Bis zum letzten Europäer

Council on Foreign Relations fordert Kriegseintritt Europas, aber ohne die USA

Ein Artikel in Foreign Affairs fordert offen, europäische, aber keine amerikanischen, Truppen in die Ukraine zu schicken. Der Artikel ist ein bemerkenswertes Beispiel für westliche Kriegspropaganda.

In Foreign Affairs, der Zeitung des mächtigen US-Thinktanks Council on Foreign Relations, ist ein Artikel mit der unzweideutigen Überschrift „Europa – aber nicht die NATO – sollte Truppen in die Ukraine schicken“ erschienen, dessen Einleitung nicht minder unmissverständlich war:

„Um Russlands Vormarsch aufzuhalten, braucht Kiew mehr Truppen vor Ort“

Die drei Autoren sind zwar keine hochrangigen US-Beamten, aber sie gehören durchaus zu den Schwergewichten unter den Einflüsterern der US-Politik, da sie in verschiedenen US-Thinktanks gearbeitet haben. Das sind der Oberst a. D. Alex Crowther, der aktive Oberstleutnant der US-Luftwaffe Jahara Matisek und Phillips O’Brien von der Universität St. Andrews. Und ihre Forderung ist eindeutig: Die EU-Staaten sollen Truppen in die Ukraine schicken, und zwar ohne die USA, also ohne die NATO.

Die US-Kriegstreiber diskutieren dabei verschiedene Möglichkeiten und wie man die Europäer, gemeint dürften damit sowohl die Öffentlichkeit als auch die europäischen Politiker sein, davon überzeugen kann, endlich Truppen in die Ukraine zu schicken. Quasi als „Leckerli“ wird dabei vorgeschlagen, Truppen zu „Nicht-Kampfeinsätzen“ zu schicken, weil das „den meisten europäischen Hauptstädten am einfachsten zu verkaufen“ sei. Aber natürlich wird auch die Möglichkeit von Kampfeinsätzen diskutiert, zum Beispiel die Übernahme des Kommandos über die ukrainische Luftverteidigung inklusive europäischer Besatzung der ukrainischen Luftabwehrsysteme, oder Luftpatrouillen „entlang Teilen der ukrainischen Grenze“…, „wo keine russischen Truppen stationiert sind, wie zum Beispiel an der Schwarzmeerküste und an den Grenzen zu Weißrussland und Transnistrien“.

Nur eines sollte nach Meinung der US-Schaumeier vermieden werden, nämlich eine Kriegsbeteiligung der USA und damit der NATO. Im Klartext schlagen die US-Strategen vor, nachdem der Kampf der USA gegen Russland bis zum letzten Ukrainer nicht funktioniert hat, auch noch bis zum letzten Europäer gegen Russland zu kämpfen.

Der Artikel in Foreign Affairs hat eine klare Aufgabe. Er soll die Leser darauf einschwören, dass die europäischen Länder Truppen in die Ukraine schicken. Die Adressaten solcher Artikel sind Politiker aus den USA, aus der EU und natürlich die westlichen Medien. Die sollen von der Idee überzeugt werden, wobei das Problem ist, dass man dazu verschiedene Argumente braucht, denn einen US-Politiker für die Idee zu gewinnen, Europäer für die US-Interessen sterben zu lassen, ist wesentlich leichter und braucht andere Argumente, als bei europäischen Politikern und Medien.

Ich werde zunächst auf einige der Aussagen des Artikels eingehen, danach übersetze ich den Artikel komplett, damit Sie entscheiden können, ob Sie meinen Einschätzungen zustimmen oder nicht.

Die alte Leier mit der Sowjetunion

In dem Artikel schreiben die „Experten“:

„Es gibt keinen Grund zu erwarten, dass Putin bei der Ukraine Halt macht; er hat bereits gesagt, dass alle ehemaligen Sowjetrepubliken an Russland zurückgeführt werden sollen. Die baltischen Staaten könnten die Nächsten sein, gefolgt von Finnland und Polen, die Fürstentümer innerhalb des vorsowjetischen Russischen Reiches waren.“

Diese Aussage ist von vorne bis hinten gelogen. Und zwar so dreist, dass Foreign Affairs den Teil im Nachhinein geändert und selbst am Ende des Artikels folgenden Infokasten eingefügt hat:

„BERICHTIGUNG BEIGEFÜGT (22. APRIL 2024)
In einer früheren Version dieses Artikels wurde fälschlicherweise behauptet, der russische Präsident Wladimir Putin habe erklärt, dass alle ehemaligen Sowjetrepubliken an Russland zurückgegeben werden sollten.“

In der aktuellen Version wurde der Teil geändert und er lautet nun:

„Es gibt keinen Grund zu erwarten, dass Putin mit der Ukraine aufhören wird. Er hat den Zusammenbruch der Sowjetunion als „die größte geopolitische Katastrophe“ des 20. Jahrhunderts bezeichnet und beklagt, dass „Dutzende Millionen unserer Mitbürger und Landsleute sich außerhalb des russischen Territoriums wiederfinden“.“

Die Aussage, die Putin oft wiederholt hat, der Zusammenbruch der Sowjetunion sei „die größte geopolitische Katastrophe des 20. Jahrhunderts“ gewesen, muss man immer auch vollständig zitieren, was im Westen jedoch nicht getan wird, denn Putin fordert dabei nie die Rückkehr der ehemals sowjetischen Gebiete, sondern er erklärt, dass durch den Zerfall der Sowjetunion Dutzende Millionen Russen (aber auch Bürger der neuen unabhängigen Staaten) durch neue Grenzen von ihren Freunden und Verwandten getrennt wurden. Viele brauchten plötzlich Visa, um ihre Eltern oder Kinder zu besuchen. Eigentlich müssten gerade Deutsche verstehen, was für eine Katastrophe das ist, denn die Deutschen haben seinerzeit genauso und mit den gleichen Argumenten der Trennung von Familien und Freunden über die deutsche Teilung gesprochen.

In Putins Aussage geht es nur um diese Tatsache, dass durch den Zerfall der Sowjetunion Freunde, und vor allem auch engster Verwandte, plötzlich durch Grenzen voneinander getrennt waren und oft plötzlich sogar Visa brauchten, um ihre Lieben zu besuchen. Aber im Westen wird aus dieser Aussage Putins immer wieder die Legende fabriziert, Putin wolle die alte Sowjetunion zurück, obwohl Putin jedes Mal, wenn er darüber spricht, ausdrücklich das Gegenteil sagt.

