Leben in Russland

Eine Reportage über eine deutsche Familie in Russland

Immer mehr Menschen denken über das Auswandern nach Russland nach. Im russischen Fernsehen wurde eine Reportage über eine deutsche Familie gezeigt, die den Schritt gewagt hat und nun auf einem Dorf am Fluss Don bei Rostow lebt.

Aus Mails Kommentaren weiß ich, dass immer mehr Menschen darüber nachdenken, nach Russland auszuwandern. Für fast alle ist der Grund die verfehlte Politik im Westen, die LGBT- und Gender-Propaganda, die neoliberale Wirtschaftspolitik und all die anderen irrsinnigen Entscheidungen, die zum Verlust traditioneller Werte und der eigenen Wurzeln führen.

Am Sonntag hat das russische Fernsehen in seinem wöchentlichen Nachrichtenrückblick einen Bericht über eine deutsche Familie ausgestrahlt, die den Schritt gegangen ist. Ich habe den Bericht übersetzt, weil er für viele deutsche Leser interessant sein dürfte, aber ich empfehle dringend, sich den Bericht auch anzuschauen, denn erst zusammen mit den Bildern wird der Bericht wirklich verständlich. Und zusammen mit meiner Übersetzung ist er auch ohne Russischkenntnisse verständlich.

Beginn der Übersetzung:

Russland wurde für Menschen aus ganzer Welt zur neuen Arche Noah

Diese Woche gab es von der Regierung gute Nachrichten für kinderreiche Familien. Das Programm zur Unterstützung der Hypothekenrückzahlung für Ehepaare mit drei oder mehr Kindern wurde um weitere sieben Jahre verlängert. Das gab Premierminister Michail Mischustin bei einer Kabinettssitzung am Dienstag bekannt.

„Jetzt können Familien mit drei oder mehr Kindern 450.000 Rubel für die Rückzahlung von Hypotheken erhalten. Im vergangenen Jahr wurden rund 190.000 solcher Zuschüsse gewährt. Jetzt verlängern wir die Förderung um weitere sieben Jahre für diejenigen, deren drittes und jedes weitere Kind bis zum 31. Dezember 2030 geboren wird. Das erleichtert es Eltern, die staatliche Förderung für den Kauf von Wohneigentum in Anspruch zu nehmen. Insgesamt werden dafür mehr als 600 Milliarden Rubel zusätzlich benötigt, davon rund 50 Milliarden Rubel in diesem Jahr“, sagte der Regierungschef. (Anm. d. Übers.: Da Immobilien in Russland viel billiger sind als in Deutschland, sind die 450.000 Rubel, also etwa 4.500 Euro, viel Geld. Außerhalb der größten Städte kann man Zwei- oder Dreizimmerwohnungen schon für drei Millionen Rubel, also 30.000 Euro, kaufen.)

Auf der Regierungssitzung wurden auch die Perspektive der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung des Landes für die nächsten drei Jahre diskutiert. Die Zahlen sind gut, wie Mischustin sagte: „Die russische Wirtschaft bewältigt die externen Herausforderungen mit Zuversicht, wandelt sich auf der Grundlage ihrer eigenen nationalen Ziele und steigert die inländische Produktion. Ich erinnere daran, dass sich das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im Februar auf 7,7 Prozent beschleunigt hat. Die Produktion im Bergbau und im verarbeitenden Gewerbe ist gestiegen. Nach den Ergebnissen des ersten Quartals sind die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als 50 Prozent gestiegen. Die entwickelte Basisvariante der Prognose geht davon aus, dass das BIP-Wachstum in den nächsten drei Jahren bei etwa 2,3 bis 2,4 Prozent pro Jahr liegen wird. Das wird durch einen Anstieg der Binnennachfrage gewährleistet.“

Die russische Wirtschaft wächst trotz aller Sanktionen stetig und Russland wird nicht nur für ausländische Großinvestoren immer attraktiver, sondern auch für einfache Europäer, die sich immer häufiger für unser Land entscheiden, um die Zukunft ihrer Kinder zu sichern.

