Politico: F-16-Kampfjets sind für die Ukraine nicht mehr relevant

Ukrainische Offiziere, die von Politico zitiert werden, nennen die Vorbereitung der russischen Armee auf das mögliche Auftauchen von F-16 auf dem Schlachtfeld als Grund für den Verlust der Relevanz der Kampfjets

Die amerikanischen F-16-Kampfjets sind für die ukrainische Armee nicht mehr relevant. Diese Meinung äußerten ukrainische Offiziere in einem Gespräch mit der europäischen Ausgabe von Politico.

„Oft bekommen wir Waffensysteme einfach nicht zu dem Zeitpunkt, zu dem wir sie brauchen – sie kommen, wenn sie nicht mehr relevant sind. Jede Waffe hat ihre Zeit. Die F-16 hätten wir 2023 gebraucht, und 2024 sind sie nicht mehr einsetzbar“, so einer der Gesprächspartner der Zeitung.

Ukrainische Offiziere nennen die Vorbereitung der russischen Armee auf das mögliche Auftauchen von F-16 auf dem Schlachtfeld als Grund für den Verlust der Relevanz der Kampfjets. Ihnen zufolge berechnen die russischen Streitkräfte aktiv günstige Positionen für die Stationierung von S-400-Komplexen, um die Zone möglicher Abschüsse der Kampfjets maximal zu vergrößern und sie so weit wie möglich von der Frontlinie und logistischen Zentren entfernt zu halten.

Einschätzungen von ukrainischen Offizieren deuten darauf hin, dass die Vorhersagen des Eigentümers von X (ehemals Twitter) Elon Musk über den möglichen Verlust von Odessa und des Zugangs zum Schwarzen Meer durch die Ukraine im Falle einer Fortsetzung des Konflikts zutreffen könnten, so Politico.

Die Ukraine bittet ihre Partner seit langem, ihr F-16-Kampfjets zu geben. Der Westen betont jedoch, dass es unmöglich ist, Kiew diese Flugzeuge zu liefern, ohne dass die Piloten und das Bodenpersonal zuvor entsprechend ausgebildet wurden. Dänemark, die Niederlande, die USA und mehrere andere westliche Länder sind inzwischen aktiv an der Ausbildung ukrainischer Piloten beteiligt.

Am 31. März erklärte Musk, die Ukraine riskiere, Odessa und den Zugang zum Schwarzen Meer zu verlieren, wenn sie nicht zu Verhandlungen mit Russland bereit sei. „Es bleibt fraglich, ob die Ukraine den Zugang zum Schwarzen Meer verlieren wird oder nicht. Ich würde empfehlen, die Situation durch Verhandlungen zu lösen, bevor das passiert“, schrieb er auf X.

Übersetzung aus der russischen Nachrichtenagentur TASS


Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

14 Antworten

  1. Die Dinger waren für die nie Relevant. Schon allein, weil die Triebwerksansaugung so tief liegt, das jedes Stäubchen
    auf der Startbahn angesaugt wird.
    Sie hätten von Australien 40 F15 haben können. Die waren ihnen aber offenbar nicht gut genug
    Wer nicht will…

    1. Herr Weiler, dann kennen Sie sicherlich auch dieses Zitat Elon Musks!?

      Hier in Bezug auf den Reg.-Sturz 2020 des demokratisch gewählten Präsidenten Boliviens -> Evo Morales <- (im Übrigen erster Angehöriger eines Indianerstammes, der das Amt eines Staatspräsidenten erreichte):

      "We will coup whoever we want."

      “Wir putschen gegen jeden, wann immer wir wollen."

      – Elon Musk

      1. @TriMartolod, sehr treffend bemerkt, aber wir vergessen schnell.
        Mit seinem Starlink und den Tesla-Spionagekisten hat dieser Kerl Informationen, da werden sogar die Fritzen der CIA und im Pentagon neidisch. Zudem ist die Jankee-Armee und die NATO durch Starlink in einem gewissen Grad von ihm abhängig. Dass ihm die aktuelle, durchaus erfreuliche Entwicklung in Bolivien mit seinen Bodenschätzen, nicht nur Lithium, nicht passt, liegt auf der Hand. Mit Twitter schleimt er sich beim Konsumenten ein, wobei seine Post’s dort – eben mit seinem Hintergrundwissen – stets mindesten beachtenswert sind. Der Rattenfänger schlechthin!

    2. Was Tusk sagt, habe ich schon vor einem Jahr und zig Mal geschrieben. Die RF muss die gebiete Odessa und Nikolajev besetzen um den Zugang zu Transnistrien zu sichern und eine Landkorridor zwischen der Ostsee und dem Schwarzen Meer über Polen und UA zu verhindern. Dann gibt’s Ruhe im Karton.

      1. Wegen der Politik des Völkermordes durch Kiew und seine Sponsoren werden alle russischsprachigen Gebiete der Ukraine wieder russisch werden. Wie die EU immer betont, gegenüber einer Partei die Volk und Sprache säubert, kann es kein appeasement geben.
        Gerade von einheimischen gehört: sogar Tscherkassy ist ein russischsprachiges Gebiet.

