung zum „Osten“. Da die DDR lange Zeit zum Osten gehört hat, dann ist die also gar nicht gemeint?
    Oder meint man go west und den Wilden Westen?

    Hier werden Sachen aus dem Hut gezaubert und übers Knie gebrochen, die kein Mensch mehr wirklich versteht. Der Westen, wenn man so will, hat auch gegeneinander Kriege geführt. Den gibt es so gar nicht. Das Geschrei wird nur veranstaltet, weil man sich auf diese Weise das schnelle Geld erhofft.

    Gehört die Karibik nicht auch zum Westen? Schließlich macht der Westen da Urlaub?

    1. Welche Beutekunst haben sich die Franzosen eingesteckt, als sie unter dem Diktator Napoleon Deutschland überfallen und unterdrückt haben?

      Als Triple Entente wird das Bündnis zwischen Großbritannien, Frankreich und Russland bezeichnet, das im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts geschlossen wurde und zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs führte. Diese Triple Entente war die persönliche Schöpfung von König Edward VII. von Großbritannien.
      Es war König Edward, der die britische Allianz mit Japan, den Russisch-Japanischen Krieg und die Russische Revolution von 1905 ins Leben rief.
      Es war König Eduard VII., der als Alleinherrscher der britischen Außenpolitik die Entente Cordiale zwischen Großbritannien und Frankreich 1903/04 in die Wege leitete und dann die verhängnisvolle britisch-russische Entente von 1907 besiegelte.
      Es war König Edward, der Theodore Roosevelt und andere amerikanische Führer massierte, um die „besondere Beziehung“ zwischen den USA und Großbritannien herbeizuführen, die aus der Zeit seiner Herrschaft stammt. Diese diplomatische Arbeit wurde von König Edward VII. persönlich geplant und durchgeführt, wobei die verschiedenen britischen Minister, Kabinette, runden Tische und anderen Apparate lediglich in seinem Kielwasser folgten.
      Edward hatte eine geopolitische Vision in der venezianischen Tradition, und sie war von brutaler Einfachheit: die Einkreisung Deutschlands mit einer feindlichen Koalition, gefolgt von einem Vernichtungskrieg, in dem viele von Großbritanniens einstigen „Verbündeten“ – vor allem Frankreich und Russland – ebenfalls dezimiert und verkrüppelt werden sollten.

      Wir sollten von Russland Reparationen fordern, schließlich hat Russland bei diesem geopolitischen Spiel mitgemacht?

      „Wir haben diesen Krieg durch Gräuelpropaganda gewonnen und wir fangen jetzt erst richtig damit an. Wir werden diese Gräuelpropaganda fortführen, wir werden sie steigern bis niemand mehr ein gutes Wort von den Deutschen annehmen wird, bis alles zerstört ist, was ihnen Sympathien in anderen Ländern entgegenbringen könnte und bis sie derart verwirrt sind, dass sie nicht mehr wissen, was sie tun sollen. Wenn dies erreicht ist, wenn sie anfangen ihr eigenes Nest zu beschmutzen, und zwar nicht widerstrebend sondern mit Übereifer den Siegern gehorchend, nur dann ist der Sieg vollkommen. Es wird niemals endgültig sein. Die Umerziehung bedarf gewissenhafter, unentwegter Pflege wie ein Englischer Rasen. Nur ein Moment der Unachtsamtkeit und das Unkraut bricht durch, dieses unausrottbare Unkraut der geschichtlichen Wahrheit.“ – Sefton Delmer 1945 zu dem deutschen Völkerrechtler Prof. Grimm.

      Ich denke, hier wird sehr vieles sehr vereinfacht. Leider unterstützt von einet allgemeinen Schlafmützigkeit, die das Spiel nicht durchschaut.

      Wir könnte ja mal eine Debatte darüber führen, daß das GG in einem kalten Putsch quasi abgeschafft worden ist? Das Internet redet seit 23 Jahren chronisch an der Wirklichkeit vorbei und schafft Scheinwirklichkeiten.
      Was hier passiert ist, läßt sich auf die Formel „Vertragsbruch“ bringen. Puncta sund servanda. dt.: Verträge sind einzuhalten. das gilt besonders für die Parteien, die sich hier unter Vorspiegelung falscher Tatsachen als 4 Jahre selbst ermächtigen.

      Außerdem haben die die deutsche Kultur und Kunst mit der Löschung eines Artikels in der Verfassung sozusagen zum Verschleudern freigegeben. Warum fordern wir unsere Kunst nicht zurück?

      1. Man muß schon unterscheiden zwischen Sklaverei, kolonialen und neokolonialen Raubzügen auf der einen Seite, und den Schlägereien dieser gewalttätigen Barbaren, die sich für Herrenmenschen halten, untereinander.

        1. Nun, das unterscheidet nicht so sehr von der Expansion des Islam. Fragen Sie einen indischen Historiker.

          Auch anderen Kulturen ging es nie um die Menschlichkeit sondern nur um die Ressourcen. Was die Zeit des europäischen Kolonialismus auszeichnet, ist allerdings die Tatsache, dass die Errungenschaften des menschlichen Geistes in Form von Wissenschaft und Technik den Kolonisierten nicht vorenthalten wurden. Sie hätten es immer so machen können, wie die Japaner und die Chinesen, die dieses Wissen aufgenommen und genutzt haben. Hoffentlich entwickeln sie es auch weiter u. a. das, was sie deutschen Wissenschaftlern und Erfindern zu verdanken haben und zeigen sich so erkenntlich für die Tatsache, dass sie inzwischen die Mehrheit auf dem Planeten stellen.

    2. Man dürfte vielleicht von diesen entwurzelten, meist bildungslosen Flüchtlingen aller Sorten nicht mehr Einsicht in den Weltenlauf erwarten, als man von unseren hiesigen „Abbrechern aller Bildungsangebote“ verlangen kann.
      Überhaupt gehört auch in der Flüchtlingsfrage die Frage nach den neokolonialistischen Verursachern der Massenflucht an die erste Stelle gezogen!
      Wer immer noch Kolonialkriege führt und mit hanebüchenen Lügen begründet, dem sollten auch die Migrationslasten kreuz und quer in die glänzende Visage gehauen werden!

    1. Der unbändige Wille zu Landnahme und Völkermord charakterisieren das wesentlichste Alleinstellungsmerkmal des Homo Sapiens nicht erst seit 2000 Jahren, sondern seit dieses Geschöpf den aufrechten Gang angenommen hat.

      Und alle Ethiken und Wissenschaften haben es nicht vermocht, ihre Einsichten in die Köpfe der gerade Herrschenden zu pflanzen – von den Religionen ganz zu schweigen.

      1. Es gibt da schon Unterschiede. Die VR China und die Republik Indien sind seit Gründung über einige Scharmützel an den Grenzen nicht hinausgekommen, während das heutige EU-Europa nach 1945 ein einziger Blutrausch war. Kriege, Stellvertreterkriege, gewalttätige Einmischungen, Massaker, Genozide in einhaltloser Serie. Und nachdem die Serie der Kolonialkriege abgeflaut war, begann ab Gründung der EU eine neue ununterbrochene Schlachterei. Ein ungeheuerlicher Rausch der Gewalt, bei dem diese „Europäer“ gar nichts finden, den sie nicht einmal mehr wahrnehmen.

