Das Bundesverteidigungsministerium prüft das mögliche Abhören der Kommunikation der deutschen Luftwaffe

Wie die Nachrichtenagentur DPA berichtet, wurde diese Entscheidung getroffen, nachdem in russischen Medien ein Mitschnitt eines Gesprächs zwischen hochrangigen deutschen Militärs über Pläne zum Angriff auf die Krimbrücke mit dem möglichen Einsatz von Taurus-Raketen aufgetaucht war.

BERLIN, 1. März./ Das deutsche Verteidigungsministerium hat eine Untersuchung über das mögliche Abhören der Kommunikation der deutschen Luftwaffe eingeleitet, nachdem in russischen Medien ein Mitschnitt eines Gesprächs zwischen hochrangigen deutschen Militärs über Pläne zum Angriff auf die Krimbrücke mit dem möglichen Einsatz von Taurus-Raketen aufgetaucht ist, berichtet die Nachrichtenagentur DPA unter Berufung auf eine Sprecherin des deutschen Verteidigungsministeriums.

„Das Bundesamt für Militärische Abschirmung (MAD) hat alle notwendigen Maßnahmen ergriffen“, sagte die Sprecherin des Bundesverteidigungsministeriums.

Zuvor hatte RT-Chefredakteurin Margarita Simonjan berichtet, dass hochrangige deutsche Offiziere an dem Tag, an dem Bundeskanzler Olaf Scholz erklärte, die NATO sei nicht in den Ukraine-Konflikt involviert und werde es auch nicht sein, über die Möglichkeit eines Angriffs auf die Krimbrücke gesprochen haben, der keine Konsequenzen für die deutsche Regierung haben solle. Simonjan verwies auf die Existenz einer entsprechenden Tonaufnahme und veröffentlichte später eine Abschrift des Gesprächs. Daraus geht hervor, dass die Offiziere erörterten, inwieweit die Taurus-Raketen in der Lage wären, die Krimbrücke zu zerstören, und wie der Angriff im Einzelnen vorbereitet werden sollte.

Dmitri Peskow, der Sprecher des russischen Präsidenten, erklärte gegenüber Reportern, der Kreml habe keine Informationen über den Inhalt der Abschrift des Gesprächs zwischen den deutschen Offizieren über den Angriff auf die Krimbrücke. Wjatscheslaw Wolodin, der Sprecher der Staatsduma, sagte, dass die Frage der deutschen hochrangigen Offiziere, die über Angriffe auf die Krim-Brücke gesprochen haben, in der nächsten Sitzung des Unterhauses behandelt wird.

Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz hat wiederholt betont, dass er gegen die Lieferung von Taurus-Raketen an die Ukraine ist. Scholz begründet seine Haltung mit der Gefahr, dass Deutschland in den Konflikt hineingezogen werden könnte. Am Donnerstag sprach sich der deutsche Kanzler bei einem Bürgergespräch in Dresden erneut gegen Taurus-Lieferungen an Kiew aus und erklärte, dass die Raketen bei falscher Programmierung Ziele in Moskau treffen könnten.


Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

16 Antworten

  1. (…“Das Bundesamt für Militärische Abschirmung (MAD) hat alle notwendigen Maßnahmen ergriffen“…)
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    Hat es nicht.

    Hätte es seine Aufgaben erfüllt, wäre kein Mitschnitt einer Verschwörung gegen eine Kanzler-Direktive möglich gewesen.

    Die Verschwörer wären umverzüglich inhaftiert worden, wegen Hochverrat.

  2. Kein Dementi Deutschlands – der MAD prüft die Abhörsicherheit. Damit ist eigentlich alles gesagt. Gut auch, daß die Namen der Teilnehmer dieser tatsächlichen Verschwörung (?) den russischen Diensten bekannt sind. Wer Angriffe auf die Infrastruktur anderer Länder plant und somit zivile Opfer billigend in Kauf nimmt, sollte sich nirgendwo mehr sicher fühlen.

