Ukraine

Russland meldet bis 60 getötete französische Söldner durch Raketenangriff

In der Nacht zum 17. Januar gab es einen russischen Raketenangriff auf Charkow, bei dem nach ukrainischen Angaben ein Krankenhaus und ein Wohngebäude getroffen wurden, nach russischen Angaben waren das jedoch Quartiere für ausländische Söldner. 60 Franzosen sollen dabei getötet worden sein.

In der Nacht auf den 17. Januar gab es einen russischen Raketenangriff auf die Stadt Charkow. Westliche Medien wie der Spiegel verbreiteten sofort die Kiewer Version der Ereignisse. Der Spiegel berichtete unter der Überschrift „Wohnhäuser getroffen – Viele Verletzte bei Angriffen auf Charkiw und Odessa“ über 17 Verletzte, wobei die Bilder von dem angeblichen Wohnhaus, das bei dem Angriff zerstört wurde, vermuten lassen, dass der Angriff viele Todesopfer gefordert haben muss, denn ganze Etagen sind zerstört (siehe Titelbild), was die dort schlafenden Bewohner kaum überlebt haben dürften.

Schon das müsste eigentlich nachdenklich machen und an der Kiewer Meldung zweifeln lassen.

Örtliche ukrainische Gruppen in sozialen Medien und Internetportale berichten, dass auch eine stillgelegte Klinik getroffen wurde, die anscheinend gegenüber von dem Gebäude liegt, wie Bild- und Videomaterial zeigt.

Das russische Verteidigungsministerium berichtete hingegen über den Angriff:

„Am Abend des 16. Januar führten die Streitkräfte der Russischen Föderation einen Präzisionsangriff auf einen vorübergehenden Sammelplatz ausländischer Kämpfer in Charkow durch, bei denen es sich im Wesentlichen um französische Söldner handelte.
Durch den Angriff wurde das Gebäude, in dem die Söldner stationiert waren, vollständig zerstört. Mehr als 60 Kämpfer wurden getötet und mehr als 20 wurden in medizinische Zentren gebracht.“

Derzeit lässt sich nicht überprüfen, welche Version stimmt, aber das Schadensbild spricht dafür, dass es viele Tote gegeben haben muss. Daher ist es wahrscheinlich, dass die russische Version der Wahrheit entspricht.

Die Ukraine ist auf ausländische Söldner angewiesen und daher nicht daran interessiert, den Tod von vielen ausländischen Söldnern zu melden. Noch dazu, wenn die im eigentlich sicheren Hinterland getötet wurden. Es gibt auch so schon genug Meldungen über ausländische Söldner, die den Kriegsschauplatz schnell wieder verlassen, weil die Verhältnisse auf der ukrainischen Seite der Front verheerend sind. Da braucht die Ukraine nicht auch noch Meldungen über getötete Söldner im Hinterland.

Es gibt auf beiden Seiten Informatoren, die der jeweils anderen Seite Informationen liefern. Gerade in Charkow, das ursprünglich eine rein russische Stadt war, dürfte Russland viele Freunde haben, die Informationen weitergeben und zum Beispiel Stationierungsorte von Soldaten, Söldnern und Material weitergeben und danach auch über die Ergebnisse der Angriffe berichten.

Man fragt sich, warum sich immer noch Ausländer zu dem Selbstmordkommando in der Ukraine melden.


Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

22 Antworten

  1. Au. Gerade von denen in der Qualität von Menschen, die sich zur LEGION gemeldet hatten, kenne ich heute einige aus Verbänden. Warum sollte die Jugend anders sein. Das Erzählen und Schwadronieren wieviel man selbst geswchafft hat…usw. Egal, DARUM :

    Tolles Ergebnis: 60 auf einen Streich !

    1. Ich denke, so langsam aber sicher kommen wir auf den Punkt zurück von 2017. Damals wurde Alexander Sachartschenko vom CIA/SBU im Wesentlichen deshalb ermordet, weil er schon sehr weit den Untergrund in der Ukraine organisiert hatte, bis hin zu einflussreichen hohen Militärs.

      Der Untergrund formiert sich mächtig in der Ukraine. Und dagegen kann weder CIA noch der SBU heute viel mehr anrichten, weil ihnen die Basis abhanden gekommen ist. Also die Verräter ( Die Sorte von Mensch die bei Corona den Nachbarn anschwärzte, weil er Besuch hatte…)

  2. Tja, wen interessieren schon Legionellen oder wie die heissen. Bei genauerer Betrachtung stellt man jedoch fest: Es läuft da mehr als nur Einiges schief.
    Menschen sollten irgendwie was wert sein.

  3. Ist das Wesen von Söldnern, gegen fette Bezahlung/Vertrag andere Leute irgendwo auf der Welt rechtlich pseudolegitimiert zu töten/ermorden. Prigoschins Truppe war nix anderes.

