Weißrussland

Lukaschenko erhebt schwere Vorwürfe gegen Bundeskanzlerin Merkel persönlich

Der weißrussische Präsident Lukaschenko hat schwere Vorwürfe gegen Deutschland und gegen Bundeskanzlerin Merkel persönlich erhoben. Wir dürfen in nächster Zeit weitere Enthüllungen aus Minsk erwarten.

In Weißrussland wird anscheinend immer noch an den Folgen des vereitelten Putschversuches gearbeitet, über den westliche Medien praktisch kein Wort berichtet haben. Bei dem von den USA unterstützten Putsch sollten Lukaschenko und seine Söhne erschossen, innerhalb einer Stunde die gesamte Führungsspitze des Landes interniert, das Stromnetz des Landes abgeschaltet und ein bewaffneter Aufstand gegen die Regierung entfacht werden. Dazu waren aus der Ukraine Waffen nach Weißrussland geschmuggelt und in Wäldern versteckt worden.

Außerdem gab es – ebenfalls unbeachtet von den westlichen Medien – nach den Präsidentschaftswahlen im August versuchte Terroranschläge in Weißrussland, zum Beispiel gegen die Eisenbahn. Nun hat Lukaschenko mitgeteilt, dass sein Geheimdienst eine weitere Anti-Terror-Operation abgeschlossen habe und gesagt, dass die Erkenntnisse zu Vorwürfen gegen Bundeskanzlerin Merkel persönlich geführt haben. Details nannte er nicht, kündigte aber an, dass demnächst weitere Informationen veröffentlicht werden.

Ich habe die Meldung der russischen Nachrichtenagentur TASS zu dem Thema übersetzt, die Lukaschenko korrekt zitiert hat.

Лукашенко: Мы предъявим претензии самому канцлеру и кое-какому руководству Германии!

Beginn der Übersetzung:

Lukaschenko verkündete das Ende einer groß angelegten Anti-Terror-Operation in Weißrussland

Nach Angaben des Staatschefs der Republik erheben die Behörden Vorwürfe gegen „die Bundeskanzlerin selbst und einige der deutschen Spitzenpolitiker“

MINSK, 2. Juli. /Der weißrussische Präsident Alexander Lukaschenko sagte am Freitag, dass eine groß angelegte Anti-Terror-Operation im Lande abgeschlossen wurde, wie die Nachrichtenagentur BelTA berichtet.

„Heute endete eine groß angelegte Anti-Terror-Operation im Land. Es schien uns, dass sie uns wirtschaftlich erwürgen würden. Nein. Der inländische Terror gegen Menschen und Objekte geht in größerem Umfang weiter. Demnächst werden wir darüber berichten“, sagte er bei einer Ordensverleihung in Minsk.

Ihm zufolge werden die Behörden nach dem heutigen Ende der Aktion der Spionageabwehr keine Vorwürfe gegen „irgendeinen Heiko Maas, den deutschen Außenminister,“ sondern gegen „die Bundeskanzlerin selbst und einen Teil der deutschen Führung“ erheben. „Darüber berichten wir später“, fügte Lukaschenko hinzu.

Das Staatsoberhaupt ist der Meinung, dass versucht wurde, die weißrussische Gesellschaft „von innen zu erschüttern.“ Ihm zufolge haben die Ereignisse in der Republik nach den Präsidentschaftswahlen am 9. August letzten Jahres „Geschwüre und Tumore in der Gesellschaft offenbart, die die Behörden beseitigen mussten“ und das haben sie getan. „Vielleicht haben einige von Ihnen vor etwa 10 Monaten im Internet gelacht: „Ach, die Gewalt!“ und nicht erkannt, was vor sich ging. Wenn Menschen nach all dem, was gezeigt und gesagt wurde, nicht verstehen, was im Land passiert ist, ist das kein Missverständnis mehr, sondern sie sind Feinde, deren Ziel die Zerstörung des Staates ist“, sagte Lukaschenko.