Daher darf die Unterstellung, Putin wolle die Sowjetunion zurück, auch in diesem Artikel von Foreign Relations nicht fehlen, denn die Leser sollen ja darauf eingestimmt werden, dass Russland böse und imperialistisch ist. Da darf diese Standardlüge des westlichen Narratives natürlich nicht fehlen.

Kampfeinsatz oder nicht?

Die Frage, ob die europäischen Truppen in der Ukraine an Kampfeinsätzen teilnehmen sollen, nimmt in dem Artikel einigen Raum ein. Die Autoren stellen fest, dass man die Europäer leichter zur Entsendung von Truppen in die Ukraine überreden kann, wenn man ihnen sagt, ihre Truppen würden nicht an Kampfeinsätzen teilnehmen. Aber die Autoren machen keinen Hehl daraus, dass es ihnen lieber wäre, die Europäer würden aktiv gegen Russland kämpfen.

Als eine Möglichkeit, europäische Truppen angeblich nicht an Kampfeinsätzen teilnehmen zu lassen, wird die Möglichkeit genannt, europäische Soldaten sollten die Luftverteidigung ukrainischer Städte übernehmen und auch kommandieren. Dabei, so die Autoren, würden sie ja nicht auf Russen schießen, denn im ukrainischen Hinterland sind keine russischen Flugzeuge, sondern nur russische Raketen. Und dass die Europäer russische Raketen abschießen, so die amerikanischen Schlaumeier, würde Russland kaum als Kriegsbeteiligung ansehen.

Darüber kann jeder denken, wie er will, aber diese Teil des Artikels zeigt, wie unehrlich die Autoren gegenüber den Europäern sind. Diese europäischen Soldaten wären nämlich sehr wohl im Kampfeinsatz, denn die russische Armee schießt auf die Luftabwehr der Ukraine. Und wenn russische Raketen eine französische oder polnische Besatzung eines Patriot-Systems bei Kiew bombardieren würde, wie würde das wohl in den betreffenden Ländern aufgenommen?

Das würde zu einer Eskalation führen, was die Autoren auch ganz genau wissen und wollen, denn das würde die Hemmschwelle der europäischen Politiker, ihre Truppen auch an die Front zu schicken, nach dem Motto „Seht her, die bösen Russen schießen unsere Soldaten ab!“ erhöhen.

Bis zum letzten Europäer

Während die Autoren in ihrem Artikel die verschiedenen Möglichkeiten durchspielen, welche Kampfeinsätze europäische Soldaten in der Ukraine durchführen könnten, zählen sie immer auch auf, wie viele ukrainische Soldaten das für den Einsatz an der Front freistellen würde, weil die Europäer ihre Aufgaben übernehmen würden.

Wer diesen Teil des amerikanischen Artikels aufmerksam liest, der stellt fest, dass die Aussage Putins, die USA kämpfen in der Ukraine bis zum letzten Ukrainer, leider absolut zutreffend ist. Mehr noch, der Artikel zeigt, dass die Autoren auch gerne bis zum letzten Europäer kämpfen möchten, wenn sie vorrechnen, dass Russland gegen Europa angeblich chancenlos ist, weil Europa eine weitaus größere Bevölkerung hat als Russland.

Menschenleben zählen für solche Leute, wie die Autoren des Artikels, rein gar nichts.

Blufft Putin?

Dann kommt der Artikel an einen Punkt, an dem die Autoren aus all dem zuvor gesagten herleiten, dass Putin angeblich große Angst vor einem Krieg mit den Staaten Europas habe. Wohlgemerkt, von einem Krieg der NATO, also der USA, gegen Russland schreiben die Autoren nichts. Die Europäer sollen das bitte schöne alleine machen.

Und weil Putin angeblich eine so große Angst vor den Europäern hat, empfehlen die Autoren, europäische Truppen hinter dem Dnjepr, der die Ukraine von Nord nach Süd durchfließt, und bei Odessa aufzustellen. Würden die russischen Truppen vorrücken, hätten sie Angst, auf die europäischen Truppen zu schießen, während die europäischen Truppen – nach Meinung der Autoren – jedes Recht der Welt hätten, auf die Russen zu schießen, weil die Europäer sich nur verteidigen würden.

Kurz und gut, laut den Autoren blufft Putin und schon die Anwesenheit europäischer Soldaten in der Ukraine würde das russische Vorrücken stoppen, weil Putin angeblich so eine große Angst hat, dass er nicht auf die Europäer schießen lassen würde.

Putin will die NATO angreifen?

Spätestens an dieser Stelle des Artikels müsste jeder denkende Leser sich fragen: Wie jetzt?!?!

Zur Erinnerung: Am Anfang des Artikels gab es diese Behauptung:

„Es gibt keinen Grund zu erwarten, dass Putin mit der Ukraine aufhören wird“

Nach der Ukraine will Putin angeblich europäische Länder angreifen. Aber nun erfahren wir von den Autoren, dass Putin angeblich so eine große Angst vor den Europäern hat, dass er nicht einmal in der Ukraine auf ihre Truppen schießen würde.

Hat Putin nun Angst vor den Europäern und würde daher nicht mal in der Ukraine auf ihre Soldaten schießen, oder hat Putin keine Angst vor den Europäern und will nach der Ukraine europäische Länder angreifen?

Man merkt an dieser und den folgenden Stellen des Artikels, dass er spätestens ab hier an europäische Leser adressiert ist, nach dem Motto „so stark sind die Russen nicht, Putin blufft, Ihr Europäer könnt unbesorgt Truppen in die Ukraine schicken, so schlimm wird das nicht, denn Putin wird kuschen!“

Die „zweitstärkste Armee in der Ukraine“

Das geht danach nach dem gleichen Motto weiter, denn die Autoren behaupten anschließend, die russische Armee, früher mal die wohl stärkste in Europa, sei nun durch die hohen Verluste so geschwächt, dass sie nur noch die „zweitstärkste Armee in der Ukraine“ sei.

Das ist interessant, denn das würde ja bedeuten, dass die ukrainische Armee inzwischen stärker ist, als die russische.

Und das wirft sofort eine Frage auf: Wenn das so ist, wozu müssen dann europäische Soldaten in die Ukraine geschickt werden? Dann müsste die ukrainische Armee doch auch alleine mit den Russen fertig werden.

Auch daran sieht man, dass es sich bei dem Artikel um reine Propaganda handelt, die die Europäer überzeugen soll, endlich ihre Soldaten in die Ukraine zu schicken, damit auch die für die Interessen der USA sterben.

Kein Artikel 5

Und auch das sagen die Autoren am Ende des Artikels nochmal sehr deutlich, denn sie erklären, dass es nicht den Artikel 5 des NATO-Vertrages auslösen würde, wenn Russland in der Ukraine massenhaft europäische Soldaten zusammenschießt.

Das bedeutet im Klartext, dass die USA (und alle NATO-Staaten, die nicht so blöd sind, Soldaten in die Ukraine zu schicken) fein raus wären. Auf Beistand der NATO könnten die Länder, die Soldaten in die Ukraine schicken und dadurch in einen Krieg mit Russland geraten, nicht setzen. Wörtlich schreiben die Autoren dazu:

„Und da die europäischen Streitkräfte außerhalb des NATO-Rahmens und des NATO-Gebiets agieren würden, würden etwaige Opfer nicht zu einer Reaktion nach Artikel 5 führen und die USA auf den Plan rufen. Der Gegner Russlands wäre nicht die NATO, sondern eine Koalition europäischer Staaten, die ein Gleichgewicht gegen den nackten russischen Imperialismus anstreben würden.“

So, nun haben Sie meine Interpretation dieses Artikels, der an die westlichen Entscheidungsträger und ihre Berater gerichtet ist und der die Entsendung europäischer Soldaten in die Ukraine propagiert, gelesen. Damit kommen wir zum Artikel selbst, den ich übersetzt habe, damit Sie selbst entscheiden können, ob Sie zu den gleichen Schlüssen kommen, wie ich.

Beginn der Übersetzung:

Europa – aber nicht die NATO – sollte Truppen in die Ukraine entsenden

Um Russlands Vormarsch aufzuhalten, braucht Kiew mehr Truppen vor Ort

In Europa ist ein Tabu gebrochen worden. Noch vor wenigen Monaten wäre es für europäische Staats- und Regierungschefs unvorstellbar gewesen, die Entsendung europäischer Truppen in die Ukraine vorzuschlagen. Doch am 26. Februar erklärte der französische Präsident Emmanuel Macron, die Entsendung europäischer Truppen in die Ukraine sei „nicht auszuschließen“. Der finnische Verteidigungsminister und der polnische Außenminister haben beide angedeutet, dass die Streitkräfte ihrer Länder in der Ukraine landen könnten. Diese Äußerungen in Verbindung mit der bestehenden Unterstützung für solche Maßnahmen in den baltischen Staaten zeigen, dass es einen wachsenden Block von Ländern gibt, die für ein direktes Eingreifen Europas in den Krieg offen sind.

Diese brisanten Äußerungen sind auf die sich verändernde Konfliktdynamik zurückzuführen. Die Debatte im US-Kongress über die Bereitstellung von Militärhilfe für die Ukraine war ein Debakel. Das monatelange Zögern in Washington hat die Europäer bestürzt und Moskau die Hoffnung gegeben, dass die Entschlossenheit des Westens, Kiew zu unterstützen, ins Wanken gerät. Die russischen Streitkräfte – unterstützt durch Ausrüstung aus China, dem Iran und Nordkorea – haben die Lücke in der militärischen Unterstützung der USA für die Ukraine ausgenutzt, indem sie ihre Angriffe auf Zivilisten und nicht-militärische Infrastrukturen verstärkten. Anfang April startete Russland in dem Wissen, dass der Ukraine die Munition für die Flugabwehr ausgeht, einen Raketenangriff, bei dem das größte Kraftwerk in der Region Kiew zerstört wurde. Zuvor, im März, hatten russische Streitkräfte einen Staudamm in Dnipro und andere elektrische Anlagen in der Umgebung von Cherson angegriffen, wodurch die ukrainische Industrie geschwächt und die Abhängigkeit der ukrainischen Wirtschaft vom europäischen Stromnetz erhöht wurde. Weitere Schäden an kritischer Infrastruktur, Kernkraftwerken und landwirtschaftlichen Flächen werden die Kosten für den Wiederaufbau drastisch in die Höhe treiben, wofür die westlichen Partner der Ukraine wahrscheinlich einen Großteil der Rechnung werden bezahlen müssen.

Da die russischen Streitkräfte ihren Vormarsch beschleunigen, besteht die Möglichkeit, dass sie die ukrainischen Verteidigungsanlagen entlang der Ostfront durchbrechen und die ukrainische Kontrolle über Charkow oder sogar Kiew herausfordern könnten – eine Sicherheitsbedrohung, die Europa nicht ignorieren kann. Ein russischer Sieg in der Ukraine würde den revisionistischen Ambitionen von Präsident Wladimir Putin und seinem Glauben an die Schwäche des Westens Recht geben. Er würde den Kreml in die Lage versetzen, Russland auf Kriegsfuß zu halten, ein gesellschaftsübergreifendes Eroberungskonzept, mit dem die europäischen Länder nicht mithalten könnten. Es gibt keinen Grund zu erwarten, dass Putin mit der Ukraine aufhören wird. Er hat den Zusammenbruch der Sowjetunion als „die größte geopolitische Katastrophe“ des 20. Jahrhunderts bezeichnet und beklagt, dass „Dutzende Millionen unserer Mitbürger und Landsleute sich außerhalb des russischen Territoriums wiederfinden“. Die baltischen Staaten sind in Gefahr, ebenso wie Polen: Im vergangenen Jahr bezeichnete der ehemalige russische Premierminister und Putin-Loyalist Dmitri Medwedew die baltischen Staaten als „unsere“ (d. h. russische) Provinzen und Polen als „vorübergehend besetzt“ (d. h. von der NATO).