Ein anschauliches Beispiel ist der Bericht von Veronika Bogma aus der Region Rostow. Dorthin hat kürzlich eine Familie aus Deutschland umgesiedelt.

Jeanette, gebürtige Deutsche mit französischem Namen, spricht in der Familie am wenigsten Russisch. Die 9-jährige Emily spricht und denkt in beiden Sprachen fließend und hilft ihrer Mutter im Haushalt.

Die Familie Selinger zog vor drei Jahren von Deutschland in den Altai. Dann zogen sie an den Don, wo das Klima dem in ihrer Heimat ähnlicher ist. Jeanette hat zwei Abschlüsse. Sie ist Lehrerin und Buchhalterin. Wladislaw ist ein Ingenieur.

„Wir haben gemerkt, dass wir wie Hamster im Rad leben. Es dreht sich und dreht sich. Wir hatten die Möglichkeit, uns zu befreien und das zu tun, was uns wirklich gefällt“, meint Wladislaw Selinger.

Die Familie hat Ziegen angeschafft und plant, Käse zu machen. In Deutschland lebte die Familie in einem großen Ort und hatte keine solche Erfahrung. Jetzt gibt es jeden Tag etwas Neues. Ihre Tochter geht zur Schule und hat dort viele Freunde. Jeanette führt den Haushalt, hilft den Arbeitern im Gewächshaus, macht Handarbeiten und züchtet ihre eigenen Setzlinge, die alle Fensterbänke und andere passende Stellen füllen.

Ab fünf Uhr morgens ist ihr Tag auf die Minute genau durchgeplant. Aber es gibt keine Aufregung in den Bewegungen, in den Stimmen, in den Handlungen dieser Menschen, die sich in einer völlig neuen Wirklichkeit wiedergefunden haben. Nur Ruhe, Weisheit und Licht.

Starosolotowskij liegt im Bezirk Konstantinowskaja der Region Rostow. Das Haus ist nicht besonders groß, aber die Gegend ist wunderschön. Es hat einen Garten mit Blick auf den Don und die Dorfkirche.

Das Dorf bereitet sich auf das Osterfest vor. Unter der Leitung von Meister Wladimir Machanko wird der Glockenturm restauriert.

„Zuerst schleifen wir die Glocken ab, dann streichen wir sie, dann restaurieren wir alles. Wir nehmen Schmirgelpapier und tsch-tsch-tsch-tsch…“, erklärt Vladimir Machanko.

Den Vorschlag, mich daran zu beteiligen, kann ich nicht ausschlagen. Früher haben die Kosaken die Entscheidung, Neuansiedler aufzunehmen, gemeinsam getroffen, weil sie wussten, dass jeder einzelne etwas Eigenes in das Leben einer kleinen Siedlung einbringen kann, im Guten wie im Schlechten. Für die Familie Selinger gab es in Starosolotowskij keine Sonderversammlung. Aber die Dorfbewohner beobachten sie erstmal.

„Sie haben doch hier diese Deutschen im Dorf. Wie benehmen sie sich?“, frage ich Wladmir scherzhaft.

„Ganz normal! Aber der Deutsche ist listig wie Zigeuner. Seine Frau arbeitet hart und er ruht sich aus.“, scherzt Wladimir Machanko. „Er ist doch Ingenieur!“

Wladislaw ist im Dorf nicht immer zu sehen. Er arbeitet 200 Kilometer entfernt in einer Landmaschinenfabrik.

„Eines Tages kam ein Ingenieur, der Wladislaw, zu uns und schlug vor, Erdbeeren zu pflanzen. Es gab zwar noch keine Ernte, aber Wladislaw, ein Mann mit deutschen Wurzeln, dachte schon daran, wie schwer es in Zukunft sein würde, die Ernte in Eimern vom Feld zu tragen. Also schlug er vor, eine Art spezielle Karre zu bauen. Wir sind realistischere Menschen, wir planen nicht so weit voraus“, sagt Iwan Tschernenko.

