Die deutsche Regierung verhält sich immer absurder. Während sie in Deutschland behauptet, gegen angeblich den Nazis nahestehende Menschen vorzugehen, unterstützt sie ein waschechtes Nazi-Regime in Kiew mit Milliarden. Während die Bundesregierung bei jeder Gelegenheit die deutsche Schuld am Zweiten Weltkrieg betont und Israel wegen der sechs Millionen von den Nazis ermordeten Juden bedingungslos bei seinem Völkermord an den Palästinensern unterstützt, ignoriert sie die 27 Millionen Opfer, die der Krieg in der Sowjetunion gefordert hat, und verweigert ihnen sogar Entschädigungszahlungen.

Nun hat die anti-russische Politik der Bundesregierung, an der die deutschen Machthaber der Jahre 1933 bis 1945 sicher ihre Freude gehabt hätten, eine weitere Steigerung erfahren. Obwohl Millionen sowjetischer Kriegsgefangener in den Konzentrationslagern der Nazis gesessen haben und obwohl es sowjetische Soldaten waren, die die meisten Konzentrationslager befreit haben, wurden russische Vertreter offiziell zu den Gedenkfeiern am „Internationalen Tag zur Befreiung der Häftlinge der nationalsozialistischen Konzentrationslager“ ausgeladen.

Das hat in Russland zu heftigen Reaktionen geführt, unter anderem zu einer sehr interessanten offiziellen Erklärung des russischen Außenministeriums, die ich übersetzt habe, weil sie zeigt, wer auf Freundschaft zwischen den Staaten und Völkern setzt und wer auf Spaltung Hass setzt.

Beginn der Übersetzung:

Jedes Jahr am 11. April wird der Internationale Tag zur Befreiung der Häftlinge der nationalsozialistischen Konzentrationslager begangen. Dieses Datum ist nicht zufällig gewählt. An diesem Tag, dem 11. April 1945, begannen die Häftlinge des Konzentrationslagers Buchenwald, eines der größten „Todeslager“, einen bewaffneten Aufstand, der mit Hilfe von Untergrundorganisationen und sowjetischen Kriegsgefangenen sorgfältig geplant wurde. Sie hielten das Lager bis zum Eintreffen der amerikanischen Truppen. Die Nazis hatten keine Zeit, die Beweise für ihre Gräueltaten zu vernichten, und die Welt sah das wahre Gesicht des Nationalsozialismus.

Während des Zweiten Weltkriegs errichteten die Nazis ein riesiges Netz von Konzentrationslagern. Die Zahlen sind erschreckend: Mehr als 20 Millionen Menschen wurden in mehr als 14.000 Konzentrationslagern gefangen gehalten. Millionen von ihnen starben an den Folgen von Folter, medizinischen Experimenten, Hunger, Kälte und erschöpfender Arbeit.

Wir erinnern daran, dass die 65. Armee der Roten Armee von General Batow schon am 19. März 1944 die Häftlinge des Nazi-Todeslagers Osaritschi auf dem Gebiet der Weißrussischen SSR mit 33.480 Menschen, darunter 15.960 Kinder unter 13 Jahren, befreit hat. Über diese Zahlen ruhig zu sprechen, ist nicht möglich.

Die Rote Armee hat im Juli 1944 auch die Häftlinge von Majdanek bei Lublin in Polen vor dem Tod gerettet. Später befreiten sowjetische Truppen im Januar 1945 die Häftlinge in Auschwitz, im April 1945 in Sachsenhausen und Ravensbrück, im Mai 1945 in Stutthof und in vielen anderen „Todesfabriken“.

