Kirgisien berichtet von Versuchen, kirgisische Bürger für Terroranschläge in Russland anzuwerben

Das kirgisische Arbeitsministerium hat kirgisische Staatsbürger, die in Russland leben oder sich dort vorübergehend aufhalten, aufgefordert, nicht auf die Provokationen einzugehen, keine Arbeit über soziale Netzwerke zu finden, nicht an verschiedenen Aktionen teilzunehmen und auf die Kinder zu achten.

Anwerber versuchen in sozialen Netzwerken, kirgisische Bürger, darunter auch Minderjährige, für die Durchführung von Terroranschlägen in Russland zu gewinnen. Das geht aus einer Mitteilung des Ministeriums für Arbeit, soziale Sicherheit und Migration Kirgisistans hervor.

„Die Vertretung des Ministeriums für Arbeit, soziale Sicherheit und Migration in der Russischen Föderation warnt davor, dass über soziale Netzwerke und populäre Messenger wie Telegram Bürger, darunter auch Minderjährige, aktiv angeworben werden, um an Terroranschlägen in Russland teilzunehmen“, heißt es in der Mitteilung auf der Website der Vertretung.

Die Anwerber, so heißt es in der Erklärung, operieren vor allem über Dating-Seiten, überprüfen potenzielle Opfer „durch die Analyse von Nachrichten in verschiedenen Gruppen nach religiösen, kulturellen, nationalen und anderen sozialen Gesichtspunkten“ und setzen auf „verletzliche, depressive oder in Schwierigkeiten befindliche Personen“.

Die Vertretung hat kirgisische Staatsbürger, die in Russland leben oder sich dort vorübergehend aufhalten, aufgefordert, nicht auf die verschiedenen Provokationen einzugehen, keine Arbeit über soziale Netzwerke zu finden, nicht an verschiedenen Aktionen teilzunehmen und auf Kinder aufzupassen.

„Gleichzeitig erinnert die Vertretung daran, dass die Beteiligung an Terroranschlägen nach dem Strafrecht der Russischen Föderation mit bis zu lebenslanger Haft bestraft wird“, heißt es in der Mitteilung.

Übersetzung aus der russischen Nachrichtenagentur TASS


Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

6 Antworten

  1. Interessant – daß man sich immer mehr Leute für solche Anschläge in ehemaligen Sowietrepubliken sucht – wohl auch um von sich selber abzulenken, mit der schnöden Erfindung von geschichtlich bedingten „Feindschaften“…

  2. Die ehemalige Sowjetunion (SU) hatte, wenn ich richtig gezählt habe, sechs islamisch geprägte Teilrepubliken.
    – Kasachstan (mit Abstand das größte der genannten Länder und einer sehr langen Grenze zu Russland)
    – Aserbaidschan (mit Grenzen zu Georgien, Armenien und Iran und einer kleinen Grenze zu Russland)
    – Turkmenistan (Grenzen zu Iran, Afghanistan, Usbekistan und über das Kaspische Meer zu Aserbaidschan)
    – Usbekistan (Grenzen zu Turkmenistan, Kasachstan, Tadschikistan und Afghanistan)
    – Tadschikistan (Grenzen zu Usbekistan, Kirgistan, China, Afghanistan und Pakistan)
    – Kirgisistan (Grenzen zu Kasachstan, Usbekistan, Tadschikistan und China)
    Unter welchen Umständen diese 6 Länder in die UdSSR eingegliedert wurden, ist die Aufgabe von Historikern. Vermutlich wird es nicht immer freundlich geschehen sein.
    Es entstanden aber wirtschaftliche, politische, soziale und militärische Zusammenarbeiten, nicht zu unterschätzen familiäre Bindungen innerhalb der gesamten SU über Generationen hinweg. Dominiert wurde die SU von Russland und Kleinrussland (heutige Ukraine.
    Durch den Zerfall der SU unter dem tragischen Helden Michail Gorbatschow fielen alle beteiligten Länder inkl. Russland in ein tiefes Loch. Sie mussten sich selbst neu erfinden, eine eigene Identität mühselig aufbauen.
    Das war DIE Stunde der USA und der westlichen Vasallen, um Gift in die ehemaligen SU-Länder gegen Russland zu spritzen. Herr Jelzin wurde als Präsident Russlands installiert, die NATO wurde gen Osten erweitert, Soros organisierte und organisiert immer noch Blümchen-Revolutionen, sehr gerne auch in islamischen Ländern (siehe die 6 ehemaligen SU-Republiken. Russland verkam zur Ramschmasse.
    Dann kam Wladimir Putin – ich höre immer noch seine Rede im Bundestag mit stehenden Ovationen. Wir waren voller Hoffnung. Auch er war vermutlich voller Hoffnung und Vertrauen – zumindest in Deutschland.
    Er, Wladimir Putin und Russland und die Deutschen, die keine US-Vasallen sein wollen, es ohne Friedensvertrag nach 2. WK defacto aber sind, wurden durch die langen Pläne der USA endgültig(?) enttäuscht und entzweit.
    The Chicago Council on Global Affairs
    Link: https://youtu.be/krWiNBzcMto
    lässt grüßen.
    Eins muss man dem Tiefen Staat in den USA lassen: Sie verstehen ihr faschistisches Handwerk, von Deutschland (1933-1945) geklaut und verfeinert. Die Präsidenten sind spätestens seit J.F. Kennedy eh nur Erfüllungsgehilfen des Tiefen Staates mit finanzierten Geheimdiensten.
    Für Russland besteht das Problem, auch wenn die verräterische Ukraine besiegt wird – was von den USA eingeplant ist, und als Nebeneffekt nicht nur Russland, sondern auch EU geschwächt wird – darin, dass die USA die Vernichtung Russlands weiter vorantreiben, um ihr fragil gewordenes Imperium zu erhalten.
    Der Ostseeraum ist auch in NATO-Hand, Kalinigrad in Gefahr.
    Ich wünsche Wladimir Putin, seinen Nachfolgern und Russland jederzeit ein glückliches Händchen in der politischen Partnerwahl. Letztendlich ist die Gier auf die unendlich erscheinenden Ressourcen Russlands der Motivator der offenen und heimlichen Kriegstreiber des Globus.
    Hoffentlich war mein Beitrag nicht zu verworren und etwas hilfreich.
    Hoffnungsfrohe Grüße – trotz alledem!

  3. Ich denke, für potentielle Nachfolgetäter haben die Bilder der gefassten Terroristen sicher abschreckend gewirkt.
    Die Chance, den „Reichtum“ nach so einer Tat zu genießen dürfte überschaubar groß sein.

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