Eine weitere „negative“ Charaktereigenschaft der Deutschen ist ihre Pünktlichkeit.

„Wir haben uns um 17 Uhr verabredet. Aber das hindert niemanden daran, nicht um 17 Uhr zu kommen, oder? Und das ärgert ihn. Er kommt pünktlich um fünf“, sagt Iwan Tschernenko ironisch.

Zum Angeln gehen sie ohne große Erwartungen, sondern einfach, um die Natur zu genießen. Und keiner fängt einen einzigen Fisch, außer Wladislaw. Aber er beschließt, den Fisch freizulassen. Er wird ihn fangen, wenn der größer wird.

„Wie immer sind die Dinge am Don sehr schwierig. Aber der Don hat immer alle willkommen geheißen. Auch früher gab es hier Deutsche. Vielleicht kommen noch mehr. Und nicht nur Deutsche. Alle waren hier. Es geht doch nicht darum, wer woher kommt. Es geht darum, wer aus welchem Grund hier ist“, sagt Iwan Tschernenko, Historiker, Blogger und Einwohner von Starosolotowskij.

Die Selingers beobachten das Leben im Dorf auch und erzählen der Welt davon. Sie führen einen Blog, dem mehr als 13.000 Menschen folgen. Einige schließen sich ihrem Beispiel an. Fünf weitere Familien haben sich zum Umzug entschlossen.

Man spricht offen über den Hauptgrund für den Umzug. „Ich kann es Ihnen sagen, es ist diese Gender-Politik. Ich kann sie nicht unterstützen und werde es als Christ auch nie tun“, sagt Wladislaw Selinger.

Starosolotowskij war einst ein vom Aussterben bedrohtes Dorf. Heute steht es auf der Liste der schönsten Dörfer der Welt. Was erhalten blieb, wird restauriert. Neue Häuser werden nach strengen ästhetischen Kriterien gebaut. Auch alte Häuser, die anderswo nicht mehr gebraucht werden, werden hierher versetzt.

„Das Haus ist schön, zweistöckig mit Erdgeschoss, ein Kosakenhaus. Es ist mindestens 130 bis 150 Jahre alt. Es wird schon abgebaut, alle Bretter sind markiert. Es ist ein einzigartiges Haus“, erzählt Wladimir Machanko über eines der Häuser, die hier bald wieder aufgebaut werden.

Nachdem die Kulissen für den Film „Der stille Don“ hier aufgebaut wurden, entstand im Dorf ein ethnografisches Freilichtmuseum und mit ihm kamen die Touristen. Für die einen sind es die Lavendelfelder, für die anderen die Geschichte des Don.

Bald wird hier ein medizinisches Zentrum eröffnet. Auch eine Weinkellerei ist im Bau, in der Weine aus Dontrauben hergestellt werden sollen. Die berühmteste russische Traubensorte der Welt, Krasnostop Solotowskij, stammt von hier.

Es gibt viele Möglichkeiten, sich künstlerisch zu betätigen. Im Gemeindehaus unterrichtet Janette die Kinder des Dorfes in Musik und Noten.

Im Haus nebenan steht das Essen schon bereit. Auf dem Tisch stehen Hering aus dem Don, Pfannkuchen mit Brennnesseln und Kartoffeln. Jetzt wird geplaudert, Neuigkeiten und Rezepte werden ausgetauscht.

„Salat, Pilze… Und das ist einfach ein Strudel“, sagte eine Bewohnerin.

“Das ist doch ein deutsches Wort”, wirft jemand ein und alle lachen.

„Wir sind nicht umsonst Nachbarn“, scherzt Tatjana Tschernenko. (Anm. d. Übers.: Das Wort Strudel wurde in die russische Sprache übernommen)

Zu den neuen Freunden der Selingers gehören noch zwei Familien, IT-Fachleute und Historiker. Sie sind ehemalige Stadtbewohner, die mit ihren Kindern ins Dorf gezogen sind. Für sie ist Starosolotowskij kein Museum oder eine Datscha, sondern ein blühendes und lebendiges Zuhause.