        1. Nun, da muss man schon differenzieren: Allen voran die USA und GB, Frankreich seit dem Algerienkrieg schon in geringerem Maße und Deutschland erst seit 1999 auf Druck der NATO. Also nix EU-Europa.

          In der Zwischenzeit aber auch Kriege bspw. der Türkei gegen die PKK, Türkei gegen Griechenland (Zypern), Indien gegen Pakistan usw..

          1. Der „Druck der NATO“ ist eine deutsche Selbstlüge, die es nur noch viel häßlicher macht, und die in der Außenwelt keiner glaubt. Deutschland hätte bei dem Grundsatz bleiben können: Nie wieder ein deutscher Soldat auf fremdem Boden. Aber die Deutschen („Mehrheitsgesellschaft“) haben vor Kriegslust gezittert und alles getan, wieder dabei sein zu können.

            Nun haben wir – zusammen mit unseren Kriegskoalitionären – in 24 Jahren Krieg Millionen von Menschen umgebracht und Länder vom Hindukusch bis zum Sahel in Ansammlungen von Trümmern und Massengräbern verwandelt.

            Für keinen dieser Kriege gab es einen Grund außer reiner Mordlust.

            Bei vielen Kriegen außerhalb Europas läßt sich leicht erkennen, daß Europäer oder ihr Ableger in den USA die treibende Kraft dahinter sind. Die PKK ist – seit Trump sie abserviert hatte – eine von der EU betriebene Terrororganisation. Es gab weit mehr und weit länger europäische Kolonialkriege als nur Algerien. Von scheußlichster Grausamkeit. Und so weiter.

            Es gibt auch anderswo Kriege, sogar welche, mit denen „der Westen“ nichts zu tun hat. Aber welches Land in Afrika, Asien, Lateinamerika führt seit 24 Jahren Krieg, einfach so, gegen irgendwen? Gegen ferne Länder, die ihnen nicht das geringste getan haben? Und die deutschen Kriege seit 1999 sind nur ein Teil der europäischen seit 1945.

      2. @cui bono

        Damit unterstellst du allen Völkern dieser Erde, dass sie, bei ausreichender Technik, ebenso wie die Europäer gehandelt hätten. Hätten die US-Indianer ausreichend Schiffe besessen, wäre eine Invasion Europas nur eine Frage der Zeit gewesen?

        Na Gott sei Dank waren unserer europäischen Herrscher so weitsichtig und haben diese indigenen Bevölkerungsgruppen rechtzeitig ausgelöscht. Dass man dann nebenbei alles rauben konnte, was nicht niet- und nagelfest war, kann ja dann gerne als kleinen Bonus bezeichnen.

        Irre, versklaven, plündern, ausrauben, morden, foltern, vergewaltigen durch die Kolonialmächte der vergangenen paar 1000 Jahre, als eine Art Selbstverteidigung zu sehen, das öffnet Welten im Völkerrecht. Sag das jetzt ja nicht unserer geliebten feministischen Völkerrechtlerin. *lol

  5. So wird man nun bald das „Schlangestehen“ nach Bananen vor den Weihnachtsfeiertagen (symbolisch für die Versorgungszustände in der DDR) auch in den Altbundesländern kennen lernen. Dann dünnt sich der Speiseplan des C40 City – Projekts noch mehr aus. Nach dem Verbot von Fleisch- und Milchprodukten werden Südfrüchte und Soja – Food zur Mangelwahre.

  6. Die Sklaverei wae das Beste, was denen passieren konnte.

    Sie haben sogar Lesen und Schreiben gelernt – was man von den Millionen weißer Sklaven in Afrika nicht sagen kann, die zur Zeit der Barbareskenstaaten aus europäischen Küstenregionen entführt wurden.

    Aber die Odalisken wurden gehegt und gepflegt waren sie doch ein augenfälliger Verweis auf den Reichtum ihrer Besitzer.

      1. Ja, sicher.

        Sklaven waren für die US-Baumwollfarmer z.B. die wertvollste Investition – sie wurden gehegt und gepflegt.

        Anders verhält es sich mit den SklavenHÄNDLERN, die die Preise bestimmten.

        DEREN Nachfahren werden übrigens nicht angeprangert – denen küssen wir den Hintern.

        Eh – na gut, ich nicht, aber ansonsten ist die Küsserei eine Weite und Breite.

        1. Nicht nur „Küsserei“. Die anderen fünf Teile können Sie auch lesen, die sind spezifischer und jenseits dessen, was man offen und ohne Warnung einstellen sollte. Nachdem wir nun wissen, was Sie über die Afrikaner denken, nun, was die Afrikaner über uns denken:

          5 entsetzliche Arten, wie versklavte afrikanische Männer von ihren weißen Herren sexuell ausgebeutet und mißbraucht wurden

          Vergewaltigung

          Schockierenderweise war die Vergewaltigung versklavter Männer genauso verbreitet wie die Vergewaltigung versklavter Frauen. Allerdings wurde das Problem der versklavten Männer als Vergewaltigungsopfer größtenteils nicht aufgedeckt, da die Männer sich im Allgemeinen scheuten, zu sagen, daß sie von männlichen Händlern oder ihren Besitzern vergewaltigt worden waren.
          […]
          Es gab auch keine physischen Beweise dafür, daß sie tatsächlich vergewaltigt wurden, da sie weder schwanger wurden noch körperliche Verletzungen aufwiesen. Die Vergewaltigung von versklavten Männern war im Süden der USA und auf Kuba sehr verbreitet, wo sie ein wichtiger Bestandteil des Sklavensystems der Spanier war. Viele versklavte Männer wurden auf Schiffen und in geheimen Sexfarmen und Saisonplantagen für homosexuelle Sklavenhalter vergewaltigt, die in der Karibik sehr beliebt waren. Sie wurden auch getötet, wenn sie sich auflehnten.

          Die Vergewaltigung von versklavten Männern war während der Zeit des Sklavenhandels jahrelang ein offenes Geheimnis. Versklavte Männer wurden auch gezwungen, mit den Ehefrauen ihrer Herren Sex zu haben, wenn diese abwesend waren. Viele dieser weißen Herrinnen benutzten ihre afrikanischen männlichen Sklaven, die über einen starken Körperbau und große Kraft verfügten.
          […]
          Elizabeth Ofosuah Johnson, October 11, 2018
          5 horrifying ways enslaved African men were sexually exploited and abused by their white masters
          https://face2faceafrica.com/article/5-horrifying-ways-enslaved-african-men-were-sexually-exploited-and-abused-by-their-white-masters/2

          1. Ahh.

            Jetzt weiß ich auch, warum die alle bei uns leben wollen und nicht unter ihresgleichen, Verachtung hin oder her.

            Im Grunde ihres Herzens wissen sie, wo es ihnen am Besten geht.

            Diese Elisabeth hat übrigens eine verdorbene Phantasie – vielleicht eine Mangelerscheinung

            1. Es ist die Beschreibung einer bekannten historischen Tatsache.

              Ansonsten gibt es etwas 1,4 Milliarden Afrikaner. Die Deutschen haben sie eingeladen. Einige kommen, das sind nicht immer die Besten. Die meisten wollen aber gar nicht. Die wollen die Neokolonialisten, darunter die Deutschen, herauswerfen, um endlich ihre Länder aufbauen zu können. Die Deutschen weigern sich aber, zu verschwinden, wie derzeit in Mali und Niger.

