(Neo-)Kolonialismus

Putin im O-Ton über den westlichen Neokolonialismus und die Fehler der Sowjetunion

Auf einer Podiumsdiskussion wurde der russische Präsident Putin über die Beziehung Russlands zu den Ländern Afrikas und Asiens und auch zu den historischen Fehlern der Sowjetunion gegenüber anderen Ländern befragt.

Beim Östlichen Wirtschaftsforum, das in deutschen Medien keine Rolle spielt, hat Putin wieder traditionell an der Podiumsdiskussion teilgenommen. Dass die deutschen Medien über die Konferenz nicht berichten, überrascht nicht, denn sie zeigte in dramatischer Weise, wie Asien Europa wirtschaftlich überholt.

Auf der Podiumsdiskussion wurde der russische Präsident Putin zu den Beziehungen Russlands zu den Ländern Afrikas und Asiens befragt und da er dabei auf die koloniale Vergangenheit des Westens zu sprechen kam, hat der Moderator nachgehakt und nach der Niederschlagung der Aufstände in Prag und Budapest durch die Sowjetunion gefragt. Ich habe die Fragen und Putins Antworten komplett übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Doronow: In den 1990er Jahren haben wir aufgehört, mit vielen anderen Staaten wie Kuba und Laos befreundet zu sein und sie zu unterstützen. Wie schwierig ist es Ihrer Meinung nach, diese Beziehungen jetzt wiederherzustellen, und ist es möglich, sie auf das Niveau zu bringen, das sie zu Zeiten der Sowjetunion hatten?

Putin: In den 1990er Jahren haben wir viel gewonnen, ich meine vor allem die Freiheit, aber wir haben auch viel verloren. Leider haben wir das, was wir in den vorangegangenen Jahrzehnten während der Existenz der Sowjetunion gewonnen hatten, gedankenlos vergeudet oder verschleudert.

Aber, wissen Sie, das historische Gedächtnis der Völker, mit denen wir befreundet waren, mit denen wir zu tun hatten, denen wir oft bei ihrer Entwicklung geholfen haben, ist erhalten geblieben. Und es ist nicht schwer für uns, die Beziehungen auf neuen Grundlagen wiederherzustellen, denn die Menschen in diesen Ländern wollen das. Das gilt für Laos, wo wir viele Freunde haben, das gilt für die gesamte asiatisch-pazifische Region, das gilt für Afrika.

Gerade erst fand der Russland-Afrika-Gipfel statt. Wissen Sie, ich war offen gesagt wieder einmal überrascht von der Offenheit der Afrikaner und ihrem Wunsch, mit uns zusammenzuarbeiten. Verstehen Sie, es geht nicht nur darum, dass wir etwas für Afrika getan haben, dass wir den Menschen geholfen haben, Freiheit und Unabhängigkeit zu erlangen und gegen den Kolonialismus zu kämpfen, auch wenn das sehr wichtig ist, sie erinnern sich an alles, aber sie erinnern sich auch an das andere.

Was ist meiner Meinung nach das Wichtigste? Die Tatsache, dass wir nie irgendwo Kolonisatoren gewesen sind. Unsere Zusammenarbeit war immer auf einer gleichberechtigten Grundlage oder auf dem Wunsch zu helfen und zu unterstützen aufgebaut. Und die Länder, die versuchen, mit uns zu konkurrieren, auch jetzt, die haben eben eine ganz andere Politik verfolgt. Wenn man vergleicht, was in früheren Zeiten in der Zusammenarbeit mit Russland, mit der Sowjetunion, wie sie damals hieß, und mit anderen Ländern passiert ist, dann spricht natürlich alles für Russland, das müssen wir heute berücksichtigen und im Kopf behalten.

Wenn man sich Afrika anschaut, unsere Zusammenarbeit. Ja, wir haben geholfen. Und was haben die ehemaligen Kolonisatoren getan? Damals, 1957, mir wurde kürzlich ein Bild gezeigt, wurden Menschen aus Afrika in Käfigen in europäische Länder gebracht, zum Beispiel nach Belgien. Es ist unmöglich, die Bilder anzuschauen, ohne Tränen in den Augen zu bekommen: Kinder saßen in Käfigen und wurden zur Schau gestellt.

Doronow: Ja, das war eine Ausstellung. Sie haben da ein Dorf gebaut.

Putin: Ja. Sie brachten Menschen, darunter ganze Familien, in Käfigen, zeigten sie, stellten sie aus und die Kinder hielten sie in separaten Käfigen! Wie kann man das vergessen? Keiner in Afrika vergißt das.

Und jetzt versuchen sie immer noch, dort Befehle zu geben und ihre neokoloniale Politik zu betreiben. Sie haben alle afrikanischen Länder ausgenutzt, sie schulden ihnen Billionen Dollar. Das heißt, sie haben mit den afrikanischen Ländern ein Kredit- und Finanzsystem geschaffen, in dessen Rahmen die afrikanischen Länder die ihnen gewährten Kredite per Definition überhaupt nicht zurückzahlen können. Es handelt sich nicht einmal um eine Kreditbeziehung, sondern um eine Art von Abgaben, verstehen Sie?

Aber unsere Ansätze waren und sind ganz anders und das verschafft uns gewisse Vorteile in der Zusammenarbeit mit unseren Partnern: sowohl mit denen, zu denen wir zu Sowjetzeiten besondere Beziehungen hatten, als auch mit denen, zu denen wir jetzt neue Beziehungen aufbauen. Das spüren auch unsere Freunde.

Deshalb sehe ich hier keine größeren Schwierigkeiten, auch nicht bei der Wiederherstellung unserer früheren Positionen.

Doronow: Wenn wir das Thema schon angesprochen haben, möchte ich folgende Frage stellen: Was ist mit denen, die das nicht so sehen? Das sind zum Beispiel die baltischen Staaten, die Tschechische Republik und Ungarn, die sagen, Russland habe sich wie ein Kolonisator verhalten, als es zum Beispiel Panzer nach Prag oder Budapest geschickt hat.

Putin: Wir haben längst anerkannt, dass dieser Teil der Politik der Sowjetunion falsch war und nur zu angespannten Beziehungen geführt hat. Man darf in der Außenpolitik nichts tun, was in klarem Widerspruch zu den Interessen anderer Nationen steht, das ist alles.

Aber diese Fehler, wenn wir über Fehler sprechen, machen die führenden westlichen Länder, allen voran die USA, heute. Sie machen sowohl auf ihre Verbündeten als auch auf ihre sogenannten Partner Druck, sie haben keine Freunde, sie haben nur Interessen. Das ist die Fortsetzung der bekannten britischen Formel.

Ende der Übersetzung

Nachtrag

Da in den Kommentaren diskutiert wird, ob die Aussage, dass es 1957 eine Ausstellung in Belgien gab, in der Afrikaner in einem Gehege oder in Käfigen ausgestellt wurden, will ich dazu etwas sagen: Ja, die gab es, es war allerdings 1958, Putin hat sich um ein Jahr vertan.