Ende der Übersetzung


Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

42 Antworten

  1. Richtig herzerfrischend…

    Und für alle Auswanderwilligen bzw. schon Ausgewanderten –

    Den jeweiligen Respekt der Ansässigen bekommt man nicht auf dem Silbertablett (man ist ja Deutscher) – nee, den muß man sich verdienen, und zwar mit Taten – niemals durch ’ne gloße Klappe!

    Anpassen – integrieren – zurückstecken – und die guten alten Tugenden des Zusammenlebens praktizieren – dann klappt’s auch mit den Nachbarn… 😉😎

    1. Und trotz aller Familienförderung gibt es in Russland KEINE Förderung Freier Schulen!!!! Eine bodenlose kommunistische oder auch feudalistische FATALITÄT!
      EINE FATALITÄT die allen menschlichen Idealen ins Gesicht schlägt und die bisher NIE auf diesen Seiten oder sonstwo in Russland diskutiert wurde oder wird!
      Eine FATALITÄT welche den Idealen der ästhetischen Briefe Schillers wie auch der pädagogischen Provinz Goethes ins Gesicht schlägt ganz im GEGENSINNE von Humboldts Ideal die Grenzen der Wirksamkeit des Staates zu bestimmen!!!!
      Schade!!!!
      Russland ein Land ohne Bildungsgutschein! Ohne die Finanzierung freier Schulen!!!
      Eine Land ohne Vertrauen in die Qualifikation und das Engagement freier Lehrer-Kollegien.
      P
      S.a. fragen-der-freiheit.de

          1. Ähm was genau wird mit freien Schulen gemeint ??
            Privat Schulen ??
            Den das sind genau das was sie sind „Privat“ somit sollten und müssen sie nicht von Steuergeldern Subventioniert werden.. Ist ja jeden seine Sache ob Privat oder öffentliche Schulen.. und es wäre mir neu das man an russischen öffentlichen Schulen etwas bezahlen muss..
            Und gute Private Schulen sind NICHT auf öffentlich Subventionierte angewiesen..
            Bei solchen Blödsinn wie z.b. Montesorie Schulen usw.. ja die müssen für ihre unterirdischen leisten auch noch von Steuergeldern finanziert werden die sind im Grunde nur ein Geschäftsmodell mit einer Schule hat das nichts zutun..

      1. Russland tut genau das richtige,Schulen unter Staatlicher Aufsicht,Allgemein überall gültige Lehrpläne usw.
        Ich weiß was die Bildungseinrichtungen der deutschen Charitas dort getrieben haben und bin Froh das es die nicht mehr gibt.
        Das dies alles richtig ist,zeigt das hohe Bildungsniveau,welches man in Deutschland gar nicht kennt.
        Selbst der Fernunterricht hat ein höheres Niveau wie der Unterricht hier.
        Steck Dir Deine Bevormundung in den Arsch.

      2. Auf die Züchtung von Klimaspinnern, genderbekloppten Idioten ohne Allgemeinbildung und Schulabgängern die zum Abschluß nicht mal ihren Namen Schreiben können, kann Rußland bestimmt verzichten. Wenn man das staatliche Rotlicht wegläßt, war das DDR-Bildungssystem meilenweit besser als in der alten BRD. Die jetzige Indoktrination durch grün-linke Sektenanhänger im bundesdeutschen Verblödungssystem übertrifft die Propaganda der DDR um Längen.

    1. Ja Der link weist auf eine URL OHNE die heute übliche https Absicherung, was von westlichen Browsern bereits seit längerem blockiert wird!

      Schade, dass Russland hier noch nicht so weit zu sein scheint!?? Oder fehlt einfach nur eine Weiterleitung in den sicheren Bereich !???
      P

  2. Ich habe die regelmäßigen Filmberichte der Familie Selinger verfolgt. Aus dem Dorf im Altai sind sie nicht wegen des Klimas weggezogen, sondern weil es erhebliche Probleme mit radikalen Sektenmitgliedern gab, die ebenfalls aus Deutschland gekommen waren. Die Familie fühlte sich dort nicht mehr sicher.

