Belgien will von Israel Entschädigung für die Zerstörung seiner Mission in Gaza fordern

Die sozialdemokratische Fraktion im belgischen Parlament hat eine Erklärung veröffentlicht, in der sie eine dringende parlamentarische Anhörung zu diesem Thema fordert und Außenministerin Aja Labib zu dieser Anhörung einlädt

Brüssel wird von Israel eine Entschädigung für die Bombardierung und Zerstörung des Büros der belgischen Entwicklungs- und Kooperationsagentur Enabel in Gaza sowie für die Zerstörung von Eigentum anderer EU-finanzierter Projekte in der Region fordern, so das Außenministerium des Landes in einer Erklärung.

Zuvor war der israelische Botschafter ins belgische Außenministerium vorgeladen worden, um eine Erklärung für die Zerstörung der belgischen Mission am Donnerstag durch israelische Armeeschläge abzugeben.

„Während des informellen Treffens der EU-Außenminister (am 3. Februar in Brüssel – Anm. TASS) wird Belgien die Frage der Entschädigung für die zerstörte Infrastruktur von Projekten, die von der EU und ihren Mitgliedern finanziert werden, ansprechen“, so das Ministerium.

„Angriffe auf zivile Gebäude sind inakzeptabel“, schrieb die belgische Außenministerin Aja Labib ihrerseits in X im Zusammenhang mit dem Vorfall.

Die sozialdemokratische Fraktion im belgischen Parlament forderte ihrerseits in einer Erklärung eine dringende parlamentarische Anhörung zu dem Thema und lud Außenministerin Labib dazu vor.

Übersetzung aus der russischen Nachrichtenagentur TASS


Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

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