Teil 5 der Artikelserie über die 90er

Royal und „Bush-Legs“: Was der Westen Russland als „Lebensmittel“ verkauft hat

Hier veröffentliche ich eine Artikelserie über die 90er Jahre in Russland, weil in Deutschland viele Menschen wissen gar nicht wissen, was die 90er Jahre für Russland bedeutet haben.

Die russische Nachrichtenagentur TASS hat eine Artikelserie über die 90er Jahre in Russland veröffentlicht, die ich hier auf Deutsch veröffentlichen werde. Der Grund dafür ist, dass viele Deutsche nicht wissen, wie die 90er Jahre in Russland tatsächlich waren und wie die Menschen und das Land gelitten haben.

Hier veröffentliche ich einen Artikel über die Lebensmittel, die in 90ern in Russlands Läden verkauft wurden. Es wird es täglich zwei Artikel geben, die die Zeit überbrücken sollen, während ich als Wahlbeobachter unterwegs bin und nur wenig Zeit zum Schreiben haben werde.

Russland in den 90er Jahren: einen Schluck “Royal” trinken und überleben

Ausländische Produkte, die in den Zeiten des Wandels in unser Land geliefert wurden, waren nicht immer von hoher Qualität

„Öl für Lebensmittel“ – In den 1990er Jahren wurde dieser Ausdruck für das Sanktionsregime gegen den Irak auch in Russland verwendet. Zwischen 1991 und 1995 stieg der Anteil der importierten Waren in den heimischen Regalen von 14 Prozent auf 54 Prozent, während sich die Kaufkraft um 40 Prozent fast halbierte. Die Konvergenz dieser Trends war nicht zum Vorteil der Verbraucher. Russland war bestrebt, sich mit dem westlichen Sortiment vertraut zu machen, musste das aber im Billigsegment tun. Seine charakteristischen Produkte: Brühwürfel, Margarineaufstrich, „Bush legs“ und Royal waren in Russland erfolgreicher als in ihrem Heimatland. Oft jedoch, das verschwieg die Werbung, wurden diese Produkte in ihrem Herkunftsland gar nicht in Umlauf gebracht.

Marktwirtschaft

Zu Beginn der 1990er Jahre sehnte sich Russland nach westlichen Waren, die einen Lebensstil verkörperten, der für Millionen von Russen unerschwinglich war. Unter Marktbedingungen wurde die tatsächliche Nachfrage jedoch nicht nur von der Werbung bestimmt. Westliche Waren wurden ausverkauft, weil sie billiger waren als russische Waren: „Bush legs“ (eine Art Schinken) war um 10-15 Prozent billiger als einheimische Hühnchen, und Alkohol Royal kostete ein Drittel von russischem Wodka. Bei einem so attraktiven Preis fanden die neuen Marken leicht einen Platz im Lebensmittelkorb der Ärmsten, zu denen 1992 der größte Teil der russischen Bevölkerung gehörte.

Schon bald stellte sich heraus, dass der Royal wahrscheinlich nicht auf den Markt hätte gebracht werden dürfen. Zu Hause (in Deutschland) diente die alkoholhaltige Flüssigkeit (96 prozentiger Alkohol) als Mittel zum Abwischen von Geräten und zum Anzünden des Kamins. Der Übergang zur Gastronomie fand für ihn am 7. Mai 1992 statt, als der russische Staat sein Monopol auf Wein- und Spirituosenprodukte aufgab. Diese Entscheidung ging nicht mit einer ausgeklügelten Marktregulierung einher und führte zu einem Paradoxon: Alkohol von fast beliebiger Qualität aus dem Ausland wurde als würdig für russische Ladentische anerkannt.

Im Gegensatz zu den anerkannten Gesetzen des Marktes wurde der kommerzielle Erfolg von Royal nicht von den Gerüchten beeinflusst, die umherschwirrten. Sie wurden durch fast kriminelle Statistiken aus Krankenhäusern genährt: In der ersten Hälfte der 90er Jahre stieg die Zahl der Alkoholvergiftungen in Russland um das Sechsfache. Aber hartnäckig wie ein Unkraut, ließ Royal die Gerüchte für sich arbeiten. Die von der Billigkeit angezogenen Verbraucher der 90er Jahre glaubten, dass sie trinkbaren Royal anhand der Verpackung von nicht trinkbarem Royal unterscheiden könnten (in Wirklichkeit gab es keinen trinkbaren Royal), und kauften weiterhin, wenn auch nur teilweise, ein mangelhaftes Produkt.

Selbst das direkte Verbot von Royal durch Ministerpräsident Wiktor Tschernomyrdin im Jahr 1994 konnte angesichts des Schwindens der Regulierungsbehörden nicht viel ausrichten. Das importierte Produkt passte sich flexibel an die Versuche an, sich selbst vom Markt zu verdrängen. Der bereits illegale Royal wurde mit Wasser verdünnt und zu einem billigen Wodka mit minimalem Preis gemacht, der wiederum unter einer anderen Marke verkauft wurde. Ein starker Rückgang des Anteils an tödlichem Alkohol trat in Russland erst in den 2000er Jahren ein.

„Bush legs“ sind lecker

Amerikanische Schinken, die oft zusammen mit Royal im Einkaufskorb zu finden waren, haben den Markt auf die gleiche Weise erobert wie gefährlicher Alkohol, nämlich durch Dumping. Die Geschichte der seltsam billigen amerikanischen Hähnchen begann am Ende der Regierungszeit von Michail Gorbatschow, als er mit seinem amerikanischen Kollegen George W. Bush ein Fleischlieferungsabkommen unterzeichnete, in der Hoffnung, die leeren Regale der UdSSR mit erträglichen Waren zu füllen. Die USA bewarben das Abkommen als vorteilhaft für beide Seiten, gingen aber nicht auf Einzelheiten der Preisgestaltung ein. Wie sich später herausstellte, nicht ohne Grund, denn die Marktbedingungen verhinderten den Verkauf von Bush Legs in Bushs Heimatland.

Die in den USA angewandten Methoden der Tierhaltung erreichten Sowjetrussland nicht sofort. Damals war nicht bekannt, dass es in den USA üblich war, Antibiotika nur in die Beine der Hühner zu spritzen, die nach der Schlachtung weggeworfen oder mit Kalk bedeckt und entsorgt werden sollten. Im Bundesstaat Arkansas kam es sogar zu einem völligen Verbot des Verkaufs von „bodennahen“ Teilen des Hühnerkörpers. Wenn Keulen verkauft wurden, dann so gut wie umsonst. Typische Konsumenten von Bushs Produkt waren Arbeitslose und Gefangene.