Mit der Drohung, Truppen zu entsenden, versuchen die europäischen Länder, diese beunruhigende Entwicklung zu durchbrechen. Um die Lage in der Ukraine wirklich zu ändern, müssen die europäischen Länder jedoch mehr tun, als nur über Truppeneinsätze zu reden. Wenn die USA die Hilfe weiterhin hinauszögern und vor allem, wenn sie im November Donald Trump zum Präsidenten wählen (der versprochen hat, den Krieg in der Ukraine innerhalb von 24 Stunden zu beenden, vermutlich indem er Putin erlaubt, seine unrechtmäßig erworbenen Gewinne zu behalten), wird Europa der einzige Verteidiger der Ukraine sein. Die europäischen Staats- und Regierungschefs können es sich nicht leisten, dass die amerikanische politische Dysfunktion die europäische Sicherheit diktiert. Sie müssen ernsthaft die Entsendung von Truppen in die Ukraine in Erwägung ziehen, um logistische Unterstützung und Ausbildung zu leisten, die ukrainischen Grenzen und kritische Infrastrukturen zu schützen oder sogar ukrainische Städte zu verteidigen. Sie müssen Russland gegenüber deutlich machen, dass Europa bereit ist, die territoriale Souveränität der Ukraine zu schützen. Es ist besser, die katastrophale Lage in der Ukraine zu akzeptieren und jetzt etwas dagegen zu unternehmen, als Russland die Tür zu öffnen, damit es seinen imperialen Vormarsch beschleunigen kann.

DAS GESPRÄCH VERÄNDERN

Der Gedanke an die Entsendung europäischer Truppen in die Ukraine hat vorhersehbare Einwände hervorgerufen. Der Kreml war empört über die jüngsten Erklärungen Macrons und anderer, die vor einem Krieg – möglicherweise einem Atomkrieg – mit ganz Europa warnten. Auch Washington und Berlin reagierten verärgert. Sowohl Deutschland als auch die USA haben die Hilfe für die Ukraine während des gesamten Krieges streng begrenzt, da sie befürchteten, dass Russland seine Eskalationsdrohungen wahr machen könnte, und sie kritisierten die härteren europäischen Staaten scharf für das, was sie als unnötige Provokation ansehen.

Die Tatsache, dass Berlin, Moskau und Washington so heftig reagiert haben, zeigt, warum es so wichtig ist, diese Diskussion zu führen. Die europäischen Staats- und Regierungschefs haben bewiesen, dass es möglich ist, aus einer einseitigen Eskalationsdebatte auszubrechen, die bisher zu Russlands Gunsten verlief. In der Vergangenheit hat Moskau mit Eskalation gedroht, und Berlin und Washington haben mit Worten und Taten geantwortet, die auf Deeskalation abzielten – eine Dynamik, die sowohl Deutschland als auch die USA davon abhielt, die moderneren Raketensysteme zu schicken, die die Ukraine dringend benötigt. Jetzt macht Europa die Drohungen, und Russland sieht sehr unglücklich aus.

Zu viele Politiker und Experten in den USA und Europa wiederholen Putins eigene Argumente und warnen, dass jede Art von Intervention von außen in der Ukraine zum Dritten Weltkrieg führen würde. In Wirklichkeit wäre die Entsendung europäischer Truppen eine normale Reaktion auf einen Konflikt dieser Art. Der Einmarsch Russlands hat das regionale Gleichgewicht der Kräfte gestört, und Europa hat ein vitales Interesse daran, dieses Ungleichgewicht zu korrigieren. Die naheliegendste Möglichkeit, dies zu erreichen, ist die Bereitstellung einer Rettungsleine für das ukrainische Militär, das wieder einmal von den USA im Stich gelassen werden könnte, und die beste Rettungsleine wären europäische Soldaten. Solange sich die Politik in den USA nicht ändert, wird die Ukraine alternative Hilfsquellen benötigen, um ihren Kampf fortzusetzen – und Europa ist der natürliche Unterstützer.

TRUPPEN REINSCHICKEN

Die europäischen Streitkräfte könnten sowohl Nicht-Kampfeinsätze als auch Kampfeinsätze durchführen, um den Druck auf die Ukraine zu mindern. Ein reiner Nicht-Kampfeinsatz wäre in den meisten europäischen Hauptstädten am einfachsten zu verkaufen. Die europäischen Streitkräfte könnten die Ukrainer bei logistischen Aufgaben, wie der Wartung und Reparatur von Kampffahrzeugen, entlasten. Indem sie westlich des Dnjepr bleiben – einer natürlichen Barriere, die einen Großteil der Ukraine vor russischen Vorstößen schützt – würden die europäischen Streitkräfte zeigen, dass sie nicht dort sind, um russische Soldaten zu töten, und so dem unvermeidlichen russischen Vorwurf einer europäischen Aggression zuvorkommen. Einige ukrainische Fahrzeuge werden bereits für umfangreiche Reparaturen nach Deutschland, Polen und Rumänien geschickt, aber die Durchführung dieser Aufgabe näher an der Front würde den Prozess beschleunigen, die Zeit verkürzen, in der die Ausrüstung außer Gefecht ist, und mehr ukrainische Kräfte für Kampfeinsätze freisetzen. Französische, polnische und andere europäische Militärberater könnten auch tödliche und nicht-tödliche Ausbildung in der Ukraine anbieten, um das ukrainische Militär weiter zu professionalisieren. Wenn das ukrainische Militär im kommenden Jahr durch eine weitere Mobilisierung aufgestockt wird – was wahrscheinlich ist -, wird eine erhöhte Kapazität zur Ausbildung neuer Rekruten innerhalb der Ukraine besonders nützlich sein.