Das war die Weltausstellung Expo 58, bei der in Belgien nicht nur das berühmte Atomium aufgestellt wurde, sondern Belgien hat auch eine Kolonialausstellung zum Kongo und Ruanda-Urundi aufgebaut, zu der das Eingeborenendorf (Village indigène) gehörte. Man muss im Netz ein wenig suchen, denn heute sind viele Einträge im Netz dazu geschönt worden, aber wer ältere Berichte darüber findet, der stellt fest, dass es tatsächlich so war, wie Putin erzählt hat.


Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

51 Antworten

  1. Die Komintern war keine Schimäre, sondern real. Die bedeutendste Sektion außerhalb der Sowjetunion bildete dabei die Kommunistische Partei Deutschlands. Und es sind nicht nur die Menschewiki mit ihrem blöden Stereotyp der Sozialen Gerechtigkeit, die Gespenster der Weltrevolution, welche die Menschheit „befreien“ wollten, machen uns heute enorm zu schaffen. Überall auf der Welt sind Brandherde entstanden, selbst in den USA, Kanada und Australien sind die Mumien zurück gekehrt

    Die kommunistische Weltrevolution wird heute von einflußreichen Oligarchen benutzt, um ihre Weltherrschaftsziele durchzusetzen, denn bis zu einem bestimmten Punkt sind die Ziele der Kommunistischen Internationale mit denen der Globalisten gleich, Abbau der Grenzen, proletarische Vereinigung, Solidarität, Wissenschaftsgläubigkeit, u.ä. Die Globalisten verstecken sich, wobei eigentlich auch jedem Sozialisten klar sein müßte, daß der „woke“ Kulturkampf eine Kolonisierung der Köpfe ist und nur den Konzerninteressen dient. Das Versteckspiel, die ideologischen Reibereien und die Ähnlichkeiten sind kräftezehrend machen die Aufklärung besonders schwer.

    1. Nur weil etwas formal gleich ist, ist es doch nicht identisch. Wenn Stalin oder Rosa Luxemburg von Sozialismus redeten, waren das völlig konträr Dinge. Und so ist es auch mit Komintern und den heutigen Oligarchen. Wer das leugnet, kann gleich alles in einen Topf werfen, Assange mit Relotius, BILD mit ARTE, AFD mit SPD…

      1. Absolut richtig: Wenn Zwei das (scheinbar) Gleiche tun, ist es immer noch nicht das Gleiche. Eine nasse Strasse kann von Regen, einer geplatzten Wasserleitung, von einer Autowäsche oder sonst was zeugen – und sind all diese Dinge etwa auch das Gleiche ? Wer hier die engestrebten Erscheinungsbilder des Kommunismus mit denen des Imperialismus gleichsetzt, hat die wahren Unterschiede nicht verstanden und ist in meinen Augen entweder saublöd oder vorsätzlich ein Desinformant !

      2. Und außerdem: Den Kommunismus hatte es bisher noch nie in der Realität gegeben, den Imperialismus aber schon lange. Der Kommunismus war bisher lediglich eine aus dem KAPITAL und MANIFEST (Karl Marx, Friedrich Engels) abgeleitete Idee für ein gerechtes Gesellschaftsmodell, an das man sich über den „realen“ Sozialismus mit all seinen Vorzügen sowie Mängeln (der Mensch ist i.A. fehlbar) herangetastet hat. Der Kapitalismus und daraus hervorgegangene Imperialismus sind uns nur zu gut bekannt – die wenigen scheinbaren materialistischen Vorzüge nimmt man gerne mit, aber die überwiegenden Schattenseiten machen uns derart zu schaffen, dass man auf den Kapitalismus/Imperialismus in der bekannten Form durchaus verzichten kann. Ich persönlich denke, dass in Russland und China die gemischten Modelle (gesellschaftliches und Privatkapital) besser ausgewogen werden können, um die Schattenseiten des (ausufernden) Materialismus weitestgehend klein zu halten.

    2. Was für ein naiver Kommentar.
      Die kommunistische Weltrevolution würde Enteignung für alle Oligarchen bedeuten und dazu die Herrschaft des Proletariats. Also keine Millionäre oder gar Billionäre, keine Royals, keine reichen Müßiggänger die seit Generationen nichts mehr arbeiten usw.
      Kapitalisten glauben gerne der kapitalistischen, orwellschen Lügenpresse. Ihr seid naive Opfer.

      1. Die „kommunistische Weltrevolution“ sowas wie „Warten auf Godot“. Oder der Honigtopf am Ende des Regenbogens. Alles Eins. Wenn wir dann mal da angekommen sind, dann wird alles GUT.

        Nix wird gut, garnix. Denn der Mensch an sich ist nicht gut. Nicht auf Dauer. Nicht im Allgemeinen. Letztlich setzen sich dann doch immer die Üblen, Gemeinen und Gewalttätigen durch und übernehmen zu ihrem persönlichen Vorteil den Laden.

        Glaubt es oder glaubt es eben nicht, erst wenn der Neue Himmel und die Neue Erde von Gott her neu geschaffen wurden, für die, die freiwillig mit dabei sein wollen, dann wird alles gut sein. Vorher kann man nur versuchen das Beste aus dem was wir haben zu machen. Und der Kommunismus scheint mir nicht dazu zu gehören. Der hat noch nie in der Realität funktioniert. Aber Schuld daran waren natürlich immer irgendwelche anderen. Das Prinzip ist schon gut bla bla bla . . . . Frage: Wer würde in ein Flugzeug einsteigen wollen, das bisher noch jedesmal abgestürzt ist. Der Erfinder aber beteuert, daß es aber im Prinzip genial ist, das Beste von allen denkbaren Flugzeugen, nur der Pilot hat halt immer was falsch gemacht.

        1. Du bist von kapitalistischer Propaganda verblendet.
          Du meinst Anarchismus. Aber im Sozialismus/Kommunismus wird es stets eine Obrigkeit geben die für Ordnung sorgt und Egoisten wie zB deine Lieblinge Soros, Rothschild, Rockefeller, Musk, brit. Royals, Schwab… unten halten. Unten halten durch Resozialisierung und wieder gewöhnen an Arbeit, so wie das jeder andere auch zu tun hat. Müßiggängerei wie in deinem Kapitalismus ist dann aus.
          Und wer immer noch sieht wie der Kapitalismus immer wieder scheiterte und scheitert der ist blind.

          1. @Joe

            Ich würde es nicht unbedingt „Obrigkeit“ nennen….doch JEDE Gesellschaft muss Regeln für das Zusammenleben aufstellen, die dann auch eingehalten werden sollten…..
            Das fängt in der kleinsten Zelle der Gesellschaft – der Familie schon an….

            Eigentlich sollte das gar nichts Außergewöhnliches darstellen sondern es ist ein Naturgesetz…..