Der Missbrauch gefährlicher Chemikalien durch amerikanische Landwirte trug schließlich dazu bei, dass die Keulen vom Markt genommen wurden, obwohl Russland eines der letzten Länder war, das sich dem Verbot anschloss. Anfang der 2000er Jahre schränkten China und die Ukraine die Einfuhr von amerikanischem Hühnerfleisch ein, nachdem in den Schinken erhöhte Chlorgehalte festgestellt worden waren. In Russland wurden bereits 2002 Salmonellen in den Schinken gefunden. Trotz allem erhielten die ausländischen Waren eine zweite und dann eine dritte Chance. Die Schinken, die in einer anderen Ära unter weit verbreiteter Knappheit auf den Markt gebracht wurden, gingen verzweifelt über die Ladentheke, und ihre Hersteller drohten Russland – vermittelt durch amerikanische Diplomaten – mit Wirtschaftssanktionen. Der Schlussstrich unter die Bush-Ära wurde 2014 als Reaktion auf die erste Welle von echtem Sanktionsdruck gezogen. Das war umso leichter, als unser Land zu diesem Zeitpunkt nicht mehr von ausländischen Fleischlieferungen abhängig war.

Die Butter der Armen

Der Verdacht auf schlechte Qualität begleitete auch andere Marken der Wendezeit, die dank ihrer Billigkeit in die Kasse kamen. Oft handelte es sich um Surrogate. Die billige deutsche Streichmargarine wurde in der Fernsehwerbung als Butter präsentiert. Das war typisch: Viele Menschen wurden durch den Geldmangel dazu gedrängt, von einem Produkt zum anderen zu wechseln. Bouillonwürfel, die trotz des Misstrauens der Ärzte beliebt waren, waren ebenfalls billig. Der Missbrauch von Suppe ohne Suppe wurde bald direkt mit einem erhöhten Risiko von Magen-Darm-Erkrankungen in Verbindung gebracht.

Der Zustrom supergünstiger Waren in Russland in den 1990er Jahren spiegelt einen Trend wider, der als „Lebensmittel-Apartheid“ bezeichnet wird. Heutzutage wird ihre Existenz auf der Ebene der internationalen Politik anerkannt. Eine gastronomische Untersuchung, die 2017 in Ungarn, der Tschechischen Republik, der Slowakei und Bulgarien durchgeführt wurde, ermöglichte es, von Verdächtigungen zu Fakten zu kommen. Das Ergebnis sorgte beim Stabschef des ungarischen Ministerpräsidenten Janos Lazar für „Verwirrung“: Es stellte sich heraus, dass der Fleischanteil in Würstchen, der Fischanteil in Fischstäbchen und der Schokoladenanteil in Schokoladenpaste variieren kann, je nachdem, in welches Land die Waren geliefert werden. Die Klärung der Beziehungen zwischen den EU-Staaten wurde auf die Ebene der Europäischen Kommission verlagert. Deren damaliger Chef Jean-Claude Juncker forderte „ein Ende der Diskriminierung in der Lebensmittelindustrie“, d.h. alle gleich zu ernähren.

Auch wenn es zynisch klingt, gibt es einen klaren wirtschaftlichen Grund für den Export von Waren minderer Qualität in Länder, die sich in Schwierigkeiten befinden. Von Verbrauchern, die ums Überleben kämpfen, wird nicht erwartet, dass sie anspruchsvoll sind, wenn es darum geht, was sie aus den Regalen nehmen – und dass sie deshalb protestieren. In Europa wurde, um das Gesicht zu wahren, Betrug mit denselben Marken begangen, während man im postsowjetischen Russland manchmal einfacher vorging und nicht beanspruchte Marken ohne besondere Einschränkungen lieferte.

Die Chance für die russische Landwirtschaft, das Land aus eigener Kraft zu ernähren, ergab sich nach dem Zahlungsausfall von 1998, als selbst billige westliche Waren für die Verbraucher unerschwinglich wurden. Qualitative Veränderungen traten jedoch erst später ein, nämlich ab 2006, als das nationale Projekt „Entwicklung des agroindustriellen Komplexes“ auf Beschluss von Präsident Wladimir Putin ins Leben gerufen wurde. Zwei Jahre später wurde sein Status zu einem staatlichen Programm erhoben. Im Rahmen dieses Programms wurden mehrere Billionen Rubel in Form von subventionierten Krediten für den Kauf von Ausrüstung und die Organisation von Arbeiten bereitgestellt.

Gleichzeitig setzte die Regierung die fiskalischen Instrumente flexibel ein. Um der heimischen Produktion eine Chance zu geben, wurden bereits im Jahr 2000 Quoten für Rohzuckerlieferungen aus dem Ausland eingeführt und seit 2003 auf Fleisch ausgeweitet. Das ermöglichte es, inländische Investitionen anzuziehen, um den Markt zurückzugewinnen. Im Jahr 2010, noch vor der Verhängung der ersten Sanktionen, wurde die Doktrin der Ernährungssicherheit eingeführt, die bis 2018 die Selbstversorgung in den wichtigsten Bereichen der landwirtschaftlichen Erzeugnisse vorsah. Als es an der Zeit war, die Ergebnisse zusammenzufassen, stellte sich heraus, dass dieses Ziel erreicht worden war.

Im Jahr 2014 trugen die russischen Gegensanktionen, die als Reaktion auf den Druck des Westens konzipiert wurden, zu noch größeren Erfolgen in der Agrarindustrie bei. Im August 2014 verhängte unser Land ein Embargo gegen Lebensmittel aus den USA, der EU, Australien und Norwegen. Im Jahr 2015 folgten Restriktionen gegen die Ukraine, Albanien, Island und Montenegro. Zu diesem Zeitpunkt war der Anteil westlicher Waren in den Regalen auf 20 Prozent gesunken, und heute ist er auf ein Minimum reduziert.


Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

54 Antworten

  1. „westliche Qualität“ – hat man doch gleich nach der Annexion der DDR erlebt, bis zur Annexion gab es so gut wie keine Allergien – doch als das west-chen anfing den ostdeutschen Raum mit seinem Müll, den es großspurig als „Nahrungsmittel“ bezeichnete, ging es los mit eben diesen Allergien und anderen mortalen Effekten am Gros der Bevölkerung!

    1. Tja, das mag alles richtig sein – nur hat sich seitdem wenig geändert UND vor allem haben auch die Ostdeutschen gezeigt, dass nur ganz Wenige lern-& entwicklungsfähig sind & die Verantwortung für sich selber einfach abgegeben haben! Und die wollen die auch gar nicht zurück bekommen….weil denk- & Arbeitsfaulheit so schön bequem sind… ein Zombieleben, dass sich inzwischen auf ALLE Lebensbereiche ausgedehnt hat….

      1. OH GMT. Das finde ich jetzt aber als zu hart argumentiert. Vielleicht sieht man als jemand der dann doch einige Zeit in Thürigen (Erfurt) und Sachsen (Görlitz) lebte und dort auch Wohnungen unterhält das etwas anders. Gerade vor kurzer Zeit war ich in Görlitz. Und wenn man dort durch die Stadt selbst flaniert fällt es schon massiv auf, dass die Parkbänke voll mit Alten sind und die Fahrradständer meist leer sind. Sieht man Kinderwagen werden diese immer öfter von offensichtlich nicht deutschen ( oder polnischen) Mamas geschoben.

        Wo sind die Jungen?

        Sie sind dem Kapital hinterher gezogen. Irgendwo in den Westen.

        Das heißt, die Jungen – die es noch können- kümmern sich sehr wohl um sich und ihre Familien. Doch eben nicht mehr am Ort der Geburt.

        Und schon bisschen ausserhalb der Stadt selbst, findet man fast überhaupt keine Jungen mehr….. Alle weg zum Malochen in den Westen.

        1. Es ging nun aber um Lebensmittel, um „Allergien“, die definitiv vermeidbar sind wenn man nicht jeden Dreck in sich reinschaufelt ohne Sinn & Verstand.
          Nicht jede „Fertigmahlzeit“ aus Faulheitsgründen mitnimmt um sich dann pausenlos in Arztpraxen & KH rumzutreiben….

          Ob jemand „Wohnung“ hat, ist dabei irrelevant… man ist da nur an den Mieteinahmen interessiert & ganz sicher nicht an der Gesundheit dieser Mieter….

          1. @ GMT
            ach so, sie haben das auf den Konsum von ALDI-LIDL usw. Lebensmittel bezogen. Nun, ob das heute noch Sinn macht – nach der EU-Regulierungswut (Krümmung der Gurken) …. ???

            Damals, in den Wendezeiten -der Zeit der Träume – ….vielleicht. Doch heute leben die JUNGEN eben in der Realität und leben und arbeiten dort, wo sie selbst (noch) können eben weitgehendst so weit selbstbestimmt leben, wie der eigene Geldbeutel es zuläßt.

            1. Es geht mitnichten nur um ALDI/LIDL….. Wenn man nicht gerade im KaDeWE in der Delikatessen-Abteilung einkauft, betrifft es ALLE Läden!

              Das hat nichts mit den „Jungen“ zu tun….. der Lebensmittel-Dreck wird Flächendeckend verkauft & die dt. Gesetzgebung – auch & besonders war Reklame für die Produkte angeht, ist erbärmlich! – den Rest übernehmen die Medien & leider sind die Menschen derart dumm, dass die alles, was im TV gesendet wird für Realität&Wahrheit nehmen…..

              1. Ja, natürlich haben sie recht. Gar keine Frage. Doch es ist nun mal so wie es ist, dass sich andere – als die vorhandenen Lebensmittel – eben nur ein gewisser Prozentsatz leisten kann. Das ist nun mal die Realität.

                1. im gewissen Sinne kann ich euch beiden zustimmen ( GMT & Gegenzensur)
                  nur mal so als Erinnerung:
                  Vor etlichen Jahren gab es mal einen riesen Aufschrei in den Medien weil Tiefkühlpizzahersteller so´n Zeug wie „Analog-Käse“ draufschmissen.
                  Heute wird das gleiche Zeug als veganer Käse total überteuert verkauft.

                  ja die Menschen sind steuerbar und am besten über das Geld was man ihnen lässt

      2. Das kann man so sehen, muss man aber nicht. Viele Menschen im Osten haben inzwischen verstanden, was man Ihnen verkauft bzw verkaufen möchte und sind oft wieder bei den alten Ostprodukten – wenn es die noch gibt. Das diese wohl nicht mehr oder nur zum Teil im Original produziert werden, ist allerdings auch ein Teil der Wahrheit. Ich kenne aber viele Menschen im Osten, die heutzutage gerade bei Lebensmitteln, einen deutlich kritischeren Blick auf die westliche Supermarktware, als in der Zeit nach der Übernahme….

        1. So, so…“verstanden haben“ & in die Praxis umsetzen sind meistens zwei paar unterschiedliche Schuhe!

          „kritischer Blick“ – das behaupten die meisten & rennen bei der nächsten Schnäppchenjagd sofort wieder los BILLIG zu kaufen – egal worum es beim Produkt geht…..

          Selbst solche Behauptungen, dass „frisches Essen“ machen/kochen angeblich zu teuer wäre, wurde schon x-mal widerlegt aber man behauptet es trotzdem immer wieder um seine eigene Faulheit nicht erkennen & benennen zu müssen….Dieses “ sich selbst belügen“ sollte dringend ‚bearbeitet‘ werden….

          1. ahaaa… sie beziehen das Ganze im Wesentlichen auf diese Fertigmahlzeiten. Ja ja, da haben sie wirklich recht. Wer sich das reinzieht, der ist selbst schuld, weil jegliche andere Art des Kochens NATÜRLICH billiger ist als der Dreck aus der Tiefkühltruhe.

            Mit Würmern durchsetzter Scheiß. EU gefördert zur Einführung eben der WURM-Fertiggerichte mit Kunstfleisch …..

            Ja ja… wer das frisst, der ist nicht mehr ganz sauber…!

            1. Was ist heute mit ihnen los? Sie scheinen nur häppchenweise zu lesen – manchmal ist eine Antwort auf einen Kommentar so, dass man den dazugehörigen Kommentar auch lesen sollte….

