Das politische Personal im Westen

Der sehr sehenswerte russische Nachruf auf Silvio Berlusconi

Das russische Fernsehen hat einen Nachruf auf Silvio Berlusconi auch dazu genutzt, um einen Blick auf das heutige politische Personal zu werfen. Das Ergebnis war mehr als deutlich.

Im wöchentlichen Nachrichtenrückblick des russischen Fernsehens wurde ein Nachruf auf Silvio Berlusconi gezeigt, den man im deutschen Fernsehen sicher nicht zu sehen bekommen würde. Außerdem wurde dieser Nachruf auch zu einer sehr deutlichen Abrechnung mit dem heutigen politischen Personal in der EU und den EU-Staaten. Freunde eines direkten Humors, der leider so viel Wahrheit enthält, dass einem das Lachen schon mal im Halse stecken bleiben kann, werden an dem Nachruf, den ich übersetzt habe, ihre wahre Freude haben.

Beginn der Übersetzung:

Italien und die Welt haben am Mittwoch Abschied vom Patriarchen der europäischen Politik, Silvio Berlusconi, genommen. Eine Trauermesse in Mailand. Landesweite Trauer und Tränen, die sich in keiner Weise zurückhalten lassen.

„Silvio Berlusconi war gewiss ein Politiker, ein Unternehmer, ein Mann mit einem Heiligenschein aus Ruhm. Aber jetzt, in dieser Stunde des Abschieds und des Gebets, was können wir über Silvio Berlusconi sagen? Er war ein Mann mit einer Leidenschaft für das Leben, eine Leidenschaft für die Liebe, eine Leidenschaft für die Freude“, sagte Mario Enrico Delpini, der Erzbischof von Mailand.

„Europa muss früher oder später – ich weiß nicht, wann das sein wird – seine Türen für Russland öffnen, damit Russland ein vollwertiges Mitglied wird“, sagte Berlusconi.

Seit Berlusconis Tod hat Putin mehr als einmal öffentlich zu seinem Gedenken gesprochen. So auch auf dem Forum in St. Petersburg: „Vor kurzem ist der ehemalige italienische Ministerpräsident Berlusconi verstorben. Er hat viel zum Aufbau normaler, langfristiger Beziehungen zwischen Russland und den NATO-Ländern beigetragen, wie Sie bereits erwähnt haben. Er war ein sehr kluger und ein sehr aktiver und energischer Mensch, und es ist nicht übertrieben zu sagen, dass er meiner Meinung nach eine Persönlichkeit von Weltformat war.“

Als Berlusconi in den Sarg gelegt wurde, wurde auch das Europa, das wir liebten, in den Sarg gelegt. Berlusconi war der letzte, der es verkörperte. Jetzt sind die Politiker dort noch viel oberflächlicher und ignoranter. Daher auch das Ergebnis: Sie haben Europa in einen miserablen Zustand gebracht, und es gibt nicht viel, was die Zukunft erhellen könnte. Da ist niemand.

Berlusconis Weg war trotz des kolossalen Ergebnisses dornig. Was seine politischen Konkurrenten ihm alles nachgesagt haben! Korruption, Orgien mit Minderjährigen, Interessenkonflikte, Zeugenbestechung…

Dennoch hat sich Berlusconi in seinem langen Leben – er ist in seinem 87. Lebensjahr an Leukämie gestorben – über Wasser gehalten: viermaliger Ministerpräsident Italiens, Milliardär und langjähriger Eigentümer des Fußballclubs AC Mailand, Vorsitzender seiner Partei Vorwärts Italia und Gründer eines Medienimperiums. Er wurde angeklagt und freigesprochen, aber sie haben es nie geschafft, ihn ins Gefängnis zu bringen.

„In absoluten Zahlen ausgedrückt, bin ich die am meisten juristisch verfolgte Person aller Zeiten“, so der Politiker. Das scheint wirklich so zu sein. Aber auch Berlusconis Verteidigungslogik war eisern: „Wenn ich mich um die Interessen aller kümmere, und auch um meine eigenen, kann von einen Interessenkonflikt keine Rede sein.“

An Bescheidenheit zu sterben, das drohte ihm nicht: „Ich sage mit aller Aufrichtigkeit, dass ich mich für den besten Ministerpräsidenten halte, den die italienische Republik in ihrer 150-jährigen Geschichte hatte“, verkündete er einmal.

Seine Symbolik war bestechend: „Ich bin der Jesus Christus der Politik. Ich bin das geduldige Opfer, ich ertrage alle, ich opfere mich für alle.“

Wer sonst könnte so etwas sagen und nicht Lachen, sondern Bewunderung hervorrufen? Seine Witze bewegten sich am Rande der politischen Korrektheit. Zu Medwedew sagte er einst: „Ich habe Präsident Putin gesagt, dass Barack Obama alles hat, um zu verhandeln. Er ist jung, sieht gut aus und ist sogar gut gebräunt.“

Und der Mut und das absolut unabhängige Denken? „Wenn ich Premierminister wäre, würde ich niemals mit Selensky sprechen, ich würde niemals zu ihm gehen, denn wir sind Zeugen der Zerstörung seines Landes. Es hätte gereicht, wenn er die Angriffe auf die beiden autonomen Republiken des Donbass eingestellt hätte, dann wäre das alles nicht passiert. Ich bewerte das Verhalten dieses Herrn also sehr, sehr negativ. Um Frieden zu erreichen, sollte der amerikanische Präsident Selensky zur Seite nehmen und sagen: ‚Ich bin bereit, nach dem Ende des Krieges einen Marshallplan zum Wiederaufbau der Ukraine aufzustellen'“, so Berlusconi.

Putin lernte Berlusconi 2001 kennen. Und sofort herrschte das, was man „Chemie“ nennt, zwischen den beiden Staatsoberhäuptern, trotz des recht beachtlichen Altersunterschieds von 16 Jahren. Seitdem haben sie sich mehr als zwei Jahrzehnte lang gegenseitig in verschiedenen Situationen unterstützt und aus ihrer Sympathie keinen Hehl gemacht.

Berlusconi besuchte Putin schon ein Jahr nach der Wiedervereinigung der Krim mit Russland auf der Halbinsel. Europa schauderte vor Hass, aber beide Staatsoberhäupter verkosteten in den Kellern von Massandra ungerührt 200 Jahre alte Meisterwerke des Weinbaus, als ob nichts geschehen wäre. Das ist die Tradition der Gastfreundschaft für Monarchen und Staatsoberhäupter.

„Putin ist ein Mann, der andere respektiert, er ist nachdenklich, er ist ein zutiefst liberaler Mann, der sein Wort hält. Er ist ein echter Demokrat. Ich kenne ihn seit mehr als 15 Jahren, ich betrachte ihn fast als meinen kleinen Bruder. Ich habe eine sehr gute Freundschaft mit ihm, und heute ist er zweifellos die Nummer eins in der Welt“, sagte Berlusconi.