Der Präsident ging auch auf die neuen sektoralen Sanktionen des Westens gegen Minsk ein und stellte fest, dass externe Kräfte zur „wirtschaftlichen Strangulierung“ der Republik übergegangen sind. Er wies darauf hin, dass für die Einführung der Sanktionen ein symbolisches Datum gewählt wurde: die Nacht des 22. Juni, der Tag, an dem vor 80 Jahren Hitlerdeutschland die Sowjetunion angegriffen hat. „Aber anscheinend haben diese Leute die Umstände schlecht bedacht und generell in der Schule in Geschichte nicht aufgepasst. Die Weißrussen geben nie auf. Schwierigkeiten härten uns, wie Stahl, nur ab“, betonte Lukaschenko.

Zuvor hatte Lukaschenko auf einer Veranstaltung zum 80. Jahrestag des Nazi-Angriffs auf die UdSSR mehrere Erklärungen im Zusammenhang mit den neuen Sanktionen der westlichen Länder an Deutschland und persönlich an den Außenminister des Landes, Heiko Maas, abgegeben. Er wandte sich an Maas mit den Worten: „Wer sind Sie? Ein reuiger Deutscher von gestern oder ein Erbe der Nazis?“

Ende der Übersetzung

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

20 Antworten

    1. … Sie plappern jede auch noch so abstruse Behauptung weiter, die in Ihr Schwarz-Weiß-Weltbild passt. Zu viele Filme geguckt?

      All das dient nur des Beschwörens eines gemeinsamen, äußeren Feindes – entweder schließt man sich dem an, oder man ist selbst ein Volksfeind. Alles nur um eine große starke Festung zu bauen, um diesen äußeren Feind abzuwehren – es geht aber nur um die Herrschaft im Inneren. Sowjetpropaganda- und Methoden Par execellence. So garantiert euer hoch gelobter, „gewählter“ Präsident den wirtschaftlichen und kulturellen Niedergang seines Landes, nur um sich , seine Sippe und Günstlinge an der Macht zu halten und weiter seine Pfründe zu sichern. Aber ihr seid tatsächlich der Meinung, dass Lukashenko sich auf einem Pfad der Rechtschaffenheit befindet….

      1. Ich kann mangels Information und Sprachkenntnissen nicht wirklich beurteilen, was für ein Präsident Lukaschenke gegenüber seiner Bevölkerung tatsächlich ist aber ich kann einigermaßen gut beurteilen, was für Leute bei uns, im „WerteWesten“ ™, so an dere Macht sind, was ihre Motive sowie ihre Methoden sind und dieses abstoßende Niveau kann Lukaschenke nicht einmal mit Mühe erreichen. Schon alleine aus dem Grund, dass es schlicht bei weitem nicht so einflussreich und mächtig ist, wie die üblichen Verdächtigen unter den wertewestlichen Oligarchen.

        Wer hat den in DLand beispielsweise die Agenda 2010 gemacht? Rot/Grün? Wohl kaum. Maßgeblich die Bertelsmannstiftung. Die Interessenvertretungsstiftung der multi Milliardärsfamilie Mohn.
        Da schreiben sich maximal überprivilegierte Milliardäre ihre Interessenagende selber zu Lasten von Millionen Bürgern – ja dem Grunde inzwischen sogar ganzer Generationen und das, obwohl diese Kreise bereits mehr haben, als das man dies mit, verzeihung, Koks und Nutten in zehn Leben wieder ausgeben könnte und als wäre das noch nicht genug, gerieren sich diese durch und durch mafiösen Kreise noch als moralische Instanzen.

        Ehrlich. Da habe ich ja mehr Resepkt gegenüber einem hardcore Kommunisten oder sogar Nationalsozialisten. Diese Leute stehen wenigstens offen zu ihrer grenzenlosen Menschenverachtung und heucheln nicht noch moralische Integrität.

        Also schlimmer als unsere Politdarstellerprostituierten kann Lukaschenko nicht sein…

        1. Nur zur Information: Sprachkenntnisse brauchen Sie hier deshalb nicht, weil Herr Röper dankenswerterweise vieles ins Deutsche übersetzt, damit des Russischen Unkundige sich eine eigene Meinung bilden können. Und wenn Sie in der Schule aufgepasst hätten, wüssten Sie, dass ein Kommunist jemand ist, der eine Gesellschaft nach dem Prinzip „das größte Glück für die größtmögliche Zahl “ für gleichberechtigte Staatsbürger völlig unabhängig von ihrer Herkunft anstrebt (Staatsbürgerschaft reicht aus), während ein NS Vertreter eine Gesellschaft will, die militärisch nach Befehl und Gehorsam für die völkisch definierten Staatsbürger organisiert ist – bei gleichzeitigem Sklavenstatus derer von anderem ’Blut’.