              NEIN, ich beziehe mich NICHT nur auf „Fertigmahlzeiten“ – es ist nur ein Beispiel, was leider in den Märkten eine immer größere Rolle spielt & dementsprechend auch in Medien beworben wird….. aber im Grundprinzip wird das mit allen Lebensmittel so gemacht & die mediale Gestaltung dazu & die Verbreitung über eben jene beeinflusst das Verhalten der Leute… die schon benannte „Ansprechung der primitivsten Beweggründe“……

              1. na sie sehen… während ich die Antwort schrieb, haben sie noch einen draufgesetzt. Doch so oder so, wir sind ja nicht gegensätzlicher Meinung in der Sache. Schönen Tag noch. Muss selbst wieder was tun, damit sich keine Mehlwürmer in meinen Kühlschrank verirren… Sprich, ich muss/will mit meinen 65 Lenzen malochen gehen. Einige Lieferfahrzeuge müssen zur Durchsicht. Das kann der Olle Sack ja noch erledigen 🙂

            2. Kann ich nur jedem empfehlen.

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              Ha haaa… Jemand aus der Familie hat mittlerweile Hausverbot bei mehreren Supermärkten im Nordwesten Englands.

              Mit ihren nun 18 Lenzen hat sie keine Angst(wie die MAMA) sich mitten in den Laden zu stellen und laute Selbstgespräche zu halten, während sie die ihr sowiso schon bekannten „Marken“ mit dem tituliert was sie sind. Haaa… ich habe mir das par mal betrachtet. Einfach nur um nötigenfalls eingreifen zu können, wenn man sie „zu hart “ aus dem Laden schmeißt. Doch da ich selbst mittlerweile ihr unterlegen bin als ihr Krav Maga-Trainer, lasse ich ihr ihren Willen.

              So kamen schon ein par Vorladungen zur Polizei die im Ergebnis absolut nichts NEGATIVES brachten, bis vielleicht dem Ergebnis, dass die Polizisten selbst sehr darauf achten, was sie kaufen.

        1. @Vlad

          „schau mal nur zum Beispiel in den Ruhr-Pott, was da alles so dahinvegetiert –

          ******* wie du es – NUR (?) dem Osten unterstellest…*******

          So ist das leider wenn man jemandem etwas unterstellt, was er NIE ‚gesagt‘ hat!

          Sie haben davon gesprochen, was nach der „Annexion der DDR passiert“ wäre…. & natürlich kann ich NICHT für die „Wessis“ sprechen… aber da ich im Osten geboren, aufgewachsen bin & sogar noch dort lebe & die Menschen da erlebe, habe ich mir einfach erlaubt, zu sagen, dass nicht nur „andere“ schuld sind….

          Es ist meine Grundeinstellung, dass jeder Mensch für sich & sein handeln letztendlich SELBER verantwortlich ist & wer sich selber belügen muss weil er es sonst nicht aushält, wird immer Probleme haben……
          Sicher könnte ich dazu noch weitere Erklärungen abgeben – aber wenn man schon von vornherein nur „lesen/hören“ will, was nie gesagt wurde, hat es wenig Sinn….
          Wie schon mal erwähnt, man kann niemanden retten, der sich selber gar nicht retten will….

    2. Vlad, das Gleiche ging mir auch beim Lesen durch den Kopf. Anstelle sandiger Möhren, schrumpliger Äpfel und viel Kohl und Kartoffeln bekamen wir verstrahltes, aber wunderhübsch glänzendes Obst, begaste und gewachste und anderweitig verhübschte „Lebensmittel“ und haben uns auch noch gefreut! Dazu kam der ganze absolute Müll der LebensmittelINDUSTRIE. Alles tot verarbeitet bzw. vermint. Erst langsam begann das Umdenken. Die Menschen wurden kranker, fetter, lustloser … Zombies (ist natürlich bissl übertrieben). Das alles könnte ich noch ausfühlich über die Lumpen, die sie uns gegen unser entwertetes Geld anboten, schreiben, die Schrottautos, die drüben keiner mehr wollte, sowie die C-Klasse-Politiker bzw. sonstiges Geschmeiss, das sich hier breitmachte. Und genauso war es doch überall, wo der Wertewesten eingefallen ist – nur vergiften haben die uns nicht können; wir standen nicht so auf Wodka.

  2. Da gebe ich Vlad vollkommen Recht, nur brauchten wir Ossis erstmal Zeit, um zu erkennen, wie die brD ihre Bürger belügt und betrügt. In der dDR war man einigermaßen sicher, daß die Lebensmittel nicht gepanscht sind, waren sie auch nicht. Als wir über Ungarn 1989 dann nach Hamburg kamen, kauften wir alles, was wir in der schönen bunten Werbung gesehen hatten. Negerküsse waren bei uns Mangelware wie alles, nun mampften wir Dickmanns, zu süß, igitt. Alles schmeckte nicht. Gleich erfuhren wir die Wahrheit über Cola, gab es in unserem Haushalt nicht. Man kann nicht sagen, daß sie uns belügen, wir erfuhren von den krebserregenden E-Nummern, woraufhin ich mir ein Büchlein kaufte, das jede Nummer erklärte. Heute weiß man von Preßfleisch und Kunstkäse und den sonstigen Lügen über die Sendung mit Sebastian Lege.
    So ist das, wenn die Industrie die Regierung kauft. Die Deutschen sind gewohnt, daß sie geführt werden, nun werden sie von Täuschern und Betrügern ausgenommen. Das muß bei der Masse erst mal ankommen. Die Russen hatten nie das Vertrauen. Aber auch sie glaubten erst mal der schönen Verpackung aus dem Westen, im Tricksen und Täuschen haben sie in Form des Tiefen Staates gute Lehrmeister. Ich kann wieder nur bd. II von Henry Ford empfehlen, da beschreibt er, wie sie die guten Kaufmannssitten in England schon nach Cromwell untergraben haben.