    Das Vertragsrisiko beinhaltet, auch selbst getötet zu werden. Nun hat es halt, entweder duch Eloka-Feindaufklärung oder HumINT (Spionen vor Ort), weil die möglicherweise so doof waren viel französisch zu sprechen- ein paar Franzmänner gezielt erwischt. Hätten ja zuhause in F. bleiben können, France wird mW von den Russen nicht beschossen.

      1. Falsch “ da lief lange was schief “
        Es gibt Tausende Soldaten teils im Ruhestand teils weil Sie Kriegs wütig ( Geil ) sind die sich Verkaufen des Krieges wegen !
        Natürlich sind diese keineswegs Kriegserfahren wie Sie von sich selbst meinen !!
        KEINER von ihnen stand jeh einer erfahrenen Ausgebildeten gut Bewaffneten Armee gegenüber geschweige hat Trommel Feuer der Artillerie erlebt geschweige Drohnen.
        DENN…es gab bisher seit 1945 keine Gelegenheit dazu Weltweit, meist kommt deren Kampferfahrung aus Kämpfen mit Sandalen-Kriegern und unterbewaffneten Gegnern.
        Amis in besonderen…aber auch Französche Fremdenlegionäre ( oder ehemalige ) der heutigen Jahrgänge kenn diese Art Krieg nur aus ihren Spielfilmen ( in dem USA/England usw. IMMER die Gewinner sind )
        Videospiel das gleiche !
        Ja es mag Legionäre geben die aus Not bzw mit Geld gelockt werden…aber das sind glaube ich wenige…denn es gibt andere Anbieter die Söldner ( gute Söldner ala Navi Seal ) suchen und KEIN Kanonenfutter !
        Es gab Bundeswehr ehemalige (oder abgestellte ) die Jammern geflüchtet sind.
        Und es gibt sicher Hochbezahlte Spezialisten ( in fremder Uniform ) bei Luftabwehr etc…bin mal gespannt wer die evtl. F16 fliegt…ein Ukrainer der einen “ Schnellkurs “ hatte bestimmt nicht, um im richtigen Luftkampf zu bestehen ( den übrigens KEIN NATO Pilot kennt ) gehört mehr dazu als Sandalenkrieger zu Bombardieren

  4. Söldner kosten sehr viel Geld, weshalb der kleine Kokain-Junkie immer weiter betteln muss.
    Söldner würden ihre eigene Familie töten, weshalb sie erst gar keine gründen. Das Gleiche kann man bei Elitesoldaten beobachten, wenn eine Ehe bestand, ist sie nach kurzer Zeit gescheitert, man kann nicht mit einem Menschen dauernd zusammen leben, der für Geld tötet, egal in wessen Diensten. M. E. sind das alles gescheiterte Existenzen, die mich anwidern. 🐗

  5. Selenskis Zukunft ???
    Keine Sorge, sein Schicksal wird im besten Fall dem des anderen Nato-Clowns, des georgischen Präsidenten und Gouverneurs von Odessa, ähneln: Irrenanstalt.
    Aber das wird nichts am Zombie-Status der Ukraine ändern, der SMO ist zu schwach und wird schlecht gemanagt. Die Zukunft wird so aussehen: 3–6 Monate lang liefern FR und UK Raketen und Drohnen, 3–6 Monate die USA und andere, wie SK, dann wiederholen wir es. Das Land wird seit dem Maidan von der NATO kontrolliert und ihre Truppen sind bereits in großer Zahl anwesend, während Gerasimov Artillerieduelle am selben Ort liefert, an dem er sich vor zwei Jahren befand.
    .
    Was macht Russland, wenn es mehr als 80 französische Soldaten an einem einzigen Ort vorfindet? Beschwert sich noch mehr (tass.com/politics/1734321), wie ein Dritte-Welt-Land

  6. Angeblich eine „Fundsache“ aus besagten zivilen Wohnblöcken, vermutlich ukrainische Kinder-Stickereien.

    At the site of a missile strike on a mercenary base in Kharkov, chevrons of the French Foreign Legion, a combat unit of the national army of a European country, were allegedly discovered.
    The Russian Ministry of Defense previously reported that it was the French who made up the bulk of the destroyed mercenaries.
    [https://t.me/new_militarycolumnist/126528]

    FRENCH-FOREIGN-LEGION-ETRANGERE-BADGE-2-REP-4th-COMPANY-SNIPING-amp-DEMOLITION
    [https://www.pinterest.fr/pin/733453489283889680/]

    Legión extranjera francesa, Señas militares, Insignias militares
    [https://www.pinterest.es/pin/464504149068173778/]

