Ukraine

Die Interessen der EU und wer hinter dem Terroranschlag steht: Die Ereignisse des 26. März

Hier übersetze ich die Zusammenfassung der Ereignisse in und um die Ukraine des 26. März, wie sie in der russischen Nachrichtenagentur TASS veröffentlicht wurde.

Die russische Nachrichtenagentur TASS veröffentlicht fast jeden Abend eine Zusammenfassung der Ereignisse des Tages in und um die Ukraine. Ich versuche, möglichst jede Zusammenfassung zu übersetzen, auch wenn ich nicht garantieren kann, dass ich das jeden Tag leisten kann, zumal die Zusammenfassung mal am frühen Abend, mal spät in der Nacht erscheint.

Hier übersetze ich die Zusammenfassung des 26. März.

Beginn der Übersetzung:

Kuleba beschuldigt die Partner, Borrell sorgt sich um Interessen der EU: Die Entwicklungen rund um die Ukraine

Der ukrainische Außenminister Dmitri Kuleba hat den Partnern vorgeworfen, dass ihre Erklärungen nicht mit ihren Taten übereinstimmen und darauf hingewiesen, dass der Westen angesichts des sich hinziehenden Konflikts „zur gewohnten Art der Politik zurückkehrt“.

Die EU unterstütze die Ukraine nicht aus Liebe zum ukrainischen Volk, sondern gehe von ihren eigenen Interessen aus, sagte EU-Chefdiplomat Josep Borrell.

Die TASS hat die Ereignisse rund um die Ukraine gesammelt.

Verlauf der Operation

Die russischen Streitkräfte haben im Laufe des Tages sechs Gegenangriffe der ukrainischen Streitkräfte abgewehrt, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Das russische Militär verbesserte auch die Position an der Frontlinie bei Kupjansk und besetzte günstigere Linien bei Donezk. Nach Angaben des Ministeriums hat der Gegner insgesamt bis zu 880 Kämpfer verloren.

Die russischen Streitkräfte haben einen Gruppenangriff mit Hochpräzisionswaffen und Drohnen gegen Entscheidungszentren, Einrichtungen des ukrainischen Geheimdienstes SBU und Standorte ausländischer Söldner durchgeführt und alle vorgesehenen Ziele getroffen, so das Verteidigungsministerium. Die russische Luftabwehr schoss 131 ukrainische Drohnen, zwei für den Beschuss von Bodenzielen umgerüstete S-200-Flugabwehrlenkraketen und 15 HIMARS- und Vampire-Raketen ab.

Russland braucht keine Mobilmachung

Der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu erklärte, eine zusätzliche Mobilmachung zur Schaffung einer Pufferzone in der Ukraine sei nicht erforderlich. „Das ist Unsinn“, sagte er. Zuvor hatte der russische Präsident Wladimir Putin erklärt, dass Russland angesichts der ukrainischen Angriffe auf die Region Belgorod möglicherweise irgendwann eine Pufferzone in den angrenzenden Gebieten der Ukraine einrichten werde.

Die Beschwerden von Kuleba

Die westlichen Länder werden derzeit keine zusätzlichen Patriot-Luftabwehrsysteme an die Ukraine liefern, während die Verbündeten Kiews bereit sind, dem Land mehr Munition für Luftabwehrsysteme anderer Typen zur Verfügung zu stellen, erklärte der ukrainische Außenminister Dmitri Kuleba gegenüber den ukrainischen Medien. Er wies darauf hin, dass Kiew weiterhin über offizielle und inoffizielle Kanäle daran arbeitet, Patriot-Systeme zu erhalten.

Gleichzeitig räumte der Minister in einem Interview mit Politico ein, dass die westlichen Partner manchmal nur so tun, als wollten sie den ukrainischen Streitkräften Schwierigkeiten bereiten. Kuleba warf den Partnern vor, dass ihre Erklärungen und Taten nicht übereinstimmten, und wies darauf hin, dass der Westen angesichts des sich hinziehenden Konflikts „zur gewohnten Art der Politik zurückkehrt“. Auf die Frage nach einer möglichen Lieferung von Taurus-Raketen durch Deutschland sagte der ukrainische Verteidigungsminister, dass Kiew „irritierte Kommentare“ aus Berlin erhalte, wenn es an diese Raketen erinnert werde.

