Es wäre wahrscheinlich eine spannende Aufgabe für einen Psychologen, ein Psychogram der in der Spiegel-Redaktion herrschenden Stimmung zu erstellen, denn Spiegel-Artikel sind oft voll des Hasses, wenn es um diejenigen geht, die der Spiegel als seine Gegner ansieht. Wenn AfD-Politiker angegriffen und brutal zusammengeschlagen werden, fabuliert der Spiegel von „mutmaßlichen Angriffen“, weil es ja jemanden von der AfD trifft, den der Spiegel mehr oder weniger offen als Nazi bezeichnet, während der Spiegel echte Nazis, die in der Ukraine morden, verharmlosend als „Aktivist und Blogger“ bezeichnet.

Das waren nur zwei willkürliche Beispiele, die Liste ließe sich beliebig verlängern.

Eines der Hass-Objekte der Spiegel-Redaktion ist bekanntlich Donald Trump. Und offenbar würde sich ein Spiegel-Redakteur eher die Hand abhacken, als im Zusammenhang mit dem Namen „Trump“ irgendetwas Positives zu schreiben. Der Hass auf Trump ist beim Spiegel so ausgeprägt, dass das auch Trumps Ehefrau Melania einschließt. Das gilt sogar dann, wenn sie das Leben hunderter Zivilisten gerettet hat.

Hier will ich an einem eigentlich banalen Beispiel eine der zentralen Manipulationstechniken der deutschen Medien aufzeigen.

Die Tatsachen

Es geht um Aleschki, die Stadt am Dnjepr-Ufer, in der ich am Freitag als einer von über 50 Journalisten war, als die Ukraine und Russland dort gemeinsam eine humanitäre Operation durchgeführt haben, um die dort lebenden, seit Monaten von jeder Versorgung abgeschnittenen etwa 2.000 Zivilisten mit Hilfsgütern zu versorgen und jedem die Evakuierung zu ermöglichen, der dies wünschte. Dabei konnten die Menschen frei entscheiden, ob sie in die Ukraine oder nach Russland evakuiert werden wollten.

Diese Aktion war einzigartig, denn dass Russland und die Ukraine gemeinsam eine humanitäre Operation durchführen, bei der es zu keinerlei Störungen kommt und die absolut nach Plan abläuft, war noch Tage zuvor buchstäblich undenkbar, weil bisher nicht einmal der Austausch von Leichen gefallener Soldaten reibungslos verlaufen ist.

Dieser Erfolg ist das Verdienst von Melania Trump, der Ehefrau von US-Präsident Trump, der bekanntlich einer der „Lieblingsfeinde“ des Spiegel ist. Dass das Melanias Erfolg ist, bestreitet keine der daran beteiligten Parteien.

Das Weiße Haus hat den Waffenstillstand bei Aleschki verkündet und ihn als Ergebnis der Arbeit des Stabes von Melania Trump bezeichnet, und auch Russland und die Ukraine haben das genauso bestätigt. Der russische Präsident Putin hat Melania Trump ausdrücklich für ihre Bemühungen gedankt. Und sowohl der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte, als auch die russische Menschenrechtsbeauftragte haben bei ihren vier gemeinsamen Presseauftritten am Freitag in Aleschki gemeinsam Melania Trump für ihre Bemühungen gedankt. Ich war bei jedem der Auftritte dabei und habe es selbst gehört.

Kurz und gut: Es gibt keinerlei Zweifel an den Verdiensten von Melania Trump. Da bei der Aktion hunderte Menschen die Möglichkeit zur Evakuierung genutzt haben, ist es kaum übertrieben, wenn man sagt, dass Frau Trump mit ihrem Einsatz hunderten Menschen das Leben gerettet hat.

Aber das würde der Spiegel nie zugeben.

Durch Formulierungen manipulieren, ohne offen zu lügen

Im Spiegel ist ein Artikel mit der Überschrift „First Lady der USA – Selenskyj verleiht Melania Trump Orden wegen Oleschky-Waffenruhe“ erschienen, und ich habe von dem Artikel keinerlei Überraschungen erwartet. Ich habe erwartet, dass der Spiegel wieder Russland verteufelt und ihm die Schuld an der Tragödie von Aleschki gibt, und dass er darauf hinweist, wie die Ukraine sich angeblich unermüdlich für die Rettung von Menschenleben einsetzt.

Aber schon die Einleitung des Artikels überraschte mich, denn der Spiegel schrieb:

„Sie soll eine kurze lokale Waffenruhe in Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine vermittelt haben. Präsident Selenskyj zeichnet Melania Trump dafür nun mit einer besonderen Ehrung aus.“

Melania Trump soll die Waffenruhe vermittelt haben?

Das ist nun wirklich dreist, denn alle Beteiligten loben die Rolle von Melania Trump ausdrücklich, über ihre Rolle bei der Rettung von hunderten Zivilisten gibt es keinerlei Zweifel. Trotzdem formuliert der Spiegel es im Konjunktiv und suggeriert damit, es könne auch ganz anders gewesen sein. Und das zieht sich durch den ganzen Artikel. So heißt es dort beispielsweise:

„Nach Darstellung der Regierung von US-Präsident Trump vermittelte First Lady Melania Trump die lokale Waffenruhe zwischen Moskau und Kyjiw persönlich.“

Da kein Spiegel-Leser der Trump-Regierung irgendetwas glaubt, wirkt die Formulierung, die Waffenruhe sei „nach Darstellung der Regierung von US-Präsident Trump“ von seiner Frau vermittelt worden, auf jeden Spiegel-Leser so, als sei das nur eine weitere Prahlerei von Trump, die keinerlei faktische Grundlage hat.

Ich bin bekanntlich kein Unterstützer von Trump und seiner Politik. Mir geht es um die Wahrheit und darum, die Manipulationstechniken der deutschen Medien aufzuzeigen. So banal dieses Beispiel erscheinen mag, zeigt es diese Manipulationstechniken anschaulich. Einen Artikel konsequent im Konjunktiv zu formulieren, macht dessen Kernaussage – in diesem Fall die Verdienste von Melania Trump – für den Leser unglaubwürdig.

Dieses Mittel nutzen deutsche Medien gerne, wenn sie von Erfolgen derer ablenken wollen, die sie zu Gegnern erklärt haben.

Dass die Leute beim Spiegel das sogar dann tun, wenn es um die Rettung von hunderten Zivilisten geht, zeigt, dass diese „Journalisten“ offensichtlich so sehr von Hass zerfressen sind, dass es ihnen wichtiger ist, Frau Trump diesen Erfolg nicht zu gönnen, als einfach mal die Wahrheit zu berichten.

Niemand kann dem Spiegel vorwerfen, in dem Artikel gelogen zu haben, aber durch die Art und Weise, wie der Artikel formuliert wurde, vermittelt der Spiegel seinen Lesern ein vollkommen anderes Bild.

Wer vom Spiegel wahrheitsgemäße Berichterstattung erwartet, der erwartet auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten…