Interview

Ein neues Interview mit Dmitri Rogosin über die Lage in Saporoschje

Ich habe nach einiger Zeit Pause wieder ein Interview mit dem russischen Senator und ehemaligen Chef der russischen Weltraumagentur Dmitri Rogosin über die Lage in Saporoschje geführt.

Ich habe früher schon Interviews (hier und hier) mit Dmitri Rogosin geführt, die in Deutschland auf großes Interesse gestoßen sind. Rogosin, der ehemalige Chef der russischen Weltraumagentur, ist bei den letzten russischen Wahlen zum Senator für das Gebiet Saporoschje gewählt worden und vertritt die Region nun im russischen Föderationsrat, der so etwas ähnliches ist, wie der Bundesrat in Deutschland. Außerdem ist er immer noch in der Bewegung russischer Freiwilligenverbände aktiv, die an der Front kämpfen. In dem neuen Interview haben wir über all diese Themen gesprochen.


Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

36 Antworten

    1. was mich wirklich aufregt ist der begriff angriffskrieg. jedes volk hat das recht zur abspaltung ,so lange eine staatsähnliche struktur zu erkennen ist und frei entschieden wurden und das geschah dort. so steht es in den un statuten.
      wenn also der mist verbreitet wird ,russland hätte die ukraine überfallen,so ist das an den haaren herbei gezogen.mich wundert nur,warum so viele idioten hier im land herum laufen,die das nicht blicken oder wollen? ganz vorweg der kiesewetter,strack zimmerflak und einige generäle. alles fälle für den haag ,meiner meinung nach.

      1. @ reiner
        Die wollen nicht!
        Der Grund dafür ist einfach! …
        Man hat Angst, dass auch in DE und Westeuropa sich einige Regionen abspalten könnten und diese sich völkerrechtlich auf die Krim und den Donbass berufen könnten!
        Siehe Katalonien und Schottland.

        Wird Zeit, dass es in Spanien und Britannien auch wieder losgeht!

        1. ja,einen grund dafür muß es geben,wenn ich den heusgen höre,was der für einen mist verbreitet im vorfeld der sogenannten münchener sicherheitskonferenz ,wird mir schlecht.
          putin ist an allem schuld und hält sich an kein abkommen. verstehe dieses gerede nicht,vor allen dingen,wenn das eine faktische lüge ist.
          glaube,die verfahrem alle nach dem motto,wo kein kläger da kein richter.

          1. OK, danke für die Aufklärung, hatte den Namen in diesem Zusammenhang aber noch nie gehört. Wozu denn auch. Diese Papnasen erzählen doch einen derart horenden Blödsinn, dass es reine Zeitverschwendung ist, denen auch nur einen Moment zuzuhören. Verstehe nicht wie derart unfähige Personen in solch gehobene Positionen kommen können.

            Da war z.B. irgend ein hoher amerekainischer General im Ruhestand, der schwafelte, dass Russland bald keine Ausrüstung mehr für seine Soldaten hat und sie mit Holzgewehren kämpfen müssten. Was soll man von solchen Leuten denn halten, außer komplett unfähig?!

            Schlimmer sind da nur Politiker, wie z.B. Boris Pistorius. Der faselt etwas von einem Atomkrieg mit Russland in fünf bis acht Jahren. Nein, hat er so nicht direkt gesagt, sagte in fünf bis acht Jahren müssen wir(tm) uns auf einen Krieg mit Russland vorbereiten. Wir kann schlussendlich nur NATO bedeuten und bei deren personellen und materiellen Übergewicht zu Russland, wird Russland gemäß selbstverständlich Atomwaffen einsetzen. Aber OK, Pistorius ist halt nur Politiker und kann vielleicht nicht so weit denken.

            Noch einmal, es ist völlig sinnlos solchen Papnasen seine kostbare Zeit zu schenken, es kommt da so wieso nur Schwachsinn bei raus.

            1. Naja diese Pappnase hat Rang und Namen und wird als Militärexperte verkauft.
              Einerseits wäre er Miltitärexperte, von Beruf wegen, Andererseits schwafelt er dummes Zeug im Auftrag. Sollte man also doch kennen um das Ausmass der Propaganda zu bewerten.

