Biden-Clan

Neue Vorwürfe gegen Hunter Biden, unter anderem wegen seiner Kontakte in die Ukraine

In den USA sind neue Vorwürfe gegen Hunter Biden, den Sohn des US-Präsidenten, bekannt geworden. Die deutschen Medien verschweigen das Thema bisher.

Die neuen Vorwürfe, die gegen Hunter Biden erhoben werden, betreffen mehrere Themen. Es geht um seine Tätigkeit als Maler, um seine Kontakte in der Ukraine und um Verstöße gegen das US-Gesetz über ausländische Agenten. Die Geschichte der Korruption des Biden-Clans und deren Verbindungen in die Ukraine sind das Thema meines Buches „Das Ukraine-Kartell“, weshalb die jetzt bekannt gewordenen Vorwürfen nicht überraschend, sondern nur ein weiteres Mosaiksteinchen in einem sehr großen Bild sind.

Hunter Biden als Künstler

Hunter Biden hat im Jahr 2021, nachdem er seine Drogenkarriere in seiner Autobiografie öffentlich gemacht hat, im Alter 51 Jahren beschlossen, Künstler zu werden und angefangen zu malen. Eine Galerie in New York verkauft seine Bilder für bis zu 500.000 Dollar pro Stück. Daher wurde von Anfang an vermutet, dass sich die „Kunstliebhaber“ auf diese Weise Zugang zum Weißen Haus erkaufen wollen.

Das Weiße Haus hat das natürlich bestritten und behauptet, Hunter würde nicht erfahren, wer seine Bilder kauft. Das sei sichergestellt, weshalb es unmöglich und ein infamer Vorwurf sei, dass Hunter Biden über seine Bilder Einfluss auf die US-Politik oder den US-Präsidenten verkaufe.

Business Insider hat 2023 berichtet, dass alleine ein unbekannter Käufer 875.000 Dollar für Bidens Kunstwerke ausgegeben hat, was der Großteil der damals insgesamt 1.379.000 Dollar war, die Biden mit seinen Kunstwerken verdient hat. Außerdem fand Business Insider auch heraus, dass eine andere Käuferin von Bidens Bildern die einflussreiche Spenderin der Demokraten Elizabeth Hirsh Naftali ist, die von Präsident Joe Biden einen Posten in der staatlichen Kommission für die Bewahrung des amerikanischen Erbes im Ausland bekommen hat. Der Zeitpunkt des Kaufs durch diese Spenderin, war damals jedoch unbekannt.

Besonders brisant war, dass dabei auch herauskam, dass Hunter Biden die Identität von Hirsh Naftali sowie die eines anderen Käufers, Kevin Morris, bekannt war, was die ursprünglich gemachten Zusagen Lügen strafte, Hunter Biden würde nicht erfahren, wer seine Bilder kauft, damit nicht der Verdacht entstehen könnte, dass sich Leute über die Bilderkäufe Einfluss auf die Politik von US-Präsident Biden kaufen können. Hunter Bidens Rechtsbeistand erklärte damals gegenüber Business Insider, dass er die Identität der Käufer erst nach ihren Käufen erfuhr, weil sie seine Freunde waren.

Nun berichtet die New York Post, die Zeitung, die im Oktober 2020 die Geschichte über Hunter Bidens „Laptop from Hell“ aufgedeckt hat, die sich hinterher als wahr erwiesen hat, dass Hunter Bidens Kunsthändler Georges Bergès am Dienstag sagte, dass er mit dem Weißen Haus nie an einem Ethik-Pakt gearbeitet hat, um sicherzustellen, dass die Käufer anonym bleiben, und er fügte hinzu, dass Hunter Biden die wichtigsten Käufer seiner Bilder bekannt waren, was den früheren Behauptungen von Präsident Bidens Beratern widerspricht.

Bergès enthüllte auch, dass er zusätzlich zu den fehlenden Anti-Korruptions-Schutzmaßnahmen sogar den Präsidenten getroffen und mit ihm telefoniert hat, während er mit den Bildern des Präsidenten-Sohnes handelte. Das erklärte das Oversight Committee des US-Parlamentes in einem Bericht über eine Befragung von Bergès unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

Der Kunsthändler sagte demnach aus, dass Hunter Biden etwa 70 Prozent der Käufer seiner Bilder bekannt gewesen seien, einschließlich Elizabeth Hirsh Naftali, die seine Bilder sowohl vor als auch nach der Ernennung in das prestigeträchtige Regierungsamt erwarb. Insgesamt hat die einflussreiche Spenderin der Demokraten knapp 100.000 Dollar für Hunter Bidens Bilder bezahlt.