Berlusconi zeigte sich beeindruckt von seiner Reise auf die Krim: „In einer Zeit, in der die Welt insgesamt einen Mangel an Führungspersönlichkeiten erlebt, ist Putin die absolute Nummer eins. Ich habe Putin gebeten, dass wir uns allein, ohne Leibwächter, unter das Volk begeben. Sie hätten die Liebe und Sympathie sehen sollen, mit der er begrüßt wurde. Frauen stürzten sich weinend in seine Arme und dankten ihm.“

Und das war schon für das inneritalienische Publikum: „Stellen Sie sich vor, in Italien werde ich an den Rand gedrängt, während Wladimir Putin sich bereit erklärt hat, mir die Staatsbürgerschaft zu verleihen und mich mit der Leitung des russischen Wirtschaftsministeriums zu betrauen.“

Das mit dem Posten des Wirtschaftsministers war natürlich ein Witz. Berlusconi war in seinem Element. Und hier ist ein Witz vom letzten Jahr. Flaschentausch an Geburtstagen: „Ich habe die Beziehungen zu Putin wieder aufgenommen. Er schickte mir 20 Flaschen Wodka und einen sehr netten Geburtstagsbrief. Ich antwortete mit Flaschen Lambrusco und einem ebenso netten Brief. Ich kannte ihn als einen Mann des Friedens und des gesunden Menschenverstands.“

Lambrusco ist der berühmte rote Schaumwein aus Italien. Ein Symbol für den Hedonismus, der Berlusconi sicher nicht fremd war. Kaum ein zeitgenössischer Politiker kann von sich behaupten, der Playboy Nummer eins zu sein. Berlusconi hat hier mit deutlichem Vorsprung gewonnen. Er hatte schon immer eine Vorliebe für Frauen.

Berlusconis Sinn für Humor war bissig und kompromisslos. Hier zum Beispiel über Margaret Thatcher: „Wenn sie eine hübsche Frau gewesen wäre, hätte ich mich an sie erinnert.“

Und über Trump: „Ich mag Trump? Blödsinn, ich mag Trumps Frau.“

Auch Macron kam nicht gut weg: „Macron ist ein brillanter, hübscher Junge, der natürlich das Glück hat, eine schöne Mutter zu haben, die ihn an der Hand führt.“

Verständlicherweise gab es auch Skandale. Die finnische Ministerpräsidentin Tarje Halonen war nicht gerade Berlusconis Typ, aber bei Gesprächen im Jahr 2005 versuchte er, sich ihr gegenüber galant zu verhalten. Ihm zufolge hat er sogar „Playboyqualitäten“ an den Tag gelegt. Die finnische Regierung hat daraufhin sogar den italienischen Botschafter nach Helsinki einbestellt, um über das Thema zu sprechen. Was man ihm dort wohl gesagt hat?

Generell war Berlusconi bei Formalitäten pietätlos. Er verhielt sich immer direkt, was man entweder als grob oder als süße Einfalt bezeichnen kann, das ist eine Frage der Wahrnehmung. Im Jahr 2009 ließ Berlusconi die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel warten, als er zu ihr kam. Merkel trat vor, um Berlusconi zu begrüßen, aber sein Telefongespräch mit Erdogan erwies sich in dem Moment als wichtiger. Also musste Merkel warten.

Offiziell war Berlusconi zweimal verheiratet. Seine erste Frau war Carla Elvira Dell’Oglio. Die Ehe wurde 1965 geschlossen. Sie brachte seine Tochter Maria Elvira und seinen Sohn Pier Silvio zur Welt. 15 Jahre später verliebte Berlusconi sich in die Schauspielerin Veronica Lario. Nach einer 10-jährigen Beziehung heirateten sie im Dezember 1990. Sie hatten drei weitere Kinder, die Töchter Barbara, Eleonora und Sohn Luigi. Die Beziehung dauerte mehr als 30 Jahre. Die Ehe endete schließlich im Jahr 2014, aber da war Berlusconis Lebensgefährtin schon das 28-jährige Model Francesca Pascale. Sie wurde sogar als „die Braut“ bezeichnet, aber am 5. März 2020 gab die Pressestelle der Partei „Vorwärts Italien“ offiziell die Trennung Berlusconis von Pascale bekannt. Die neue „Braut“ war die dreißigjährige Marta Fascina aus Kalabrien. Die symbolische „Hochzeit“ fand in der Villa Gernetto in der Lombardei statt.

Berlusconi schämte sich nicht für seine Begeisterung für Frauen. Er badete in diesen Beziehungen. Ohne jemanden zu verärgern, benahm er sich verschwenderisch. Es ist schwer vorstellbar, dass Berlusconi auf einem Motorroller mit getöntem Helm und einem Leibwächter hinter ihm im Schutz der Nacht zu seiner Geliebten fuhr. Nun, so wie es der französische Präsident Hollande getan hat. Das ist passiert. Die Paparazzi hielten die geheime Route in allen Einzelheiten fest. Berlusconi war Anhänger eines anderen Stils.

Seine Zahnärztin Nicole Minetti wurde Abgeordnete in der Lombardei. Die Tänzerin Barbara Matera wurde Europaabgeordnete. Und „Miss Italien“ Mara Carfagna, der Star der Männermagazine, trat sogar als Ministerin für Chancengleichheit in seine vierte Regierung ein, nachdem sie 2008 mit dem Ministerpräsidenten intim geworden war. Stark. Was denn? Sie galt als die schönste Ministerin der Welt. Berlusconi war zu diesem Zeitpunkt erst 72 Jahre alt.

Im Jahr darauf ein Skandal. Das 17-jährige Model Noemi Laetitia erhält vom Ministerpräsidenten eine goldene Halskette mit Diamanten geschenkt. Für die Ehefrau ist das der letzte Tropfen. Sie reichte die Scheidung ein. Die minderjährige Noemie soll an Sexpartys in der Villa des Premierministers teilgenommen haben.

Und dann wurde der 74-jährige italienische Premierminister offiziell wegen „Unmoral“ angeklagt. Eine 17-jährige marokkanische Nachtclubtänzerin, die den Spitznamen Ruby the Heartbreaker trägt, hatte zunächst nichts dagegen, sich zu amüsieren, aber schließlich endete das in einem Strafverfahren. Das Mädchen war bei einem Schönheitswettbewerb in Sizilien aufgefallen. Dann eine Einladung in die 72-Zimmer-Villa in Arcora, wo die berühmten Bunga-Bunga-Orgien stattfanden. Abendessen, erotischer Tanz, Striptease mit Maske und Kostüme von Stewardessen und Dienstmädchen. Anfassen war erlaubt. Dann, so wurde geschrieben, nahm Berlusconi eines oder mehrere der Mädchen mit in seine Gemächer und gab den anderen Geld oder Geschenke.