              1. Das Ausmass der Propaganda bewerten?!

                Das Ausmaß der Propaganda ist grenzlos, also quasi unendlich, was soll man da bewerten. Na ja gemäß Hilbert pass ja selbst in ein belgtes unendliches Hotel auch immer noch unendlich viele Leute rein.
                OK, insofern können wir dann immer noch Steigerungen der Propaganda erwarten und bewerten 😉

                1. Das Schlimmometer hat eine nach oben offene Skala.😉 Prob ist eigentlich die Anzahl der Leute die diesen Scheiss fressen und es für Honig halten.

  1. Muss gestehen, Herrn Rogosin hatte ich hier aus dem Antzi-Spiegel schon so ein bisschen vermisst. Doch für ihn und sein Wirken interessieren sich ja einige russische Medien. Und ich las kein einziges böses, nicht mal kritisches Wort.

    Und auch hier sprudelt ganz einfach die Wahrheit aus seinen Worten.

    Tolles Interview. Toller Mensch. Danke.

  2. Zum Schlußthema des Videos hat mich an ein heute wohl ziemlich vergessenes Beispiel russisch-deutscher Zusammenarbeit erinnert, pikanterweise auf militärischem Gebiet:

    In den 1930ern gab es auf sowietischem Boden KAMA, eine Schule für Panzersoldaten, die von beiden Nationen genutzt wurde. Während die Russen hauptsächlich an Taktik interessiert waren, haben die Deutschen zusätzlich die Gelegenheit genutzt um die ersten neuen Panzer zu bauen, was damals durch den Versailler Vertrag verboten war.

    Die ersten Modelle (Typen I und II) wurden nach der Wahl Hitlers zum Reichskanzler als „landwirtschaftliche Schlepper“ getarnt nach Deutschland überführt (Entschuldigung, ich wollte nicht „Machtergreifung“ schreiben, das ist so abgedroschen) und bildeten das Hauptargument für die Annektion Österreichs 1938.

    Damit genug mit den militärisch-historischen Abschweifungen!

    Rogosin hat mir sehr gut gefallen. Der Mann hat nicht nur Ahnung von seinem Aufgabenbereich sondern auch Kenntnis von regionalen und internationalen Zusammenhängen und integriert all das problemlos.

    „Studenten müssen jetzt die Arbeit der Studierten leisten weil wir keine haben, aber das ist gut weil sie durch diese Arbeit viel lernen“

    Das exakte Gegenteil westlicher Bürokratie. Ich ziehe meinen Hut!

  3. Sympathisch die zwei und ihre Gesprächskultur! Und was der Russe zu sagen hat, überrascht natürlich nicht, denn es paßt zu dem, was sie tun. Und sie tun das, was nötig ist, um Überleben und Fortschritt zu ermöglichen. Top!

  4. Interessant unter anderem, dass er mehr oder weniger klar gesagt hat, dass Russland nur die 4 neuen russischen Gebiete befreien will – eine Absage an die vielen, die denken, der Oblast Odessa müsste auch noch befreit werden, um der NATO keinen neuen Stützpunkt am Schwarzen Meer zu geben und einen direkten Zugang zu Transnistrien herzustellen.
    Hoffentlich gehört der Oblast Odessa dann wenigstens zu der dauerhaft entmilitarisierten Pufferzone, damit sich keine NATO-Terroristen ansiedeln können.