  2. F-16 oder jedes andere Kampfflugzeug ist für einen kriegsteinehmer nur solange relevant, als er seine Luftflotte durch hinreichende Stückzahlen sowohl gegen fremde Jäger wie auch seine Infrastruktur gegen Zerstörung verteidigen kann!
    Das ist in der Ukraine gegenüber nicht abfangbaren Hyperschallprojektilen wie auch mit den geringen Stückzahlen an Jägern quasi aussichtslos! Wer z.b. bei barcuffz mal die ein oder anderen kriegstagebücher sich angehört hat, wird das am Beispiel für die deutsche Wehrmacht nur bestätigen können!
    In Deutschland müssten dann in den letzten Kriegstagen z.B. während des Angriffes auf Dresden die letzten Jäger auch wegen Treibstoffmangels am Boden bleiben!
    Der deutschen Diensten waren die Stückzahlen der britischen und us fertigung an Bombern durchaus bekannt, aber der Obergefreite weigerte sich das zu glauben als ihn Milch 1941 damit konfrontierte, denn das hätte bedeutet nur noch Jäger und keine Bomber mehr zu bauen ab 41!

    Fazit: Der Zug ist längst abgefahren und würde nur unnötige Ressourcen verschwenden! Deshalb hat ja Dänemark wohl auch bereits seine Stückzahlen drastisch reduziert!?
    P

  3. Hab mir schon lange gedacht: Wozu ne handvoll Ukrainer trainieren, wenn man eh selber rein geht? Der Krieg schappt jetzt in zentraleuropäischen Gebiete über. Das wird ne Party!🥳💀👻

  4. Was riskiert die Ukraine ?
    Odessa wird auf jedenfall vom Russen übernommen !
    Die ganze Strategie ist darauf ausgelegt das Odessa zum Finale übernommen wird , da lässt sich der Russe die Wurst nicht vom Brot klauen !
    Verhandlungen , wenn es Die überhaupt geben wird , werden das nicht verhindern !
    Der Russe räumt gerade in der Ukraine eh kräftig auf , Der hat auch kein Problem auch F16 aufzuräumen und das weiß man in der Ukraine und im Westen !
    Man ist im Westen wohl etwas zurückhaltender geworden als Kunde des Schrottplatz Ukraine weiter Material zur Verschrottung zu liefern !

  5. Die russische Marine braucht Odessa in der eigenen Hand und die Option bis zur EU Außengrenze vorzurücken hat einen großen Vorteil, die angrenzenden Staaten haben dann eine wirtschaftliche Option, dem untergang zu entgehen!

  6. Hätten Ukraine alles das besetzt, was wo Russen (noch) nicht waren, wären Russen jetzt ’nich dooh!‘ sogg’s an Weaner, wo jetzt plötzell sünd! — does z‘ repairn schofft … no meeär f-16 no meeär … no abba … f-17 !! Füll ih! in maia hos’n!

  7. Am 31. März erklärte Musk, die Ukraine riskiere, Odessa und den Zugang zum Schwarzen Meer zu verlieren, wenn sie nicht zu Verhandlungen mit Russland bereit sei. „Es bleibt fraglich, ob die Ukraine den Zugang zum Schwarzen Meer verlieren wird oder nicht. Ich würde empfehlen, die Situation durch Verhandlungen zu lösen, bevor das passiert“, schrieb er auf X.

    Yo! Mal wieder eine sinnlose Aussage von Musk… die häufen sich in letzter Zeit!

    Vermutlich würden die Russen die Übergabe von Odessa zur Bedingung für einen Waffenstillstand machen. Mit so einer Schlussfolgerung wären die zwei verwendeten Hirnzellen aber schon überfordert.

    Erinnert mich auch irgendwie an die Aussage von Musk, Russland könne doch die Krim behalten, wenn die Ukraine den Rest zurückbekommt… war genauso geistig wertvoll.
    ___

    Und was den eigentlichen Teil des Anti-Spiegel Beitrags betrifft:

    Wie billig ist es denn, sich als ukrainischer Offizier hinzustellen und zu behaupten, dass die F-16 nur relevant waren, als die Russen noch nicht damit rechnen mussten und sich daher nicht auf diese Sinnlosigkeit eingestellt haben. Lernt man sowas in der Militärakademie? Klar hätte jder gerne, dass Gewinne vom Himmel fallen… es also bspw. einfach mal ukrainische Abrams-Besatzungen regnet… oder dass man kostenlos gezielte Mikrowellen-Strahlen auf den Gegner regnen lassen könnte. Wer also unter so einer Annahme Kriege führt, der gehört definitiv eingewiesen.

    Die F-16 wären auch 2023 nicht sinnvoll gewesen, da die Russen trotzdem die Startpositionen hätten vernichten können. Notfalls wären die vermeindlich iranischen Drohnen halt dahin statt nach Kiew geflogen.

    Was man begreifen muss: Auch Russland führt den Krieg genau so, wie man es verkauft bekommt. Auch auf ihrer Seite werden alte Restbestände verballert und es gibt keine „Wunderwaffen“. Auch sie werden keine Dörfer oder Städte einnehmen können, wenn sie nicht zuvor alles eingeebnet haben. Wieviel steht denn noch in Bachmut oder Marinka? Und auch sie verheizen Soldaten in sinnlosen Gefechten trotz Drohnen und Streubombenbeschuss, um medial etwas zu verkaufen. Also könnten auch sie sich wünschen, sie hätten bereits früher die Truppen gehabt, um Cherson und Charkiv gar nicht erst zu verlieren.

    Also alles ein nutzloses „Rumgeheule“ von Offizieren, der ohne Skrupel Menschen in den Tod für eine ach so wichtige Sache schicken.

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