    1. Nachtrag: Diese Trickser appellieren immer an die Faulheit, Trägheit und Bequemlichkeit und bieten an, erst billig, dann steuern sie die Preise. Die Waren werden mit der Zeit vergiftet, erst ein wenig Glutamat, Zucker… Gestreckt wird mit Wasser. Und der Kunde gewöhnt sich… Er wird mit Arbeit eingedeckt und hat weder Zeit noch Lust, selbst etwas zuzubereiten.
      Gut, daß es noch keine Schulspeisung gibt. Ideologisch werden sie dort ja vergiftet, wegen „Heimat“ aus der Klasse geführt…

      1. „Er wird mit Arbeit eingedeckt und hat weder Zeit noch Lust, selbst etwas zuzubereiten.“

        NEIN, da wird gar nichts mit „Arbeit“ eindeckt – es werden die „primitivsten Beweggründe“ angesprochen & wie sich zeigt, sind auch hier rd. 80% mit von der Partie… Ausreden finden sich jederzeit!

      2. Auch wenn man das was sie sagen sogar mit unterschreiben könnte, so denken sie zu extrem und leider auch realitätsfremd. Der Kauf von Lebensmittel jeglicher Art wird heute sicher viel mehr durch äussere Einflüsse bestimmt als das Schauen auf die aufgeklebten Inhaltsstoffe der Produkte.

        Oft, schon viel zu oft sind viele froh, überhaupt etwas essen zu können. (TAFEL) . Die, welche es sich noch leisten können, essen anders….

        Ich selbst kann da wirklich mitreden. Wenn auch nicht deutsch-sondern GB-bezogen. Irgendwann erzählte ich es auch hier schon einmal…. Meine Frau hat einen Onlinvertrieb von wirklichen ÖKO-Produkte aus Polen, die schon in Polen verpackt und auch verpackt eingeführt werden. (Mit halbjähriger Pause, bis ich das so bei den GB Behörden genehmigt hatte nach dem Austritt)

        Schulspeisung :

        Also, zumindest in GB wird sehr -sehr und nochmals sehr seitens den Behörden aufgepasst, was die Kinder essen. Auch das weiß ich nun aus dem täglichen Erleben. So konnte ich die GB-Behörden von der Vorgehensweise deshalb überzeugen, da meine Frau eben 50 % des Gewinns wieder in Lebensmittel investiert und 2 Schulen damit kostenfrei beliefert. Was dem Gewinn allerdings selbst, keinen Verlust beschert, da nun mal permanent auch durch die GB Behörden die Ware auf das in den Laboren geprüft wird, ob das drin ist, was draufsteht!

        Also zusammengefasst:

        Die Ossis als „Selbst schuld“ abzustrafen, ist NICHT GERECHT.

        1. Also, wer „Öko-Produkte“ aus Polen einfliegen lassen muss um angeblich Schulspeisung in GB zu leisten…?

          Sorry, da hört sich nicht wirklich echt an….

          Und was die „Tafeln“ betrifft & das angeblich Leute in DE sich „oft nur noch Tafel(Essen) leisten können, , ist BILD-Propaganda…..

          Und ob SIE oder ich realitätsfremd sind, lass ich mal im Raum stehen….. Aus ihrer selbst erzählten Vita gehe ich eher nicht davon aus, dass Sie in Armenvierteln unterwegs sind oder sich mit benachteiligten Leuten treffen….

          Sie können in DE ja gerne einfach mal im Supermarkt ihrer Wahl den Leuten nur in den Einkaufswagen schauen wenn die an der Kasse anstehen ( die nehmen das glatt mit wenn sie es bezahlt haben 😉) – es ist unglaublich, was für Dreck da mitgenommen wird – gerne Fertigprodukte & jede Menge Zeug, bei dem man nicht mal die Inhaltsstoffe lesen muss – das sieht ein Blinder, dass das definitiv nur Müll sein kann….Da schreit schon nur der „Zuckergehalt“ von weitem laut auf….

          1. P.S.
            „Die Ossis als „Selbst schuld“ abzustrafen, ist NICHT GERECHT.“

            Als geborener Ossi, immer noch dort lebend & mit Ossis in alltäglichem Kontakt, nehme ich mir die Frechheit raus, selber zu entscheiden, was ich da gerecht oder nicht finde.

            Ich wurde leider nicht als Berufsopfer geboren & finde Selbstverantwortung – wenigstens für das eigenen Leben mehr als nur gerecht! Mit Jammer-Ossis konnte ich noch nie etwas anfangen…..

          2. @ Also, wer „Öko-Produkte“ aus Polen einfliegen lassen muss um angeblich Schulspeisung in GB zu leisten…?

            Das haben sie aber total falsch verstanden. Eben laufen ein par Fahrzeuge permanent zwischen Polen und GB und keine Flieger ! Sowie eben Mitholfrachten bei unausgeladenen Transporte Dritter von Polen nach GB.

            Die 2 Schulen welche kostenlos beliefert werden, dienen letztendlich durch ihre Control certificates als immerwährende aktuelle Werbung, die in jede Sendung direkt zum jeweiligen Kunden mitgeschickt wird. Heißt, keinen cent an Kosten für Werbung.

            Doch nun muss ich los…

      3. @ Grete – wozu zum Beispiel braucht es im Salz E 536 – wo es doch nachgewiesen giftig ist, oder Jod, oder Fluorid, oder Aluminiumsalze oder-oder-oder – der ganze „Futtertrog“ ist voll mit Chemieabfällen, die zu entsorgen sehr teuer wären, aber im Fraß noch mächtig Gewinn bringen…

  3. Wer das alles so liest….

    über die Zeit VOR PUTIN in Russland und überlegt wie denn Putin das geschafft haben könnte, ein solches auseinandergefallenes Land in so einer kurzen Zeit wieder zu vereinen, dass sich quasi mehr Freiwillige zum Dienst für den Staat melden – im Wissen, auch sein Leben zu verlieren- als momentan gebraucht werden…..

    … der steht vor einem Rätsel… …Und doch ist die Lösung einfacher als man denkt

    Bis 2014 hatte Putin wirklich Mühe den Russen den Begriff „Souveranität“ begreiflich zu machen, speziell eben im Lebensmittel-Bereich. (Um mal Themenbezogen zu bleiben) Die EU begann mit den KRIM-Sanktionen und Putin nahm SOFORT die Chance wahr, sich von den WHO-Vorgaben zu lösen und verbot die Einfuhr der meisten Produkte aus dem Westen.

    Die Russen mussten, ob sie wollten oder nicht, sich wieder voll auf das eigene Können und Kraft konzentrieren. Und so kamen zehntausend Sanktionen, die jeweils immer schön dazu beitrugen, dass die volle Souverantität schon sicher in relativ kurzer Zeit hergestellt sein wird.