Bergès sagte auch, dass er bei mehreren Gelegenheiten persönlich mit Joe Biden zu tun hatte, unter anderem bei der für die Presse nicht zugänglichen Hochzeit von Hunters Tochter Naomi im Jahr 2022 im Weißen Haus.

Das US-Gesetz über ausländische Agenten

Der Westen kritisiert Russland wegen seines Gesetzes über „ausländische Agenten“, das aus dem Ausland finanzierte und in Russland politisch tätige Organisationen verpflichtet, sich als „ausländische Agenten“ zu registrieren, ihre Publikationen entsprechend zu kennzeichnen und den russischen Behörden ihre Finanzen offenzulegen. Was dabei im Westen nie erwähnt wird, ist, dass das russische Gesetz über ausländische Agenten keine russische Erfindung ist. In den USA gibt es bereits seit 1938 das FARA-Gesetz (Foreign Agents Registration Act). Es soll ausländische Einmischungen in die Politik der USA verhindern. Nach dem Gesetz drohen jedem, der in den USA mit ausländischer Finanzierung politisch tätig wird und sich nicht als „ausländischer Agent“ registriert, Geld und/oder Gefängnisstrafen. Das Gesetz wird sehr restriktiv angewendet.

Russland hat das FARA-Gesetz der USA im Grunde nur abgeschrieben, wobei jedoch die Strafen in der russischen Kopie dieses US-Gesetzes weniger streng sind.

Hunter Biden und der Fara-Act

Nun wird Hunter Biden vorgeworfen, gegen den Fara-Act verstoßen zu haben, wie ebenfalls die New York Post berichtet.

Die New Yorker Anwaltskanzlei Cravath, Swaine & Moore hat sich letzte Woche als ausländischer Agent registrieren lassen, acht Jahre nachdem die Kanzlei im Auftrag des ukrainischen Energieunternehmens Burisma Holdings gearbeitet hat. Hunter Biden hat sich nie als ausländischer Agent registriert, obwohl er von 2014 bis 2019 als Vorstandsmitglied von Burisma 80.000 Dollar monatlich kassiert hat. In drei Jahren davon war sein Vater Joe Biden als Vizepräsident von Barack Obama für die Ukraine-Politik der US-Regierung zuständig.

Die Offenlegung, die die Anwaltskanzlei am Donnerstag eingereicht hat, geht auf Treffen des Cravath, Swaine & Moore-Partners Thomas Buretta mit Beamten der Obama-Regierung im Jahr 2016 zurück, nachdem die Kanzlei beauftragt worden war, Nikolaj Slotschewsky, den Eigentümer von Burisma, zu vertreten, da sein Unternehmen mit „möglichen Ermittlungen von Regierungsbehörden in den USA“ konfrontiert war. Mit der Offenlegung erfüllte Cravath, Swaine & Moore rückwirkend das Gesetz zur Registrierung ausländischer Agenten, den Fara-Act. Die Anwaltskanzlei stellte dem ukrainischen Oligarchen und seinem Unternehmen 2016 fast 350.000 US-Dollar für erbrachte Dienstleistungen in Rechnung, wie aus dem FARA-Antrag hervorgeht.

Ein FBI-Whistleblower hat vor einiger Zeit ausgesagt, dass Joe Biden als Vizepräsident auf die Entlassung des ukrainischen Generalstaatsanwaltes Schokin gedrängt hat, weil der gegen Burma ermittelte. Der Whistleblower sagte, dass Slotschewsky behauptete, er habe die Bidens mit jeweils fünf Millionen Dollar „bestochen“, zum Teil, um Schokin zu entlassen.

Joe Biden selbst prahlte 2018 vor dem Council on Foreign Relations damit, dass er während einer Reise nach Kiew im Dezember 2015 damit drohte, eine Milliarde Dollar an US-Hilfe für die Ukraine zurückzuhalten, wenn die Regierung Schokin nicht feuern würde:

„Ich sah sie an und sagte: ,Ich reise in sechs Stunden ab. Wenn der Staatsanwalt nicht gefeuert wird, bekommt ihr das Geld nicht … Tja, so ein Hurensohn. Er wurde gefeuert“

Schokin wurde kurz darauf, Anfang 2016, von der ukrainischen Regierung gefeuert.

Kritiker des Sonderermittlers David Weiss, der gegen den Sohn des Präsidenten ermittelt, haben nach der Anklage des US-Staatsanwalts von Delaware gegen Hunter Biden wegen Steuervergehen im Dezember auch festgestellt, dass Hunter Biden noch immer nicht wegen möglicher Verstöße gegen den Fara-Act angeklagt wurde, was seinen Vater belasten könnte.