Der 74-jährige Berlusconi scherzte nur: „Ich kann zwar manchmal rummachen, aber 33 Frauen in zwei Monaten ist ein bisschen viel, selbst für einen Mann in den Dreißigern.“

Dabei forderte Berlusconi auch, die Wünsche der Frauen zu berücksichtigen. Warum sollten sie so ignoriert werden? Ist das etwa gerecht?

„Hier gibt es eine ganze Schlange von Frauen, die davon träumen, mich zu heiraten. Und ich glaube, ich weiß auch warum. Erstens bin ich lustig, nicht wahr? Zweitens bin ich wohlhabend. Drittens gibt es das Gerücht, dass ich gut im Bett bin. Und viertens denken diese Frauen alle ungefähr das Gleiche: ‚Er ist alt, er wird bald sterben, und dann erbe ich alles'“, sagte der Politiker vor einem lachenden Publikum.

Berlusconi wurde zunächst zu sieben Jahren Gefängnis und einem lebenslangen Verbot, öffentliche Ämter zu bekleiden, verurteilt, aber schließlich sprach das Mailänder Berufungsgericht Berlusconi „wegen unzureichender Beweise und fehlendem corpus delicti vollständig frei.

Aber natürlich zeigt sein Privatleben Berlusconis Persönlichkeit lange nicht erschöpfend auf. Er war ein Zeitgenosse und Weggefährte von europäischen Größen wie dem französischen Präsidenten Jacques Chirac und dem deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder. Das war eine wahre Pléiade. Jacques Chirac – nur scheinbar ein Detail – übersetzte den Roman in Versen Eugen Onegin von Alexander Puschkin ins Französische. Chirac sprach sich gegen die anglo-amerikanische Aggression im Irak aus, und als sich die EU-Beitrittskandidaten Bulgarien und Rumänien dafür aussprachen, bemerkte er bissig: „Diese Länder haben heute die große Chance verpasst, zu schweigen“.

Putin erinnerte sich in diesen Tagen in St. Petersburg an Chirac: „Was Chirac betrifft, so war er ein Mann mit im wahrsten Sinne des Wortes enzyklopädischem Wissen. Einige der heutigen Staatsoberhäupter haben nicht einmal eine Hochschulausbildung, aber das ist eine Besonderheit des politischen Systems in einigen Ländern, dass es Menschen mit, sagen wir mal, einer schwachen Allgemeinbildung und einem geringen kulturellen Niveau an die Spitze bringt. Jacques Chirac gibt es auch nicht mehr, er war eine große politische Persönlichkeit. Ich habe ihn mal gefragt: Warum handelt die amerikanische Führung in manchen Fällen so aggressiv und so kurzsichtig? Er antwortete mir auf Russisch: „Weil sie unkultiviert sind.“ Das waren seine Worte.“

Heute ist in Europa in gewisser Weise fleischlos, was Berlusconi in seiner typischen Unverblümtheit ansprach: „Die gesamte italienische Politik ist in Schwierigkeiten, weil es keine wirklichen Führungspersönlichkeiten gibt, ich sage noch mehr, die gesamte Weltpolitik. Schauen Sie, was in Europa passiert, vor allem in Deutschland, wo niemand gewonnen hat und Scholz eine neue Regierung bildet. Aber ich kenne ihn gut und ich versichere Ihnen, er ist ein Politiker mit bescheidenen Fähigkeiten. Zu bescheiden, um ein großes Land wie Deutschland nach 16 Jahren Angela Merkel zu führen. Kürzlich erhielt ich einen Anruf von meinem Freund Putin, der mir gratulierte. Ich habe ihm Folgendes gesagt: ‚Vladi, du kennst mich, ich bin aufrichtig, du bist der einzige herausragende Führer, der in der Welt noch übrig ist.‘ Wir haben gelacht, aber ich scherze nicht, das ist die Wahrheit“.

Und der Rest? Wie gefällt Ihnen, wie Ursula von der Leyen, die gelernte Gynäkologin, später deutsche Verteidigungsministerin und jetzt Chefin der EU-Kommission, über hochtechnische Dinge spricht? Die ist doch eine komplette Idiotin! Chips werden im Prinzip nur einmal verwendet, und einen Chip rauszureißen, bedeutet, ihn zu zerstören. Aber sie sagt Folgendes: „Die russische Armee nimmt Chips aus Geschirrspülern und Kühlschränken, um militärische Geräte zu reparieren. Sie haben keine Halbleiter mehr. Die russische Industrie liegt in Schutt und Asche!“

Das erinnert an den Roman „Unser Mann in Havanna“ des englischen Schriftstellers Graham Greene, in dem ein britischer Geheimagent Blaupausen an die Zentrale schickte, allerdings nicht von Geschirrspülern und Kühlschränken, sondern von Staubsaugern, und sie als sowjetische Raketensätze ausgab. Und London hat das zunächst nicht einmal erkannt.

Jetzt wird niemand in Europa den Mut haben, zu erklären, dass alle von der Leyen’schen Konstruktionen von Natur aus verlogen sind. Und niemand wird sieht die komische Seite der gegenwärtigen Situation in Europa, die, so tragisch sie auch ist, natürlich da ist.

Dieser Chef der europäischen Diplomatie Borrell, der im Flecktarn entweder angeln geht oder in den Krieg zieht, der Europa in rassistischer Sprache einen „gepflegten Garten“ und den Rest der Welt einen „Dschungel“ nennt.

Dieser Clown Boris Johnson, dem diese Woche im britischen Parlament wegen wiederholter Lügen unehrenhaft das Parlamentsmandat entzogen wurde. Dabei hat die britische Presse Boris Johnson als den größten Lügner der Geschichte bezeichnet.

Aber warum ihn? Ist Tony Blair, der den Irak-Krieg unter einem wissentlich falschen Vorwand begonnen und das in einer Untersuchung zugegeben hat, ein weniger großer Lügner?

Oder sein Kollege Premierminister Cameron, der mit dem Brexit alle in Angst und Schrecken versetzte, es zu einem Referendum kommen ließ und dann plötzlich sagte, er sei eigentlich gegen den Austritt aus der EU. Aber es war zu spät.

Oder die ahnungslose Liz Truss, die in ihrem ersten Monat als Premierministerin so viel Mist gebaut hat: Sie ließ das Pfund abstürzen und verkündete bei einem Treffen mit Lawrow, dass Großbritannien die Souveränität Russlands über die Region Woronesch niemals anerkennen werde.