Interessen stehen über der Liebe

Die EuU unterstütze die Ukraine nicht aus Liebe zum ukrainischen Volk, sondern aus eigenem Interesse, sagte EU-Chefdiplomat Josep Borrell gegenüber CNN. „Wir können nicht zulassen, dass Russland diesen Krieg gewinnt. Andernfalls würden die Interessen der USA und Europas erheblich beschädigt. Es ist keine Frage der Großzügigkeit. Es geht nicht darum, die Ukraine zu unterstützen, weil wir die Ukrainer lieben. Es ist in unserem eigenen Interesse. Und es ist auch im Interesse der USA als Global Player, der als verantwortungsvoller Partner für die Sicherheit seiner Verbündeten wahrgenommen werden möchte, weshalb wir die USA aufgefordert haben, einen Nachtragshaushalt zu eröffnen und zu genehmigen“, betonte er.

Personelle Umbildung

Der Leiter des ukrainischen Auslandsnachrichtendienstes, Alexander Litwinenko, wurde zum neuen Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates ernannt und löste damit Alexej Danilow ab. Die entsprechenden Dekrete wurden vom ukrainischen Präsidenten Wladimir Selensky unterzeichnet. Oleg Ivaschtschenko wurde zum Leiter des Auslandsgeheimdienstes der Ukraine ernannt. Danilow wurde zum Botschafter der Ukraine in Norwegen ernannt.

Der Kreis der Beteiligten

Die USA, Großbritannien und die Ukraine stecken hinter dem Terroranschlag auf die Crocus City Hall, sagte der Leiter des russischen Geheimdienstes FSB Alexander Bortnikow. Er meint, dass die Ukraine auf diese Weise versucht, ihre Stärke zu beweisen. Bortnikow wies auch auf die große Menge an Informationen im öffentlichen Raum hin, die „darauf hinweisen, dass der Westen und die Ukraine danach streben, Russland großen Schaden zuzufügen“.

IWF-Tranche

Wie der ukrainische Premierminister Denis Schmygal mitteilte, hat Kiew vom Internationalen Währungsfonds (IWF) eine weitere Tranche in Höhe von 880 Millionen Dollar erhalten. Ihm zufolge werden die Mittel dazu beitragen, „die vorrangigen Haushaltsausgaben zu verbessern und die makrofinanzielle Stabilität zu unterstützen“.

Das Geld reicht nicht

Der Vorsitzende des Finanzausschusses der Werchowna Rada, Daniel Getmantsew, sagte, dass die Ukraine nur bis zum Ende des Sommers über genügend Geld verfügen werde, wenn die USA keine Hilfe leisten. Er wies darauf hin, dass die ukrainische Regierung mit den politischen Partnern zusammenarbeite, um zusätzliche Mittel für den Haushalt zu finden.

Experten zufolge verfügt Kiew jedoch trotz der ausländischen Finanzhilfen, die seit Anfang des Jahres erstmals in großen Mengen vom IWF, der EU und Kanada (etwa sieben Milliarden Dollar) eintrafen, nicht über genügend Geld. Experten halten drei Milliarden Dollar pro Monat für den optimalen Betrag, den die Ukraine benötigt.

Luxusautos sind kein Luxus

Besitzer von Ferrari, Rolls-Royce und anderen Luxusautos sind in der Ukraine offiziell von der Luxussteuer befreit, die 25.000 Griwna (etwa 645 Dollar) beträgt, berichtet das Portal Bihus.Info unter Berufung auf die vom ukrainischen Wirtschaftsministerium veröffentlichte Liste der Autos, die einer erhöhten Besteuerung unterliegen. In der Liste sind keine Lamborghini Urus, McLaren, Alpina, eine Reihe von Mercedes-Benz-Modellen und andere Autos enthalten, die nach ihrem Preis unter die Luxussteuer fallen müssten.