          2. Nun mal langsam: „… von Propaganda verblendet … “ ??? Unsere Gesellschaft ist von Menschen gemacht und die sind von Natur aus unvollkommen – sie haben nur eingeschränkte körperliche und geistige Fähigkeiten und Fertigkeiten, können sich irren oder täuschen, nutzen zuweilen Andere auf deren Kosten für sich selber aus u.v.a.m. – und das kommt zunächst immer von Innen und auch OHNE Propaganda. Im Ergebnis ist also auch die von Menschen gemachte Geselschaft mit ihrem gesamten Überbau (Staat) unvollkommen – egal welche Gesellschaftsordnung man betrachtet. Wenn man das Außen geändert haben will, so muss man erst einmal im Inneren damit anfangen, denn der Geist beherrscht die Materie – sie selber hat nie die Macht, den Geist zu beherrschen, obgleich sich viele Menschen von ihr unbedarft bzw. unbewusst beeindrucken lassen. Im Fazit also besteht die Lösung erst einmal in einer umfassenden geistig-spirituellen Bildung, bis daraus eine Gesellschaftsordnung erwächst, in der man wirklich gerne lebt. Diese Art von Bildung wird derzeit jedoch im Westen in aller Form unterdrückt, denn man braucht hier Fließband-Lemminge und keine autarken Denker. Man schaue sich also an, wie umfassend und intensiv in den einzelnen Gesellschaften Kultur und Bildung gepflegt werden, und dann kann man daraus schließen, was für einen wirklichen Wert diese Gesellschaft für die Menschen hat – der kapitalistische (materiell exorbitant orientierte) Westen ist diesbezüglich einfach nur zum Kotzen 🙁

          3. Hey Joe,
            deine Weltsicht ist aber ziemlich Schwarz / Weiß. Wer kein überzeugter Kommunist ist, ist / kann, nur Kapitalist sein. Was anderes gibt es wohl nicht. Schön, von mir aus.

            Aber warum hat es denn bisher noch nie geklappt mit diesem Sozialismus/Kommunismus? In keinem einzigen Land in dem man das versucht hat. Oder waren das die Kapitalisten, die von Außen und Innen dagegen gewühlt haben. Wurden dann deshalb die Lager notwendig. Die Mauern. Die Gefängnisse.

            Oder wollten die in den Ländern lebenden Menschen, also die Bürger selber, nicht so wie sie sollten. Sie wollten keine Sozialisten/Kommunisten sein, die immer und überall von der Partei bzw. deren Funktionären gegängelt werden. Obwohl doch die Partei natürlich immer alles am besten weiß. Und wer nicht hören will . . .

            Ich für meinen Teil möchte erst mal sehen, das eine Theorie in der Praxis auch wirklich funktioniert. Mit den Menschen die man hat. Und nicht Menschen dazu braucht, die man sich erst noch malen muß, damit es funktionieren kann.

            1. @Krambambuli
              „Aber warum hat es denn bisher noch nie geklappt mit diesem Sozialismus/Kommunismus? In keinem einzigen Land in dem man das versucht hat. “

              Wer sagt denn, dass es nicht funktioniert hat? Oberflächlich betrachtet scheint es so zu sein.
              Aber & da hat @dr.listemann völlig Recht, Mensch muss in seinem Inneren VERSTEHEN, was dann auch im Äußeren gemacht wird. Dann hört Gier & Unzufriedenheit – auch die eigebildete – von alleine auf.

              „Oder waren das die Kapitalisten, die von Außen und Innen dagegen gewühlt haben. Wurden dann deshalb die Lager notwendig. Die Mauern. Die Gefängnisse.“

              hm… Natürlich hat der Westen von Beginn an, den Ostblockländern pausenlos Steine in den Weg gelegt um deren Entwicklung zu behindern. Ob es Doktrin waren, die zum Einsatz kamen, Embargos uswusf…, das hat der Westen ja nicht gemacht weil er so menschenfreundlich war… in Westdeutschland musste man auf die „Konkurrenz“ der DDR reagieren & den eigenen Bürgern dann auch noch ein paar Leckerlie geben, was nach dem Fall der Mauer fast sofort eingestellt werden konnte….
              1953 hatte der Westen – nach eigenen Angaben, die man noch vor einigen Jahren in dt. Medien lesen konnte – rd. 1.000 (!) „Agenten“ um den Aufstand zu ermöglichen , im Einsatz. Die hatten ja auch ganze Arbeit geleistet…..

              „Oder wollten die in den Ländern lebenden Menschen, also die Bürger selber, nicht so wie sie sollten. Sie wollten keine Sozialisten/Kommunisten sein, die immer und überall von der Partei bzw. deren Funktionären gegängelt werden….“

              hm….auch hier sollten Sie nochmal @dr.listemanns Kommentar lesen…..natürlich sind solche Begriffe wie Kommunist&Kapitalist“ als Schlagworte benutzt…… ohne drüber nachzudenken, was das eigentlich wirklich bedeutet!

              Sind SIE denn ein glücklicher „Kapitalist“? Wer von den Ostblockbewohner ist es denn inzwischen geworden? Alles Mulitmillionäre durch Tellerwaschen? Reich ohne die eigenen Hände zu nutzen?

              Jede Gesellschaft, die ein Staat bildet & bilden muss um zu existieren, ist immer gezwungen ( & es geht auch gar nicht anders wenn man nicht als Tierrudel leben will – welches auch ungeschriebenen Naturgesetzen folgt) eine Ordnung mit eindeutigen Regeln zu erlassen.
              Natürlich könnte man ganz „demokratisch“ JEDEN Einzelnen dazu befragen – dazu müsste aber auch JEDER Einzelne dann aktiv mitarbeiten daran….die Voraussetzung dafür ist, es tatsächlich auch zu verstehen, was da passieren soll…..
              Schauen Sie ihre Mitreisenden an, die meisten wollen „leistungslos“ alles haben…. nur WER genau erarbeitet es denn dann?

        2. @Krambambuli

          > Frage: Wer würde in ein Flugzeug einsteigen wollen, das bisher noch jedesmal abgestürzt ist. Der Erfinder aber beteuert, daß es aber im Prinzip genial ist, das Beste von allen denkbaren Flugzeugen, nur der Pilot hat halt immer was falsch gemacht.

          Du sitzt in einem solchen Flugzeug, @Krambambuli. Und wenn du älter als 20 Jahre bist, baust du sogar selbst daran mit.

          Dieser Flieger wurde bisher mit russischem Gas, irakischen Kinderblut, burmesischen Kinderjahren und afrikanischen Ressourcen und Menschenleben betankt, um nur einige Quellen zu nennen. Das Prinzip ist genial, denn bezahlt haben stets die Anderen. Und natürlich sind nun auch die Anderen (aktuell einzig Putin) Schuld, wenn es in diesem Flieger immer lauter knirscht und knackt.