Zu den weiteren mutmaßlichen Verstößen von Hunter Biden gegen den Fara-Act gehören die Veranstaltung von Abendessen in Washington in den Jahren 2014 und 2015, an denen Joe Biden und Hunters Geschäftspartner aus Kasachstan, Russland und der Ukraine teilgenommen haben, sowie die Einladung mexikanischer Mitarbeiter in die Residenz des Vizepräsidenten und die Organisation von Treffen mit Beamten der Obama-Biden-Regierung für sie.


Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

9 Antworten

  1. Also ich glaube dies ist doch der erste Fall, dass ein Politiker zwecks Spendenakquise seine Kinder in der Kunstgalerie anschaffen lässt, oder?

    Was jetzt noch fehlt, ist eine „Milli Vanilli“ Enthüllung. 😉
    Isch abe gar keine Pinsel…

  2. Sogar wenn mit dem Kunsthändler vereinbart gewesen wäre, dass die Bidens nicht erfahren, wer die „Kunstwerke“ gekauft hat, würde das nicht vor Korruption schützen.

    Wenn ich Biden bestechen will, kaufe ich ein überteuertes „Kunstwerk“, und schicke danach Hunter (oder einem Biden-Mitarbeiter) ein Foto davon, mit einer Bemerkung wie „Dein Bild sieht in meiner Wohnung wirklich toll aus!“

    So erfährt Biden, dass ich ein „Kunstwerk“ gekauft habe (den Preis erfährt er offensichtlich vom Händler), der Händler hat nichts unrechtes getan, und mir kann auch niemand etwas anhängen, das war doch kein Bestechungsversuch, ich wollte nur einem Künstler, dessen Werke mich begeistern, zeigen, was für einen schönen Platz sein Kunstwerk jetzt hat.

    Dass es irgendeinen Zusammenhang zwischen meinem Kunstkauf und meinem neuen Botschafterposten eine Woche später gibt, ist natürlich nur übelste russische Propaganda, die unsere Demokratie aushebeln will.

  3. Es ist beeindruckend, welche unfassbare Ansammlungen an Sauereien sich heutzutage solche Leute leisten können, ohne dass auch das Geringste passiert.
    Ich erinnere mich an die 80er-Jahre, wo ein Bundeswehr-General (Kießling) kündigen musste, weil irgendjemand durchgestochen hatte dass er schwul ist. Wie sich die Zeiten geändert haben…

    Sehr interessant zu lesen, was der Hunter so alles treibt. Aber ich bin relativ zuversichtlich, dass weder er noch sein Vater jemals juristisch dafür belangt wird. Man hätte aus dieser Affäre bereits längst was machen können, aber ich tippe dass die ähnlich im Sand verläuft wie der größte Wahlbetrug aller Zeiten beim Präser-Wahlkampf 2020.

    Hunter und Joe können sich ganz entspannt zurücklehnen, weil sie genau wissen, dass das amerikanische Justizsystem auf einem ähnlichen funktionalen Niveau ist wie das von Somalia.

    1. @oTTo

      Nun ja – wie genau es in Somalia läuft, weiß man nicht….. aber ein Blick in die bundesdeutsche Justiz ist völlig ausreichend um zu wissen, dass die Verhältnisse in DE nicht besser sind….

    2. Das alles wird keinerlei Auswirkung auf den Biden sen. haben. Biden jun. wird wird mit einer Geldstrafe davonkommen. Alle negativen Meldungen werden in den amerikanischen Medien unterdrückt werden und
      werden unterdrückt. Viel lieber stürzt sich die amerikanische Justiz darauf, Trump mit allen Mitteln zu
      verhindern und Biden zur Wiederwahl zu verhelfen. Die amerikanische Justiz ist weder unabhängig noch
      objektiv.

  4. Die kriminellen Clans, kriminellen Kanzler und Präsidenten, Geheimdienste, Konzerne und Pharmaindustrien, AntifFAZ, Superstaaten, Kriege, Diversität, Waffenlieferungen, Antifa, Feminismus (ist Geschlechterrassimus), das ist ein großes Sumpfgebiet.

    Bildersuche, Textsuche

    berkeley antifa – UNICORN RIOT

    ANTIFA UNMASKED

    ANTIFA UNMASKED Tactics of Terrorism

    Inside Antifa

    Terrorist Organisation Antifa

    Parole?
    „Antifa Recruits Students With Mental Illnesses“

    Möglichkeit?
    Vermummter Kopf – Nazi, Faschist, Rassist als Text

    Im Papiergeschäft gibt’s bedruckbare Aufkleber. Rahmen sind auf der Herstellerseite.

    Einer am Tag reicht. Das sind bei 2 Leuten 730 Aufkleber im Jahr.

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