Natürlich könnten die europäischen Streitkräfte mehr tun als nur zu reparieren und auszubilden. Die begrenzteste Form europäischer Kampfeinsätze könnte westlich des Dnjepr verbleiben und defensiver Natur sein. Eine solche Mission könnte darin bestehen, die ukrainischen Luftverteidigungskapazitäten in dieser Region durch die Entsendung von Personal, die Bereitstellung von Ausrüstung oder sogar die Übernahme von Kommando und Kontrolle über das ukrainische Luftverteidigungssystem zu stärken. Das Risiko einer Eskalation wäre minimal, da die europäischen Streitkräfte kaum eine Chance hätten, die russischen Militärpiloten zu töten, die ihre aus Munition vom weißrussischen und russischen Luftraum in die Ukraine abfeuern. Aber sie würden helfen, Marschflugkörper und Drohnen abzuschießen. Auf diese Weise würden die von Europa geführten Luftabwehrbatterien mehr ukrainische Truppen freisetzen, um die Truppen in der Nähe der Frontlinien zu schützen und gleichzeitig die russischen Versuche zu vereiteln, wichtige Infrastrukturen zu zerstören und die ukrainische Bevölkerung in Angst und Schrecken zu versetzen, damit sie sich ergibt. Die europäischen Streitkräfte könnten auch andere defensive und humanitäre Aufgaben übernehmen, wie etwa die Entminung und Entschärfung nicht explodierter russischer Munition. Die Übernahme solcher Aufgaben von ukrainischem Personal würde zum Schutz der Zivilbevölkerung beitragen und den wirtschaftlichen Aufschwung der Ukraine unterstützen, da die Landwirte derzeit Mühe haben, auf Feldern voller Minen und anderer nicht explodierter Munition zu pflanzen und zu ernten.

Eine weitere Kampffunktion – die wie eine Luftverteidigungsmission wahrscheinlich nicht auf russische Streitkräfte treffen würde – würde darin bestehen, Teile der ukrainischen Grenze zu patrouillieren, an denen keine russischen Truppen stationiert sind, wie die Schwarzmeerküste und die Grenzen zu Weißrussland und Transnistrien (eine abtrünnige Region in Moldawien, die von russischen Streitkräften besetzt ist). Die Bewachung dieser Flanken würde mehr als 20.000 ukrainische Soldaten (und die von ihnen mitgeführten Waffen und Munition) für den Kampf an der Front freisetzen. Dies würde auch die Wahrscheinlichkeit verringern, dass sich entlang dieser Grenzen eine neue Front eröffnet, da Russland mit ziemlicher Sicherheit versuchen würde, eine Ausweitung des Krieges durch Angriffe auf andere europäische Streitkräfte zu vermeiden. Die europäischen Streitkräfte könnten auch dazu beitragen, die drei verbleibenden ukrainischen Schwarzmeerhäfen zu sichern, die sowohl für die ukrainische Wirtschaft als auch für die weltweite Lebensmittelsicherheit von entscheidender Bedeutung sind, und damit zusätzliche ukrainische Soldaten entlasten. Jede Art von europäischem Einsatz in der Ukraine würde auch emotionales Gewicht haben. Die Anwesenheit europäischer Truppen würde die Moral der ukrainischen Bevölkerung heben und sie darin bestärken, dass die Zukunft ihres Landes in Europa liegt.

Schließlich muss Europa eine direkte Kampfmission in Betracht ziehen, die zum Schutz des ukrainischen Territoriums westlich des Dnjepr beiträgt. Die Präsenz europäischer Truppen würde nicht nur die Belastung des ukrainischen Militärs in diesen Regionen verringern, sondern es auch unwahrscheinlich machen, dass russische Truppen über den Fluss vorrücken, und so einen Großteil der Ukraine vor einer Eroberung schützen. Ein potenzielles russisches Ziel ist Odessa, der wichtigste Hafen der Ukraine, über den ein Großteil der ukrainischen Exporte abgewickelt wird. Sollten sich russische Truppen der Stadt nähern, hätten die europäischen Streitkräfte in der Nähe das Recht, sich zu verteidigen, indem sie auf die anrückenden Soldaten schießen. Sie könnten dazu beitragen, eine russische Offensive zu vereiteln, die angesichts der strategischen Lage Odessas die ukrainische Wirtschaft strangulieren und die russischen Streitkräfte für eine mögliche Invasion der Republik Moldau in Stellung bringen könnte. Moskau würde versuchen, jede tödliche Reaktion auf einen russischen Angriff als europäische Aggression darzustellen, aber Russland wäre für jede Eskalation verantwortlich.

PUTIN AUF DEM FALSCHEN FUSS

Das Risiko, dass die Entsendung europäischer Soldaten in die Ukraine zu einer Eskalation des Konflikts führen könnte, wird überbewertet. Russland hat nur wenig Spielraum, um seine konventionellen Angriffe zu verstärken, es sei denn, es setzt biologische oder chemische Waffen ein. Es hat bereits mehr als 90 Prozent seiner Vorkriegsarmee verloren, Hunderttausende von Opfern zu beklagen, Zehntausende von Kampffahrzeugen zerstört und den größten Teil seiner modernsten Waffensysteme bei Angriffen auf die Ukraine verbraucht. Die Sanktionen haben die russische Waffenproduktion erschwert und verteuert, und nach der Entsendung von Truppen in die Ukraine verfügt Russland kaum noch über genügend Kräfte, um den Rest seiner langen Grenze zu bewachen, geschweige denn eine nennenswerte Operation gegen andere europäische Staaten durchzuführen. Im Januar 2022 galt die russische Armee weithin als die zweitstärkste Armee nach der US-Armee; heute ist sie vielleicht nicht einmal mehr die stärkste Armee in der Ukraine. Aber wenn die europäischen Staats- und Regierungschefs Russland in der Ukraine gewinnen lassen, könnte Putin daraus den Schluss ziehen, dass er mit nuklearen Drohungen weitere Länder erobern kann, ohne eine europäische militärische Antwort zu provozieren.

Die eigentliche Frage ist, ob Russland tatsächlich Atomwaffen einsetzen würde, wenn europäische Streitkräfte in der Ukraine einmarschieren. Diese Frage stellt sich bereits jetzt, da Spezialeinheiten aus westlichen Ländern derzeit in der Ukraine operieren. Moskau bedient sich regelmäßig einer aggressiven Rhetorik gegenüber den NATO-Mitgliedern, aber bisher hat es nur gebellt und nicht gebissen. Es vermeidet den Kontakt mit den NATO-Streitkräften und konzentriert sich stattdessen auf Nachbarländer außerhalb des Bündnisses, wie Georgien und die Ukraine, die es gefahrlos herumschubsen kann. Putin drohte 2014 mit einem Angriff auf Polen, Rumänien und die baltischen Staaten, und in den folgenden Jahren drohte er mit einem Einmarsch in Finnland und Schweden, weil diese der NATO beigetreten waren, in Norwegen, weil es zusätzliche US-Truppen beherbergte, in Polen und Rumänien, weil sie Einrichtungen zur Abwehr ballistischer Raketen beherbergten, und in „allen europäischen Ländern“, die die Stationierung von US-Raketen auf ihrem Boden zuließen. In den letzten anderthalb Jahrzehnten hat der Kreml mit dem Einsatz von Atomwaffen gegen Dänemark, Polen, Schweden, die Ukraine, Großbritannien, die baltischen Staaten, die EU als Ganzes und natürlich die NATO und die USA gedroht oder Kriegsspiele durchgeführt, die den Einsatz von Atomwaffen simulieren. Irgendwann müssen die europäischen Staats- und Regierungschefs Putins Säbelrasseln ignorieren, das lediglich Propaganda ist und auf der unbegründeten Vorstellung beruht, die NATO wolle Russland angreifen oder einmarschieren.