              „Wir sollten alle aufhören, Kinder zu bekommen, das ist egoistisch.“
              — Bento

              „Ein Kind in Deutschland ist aufgrund seines großen Konsums natürlich viel klimaschädlicher als ein Kind, das jetzt in Kenia oder Tansania aufwächst“
              — WDR

              Annalena Baerbock propagiert eine, wie sie es nennt, „einladende Zuwanderungspolitik“… Man wolle ein „modernes Einwanderungsrecht, das neue Zugangswege nach Deutschland schafft“ – und zwar ganz explizit „auch im gering- und unqualifizierten Bereich“.
              — welt.de

              Ohne Einwanderung wird die Bevölkerung in fast allen
              europäischen Ländern schrumpfen
              Deutschland bräuchte jährlich 6000 Zuwanderer pro 1 Million Einwohner um den Anteil von Personen im arbeitsfähigen Alter an der Bevölkerung zu halten … Der Begriff „Bestandserhaltungsmigration“ bezieht sich auf die Zuwanderung aus dem Ausland, die ein Land benötigt, um zu vermeiden, dass seine Bevölkerung aufgrund niedriger Fruchtbarkeits- und Sterblichkeitsraten abnimmt und überaltert.

              https://www.un.org/en/development/desa/population/publications/pdf/ageing/replacement-press-ger.pdf

        1. Die Chinesen haben auch eine Schrift erfunden, aber das ist eine andere als die, die wir benutzen. Und die Keilschrift kam außer Mode. Die Schrift, die wir benutzen, ist eine Nachempfindung der demotischen aus Afrika, die die Griechen und Römer wiederum von der phönikischen abgeleitet haben.

          Der älteste Rechenstab der Welt, 20000 Jahre, stammt aus der heutigen DR Kongo. Die Pyramiden in Afrika waren auch mathematische Meiserwerke, und Griechen in Alexandria haben ihre geometrischen Kenntnisse von den Ägyptern übernommen. Algebra und die arabischen (dem Ursprung nach indischen) Zahlen kamen mit den Mohren, heute Mauren genannt, nach Europa.

          1. Naja, die üblichen Propagandablasen ohne vertiefte wissenschaftshistorische Kenntnisse.

            Die für die Mathematik wichtigste mathematische Erfindung war übrigens die Null. Und die kam aus Indien. Aber haben die Inder in den vergangenen Jahrhunderten etwas daraus gemacht? Markieren Sie die Geburtsorte der grundlegenden Mathematiker, die Mathematiker waren und nicht Anwender von Rechenregeln, auf einer Weltkarte und Sie werden sehen, dass die nur in einem kleinen Teil der Welt zu finden sind. Aber ihre Erkenntnisse sind ein Erbe der Menschheit und stehen allen Völkern offen.

            1. Was soll daran „Propagandablase“ sein? Die Namen der Mathematiker, von denen die Griechen in Alexandria ihre Kenntnisse hatten, sind nicht überliefert. Die Existenz der Pyramiden beweist allerdings, daß erst die Kenntnisse und dann die Griechen da waren.

              Und sonst werden hier die Namen derer gelehrt, die die Kenntnisse der Araber, Perser, Inder in Europa eingeführt haben, während die Schöpfer der Kenntnisse nicht im Fokus sind. „Algebra“ und „arabische Zahlen“ gibt Hinweise, daß es sie doch gab.

              Viele sind auch mit Namen bekannt, aber eher Orientalisten als Mathematikern. Bei al-Chwarizmi, eingedeutscht Algorithmus, ist der Name bekannt, aber nicht, daß es ein Mathematiker aus Choresmien war.

              Die Geschichte anderer Weltteile ist im Westen aus ideologischen Gründen verpönt (sofern es nicht die Geschichte der Eroberer aus Europa ist). Es fehlen die minimalsten Kenntnisse. Und das, was hier bekannt ist, ist oft grobe Geschichtsfälschung. Da ist nun nicht zu erwarten, daß über ein Spezialgebiet wie die Mathematik des alten China oder der Mayas hier etwas bekannt wäre.

              1. Na, haben Sie Ihre Hausaufgaben gemacht? Haben Sie nachgesehen, welche Mathematiker grundlegend für unsere moderne Welt waren?

                Nur weil andere Kulturen ebenfalls zur Entwicklung der Menschheit beigetragen haben, denn es hat immer eine ständige nicht nur kriegerische Auseinandersetzung zwischen ihnen gegeben, heißt das nicht, dass aus dieser Weiterentwicklung eine Dankesschuld entstehen könnte.

                Die Frage ist doch nur, warum eben diese alten Kulturen irgendwann diese Weiterentwicklung nicht geschafft haben. Dies ist eine interessante wissenschaftliche Frage, die nur empirisch beantwortet werden kann. Warum haben denn die nahöstlichen Zivilisationen die Erkenntnisse der alten Griechen, die über das Perserreich in das Reich des Islam kam, nicht weiterentwickelt und Maschinen gebaut, sondern ihre Arbeitskräfte als Sklaven zu sich geholt.

                Sklaven, die zu Fuß durch die Wüste getrieben wurden, die Männer übrigens kastriert. Solange Sie dieses Verhalten nicht ebenfalls kritisieren, sind Sie in einer moralisch sehr fragwürdigen Position und beweisen nur, dass Sie uns Europäer aus rein rassistischer Sicht betrachten.

                Lassen Sie es sich gesagt sein: Die Sklaverei begleitet die Menschheit bereits lange vor der Erfindung von Ackerbau und Viehzucht und es ist das alleinige Verdienst des christlichen Abendlands, dass diese Form menschlicher Gewalt praktisch verschwunden ist. Das entschuldigt die andere Gewalt des Abendlands keineswegs, aber dies nicht sehen zu wollen und die Gewalttaten der eigenen Kultur zu verheimlichen oder zu verniedlichen, beweist genau den Charakter, der für eben diese Gewalt ursächlich ist.

                1. Das ist jetzt eine völlig andere Frage. Die Frage war ursprünglich, wo die Schrift und die Mathematik entstanden sind. Die Weiterentwicklung für die moderne Welt hat natürlich dort stattgefunden, wo durch Industrialisierung und Technisierung ein völlig neuer Bedarf an Berechnungen entstanden ist.

                  „Die Frage ist doch nur, warum eben diese alten Kulturen irgendwann diese Weiterentwicklung nicht geschafft haben.“

                  Die Antwort ist bekannt. Angefangen mit den Konqistadoren und dem Inkareich. Ja, warum hat es keine Weiterentwicklung mehr geschafft?

                  Die afrikanischen Reiche wurden fast alle völlig ausgelöscht. Die Europäer haben sie sogar aus der Geschichte gecancelt und tun so, als hätte es sie nie gegeben.

                  Indien hat noch gegen 1700 mehr Stahl produziert als ganz Europa und bildete zusammen mit China die Weltspitze. Die eigenständige Wirtschaft und Industrie wurde von den britischen Eroberern völlig zerstört.

                  China hatte die Opiumkriege und – schlimmer – die nach den Niederlagen aufgezwungenen „Freihandelsabkommen“. Damals „Kapitulationen“, was Vertrag mit mehreren Kapiteln bedeutete, genannt. Seit den „Kapitulationen“, die China und die Hohe Pforte unterzeichenen mußten, hat das Wort seine moderne Bedeutung bekommen.