Ende der Übersetzung


Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

25 Antworten

  1. Ich denke, dass man sich keine Gedanken mehr darüber machen muss, dass die „Gute Seele“ des russischen Präsidenten nachmals Überhand nimmt und das Geschehen wieder steuert.

    Die Pufferzone wird bis an die ORBAN – Grenze verlaufen nachdem Odessa gefallen ist. Soll die EU mal machen was sie will.

    Dauert seine Zeit.

    Doch die Russen brauchen auch noch Zeit bis sie den Chinesen helfen können….

  2. „…Die USA, Großbritannien und die Ukraine stecken hinter dem Terroranschlag auf die Crocus City Hall, sagte der Leiter des russischen Geheimdienstes FSB Alexander Bortnikow. Er meint, dass die Ukraine auf diese Weise versucht, ihre Stärke zu beweisen.“…. …SO eine Aussage, hat man bisher aus Russland in dieser Form, nicht gehört !!.. …eine Neue Stufe !!..😈

    1. Lasst die noch ein par Tage weich gekocht werden. Irgendjemand von den Hohlkopf-Drecksäcken, der am meisten weiß – der eben nicht schoss- und alles organisierte wird schon bald nur noch an sich selbst denken. Dann gehts dem wie auf dem Video, der würde sich selbst gerne….

      https://colonelcassad.livejournal.com/9049195.html

      Doch hilft nix, irgendwann setzt sich der Egoismus durch….

      Da können sie in der Gummizelle toben wie sie wollen…

      1. ..mal sehen, welche Infos Russland veröffentlicht.. …die „Werber“ dürften schon bekannt sein und auch die Schicht darüber.. …sieht man schon an den verschiedensten Veröffentlichungen im Netz !!..😈

        1. Schön ist aber auch diese Äußerung von Borrell:

          „Es geht nicht darum, die Ukraine zu unterstützen, weil wir die Ukrainer lieben. Es ist in unserem eigenen Interesse. Und es ist auch im Interesse der USA als Global Player, der als verantwortungsvoller Partner für die Sicherheit seiner Verbündeten wahrgenommen werden möchte, weshalb wir die USA aufgefordert haben, einen Nachtragshaushalt zu eröffnen und zu genehmigen“

          Brüssel weiß also besser als die USA, was für deren „Interessen“ gut ist, fordert auf, „einen Nachtragshaushalt zu eröffnen“ und „verantwortungsvoll“ zu sein. Pech nur, was in China zu lesen ist: 特朗普如果当选,不会给乌克兰一分钱。Wenn Trump gewählt wird, wird er der Wūkèlán (Ukraine) keinen Fen geben. Und der kontrolliert heute schon das Repräsentantenhaus.

          „Der ganze Westen verliert, die Globalisten und Isolationisten – und wir, die wir darauf gesetzt haben, törichterweise.

          Die Isolationisten haben bei den Republikanern gewonnen – die Demokraten-Globalisten sind nicht in der Lage, die Probleme zu lösen, die sie im globalen Maßstab geschaffen haben. Die Isolationisten glauben an die USA als Hail on a Hill und wollen die Sorgen Europas in die Hände von Rechten wie Orban legen.

          Und als Erstes wollen sie die Ukraine, die sie als ein Konstrukt der Globalisten betrachten, gemeinsam loswerden.“

          Arestovych@arestovych, 12. Dez. 2023
          https://twitter.com/arestovych/status/1734589246348906933

          1. Das Problem Borrells ist wohl etwas grundsätzlicherer Natur:

            Sein Garten verwahrlost mit atemberaubender Geschindigkeit, nimmt zunehmend dschungelhafte Züge an. (Das kommt übrigens davon, wenn man einen Garten nach dergleichen Gesetzen, nämlich denen des Dschungels, bewirtschaftet.)