Letztendlich kann es sich Russland nicht leisten, gegen mehrere europäische Länder gleichzeitig zu kämpfen, geschweige denn einen Atomkrieg zu beginnen. Es ist bezeichnend, dass die Länder, die am ehesten Ziel eines Nuklearangriffs werden könnten – die an Russland angrenzenden Länder, insbesondere Polen und die baltischen Staaten -, am wenigsten über diese Aussicht besorgt sind, sondern zu Recht die Aggression eines wiederaufgebauten konventionellen russischen Militärs fürchten, das durch den Erfolg in der Ukraine Auftrieb erhalten hat. Europa ist viel reicher, technologisch fortschrittlicher und hat eine viel größere Bevölkerung als Russland. Moskau weiß, dass es nicht gewinnen kann, wenn es den ganzen Kontinent provoziert, und es versucht, eine militärische Intervention der USA zu vermeiden, die sehr wahrscheinlich folgen würde, wenn russische Streitkräfte in ein NATO-Land eindringen und Artikel 5 der Charta des Bündnisses auslösen würden.

Stattdessen stützt Russland seine Hoffnungen auf einen Sieg fast ausschließlich darauf, dass Europa die Ukraine als vom übrigen Kontinent getrennt behandelt. Bislang haben sich diese Hoffnungen erfüllt. Die europäischen Staats- und Regierungschefs haben Angriffe auf die Ukraine geduldet, die eine einheitliche europäische Reaktion ausgelöst hätten, wenn sie in einem anderen NATO- oder EU-Mitgliedstaat erfolgt wären. Diese Haltung hat es Russland ermöglicht, seinen Krieg in der Ukraine zu eskalieren, in der Gewissheit, dass das übrige Europa auf Distanz bleibt.

Die Ankunft europäischer Streitkräfte in der Ukraine würde diese Kalkulation ändern. Moskau müsste sich der Möglichkeit stellen, dass eine europäische Eskalation den Krieg für Russland ungewinnbar machen könnte. Darüber hinaus würde eine Reaktion unter europäischer Führung die russische Propaganda entkräften, wonach die Intervention der NATO-Staaten in der Ukraine lediglich ein amerikanischer Trick sei, um Russland zu schwächen. Die Behauptung, die NATO sei in diesem Krieg der Aggressor, ist in vielen Teilen der Welt verbreitet, und wenn Europa ihr entgegentritt, könnte es Moskau sowohl diplomatisch als auch wirtschaftlich weiter isolieren. Und da die europäischen Streitkräfte außerhalb des NATO-Rahmens und des NATO-Gebiets agieren würden, würden etwaige Opfer nicht zu einer Reaktion nach Artikel 5 führen und die USA auf den Plan rufen. Der Gegner Russlands wäre nicht die NATO, sondern eine Koalition europäischer Staaten, die ein Gleichgewicht gegen den nackten russischen Imperialismus anstreben würden.

Die Ukraine tut ihr Bestes, aber sie braucht Hilfe – Hilfe, die die europäischen Länder in der Lage und zunehmend bereit sind, zu leisten. Anstatt eine russische Eskalation zu erzwingen, wäre eine europäische Truppenpräsenz eher geeignet, eine Ausweitung des Konflikts zu verhindern und weiteren Schaden für die ukrainische Wirtschaft und Infrastruktur abzuwenden. Die europäischen Staats- und Regierungschefs müssen sich nicht dem Diktat der zunehmend unzuverlässigen USA beugen, wenn es darum geht, wie der Kampf in der Ukraine geführt werden soll; sie können und sollten selbst entscheiden, wie sie die Freiheit und Sicherheit des Kontinents am besten gewährleisten können. Europa muss alles Notwendige tun, um seine eigene Zukunft zu sichern, und das beginnt damit, sicherzustellen, dass die Ukraine diesen Krieg gewinnt.

Ende der Übersetzung


Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

30 Antworten

  1. Dieser Text ist auch sehr schön. Eine weitere Ausmalung des Wunschdenkens von Foreign Affairs in die Zukunft:

    „Könnte Europa Truppen in die Ukraine schicken?

    Wir schreiben das Jahr 2026, und Wladimir Putin kündigt in einer bedrückenden Rede im Kreml endlich den Rückzug aus der Ukraine an. Die russischen Truppen haben ihr Bestes – oder Schlimmstes – getan, aber ein neuer Zustrom von gut ausgebildeten Ukrainern hat schließlich die Oberhand gewonnen. Der Donbass ist nun in Kiewer Hand, der Fall der Krim nur noch wenige Tage entfernt.