    Rußland sollte den Zuzug vernünftiger Ausländer fördern, vor allem von Familien mit Kindern. Gleichzeitig muß man aber darauf achten, sich damit keine neuen Probleme aufzuhalsen. Menschen, die sich abkapseln und religiöse Missionierung betreiben, sollten nicht willkommen sein.

    Die Selingers, obwohl sehr religiös, gehören nicht zu den „Missionaren“ und der Vater ist bestimmt nicht „faul“, sie sind ein Gewinn für Rußland.

  3. Aber mal ehrlich, wie man am Vornamen des Ehemanns sieht, hat diese Familie auch in Russland ihre Wurzeln, da ist es eigentlich leichter seine Zelte in Deutschland abzubrechen.

    Vermutlich gehörte er zu den Millionen Aussiedlern, die in den 90igern und Nullerjahren vom Goethe-Institut nach Deutschland abgeworben wurden, sie mussten nur ein paar Gene deutsches Blut nachweisen und bekamen dann eine Förderung in Deutschland.
    Was mich besonders irritiert hat, dass sie ihre Nachnamen „eindeutschen“ mussten.

    Die Auswanderungsbewegung der Russlanddeutschen war angesichts des westlich gewollten Wirtschaftsabsturzes Russlands absolut verständlich und viele haben sich auch in Deutschland eingerichtet, aber genauso viele kamen schon immer mit der deutschen Mentalität nicht zurecht, wie zB mein Kollege Vadim.

    Auch wenn solcherart Auswanderungen nachvollziehbar sind, so waren sie doch vom Westen propagandistisch ausgelöst, um Russland zu destabilisieren.
    Eine alte Methode, persönlich habe ich es in der DDR erlebt, es war wie sone Massenpsychose, dass die Menschen weglaufen ließ,
    dabei ging es den DDRlern noch viel besser als zB. vielen Russlanddeutschen.

    Persönlich sehe ich in allen Fluchtbewegungen, auch die Großstadtflucht oder Flucht innerhalb der Landesgrenzen, eine Zerschlagung der Großfamilie, der Traditionen,

    Selbst die deutschen islamischen Neubürger werden dies noch schmerzlich bemerken, ihre Flucht war letztlich nur die Zerschlagung ihrer Großfamilie und ihrer Traditionen, die sie in Deutschland nie wieder aufbauen können.

    Man kann nur hoffen, das obige Familie in Russland wieder an ihre russischen und deutschen Traditionen anknüpfen kann und sie Frieden finden werden.

    1. Natürlich war es für Ihn einfacher.
      Ändert aber nichts an der Tatsache wovor sie geflohen sind und wie recht Sie hatten Deutschland den Rücken zu kehren.
      Sie sind mit ca.3000 Euro Ausgewandert,also keine Rechen Menschen,denen auch in Russland alles hinterher getragen wird.Für Janett war es schwer genug und das ging soweit das man wieder zurück wollte.
      Gott sei Dank haben sie sich umentschieden und sind an den Don gezogen.
      Der Altai und die dort ansässigen Sektenprediger waren nix für die Familie,an den Russen dort hat der wegzug nicht gelegen,das betonen Sie immer.
      Die Bürokratiescheiße mussten Sie komplett über sich ergehen lassen,das ist dort wie hier Schlimm.