            Demgegenüber sind da im Dschungel doch schon ganz ansehnliche Gärten entstanden und weitere im Enstehen begriffen …
            Das darf nicht sein.

            Wir werden uns in unserem Selbstverständnis umstellen müssen – dahingehend, als das man auf uns schaut, wie wir dereinst auf die Indianer, die Neger oder die Sandlatscher etc. geschaut haben und noch heute schauen, wie Borrell es doch so eindrücklich illustrierte.
            Das ist eine völlige Umkehrung dessen, was wir in den letzten 300 Jahre gewohnt waren, zu glauben …

            1. So schlimm ist es nicht. Deutsche fühlen sich als etwas Besseres als die „Kolonialvölker“, oder auch Russen. Überlegen, klüger, tüchtiger, bevorrechtigt. Das ist viel mehr, als es den Leuten bewußt ist, tief anerzogen, und schwer loszuwerden, selbst wenn man sich dessen bewußt ist und es eigentlich nicht will.

              Der Kulturschock besteht einfach darin, in Zukunft nichts Besseres mehr zu sein als „die Neger oder die Sandlatscher“. Dazu kommt, daß die Deutschen nach 1990 unbedingt wieder im Rudel der Kolonialkrieger dabei sein wollten und sich einen schlechten Ruf erworben haben, und peinlich mangelhafte Anpassung an die neue Situation.

              Sonst sind die gar nicht so. „Ein Ende der westlichen Hegemonie wäre nur gerecht. Es wäre für alle von Vorteil, auch für die westlichen Völker, deren Beziehungen zu den anderen Völkern sich normalisieren würden.“ (Djamel Labidi) Die wollen uns nichts Böses, sondern einfach, daß wir uns nicht mehr so aufführen.

              1. ….die brd – Insassen fallen gerade vom „Hoch auf dem gelben Wagen, sassen die WEST – brdler vorn..“, gerade krachend nach Unten !!.. …die Zeichen, werden jetzt sogar in den MSM der brd schon angedeutet, wenn auch vorsichtig !!..
                …die „Deutschen“ von 1990, waren schon Marionetten und handelten NICHT, aus eigenem Antrieb !!.. …kann man Kohl nicht unterstellen, ab er auch nicht Schröder, aber beide auch Marionetten !!..
                …aber die BESTE Marionette der Globalisten für die brd – Kolonie, war die „Mutti“, muss man neidlos anerkennen !!.. …die Insassen haben sie aber immer wieder gewählt und JETZT, „…Ohne Gott und Sonnenschein, fahren sie IHRE Ernte ein !!“…😎🙈😈

          2. ….ehrlich gesagt, stecken BEIDE US – Seiten im „Multipolaren Sumpf“ fest, den CHIN und RUS, als Falle ausgelegt haben !!..
            …wie schon geschrieben, hat Deng Xiaoping die „Leimrute“ 1979 ausgelegt, indem er 1 Mrd. „Fleissige Chinesen“ als Produktivkräfte angeboten hat !!.. …die EU – Vasallen welche Produktion hatten, sind gefolgt ab 1980 !!.. …habe es doch miterlebt !!.. …und nach 1990, hat sich dieser Prozess nochmals beschleunigt..
            …in den USA entstand der „Rust – Belt“ und in der brd das industriell niedergegangene Ruhrgebiet, ebenso in Frankreich, Wallonien, England usw. nur verkürzt dargestellt !!.. …soviel zu den „Globalisten usw..“ !!..
            …jetzt zu den US – Konservativen, Patrioten usw. wie man sie nennt !!..
            …WIE wollen DIE , die verlorenen Produktionen aus China, Asien usw. zurückholen und WENN, an wen wollen sie diese Produkte, welche um den Faktor X teurer sind, trifft auch auf die EU – Kolonien zu, denn verkaufen ??.. …der „Globale Süden“ stellt diese Produkte selbst her !!..
            …und ausserdem, weder in den USA und beonders in den EU – Kolonien, besonders in der brd, gibt es DIE „Fachkräfte“ nicht mehr !!..
            …sie wollen ihr „Ukro – Experiment“ beenden, weil KEIN Aussicht auf Erfolg für die USA besteht.. …die EU – Heloten, interessieren dabei weniger, weil es um das Überleben der ANGELSACHSEN geht !!..😈

