Haley kündigte ihren Rückzug aus dem Präsidentschaftswahlkampf an

Sie hat ihre Anhänger nicht aufgefordert, Donald Trump bei der Wahl zu unterstützen

NEW YORK, 6. März. /TASS/. Die ehemalige US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, hat ihren Rückzug aus dem Präsidentschaftswahlkampf angekündigt.

„Es ist an der Zeit, die Kampagne zu beenden <…>. Ich bedauere nichts. Obwohl ich nicht mehr kandidieren werde, werde ich nicht aufhören, über das zu sprechen, woran ich glaube“, sagte sie in Charleston, South Carolina. Die Sendung wurde auf dem Fernsehsender Fox News ausgestrahlt.

Wie die Agentur Associated Press berichtet, macht der Rückzug von Haley aus dem Rennen den ehemaligen Präsidenten Donald Trump zum Hauptkandidaten der Republikanischen Partei bei der Präsidentschaftswahl. Laut der ehemaligen US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen „muss Donald Trump nun die Stimmen derjenigen gewinnen, die ihn nicht unterstützt haben“.

Haley hat ihre Anhänger nicht aufgefordert, Donald Trump bei der Wahl zu unterstützen

„Aller Voraussicht nach wird Donald Trump der Kandidat der Republikaner auf dem Parteitag im Juli sein. Ich gratuliere ihm und wünsche ihm das Beste“, sagte sie in der im Fernsehen übertragenen Erklärung. „Ich war immer eine konservative Republikanerin und habe den republikanischen Kandidaten immer unterstützt. Aber in dieser Frage, wie auch in vielen anderen, hat Margaret Thatcher einen guten Rat gegeben. Sie sagte: ‚Folge niemals der Menge. Triff immer deine eigene Entscheidung.'“

Am 5. März, dem so genannten Super Tuesday, fanden in den USA in 15 Bundesstaaten Vorwahlen (Primaries) und Parteivorwahlen (Caucuses) der Republikaner statt. Trump und Haley konkurrierten um die Stimmen der Delegierten, die auf dem Parteitag vom 15. bis 18. Juli in Milwaukee, Wisconsin, für den einen oder anderen Kandidaten stimmen werden. Trump verlor gegen Haley nur im Bundesstaat Vermont und gewann in Alabama, Alaska, Arkansas, Virginia, Kalifornien, Colorado, Massachusetts, Minnesota, Maine, Oklahoma, North Carolina, Tennessee, Texas und Utah.

Die US-Präsidentschaftswahlen finden am 5. November statt.


Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

5 Antworten

  1. Haley hat seit dem Super Tuesday mehr Delegierte hinter sich versammelt als die Kandidaten, die schon vorher ausgestiegen sind.
    Damit ist ihr der 2. Platz sicher – und damit auch die Nominierung, falls nach den Vorwahlen Trump einen tödlichen „Unfall“ hat oder doch noch per Lawfare ausgeschlossen wird.
    Der Deep State will Extrem-Kriegstreiber*in Haley oder Killery Clinton (die nach den Vorwahlen evtl. Biden ersetzt, weil er „aus gesundheitlichen Gründen“ zurücktritt oder abgesetzt wird).

  2. Aber in dieser Frage, wie auch in vielen anderen, hat Margaret Thatcher einen guten Rat gegeben. Sie sagte: ‚Folge niemals der Menge. Triff immer deine eigene Entscheidung.’“

    Der Verweis auf Thatcher offenbart, was für ein Kelch da an den Amerikanern vorbeigerollt ist.
    Ich würde mich schämen wenn so etwas wie Haley mich unterstützen würde, selbst wenn es nur dem Gesetz der Gewöhnlichkeit folgt.

    Trump wird dies allerdings ohnehin nicht jucken.

  3. In Amerika wird hochgradig demokratisch gewählt. Statt eines dementen Biden kann man einen polternden Trump wählen, wobei im Grunde die Unterschiede marginal sind, weil ja beide abhängig von den Eliten sind und letztlich nichts gegen diese mafiösen Strukturen unternehmen werden und auch nur marginal mehr oder weniger gegen deren Politik – der umfassenden Umverteilung von unten nach oben und der umfassenden Kontrolle der Gedanken der Bürger und Bürgerinnen – arbeiten. Dazu sitzt wohl der Schock der Ermordung J. F. Kennedys zu tief im Gedächtnis der Amerikaner.

  4. „John Bolton in Stilettos“, sagte dieser Tage jemand. Hochmerkrwürdenst fand ich den besten Schrieb den ich über Nikki H. gefunden habe in der „Welt“ („Ein Gegenentwurf zum Trumpismus – und warum er keinen Erfolg hat“, 23.1.24)

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