In Deutschland ist die Zahl der Asylanträge im Laufe des Jahres um 50 Prozent gestiegen

Die meisten Anträge wurden von Menschen aus Syrien, der Türkei und Afghanistan gestellt

BERLIN, 8. Januar. /TASS/. 2023 beantragten rund 329.000 Menschen in Deutschland den Flüchtlingsstatus. Das teilte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge mit.

Der statistische Indikator für den Berichtszeitraum liegt um 50 Prozent höher als im Jahr 2022. In 260.000 Fällen wurde eine positive Entscheidung getroffen.

Die meisten Anträge wurden von Staatsangehörigen aus Syrien (104.000), der Türkei (62.000) und Afghanistan (53.000) gestellt.

Im Herbst 2023 beschloss die Bundesregierung eine Reihe von Maßnahmen, die das Migrationsrecht verschärfen und das Land für illegale Einwanderer weniger attraktiv machen sollen. So müssen Flüchtlinge künftig 36 Monate in Deutschland leben, um die Regelsozialleistung zu erhalten (18 Monate länger als bisher). Die Leistung wird auf eine Debitkarte übertragen, so dass die Ausländer das Geld in Deutschland ausgeben müssen und nicht an Verwandte im Ausland überweisen können. Die Bearbeitungszeiten für Asylanträge sollen verkürzt werden. Außerdem soll die Abschiebung derjenigen erleichtert werden, deren Antrag nicht erfolgreich war.


Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

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