Und wie gefällt Ihnen die Karikatur einer Politikerin und deutschen Außenministerin Annalena Baerbock? Unglaubliche Unwissenheit: „Wir müssen die verschiedenen Methoden der Kriegsführung sorgfältig analysieren, denn dies ist kein reiner Panzerkrieg wie im 19. Jahrhundert, es ist ein hybrider Krieg!“, sagte sie. Im 19. Jahrhundert gab es keine Panzer.

Oder: „Präsident Putin kann seine eigenen Entscheidungen treffen und seinen Kurs um 360 Grad ändern.“ Nun, ist die keine Idiotin? Wenn man den Kurs um 360 Grad ändert, bleibt der Kurs derselbe.

Oder: „Was sind die Folgen für ein Nachbarland oder ein Land, das Hunderttausende von Kilometern entfernt ist?“ Es gibt kein Land, das Hunderttausende von Kilometern entfernt ist. Die Länge des Äquators beträgt 40.000 Kilometer. Der am weitesten entfernte Punkt von jedem von uns ist also 20.000 Kilometer entfernt. Von welchen hunderttausend Kilometer entfernten Ländern faselt die deutsche Außenministerin Baerbock?

Und Macron, der lächelt, während Trump ihm die Schuppen vom Jackett streicht? Die USA treten sich die Füße an Frankreich ab und er macht nichts. Hier sieht man Biden, wie er Macrons Hand krampfhaft 42 Sekunden lang hält. Macrons zerbrechliche Hand fühlt sich an, als sei sie in der Schere eines alten Hummers gefangen. (Anm. d. Übers.: Bei Interesse finden Sie hier ein Video der hochnotpeinlichen Szene)

Und was ist das im Ergebnis? Nichts. So sieht sie aus, die europäische politische Landschaft nach Berlusconi. Natürlich werden wir ihn vermissen.

Aber Berlusconi bleibt als Beispiel, als Maßstab und als Herausforderung.

Ende der Übersetzung


Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

48 Antworten

  1. Hier der „Nachruf“ auf Berluscone von den Kommunisten Italiens
    https://zeitungderarbeit.at/international/italiens-kommunisten-zum-tod-berlusconis/
    Die Kommunistische Front Italiens (Fronte Comunista) gab dazu eine treffende Erklärung unter der Überschrift „Non lo piangeremo“ („Wir werden nicht um ihn trauern“) heraus:

    Am Tag seines Todes werden Politiker und Zeitungen von ihm als Staatsmann, als Beispiel eines großen Unternehmers, als Mann im Dienste des Staates sprechen.

    Aber wir erinnern uns gut daran, wofür Silvio Berlusconi stand: einer der vehementesten Verfechter der schlimmsten volksfeindlichen Politiken, Kriege, Privatisierungen, Liberalisierungen und Kürzungen der Sozialausgaben der letzten 30 Jahre.

    Er gehörte zu den reichsten Männern unseres Landes und hat sich mit seinen Unternehmen auf dem Rücken der Arbeitnehmer und auf Kosten der Gemeinschaft bereichert, indem er seinen politischen Konsens auf der Macht der Medien aufbaute und zum Träger einer Kultur des Karrierismus wurde, die auf dem zügellosesten Individualismus und auf der Kommodifizierung der Frauen beruht.

    Als Mitglied der Loge Propaganda Due und überzeugter Antikommunist widmete er seine politische Karriere der Demontage der Errungenschaften der Arbeiterbewegung.

    Ein Lebenslauf, der aus Ausbeutung, Ad-personam-Gesetzen, Korruptionsvorwürfen, Steuerhinterziehung, Beziehungen zum organisierten Verbrechen und dem Kampf gegen die Rechte und Lebensbedingungen der Volksschichten besteht.

    Wir werden nicht um ihn trauern.

    Quelle: Fronte Comunista via IDCommunism (deutsche Übersetzung: ZdA)

    1. Muss doch mal nachfragen, wer ist eigentlich die kommunistische Partei Italiens? Waren die schon mal an der Regierung&6 welche „Errungenschaften für die Arbeiter“ haben die erkämpft?

      Italien ist schwer regierbar & wenn ich mich recht erinnere, war Berlusconi wohl die längste Zeit an der Regierung. Irgendwer muss den ja gewählt haben, ob das mehrheitlich Italiener waren?

      1. Nachfragen? Hast du keinen Internetanschluß um zu recherchieren? Wer hat denn eine KP an der Spitze Italiens verhindert nach dem 2. WK? Wer hat 1980 den Anschlag von Bologna durchgeführt?

        Du erinnerst dich an nichts und wer macht die Meinung in kapitalistischen Ländern? Doch wohl wie in allen die Superreichen denen Journallie, Propaganda, TV, CIA, wikipedia… gehört. Das muß für dich wohl total neu sein…
        Viel Vergnügen mit deiner olivgrünen Regierung, die wurde ja auch von solchen wie dich gewählt. Vergiß nicht dich impfen zu lassen, vierteljährlich, du glaubst deinen Superreichen ja alles.

        1. Da ist aber Jemand biestig. Jeder versteht Kommunisten halt anders.
          In Italien gab es mal welche die gegen Nazis gekämpft haben danach wurden sie dann von Monarchisten, Kapitalisten und Nazis, Paramilitärs und Regierung gejagt und ermordet.
          Du diese Dummerchen glaubten man müsse nur den Parlamentarismus lieben dann kommt der Kommunismus schon irgendwie.
          Die Realität sieht allerdings eher so aus das sie Bettvorleger der Mörder ihrer einstigen Wegbegleiter wurden.
          Und aus diesem Grund spielen sie politisch keine Rolle und das haben sie selbst zu verantworten.

          Ich persönlich kann mir heute Arbeiter und Bauern Ideale höchsten noch als Massengewerkschaft vorstellen aber nicht als Plauderstündchen “ seht wie schlecht es so vielen geht“. Wer seine Ideale im Takt verrät muss sich nicht wundern.
          Sollen ihren Eurokommunismus weiter träumen und alles abnicken. Von einst fast 37% zu fast 0%.