    Wäre das alles nicht so traurig (aus des EU-Bürgersicht) man müsste sich kranklachen vor der Dummheit dieser Politiker und der Presse…

    1. „Wer das alles so liest….
      über die Zeit VOR PUTIN in Russland und überlegt wie denn Putin das geschafft haben könnte, ein solches auseinandergefallenes Land in so einer kurzen Zeit wieder zu vereinen, dass sich quasi mehr Freiwillige zum Dienst für den Staat melden – im Wissen, auch sein Leben zu verlieren- als momentan gebraucht werden…..

      … der steht vor einem Rätsel… …“

      Vor einem „Rätsel“ stehen nur Leute, die sich noch nie dafür interessiert haben…allerdings darf man auch feststellen, dass sich so viel in den ersten 10 Jahren nach der „Wende“ für zig Mill. Menschen geändert hat, dass da wenig Zeit blieb, sich auch noch international umzuschauen…

      Immer noch absolut empfehlenswert die Doku „der Präsident“ von 2017 – mit dt. Übersetzung!
      Da wird komprimiert & gut auf den Punkt gebracht, was & wie Putin Russland wiederbelebt hat – natürlich nicht er alleine aber er hatte den Mut & den Intellekt & natürlich die Kraft, Entscheidungen zu treffen & umzusetzen…..

      Sie haben ja jetzt Zeit als Pensionist um sich 2,5 h das Werk anzusehen… es sind definitiv mehr als 50 % Wahrheitsgehalt… :

      https://www.youtube.com/watch?v=CHM3xIHMf38

      1. „Putin hatte nicht nur den Mut & den Intellekt & natürlich die Kraft, Entscheidungen zu treffen & umzusetzen…“, er hatte auch den Wunsch und die Absicht, etwas für sein Land und seine Menschen zu tun. Putin ist ein Nationalist, der sein Land und sein Volk liebt und von da seine Politik ableitet. Das ist etwas, was im Westen inzwischen unbekannt ist und als Nationalismus verdammt wird. Niemand in der Politik wird hier in den EU-Staaten noch sagen: Ich liebe mein Land und mein Volk und will mit meiner politischen Arbeit das Bestmögliche für mein Land und mein Volk erreichen.

        1. Putin kennt den Unterschied zwischen Nationalisten & Patrioten…. ansonsten würde ich ihn eher als einen Menschen mit absolut gesundem Menschenverstand einschätzen, der dazu noch in der Lage war & ist, die ihm mitgegebenen Talente, wie Vernunft & Intelligenz, sinnvoll einzusetzen.

  4. Es gab in Rußland „Bremer Kaffee“, der schmeckte wie geröstetes Sägemehl, und „Bergedorfer Bier“, eine damals nur noch aus alten Büchern bekannte frühere Exportmarke.

    In Moskau-Strogino gab es sogar einen „Royal Club“, und echter Royal war eigentlich das gleiche wie deutscher Billigkorn, nur unverdünnt. Im Prinzip technischer Alkohol. Im Univermag von Strogino hat mir ein Russe gesagt, das mit dem Krieg hätten sie uns verziehen, aber das mit dem schlechten Wodka aus Deutschland, das ginge nun zu weit.

    Richtig gefährlich war falscher „Royal“ und Wodka. Es gab den Rat, auf die Etiketten zu achten. Sie sollten echt aussehen, und maschinell sauber mit streifenförmig aufgetragenem Kleister aufgeklebt sein.

    Im Zug nach Brest hatten Mitreisende ein riesiges Gurkenglas, 3 oder 5 Liter, mit hochreinem Alkohol aus dem Ural, 98%. Sehr gut, verdünnt mit dem waggoneigenen Wasser.

    Westliche Produkte waren schon damals gewöhnlich mindere, verfälschte Ware, die Farbe, Konsistenz und Geschmack aus E-Stoffen bezog bzw. ihren Zweck nicht tat, jedenfalls nicht lange, schnell kaputt ging und nicht reparierbar war. Aber mit hochwertiger Anmutung.

    Rußland war damals eine gewaltige Müllkippe für fehlerhafte Chargen, Produktionsabfälle und selbst hier unverkäuflichen Ramsch. So weit noch erhältlich, war es ratsam, sowjetische Marken zu kaufen.

  5. Royal….die Russen wissen bestens und schon ewig wie Mann seinen eigenen Schnaps brennt als das sie diesen West-Fusel trinken mußten. Es gibt wirklich guten, hausgemachten Samogon der nicht wie viele Westler meinen blind macht. Herr Röper hat mich Sicherheit auch schon das eine oder andere Gläschen genippt und wird das bestätigen können😉

    1. ICH kann das bestätigen, aber mehr als ein Gläsle sollte man davon nicht trinken, sonst findet man nach Arbeitsschluß nicht mehr die U-Bahn 😉 In Leningrad im Außenhandel kamen oft Kunden und wollten Garantie-Ersatzteile für ihre Nutzfahrzeuge aus der DDR. Die brachten Trockenfisch (schmeckte viel besser als Salzstangen) und eben auch Samogon, Rischskij Balsam war auch lecker, aber damals Defizit.
      Bei Lebensmitteln sollte jedes Land seine eigene Produktion verkaufen. Ich kaufe hier nur noch regional und saisonal.

      1. Den Trockenfisch gibt es hier im russischen Laden. Goldband-Selar (Selaroides leptolepsis) aus Vietnam, und andere Sorten. Dort gibt es auch tiefgekühlt Argentinischen Seehecht und Patagonischen Eisfisch, und als Konserven Kurzschnabel-Makrelenhecht (Сайра) aus Sachalin.

        Alle aus Meeren in sicherer Entfernung von der EU und ihren Giftmüllkippen Ostsee und Nordsee. Vor regionaler Ware ist zu warnen, in der EU ist die Lebensmittelsicherheit auf allerunterstem Niveau. Wo Auswahl besteht, Reis und Datteln aus dem Iran, Obst, Gemüse, Seife, Spülmittel aus der Türkei, Trockenbohnen aus Kirgistan, Linsen aus Pakistan. Möglichst auch Ware, die außerhalb der EU verarbeitet und verpackt wurde, sonst kann man nie wissen.