                  Länder, die weniger oder nicht verheert wurden, kamen gegenüber der sich mit ihrem Beutesystem rasend entwickelnden westlichen Konkurrenz in Rückstand.

                  Das Elendsgebiet China hat nach dem Rauswurf der Rothaarigen Barbaren nur 60 Jahre gebraucht, wieder zur Weltspitze aufzuschließen und weitere 10 Jahre, um sie einzunehmen.

                  In Afrika konnten sich die Sklavenmeister und Kolonialherren als Neokolonialisten bis heute halten, werden aber nun überall herausgedrängt. Meine Vorhersage: Afrika wird sich rapide entwickeln, und Europa ohne seine Beutewirtschaft seinen Wohlstand und jeden Vorsprung verlieren.

  7. „Die Abschaffung der Sklaverei durch die Briten im Jahr 1834 folgte auf eine Reihe blutiger Unruhen. Die Zeitgenossen begrüßten das als einen Akt der Gerechtigkeit.“
    Nein, die Briten schafften die Sklaverei ab, weil sie sich nicht mehr lohnte!
    „Die Briten kaufen und verkaufen die Welt…“, Goethe zu Eckermann, darauf bezugnehmend.
    Wahrscheinlich werden sich Bärbock & Co. vordrängeln bei der Übernahme der Kosten.

    1. Die Abschaffung der Sklaverei ist der Ersatz von fixen durch variable Kosten. Wie die Miete einer Maschine samt Wartung statt Kauf. Nach Abschaffung der Sklaverei in den USA haben die jetzt freien Landarbeiter weiter den selben Job gemacht, nur konnten sie jetzt bei Arbeitsmangel entlassen werden.

      So einfach ist das, auch wenn es das moralische Gefühl verletzt.

  8. Es geht um Geld, um sehr viel Geld. Und sonst garnichts. Würde man denen das Geld geben, was würde damit passieren. Ich habe da einen gewissen begründeten Verdacht.

    Soweit ich weiß, haben die Europäer die Sklaven nur gekauft. Gefangen wurden sie von Afrikanern und Arabern und an die Küste gebracht. Araber und Europäer haben sie dann gekauft und zur Arbeit und anderem eingesetzt.

    Die Araber waren aber auch in Europa gefürchtete Sklavenjäger. Bisher habe ich aber von keinen Forderungen an sie gehört. Wir, also Europa, sollten diesbezüglich ebenfalls eine Rechnung aufmachen.

    Hatten die Römer nicht ebenfalls Sklaven aus all den von ihnen eroberten Ländern. Wer hatte denn eigentlich keine Sklaven im Laufe der Menschheitsgeschichte. Eventuell ergibt das gegenseitige Bezahlen am Ende gar ein Nullsummenspiel. Aber wie gesagt, versuchen kann man es ja mal was zu fordern. Und die „Westlichen“ suhlen sich aktuell ja geradezu in „ihrer“ Schuld. Gute Gelegenheit irgendwas abzubekommen.

    1. Typisch europäische Sichtweise. Man verwüstet eine Gegend, sucht sich dann einheimische Schufte als Komplizen, die finden sich in so einem geschaffenen Chaos immer, überläßt ihnen den schmutzigsten Teil des Geschäfts, und sagt: Die sind es, wir doch nicht.

      1. @ паровоз ИС20 578

        Das ist keine typische europäische Sichtweise.
        Das hielten alle Gruppierungen so, die damit vor allem an die früher wichtigste Geschäftsgrundlage kamen: an Macht und an möglichst viel davon.

        1. Die Europäer haben ganz Amerika von Grönland bis Feuerland erobert, ganz Australien, fast ganz Afrika und einen großen Teil Asiens. Gerade die Westeuropäer haben dabei eine Kriegswut und Grausamkeit gezeigt, die weltweit einzigartig ist. Und das durchgängig, 500 Jahre lang, von den Konquistadoren bis heute.

          Die Methode, erst die Länder zu zerstören, um dann einheimischen Schuften die unappetitlicheren Aufgaben zu überlassen, wurde durchgängig genutzt. Man denke an Merkel, Patin der Kopfabschneider und der Ukronazis.

          „Europa Hauptverantwortlicher für den Terror in Syrien“

          „Wir müssen mit einer einfachen Frage beginnen: Wer hat dieses Problem geschaffen? Warum haben Sie Flüchtlinge in Europa? Es ist eine einfache Frage: Wegen des Terrorismus, der von Europa unterstützt wird – und natürlich von den Vereinigten Staaten, der Türkei und anderen–, aber Europa war der Hauptakteur bei der Schaffung von Chaos in Syrien. Also, was herumgeht, kommt herum. …

          Weil sie öffentlich unterstützt haben, die EU hat die Terroristen in Syrien vom ersten Tag, der ersten Woche oder von Anfang an unterstützt. Sie beschuldigten die syrische Regierung, … schickten Waffen … Sie haben Waffen geschickt; sie haben dieses Chaos geschaffen.“

          President Assad’s Banned Interview with Rai 24: Europe Key Perpetrator of Terror in Syria
          December 9, 2019
          https://www.syrianews.cc/president-assads-banned-interview-with-rai-24-europe-key-perpetrator-of-terror-in-syria/

          1. Womit Herr Assad, den ich als klugen, charismatischen Staatsmann wahrnehme, sehr recht hat.
            Sie haben all dieses Chaos geschaffen und nicht nur in Syrien.
            Jetzt haben wir eben das Chaos im eigenen Land und der Wohlstand bröckelt…
            Nun ja……

            „What goes around, goes around, goes around
            Comes all the way back around“

            Also nicht schon wieder jammern und aufregen.

              1. „In Wirklichkeit ist der Westen völlig verwirrt. Er hat sich isoliert, oder genauer gesagt, er fährt blind fort, sich vom Rest der Welt zu isolieren. Selbst die Begriffe, die er mittlerweile verwendet, weisen auf diese Isolation hin. … Der Westen wird immer einsamer. Der Westen trifft sich mit dem Westen und applaudiert sich selbst.
                […]
                Ein Ende der westlichen Hegemonie wäre nur gerecht. Es wäre für alle von Vorteil, auch für die westlichen Völker, deren Beziehungen zu den anderen Völkern sich normalisieren würden.“

                La fin annoncée de l’hégémonie occidentale
                par Djamel Labidi, 9 Mar 2023
                http://www.lequotidien-oran.com/index.php?news=5319446

                Recht hat Labidi. Es wäre auch für uns im Westen besser, wenn „der Westen“ in sich selber und in seinem Verhältnis zur Außenwelt zur Normalität zurückfinden würde.

                So finde ich Assads Rede nicht gegen mich, sondern sehr gut. Ich war übrigens von Anfang an auf seiner Seite. Und ich möchte hier unseren Moralweltmeistern von Qatar danken, weil sie getan haben, was sie konnten, daß die anderen in der Arabischen Liga Assad besser verstehen.

          2. (…“Die Europäer…“
            **********************

            Du redest von Spaniern, Briten, Portugiesen und Holländern.

            Also hör auf, alle Europäer in Geiselhaft zu nehmen.

            Das ist intellektuell unredlich.

            1. Da sind auch Franzosen, Deutsche, Belgier, Italierner, Dänen. Die Oströmer / Byzantiner / Osmanen und die Russen haben sich nicht so wüst aufgeführt und nur ihre Reiche durch Eroberung ausgedehnt, wie es Reiche anderer Kontinente auch getan haben.