          1. Die italienische KP wurde nach dem 2. WK massiv von der amerikanischen Besatzung bekämpft. Dafür wurde die Mafia wieder aktiviert. Die Mafia wurde von Mussolini verbannt. Alle nach Amerika. Die größte (un) Tat der Mafia war die Ermordung der sizilianischen kommunistischen Führer, die mit einen geschickten Aufruf zur Versammlung bei Piana degli Albanesi 1947. https://gaz.wiki/wiki/de/List_of_victims_of_the_Sicilian_Mafia Wird verschwiegen. Die italienische KP war stets die größte Oppositionspartei. In vielen Kommunen im piemonteser Land stellten sie die Bürgermeister. https://www.welt.de/geschichte/zweiter-weltkrieg/article240379289/Invasion-Siziliens-1943-Wie-US-Behoerden-und-Mafia-zusammenarbeiteten.html Die Machenschaften der USA wird versucht zu vertuschen. Die USA muss als Befreier und demokratischer Freund gelten. Zu Berlusconi. Er war ein Kofferträger der Mafia. Nach dem die Achille Lauro entführt wurde, verlor der Entertainer Berlusconi seinen Job. Sein Mitunterhalter für die Deutschen war Fred Grün. Kurz nach der Befreiung der Achille Lauro erschien Berlusconi mit einem Koffer (ungefähr 3 Millionen Franken) auf eine schweizer Bank im Tessin. Das Geld nutzte er für seine Sender. Sie hatten keine Lizenz und wurden von Slowenien nach Italien ausgestrahlt. Ein Zeichen seiner Mafia-Zugehörigkeit ist seine ausufernde Bautätigkeit rund um Mailand und natürlich sein Hausmeister.

      2. Das Wort haben die „Kommunisten Italiens“:

        FRONTE COMUNISTA 12/05/2023

        78. Jahrestag des Großen Sieges über den Nazifaschismus […]

        Die derzeitige Führung Rußlands, Ausdruck der herrschenden konterrevolutionären Monopolbourgeoisie, bedient sich … des Geschichtsrevisionismus und versucht, unter Ausnutzung der Gefühle des russischen Volkes, den glorreichen Jahrestag des 9. Mai zu nutzen, um ihre kontingente Politik im Rahmen der laufenden zwischenimperialistischen Konfrontation mit einer Umdeutung der Geschichte im Sinne eines großrussischen Nationalismus zu rechtfertigen….

        Die Einrichtung des so genannten „Unsterblichen Regiments“ durch die Regierung des kapitalistischen Rußlands ist eine propagandistische und ideologische Operation, die darauf abzielt, die historische Erinnerung an den entscheidenden Beitrag des sowjetischen Volkes im Zweiten Weltkrieg zu manipulieren.

        Völlig inakzeptabel ist die Instrumentalisierung des 9. Mai zur Rechtfertigung der militärischen Sonderoperation in der Ukraine. Der Versuch, eine Parallele zwischen dieser Operation und dem Großen Vaterländischen Krieg herzustellen, ist eine Manipulation, die jeder historischen Grundlage entbehrt und darauf abzielt, die antifaschistischen Gefühle des russischen Volkes für Zwecke auszunutzen, die nichts mit Antifaschismus zu tun haben. Zunächst einmal sind die „entnazifizierenden“ Absichten eines Regimes, dessen Banner die Trikolore der Verräter ist, die an der Seite der Nazis gegen die Sowjetunion gekämpft haben….

        https://www.frontecomunista.it/2023/05/12/78-anniversario-della-grande-vittoria-sul-nazifascismo/

        1. @паровоз ИС20 578

          Vielen Dank!
          Genau so habe ich mir das vorgestellt, was die italienischen modernen Salonkommunisten von sich geben.
          Es zeigt so offensichtlich, dass der ‚Kommunismus‘ vergewaltigt wurde von diesen Leuten…..

          @Joe
          Leider sind Sie wohl selber ein Opfer einer Ideologie & können nicht unterscheiden, was authentischer Kommunismus ist & was nur so tut als ob.

        2. Immerhin erstaunlich wenn man bedenkt das die Abkehr vom russischen Kommunismus der ja angeblich so schlecht und einnehmend war die it. Kommunisten nicht davon abhielt das Geld der hart arbeitenden russischen Kommunisten einzustecken.
          Alles schon vergessen? Wie wäre es mit Rückzahlung an die russische Rentenkasse ?

          https://www.kommunismusgeschichte.de/jhk/jhk-2010/article/detail/die-finanzierung-der-kommunistischen-partei-italiens-durch-die-sowjetunion

          Was mit 20 000 Tonnen Zitrusfrüchten begann, mit kostbaren Pelzen fortgesetzt und mit kostenlosen Führerurlaub seinen Höhepunkt nahm. Naja kein Wunder das solche Nutznießer auch von anderen Geschäften gut leben konnten und deshalb im Parlament wenig Zeit hatten sich um die Belange echter Kommunisten zu kümmern.
          Während man jammernd die Hand aufhielt machte man in Italien schon wieder dank alter Seilschaften die dicke Kohle und was unternahmen die Kommunisten? Sie hielten bei denen die Hand auf denen man nichts schenkte außer Hass von allen Seiten. Denen man nichts schenkte obwohl sie so große Opfer brachten deren Vorbote aus ihrem Land kam.
          Salonkommunisten ist eine wirklich noch schmeichelhafte Bezeichnung.

      3. @GMT:
        Sie profilieren sich hier schon wieder mit geballter Ignoranz. Wenn Sie über die italienische PCI nichts wissen, ist das IHR Defizit und nicht das anderer Kommentatoren. Was glauben Sie wohl weshalb ausgerechnet in Italien die „Brigate Rosse“ von den Amerikanern erfunden und eingesetzt wurden? (Daniele Ganser hat darüber exzellent recherchiert) Weil die Kommunisten den Arsch-Amerikanern unheimlich wurden. Die CIA hat es jahrzehntelang verhindert dass die PCI jemals an einer Regierung beteiligt war.

        Machen Sie ihre Hausaufgaben und informieren Sie sich mal über die PCI, über Enrico Berlinguer und den Euro-Kommunismus, der eben NICHT unter der Kreml-Knute stand, sondern einen pragmatischen, europäischen Weg gegangen ist.

    2. Danke Ihnen!
      Im Zuge der allgemeinen AfD-isierung wird diese widerliche Schmeißfliege Berlusconi (Beppe Grillo nannte ihn den „Psycho-Zwerg“) für den Geschmack vieler etwas zu sehr idolisiert. Allein die Tatsache dass man den Toten Respekt entgegenbringt, rechtfertigt es keineswegs, diese durch und durch widerwärtige Gestalt als neuen Messias hinzustellen.
      Berlusconi war die Blaupause für sämtliche Privatisierungen auf ALLEN Ebenen, derjenige der das Parlament abschaffen wollte und letztendlich als Modell stand für Leute wie wir sie danach reihenweise erlebt haben.
      Es ist ein Zeichen politischer und gesellschaftlicher Verblendung und ein verheerendes Signal an alles was irgendwie noch was mit Demokratie zu tun hat, diesen widerlichen Mafioso und Gangster in den Himmel zu loben. Da sollte Herr Röper und auch Putin sich mal etwas ernsthafter die Fakten anschauen.
      Hier wird diskret ausgeblendet, dass Silvio B. damit angefangen hat, als Jugendlicher auf dem Schulhof seiner Schule Drogen zu verkaufen. In den 70ern und 80ern hat er die gute Hälfte der Mailänder Vororte illegal mit Hilfe der Mafia gebaut, bevor er, mit Cosa Nostra BESTENS vernetzt, sein TV-Imperium aufgebaut hat.
      Dass Putin den Mann ach so toll findet, zeigt, dass er nicht wirklich weiß, was für ein widerlicher Verbrecher dieser Mann war. Und Herr Röper, es ist mir in der Vergangenheit bereits schon einmal aufgefallen, dass Sie für den Mann wohl eine ganz große Faszination haben. Sie sind doch ein intelligenter Mensch, der sich zu informieren weiß. BITTE informieren Sie sich mal nachhaltig über diesen Widerling, bevor Sie solche Texte schreiben.