    1. Wahrscheinlich alles vollkommen legal, wie immer bei diesen Kriegsverbrechern.
      Ich denke, die offizielle Erklärung wird in Etwa so lauten:
      Ein Militär muss sich auf alle Möglichkeiten vorbereiten, auch auf einen russischen Angriff, der einen Schlag gegen die Krimbrücke nötig machen würde.
      Das Militär hat sich im 1. kalten Krieg regelmässig auf einen Atomkrieg vorbereitet und dabei auch in Planspielen ausgearbeitet, wie man bestimmte Ziele des Gegners vernichten könnte. Genau das wurde auch jetzt getan. Nichts aussergewöhnliches und nichts schlimmes. Das einzige Verbrechen ist, dass die Drecksrussen-Untermenschen uns abgehört haben. Wir verhängen deshalb sofort neue Sanktionen und liefern Atombomben an Kiew.

    1. Kompetenz ist nur ein Aspekt, finde ich. Kompetente Personen ohne (geeichten) moralischen Kompass, sollten niemals in den Generalrang gelangen. Gerhartz wird vielleicht morgen schon den Knopf für seinen Schleudersitz betätigen und mit seinem Fallschirm gesund und munter auf dem Gelände eines Rüstungskonzerns landen.

  3. das ist mir alles zu einfach … so simple gespräche, die abgehört eine quasi kriegserklärung sind, würden nicht stattfinden – auch wenn es hundertmal junge offiziere sind, so wissen auch die um die wirkung ihrer waffen und wissen, was passiert, wenn der gegner das rauskriegt

    die würden ja noch einen vollen schritt weiter gehen als unsere kriegsgeilen politiker und schmierfinken, irrtümlich als journalisten bezeichnet – und bisher haben immer die profis klar gesehen und den wahnsinn halbwegs abgebremst – siehe kujat

    bleibt nur ein gut gemachtes fake, prank oder geheimdienstoperation
    auch wenn die amis und briten uns deutsche satt haben, glaube ich nicht, daß die irgendeinen vorteil daraus ziehen – wenn sich russland provoziert fühlt und einen schlag ausführt, tritt der bündnisfall ein und alle gehen mit unter

    vielleicht ein russisches fake, um die meinung in deutschland pro afd kippen zu lassen, bzw. eine art revolte gegen die ampel anzuschubsen, was bessere beziehungen erhoffen lässt – in dieser hinsicht würde so ein tape am meisten nützen …

    1. Mit Ihrer Skepsis liegen Sie mit hoher Wahrscheinlichkeit falsch. Die „moderne“ Bundeswehr von heute tickt leider so. Lässigkeit führt zu Nachlässigkeit und Nachlässigkeit führt zu Havarien.

      1. In einer Zeit, wo die BW alles nimmt was fähig ist ein Loch in den Schnee zu pinkeln, wundert einen gar nichts mehr. Jeder Rekrut sollte, bevor er eine Kaserne betritt, ein Feldlazarett hinter der Front besuchen. Wohl bekomm’s!

    2. Meine Erfahrungen zumindesr Wirtschaftsunternehmen: Die nehmen allgemein bekannte Infrastrukturen Dritter (idR von US-Unternehmen), Hauptsache irgendwer hat das als „krass sicher“ zertifiziert.

  4. Für alle obigen Zweifler an der Echtheit des Mitschnitts: Ich gebe Euch recht, dass dieses Gespräch auch ein Fake sein könnte, sozusagen ein russisches KI-unterstütztes Propaganda-Mittel, innere bundesdeutsche Überlegungen und Diskussionen über eine TAURUS-Bereitstellung zu zersprengen. Und wenn’s so wäre, würde man in der BW und in Berlin wie aufgescheuchte Hühner herumlaufen und keine diesbezüglichen Entscheidungern zu treffen wagen. So oder so heiligt der Zweck die Mittel – gelle 😉

    Dadurch, dass jetzt der MAD, BND & Co. aufgeregt und mit höchster Priorität mögliche Abhörlecks und Dergleichen suchen, damit ihre Kapazitäten binden und ihre diesbezügliche Vorgehensweisen offenbaren, zerreißen sie selber ihre „schützende Aura“, d.h. sie verschulden ihre teilweise Selbstzerstörung. Ein guter Skatspieler legt ein Blatt auf den Tisch und wartet ab, was die Anderen so machen, bis er zum Schlag ausholt. Und ein erfahrener Soldat wartet so lange in seiner Deckung, bis sich der Gegner so weit angenähert hat, dass er ihn mühe- und verlustlos überwältigen kann. Was sind die deutschen Möchtegern-Eliten und deren Stiefellecker doch für dumm 🙂 🙂 🙂

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