          Ein einziger Blick in die Geschichte reicht jedoch, um zu erkennen, dass dieses System nicht nur nicht funktioniert und nicht funktionieren kann, sondern obendrein auch nie funktioniert hat; denn es ist auf Krieg, Unterdrückung und Terror aufgebaut — trotz all der Variationen die es davon gibt; von (fast) reiner Marktwirtschaft über den rheinischen Kapitalismus bist zum „Sozialismus-Hybriden“, namentlich der sozialen Marktwirtschaft: Stets und immer reichte Viel nur für Wenige.

          „Wohlstand für alle!“, das erklärte Ziel des „(west-)deutschen Kapitalismus“ ist auch rund 70 Jahren nicht nur nicht erreicht, sondern sogar weiter entfernt als am Anfang des Versuchs, wenn man einschlägigen Statistiken glauben möchte. Und es entfernt sich immer weiter…

          … Wie also definiert sich „Scheitern“ deiner Meinung nach?

          Ist es vermieden, wenn man sich einfach daran klammert? War also der große Fehler des Ostblocks, dass man unblutig die Geschicke übergab, anstatt den Pöbel mit Lügen, Propaganda und Zukunfts-Hoffnungsgeschwafel für dumm zu verkaufen und zum Weitermachen und Durchhalten zu zwingen?

          Oder erkennen wir an, dass wir gescheitert sind; dass der Kapitalismus per se gescheitert ist und trotzdem – entgegen deines Postulats – noch unzählige Leute völlig gedankenlos in diesen Flieger einsteigen?!

  2. « Aber diese Fehler … machen die führenden westlichen Länder, allen voran die USA, heute. »

    Das ist nicht ganz richtig. Die USA gehen anders vor, wenn es gilt, die Kooperativität der Vasallen zu erhalten. Da werden nicht offen Panzer geschickt, um ein unzufriedenes Volk zu maßregeln. Man überwacht und manipuliert das Volk psychologisch geschickter und subtiler durch die Schule und den Propaganda Apparat. Das Volk wird auf diese Weise unschädlich gemacht – „making it safe for democracy“.

    Vom vertrottelten Volk droht dem System also keine Gefahr mehr. Die kann nur von beherzten Akteuren aus den Reihen der Führer in Wirtschaft oder Politik kommen. (Das Militär ist in der BRD als eigener Faktor quasi ausgeschaltet – die Bundeswehr hat nicht mal einen eigenen Generalstab.)

    Wenn solche Führer, die von Big Brother natürlich genau überwacht werden, sich heimlich ein Herz fassen, gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, sie abzusägen oder zu zähmen. Das geht manchmal ganz einfach über Wahl oder Skandal. Ein frühzeitiges Ableben muß dann nicht arrangiert werden. Die Leitung geht auf andere Akteure des Systems über, die egoistisch und opportunistisch nur auf diesen Moment gewartet haben.

    Aber auch das ist nicht immer möglich. Manchmal muß ein Akteur zeitnah abgestraft werden, um sein Verhalten zu korrigieren. „We occasionally have to twist the arms of countries that wouldn’t do what we need them to do“, wie es Barack Obama Ende Januar 2015 im Gespräch mit Matthew Yglesias (VOX) formulierte.

    Und hier kommt die demokratische Alternative zur gewaltsamen Intervention ins Spiel. Nicht einfach Panzer schicken! Das ist unfein, das ist grob, das ist kontraproduktiv. Man will ja nur den Willen einer oder einiger weniger Personen biegen oder brechen. Und dazu eignet sich ein Terroranschlag, der wie ein Unfall oder eine sonstige Katastrophe aussieht. Man spricht dann von einer „Tragödie“.

    Ein solches Mittel der Intervention wurde am 24. März 2015 gegen Merkel eingesetzt. Man schlachtet 150 Menschen, aber die Öffentlichkeit versteht nicht, was eigentlich passiert. Merkel dagegen hat sehr wohl verstanden. Und keine Panzer – nur eine Tragödie. Das ist zwar blutiger und brutaler als die Panzer, aber doch viel feiner und effizienter. Natürlich muß man dazu die Mittel im Vorfeld sorgfältig aufbauen. Das geht nicht einfach spontan.

    Flug GermanWings 9525 am 24. März 2015 – 24.3.23
    https://t.me/s/Atombombe/86

    1. Dieses intrigante und mordlüsterne Vieh hält den deutschen Rekord: Vier volle Amtszeiten Krieg geführt. Ihre ganze Amtszeit Krieg geführt hatten bis dahin nur die Kurzzeitkanzler Georg Michaelis, Graf Georg von Hertling und Prinz Max von Baden von 1917 / 1918.

      In „dienender Führung“ war Merkel nur bei kriegerischen US-Präsidenten, denn ohne deren Macht und Waffen wären die Deutschen mit ihrer Bundeswehr nicht weit gekommen. Bei Trump, der den Ostfeldzugsplänen unserer Führer*in im Wege stand, konnte sie auch anders.

      Weshalb soll Merkel „abgestraft“ worden sein? Ist ihre Kriegswut selbst dem kriegslüsternen Obama zu gefährlich geworden?

      Les Brigandes – Merkel muß weg (Merkel dégage!)
      https://rutube.ru/video/6c7cc40ea9717dce9d6e667490d9ecc2/

      Das System Merkel und die Merkelaner müssen weg. Merkels Vize Steinmeier und Scholz, Merkels „EU-Präsidentin“ von der Leyen, Merkels Wunschpräsident Biden, „le Vizekanzler de Merkel“ Macron, und die ganzen Merkel-Pudel in der EU.

      „Es wird jetzt viel über die rechtliche Bewertung der Vorgänge in der Ukraine gesprochen: „Tribunale“ und so weiter. Aber „das“ bietet sich konkret für ein Tribunal an. Was A. Merkel in ihrem Interview sagte, ist der Beweis für eine Person, die direkt erklärt hat, daß alles, was in den Jahren 2014-2015 getan wurde, nur ein Ziel hatte – die Augen der Weltgemeinschaft von den wirklichen Problemen abzulenken, das Regime in Kiew auszuhalten und mit Waffen vollzupumpen und zu einem größeren Konflikt zu führen. Dies ist der Beweis.“

      Maria Sacharowa, Об интервью бывшего канцлера ФРГ А.Меркель газете «Цайт»
      Москва, 8 декабря 2022 года
      https://www.mid.ru/ru/foreign_policy/news/1842643/#3

    2. Die USA setzen zur Durchsetzung ihrer Kolonialherschaft bis heute vorallem auf Genozid durch Bombenterror und Todesschwadrone(siehe u.a. Korea, Vietnam, Indonesien, Irak, Afghanistan, Jugoslawien, Libyen, Ukraine). Das erklärt auch die Milliarden, die die USA weltweit in ihr illegales Biowaffenprogramm investieren, und NATO-Terrornetzwerke wie z.B. „Gladio“, „UCK“, „IS“ und „Asov“.

