Staatsterror

Kiew versucht, Georgien in einen Krieg mit Russland zu treiben

In Georgien wurde Sprengstoff für einen geplanten Terroranschlag in Russland sichergestellt. Hinter Organisation steht offenbar die ukrainische Führung, die dabei versucht hat, eine falsche Spur nach Georgien zu legen, um "eine zweite Front" gegen Russland zu eröffnen.

Der georgische Staatssicherheitsdienst teilte am Montag mit, dass georgische Geheimdienste eine Ladung mit Sprengstoff beschlagnahmt haben, die von Odessa über Rumänien, Bulgarien und die Türkei in die russische Stadt Woronesch gebracht werden sollte, um dort Terroranschläge durchzuführen. Die Ladung wurde demnach am 19. Januar von Odessa aus in einem Auto, das einem ukrainischen Staatsbürger gehört, im Transit durch diese Länder geschickt. Der Sprengstoff sollte von Georgien über den Grenzkontrollpunkt Daryali nach Russland transportiert werden.

Später sollen die Organisatoren ihren Plan geändert und beschlossen haben, nur einen Teil des Sprengstoffs nach Russland zu schicken und einen anderen in Tiflis zu lassen. Dem georgischen Dienst zufolge sollte „durch die Nutzung des georgischen Hoheitsgebiets und die Beteiligung georgischer Staatsbürger an diesem Prozess der Eindruck erweckt werden, dass Tiflis sowohl bei der Planung als auch bei der Durchführung von terroristischen Handlungen, die in Georgien oder im Ausland begangen werden, verantwortlich gemacht werden kann“.

Der georgische Staatssicherheitsdienst gab an, dass sieben georgische, drei ukrainische und zwei armenische Staatsbürger an dem Sprengstoffschmuggel beteiligt waren. Der Organisator war der aus Batumi stammende ukrainische Staatsbürger Andrej Scharaschidse, der 2020 Kandidat von Selenskys Partei „Diener des Volkes“ für das Amt eines Abgeordneten im Regionalrat der Region Odessa war.

In Georgien findet gerade eine Regierungsumbildung statt. Der Anwärter für das Amt des georgischen Premierministers, Irakli Kobachidse, erklärte, dass die Beschlagnahmung des mit Sprengstoff beladenen Autos in Georgien eine weitere Bestätigung für den Wunsch der ukrainischen Führung sei, in Georgien eine „zweite Front“ gegen Russland zu eröffnen. Die Führung der Regierungspartei „Georgischer Traum – Demokratisches Georgien“ beschuldigt die ukrainische Regierung und einige europäische Politiker schon länger, in Georgien eine zweite Front eröffnen zu wollen. Ihrer Meinung nach wollen gewisse Kräfte, Russland zu einer parallelen Militäroperationen in Georgien provozieren. Kobachidse erklärte:

„Wenn gewisse Vertreter der ukrainischen Seite versuchen, Georgien absolut künstlich zu einem Ziel für Russland zu machen, ist das natürlich sehr beunruhigend. (…) Diese Leute können ihre bösen Absichten gegenüber unserem Staat nicht verbergen. Sie wollen eine ‚zweite Front‘, sie wollen die Entwicklung von schlimmen Szenarien in Georgien. (…) Einmal mehr bestätigt sich, was von hochrangigen ukrainischen Beamten, die eine ‚zweite Front‘ in unserem Land wollten und wahrscheinlich immer noch wollen, oft gesagt wurde. Die Fakten, die wir gesehen haben und die vom Staatssicherheitsdienst veröffentlicht wurden, sind eine weitere Bestätigung dafür.“

Die ukrainische Botschaft in Tiflis hat sich bereit erklärt, mit Georgien zusammenzuarbeiten, um die Einzelheiten des Versuchs, Sprengstoff nach Russland zu schmuggeln, einschließlich der Beteiligung ukrainischer Bürger, zu klären. In der Erklärung hieß es:

„Die ukrainische Botschaft prüft die Informationen, die beim Briefing des georgischen Staatssicherheitsdienstes geäußert wurden, und klärt alle Umstände, insbesondere was die Beteiligung ukrainischer Bürger an illegalen Aktivitäten betrifft. Die Botschaft erwartet von der georgischen Seite, dass sie von einer Politisierung dieses Falles absieht. Wir bekunden unser Interesse und unsere Bereitschaft zu einer konstruktiven Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden und anderen zuständigen georgischen Stellen, um eine objektive, unvoreingenommene und umfassende Untersuchung aller Umstände des Falles durchzuführen und die wahren Organisatoren zu ermitteln.“

Ob diese Erklärung das Misstrauen auf der georgischen Seite abbauen kann, dürfte angesichts der schweren Vorwürfe fraglich sein.


Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

17 Antworten

  1. Die Kiewer Faschisten werden jetzt so einiges probieren, inklusive die NATO durch einen möglichen Abschuß einer NATO Maschine, in den Krieg zu ziehen. Die aktuelle Medienberichterstattung zeigt zu deutlich das was geplant ist und man schon sicher ist, sich in absehbarer Zeit in einem Krieg mit Russland zu befinden.

    Kommt es dazu, werde ich garantiert an der Seite Russlands gegen den Faschismus in meiner Heimat kämpfen!

