New York Times: New Jersey droht Häfen bei der Annahme von russischem Diesel mit Geldstrafen
Die Gouverneurin hat Warnungen verschickt, in denen sie dazu auffordert, die Annahme von Tankern mit dem Hinweis, dass dies gegen Bundesrecht verstoßen würde, zu verweigern.
NEW YORK, 3. November. /TASS/. Die Gouverneurin von New Jersey, einem Bundesstaat, in dem sich das größte Umschlag- und Importzentrum für Erdölprodukte an der US-Ostküste befindet, hat den Betreibern von Terminals mit Geldstrafen gedroht, sollten sie ihr Verbot der Entladung von russischem Diesel missachten, berichtet die New York Times.
Wie die Zeitung berichtet, verschickte die Gouverneurin am Montag Mitteilungen an 12 Hafen- und Terminalbetreiber im Bundesstaat. Darin fordert sie sie auf, die Annahme von Tankern, die russischen Diesel transportieren, zu verweigern. Andernfalls, so betonte sie, drohten ihnen „harte Sanktionen“. Nach Ansicht der Gouverneurin würde die Annahme des Kraftstoffs einen Verstoß gegen Bundesrecht darstellen.
Bereits zuvor hatte sie angekündigt, die Kraftstofflieferungen aus Russland unterbinden zu wollen. Die New York Times merkt an, dass die Haltung der Gouverneurin zu einem Konflikt zwischen dem Bundesstaat und dem US-Präsidenten Donald Trump führen könnte.
Am 27. Oktober erklärte der russische Vizepremier Alexander Nowak, dass Russland bereits drei Tanker mit russischem Diesel auf den Weg gebracht habe, ein vierter sollte am 29. Oktober folgen. Auf die Frage, ob es möglich sei, dass Schiffen mit russischem Diesel die Entladung in den USA verweigert wird, erklärte Nowak, die Haltung jener US-Politiker, die sich gegen den Dieseldeal mit Russland aussprechen, sei verwunderlich, schließlich handelten sie nicht im Interesse ihrer eigenen Bürger oder der USA.
Zuvor hatte eine Gruppe von Mitgliedern des US-Repräsentantenhauses einen Gesetzentwurf eingebracht, der die Umsetzung der Vereinbarungen über die Lieferung von russischem Dieselkraftstoff in die USA verhindern soll. Laut dem Portal Axios setzen Kongressabgeordnete Unternehmen unter Druck und fordern sie dazu auf, sich von den Vereinbarungen über Dieselimporte aus Russland zurückzuziehen.
Am 9. Oktober führten der russische Präsident Wladimir Putin und Donald Trump ein Telefongespräch, in dem unter anderem über die Lieferung von Erdölprodukten gesprochen wurde. Wie Putin mitteilte, bekräftigte Moskau seine Bereitschaft, Erdöl und Erdölprodukte auf den amerikanischen sowie den Weltmarkt zu liefern.