      „We must be willing to continue our bombing until we have destroyed every work of man in North Vietnam if this is what it takes to win the war.“ – US-General Curtis LeMay

      US-Reportage über die Durchsetzung des Kapitalismus in Indonesien:
      youtube.com/watch?v=RcvH2hvvGh4&t=11m

      Die Sowjetunion hat Osteuropa vor erneutem Genozid und Versklavung durch die Kapitalisten geschützt.

      „Der Übergang zur Marktwirtschaft“, so das abschliessende Fazit des UNDP-Berichts vom August 1999, „war für Millionen von Menschen buchstäblich tödlich.“
      web.archive.org/web/20160216151412/http://www.anderewelt.ch/146,0,kapitalistische-transformation-mit-toedlichen-folgen,index,0.php

      „Sex Slavery is Big Business in Europe:
      Hundreds of Thousands of East European Women Sold For Sex “
      https://web.archive.org/web/20040314133407/http://www.the7thfire.com/Politics%20and%20History/sex_slavery_big_business_in_europe.htm

      1. « USA … Genozid durch Bombenterror und Todesschwadrone »

        Das stimmt natürlich. Aber nach Abschluß des Bombenterrors, wo Japan und die BRD zu „Verbündeten“ geworden, ist dieser Weg versperrt. Nun braucht man verdeckte, heimtückische Methoden. Das geht bis zum Massenmord. Das Ziel des Terrorismus ist das Biegen und Brechen der Psyche der Zielperson durch den Schrecken. Das wollen oder können die meisten Menschen nicht begreifen.

    3. Dieses intrigante und mordlüsterne Vieh hält den deutschen Rekord: Vier volle Amtszeiten Krieg geführt. Ihre ganze Amtszeit Krieg geführt hatten bis dahin nur die Kurzzeitkanzler Georg Michaelis, Graf Georg von Hertling und Prinz Max von Baden von 1917 / 1918.

      In „dienender Führung“ war Merkel nur bei kriegerischen US-Präsidenten, denn ohne deren Macht und Waffen wären die Deutschen mit ihrer Bundeswehr nicht weit gekommen. Bei Trump, der den Ostfeldzugsplänen unserer Führer*in im Wege stand, konnte sie auch anders.

      Weshalb sollte Merkel „abgestraft“ worden sein? Ist ihre Kriegswut selbst dem kriegslüsternen Obama zu gefährlich geworden?

      Les Brigandes – Merkel muß weg (Merkel dégage!) https://rutube.ru/video/6c7cc40ea9717dce9d6e667490d9ecc2/

      1. « Weshalb sollte Merkel „abgestraft“ worden sein? »

        Das ist nicht ganz klar. Ich vermute, daß es etwas im Rahmen ihrer Minsk 2 Diplomatie war. Vielleicht schon die Tat an sich, der Mut zu einer eigenen Initiative. Es ist absolut nicht gesagt, daß dies Abkommen sozusagen in London oder Washington oder gar Berlin als Finte entworfen wurde. Und das hat Merkel auch nicht explizit gesagt.

        In London und Washington und dann auch Berlin wurde es ignoriert und gebrochen. Entstanden ist es meiner Ansicht nach wirklich im Zuge der Minsk 2 Diplomatie. Wäre es umgesetzt worden, so hätte es zu einer Befriedung geführt. So einfach ist das.

        Merkel formulierte passivisch, ohne zu sagen, wem konkret es darum ging, der Ukraine Zeit für die Aufrüstung zu geben. Merkel weiß es, aber sie hat es nicht gesagt und wird es wohl nie sagen.

        Vielleicht war es auch der Beitritt der BRD zur chinesischen AIIB, der bestraft werden mußte. Wir können es nicht genau wissen, da uns Informationen fehlen.

    4. Das System Merkel und die Merkelaner müssen weg.

      Merkels Vize Steinmeier und Scholz, Merkels „EU-Präsidentin“ von der Leyen, Merkels Wunschpräsident Biden, „le Vizekanzler de Merkel“ Macron, und die ganzen Merkel-Pudel in der EU.

      „Es wird jetzt viel über die rechtliche Bewertung der Vorgänge in der Ukraine gesprochen: „Tribunale“ und so weiter. Aber „das“ bietet sich konkret für ein Tribunal an. Was A. Merkel in ihrem Interview sagte, ist der Beweis für eine Person, die direkt erklärt hat, daß alles, was in den Jahren 2014-2015 getan wurde, nur ein Ziel hatte – die Augen der Weltgemeinschaft von den wirklichen Problemen abzulenken, das Regime in Kiew auszuhalten und mit Waffen vollzupumpen und zu einem größeren Konflikt zu führen. Dies ist der Beweis.“

      Maria Sacharowa, Об интервью бывшего канцлера ФРГ А.Меркель газете «Цайт» Москва, 8 декабря 2022 года https://www.mid.ru/ru/foreign_policy/news/1842643/#3

      1. Sacharowa hat nicht genau zugehört. Merkel hat sich selber nicht mal belastet. Sie hat passivisch formuliert, ohne die Betrüger beim Namen zu nennen. Sie selber gehörte sicher nicht zum engeren Kreis, sondern war – vermute ich – ein wichtiger Teil des für Rußlands ausgelegten Köders, eine nützliche Idiotin auf allerhöchstem Niveau.

        Der engere Kreis der Planer und Betrüger rekrutiert sich aus den F/UK/US Westmächten, natürlich insbesondere UK/US. Die BRD wurde instrumentalisiert und dann mit der Sprengung der Nord Stream Leitungen auf der Weltbühne in bisher nicht dagewesener Form offen gedemütigt.

  3. Um den Unterschied zwischen dem „Globalismus“ des Kreml und dem des Weißen Hauses in unserer schlimmen Gegenwart zu verstehen genügt es vollkommen, zu lesen, wie und was die beiden Präsidenten antworten, wenn sie zu den Kernthemen der Gegenwart befragt werden.

  4. @lumi
    Also ich tue mir schwer mit ihrer Aussage, aber im grundsätzlichen Sinne…
    Mir fällt es schwer dieses in Deutschland ununterbrochen beschworene Märchen vom „gutherzigen Bürger der von den bösen Politikern und Medien manipuliert wird, aber selber nichts dafür kann“

    Ich muss da immer an Martin Niemöller denken …

    Ich zitiere

    Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.

    Als sie die Gewerkschaftler holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Gewerkschaftler.

    Als sie die Juden holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Jude.

    Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.

    1. Ja, es stimmt, dieses Zitat hört sich sehr schmissig an. In meinen Augen stimmt es nicht mehr, eben weil sich die Zeiten und die Möglichkeiten geändert haben.
      Deshalb meine Frage an Sie: was denken Sie? Man darf auch etwas anderes denken als Herr Niemöller.

    2. @Yr – Ihr Leseverständnis ist ungenügend. Vom „gutherzigen Bürger“ sprechen hier nur Sie. Ich dagegen habe vom „vertrottelten Volk“ gesprochen. Sind Sie vielleicht selber betroffen?

      Was der Verräter Niemöller damit zu tun hat, bleibt wohl ihr Geheimnis. Wenn wider den Anschein Ihren Gedanken irgendeine Logik zugrunde liegen sollte, so müßten Sie die schon explizit machen.

      1. Im Diskurs ist es grundsätzlich nie besonders überzeugend dem Gegenüber oder gleich einem ganzen Volk pauschal Dummheit zu unterstellen nur weil Sie dessen Positionen nicht teilen.

        Der Durchschnittsrusse oder der Durchschnittsdeutsche sind, ganz sachlich, weder großartig klüger noch großartig dümmer als Sie oder ich. Wer entwas anderes behauptet agitiert auf Stammtischniveau.

        1. Nach meiner Erfahrung unterscheiden sich die Menschen in ihrer Fähigkeit zur Wahrnehmung und Erkenntnis aus mehreren Gründen ganz erheblich voneinander. Ob man diese Unterschiede großartig nennt und auf „dumm“ oder „klug“ reduziert, ist eine andere Frage.

          Mir geht es um die *objektive Tatsache*, daß der politmediale Apparat der BRD, der die Köpfe der Deutschen mit seiner Jauche füllt, eine aktive Kampagne zur *Vertrottelung* führt. Auf wissenschaftlicher psychologischer Grundlage. Seit Jahren und Jahrzehnten.

          Daß die Leute deswegen dumm wären, haben Sie gesagt, nicht ich. Mein Fokus ist dabei ein anderer.

          1. Ok sie ziehen von „vertrotteltem Volk“ auf politische „Erkenntnisfähigkeit“ zurück. Auch da der gleiche Widerspruch. Alle anderen leben in einer Blase und Sie die derjenige der die Wahrheit kennt. Das hab ich schon zu oft gehört. Und je agressiver der Ton, je härter der persönliche Angriff auf Andersdenkende, je größer die zugehörige Weltverschwörung, je mehr Quellen und Medien, welche die eigene Erklärung pauschal ausklammern will, umso schwächer der eigentlich interessante Teil, die Argumente und Belege.

            Die meisten Beiträge in der Blase „prorussischen Narrative“ haben im Schwerpunkt die Qualität eines Röper oder Lipp. Blogger welche ohne journalistische Distanz und Sorgfalt monothematisch und mit klarer politischer Färbung, in Masse Meinung als News verbreiten, sich mit sich selbst oder anderen Internetquellen belegen oder im Bestfall noch bei russischen Staatsmedien abschreiben.

            Sie denken wer anders denkt ist „gesteuert“ oder „vertrottelt“. Ich denke man sollte sich die von Ihnen angebotenen Quellen und Argumente anschauen und sich seine eigene Meinung bilden.

        2. @DnRI

          Tja, irgendwie scheint jeder unter „Dummheit“ was anderes verstehen zu wollen. Und so sagt derjenige, der sich für tolerant hält – nicht weil er tolerant ist sondern weil er wohl eher zum Gutmenschentum gehören will – plötzlich so etwas „Schönes“ & denkt, er wäre damit besonders klug? „Stammtischniveau“ – was genau soll das ihrer Ansicht nach sein? Etwas Verwerfliches? Ist man, weil man sich selber zur Selbsternannten Elite zählt, etwa besser, klüger oder einfach nur zombifiziert?

          Unterschiedliche Völker/Gesellschaften haben unterschiedliche Mentalitäten, die sich häufig aus ihrerm jahrhundertelangen Zusammenleben in ihrer Gesellschaft ergeben…. Und als Deutscher darf man schon erkennen, dass die Deutschen besonders Obrigkeitshörig sind & gerne Untertan – auch wenn sie ständig von Demokratie & Freiheit faseln & sich für die Schlauesten weltweit halten….. Wer die Deutschen dann auch vielfach im Ausland erlebt, kann das nur bestätigen….sie sind ziemlich dumm, vertrottelt, anmaßend anderen Völkern gegenüber & selber eigentlich schon tot….

  5. Sehr geehrter Herr Röper,

    vielen Dank für die Übersetzung(en). Man bekommt das hier ja nicht mit!

    Auch diese Weltausstellung habe ich im Kopf. Habe die Geschichte gelesen und die Bilder (ja auch die Werbemaßnahmen dazu noch im Kopf). Da fällt mir gar kein Wort mehr ein ausser, Menschen können so sein, schlimme Dinge tun, dann ist die Moral ganz kaputt! Es musste wirklich eine Entnazifizierung her. Nur ist diese nicht in der Ukraine beschränkt (leider). Aber einen Weltkrieg will man auch nicht riskieren. Wie Rogosin es schon gesagt hatte: Jedes Volk muss das für sich begreifen!

    1. Was die US-Dauerpropaganda im Bewusstsein von Völkern bzw. deren Führungseliten anrichten kann, sieht man überdeutlich und plakativ an der völlig abwegigen Überzeugung der westlich aber auch z.T. innerasiatisch an Russland angrenzenden Staaten, dass man meint, es könne für die betreffenden Länder eine lebenswerte Zukunft geben, solange man mit Russland verfeindet ist.
      Aber die USA schaffen das NICHT NUR durch Propaganda, sondern durch tiefgreifende Korruption der jeweiligen Führungseliten, die ja ganz offensichtlich gegen die Interessen ihrer jeweiligen Bevölkerungen regieren, was zur Folge hat, dass für deren „Zukunft“ weit weg von ihren „Wirkungsstätten“ vom „Imperium“ gesorgt werden muss.

      1. @cui bono

        Du gehst von falschen Voraussetzungen aus cui bono.
        Die Jenigen, die sich so verhalten (trotz all der Negativ-Beispiele sich an die USA binden) sind nicht die Länder selbst, sondern korrupte Einzelpersonen, die eine gewisse Machtbasis erlangt haben. Wenn die USA etwas zu Hauf haben, dann sind es Dollar und damit kaufen sie sich einfach diese Leute. Da diese ja bereits eine Machtstruktur haben (ohne die sie nicht in die Positionen gekommen wären) müssen sich die USA nicht darum kümmern. Sie müssen ihnen nur sicheres Geleit versprechen, fals etwas schief geht. Und ein paar Dollar in Aussicht stellen. Sobald die versprochene Summe groß genug für den einzelnen ist, ist der bereit alle Vorsicht in den Wind zu schlagen und auf Hoffnung zu setzen. Was kann der Hampelmann, an dessen Bändchen sie ziehen denn gegen sie machen, wenn sie ihn fallen lassen, ausser zappeln?

        NICHTS…

        Denke nicht, dass jeder dieser Macht-Eliten an sein Land denkt. Das tun sie nicht. Und schon gar nicht an die Bürger. Diese Leute denken immer nur an ihr eigenes Wohl. AUSSCHLIESSLICH!
        Es gibt nur sehr – sehr – wenige Ausnahmen davon.
        Aus diesem Blickwinkel wird das Verhalten Armeniens, Georgiens, der Ukraine, aber auch aller anderen US-Versallen, wie auch das der USA sehr logisch erscheinen.

