Polen: Kiew kann der EU beitreten, wenn Mechanismen zum Schutz vor Getreide aus der Ukraine geschaffen werden

Der polnische Minister für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung Robert Telus erklärte, dass die EU Mechanismen schaffen solle, um sicherzustellen, dass die ukrainische Landwirtschaft den agroindustriellen Komplex der europäischen Länder nicht bedroht

Der Beitritt der Ukraine zur EU sollte von der Schaffung von Mechanismen abhängig gemacht werden, die den europäischen Markt vor den Gefahren schützen, die von ukrainischem Getreide ausgehen, erklärte der zuständige polnische Minister Robert Telus bei einer Pressekonferenz nach dem Treffen der EU-Landwirtschaftsminister.

„Die Ukraine will der Europäischen Union beitreten. Das ist gut. Aber sie muss gewisse Kriterien und Bedingungen erfüllen“, sagte er und erklärte, dass die EU Mechanismen schaffen solle, um sicherzustellen, dass die ukrainische Landwirtschaft den agroindustriellen Komplex der europäischen Länder nicht bedroht.

Polen sei äußerst besorgt und enttäuscht darüber, dass die EU nicht versuche, solche Schutzmechanismen für die Zukunft zu schaffen, so der Minister.

Angesichts der Weigerung der Europäischen Kommission, das Embargo für Getreidelieferungen aus der Ukraine über den 15. September hinaus zu verlängern, haben Bratislava, Budapest und Warschau auf nationaler Ebene ein Importverbot für ukrainische Agrarprodukte verlängert.

Der stellvertretende ukrainische Wirtschaftsminister und Handelsbeauftragte Taras Katschka erklärte, dass Kiew wegen der Verlängerung des Importverbots am Montag bei der Welthandelsorganisation eine Klage gegen Bratislava, Budapest und Warschau einreichen werde. Katschka zufolge wird Kiew gezwungen sein, auf die Maßnahmen Warschaus zu reagieren und ein Importverbot für Obst und Gemüse aus Polen zu verhängen.

Der ukrainische Präsident Wladimir Selensky erklärte, Kiew sei kategorisch gegen weitere Beschränkungen der Getreideexporte. Ihm zufolge verstößt die Europäische Kommission gegen Versprechen, Bestimmungen des Assoziierungsabkommens und die Bedingungen des freien Marktes, weshalb Kiew bereit ist, seine Rechte vor Gericht zu verteidigen.

Übersetzung aus der russischen Nachrichtenagentur TASS


Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

9 Antworten

  1. Was ist das denn wieder für eine sinnbefreite Meldung ?
    Was Polen über Kiev erzählt ist bedeutungslos , Getreide , EU-Beitritt , was für ein Blödsinn .
    Solange das Thema Ukraine abschliessend nicht für die Zukunft gesichert ist , wird da in Bezug auf die EU nichts passieren .
    Ist das wieder so eine Ablenkung von anderen wichtigen Sachen ?

  2. ….nach den Äusserungen Russischer Politiker zu urteilen, wird Bandera – Galizien, der EU als „Trostpreis“, nach der Neuaufteilung des Ukrainischen und Neurussischen Gebietes, überlassen werden ??..😎

  3. Die EU wird in der aktuellen Form zerfallen , dieses korrupte Pack in der EU hat keine Zukunft mehr , ein zerfallen der EU selber kann man nicht zulassen , das würde in Europa im Chaos enden , also wird man die EU wieder auf Spur bringen ohne dieses korrupte Pack .
    Jegliches aktuelle Gequatsche über einen EU-Beitritt kann man sich derzeit schenken , erst recht wenn dieser Müll von Polen kommt .

    1. Irgendeinen Vorteil oder Nutzen der EU konnte ich seit ihrer „Vorbereitungsphase“ ab 1985 allerdings nicht erkennen. Das Chaos, das wir jetzt haben, ist die zwangsläufige Folge des „Europagedankens“, genau, wie der II.Weltkrieg zwangsläufige Folge des vorherigen Versuchs, ein „einiges Europa“ zu schaffen, war.

      Dann ist da noch ein Faktor: Angenommen, die EU zerfällt und Deutschland wird wieder ein eigenes, unabhängiges, souveränes Land: Dann wird man die anderen „Ehemaligen“, die genau den „Geist“ und Gefängnisgeruch der EU ausströmen, den man selber loswerden will, meiden wie die Pest und Beziehungen so gut es geht zu Ländern außerhalb der früheren EU suchen. Und die anderen „Ehemaligen“ werden das auch so halten.

      1. …im brd – Gebiet (war früher Germanien), werden „Dicke Grüninnen“ und griesgrämige ehemalige „NATO – GRUENLINGE“, zusammen ein glückliches Leben, ohne CO2 – Erzeugung führen.. …die „Grueninnen“ werden die Wolle verarbeiten, welche die „Gruenlinge“ von ihren Schafherden abscheren, welche sie unter eingefallenen Windmühlen und zerbrochenen Chinesischen Solarpaneelen weiden lassen.. …das Weiden der Herden, werden ihnen die „Neuen Fachkräfte“ beibringen, welche in Folge des „Gliemawandels“ auch Dromedare aus Nordafrika in den „Siedlerbooten“ mitbringen werden.. …auf den „Touristenwegen“ quer durch dieses Gebiet, werden Chinesische Busse mit sparsamen Verbrennermotoren fahren welche die Touristen der BRICS – SCO – usw. Staaten durch dieses „Urzeit – Globalisten – Gebiet“ kutschieren.. …die „Grueninnen und Gruenen“, werden natürlich alle die 20 „Carola – Spritze“ von Billy erhalten haben, welcher als „Sanitäter“ diese Wesen betreuen wird.. ..an der Fortsetzung, wird gerade gearbeitet ??..🙈🙈

  4. „dass die EU Mechanismen schaffen solle, um sicherzustellen, dass die ukrainische Landwirtschaft den agroindustriellen Komplex der europäischen Länder nicht bedroht“

    Also so eine Art EU-Mitglied light?

    Ich weiß gar nicht wo das Problem liegt. Die Ukraine wird ihr Zeug nicht los… prima. Den Mist einfach kaufen und vor Ort vernichten. Damit hat man doch Erfahrung in der EU. Auf die paar Mücken kommt es jetzt auch nicht mehr an. Aber mal abwarten, sowas kommt wohl noch.

    Aber das der Ansatz nicht funktioniert, die Nachbarländer alles kaufen zu lassen, ist doch klar.

    Die meist ausländischen Besitzer der Produzenten wollen halt Gewinne sehen. Alles andere ist doch völlig egal.

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