    2. Die Remigration Deutschstämmiger aus der ehemaligen bzw. damaligen UdSSR begann bereits in den 1960er und nicht erst in 1990er Jahren, wobei die in den 1960er-, 1970er und 1980er Jahren in die BRD übergesiedelten Rückwanderer zumeist deutsche Muttersprachler und diaspora-spezifisch sozialisiert sowie nur zu einem geringen Prozentsatz (5-10 % oder höchstens 10-15 %) gemischt ethnischer Herkunft gewesen sind, wohingegen jene die in den 1990er und 2000er Jahren ihren Lebensmittelpunkt in die BRD bzw. im Zuge der Wiedervereinigung erweiterte BRD verlagerten, unfreiwillig russifiziert und zu einem deutlich höheren Anteil (25-35 %) bzw. mehrheitlich gemischt ethnischer Herkunft gewesen sind, sich aber im Regelfall sehr gut integriert bis assimiliert haben. Der überwiegende Großteil der gegenwärtig in Deutschland lebenden deutschstämmigen Remigranten aus dem postsowjetischen Raum ist nicht gemischt ethnischer Herkunft und ein beträchtlicher Teil derselben spricht kaum, schlecht oder überhaupt kein Russisch.

      Die sogenannten einheimischen Deutschen, sowohl im alten als auch im neuen Bundesgebiet, sind demgegenüber ihrerseits mental und kulturell zu unterschiedlichen Graden, jeweils in Abhängigkeit von unterschiedlichen Faktoren, wie Intelligenz, Bildungsstand, Persönlichkeit, Alter, Schichtenzugehörigkeit, regionaler, siedlungsräumlicher und siedlungsgeografischer Herkunft, weit überwiegend US-amerikanisiert bzw. angelsächsisiert, zu einem hohen Anteil gemischt ethnischer oder sogar rassischer Abkunft und sprechen in vielen Fällen Pidgin-Deutsch oder eine deutsch-englische Mischsprache.

  4. Auswandern wegen Gender-Wahnsinn?Ich kann da noch lange kein derart gravierendes Problem feststellen. Ich kenne die Gender-Sprache nur aus den Medien (die ich nicht konsumieren muss) und von Stellenausschreibungen wo man jetzt „m/w/d“ dazuschreiben muss (man darf trotzdem aussortieren wie man will). Im Alltag ist das kein Thema, die Mehrheit lehnt das gendern ab und ich kenne auch niemanden der gendert, dazu müsste man sich wahrscheinlich in „links-grün versiffte“ Kreise begeben.

    1. Für Familien mit Kindern ist das ein sehr großes Problem. Wobei „Gender-Wahnsinn“ nur ein Schlagwort ist für einen ganzen Komplex an Sektenideologie, der heute in den Schulen eingetrichtert wird. Die Kinder werden völlig verdorben. Nicht nur in den Schulen, aus allen Kanälen. Dazu gehört auch die Zerstörung wissenschaftlicher Denkfähigkeit durch den „Klima-Wahnsinn“.

      Familien mit Kindern sind gut beraten, dieses Land zu verlassen.

      1. Vielleicht ist das auch mehr ein Großstadtproblem? Ich schätze eine Schule z.B. in Berlin zieht andere Lehrer an als eine Schule 50 oder 100km außerhalb.

        1. Die Lehrpläne sind die gleichen, und in kleineren Orten gibt es keine Schulen, schon gar keine höheren. Und dann die Mitschüler. Viele kommen aus Familien, die zur „Klima-Corona-Gender-Slava Ukraini-Sekte“ gehören. Dazu überall Rauschgift, und das allgemein niedrige moralische und kulturelle Niveau.

          1. Gehen eventuell noch mehr 2-3 mehr Superlative zum „verkommenen Wertewesten“? Hauptsache die tägliche Dosis möglichst vieler schwarzweiße Feindbilder in die Resonanzkammer gedonnert.

            Stimme dem Vorredner zu , LGBQT , Gendern und Co werden von Rechtspopulisten und Propagandisten doch nur inflationär zum Untergangsvorboten aufgeblasen um alten konservativen Männern noch mehr Angst zu machen als die eh schon haben. Im Alltag ist das in Wirklichkeit für kaum jemanden ein relevantes Problem oder Thema von großem Gewicht.