  3. Etwas das Russland wieder von W.I.Lenin, J.W.Stalin, Feliks E. Dzierzynski, J. M. Swerdlow uva zu lernen hat:

    „Wer Mörder schont, ist selbst ein Mörder!“
    https://sascha313.wordpress.com/2024/03/26/h-barbusse-ein-menschenleben/
    Wie ist das mit der Todesstrafe?
    Ich füge hinzu, was Stalin mir selbst vor sieben Jahren über den sogenannten „roten Terror“ gesagt hat. Er sprach von der Todesstrafe:

    „Wir sind ganz natürlich Anhänger der Abschaffung der Todesstrafe. Wir glauben übrigens, daß wir sie im Innern der Union nicht werden aufrechterhalten müssen. Wir würden sie längst abgeschafft haben, wenn es nicht de Welt um uns herum gäbe, die anderen, die imperialisti­schen Großmächte; sie sind es, die uns zwingen sie aufrecht­zuerhalten, um unsere Existenz zu sichern.“
    Stalin spielte damit auf die Fülle voll zynischen öffentlichen Attentaten und von hinterhältigen geheimen Anschlägen an, deren Opfer die Sowjetunion von seiten der „großen Außenpolitik“ des vereinigten Bourgeois-Reiches war, dieser Politik, die, wie aus geheimer Wahlverwandtschaft, immer im Bündnis mit den schlimmsten Feinden der russischen Revolution auftritt…

  4. (…“USA als Global Player, der als verantwortungsvoller Partner für die Sicherheit seiner Verbündeten wahrgenommen werden möchte….“)

    **********************************

    Muh haha.

    Na ja – Spaß muss sein. Aber der Trottel meint das ernst.

    Russland hat übrigens die vier Brücken bekanntgegeben, die dran glauben müssen, wenn „der Westen“ die Kertsch-Brücke angreift.

    Die Fehmarn-Brücke ist dabei, die Hohenzollernbrücke auch.

  5. Desinformation durch Weglassen. Heute war groß in den Nachrichten, dass Lukaschenko persönlich verlautbart hat, dass die Terroristen zunächst vergeblich versucht haben nach Weißrussland zu fliehen und erst nach ihrem Misserfolg an der weissrussichen Grenze Richtung Ukraine abgebogen wären. Bei den „prorussischen News“ werden seit Tagen im Stundentakt „Theorien“ veröffentlicht, welche sich nur um das Fluchtziel der Terroristen ranken und zwanghaft und belegfrei die Beziehung zur Ukraine (oder zum Westen der ja sowiso immer an allem Schuld hat) ziehen wollen. Aber zu so einer diesbezüglich relevanten News.. nichts. Zum Versagen der russischen Geheimdienste und Staatsführung nach den Terrorwarnungen.. nichts..

    Auch sehr spannend, dass der BFF des vermeindlichen Unionsstaates dem großen Führer Russlands da so direkt in die Propagandaparade donnert. Das ist eventuell 1-2 Gedanken wert, ich erinner mich noch als Lukaschenko kurz nach Beginn des russischen Einmarsches so gaaanz zufällig vor Karten der russischen Invasionspläne ein Interview gegeben hat.

    Jetzt kommt absehbar eventuell wieder die Todesstrafe in Russland. Als „Opossitioneller“ sicher kein Grund nervös zu werden. Aber erlich gesagt in der Linie der Entwicklungen wenig verwunderlich und rundet das aktuelle Bild von Russland im Ausland nur passend ab.

    *Russland hat übrigens die vier Brücken bekanntgegeben, die dran glauben müssen, wenn „der Westen“ die Kertsch-Brücke angreift* Wat n Quatsch. Als offizielle Ankündigung wäre das ein Geschenk an die Ukraine, diese würde sofort alles daran setzen, dieses Szenario egal wie umzusetzen, um so die Nato von der Seitenlinie in den aktiven Konflikt zu zwingen. Russland möchte vermutlich nicht so berechenbar sein.