  2. Warum haben Rumänien, Bulgarien, Türkei diesen geschmuggelten Sprengstoff nicht entdeckt? Weil sie auch zu Natonazistan gehören und informiert waren?
    Außerdem muß man davon ausgehen daß die Strippenzieher der ganzen Aktion in den Usa stecken.

  3. Nun ja, auch der Sprengstoff für die Krim-Brücke lief damals über diese Route. Die Ukraine schert sich einfach nicht um internationale Gepflogenheiten, dies tun Terroristen ja in der Regel nicht.
    Die georgischen Staatsgrenzen sind ja nicht die einzigen, die der Sprengstoff durchlaufen hat. Da fragt man sich, ob Grenzkontrollen wirklich nur noch da sind, um Zigaretten- und Schnapsschmuggel zu unterbinden. 🙂
    Ich halte die georgische Reaktion eher für in Richtung Ukraine, lass es sein, wir werden versuchen aufzupassen und wenn weitere Ergebnisse vorliegen auch diese publik machen. Mit anderen Worten ´Lasst uns in Ruhe und daraus`.
    Das ein Sprengstofftransit konsequenzen auf eine Auseinandersetzung mit Russland haben könnte, ist wohl mehr an die eigene Bevölkerung gerichtet, dass sie mit aufpassen soll. Ohne die Mithilfe Georgiens wird hier keine zweite Front entstehen können.

  4. Die pro-europäische und damit auch transatlantisch gesinnte georgische Präsidentin Salome Surabischwili hatte im Herbst 2023 gerade mal eine Amtsenthebung überstanden. Insbesondere sie ist es, die gegenwärtig den USA Tür und Tor für die Installation einer weiteren (Süd-) Front gegen Russland öffnet. weiter westlich ist es Armenien, das die gleiche Rolle übernimmt. Gerade Georgien und Armenien scheinen vergessen zu haben, welchen Beistand Russland in innenpolitisch instabilen Zeiten geleistet hat, aber offensichtlich zündeln die USA über NGO’s usw. ganz unverholen weiter, die Bevölkerungen gegen dankbare prorussische Politiker aufzubringen. Es ist ja kein Geheimnis, dass die USA neben in der Ukraine auch in Georgien Biolabore errichtet hat, um Russland mit B-Waffen zu überschwemmen, so wie man es auch in China getan hat. Also sollte man sowohl die gegenwärtige Regierungsumbildung in Georgien als auch die Versuche, über die Ukraine (denn dahinter stecken die Briten und die USA), Georgien zu einer weiteren Front gegen Russland zu machen, sehr genau im Auge behalten.

  5. Es passt zwar nicht ganz zum Thema, aber was ist mit dem inneren Verrat, der laut FKT deutsch (z. B. deren letztes Thema) hier auf Telegramm, Russland schaden wollen? Da geht es wiederholt um die Chefin der Zentralbank, welche die Wirtschaft Russlands zerstören will. Und um die russische Elite, welche im Interesse des Westens agiert.

  6. Überall in Tiflis kann man an den Hauswänden, in den Hausfluren „Fuck Russia“ lesen, ohne dass diese Sauereien jemand besteitigt. Das Russisch-Georgische Freundschaftdenkmal lässt man vergammeln. Ob das „repräsentativ“ ist, weiß ich natürlich nicht. Auf alle Fälle ließ und lässt es mich an der beschworenen Georgisch-Russischen Verbundenheit erheblich zweifeln. So geheim sind die antirussischen Aktionen zumindest nicht.

  7. Mossad-PsyOp, nach meiner Überzeugung.

    Die sind schon lange am Sabbern, wenn der Name „Ukraine“ fällt, die von ihrem Stammesbruder Elendski geförderte Ausrottung der Ukrainer läuft reibungslos, und die geopolitische Position der Ukraine ist nichts, auf das diese Truppe verzichten möchte.

    Der Krieg muss zur Erreichung der Entvölkerung noch zwingend andauern

    Bei den Möglichkeiten, die die Ukraine bieten kann, könnte man sogar auf die Dienste der Hamburger Firma Sunimex berzichten, die gegenwärtig eine Art Sondersteuer auf alle BRD-Oelimporte aus dem Osten erhebt, die sie dann nach Israel überweist.

    Deren jährliche 2 Milliarden werden, die Übernahme der Ukraine vorausgesetzt, zu Peanuts schrumpfen.

    Eine der Vereinbarungen, den Bau von „Northstrean“ betreffend, war übrigens, den Alleinimporteur und Monopolisten Sunimex von den Provisionen für diese Gasmengen auszuschließen.

    Das erklärt unter Anderem die unversöhnliche Feindschaft USraels betreffs dieser Pipeline samt abschließender Sprengung der milliardenteuren Infrastruktur.

  8. Kiew handelt!!

    Nein, so einfach ist es eben nicht. Kiew erhält klare Anweisungen und handelt danach. Sicherlich auch gern, aber die Strategie dafür stammt aus den Schaltzentralen der Kriegsführung der NATO. Das ist nun mal ein Planspiel der Mulitärstrategie der Transatlantiker, welches sehr oft seine Anwendung fand.

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