Das ukrainische Justizministerium hält die Mobilisierung von weiblichen Gefangenen für die ukrainischen Streitkräfte für möglich

Der ukrainische Justizminister Denis Maljuska sagte, es gebe keine „Einschränkungen im Gesetz, ob es sich um Männer oder Frauen handelt“

Die Mobilisierung von weiblichen Gefangenen für die ukrainischen Streitkräfte ist möglich, da die ukrainische Gesetzgebung in dieser Frage keine Einschränkungen vorsieht. Das hat der ukrainische Justizminister Denis Maljuska erklärt.

„Wir haben keine Einschränkungen im Gesetz, ob es sich um Männer oder Frauen handelt. Theoretisch lassen wir eine solche Möglichkeit zu“, sagte er in einer Sendung des ukrainischen Fernsehsenders Rada auf die entsprechende Frage eines Journalisten. Maljuska fügte hinzu, dass es im ukrainischen Strafvollzug nur wenige Frauen gebe, da die Wahrscheinlichkeit, dass sie Straftaten begehen, die mit einer Haftstrafe geahndet werden, viel geringer sei.

Der Justizminister teilte außerdem mit, dass sich bis zum 29. Mai 4.000 männliche Gefangene in der Ukraine einer militärärztlichen Untersuchung unterzogen hätten, von denen etwa 300 für dienstuntauglich befunden worden seien. Ihm zufolge wurden etwa 650 Gefangene zu den Truppen geschickt und werden dort ausgebildet.

Das Gesetz, das die Mobilisierung von Gefangenen für die ukrainischen Streitkräfte ermöglicht, wurde am 17. Mai vom ukrainischen Präsidenten Wladimir Selensky unterzeichnet. Dem Dokument zufolge werden nur diejenigen nicht mobilisiert, die wegen Verbrechen gegen die Grundlagen der nationalen Sicherheit oder im Zusammenhang mit Terrorismus, Mord an zwei oder mehr Menschen, Mord mit besonderer Grausamkeit oder in Verbindung mit Vergewaltigung, Verstoß gegen die Verkehrsregeln in betrunkenem Zustand, wenn dadurch der Tod mehrerer Menschen verursacht wurde, verurteilt wurden. Ebenfalls ausgenommen sind Vergewaltiger, Pädophile und Personen, die wegen besonders schwerer Korruptionsdelikte oder der Ermordung eines Polizeibeamten oder Militärangehörigen verurteilt wurden.

Maljuska setzt sich seit langem für die Mobilisierung von Gefangenen ein. Ursprünglich sagte er, dass dadurch 50.000 zusätzliche Soldaten eingezogen werden könnten, doch später reduzierte er seine Prognosen auf 20.000. Der Justizminister erklärte auch, dass die Regierung des Landes das Gesetz über die Einbeziehung von Gefangenen in den Militärdienst wegen der Schwierigkeiten bei der Mobilisierung und der Unterbesetzung der ukrainischen Einheiten verabschiedet habe.

Übersetzung aus der russischen Nachrichtenagentur TASS


Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

11 Antworten

  1. Was den Einsatz von Strafgefangenen angeht, so gehe ich davon aus, daß diese ein funktionierendes Überlebens – Programm drauf haben, was sie zusammen mit einem Sturmgewehr und paar Patronen auch einschalten und schlimmstenfalls noch paar Arschlöcher mitnehmen werden. Auf der anderen Seite bewirbt man sich als gut bezahlter Freiwilliger; keine Wehrpflichtigen gegen ihren Willen. Noch Fragen Kienzle?

  2. Ach ja, die Weiber auch noch.

    Aber bezüglich der Gefangenen, dürfte es nicht so sein, dass die Dienstverweigerer da die Masse ausmachen?
    Alles frisches Frontlinienfußvolk. Erste Reihe, also die haben es schnell hinter sich.

  3. Die Überschrift sagt doch mal wieder alles Wichtige aus !
    „hält für möglich“
    Mir ist nicht mal klar warum diese Geschichte hier überhaupt thematisiert wird ?
    In dieser Auseinandersetzung wurden schon so viele Kriegsverbrechen begangen , da sind ein paar Kriminelle aus dem Knast doch völlig bedeutungslos !

  4. 500.000 Menschen verheizt und geschlachtet für nix (lt. RT) !
    Leid ohne Ende…
    Es bestand für die Ukraine nie eine reele Chance etwas zu gewinnen.
    Außer für die, die das viele Geld, Land und Recourcen stehlen und einschieben.

    Es ist zum spei*en!

    Wenn es eine höhere Macht gibt bitte ich sie um gerechte Strafe für die beteiligten Verursacher, Helfer und Helfershelfer.
    Und zwar bald!!!

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