    1. Das stimmt nicht. Belarus hat lediglich präventiv die Grenze gesperrt als klar war dass die Attentäter Richtung Brjansk fliehen.
      Die andere Seite hat die Flucht offenbar koordiniert und den Fluchtkorridor dazu unter Beschuss genommen. Die Terroristen kletterten demnach auf Bäume in der Hoffnung ihre Gehilfen so besser zu finden.
      Dazu das TV geständnis eines ukro offiziellen der weitere solche Terroraktionen für Zukunft angekündigt hat. Heute musste er für
      diese Offenheit den Nudelmann machen.
      Bisschen viel für “ nicht beteiligt“.

    2. Desinformation durch Weglassen. Heute war groß in den Nachrichten, dass Lukaschenko persönlich verlautbart hat, dass die Terroristen zunächst vergeblich versucht haben…

      In der Langversion in den Tagesthemen sagte er „vielleicht versucht haben“. Aber er, der geile Macker aus Minsk hat zuvor die Kontrollen verschärft.

      Also welcher Information aus deutschen Medien soll man nun genau glauben?
      Ich würde mal sagen, der Längeren, ganz wertfrei.
      Und sorry, die laufende Propaganda ist dermaßen offensichtlich, sie springt einem mit dem nackten Arsch ins Gesicht.

    3. Über Belarus hätten sie nach Lettland kommen können, sowie nach Litauen und Polen. Aus Belarus heraus ist die Grenze nur wenig bewacht, außer auf der EU-Seite, aber da hätte sich für unsere Jungs vom Crocus leicht ein Korridor einrichten lassen. In der EU wären sie so geschützt wie in 404 gewesen.

      Pech für sie war nur, daß die Russen das Auto kannten, und daß die Grenze nach Belarus für Ausländer schon eine Grenze ist, mit kontrollierbaren Punkten, nur für Bürger des Unionsstaates ist die Überquerung frei. Die Auftraggeber haben die Aktivitäten sicher mitbekommen, und wußten, daß unsere Jungs Richtung EU damit zwei bewachte Grenzen hatten, und nach 404 nur eine, an der sich Schießereien und Scheinangriffe zur Ablenkung machen ließen.

      Hier Lukaschenko im Original:

      OSCHMJANY, 26. März (BelTA) – Alexander Lukaschenko hat heute vor Journalisten erzählt, wie die belarussischen und russischen Geheimdienste der Festnahme von Terroristen zusammenwirkten.
      […]
      Dank Webcameras konnte man zum Beispiel das Auto identifizieren, mit dem die Terroristen nach dem Massaker in Crocus City Hall entfliehen wollten. … Bereits nach der Tragödie schlossen einige Medien die Version nicht aus, dass die Terroristen über die Region Brjansk nach Belarus fliehen würden. Alexander Lukaschenko reagierte kategorisch auf diese Vermutungen:

      „Es war ausgeschlossen, dass sie nach Belarus fliehen. Ihre Auftraggeber wussten, dass über Belarus keine Flucht möglich war. Denn in den ersten Minuten, als in Russland die höchste Alarmstufe ausgerufen wurde, wurde sie auch bei uns ausgerufen. Der KGB-Vorsitzende, der für die Anti-Terror-Maßnahmen zuständig ist, hat mir gleich in den ersten Minuten Bericht erstattet. Wir setzten unsere Einheiten entsprechend der jeweiligen Kampfsituation ein“.

      Insbesondere waren die Kräfte des Innenministeriums beteiligt, Kontrollpunkte wurden auf den Straßen eingerichtet, auch mit Russland, dem KGB, dem Staatlichen Grenzkomitee, einige Einheiten des Militärs waren beteiligt.