        1. So hat @cui bono es wohl gemeint (siehe 2× „Führungseliten“), wenn auch vielleicht zwischendurch etwas unklar formuliert, weil natürlich „Staaten“ als abstrakte Gebilde keine „Überzeugung“ haben können, sondern nur konkrete Funktionsträger, die selbige maßgeblich steuern.

        2. @ Ricoppp32

          „Wenn die USA etwas zu Hauf haben, dann sind es Dollar und damit kaufen sie sich einfach diese Leute.“

          Soll schon vorgekommen sein, aber es ist in der Masse viel schlimmer. Sie erpressen sie… und das nach guter alter „wild-West“-Manier. Erst bekommst du was, dann mehr und ab dem Zeitpunkt, ab dem du dich an den tollen Lebensstil gewöhnt hast, hast du Angst alles zu verlieren, denn das Weltbild würde sofort zusammenbrechen, deine Frau dich verlassen und viel Geld (sowie die Kinder, sofern vorhanden) mitnehmen. Dann ist man in D fertig und darf in den meisten Fällen Harz beantragen (mal abgesehen davon, dass viele Politker Berufspolitiker sind und nichts anderes je gelernt haben, also nicht wie damals ein Bäckermeister dann von der Innung kam und wusste wo den Leuten dort der Schuh drückte).

          Das wissen die Transatlantiker genau, deshalb statten Sie Leute, die bereits „erpressbar“ geworden sind, mit noch mehr Macht aus und schicken die an die wesentlichen Positionen. Hirn spielt keine Rolle und wenn vorhanden, dann ist das eher noch negativ zu betrachten, als positiv. Hat man genug Schlüsselpositionen besetzt, gleicht das einer „Gitsch-gatsch“ im Spiel Mühle. Der Rest dümpelt in einem „Regional-Team“ irgendwo rum und versucht Legislaturtechnisch zu denken und die Rente zu sichern. Da sich Arbeiten in D ja auch immer weniger lohnt (es seidenn man ist für irgenwas ein Spezialist), denken die ja auch garnicht dran irgendwas auch nur annähernt zu gefährden. Warum auch… für die läuf´s prächtig. Die haben Einfluss, Macht, können 4 mal in den Urlaub, oder sie nennen es „Geschäftsreise“ und nehmen den Sohn mit. Ein dickes Konto und irgendwelche Schwarzgelder sind auf Konten geparkt auf Inseln, die noch keine Namen haben und von denen gibt es noch genug…

          Das einzige, was diesen Teufelskreis überhaupt durchbrechen könnte, wäre eine Staatspleite, oder ein kollektiver Bruch der EU und die Rückbesinnung auf nationale Entscheidungsträger. Dann muss man noch aufpassen, dass nicht die falschen an die Macht kommen und selbst dann wäre es noch ein langer, langer Weg.

          Also ich sehe das Glas momentan noch zu 70% voll, wobei man dann logisch betrachtet erst einmal das Glas austrinken muss. Das Glas zerbrechen, selbst recyclen und dann neu giessen muss. Da dann wieder Wasser reinzufüllen wird eine ähnliche Anstrengung benötigen, wie es meine Großeltern und Eltern damals mit viel Fleiß getan haben und ob unsere Generation Z und 0-Bock das hinbekommt, dass ist nochmal eine ganz andere Geschichte. Ich kann denjenigen verstehen, der sagt: Ich bin dann mal wech hier, dat is mir zuviel! Ich kehr doch nicht die Scherben dieser Wichser weg, die hier der Moral wegen unser gesamtes Vermögen in ein schwarzes Loch verballern und die Waffen dann in ganz anderen Teilen der Erde auftauchen. usw.etc. …

      1. Sieht so aus, als würde die Neuauflage des „Neuen Europa“ nicht mehr lange halten.

        „Rule 1, on page I of the book of war, is: ‚Do not march on Moscow‘. Various people have tried it, Napoleon and Hitler, and it is no good.“

        — Bernard Montgomery of Alamein

        „An der gewaltigen Front, die vom Eismeer bis zum Schwarzen Meer reicht, kämpfen … Deutsche und Italiener, Finnen und Rumänen, Ungarn und Slowaken, Legionäre aus Spanien, Freiwillige verschiedener Länder und verschiedener Zunge und geben ein leuchtendes Beispiel der … Einheit Europas in der neuen Ordnung, die unsere großen Führer angekündigt und für die Zukunft der Kulturvölker vorbereitet haben….

        Er ist das Zeichen der geistigen Erhebung Europas … Die Völker Europas sind näher zusammengerückt. … Europa zum erstenmal in seiner Geschichte auf dem Wege der Einigung!…

        Heute kämpfen die Söhne von fast allen europäischen Ländern im Osten für die Erhaltung des Lebens und der Kultur unseres Erdteils….

        Das neue Europa marschiert. Unbeirrbar – unaufhaltsam! … Die Völker dieses Kontinents werden das neue Europa aufbauen … Mit der zunehmenden Einigkeit und Geschlossenheit der Völker wird unser Kontinent ein immer stärkerer Faktor gegen jeden, der es wagt, Europa anzugreifen.“

        Joachim von Ribbentrop: Rede aus Anlaß der Verlängerung des Antikominternpaktes – 26. November 1941
        Text 16
        https://archive.org/details/QuellenZurNeuordnungEuropasTeil1

        “… wie Adolf Hitler die Mehrheit der europäischen Länder ergriff und sie gegen die Sowjetunion schickte … … eine Koalition aus fast allen Europäern, die zur Nato und EU gehören, und führen über die Ukraine ‚mit einer Vollmacht‘ einen Krieg gegen unser Land mit der gleichen Aufgabe – eine endgültige Lösung der ‚russischen Frage‘. Hitler wollte endgültig die ‚jüdische Frage‘ lösen.“

        — Sergej Lavrov, Jahrespressekonferenz, 19.1.2023

    1. Das sehe ich auch so.
      Ich würde Polen auch noch dazu zählen.
      Putin will/darf das aber vermutlich nicht sagen.

      Ein Mensch soll früher mal so ungefähr gesagt haben:
      „Die Menschen müssen für ihr menschenwürdiges Leben jeden Tag kämpfen bzw. es jeden Tag verteidigen.“
      Das haben wir DDR-Bürger nicht getan und jetzt machen das die Bundesbürger auch nicht. Von anderen Ländern ganz abgesehen.
      Aber irgendwann wird es die Menschheit erkennen und verwirklichen.

  6. 1957 gab es in Belgien noch „Menschenzoos“? Gibt es dafür Belege?