  7. Söldner?! Wenn ein Kriegsgegner nicht als solcher sich ausgibt, indem er reguläre bestausgebildete Militärs sich umkleiden läßt, ist er dann kein Kriegsgegner mehr? Ich glaube nicht an Söldner-Kanonenfutter. Wer wäre so blöd oder teuer? Aber Spezialisten für NAToD-Kriegs-Hi-Tec macht Sinn, denn sicherlich kann eine Armee, die dringenden Landser-Nachschub braucht, nicht zeitgleich, langwierig und teuer Spezialisten ausbilden bzw. lassen. Der Krieg in der Ukraine wird immer mehr zum Hi-Tec-Krieg der Spezial-Drohnen, -Raketen, -Marschflugkörper und ihrer Gegenmittel. Die Nato ist gezwungen, um nicht ganz den falschen Glorienschimmer zu verlieren, schnellstens mehr Lufthoheit (F16) zu erhalten. Um die Todeskrähen nicht gleich peinlich zu verlieren muss Vorbereitung geschaffen werden, vor allem dem Russen peinliche Schläge versetzt werden (siehe Terror in Belgorod, siehe Abschuß der Spezialaufklärerkräfte z.B. A50, etc. ). Diese Kriegsführung ist lang bekannt. Früher waren auch SU-Kämpfer in vietnamesischen, ägyptischen etc. Kampfgeräten unterwegs und erfolgreich. Doch hier sehe ich die direkte Konfrontation. Nach Völkerrecht verteidigt Russland seine Heimat. Hätten die Ukrainer nicht so direkt den „National“staat Ukrstan betont, hätten die Russen der Ukraine, der vormals eh russischen Territorien nicht nach Völkerrecht ihre Selbständigkeit erklären und um Schutz gegen die ukrainischen Feinde bitten können. Putin verweist zudem als Legitimierung auf die Minsker internationalen Verträge zum Donbas. Es war mir zu erst nicht klar, warum Russland quasi mit angezogener Handbremse Krieg führte. Doch es ist eben kein Krieg, sondern eine „Sonderoperation“, und dass muss ja Gründe haben. Ich erwarte Tribunale und es wird viel Angeklagte aus dem „Wertewesten“ dabei geben.

  8. (…“Man fragt sich, warum sich immer noch Ausländer zu dem Selbstmordkommando in der Ukraine melden.“…)
    *******************************

    Ich vermute mal, dass diese „Söldner“ die Bedienungsmannschaften für die 40 SCALP-Mittelstreckenraketen (540 km Reichweite) sind/waren – jene Raketen, die Frankreich dem Elendski aktuell zum Russentöten spendiert hat..

    Mit denen sollten/sollen russische zivile Ziele angegriffen werden.

  9. Da steht die halbe Hütte ja noch.

    Man weiß nie, ob es nun Absicht war oder Resultat eines Abschusses.
    Wenn die Söldner also so wichtig waren, vielleicht das nächste Mal ein oder zwei Raketen mehr schicken.

    Die Ukrainer haben es Neujahr 2023 vorgemacht.

  10. und wieder sinnlos viele Tote durch den von Russland entfesselten Krieg.
    Mittlerweile sind in der Ukraine über 14 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen – alles Opfer der russischen Invasion. Daran kann man erkennen, wen Russland eigentlich erreicht – die zivile Bevölkerung und keine Nazis. FCK PTN

    1. Schon blöd, wenn die USA + Kleinbritannien + NATO aus niederen Beweggründen einen achtjährigen Bürgerkrieg mit >14.000 Toten in der Ukraine anzetteln und dann Bidens nützlichen Idioten nichts als rumheulen bleibt.

      Dafür geht es der Restukraine immer noch viel zu gut.

      P.S.: ca. 7 Mio Ukrainer sind nach Russland gegangen. Die wissen schon, wo es sich besser ohne das ASOV und KRAKEN Gesocks leben lässt.

      Krim vor und nach 2014
      https://t.me/OstashkoNews/115279

  11. Durchaus wahrscheinlich, dass der „Kriegswirtschaftler“
    Macron die Fremdenlegion in die Ukraine schickte. Das
    würde auch zu Bläckrock-Merz passen, der mit „Taurus“
    die Krim-Brücke zerstört haben möchte (ebenso wie sein
    Bruder im Geiste Hodges).

    Durch die Zurückhaltung Russlands fühlen sich die
    kriegsbesoffenen Administrationen des „Werte-Westens“
    ermutigt, den „Bären zu kitzeln“. Eine Provokation folgt
    auf die andere.

    Wenn Putins und sein Team nicht auf der Hut sind,
    machen sich die USA in Odessa breit. Das machen die
    mit der gleichen Unverfrorenheit wie in Syrien. Sie
    würden es wohl auf eine Reaktion ankommen lassen.

    Das Verhalten des deutschen Politisch-Medialen-
    Komplexes ist höchstgradig respektlos, unverschämt,
    zynisch und arrogant. Diese Arroganz zeugt von aus-
    gesprochener Dummheit und Infantilität. Wie Klein-
    kinder fühlen sie sich sicher an der Seite des „großen
    Bruders“.

    Hochmut kommt vor dem Fall, heißt es. Und der Fall
    wird kommen. Allerdings dürften diese Komparsen
    ihr Ticket schon gelöst haben, für den Fall der Fälle.

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