            Meinen Sie mit überlegener russischer Kultur und Moral sowas wie „Dedowschtschina“? Oder den faschistoiden Nationalismus/Revisionismus der gerade in Russland wieder groß in Mode kommt? Und was ist bitte der „Klima-Wahnsinn“? Ihnen ist aber schon aufgefallen, dass gerade russische Städte 2m unter Wasser stehen und jedes Quartal aufs neue irgendwie „das Wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen“ ist. Selbst das großartige Russland samt seinem heiligen Führer unterstützt international, wie auch China, ganz offiziell den Kampf gegen den Klimawandel, auch wenn es für ein Land was vom Verkauf von Energieträgern lebt natürlich etwas wachstumshemmend ist, wenn weltweit zunehmend dass Verfeuern von Biomasse durch verbrennungsfreie Energiegewinnung substituiert wird. Sie unterstützten das nicht ? Sie sind doch nicht etwa ein Oppositioneller? Heutzutage in Russland schnell etwas ungesund.

            1. Es ist keine Frage von „alten konservativen Männern“. Auf der einen Seite sind fossile, dekadente Reaktionäre des Ancien Régime – Soros, Gates, Schwab, Merkel, Biden, Scholz, Habeck, Baerbock, von der Leyen, und deren kleinere, allgegenwärtige Alltagsausgaben. Und Jugend, die die gleichen Bespaßungen und Spleens hat wie Oma, als sie jung war.

              Auf der anderen Seite die Idole des 21 Jahrhunderts: Ibrahim Traoré, Assimi Goïta, Kémi Séba, La Dame de Sochi, Ousmane Sonko, Diomaye Faye und der ewig unvergessene Thomas Sankara. Unter denen die jüngsten Präsidenten der Welt.

              Deren „linken Panafrikanismus“ kann man der „konservativen Revolution“ zurechnen, ganz wie auch die heutige „russische Ideologie“ nach Putin oder Dugin. Und beide haben starke gegenseitige Einflüsse. Eins der großen Idole der afrikanischen Jugend ist schließlich der russische Präsident.

              Hier haben Sie die legendäre Rede des jüngsten Präsidenten der Welt beim doppelt so alten Putin:

              30 juillet 2023
              2e Sommet « Russie-Afrique » : Ibrahim Traoré invite ses pairs africains à arrêter de se comporter en marionnettes
              https://lefaso.net/spip.php?article123177

    2. Der Hauptgrund für die Emigration nicht nur der im Artikel erwähnten deutschen Familie liegt höchstwahrscheinlich im sich kontinuierlich vollziehenden, multidimensionalen Niedergang Deutschlands, welches seinerseits de facto nur ein Vasallenstaat und ein Protektorat der USA darstellt, begründet.

    3. Ich sag mal so: Man kann viel Wahnsinn ertragen, solange man noch Lehrer, Nachbarn, Freunde mit einem Funken gesunden Menschenverstand hat. Und solange die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen.

      Leider ist der Wahnsinn eben gerade Ausfluß dessen, daß diese in DE NICHT mehr stimmen. Je teurer etwa die Energie, je mehr Kriminalität – desto mehr Ablenkung durch Klima-, Gender- und andere Scheinprobleme samt -lösungen. Ja, für viele „geht es noch“ – aber wie schaut es für unsere Kinder aus?! Und im Fall Corona griff der Wahnsinn bereits derart tief in den Alltag ein, daß auch eine innere Emigration nicht mehr half.

  5. Muss man nur mal an die grossen Flüsse wie Ob, Jenissei und Lena denken, die fliessen alle nach Norden ab. Nach Norden. Im Frühjahr ist da oben noch alles Stein und Bein gefroren, während das Schmelzwasser vom Süden anrauscht und alles überschwemmt. Das gibt dann schön nasse Füsse. Also ich weiss nicht, unter 25° C plus sollte es auch nachts nie werden, finde ich.

  6. Ausführliche Hinweise zur Einwanderung in die RF für Nichtrussinnen gibt es hier:

    https://moyarossiya.com/de/

    Ansonsten: Habe das Bild gesehen und war schon satt. Sonntagskleidung auf dem Feld? Oder ist dies die bäurische Kleidung der Damen in der RF?