          1. Ja, Herr Röper macht hier eine ausgesprochen gute wie wertvolle Arbeit.
            Dennoch bin ich mangels Sprachkenntnissen nicht adäquat in der Lage, mir ein umfänglicheres Bild von Lukaschenko zu machen. Dafür müsste ich mich tagelang in die Presselandschaft und jüngere Geschichte des Landes einlesen, was mir mangels Sprachkenntnisse nunmal nicht vergönnt ist.

            Daneben habe ich niergens irgend eine Definition von Kommunismus oder Nationalsozialismus abgegeben, welcher sie dann so schön vollmundig hätten widersprechen können.

            Ich habe stattdessen meine tiefe Verachtung gegenüber dem westlichen, anglo-amerikansich geprägten Herrschafts- und Ausbeutungssystem zum Ausdruck gebracht und geschrieben, dass man selbst hardcore Kommunisten wie Nationalsozialisten noch eher respektieren (nicht akzeptieren) könne, da diese aus ihrer grenzenlosen Menschenverachtung wenigstens kein Geheimnis machen und nicht noch Moral heucheln, wie unsere wertewestlichen Oligarchen und deren Vertreter.

            Wenn sie in der Schule in Sachen Textverständnis aufgepasst hätten, müsste ich ihnen das nicht erklären.

            1. Echt drollig, die Antwort! Hier noch zur Ergänzung eine Definition der Gesellschaft, die ein Kommunist will: „An die Stelle der alten bürgerlichen Gesellschaft mit ihren Klassen und Klassengegensätzen tritt eine Assoziation, worin die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist. “ (Marx, Bd.4, S. 482). Eine ’grenzenlose Menschenverachtung’ kann ich da nicht feststellen.

    1. Hier geht es inzwischen nicht mehr nur um Lebensraum. Es geht um die zentrale Frage, wie zukünftig so etwas wie „Zivilisation“ zu organisieren ist, aussehen müßte, damit wir uns nicht selbst liquidieren.

      Und der Liberalismus, ursprünglich in Verbindung mit dem aufkommenden Humanismus ein zivilisatorischer Fortschritt gegenüber der „von Gott gewollten Ordnung“, weil er dem Einzelnen eine eigene, wenn auch mehr oder weniger beschränkte, Bedeutung aus Subjekt zumaß, ihn nicht mehr nur als „Gottes Willen unterworfen“ verstand, hat über die Zeit die ethischen Grundlagen, die für die Existenz einer „Gemeinschaft“ unabdingbar sind, die für diese „Ordnung Gottes“ prägend waren und bis in die Aufklärung fortgeschrieben wurden, mehr und mehr abgeworfen, so daß man heute überhaupt kein Problem damit hat, für die „Freiheit des Einzelnen“ Hunderttausende Tote in Kauf zu nehmen …

      Diese darwinistische Perversion des Liberalismus ist natürlich in dieser Form die ideologische Grundlage der westlichen Wirtschaftsordnung, so wie sie sich besonders nach 1990 nahezu ungehemmt entwickeln konnte, und legitimiert nach außen Imperialismus – das macht ihn so unappetitlich und m.E nicht zukunftsfähig…

      1. Die sogenannte „Aufklärung“ sehe ich tatsächlich auch als Geburtsstunde dieses ganzen Elends welches wir in der neueren Geschichte erleben (das umfasst natürlich auch die Auswüchse des dritten und vierten Reiches alias EU, um den Bogen zum Thema zu spannen).

        Durch diesen Zug konnte man endlich zu Erfolg führen, woran die Kirchen eigentlich schon seit Jahrhunderten gearbeitet haben: nämlich die Entfernung der Menschen von Gott. Und es ist ja nicht so, dass man Gott nicht gebührend ersetzt hätte. Sie nannten die „darwinistische Perversion des Liberalismus“ als ideologische Grundlage der westlichen Wirtschaftsordnung. Diese Grundlage sehe ich nicht nur im scheidenden Neoliberalismus verwirklicht, sondern erst recht im aktuellen Corporate-Faschismus (um diesen mal so zu nennen).