          3. @паровоз ИС20 578

            Eroberungen, Unterjochungen und Ausbeutungen geschahen weltweit und füllen Ganze Geschichtsbände. Das ist nichts Europaspezifisches.
            Und sie geschehen immer noch.

            (Wenn ich schreibe, dass alle Völker lange Zeit auf ausbeuterische und brutale Weise expandiert haben, sobald es ihnen möglich war, heißt das nicht, dass die Europäer eine Ansammlung von Unschuldslämmern sind.)

          4. Sie sollten sich wirklich mal mit der Eroberung Indiens durch den Islam beschäftigen.

            Ich bin meinen Vorfahren dankbar dafür, dass sie die Eroberung Europas durch die Araber verhindert haben. Und der Sieg über die Türken vor Wien war die Voraussetzung dafür, dass Sie erstens leben können, denn mit der arabischen Medizin wäre das ebenso wenig möglich gewesen wie die Ernährung dieser Zahl von Menschen auf der Welt, und zweitens, dass Sie Ihre Meinung in einem elektronischen Medium kund tun können.

            Denn das Osmanische Reich war wie kein zweites wissenschaftsfeindlich. Beispiel: „Aufgrund religiöser Einwände verbot Sultan Bayezid II. 1483 das Drucken auf Arabisch im Osmanischen Reich bei Todesstrafe.“

            Merke: Die Welt ist, wie sie ist, weil sie war, wie sie war. Es steht Ihnen frei zu meinen, es sei besser, die Welt wäre so, als habe es keinen Kolonialismus europäischer Prägung gegeben und Sie wären daher nicht geboren worden. Aber mit Ihren Ausführungen spielen Sie das gleiche Spiel wie Ihre Gegner und merken Ihren eigenen Rassismus nicht.

            Es ist etwas anderes, die eigene politisch und intellektuelle Gegenwart zu kritisieren, denn die Zukunft ist offen und kann noch beeinflusst werden. Die Welt wird sein, wie sie wird, wenn getan wird, was sie besser macht.

      2. Sie scheinen die Europäer im speziell nicht zu mögen. Ansonsten ist ihre Wahrnehmung nicht ganz unvoreingenommen. Es stimmt, die Europäer haben erobert und unterjocht. Aber nur die oder die besonders übel? Nein, ich denke nicht. Die Menschen waren zu allen Zeiten und überall gleich.

        Die Indianer Nord- und Südamerikas haben sich auch vor den Europäern fleißig gegenseitig unterjocht und massakriert. Die hatten auch gegenseitig sogar Sklaven. Die Asiaten unterjocht und massakriert ebenfalls. Russland war mal so groß wie Bayern. Und, siehe heute. Die haben wohl nicht alle freiwillig den Anschluß beantragt. Russland ging mal bis Hawaii hinunter.

        Und außerdem und überhaupt, die heute Lebenden haben sowohl mit der Sklaverei als auch mit der Eroberung von damals, nix, aber auch gar nix zu tun. Meine Vorfahren wurden aus den deutschen Ostgebieten vertrieben. Völkerrechtswidrig! Komischerweise kam es mir bis heute, ich betone, bis heute, noch nicht in den Sinn, von den heute dort lebenden Polen oder Tschechen Geld zu verlangen. Das wäre meiner Meinung nach nicht nur widersinnig, sondern würde auch nur neues Unrecht bewirken. Vorbei ist vorbei.

        Und so sollten wir es global halten. Wir könnten aber durchaus mal die aktuelle Wirtschaftspraxis mit ihren Freihandelsbetrügereien überdenken. Ein gemeinsames gerechteres Miteinander, ein gegenseitiges Fördern usw. wäre durchaus wünschenswert und machbar. Aber einfach nur Geld fordern – nein!

  9. Was Sklaverei betrifft, da müssen noch ganz andere auf die Anklagebank. Das was in der Karibik passierte, ist ja nur die offene für jeden sichtbare Sklaverei. Es gibt aber auch versteckte formen von Sklaverei. Beispielsweise das Fiat Geldsystem die sogenannte Parlamentarische Demokratie und viele andere Systeme bei denen den Menschen vorgegaukelt wird das sie frei und unabhängig sind aber sie aus der not heraus in Abhängigkeiten getrieben werden. Alles Formen der Sklaverei. Was übrigens Namibia betrifft, das ist der Gipfel der Unverschämtheit. Als Deutsche Siedler das Land nahmen waren dort höchstens ein paar Buschmänner ansonsten war das Land unbesiedelt, weil es kein Wasser gab. Das änderte sich als Deutsche Siedler kamen und Brunnen bauten. Damit war das Land für die Viehzucht nutzbar. Die Deutschen holten die Herero und Nama ins Land weil die sich mit Viehzucht auskannten. Später wurden diese dann von den Engländern zu einem Aufstand angestachelt. Der wurde durch eine winzig kleine Deutsche Garnison beendet, indem sie die Herero und Nama vor sich her trieben. Die Leute waren so dumm das sie das geraubte Vieh nicht einfach laufen lassen haben und sich selbst in Sicherheit gebracht haben. Die Nächste Wasserstelle war zu Fuß ohne Vieh bequem zu erreichen, mit Vieh jedoch nicht. die situation die dadurch entstand war die des Affen der gefangen wurde weil er den stein in der Kokusnuss nicht loslassen wollte, ohne den er seine Hand leicht aus der Nuss hätte ziehen können. Die Herero und Nama wollten ihre Beute nicht hergeben, ohne die sie leicht hätten entkommen können. Das wird heute verschwiegen weil ja die Deutschen von Grund auf böse sind, so ist das Narrativ wenigstens.

    1. die Herrero hatten eine Streitmacht von rund 28.000 Kämpfern, die Deutschen nicht mal 1500 gut ausgebildete Soldaten. Diese Herrero Streitmacht wurde gestellt am Rande der Wüste und vernichtend geschlagen. Der Rest wollte durch die Wüste zu den Engländern, was aber nur wenige geschafft haben. Die deutschen Soldaten hielten den Wüstenrand besetzt und die Herrero wollten sich nicht ergeben und kamen in der Wüste ums Leben

  10. Die Karibik-Staaten können ihre Forderung auf Entschädigung vergessen, bestenfalls werden sie mit einigen Brosamen abgespeist, damit die Nachfolger und Nutzniesser der Sklaverei sich als Einsichtige präsentieren können, die bereit sind Verantwortung zu übernehmen.

    Ganz abgesehen davon, dass echte Entschädigung die ehemaligen Sklavenhalter ruinieren würde, so fehlt den Karibik-Staaten die Macht um ihren rechtlichen Anspruch durchzusetzen.

      1. Eben dieses ist das ewig gleiche Problem.
        Derartige Schulden sollten nur moralischer Natur sein und dadurch abgetragen werden, dass die Schuldner, also diejenigen Eliten die vor allen Anderen daran unermesslich reich geworden sind, einen angemessenen Teil ihres Reichtums in einer „nachhaltigen“ Art und Weise für sinnvolle „Wiedergutmachung“ einzusetzen.

        Dass das extrem schwer zu realisieren sein wird ist mir durchaus klar.