      Was wir derzeit in Europa erleben in Hinblick auf Totalitarismus, diktatorische Züge, kriminelle Privatisierungen und die Zusammenarbeit mit kriminellen Organisationen, all das hat Silvio B. erst großflächig gesellschaftsfähig gemacht.

  2. Ich werde Berlusconi immer übelnehmen, dass auch er sich an Bushs Völkermord gegen den Irak beteiligt hat – aber im Gegensatz zu den anderen Beteiligten an diesem Verbrechen hat er einiges andere richtig gemacht.
    Er war bei weitem nicht so schlecht wie ein Bush, ein Blair, ein Obama oder eine von der Leyen.

    1. Sie sind ja auch kein Italiener und leben nicht in Italien. Da ist es ganz praktisch so etwas zu behaupten. Ich kenne zahlreiche andere die von seinen Mafia-Methoden sehr wohl betroffen waren und die äußern sich nicht ganz so positiv über diesen Widerling.

  3. > „Europa muss früher oder später – ich weiß nicht, wann das sein wird – seine Türen für Russland öffnen, damit Russland ein vollwertiges Mitglied wird“, sagte Berlusconi. <

    Nett gemeint, doch Globalbridge.ch bringt gerade ein Interview mit Sergej Karaganow, der meint, Russland sei mit dem Westen fertig. Teile der russischen Eliten, die die Welt durch die westliche Optik sehen, bezeichnet er als „erbärmlich“.

    https://globalbridge.ch/so-soll-die-welt-aussehen-fuer-die-sich-russland-einsetzt/

    Was bietet der heutige Westen – Totalitäre Weltherrschaft einiger Oligarchen im Klima-Namen und Horden bezahlter Barbaren, die sich mal an Meisterwerke, mal an etwas anderes ankleben. Wer dem auf den Leim geht, darf bald verhungern.
    Da soll nicht wundern, wenn die restliche Welt von dieser tödlichen Gefahr wegrennt statt dorthin zu laufen – Karaganow meint, bald dürften auch einige Länder Europas wegrennen, insbesondere Ungarn.

    1. Nun gut, es wird wohl mehr gewesen sein als nur gut gemeint, denn wir wissen nicht WANN (in welchem zeitlichen Kontext) Berlusconi den Türöffner für Russland zu spielen versucht hat. Der Artikel hingegen, den Karaganow auf „RUSSIA in Global Affairs“ veröffentlicht hat, ist weniger als eine Woche alt. Da Sie sich offensichtlich für diesen Teil der aktuellen Entwicklungen interessieren, möchte ich Ihnen einen Artikel von Gilbert Doctorow empfehlen, den er gestern auf Seniora.org veröffentlicht hat, und der sich u.a. mit den Reaktionen von Seymour Hersh und Rose Gottemoeller auseinandersetzt. Eine so kenntnisreiche und nüchterne Analyse habe ich schon lange nicht mehr gelesen.
      https://seniora.org/politik-wirtschaft/sergei-karaganovs-juengster-umstrittener-artikel-in-russia-in-global-affairs

      1. Präventive Nuklearschläge sind eine abenteuerliche Idee. Ähnliche politische Wirkung ohne Zerstörung hätte, würde Russland westliche Kabalen wie Klimagedöns global durchkreuzen – es reicht, wenn es im Westen klar wird, dass der Osten nie folgt. Wie wollen dann westliche Oligarchen die Billionen-Ausgaben erklären? Diese Frage wird sich trotz der Zensur ausbreiten.

  4. Wirklich großartige Menschen erkennen sich eben gegenseitig. Die anderen, vor Neid zerfressen nicht ebenso
    zu sein, tun dann alles in ihrer Macht stehende, diese Menschen zu diskreditieren und möglichst auszuschalten
    weil sie deren Genialität nie erreichen werden.
    Wladimir Putin mag auch Till Lindemann sehr gerne:

    Till Lindemann Любимый город

    https://youtu.be/YkG22Nm0-IM

    Auch ihn versucht man jetzt mit allbekannten üblen Tricks zu vernichten.
    Immer wieder das Gleiche dumme Spiel
    Wahrheit, Lebensfreude und Liebe muß in deren vertrockneten Herzen was ganz Übles sein.
    Da bleibt eben nur noch die geifernde Gier und tiefer Hass.

    1. Man muss damit leben lernen, es gibt Menschen die nur ihr Leben ertragen, wenn sie andere Menschen vernichten können.
      Und dazu benötigt man weder Bomben, Gewehre, nur ein kaltes Herz und vollkommene Unzuffriedenheit.
      Schwätzer versuchen ihre Negativeinstellung verbreiten zu können, weiter so, am Ende siegt das Gute!

    2. Also wenn Sie Berlusconi ALLEN ERNSTES als „großartigen Menschen“ bezeichnen sind Sie entweder:
      •vollständig ignorant oder ungebildet
      •haben die 90er und Nuller-Jahre auf einem andren Kontinent verbracht
      •oder sind schlichtweg so doof dass Sie die Meinungen anderer Leute ungefragt übernehmen.

      Dass Putin dieses Stück Schweinescheiße „toll“ findet und „sein Freund“ war, wirft ein ziemlich schwaches Bild auf diesen eigentlich sonst sehr klugen und reflektierten Menschen.

    1. Ja. So ist das.

      Welchen Nachruf kann man auf die „Mama der Nation“ ….oder dem HamsterbackenOlaf dann mal lesen/hören /sehen?

      Oder von all den anderen…?

      Wahrscheinlich wird man sich fragen, wer wohl die Beklopptesten waren? Die, die sich solange um die eigene Achse drehte, bis aus 40.000 KM dann von POL zu POL Hunderttausende wurden oder der WaschmaschinenUschi….