        Regional gibt es allerdings Wildkräuter, Pilze, Beeren und herrenlose Obstbäume, sogar eine Königin Victoria an einem Wegrand. Ihre Majestät ist eine Pflaume.

    1. Das ist das Problem, siehe auch die riesigen Handelsdefizite der EU und der USA mit China. Hochpreis, und altmodisch, aber nicht „gute alte Zeit“, sondern aus einer Epoche, in der es angesagt war, durch „Ersatz“ und Verfälschung jeden Pfennig an den Herstellungskosten zu sparen, wie es nur geht. Dazu ein Kult des schlechten Geschmacks, der schon beim Verpackungsdesign anfängt. Aber die „goldene Jelzin-Zeit“ hat in Rußland durchaus immer noch ihre Liebhaber.

  6. „Zu diesem Zeitpunkt war der Anteil westlicher Waren in den Regalen auf 20 Prozent gesunken, und heute ist er auf ein Minimum reduziert.“

    Selbiges wünsche ich mir für Unharn auch. Gibt noch viel zu viel globalistischen Dreck (Danone, etc.) dort in den Regalen. Warum nicht durch eigene Produkte und solche aus Ländern Zentralasiens, Russland, nicht-EU ersetzen?

    1. Bis 1989 kamen in Ungarn fast alle Lebensmittel tatsächlich aus Ungarn. Kaffee, Tee und Schokoladen immerhin eigene Marken. Alles von traumhafter Qualität. Auch bei anderen Konsumwaren war erstaunlich, was Ungarn selber alles hergestellt hat.

      1. Genosse Dampflok liegt wieder richtig. Bis heute trauere ich insbesondere dem Verlust einer ungarischen Schaumweinmarke nach, die sensationell war. Auf dem Etikett war ein wilder Heerführer der Magyaren abgebildet, die Flasche war so dickwandig wie schußsicheres Glas und der Inhalt war von einem wunderbaren Hefe-Honig-Aroma erfüllt.

        1. Gulaschkommunismus😀 Man muss schon sagen, vieles von der Basis aus der RGW-Wirtschaft hätte man nach 1989 mitnehmen müssen. Das kleine Land hat so vieles produziert – von Lebensmitteln, Konsumgütern, Elektronik (Videoton, Lehel z.B.) bis hin zu Maschinen und Nutzfahrzeugen (die Ikarus-Busse fuhren in der gesamten kommunistischen Hälfte der Welt, manche tun es noch heute). Die 90er haben viel kaputtgemacht. Nach der Wende wurde die einheimische Wirtschaft erst einmal zerschlagen und ausgeschlachtet – vom Westen, der das Land anschließend als Absatzmarkt für seinen eigenen Produktionsüberschuss nutzen konnte. Auf diesem Raubzug durch den Osten hat sich vor allem (West)Deutschland nach der Wende nochmal wirtschaftlich gesund gestoßen.

          1. Die Ikarus-Busse fuhren auch in Istanbul, in den USA und Varianten mit anderen Aufbauten in Hamburg und Schweden. Tunesien wurde komplett mit neuen ungarischen Reisezügen ausgestattet, die meines Wissens auch heute noch fahren. Filme und Fotopapier von Forte waren sehr gut, und Kukta und Alufix habe ich immer noch in Benutzung. Wirklich erstaunlich, was so ein kleines Land alles selber produziert hat.

  7. In den letzten 20-30 Jahren UDSSR wurden VOLL auf verschleis gewirtschaftet.
    Die zentral gesteuerte Wirtschaft war total unfähig, es wurde schlicht alles verludert.
    Zum beispiel die Ersatzteilbeschaffung und Produktion für Anlagen und Maschienen.
    Ernten wurden auf dem offenen Feld ohne Abdeckung in der Landschaft gelagert.
    Einfach weil irgendwelche Aperatschik schlicht den Bau von Hallen oder Silos
    für die Getreidelagerung vergassen. Warum die Russen vor allem die Alten über
    eine Niete wie Habeck oder Bärbock lachen. Drei mal raten.
    Unter Chrustchow musste die UDSSR grosse Mengen an Weizen beim Ami kaufen,
    Angebaut wurde nach Plan genug, nur eben das verrotete danach auf dem offenen Feld.
    Anderes Beispiel auf den Feldern wurde viel Kohl angebaut, die Ernte in LKW für
    Moskau verladen. Danach blieben aus dieversen Gründen die LKW Tagelang
    an der Sonne stehen, in Moskau angekommen war der Kohl nur noch ein stinkender
    Misthaufen. Oder noch perverser, das Brot wurden hoch subventioniert und
    war billiger als die gleiche Menge an unverarbeitetem Getreide.
    Die Milchproduzierenden Cholchosen mussten den Plan erfüllen
    heisst die Kühe mussten auch mit Kraftfutter versorgt werden und was wurde
    gemacht? Die Kühe wurden mit Brot gefüttert weil das billiger war und damit
    auf dem Papier das Betriebsergebnis besser aussah.
    Einen nicht unwesentlicher Teil der Versorgung wurde von den Landwirten auf
    den kleinen Flächen die sie selber bewirtschaften durften geleistet.
    Unvergesslich auf einem Flug von Moskau nach Leningrad was da alles
    mitgeschleppt wurde von Gemüse bis Hüner alls, Fliegen war irre billig
    das ermöglichte einen unter dem Strich auch guten schnitt mit Kleinstmengen
    an Lebensmittelhandel . Ganze Cholchosen standen praktisch still, weil es für
    die Landmaschienen keine Erstzteile gab. In den 90 Jahren hat ein
    Landmaschienenkombinat Pferdezugmähmaschinen nach alten Plänen Gebaut
    na ja weil die Grosstechnik schlicht zu Schrott gewirtschaftet war.
    Für einen PkW wurde nur eine Erstausstattung mit Scheibenwischer geplant.
    Ersatz nicht zu bekommen, da blieb bei Bedarf nur das organisieren im Umfeld
    Logo darum sind ohne Regenwetter alle ohne montierte Schweibenwischer
    durch die Gegend gefahren, selbst in Moskau und Leningrad gesehen.
    Die Liste der absurditäten kann noch um einiges erweitert werden.
    Die Russen waren Weltmeister im Schlange stehen, denn eine Schlange
    signalisierte, das es etwas interessantes an Waren gab, egal was damit
    konnten die viels gegen anderes Tauschen. Logo anstehen AUCH während
    der Arbeitszeit naheliegend, das schmälerte die Menge der Produzierten
    Waren zusätzlich.
    In der DDR waren diesbezüglich die Verhälnisse deutlich Besser als in der UDSSR.
    Selbst als Tourist konnte man die Versorgungsmisere in der UDSSR fast mit Händen greifen.
    All diese Umstände haben die Russen entsprechend abgehärtet, mit
    ein entscheidender Grund,das die das noch tiefere Elend der 90.ohne viel
    Murren überlebt und ertragen haben.
    Über Realsozialismusnostalgiger die es in viel viel Grösserer Zahl in der
    EU als in Russland gibt, kann man sich nur noch kapputlachen, die haben
    von tuten und blasen null aber auch null ahnung.