      „Deshalb hatten sie keine Möglichkeit, nach Belarus zu kommen. Sie sahen das ein. Also kehrten sie um und fuhren zur ukrainisch-russischen Grenze“, sagte der Staatschef. Die Operation zu ihrer Festnahme sei sehr gut verlaufen.
      […]
      Sobald die Staatsoberhäupter von den Sonderdiensten die Information erhielten, dass sich das Auto mit den Terroristen in Richtung Brjansk bewegte, kamen sie überein, dass beide Staaten ihre Straßen blockieren würden.

      https://deu.belta.by/president/view/lukaschenko-erzahlte-uber-zusammenwirken-mit-russland-bei-festnahme-von-terroristen-64450-2024/

      1. @Lokomotive
        „Denn in den ersten Minuten, als in Russland die höchste Alarmstufe ausgerufen wurde, wurde sie auch bei uns ausgerufen.“

        Und in Deinem Link liest sich auch :

        „Das Staatsoberhaupt betonte, dass die belarussischen und russischen Sonderdienste sofort nach dem Terroranschlag effektiv und kohärent zusammengearbeitet haben.“

        Aus all dem ergibt sich zwangsläufig die Frage wie es sein kann, das die Täter einen so großen Zeitraum hatten für ihr verachtenswertes Werk. Und insbesondere auch deshalb, da es angeblich in etwa drei km Entfernung zur Halle eine Polizei oder Militär-Station (Rosguardia) geben soll, deren Besatzung erst eintraf als die Morderei dem Ende zuging. Wie kann das zusammengehen mit „effektiver und kohärenter Zusammenarbeit“. Diese Mörder konnten sogar, Dank scheins kaum vorhandener Security schwerbewaffnet und ohne großen Wiederstand in die Halle gelangen.
        Solche Fragen wird sich Präsident Putin nun stellen lassen müssen. Er hätte etwas ahnen können, da zuvor schon in Kaluga ein islamistischer Anschlag durch eine IS-Zelle auf eine Synagoge vereitelt wurde.
        Da ist das belarussische Staatsoberhaupt doch scheinbar besser aufgestellt, in dem es derartige Veranstaltung und die Besucher schon im Vorfeld maximal absichern lässt, wie auch in dem Belta-Link zu lesen ist.
        Aber wie auch immer – durch solche Fahrlässigkeiten sind nun fast 140 Tote zu beklagen die man nichtmehr zurückholen kann. Es wäre an der Zeit, das sich Präsident Putin mit diesen Versäumnissen auseinandersetzt auf das sich so etwas nie wiederholt.

        1. la grog!! wie konnte es damals beim bataclan attentat sein,dass es dort verschiedene leichen gab ? ein zeuge ein taxifahrer beschrieb die terroristen als mittelgroß also 1,70-1,75 und später wurde in dem medien eine leiche gezeigt ,offensichtlich größer war. die aussage des taxifahrers verschwand auch spurlos ,hatte putin seine hände im spiel,passt ja in dein gedankengut.
          eventuell geplant von putin ? als ehemaligem kgb oberst solch fahrlässigkeit zu unterstellen ,na ja? eventuell waren es andere umstände,außerdem schieße ich in 5 minuten 10 magazine ak 47 leer mit wie vielen toten?

  6. Ja es ist schon seltsamer Medien im Westen! Also wenn ich ein Mörder bin in dem Umfang, dann habe ich schon so ganz ein kleines Problem! Die Justiz , Polizei usw- werden mich nicht unbedingt, mit Samthandschuhen anfassen
    Wenn man nun so Meldungen anschaut, dann ist man sehr besorgt um die Attentäter. Die Opfer interessieren nur am Rande.
    Ja u. die USA bei Julian Assange USA 175 J. Haft in den USA . interessierte dies aber kaum, ja klar wie ist das z.B. bei Guantanamo.
    https://www.nzz.ch/feuilleton/dem-mutmasslichen-terroristen-wird-das-abgeschnittene-ohr-in-den-mund-gestopft-russland-entmenschlicht-nach-dem-attentat-die-angeklagten-ld.1823853

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