    Was das Blatt gewendet hat, sind jedoch nicht nur die lang erwarteten F16 oder die Tatsache, daß Washington die Finanzierung wieder aufnimmt. Vielmehr ist es die Präsenz tausender europäischer Truppen in der westlichen Hälfte der Ukraine, die Städte, Häfen und Grenzen schützen, wodurch sich die Ukraine beruhigt und Rußland verunsichert fühlt. Während Kiew feiert, klopft sich auch Europa im Stillen auf die Schulter: Nachdem es 80 Jahre lang an Amerikas Rockzipfel geklammert hat, ist es endlich angetreten, um einen Krieg in seinem eigenen Hinterhof zu gewinnen.“

    Colin Freeman, 23 April 2024
    Could Europe send troops to Ukraine?
    https://www.spectator.co.uk/article/could-europe-send-troops-to-ukraine/

  2. „Wir erinnern uns an das Schicksal derjenigen, die einst ihre Kontingente in unser Land entsandt haben. Aber jetzt werden die Folgen für mögliche Interventionisten noch viel tragischer sein. Sie müssen endlich verstehen, daß auch wir Waffen haben – ja, sie wissen das, ich habe es gerade gesagt -, die Ziele auf ihrem Territorium treffen können.“

    — Genosse Oberbefehlshaber V. V. Putin, 29.2.2024
    http://kremlin.ru/events/president/news/73585

  3. Also nur das ich das richtig verstehe..
    Europas Länder sollen Soldaten senden um das Ruder eventuell vielleicht noch irgendwie herumzureißen.
    Da sie ja dann ganz offiziell deutsche, französische, italienische usw. Soldaten in der Ukraine an Kampf Handlungen gegen Russische Soldaten beteiligen sind sie dann ist man natürlich auch Kriegsteilnehmer oder nicht ?? Und somit sind auch Ziele wie Rüstungskonzerne in Deutschland legitime Ziel für Moskau da aber die besagten Europäischen Soldaten sagen wir man den ersten Schuss abgegeben haben greift natürlich bei einer dementsprechend Antworten Moskaus der Artikel 5 der NATO nicht somit wäre die USA aus dem Schneider was den Artikel 5 der NATO und kann noch mehr von ihren überteuerten im Grunde nutzlos militärischen Schrott an uns verscherbeln ohne sich die Hände schmutzig zu machen.. ?? Ist doch so oder ??
    Oder hab ich das jetzt falsch verstanden ??

    1. „Wenn die Vereinigten Staaten die Hilfe weiterhin hinauszögern und vor allem, wenn sie im November Donald Trump zum Präsidenten wählen (der versprochen hat, den Krieg in der Ukraine innerhalb von 24 Stunden zu beenden, vermutlich indem er Putin erlaubt, seine unrechtmäßig erworbenen Gewinne zu behalten), wird Europa der einzige Verteidiger der Ukraine sein.“

      By Alex Crowther, Jahara Matisek, and Phillips P. O’Brien, April 22, 2024
      Europe—but Not NATO—Should Send Troops to Ukraine
      https://www.foreignaffairs.com/ukraine/europe-not-nato-should-send-troops-ukraine

      Wenn a) die USA nicht mehr wollen, b) die ukrainische Armee am kollabieren ist, besonders wegen eklatanten Mangels an Soldaten und c) die EU die Ukraine unbedingt gegen Rußland halten will, muß sie eben selber in den Kampf ziehen. Oder die Ukraine den Russen überlassen.

      1. An dieser Stelle passt der 2.Teil des Artikels von Colin Freeman auf spectator, den sie ja oben schon verlinkt haben. Und Freeman stellt die richtigen Fragen!

        Die große Frage ist: Was würde passieren, wenn die Leichensäcke nach Hause kämen?

        Wenn es um zukünftige Wargaming-Strategien geht, wird diese für Rishi Sunak vielleicht nicht an erster Stelle stehen, wenn er heute nach Polen fliegt, um mit Donald Tusk über die Ukraine zu sprechen. Zunächst einmal spielt sie das kleine Problem herunter, dass die Stationierung westlicher Truppen östlich der polnischen Grenze den Dritten Weltkrieg auslösen könnte. Sollte Sunak jedoch im Flugzeug nach Warschau zufällig die Politikzeitschrift Foreign Affairs lesen, würde er erfahren, dass zumindest in der Welt der Thinktanks endlich das Undenkbare gedacht wird.

        In einem gestern in der Fachzeitschrift veröffentlichten Artikel mit dem Titel „Europa – aber nicht die NATO – sollte Truppen in die Ukraine schicken“ argumentieren drei einflussreiche Militärwissenschaftler, dass es jetzt „einen wachsenden Block von Ländern gibt, die offen für eine direkte europäische Intervention in den Krieg sind“. Die betreffenden Nationen haben es bisher nicht gerade so formuliert. Frankreichs Präsident Macron, der die Frage einer Intervention bereits im Februar zum ersten Mal aufgeworfen hatte, sagte lediglich, sie könne nicht „ausgeschlossen“ werden, während Polens Außenminister Radek Sikorski sie für „nicht undenkbar“ hält.

        Interventionen, so betonen die Autoren, sind nicht so apokalyptisch, wie sie klingen. Zunächst einmal würde Artikel 5 nicht ausgelöst, weil die Länder im Namen Europas und nicht im Namen der Nato handeln würden. Und anstatt direkt nach Bachmut zu fahren, um sich mit den Russen anzulegen, würde die Euro-Truppe Hunderte von Meilen entfernt bleiben – höchstwahrscheinlich westlich des Flusses Dnipro, der Wasserstraße, die die Ukraine in zwei Teile teilt.

        Damit würden sie signalisieren, dass sie nicht die Absicht haben, einen Kampf zu beginnen – nur um Städte wie Kiew zu verteidigen, sollte Russland erneut versuchen, sie einzunehmen. Ihre Anwesenheit würde jedoch eine große Anzahl ukrainischer Truppen freisetzen, die sich dem Kampf weiter östlich anschließen könnten. In der Zwischenzeit würde die Euro-Truppe die Unterstützung im Hinterland massiv verstärken, sei es bei der Ausbildung ukrainischer Truppen, der Reparatur gebrochener Panzerung oder der Bemannung von Luftabwehrbatterien gegen anfliegende russische Raketen.

        Was kann da schon schief gehen? Nicht viel, so die Autoren, die sagen, dass „das Risiko, dass der Einsatz europäischer Soldaten den Konflikt eskalieren lässt, übertrieben ist“. Tatsächlich wird ihr Vorschlag von Glen Grant, einem ehemaligen britischen Verteidigungsattaché im Baltikum und ehemaligen Berater des ukrainischen Verteidigungsministeriums, enthusiastisch unterstützt.