    2. Petry und GMT, Sie sollten sich bei der NPD anmelden. Ich frage mich allen Ernstes was Sie hier eigentlich verloren haben.
      Es ist unfassbar! Der deutsche Durchschnitts-Tourist, in Badelatschen und weißen Tennissocken bei 38°C geilt sich an Berlusconi auf, einfach NUR weil alle westliche politischen Eliten es auf ihn abgesehen hatten.
      Dass diese Leute (ausnahmsweise) in diesem einen Fall mal tatsächlich Recht hatten, interessiert euch herzlich wenig. Ich verstehe immer besser, weshalb vor 90 Jahren ganz Deutschland in den Nazi-Modus abrutschen konnte. Das kann man u.a. bei euch beiden sehr eindrucksvoll verfolgen.
      Und, zuckt auch schon der rechte Arm und will schräg nach oben?

  5. Der Artikel spricht eine Zeit an, an die ich mich gerne erinnere: In Russland regierte Putin, in Frankreich Chirac, in Italien Berlusconi und in Deutschland Gerhard Schröder. Damals ging Europa einen eigenen, respektablen Weg, losgelöst von den USA, und oft im Gegensatz zu ihnen. Da machte es Freude, Europäer zu sein. Die USA zerstörten diese Konstellation sehr nachhaltig, indem sie eine farblose US-Kandidatin installierten: Angela Merkel.
    Seitdem geht es mit Deutschland wie mit Europa steil bergab.

    1. Gegenwärtig mag in Italien Meloni das eh irrelevante Gendern ablehnen, doch bei wichtigen Themen fährt sie einen strikten transatlantischen Kurs. Soweit ich mich entsinne, Berlusconi und Salvini wollten Banderastan-Alimentierung reduzieren – dennoch setzte sich Meloni durch.

  6. Berlusconi war sicherlich eine ambivalente Persönlichkeit. Nicht ganz von der Hand zu weisen ist der Vorwurf, er hätte den rechten, den faschistoiden Parteien in Italien wieder den Weg geebnet. Nachdem der sog. Eurokommunismus Italiens große kommunistische Partei, genauso wie in Frankreich und Spanien, ins Verderben geführt hatte, sie alle ohne Kompass zurückließ, schickten sich all die anderen, neoliberalen, stockkonservativen Kräfte an, die kommunistischen Parteien in Europa völlig zu zerstören.
    Welche Drahtzieher den Eurokommunismus auf die Schiene setzten, will ich hier aus Zeitgründen nicht diskutieren. Es ist nicht in ein, zwei Sätzen zu erläutern. Aber das es in Europa keine ernstzunehmende kommunistische Kraft mehr gibt ist nicht von der Hand zu weisen. Sie haben ihr Ziel erreicht. Das kann man bejubeln, das kann man betrauern.
    Ich selbst neige eher zum Trauern.
    Berlusconi mag ein Freund Putins gewesen sein, doch das ist kein Grund für mich ins stille Gedenken zu verfallen. Um ihn traure ich jedenfalls nicht.
    Auch die Argumentation: er wurde mehrheitlich von den Italienern gewählt und er war lange Zeit in Regierungsverantwortung, überzeugt nicht. Ganz provokativ kann ich sagen, auch Hitler wusste die Mehrheit des Volkes hinter sich, war 12 Jahre an der vermeintlichen Macht und trotzdem halte ich Faschismus nicht für eine Meinung, sondern für ein Verbrechen.
    Womit ich keinesfalls sagen will, Berlusconi wäre ein Faschist. Das nicht, aber er hat sich auch keinen Zentimeter von diesen Parteien abgegrenzt, nein, ganz im Gegenteil, er hat sie unterstützt und ist Koalitionen mit diesen eingegangen.

    1. Was soll denn Eurokommunismus gewesen sein? Wann und wo gab es den?
      Wer die starke italienische KP zerstört hat, lässt sich in einem Satz sagen: Die USA mittels ihres Kettenhundes CIA. Wie so oft. Lesen Sie mal das „Schachbrett des Teufels“.

      1. Ganz so einfach ist es nicht. Auch die Amis – CIA – können nicht einfach losmarschieren und eine starke kommunistische Partei zerstören. Dazu werden die richtigen Leute gebraucht. Dazu muss man dem verhassten Kommunismus einen anderen Namen verpassen, ihn für die Masse menschlicher machen, ihn ganz einfach umbenennen. Eurokommunismus. Berlinguer war bereits seit 1964 – weit über Italien hinaus als Vertreter einer Strömung innerhalb des PCI bekannt, die einen autonomen Kurs ihrer Partei gegenüber der KPdSU suchte. Er hat Togliattis Partei verraten. Das Berlinguer von der CIA beeinflusst, angeleitet worden ist…. daran gibt es keine Zweifel. Genauso wurde auch Gorbatschow ausgesucht. Ein Sozialdemokrat reinsten Wassers. Um die KPdSU zu zerstören wurden dann rund 35 Jahre gebraucht.
        Die CIA infiltriert, das ist nun einmal deren Aufgabe. Es müssen aber Menschen gefunden werden, die käuflich sind. Sie wurden gefunden. Sie werden auch in Zukunft gefunden.
        Viel wichtiger ist es, endlich zu begreifen, dass es keinen „dritten Weg“ gibt. Jetzt, wo der Kommunismus europaweit am Boden liegt, nur noch marginal wahrgenommen wird, gilt es, aus den Fehlern zu lernen und sich immer wieder an die „Partei des neuen Typs“ von Lenin zu halten. Anders geht es nicht. Nur so.

        1. @Putinchen

          Es ist nichts einfacher als die „richtigen Leute“ in solche Parteien einzuschleusen, die alles zerstören – manchmal ganz einfach indem sie behaupten „Modernisierer“ zu sein & man müsse doch nur mit den „Zug der Zeit“ gehen….

  7. Oft wird die Macht Berlusconis mit seinem Medienimperium erklärt. Das war der Teil um die Öffentlichkeit zu beeinflussen. Dabei vergessen viele, dass Berlusconi ein Zögling von Licio Gelli war. Gelli war ein enger Vertrauter Mussolinis, ein Grossmeister der mächtige Loge P2, beteiligte sich an Gladio und hatte Beziehungen zu Dulles dem Gründer der CIA. Da kann man sich vorstellen über welche wichtigen Verbindungen Berlusconi verfügte.

    Man spricht immer über die Freundschaft zwischen Berlusconi und Putin sowie über die engen Beziehungen zu Ghadaffi aber Berlusconi. Hatte auch sehr enge Beziehungen zu Erdogan und Bush jun.

    Innenpolitisch war er eine Katastrophe für grosse Teile der Bevölkerung, ausser für die oberen Schichten selbstverständlich. Immerhin stand Italien wirtschaftlich besser da als heute, hat höchstwahrscheinlich mehr mit dem Versagen der darauffolgenden Regierungen zu tun als mit Berlusconis Politik.