  11. “ Einer der jüngsten Vorschläge der Karibik lautet: die Schulden nicht per Scheck, sondern durch Technologietransfer zur Überwindung der Unterentwicklung zu begleichen.“

    Vor dem Technologietransfer steht die Bildung beziehungsweise die Ausbildung und der Aufbau von Technikerschulen oder diesbezügliche Bildungangebote von anderen Ländern.
    Es nützt nichts, wenn mit der Technik nicht umgegegangen werden kann und es niemanden gibt, der diese bedienen und notfalls reparieren kann.
    Dann stehen überall früher oder später nur nutzlose kaputte Gerätschaften herum.
    Dafür gibt es leider traurige Beispiele.

  12. Rußland-Afrika-Gipfel: Ibrahim Traoré fordert seine afrikanischen Kollegen auf, sich nicht mehr wie Marionetten zu verhalten.

    Der Staatschef, Hauptmann Ibrahim Traoré, sprach am Freitag, den 28. Juli 2023, auf dem zweiten Gipfeltreffen „Rußland-Afrika“. Wir dokumentieren seine Rede in voller Länge.

    Genosse [Camarade] Präsident Wladimir PUTIN ;

    Genossen afrikanische Präsidenten und Staatschefs ;

    Genossen Delegationsleiter ;

    Guten Tag,

    Es ist eine Ehre für mich, hier zu sprechen und Ihnen den brüderlichen Gruß des Volkes des Landes der aufrechten Menschen [ = Burkina Faso] zu übermitteln.

    Genossen,

    Ich habe ein paar Fragen aus meiner Generation. Tausend und eine Frage, die wir uns stellen. Aber wir haben keine Antworten. … Wir fühlen uns insofern als Familie, als Rußland auch eine Familie für Afrika ist. Es ist eine Familie, weil wir die gleiche Geschichte haben.

    Rußland hat während des Zweiten Weltkriegs enorme Opfer gebracht, um die Welt vom Nationalsozialismus zu befreien. Die afrikanischen Völker, unsere Großväter wurden ebenfalls gewaltsam deportiert, um Europa dabei zu helfen, sich vom Nazismus zu befreien.

    Wir teilen die gleiche Geschichte in dem Sinne, daß wir die vergessenen Völker der Welt sind. Ob in Geschichtsbüchern, Dokumentarfilmen oder Filmen, die führende Rolle, die Rußland und Afrika im Kampf gegen den Nationalsozialismus gespielt haben, wird oft unter den Teppich gekehrt.
    […]
    Die Fragen, die sich meine Generation stellt, lauten, wenn ich mich kurz fassen darf, daß sie nicht verstehen, wie Afrika mit so vielen Reichtümern auf seinem Boden, mit einer großzügigen Natur, mit Wasser, Sonne im Überfluss, Afrika heute der ärmste Kontinent ist? Ist Afrika ein hungernder Kontinent? Und wie kommt es, daß unsere Staatschefs durch die Welt reisen, um zu betteln? Dies sind Fragen, die wir uns stellen und auf die wir bislang keine Antworten haben.
    […]
    Meine Generation beauftragt mich auch zu sagen, daß sie aufgrund von Armut gezwungen ist, den Ozean zu überqueren, um zu versuchen, nach Europa zu gelangen. Sie stirbt im Ozean. Aber daß sie demnächst nicht mehr in den Ozean gehen wird, weil sie vor unseren Palästen stehen wird, um ihr tägliches Brot zu suchen.

    Was Burkina Faso betrifft, so sind wir heute seit mehr als acht Jahren mit der barbarischsten, gewalttätigsten Erscheinungsform des Neokolonialismus, des Imperialismus konfrontiert; der Sklaverei, die man uns aufzwingen will. Unsere Vorfahren haben uns eines gelehrt: „Ein Sklave, der nicht in der Lage ist, seine Revolte anzunehmen, verdient es nicht, daß man ihn bemitleidet.“ Wir bemitleiden uns nicht selbst, wir verlangen nicht, daß jemand unser Schicksal bemitleidet.

    Das burkinische Volk hat beschlossen zu kämpfen: gegen die terroristische Hydra zu kämpfen, um seine Entwicklung wieder in Gang zu bringen. In diesem Kampf haben sich tapfere Menschen dazu verpflichtet, angesichts des Terrorismus zu den Waffen zu greifen. Diejenigen, die wir liebevoll die VDP, die Freiwilligen für die Verteidigung des Vaterlandes, genannt haben.

    Wir sind überrascht, daß Imperialisten diese VDPs als Milizen jeglicher Art bezeichnen. Das ist enttäuschend, denn wenn in Europa Völker zu den Waffen greifen, um ihre Heimat zu verteidigen, werden sie als Patrioten bezeichnet.

    Unsere Großväter wurden deportiert, um Europa zu retten. Das geschah nicht mit ihrer Zustimmung, sondern gegen ihren Willen. Aber bei der Rückkehr erinnert man sich gut daran, daß sie in Thiaroye, als sie ihre elementaren Rechte einfordern wollten, massakriert wurden….

    Wenn wir, die Völker, beschließen, uns zu verteidigen, werden wir als Milizen bezeichnet. Aber das ist nicht das Problem. Das Problem ist, daß wir afrikanische Staatsoberhäupter sehen, die diesen Völkern, die kämpfen, nichts bringen, aber das gleiche Lied singen wie die Imperialisten, indem sie uns als Milizen bezeichnen, uns als Menschen bezeichnen, die die Menschenrechte nicht respektieren. Von welchen Menschenrechten sprechen wir? Wir nehmen daran Anstoß und es ist beschämend.

    Wir afrikanischen Staatschefs müssen aufhören, uns wie Marionetten zu verhalten, die jedes Mal tanzen, wenn die Imperialisten an den Fäden ziehen.
    […]
    Ich werde nicht sehr lange brauchen,

    die zur Verfügung stehende Zeit ist kurz, aber ich möchte schließen, indem ich sage, daß wir unseren Völkern Ehre erweisen müssen, unseren Völkern, die kämpfen.

    Ruhm unseren Völkern
    Würde unseren Völkern
    Sieg unseren Völkern

    Vaterland oder Tod, wir werden siegen !
    [La patrie ou la mort, nous vaincrons !]

    Vielen Dank, Genossen.

    30 juillet 2023
    2e Sommet « Russie-Afrique » : Ibrahim Traoré invite ses pairs africains à arrêter de se comporter en marionnettes
    https://lefaso.net/spip.php?article123177

    1. @паровоз ИС20 578

      Das ist entschieden zu einseitig.
      Viele afrikanischen Probleme sind hausgemacht und gebildete Afrikaner wissen das.

      Diese unsägliche Rede ist dummes Kriegsgeschrei und den Preis bezahlen wie immer die Völker.
      Nicht die afrikanischen Millionäre und nicht die korrupten Regierungsmitglieder und schon gar nicht diejenigen die dann ihre Interessen durchdrücken wollen.

      1. Burkina Faso hat wegen des Terrorismus, der eindeutig und offen bekannt von der EU betrieben wird (besonders Frankreich und Deutschland), rund drei Millionen Binnenvertriebene auf 20 Mio Einwohner. Der Krieg ist längst dort und kommt – wie üblich – von hier.

        „Diese unsägliche Rede ist dummes Kriegsgeschrei“ – weshalb? Burkina Faso wirft uns heraus, hat aber keine Absicht, uns den Krieg zu erklären.