    Ich weiß, daß es sowas um die Jahrhundertwende (ab 1897) dort gab, analog in Deutschland bei Hagenbeck, und laut Wiki wurde in Belgien 1957 ein neues Museum zu „Belgisch Kongo“ eröffnet, Aber gab es u der Zeit wirklich wieder/noch eine Ausstellung mit echten (verschleppten) Afrikanern darin?

    1. Nein, das ist tatsächlich ein Irrtum. Entweder von Putin – oder in der Übersetzung.
      1897 gab es einen solchen Menschenzoo. Sogar mit der Aufschrift „nicht füttern“. Die bedauernswerten Kongolesen haben nicht lange überlebt im belgischen Winter und starben an Infektionen.

  7. @lumi

    *
    Das ist nicht ganz richtig. Die USA gehen anders vor, wenn es gilt, die Kooperativität der Vasallen zu erhalten. Da werden nicht offen Panzer geschickt, um ein unzufriedenes Volk zu maßregeln. Man überwacht und manipuliert das Volk psychologisch geschickter und subtiler durch die Schule und den Propaganda Apparat. Das Volk wird auf diese Weise unschädlich gemacht – „making it safe for democracy“.
    *

    Allein diese Aussage „manipuliert das Volk “
    Und sie sind der einzige der diese Manipulation durchschaut und das Volk ist zu dumm oder wie?

    Niemöller ist der Beweis dass die Masse eben nicht manipuliert wird, sondern aus Kalkül mit macht …

    Weil wenn die Propaganda wie sie diese beschreiben wirken würde, würde diese auch bei ihnen würken …tut sie aber offensichtlich nicht … Daher was auch immer die Mensche in diesen Land veranlasst zu tun was sie tun …es ist ganz sicher keine US Propaganda

    1. Die Menschen hier kümmern sich einfach um ihren eigenen Kram. Zu irgendeiner Mitwirkung an der Außenpolitik fühlen sie sich weder berufen noch werden sie gefragt. Ob nun Ukraine oder Rußland, die allermeisten können da praktisch so wenig unterscheiden wie zwischen Argentinien und Chile.

      Wobei machen die Menschen denn konkret mit? Sie hängen im System und wollen keinen Ärger, sondern ihre Ruhe und ihren Komfort. Der Rest ist ihnen wumpe bzw. wird im mausfeldschen Empörungsmanagement kanalisiert.

      Und natürlich ist der ganze BRD Propaganda Apparat seit Gründung dieses staatsähnlichen Gebildes auf die Interessen der USA ausgerichtet. Auf wessen denn sonst? Wäre es anders, hätte das Volk schon Mitte der 1950er die Wiedervereinigung erzwungen.

      Operation Wunderland – Ein Volk wird umerzogen – Teil 1 von 3
      https://youtu.be/3vmgiQvDVWU

  8. Beide Seiten hängen zusammen
    Prüft selbst

    Bitte folgt den Links und macht Euch ein Bild, warum wir nicht auf Rußland hoffen dürfen.

    Hitler in den Augen einer Amerikanerin – Preußische Allgemeine Zeitung (paz.de)

    Folgt man dem Link der Dorothy Thomson, übrigens eine sehr interessante Aussage zu den Nürnberger Prozessen,

    Dorothy Thompson – Wikipedia

    trifft man auf Julius Epstein Julius Epstein (Autor) – Wikipedia
    Eine gleichfalls sehr interessante Person, ein investigativer Jornalist in den USA, der dort kein Gehör findet, weil er einige dunkle Geheimnisse der Russen entdeckt hat und gemeinsame Schweinereien. Wie die Aktion „Kielholen“, der 4 Millionen Russen zum Opfer fielen, gemeinsam umgebracht, Katyn ist seit 1947 bekannt, wird beschwiegen, Schauprozesse in Israel von Hintergrundregie gelenkt.
    Und der hat einiges aufgedeckt, was wir bis heute nicht zu wissen bekommen, weil die USA und die UdSSR gemeinsame böse Geheimnisse haben. Wer jetzt auf Rußland setzt, ist verraten und verkauft. Es ist das, was ich schon immer vermutete, daß die seit 1917 zusammenarbeiten. Warum lügt Putin bis heute bei den Ursachen des II WK? Ich habe bei der PAZ natürlich meine Erkenntnisse kommentiert, aber die unterliegen ja wie die gesamte bRD Presse der Selbstzensur. Wir sind bekanntlich noch schlimmer dran als die Russen und Amis, die auch sonderbare Regierungen haben. Hoffentlich funktionieren die Links, bei mir wird regelmäßig der Outlook angegriffen, und ich kann nur vom Server aus schreiben. Viel Spaß beim Recherchieren!

    1. Interessant die Passage zur sogenannten Epstein Affäre 1962 im Wiki zu Julius Epstein:

      « Die deutsche Bundesregierung befürchtete, die westlichen Alliierten seien bereit, der Sowjetunion zu weit entgegenzukommen. »

      Das riecht stark nach einer der üblichen Manipulationen. In Wahrheit wären alle Arten von Arrangements mit der Sowjetunion im deutschen Interesse gewesen. Ziel von London und Washington war dagegen die Unterbindung solcher Arrangements zugunsten einer Konfrontation.

      Julius Epstein soll die Depeschen „im Einverständnis mit Bundeskanzler Konrad Adenaue veröffentlicht“ haben. Stand er in persönlichem Kontakt zum Kanzleramt? Adenauer jedenfalls war ein Lügner und die CDU schon immer die Judaspartei.

    2. Dorothy Thompson (Wiki), eine amerikanische Publizistin, Lügnerin und wahrscheinlich Agentin.

      Was sie zu den Nürnberger Prozessen sagt, liegt aber auf der Hand. Das ist das mindeste, was man unbedingt feststellen muß. Ich sag nur Seife und Lampenschirme.

    3. « Warum lügt Putin bis heute bei den Ursachen des II WK? »

      Sie haben überhöhte Erwartungen an Putin. Er vertritt die Interessen seines eigenen Landes. Er ist kein weißer Ritter wider den Globalismus. Wie soll er das auch sein? Rußland alleine ist nicht stark genug, diesen Kampf zu führen.

      Sie müssen einfach nur begreifen, daß es keine Atommächte gibt, weil es keine Atombomben gibt – siehe „Lumi“ Link. Dann sieht man die Kräfteverhältnisse etwas besser. Und dann klärt sich das Bild.

      Und was brächte es, auf Deutschland zu bauen? Unser Land hat sich unter einer schwachen und immer schwächeren Führung als erbärmlicher Waschlappen erwiesen, der sich selber nicht die Bohne für seine eigenen Interessen engagiert. Wie soll man da erwarten, daß andere es an unser statt tun?

      « … daß die seit 1917 zusammenarbeiten. »

      Ja und nein. Der Westen instrumentalisiert alle Länder nach Erfordernis. Triple Entente bereits 1907 für den Krieg gegen uns 1914. Man kann es nicht so schwarz und weiß sehen. Rein gute Akteure gibt es sowieso nicht. Die wurden alle schon in Level 1 eliminiert.

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