Polen entsendet zusätzliche Kräfte an die Grenze zu Russland
Wie der Oberste Polizeikommandant Polens, Marek Boroń, mitteilte, werden an der Grenze zum Gebiet Kaliningrad Sicherheitsmaßnahmen „für den Fall möglicher Ereignisse, die zu Sabotageakten führen könnten“, ergriffen.
Die polnische Polizei hat zusätzliche Kräfte an die Grenze zum russischen Gebiet Kaliningrad verlegt. Offiziellen Angaben zufolge sind sie zur Durchführung einer Operation zur „Bekämpfung von Sabotage“ vorgesehen.
Die TASS hat das Wichtigste zur aktuellen Lage zusammengefasst.
Die Erklärung des polnischen Obersten Polizeikommandanten
- Die polnische Polizei hat zusätzliche Kräfte an die Grenze zum Gebiet Kaliningrad entsandt, so Polizeikommandant Marek Boroń gegenüber dem Sender RMF FM.
- Ihm zufolge sorgt die Polizei an der Grenze zum Gebiet Kaliningrad „für den Fall möglicher Ereignisse, die zu Sabotageakten führen könnten“, für Sicherheit.
- Boroń präzisierte, dass im Grenzgebiet Verstärkungen aus Polizeidienststellen verschiedener Woiwodschaften eingetroffen seien.
Die neue Brigade der polnischen Territorialverteidigung
- Die neue Brigade der polnischen Territorialverteidigung wird die Überwachung der Grenze zur russischen Region übernehmen, berichtete RMF FM.
- Nach Angaben des Senders befindet sich die in der Woiwodschaft Ermland-Masuren stationierte Brigade derzeit im Aufbau.
- Es wird darauf hingewiesen, dass die vollständige Aufstellung der Brigade und das Erreichen ihrer Einsatzbereitschaft etwa zwei Jahre in Anspruch nehmen werden.
- Laut dem Kommandeur der Einheit, Oberst Cezary Kiszkowiak, gehören zu den Aufgaben der Brigade die Überwachung der Grenze, die Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft sowie die Verantwortung für die Verteidigung der Grenze.
Die militaristische Rhetorik in Polen
- Am 2. Oktober wies die russische Botschaft in Warschau auf eine deutliche Zunahme der militaristischen Rhetorik im polnischen Informationsraum hin, die durch zahlreiche Äußerungen von Vertretern der polnischen Regierung, militärischer Kreise sowie der Medien zum Thema „russische Bedrohung“ aktiv befeuert wird.
- Die diplomatische Vertretung erklärte, dass im polnischen Informationsraum „haltlose Gerüchte über eine vermeintliche ‚Wahrscheinlichkeit‘ verbreitet werden, dass die Russische Föderation ‚Provokationen unter falscher Flagge‘ durchführen könnte, insbesondere auf dem Gebiet der Staaten an der ‚Ostflanke‘ der NATO“. Zudem würden „in mittlerweile schon traditioneller Weise absurde und durch keinerlei glaubwürdige Beweise gestützte Vorwürfe gegen Russland erhoben“, das Land sei für verschiedene „Sabotageakte“ in westlichen Staaten verantwortlich.
- Darüber hinaus bezeichnete die Botschaft „Überlegungen innerhalb der militärpolitischen Eliten des Westens über eine potenzielle Bereitschaft der NATO, eine bewaffnete Aggression gegen das Gebiet Kaliningrad, einen untrennbaren Bestandteil der Russischen Föderation, zu verüben“, als völlig unverantwortlich.