  5. Die deutschen Untertitel waren so schnell nicht nicht in der Komplexität erfassbar. Das ist normal.
    Nun muss ich zugeben, dass ich es nicht mal geschafft habe, die ersten beiden Interviews von Thomas Röper mit Dmitri Rogosin mühselig in ein Word-Dokument zu schreiben.
    Die geopolitischen Zeiten überschlagen sich.
    Es gibt viele Menschen, die in ihrer eigenen Blase leben. Informiert wollen sie trotzdem werden. Es gibt auch Menschen, die kein Internet haben, denen musst du alles per Telefon vorkauen. Wenn sie dann lautstark gähnen, weißt du, dass das politische Geschehen den meißten egal ist. Sie ruhen in ihrer Hängematte. Dann kann man Briefe mit CD oder DVD schicken, in der Hoffnung, dass sich die Person mit einem gutgesinnten Nachbarn mit PC auseinandersetzt. Rückmeldung =0.
    Nun muss ich zugeben, dass ich voraussetzte, dass alle PC-Besitzer MS-Word und wenigstens den VLC Plus Player besitzen. Von 20 bis ca. 26 vergebenen CD’s und/oder DVD’s bekam ich eine Rückmeldung, dass die Person den Datenträger nicht lesen konnte. Welch ein Dilemma.
    Eigentlich will ich nur informieren, nicht agitieren. Ich werd’s mit meinen Möglichkeiten weiter tun.

    1. Danke für Ihre Mühe!
      Leider möchte der Mensch nicht informiert werden, auch weil die (staatliche) Informationsflut immer dicker wird. Der Mensch ist gesättigt.
      Da lässt sich das Menschlein lieber ablenken und möchte Spaß haben.
      Pauschal versuche ich niemand mehr zu informieren.
      Maximal als Antwort auf die Aussagen anderer.
      Ihnen allen Danke und einen guten Tag!

  6. Nach dem Interview mit A.Lipp nun das mit Herrn Röper,Klasse.
    Persönlich höre und sehe ich Herrn Rogosin gerne,da er immer bemüht ist auf Gemeinsamkeiten zwischen Deutschland und Russsland einzugehen.Da ist kein Hass,da wird klar gesagt das man mit Deutschland weiter arbeitet wenn eine Regierung Deutschlands mal Souverän regiert und die Possen der letzten Jahrzehnte ablegt.
    Wunschdenken,das ich mir auch wünsche.
    Die letzten Sätze von Ihm über die Islamisierung unseres Landes sollte man sehr enst nehmen,keiner kann das wollen das unsere Kultur den Bach runter geht.Die Anzahl der Moscheen im Westen des Landes spricht Bände.
    Wir sollten schleunigst einen Antiislam Schutzwall errichten,10 Meter Hoch und von mir aus dort wo der vorherige war.
    Sagt Bescheid wenn ihr bereit seit,ich mach unentgeldlich mit!
    Junge Junge,in der DDR durfte man sein Land,Deutschland noch lieben,war Heimat,Vaterland.
    Und nun?
    Politiker die Deutschland hassen,hassen auch die Bevölkerung dieses Landes.
    Lasst und Bauen!

  7. Zum Thema Interview …
    Auch mal das…aufgeschnappt in einem US-Forum bzw. Blog von heute.
    .
    Tucker Carlson will Putin-Interview in Nacht zu Freitag veröffentlichen
    Der rechte US-Talkmaster Tucker Carlson hat die Veröffentlichung seiner Interviews mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin für die Nacht zu Freitag MEZ (Donnerstag, 18.00 Uhr Ortszeit in Washington) angekündigt. Es ist das erste ausführliche Gespräch Putins mit einem US-Interviewer seit Beginn seines Angriffskrieges gegen die Ukraine vor fast zwei Jahren. Kremlsprecher Dmitri Peskow hatte am Mittwoch erklärt, dass der frühere Fox-News-Moderator, der Moskau mittlerweile wieder verlassen hat, selbst über den Zeitpunkt der Veröffentlichung entscheiden konnte. Der 54-Jährige Carlson kündigt das Interview seit Tagen als Medienereignis an.
    aus dem Handelsblatt-Ticker/Newsfeed in Deutschland.

    Nur eine Auswahl davon, wie unsere faschistische Regierung (oh, aber Handelsblatt ist privates Blabla) selektiven Journalismus betreibt.
    „der rechte“ = rechtsgerichteter
    „angriffskrieg“ = Angriffskrieg

    diskreditieren die Opposition und wiederholen die Lüge immer und immer wieder.
    Wenn es um das gescheiterte Projekt Ukraine geht, gibt es in dem deutschlandweiten Propagandameer natürlich noch weitere Juwelen, aber es ist klar, dass es auf dieser Eskalationsleiter nur um das Verdoppeln, Verdreifachen, Vervierfachen und weitere Erklimmen geht.