    Aussenpolitisch war er für Italien ganz ok. Solange er gewisse Unternehmungen mitgemacht hat (z.B. Irak, Afghanistan), hatte Italien international mehr Gewicht als jetzt und eine gewisse Autonomie um die eigenen Interessen zu wahren. Für mich kam der Wendepunkt als sich Berlusconi entschieden hat sich gegen Ghadaffi zu wenden, indem sich Italien am Krieg gegen Libyen beteiligte. Ein ähnliches Verhalten wie Deutschland mit Russland, denn Italien bezog jahrzehntelang günstig Gas und Öl von Libyen. Sui aussenpolitischen Gewicht muss man sagen, dass bis kurzem Di Mail italienischer Aussenminister war und Putin als Tier bezeichnete.

  8. OT:

    https://test.rtde.life/inland/173009-causa-pechstein-friedrich-merz-cdu/

    „Bundespolizei“ ist ja auch homo- und transsexuell und bald arbeiten da mehr als 50% Frauen, dann ist sie auch noch verweiblicht, ganz sicher ohne Eheringe an den Fingern. Quote vorläufig erfüllt und wir steuern auf das weibliche Polizeiparadies zu. In der „Armee“ geht’s ganz ähnlich zu.

    Ich prognostiziere für 2050 einen Bürgerkrieg zwischen weiblichen Truppen im Staatsdienst und weiten Teilen der noch lebenden Männerwelt (die jetzt schon die Hosen gestrichen voll hat, aber ohne Eier dazwischen, und sich zunehmend für die Geschlechtsteiloperation entscheidet). Der kommende Krieg ist also wohl von übrigbleibenden Männern nicht zu gewinnen.

    Schon heute belaufen sich seriöse Schätzungen darauf, daß nur noch 20% der biologischen Männer von der „Weibestruppe“ eingeladen wird für den außerehelichen Verkehr. Gott stehe den alleinerzogenen KNABEN bei: 80% dieser werden keine Frau abbekommen, man wird sie zwangsweise kastrieren müssen, wenn sie nicht von sich aus das Geschlecht wechseln!

    Die Westwelt IST ABSOLUT GEISTESKRANK geworden, aber der Zenit ist längst nicht erreicht, bereits insofern ist es noch kein „absolut“. Geht immer noch irrsinniger!

    1. Ich habe von Ihnen schon vernünftigeres gelesen. Ich halte es für sinnvoll auf „Anti-Spiegel“ das ein oder andere Thema zu kommentieren, Thesen in den Raum zu stellen und andere zum Nachdenken zu bringen. All das sollte der Kommentierende aber nicht unter Drogeneinfluss in die Tasten kloppen.

      1. Man darf auch mal daneben liegen, so es stichhaltige „Anhaltspunkte“ dafür gibt.

        Die Drogensequenz würde ich allerdings dann eher Dir anhängen und damit den Ball zurückspielen wollen.

  9. Zitat: „aber das ist eine Besonderheit des politischen Systems in einigen Ländern, dass es Menschen mit, sagen wir mal, einer schwachen Allgemeinbildung und einem geringen kulturellen Niveau an die Spitze bringt.“

    An wen Putin da wohl gedacht hat?

  10. …Silvio Berlusconi un Jack Cirac, waren beide KEINE Marionetten der „Globalisten usw..“… ….seit 15 Jahren ??, ist es Rothschild gelungen, in ALLEN EU – NATO – Kolonien, Marionetten zu installieren.. …Ausnahme ist noch Victor Orban und natürlich Recep Erdogan !!.. …die brd – Marionetten, „funktionieren“ am Besten, im Sinne der Marionettenspieler !!..😎😈

  11. Der Gnom aus Arcore, Animateur, immobilienhai- Milano due und tre,
    Medienzar, Politiker und Frauenliebhaber. Natürlich war er korrupt, mafös und P2 Logenmitglied, ist aber in Italien ab einem gewissen Level Voraussetzung. Die Italiener haben sich mit ihm identifiziert, er verkörperte viele derer Eigenschaften.
    International politisch zu Fall gebracht wurde er schliesslich von Merkel und Sarkozy, die Deutsche war wohl nicht seine Muse, als ihm bei einer Anhörung im Parlament vorgeworfen wurde, es mit Merkel verscherzt zu haben, antwortete er,
    „Ich habe nichts gegen Merkel, vielleich doch, sie hat einen unf…baren A…h.

  12. Leider habe ich erst mit 69 Jahren durch den Ukraine-Krieg (und durch den Anti-Spiegel, der den Stein ins Rollen brachte) in vollem Umfang begriffen, wie verlogen und korrupt unsere Medien sind. Berlusconi habe ich anhand der Leitmedien als charakterloses Sex-Ungeheuer in Erinnerung. Herr Röper zeigt ein völlig anderes und sehr sympathisches Bild von ihm. Aber es ist ja klar, wenn Berlusconi mit Putin befreundet war und für Freundschaft mit Russland war, musste er von unserer Presse niedergemacht werden, wie alles, was sich in die Nähe von Russland befindet. Deswegen wurde auch Laschet von der Presse so niedergemacht. Er war für Nord Stream 2 und ebenfalls für Freundschaft mit Russland.
    Ähnlich ist es mir mit Putin gegangen. Bis ich mich gefragt habe, was ich eigentlich von ihm weiß? Ich habe intensiv recherchiert und sehe Putin inzwischen als einen herausragenden Politiker und Mensch.

    Diese Dokumentation mit deutschen Untertiteln kann ich sehr empfehlen- absolut spannend.

    https://youtu.be/CHM3xIHMf38

    1. @Meer1953

      Schön, dass Sie diese Doku hier erwähnen, die ist wirklich unglaublich interessant weil sie auch viel Archivematerial enthält, die man sicher hier noch nie gesehen/gehört hat & wie dramatisch die Zustände tatsächlich waren.

      Leider interessieren sich – auch hier – die meisten nicht für Hintergrundmaterial.

    2. @ MEER1953:

      Ich teile Ihre Ansichten bezüglich Berlusconi nicht. Aber ich möchte mich ganz herzlich bei Ihnen bedanken, dass Sie diese großartige Dokumentation hier ins Netz stellen. Ich kannte sie nicht.

  13. Ein wundervoller Nachruf über einen grossartigen, wirklich weltoffenen Menschen. Nicht umumstritten doch vielfältig, wie interessant schillernde Menschen nun mal sind. Was für ein Unterschied zu dem menschlich mediokren Abschaum, der sich in Dümmerland fanatisch hochgearbeitet hat in Politik, Medien, Justiz, Exekutive, Legislative, Wissenschaft, Forschung und Verwaltung.
    Schiess sie alle auf den Mond und um niemanden wäre es schade!

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