        Natürlich erwarten die Burkinabè von ihrer Regierung und ihrem Militär, die Terroristen zu bekämpfen. Würden wir das nicht auch erwarten in so einer Situation? Wenn fremde Mächte mit Hilfe von Terroristen unser Land verwüsten, um es ausplündern zu können, und wenn wir 15% Binnenflüchtlinge hätten?

        Die Zeile
        La patrie ou la mort, nous vaincrons !
        stammt übrigens aus der Nationalhymne, Ditanyè, die der Präsident Thomas Sankara 1984 geschrieben hat. Der ließ Obervolta auch in Burkina Faso, Vaterland der Aufrechten, umbenennen.

        Ibrahim Traoré steht in der Tradition Thomas Sankaras, und beide werden in der Region als Hoffnung gesehen, wie auch Assimi Goita von Mali. Der Staatsstreich in Niger ist diesem Vorbild gefolgt.

        Ibrahim Traoré ist ein brillianter Mann, eine Ausnahmepersönlichkeit. Das gilt auch für den Premier, Apollinaire Joachimson Kyélem de Tambèla.

        Traorés Rede ist typisch panafrikanisch. So denken sie dort. So reden sie dort. Im gleichen Ton sind auch viele Leserkommentare in den Zeitungen. Sie haben Gründe dafür. Wir müssen das als Realität zur Kenntnis nehmen.

        Hier ist die Rede als Video. Die Kraft, das Vertrauen, das sie gibt, und die Zuneigung, die Afrikaner dabei empfinden (und ich auch) kommen dabei auf eine andere Art zur Geltung. Beides. Wort für Wort genau lesen als Text sollte man sie auch.

        Discours du Capitaine Ibrahim Traoré, président du Burkina Faso, au sommet Russia-Africa
        Lefasonet, 28.07.2023
        https://youtu.be/0wNeB2DK3QI

      2. Hier ist Sankara in der Version einer Zeitung, der Barack Obama nahesteht. Ein seltsamer Mann. Als Präsident ein Neokolonialist, der (gefühlt) jede Woche einen neuen Imperialkrieg angezettelt hat. Privat ist er antiimperialistischen und panafrikanischen Ideen nicht abgeneigt.

        — Thomas Isidore Noël Sankara

        Thomas Sankara war der revolutionäre Präsident von Burkina Faso von 1983 bis 1987, als er durch einen Staatsstreich unter der Führung von Blaise Compaoré ermordet wurde. Sankara, der eine Militäruniform trug und einen marxistischen Diskurs vertrat, wird oft als „Afrikas Che Guevara“ bezeichnet. Sankara kam im Alter von nur 33 Jahren durch einen von der Bevölkerung unterstützten Staatsstreich an die Macht, mit dem Ziel, die Korruption und die Vorherrschaft der ehemaligen französischen Kolonialmacht zu beseitigen. Er startete einige der ehrgeizigsten Sozial- und Wirtschaftsprogramme der modernen afrikanischen Geschichte.
        […]
        Kush Fanikiso, Mar 1, 2018
        https://medium.com/@makushline/thomas-sankara-31ce5bacacff

      3. Sagen wir es mal so. Keinen blassen Dunast von der Problematik an sich und den Problemen in Burkina Faso im Konreten. Also nur dummes Geschwätz, um irgend etwas zu schreiben.
        Hast Du eine abgeschlossene Wohnung?
        Hast Du fleßend Wasser aus der Leitung in dieser Wohnung?
        Hast Du eine Toilette mit Wasserspülung in Deiner Wohnung?
        Hast du elektrisches Licht?
        Hast Du ein ausreichendes Einkommen jeden Monat?
        Hast Du medizinische Betreuung?
        Hast Du … ?
        Mindestens die Hälfte der Bevölkerung von Burkina Faso, Mali, Niger, Tschad und … hat das nicht.
        Solch ein dummes Gelabere von Dir kann einem doch auf den Geist gehen.
        Die Militärs in diesen Ländern sind wohl die bestgebildeten Bürger dieser Länder, die das ändern wollen, daß ihre Familien weiter im Elend leben sollen oder nach Europa emigrieren, was auch keine Lösung des Problems ist.
        Hast wohl keinerlei Kenntnissen, seit wievielen Jahrzehnten die ehemaligen Kolonialmächten sich weiterhin genauso benehmen und die Bodenschätze plündern und die Arbeiter in den Minen oder auf den Feldern wie Sklaven halten.

  13. Und wenn nun gezahlt wird, viel weniger als gefordert ohnehin, was dann?
    Machen die aktuellen Bewohner dann Urlaub auf einer anderen Karibikinsel? 😉

    Besser: Eine Staatengemeinschaft gründen und den BRICS beitreten. Sanktnimmerlein ist bezüglich der Entwicklung dann vielleicht nicht mehr ganz so weit hin.

  14. Wäre Kolumbus umgekehrt, als er auf Einwohner getroffen war, würden die in der karibik und dem Festland immer noch hinterm Mond leben. Es gäbe keine Pferde, Rinder, Ziegen, Hühner, nur Truthähne und Lamas. Und auf den Karibik-Inseln würden die mit Einbäumen zum Fischen gehen und sich . Wenn sie nicht wie die Bewohner der Osterinseln ausgestorben wären, weil sie alles abgeholzt hätten.

    Als die Europäer die Seefahrt entdeckt haben, das waren Portugiesen, Spanier, Engländer, war die Welt unerforscht. Afrika war Wildnis, unentdecktes Land. Was hätten die machen sollen, umkehren, als sie auf Eingeborene stießen?

    Die „Indianer“ waren alles andere als zivilisiert, Opferkulte und Kannibalismus waren da ziemlich normal. Ich will nicht sagen, daß da nicht vieles schief gelaufen ist, aber aus Sicht der Europäer waren die Ureinwohner Wilde.
    Als Kolumbus auf seiner ersten Reise vor der Insel Hispaniola ankerte, notierte er in seinem Logbuch am 23. November 1492, dass die Einwohner dieser Insel in steter Furcht vor den Caniba oder Canima lebten, den angeblich einäugigen, hundsgesichtigen und menschenfressenden Einwohnern der Nachbarinsel Bohío.
    Man kann ja nun schlecht die heutige Wokeness auf andere zeiten übertragen. Und schlußendlich bringen die sich in Afrika alle gegenseitig um. Huttus gegen Tutsis, die Stammesfehden sind da ziemlich blutig. Die beuten sich da auch untereinander aus. Das soll nichts entschuldigen.

    Den edlen Wilden gab es nie. Wer sich mit der indianischen Kultur, Majas, Inkas, Olmeken, Azteken usw. beschäftigt, wird eher erschreckt sein, wie rüpelhaft der Umgang miteinander war, Menschenopfer waren an der Tagesordnung.

    Außerdem passiert nun dasselbe wie im auslaufenden Mittelalter. Wenn man es ehrlich meinte, müßte die Raumfahrt gestoppt werden. Vielleicht gehört der Mars ja jemanden, und wenn es nur eine Mikrobe ist? Oder darf man die einfach umbringen?