  8. Nachdem der Jammer-Ossi GMT, der sich von primitivsten Beweggründen angesprochen fühlt, endlich sein überhebliches Bashing gegenüber seinen Volksgenossen um 9:48 Uhr beendet hat, lobe ich mir die Ausführungen von Großvater.
    Was letzterer sagt, ist zwar auch betrüblich, hört sich aber wesentlich annehmbarer an, weil sachlicher berichtet.
    Da ist nichts vorhanden von subjektiven, andere abwertenden Vorurteilen GMTs über seine Mitmenschen a la „wenig entwicklungsfähig, denk- und arbeitsfaul, dumm und primitiv“.

    Danke, Großvater, wie Sie das Spannungsfeld zwischen staatlich verordneten, jedoch schlecht koordinierten Vorgaben, der sich daraus ergebenden Versorgungsengpässe und als Folge dem aus der Not geborenen Erfindungsreichtum der Russen beschreiben.

    1. @Ikaros
      Ich kapier sowieso nicht warum hier die Diskussion um den Ost/West-Fraß derart eskaliert. Wer den ganzen Schand-Fraß nicht mag soll doch bitte mal ins täusche Hinterland zum Klein-Bauern fahren, wo Schweinen noch „fachgerecht“ mit der Langaxt 3-4 mal der Schädel getrümmert wird. Während das Tier noch stöhnte hatte es schon das Messer im Hals. Selbst – als Kind in den frühen 60ern erlebt und vom Tatort heulend geflüchtet. „BIO“ ist doch geil, oder ?? Aber ehrlich – als Bub und bis heute hab ich nie bessere, sauberere Wurst gegessen.
      Btw, es ist Ramadan, auch in Ossistan. Wenn der durch ist, werden auch dort wieder zigtausenden Schafen, Hammeln ebenso die Kehlen bei lebendigen Leib durchtrennt.
      Приятного аппетита 👍

      1. Ich hab das als Kind (DDR) auch erlebt, allerdings fachgerecht und schnell mit einem Bolzenschussgerät. Von Äxten habe ich nie was gehört, Privatschlachtungen liefen immer mit Bolzen. Geheult hab ich aber auch und anschließend alle beschimpft..

        Aber Massentierhaltung mit Elektroschock und anschließendem Brühen von Tieren , oft noch bei Bewusstsein, ist grausamer und darf einfach nicht sein!

        Einstein hatte Recht mit seinem Spruch bezüglich Gesellschaft und Tiere schlachten.

    2. Solange es nicht Lasagne mit Schweinefleisch ist (der Gipfel des Banausentums und der Geschmacklosigkeit, wortwörtlich), wie in vielen Supermärkten günstig angeboten, ist Pferd noch ok…

  9. Eigentlich ist das in Deutschland nicht so ganz ungewöhnlich. Also geht man einkaufen das muss nicht der billigste Laden sein! Bei einem Lebensmittel ist vorn eine Frucht abgebildet ! Man hat Hunger und zu Hause OK, jetzt gibt es etwas schönes.
    Irgendwann schaut man auf die Zutatenliste! Von der großen Frucht die vorn abgebildet ist In dem Lebensmittel sind oft 0,5 %. der erhofften Frucht.
    Bei anderen Lebensmitteln sieht es sehr oft nicht anders aus! Oft werden die aller billigsten Fette verwendet! Oder auch sehr viel Wasser u. a. Streckmittel verwendet. Ja u. Zucker ist etwas was sehr oft in Massen verwendet wird! Es ist so als wollte man uns mit dem Zucker mästen!
    Ja u. zu Hause – ist da Alles in Ordnung? Klar große Konzerne wie z.B. Vonovia wundern sich! Da blüht schon einmal der Schimmel in der Wohnung.. Es läuft gerade einmal kaltes Wasser im Winter usw…
    Im Fernsehen heißt es immer öfter, ja wir verunreinigen die Umwelt! weil wir noch Fleisch essen. Ja u. Tomaten deren Herstellung verbraucht Tsd.e Liter Wasser .Nun essen wir nur noch Insekten. Herr Meyer zwei Straßen weiter meint sein SUV würde ja nur 15 Liter / 100 km verbrauchen. Ja u. sein kl. Jet verbraucht ja auch fast nix. Aber wahrscheinlich habe ich Recht hoher Wasserverbrauch j a u. ein Steingarten…! Gut ist das nicht für die Umwelt!

  10. Am Wiederaufschwung des russischen Agrarsektors ist u. a. ein Deutscher beteiligt, der seit 2014 die russische Staatsbürgerschaft besitzt:

    Stefan Dürr mit seiner Ekosem Agrarholding.
    https://www.ekosem-agrar.de/standorte/

    Über Stefan Dürr gibt es einen informativen Film aus dem Jahr 2017, der bereits zu Beginn mehrere Szenen zeigt, in denen seine Milchkühe selbst bei minus 20 Grad Celsius sich außerhalb des Stalls aufhalten. Davon können EU-Subventions-Stalltiere nur träumen:

    https://www.youtube.com/watch?v=gmkiVORuLg8

    Dürr kam just zu dem Zeitpunkt, als die russische Landwirtschaft am Boden lag. Die Russen gaben ihm eine Chance, natürlich auch Subventionen, und Dürr hat sie genutzt, dabei haben die EU-Sanktionen kräftig mitgeholfen. Allerdings traf die Finanzkrise 2008/09 auch seinen Betrieb heftig, die Milchkühe aber retteten den Betrieb.

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