        Eigentlich war die Gesellschaft noch nie so weit von Gott entfernt und gleichzeitig derart voller ideologischem Surrogat, wie es in der Gegenwart beobachtet werden kann. Klimaideologie, Gender, Pseudoantirassismus und natürlich allen voran Corona als Beispiele. Bei Corona handelt es sich eigentlich um nicht weniger als eine vollwertige Religion, einen Glauben – oder viel besser eine Sekte, wie ein sehr treffender Vergleich mit Scientology von Hopkins darlegt:

        https://www.nachrichtenspiegel.de/2021/04/22/alles-sekte-c-j-hopkins-der-covidianische-kult-teil-ii/

          1. Albern, ich weiß🥴

            Immerhin kann alles viel schöner wissenschaftlich und evidenzbasiert mit Urknall und Evolution und so erklärt werden. Ich habe ich das früher alles geglaubt und hielt das Leben für eine Aneinanderreihung von Zufällen, die man Schicksal deutet. Heute sehe ich das umgekehrt.

            War übrigens grade in meiner Küche und da stand doch tatsächlich ne Portion Teigtaschen mit Käse und Spinat auf dem Tisch. Einfach so entstanden vermutlich. Irgendwann morgens hat es wohl laut geknallt (Putins klimaschädliches Gas?) und dann herrschten die richtigen Bedingungen (Temperatur, Feuchtigkeit) und natürlich genügend Zeit. Die Evolution der Teigtaschen mit Käse und Spinat, voila.

            1. Nun, ein Schöpfer hätte ja auch alles mit einem Urknall beginnen lassen können. 😅 Ein Knall aus dem Nichts heraus ist für mich genauso wahrscheinlich oder unwahrscheinlich, wie ein Schöpfer, weshalb ich mir darüber nicht den Kopf zerbreche. Allerdings würde ich nicht an Evolution zweifeln, angesichts der Entwicklungen, die ich selbst im Leben durchgemacht habe. 😂

              Das mit den Teigtaschen klingt so, als hättest Du dich schon zu sehr an die Fürsorge einer liebenden Frau gewöhnt. 😂

              1. Sicher hätte er das – aber wir können uns bestimmt darauf einigen, dass zumindest irgendjemand mal das Gas angelassen hat😀

                Wenn ich mir die Gesellschaft so ansehe, da muss ich doch geradezu an der Evolution zweifeln. Wie könnte es sonst sein, dass sich die Menschen wieder zum Affen bzw. zum Molch zurückentwickeln?

                1. Niemand hat behauptet, dass die Evolution immer perfekt ist, im Gegenteil zu dem, was man vom lieben Gott behauptet. 😅

                  Wir könnten uns ja auch darauf einigen, dass das Alles nur in unserem Kopf existiert. 😊

        1. Warum die Aufklärung an all dem Elend schuld sein soll und dann noch der Urknall oder so, erschließt sich mir nicht. Wäre alles besser gekommen, wenn die Kirche in jedem Dorf noch die Macht hätte? Wären wir besser dran ohne moderne Medizin, Technik, Wissenschaft? Was soll der Mittelalterkram?

  1. Zurück zu «Lukaschenko erhebt schwere Vorwürfe gegen Bundeskanzlerin Merkel persönlich».

    Kann er machen der gute Mann, wenn es denn wahr ist. Nur interessiert das niemand. Die Medien berichten nichts oder nur das was sie für richtig halten und die EU sanktioniert weiter. Was hat es genützt, dass er die Flugdaten und das Interview mit Protasewitsch veröffentlicht hat. Nichts. Ich wünsche ihm Kraft seinen Weg (den ich so weit als ehrlich sehe) weiter zu gehen.

    1. Und was die Frau Merkel betrifft, ich halte auch ihr die Stange. Was da genau los ist weiss ich ja auch nicht. Aber ich denke, dass sie die EU Länder zusammenhält, dass gerade das ihre Fähigkeit ist und dass alles auseinanderfallen wird, wenn sie nicht mehr ist. Und ob das dann besser ist bezweifle ich.

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