    1. @hauke

      „Die „Indianer“ waren alles andere als zivilisiert, Opferkulte und Kannibalismus waren da ziemlich normal. Ich will nicht sagen, daß da nicht vieles schief gelaufen ist, aber aus Sicht der Europäer waren die Ureinwohner Wilde.“

      Diese Sichtweise schafft aber grundsätzlich keine Berechtigung zu Mord und Totschlag.
      Wenn ein Dieb bestohlen wird ist das noch immer Diebstahl.
      Wenn ein Mörder ermordet wird ist das noch immer Mord.
      Im Übrigen machten es sich die Europäer mit der Entmenschlichung nur einfach.
      Sogenannte Wilde waren keine Menschen, deren Gefilde und Güter konnten deshalb problemlos einkassiert und Absprachen und Verträge gebrochen werden.
      Und darum ging es.
      Um groß angelegten Diebstahl.
      Mit inbegriffen dabei war häufig der Raubmord.

    2. „Als die Europäer die Seefahrt entdeckt haben, das waren Portugiesen, Spanier, Engländer, war die Welt unerforscht. Afrika war Wildnis, unentdecktes Land.“

      Sie haben sehr eigene Vorstellungen. Die Europäer haben einen Weg nach Indien, Cipango, ins „Reich des Großkhan“ (China) gesucht, weil sie an die Waren von dort nur über andere Seefahrer herankamen. Sie wollten also mit afrikanischen und asiatischen Seefahrern gleichziehen. Auch Amerika war bereits vor Kolumbus bekannt.

      China und Kenia haben schon vor 600 Jahren diplomatische Beziehungen gehabt, als das größte Schiff der Welt des Seefahrers Zheng He das Königreich Malindi besuchte. Das weitere ist als „Giraffendiplomatie“ in die Geschichtsbücher eingegangen.

      How a gift of giraffes initiated diplomatic relations between African states and China
      https://face2faceafrica.com/article/how-a-gift-of-giraffes-initiated-diplomatic-relations-between-african-states-and-china

      Vor 30 Jahren waren die afrikanischen Reiche in Deutschland noch bekannt, das „Haack Kartenbuch Afrika“, Gotha 1989, gibt eine gute Darstellung. Danach wurden sie hier aus der Geschichte gestrichen. Für die Außenwelt hat es sie aber auch heute noch gegeben.

  15. DOPPELMORAL

    ist es auch die nicht weniger Sklaven mit weißer Hautfarbe zu leugnen.

    ist es so zu tun als wäre die Kolonialzeit etwas das keine Vorteile gebracht hat.

    ist es so zu tun als wären die nicht vor allem selbst für ihre Probleme verantwortlich.

    ist es so zu tun als wäre man selbst betroffen und nicht Menschen die seit Generationen tot sind.
    (naja, jedenfalls ist das dumm und dreist)

    ist es für Schäden eine Entschädigung zu wollen die einen selbst nicht betreffen.

    ist es so zu tun als ob wir heute noch irgendwas damit zu tun hätten.

    ist es zu warten bis das Stimmungsklima gut ist um mit seinen Forderungen anzukommen.

    ist es die Verjährung zu ignorieren.

    ist es die Hilfe zu ignorieren, die diese und andere Shitholes über viele Jahre erhalten haben.

    ist es so zu tun als hätte nur der Westen Sklaven gehabt.

    https://www.youtube.com/watch?v=9NJZoIjVwrg

    1. @jsm36

      „…ist es so zu tun als ob wir heute noch irgendwas damit zu tun hätten.“

      Wenn wir ein Mobiltelefon kaufen, dessen Rohstoffe aus einer schlecht bezahlten Arbeit unter unsäglichen Bedingungen stammt, haben wir etwas damit zu tun.
      Wenn Berge von Müll gegen geringes Entgelt in einem Land gelagert werden und dort die Umgebung verseuchen, haben wir etwas damit zu tun.
      Wenn wir für wenig Geld Blumen kaufen, die anstelle von notwendigen Nahrungsmitteln und unter Einsatz von giftigen Pestiziden, die gesundheitliche Probleme verursachen, angebaut werden, haben wir etwas damit zu tun.

      Aber es kann nur darum gehen, diese Zustände zu ändern.
      Geld irgendwo ohne Gegenleistung hingeben, wird schon seit Jahrzehnten versucht und bringt den Menschen nur Unselbständigkeit.

      Diese Forderungen nach Entschädigungen sind bloß Forderungen einer politischen Gruppierung, die an die Macht kommen oder diese erhalten will.
      Die Milliarden an Entwicklungshilfe, die bereits gezahlt wurden, übersteigen die Reparationsforderungen bei weitem.
      Wir sollten bei der nächsten Forderung aufrechnen und etwas zurückverlangen.

  16. Wann fordern die Deutschen Entschädigung für Kolonialisierung und Sklavenarbeit?

    Während der französischen Besatzung war Deutschland französische Kolonie und wurde ausgeplündert. Die ganze Raubkunst muss zurückgefordert werden. Für den Abtransport von Waren, landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Unterhalt der französischen Truppen muss eine entsprechende Entschädigung gezahlt werden. Für die Abtretung der linksrheinischen Gebiete an Frankreich muss ein Ausgleich gezahlt werden. Für die Zwangsrekrutierung (Versklavung) deutscher Männer für französische Truppen muss eine Entschädigung gezahlt werden, für Gefallene mehr.

    Seit 1945 ist Deutschland Kolonie. Ausgeplündert von Franzosen, Engländern, Russen und US-Amerikanern. Zur Zeit in verstärkten Maße wieder von US-Amerikanern, bzw. Zionisten. Alle wiederrechtlich angeeigneten=geraubten Auslandsbesitzungen und Vermögen müssen ersetzt werden, gestohlene Ländereien ebenfalls. Die aus Deutschland abgezogenen Mittel für kriminelle Vereinigungen wie die EU oder die Uno, die die wiederrechtlich aufgezwungene Finanzierung anderer europäischer Staaten muß ersetzt werden.

    Wenn es ein ausgeplündertes kolonialisiertes Land gibt, dann ist es Deutschland.

    Die Ausplünderungen während des 30-jährigen Krieges und nach dem 1. Weltkrieg sind da noch gar nicht eingerechnet.

  17. Alle heute bestehenden Grenzen sind das Ergebnis von Auseinandersetzungen und Kriegen.
    Dabei gab es immer Gewinner und ergo Verlierer und viel Ungerechtigkeit.
    Und es gab immer ein davor.
    Wie weit will man bei der Suche nach „Gerechtigkeit“ zurückgehen ? … immer gab es eine Geschichte davor, welche eben wiederum ein davor hatte …
    Man landet bei den Türken, die den Balkan lange Zeit beherrschten, oder den Hunnen, die raubend und mordend Europa tyrannisierten, oder den Römern, die nun wirklich alles an sich rissen was da mal war …
    Sinnlos das Ganze > es muss ein Schlussstrich her !

  18. Gut – aber wir müssen dann unbedingt auch einmal über die Entschädigung von Weißen sprechen, die seinerzeit in arabischen Ländern als Sklaven gehalten wurden!
    Ich erkläre mich bereit, die Zahlungen im Namen aller weißen Sklaven entgegenzunehmen!

  19. Sieht düster aus für Deutschland: Forderungen der Hereros in Namibia und wohl weitere ehemalige deutsche Kolonien in Afrika. Reparationen in Billionenhöhe an Polen.
    Und nun via EU als deren Höchtzahler auch Regress für die Sklaverei in der Karibik. Saß GB eigentlich auch mit am Tisch bei den Besprächen mit der CELAC ?

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