Was bedeutet, dass Truppen der Roten Armee KZ-Häftlinge befreit haben? Schließlich glauben viele Menschen, dass sie auf sie kamen, „nette Worte“ sagten, ihre Ausweise zeigten, ein Kennwort sagten, die Tür öffneten und sie hinausließen. Unsere Soldaten haben KZ-Häftlinge unter Einsatz ihres eigenen Lebens befreit. Sie gaben ihre Leben freiwillig, um die Lebens von Menschen aller Ethnien, Religionen, Staatsangehörigkeit zu retten. Sie hatten keine Ahnung von der politischen Orientierung, der Parteizugehörigkeit der Menschen, die sie retteten, aber sie ließen ihr Leben für ihre Befreiung. Diese Leistung der Selbstaufopferung versucht man im Westen zu vergessen, sie aus der Geschichte zu „tilgen“, indem sie Denkmäler abreißen, Schulbücher umschreiben und Dokumente vernichten. Jetzt haben sie mit der direkten Verfolgung und politischen Schikane derer begonnen, die die Erinnerung bewahren und nicht verlieren wollen.

In diesem Zusammenhang sind auf die Mitteilungen aufmerksam geworden, die die russische Botschaft in Berlin Anfang April dieses Jahres von den Verwaltungen der Gedenkstättenkomplexe auf dem Gelände der ehemaligen NS-Konzentrationslager Buchenwald, Dora-Mittelbau, Sachsenhausen und Ravensbrück erhalten hat. Worum ging es bei diesen Mitteilungen aus dem offiziellen Berlin? Man könnte meinen, dass wir zu gemeinsamer historischer Arbeit eingeladen wurden oder dass uns angeboten wurde, die Abteilungen und Ausstellungen zu renovieren, die über den Beitrag der sowjetischen Truppen bei der Befreiung dieser „Todeslager“ berichten. Nein. Mann kann es nicht aussprechen, nicht glauben. Aber unsere Botschaft in Berlin hat die Mitteilung erhalten, dass es nicht erwünscht ist, dass russische Beamte an den Gedenkveranstaltungen anlässlich des 79. Jahrestages der Befreiung der Häftlinge dieser „Todesfabriken“ teilnehmen.

Es geht um offizielle Vertreter unseres Landes, die es sich zur Lebensaufgabe gemacht haben, die Erinnerung an den Großen Vaterländischen Krieg und den Zweiten Weltkrieg zu bewahren, die ihre eigenen Kräfte investiert, gearbeitet und ihre Pflicht erfüllt haben, indem sie an der Umsetzung ihrer zivilgesellschaftlichen Position zur Bewahrung des historischen Gedächtnisses und der Verteidigung aller Denkmäler in Europa gewidmet haben. In Bulgarien, den baltischen Staaten, in Polen und anderen Städten des „aufgeklärten Europas“ wurden sie abgerissen. Menschen, die militärhistorische Arbeit zur Erhaltung von Gedenkstätten und Grabstätten organisiert haben, wollen sie nicht sehen. Menschen, die die zivilgesellschaftliche Initiative des Unsterblichen Regiments unterstützt haben, die überall auf der Welt stattfindet. Sie haben allen geholfen, die diese öffentlichen Veranstaltungen durchführen wollten, und überzeugten Behörden im Ausland, dass man diese Aktionen zur Bewahrung der historischen Erinnerung unterstützen muss.

Wir betrachten diesen provokativen Angriff als einen weiteren Schritt der deutschen Seite, der darauf abzielt, die historische Erinnerung an den Verlauf und die Ergebnisse des Zweiten Weltkriegs weiter anti-russisch zu politisieren. Es ist die Zerstörung der historischen Erinnerung und der Wahrheit über den Zweiten Weltkrieg seitens des offiziellen Berlins, das eindeutig hinter dieser Haltung steht und sie befeuert.

Dies erklärt weitgehend die Tatsache, dass die deutsche Regierung immer noch nicht auf die im März dieses Jahres von der russischen Botschaft an das deutsche Außenministerium gerichtete Note reagiert hat, in der gefordert wurde, dass Berlin die vom Dritten Reich während des Großen Vaterländischen Krieges in der UdSSR begangenen Verbrechen offiziell als Völkermord anerkennen solle. Ich möchte der deutschen Seite versichern, dass es ihr nicht gelingt, sich der Antwort durch schweigen zu entziehen.