    Auch der angegebene Hauspreis von 3M Rubel mag existieren, dürfte eher aber die extreme Ausnahme sein.

    Eine aktuelle Datensammlung (es gibt natürlich auch andere) zu den Lebenshaltungskosten in der RF finden Sie hier:

    https://www.numbeo.com/cost-of-living/country_result.jsp?country=Russia

    1. Ursula von der Leyen@vonderleyen
      EU official

      Ukrainians are ready to die for the European perspective.

      17. Juni 2022
      https://twitter.com/vonderleyen/status/1537739940942991360

      Viele wollen gar nicht „für Europa“ sterben, aber die werden dann per „Heldenfang“ an die Front geworfen und verheizt.

      In Rußland kommen Wehrpflichtige gar nicht an die Front. Nur Freiwillige und Berufssoldaten.

      „Familie mit vielen Kindern ist“ keineswegs „jetzt wieder erste russische Bürgerpflicht“. Allerdings trägt der Staat dazu bei, daß jede Familie sich ihre Kinder leisten kann, und auch sonst wird eine kinderfreundliche Umgebung als gesellschaftliche Aufgabe gesehen. Das ist für Sie ein Makel?

  7. Ich würde mal sagen: PUTIN HATTE DAS RECHT DEN VON DER UKRAINE GEGNECHTETEN MENSCHEN IM DONBAS ZU HELFEN UND IN DIE NAZI-UKRAINE EINZUMARSCHIEREN !!

    Besonders Russland nachdem die beiden Minsker-Verträge betrogen wurden, was sogar Merkel und Hollande zugegeben haben!!

    Und den von GB sabotierten Friedensverhandlungen !!

  8. Die US-geführte NATO muss unbedingt das Märchen von der Gefährdung Europas durch die angeblich aggressiven Russen aufrechterhalten, um geopolitische US-Interessen durchsetzen zu können.

    Dass es nicht unbedingt unsere Interessen sind , haben die meisten, auch nach der Sprengung von Nordstream 2, noch immer nicht begriffen!

    Die NATO greift Russland mit einem Stellvertreterkrieg an und fühlt sich nach dem „Haltet den Dieb!“ Prinzip „bedroht“!
    Durch die Lügenpropaganda der transatlantisch „vernetzten“ Journaille ist 6 von 10 Deutschen nicht bewusst , dass wir als Vasallen der VSA von den Strippenziehern hinter dem Dementen, einer Clique um Obama, Clinton , Blinken, Nuland, die mit Unterstützung der DemocRats und einiger Rinos die Interessen von BlackRock, Vanguard und StateStreet exekutieren, systematisch ausgeplündert werden!

    Die korrumpierte EUdSSR und die Grünen mit der Energiewendebande im Hintergrund helfen dabei tatkräftig mit.

    Von der Merz-CDU ist aus verständlichen Gründen keine Hilfe zu erwarten!

    Wenn die Deutschen so doof sind, und das ist leider zu erwarten, einer Koalition aus CDU und Grünen unter Führung von Fritze Merz zur Macht zu verhelfen, dann sind wir endgültig eine Satrapie der USA und eine Demokratieimitation, egal welcher Präsident in Washington regiert, und können abgewickelt werden.

  9. Ich habe den Beitrag nicht gesehen (lässt sich nicht aufrufen) und muss daher nach der Textbeschreibung urteilen.

    Wenn sich Familie Selinger wohl fühlt ist das natürlich das Wichtigste, aber man liest aus dem Text auch dass Russland knüppelhart sein kann. Nicht immer zu Hause sein, 200 km vom Wohnort entfernt arbeiten, im Winter eingeschneit so dass man nicht einmal ein Video veröffentlichen kann.

    Vieles von dem Glück welches man jetzt am Don gefunden hat könnte man vermutlich auch noch in Ostdeutschland haben (auf dem Land). Der Familie Selinger wünsche ich natürlich alles Gute.

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