    1. @mac9: Gut das wir Sie haben, sonst wüssten wir gar nicht, was für ein Tausendsassa dieser Putin ist. Da führt der doch einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Wozu haben die Russen dann eigentlich noch ’ne Armee, wenn Putin das schon selbst erledigt 😉

  8. Sehr geehrter Herr Röper,
    Sehr geeherter Herr Rogosin,

    ich freue mich immer wieder, wenn Sie beide auf einander treffen. Kurz, prägnant, informativ und konstruktiv!
    Ehrlich ein gutes Interview. Ich hoffe es findet viele Schlafschafe…

    Auch ich fand es wichtig zu erwähnen, dass die Qualität der Kämpfer nachgelassen hat und man nun nur noch unerfahrene ältere, oder übermotivierte zu junge Kämpfer in den Fleischwolf wirft. Es ist ein Signal. Nicht das Signal aber ein wichtiges. Ich würde mir wünschen, dass Odessa auch noch befreit wird und dass diese Pufferzone dann künftige Diskussionen über den Beschuss ethnischer Russen endgültig beendet!

    Ich sagte es schon und ich sage es wieder. Wenn der aktuelle russische Präsident in ferner Zukunft irgendwann mal seine Datscha geniessen will, würde mich mir sehr wünschen, das Personen vom Schlag von Herrn Rogosin in seine Verantwortung kommen.

    Schauen wir uns nun mal gespannt das Interview von Herrn Tucker und dem russischen Präsidenten Putin an. Es wird bestimmt großartig werden und die Reichweite ist genau das, was die Welt momentan braucht. Eine schärfere Waffe als das gibt es nicht. Die Wahrheit siegt zum Schluß!

  9. Der US-amerikanische Journalist Tucker Carlson und Dmitri Rogosin zeigen eine gemeinsame Begabung: Sie sind hervorragende Rhetoriker. Rogosin kann zudem eine äußerst vorzeigbare berufliche Laufbahn vorweisen, vielleicht warten auf ihn noch „höhere“ Aufgaben, wenn er sich in seiner jetzigen Position bewährt.

    Ohne Beschönigung spricht er über den anhaltend starken Beschuss von Donezk und der russischen Grenzregionen. Das zeigt doch, dass die russische Luftverteidigung bei aller prinzipiellen Stärke wohl einige Lücken aufweist, was immer dafür der Grund sein mag. Und er spricht das Phänomen Fachkräftemangel an, das nun mit einer breit angelegten Bildungsoffensive angegangen wird.

    Vor vielen Jahren sprach der ehemalige Bundespräsident Roman Herzog davon, durch Deutschland müsse ein Ruck gehen. Es sieht so aus, dass man diesen „Ruck“ vor allem in der russischen Gesellschaft beobachten kann. Nicht nur aufgrund der ‚besonderen‘ Lage eines Krieges mit dem Nachbarland, sondern weil es dort – meiner Vermutung nach – Personen mit Leaderqualitäten gibt. Und Rogosin scheint ein solcher Leader zu sein.

    Ich wünsche Herrn Rogosin von Herzen viel Erfolg bei seinen aktuellen und künftigen Aufgaben.

  10. Klar, deutlich, ernsthaft.
    Zwei Männer reden miteinander. So etwas gibt´s in Deutschland nicht mehr zu sehen.

    Hier gibt´s Torben mit dem Lastenfahrrad, der immer die „richtige“ Antwort parat hat oder Roberta, die ständig in der Entscheidung steht, was sie/er/es denn nun sein will und wie er/sie/es zurzeit angesprochen werden darf. Und nicht zu vergessen, die alles niederschreiende rote Zora, deren Meinungsvielfalt sich nur in der eigenen Echokammer reflektiert.

    Meinen herzlichen Dank an die Herren Röper und Rogosin.
    Wir haben in Deutschland tatsächlich ein großes Stück Arbeit vor uns.

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