Wir werden unsere beharrliche und systematische Arbeit fortsetzen, um die historische Wahrheit über die Verbrechen des deutschen Nationalsozialismus zu bewahren und der breiten Öffentlichkeit zu vermitteln. Wir werden uns dafür einsetzen, dass die Regierung der Bundesrepublik Deutschland humanitäre Zahlungen an nicht-jüdische Überlebende der Blockade Leningrads leistet, die Berlin seit vielen Jahren hartnäckig „beiseite wischt“.

In diesem Jahr werden russische Diplomaten in Deutschland zusammen mit Veteranen und Landsleuten das Andenken an die Häftlinge der Nazi-Konzentrationslager und die sowjetischen Soldaten würdig ehren, die ihr Leben für die Befreiung Europas vom Terror des Dritten Reiches gegeben haben, wobei sie auch Deutsche und ihre Ehre gerettet und sie wieder in die Weltgemeinschaft zurückgebracht haben. Von April bis Mai werden Mitarbeiter russischer diplomatischer und konsularischer Vertretungen in Deutschland Blumen und Kränze an Gedenkstätten und Kriegsgräbern in verschiedenen Bundesländern Deutschlands niederlegen.

Besonders hervorzuheben sind die kulturellen und humanitären Aktionen russischer Freiwilliger und Aktivisten. Darunter ist ein Projekt, das mit Unterstützung des russischen Außenministeriums unter der Leitung der Lehrerin und Doktorin der Psychologie, Frau Serpinowa, durchgeführt wurde. 58 Gymnasiasten und Deutschlehrer aus 15 Schulen in Moskau, St. Petersburg, Lugansk, Tambow, Jekaterinburg, Tjumen, Pensa, Tscheljabinsk, Wologda, Jelez, Tscherepowez und der Region Orenburg haben Texte vom Deutschen ins Russische übersetzt und einen Audioguide für die Gedenkstätte auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Ravensbrück erstellt.

Sowjetische Häftlinge stellten, nach polnischen Häftlingen, in Ravensbrück die größte Gruppe der Häftlinge. Eine russischsprachige Version des Audioguides zur Gedenkstätte gibt es allerdings noch nicht. Es waren nur Versionen in Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch und Polnisch verfügbar.

Im Jahr 2021 wandte sich Frau Serpionowa zusammen mit Gleichgesinnten dreimal mit dem Vorschlag an die Leitung der Gedenkstätte Ravensbrück, den Audioguide auf eigene Kosten ins Russische zu übersetzen und aufzunehmen, doch die Deutschen zeigten daran kein Interesse. Die Verwaltung des der Gedenkstätte weigerte sich, diese Frage mit der russischen Botschaft in Deutschland zu besprechen.

Daraufhin beschloss die Gruppe, das Projekt in Eigenregie umzusetzen. Derzeit ist der Audioguide in russischer Sprache kostenlos auf dem Reiseportal izi und auf einer speziellen Website verfügbar.

Bei ihrer Arbeit stellten die Freiwilligen fest, dass in der deutschen Version des Audioguides mit 15 Titeln mit Erinnerungen von Augenzeugen und ehemaligen Häftlingen aus Ravensbrück kein einziger Kommentar sowjetischer Häftlinge enthalten war. Die Freiwilligen fanden Aussagen von Gefangenen aus der UdSSR und fügten sie dem Audioguide hinzu.

Wir danken allen Menschen, die sich um das Projekt kümmern und daran beteiligt sind. Es hat große patriotische Bedeutung, auch für die große russischsprachige Diaspora in Deutschland.

Wir werden nicht nur die Erinnerung an die bewahren, die in den schrecklichen Kerkern der Konzentrationslager starben und überlebten, sondern auch denen Tribut zollen, die sie befreit haben. Vor uns liegt ein strahlender, heiliger Feiertag – der Tag des Sieges über die Nazis. Seien wir unserer Großväter und Väter würdig, die diesen Tag auf Kosten ihres Lebens erreicht haben.

Ende der Übersetzung