        „Es ist eine sehr gute Idee, und auch die westlichen Nationen würden wertvolle Lektionen daraus lernen, auch wenn es nur bei der Logistik und Wartung hilft“, sagte er mir. „Wenn die Ukraine anfängt, den Krieg zu verlieren, werden wir das sowieso tun müssen, also bringen wir es nur vor.“

        Es ist jedoch nicht ganz so einfach, wie es scheint. Simon Woodiwiss, ein ehemaliger Infanterieoffizier der britischen Armee, der mit der Internationalen Legion der Ukraine gekämpft hat und jetzt ObjectiveUkraine, eine in Kiew ansässige Sicherheitsberatungsfirma, leitet, ist ebenfalls weitgehend unterstützend. Aber er ist sich nicht so sicher, ob europäische Stiefel in der Westukraine eine große Zahl junger, fitter Ukrainer freisetzen würden, um weiter östlich zu kämpfen. „Der Durchschnitt der Jungs an der Spitze liegt bereits bei 43, und sie sind diejenigen, die kämpfen wollen – diejenigen, die jetzt weiter hinten sind, sind eher die weniger enthusiastischen“, betont er.

        Eine weitere Frage ist, ob die Nato den ukrainischen Truppen wirklich viel beibringen kann, wenn man bedenkt, wie sehr Drohnen das Schlachtfeld verändert haben und wie wenig die Nato-Taktik bei der Gegenoffensive im Sommer zu helfen schien. Wie einfach könnte die Nato auch Hinterzimmeraufgaben wie Logistik und Beschaffung übernehmen? Laut Woodiwiss funktionieren die ukrainischen militärischen Versorgungssysteme nach ihren eigenen, einzigartig chaotischen Rhythmen, die den durchschnittlichen europäischen Militärquartiermeister in Tränen ausbrechen lassen würden.

        Die große Frage ist: Was würde passieren, wenn die Leichensäcke nach Hause kämen? Truppen, die in erheblicher Zahl stationiert sind, wären ein offensichtliches Ziel für russische Raketen, und ohne Artikel 5, der sie schützt, wäre der Kreml sicherlich versucht, anzugreifen. Herr Grant sagt, dass jede beitragende europäische Regierung den möglichen Verlust von Menschenleben in Kauf nehmen müsste. Er glaubt jedoch, dass die Vorteile die Risiken überwiegen und dass Blutvergießen das Engagement Europas in einer Weise zeigen würde, wie es Waffen- oder Geldspenden niemals können.

        Politisch gesehen ist Blut viel teurer als Schätze. Für viele europäische Nationen wäre alles, was über ein paar Dutzend Todesopfer hinausgeht, in der heutigen Zeit politisches Neuland. Im Afghanistan-Feldzug des Westens zum Beispiel trugen Amerika, Großbritannien und Kanada die Hauptlast der 3.500 Opfer, während die meisten europäischen Teilnehmernationen 50 oder weniger Verluste hinnehmen mussten.

        Würde die Zahl der Toten in der Ukraine in die Hunderte, geschweige denn in die Tausende gehen, würde der Ruf nach einem Truppenabzug aus der Ukraine schnell wachsen. Alles, was es bräuchte, wäre, dass eine Nation einknickt, und Herr Putin könnte – mit einigem Recht – sagen, dass Europa doch nicht so entschlossen war, wenn es hart auf hart kam.

        1. Ich selbst habe ja nichts mit „Soldat spielen“ zu tun. Mit Recht, wie man sieht. Interessant in diesem Zusammenhang wäre es dann doch zu erfahren, wie viele „echte gehirlose deutsche Idioten in Uniform “ sich dann von einem „Verteidigungsminister“ zum Sterben in die Ukraine würden mit „Pomp und Gloria“ verabschieben lassen.

  4. Herr Röper, ich stimme ihrer Einschätzung voll zu. Ich gehe davon aus, dass Truppen aus EU-Ländern noch in diesem Jahr offiziell in die Ukraine marschieren werden. Es wird weiter Schrittweise eskaliert bis zum geht nicht mehr. Wenn die Leute in Europa dann immer noch nicht in Massen für den Frieden mit Russland auf die Straße gehen und hoffen, dass Parteien das gewaltige Problem lösen, dann haben sie ihr Schicksal verdient. Es wird immer enger mit der Zeit.

      1. Jetzt fliegen sie noch nicht und das andere Zeugs auf uns, gehen wir jetzt und kommen sie mit. Bis zur nächsten Bundestagswahl ist es zu spät, und Impfen wird auch nicht helfen.

  5. Tolstoj schwört, daß Rußland die in der Ukraine eingesetzten französischen Soldaten töten wird

    Pjotr Tolstoj, der stellvertretende Vorsitzende der Staatsduma … äußerte sich am Donnerstag in einem Interview mit dem französischen Fernsehsender BFM TV.

    „Wir werden alle französischen Soldaten töten, die auf ukrainischen Boden kommen, denn heute sind im Konflikt in der Ukraine 13.000 Söldner, darunter 360 Franzosen, im Einsatz“, sagte Tolstoj. „Einhundertsiebenundvierzig sind bereits getötet worden, also wurden 147 französische Staatsbürger in der Ukraine getötet.“
    […]
    Tolstoj erinnerte an die jüngsten nuklearen Drohungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin, der gegenüber BFM TV erklärte, Rußland erwäge die Möglichkeit eines Atomschlags gegen Paris und sei „bereit“ für einen Atomkrieg.

    Nigerian Tribune, by Rachael Omidiji, March 21, 2024
    https://tribuneonlineng.com/tolstoy-vows-russia-will-kill-french-soldiers-deployed-to-ukraine/

    Nach Tolstojs Vorstellung kommen sie alle in Holzkisten mit Trikolore zurück nach Orly, und wenn Macron anfängt zu spinnen sei Paris nur zwei Minuten entfernt. Medwedew hat ungnädigere Vorstellungen, aber ähnlich. Laut Putin „werden die Folgen für mögliche Interventionisten noch viel tragischer sein“ und „auch wir haben Waffen, die Ziele auf ihrem Territorium treffen können.“

    Die Russen werden also alle Soldaten aus der EU vernichten und drohen, auf übertriebene und unbedachte Reaktionen sehr hart zu reagieren, so daß sie besser zu unterlassen sind.

  6. „Nun, es sind ziemlich zerzauste Kreaturen, die die ganze Welt für dumm halten! All diese mikrogenitalen NATO-Organe sind verpflichtet, den Befehlen der AFU zu folgen und niemandem sonst! Sonst werden sie nicht einmal in ein so schäbiges, sterbendes Land wie die „Ukraine“ gelassen.

    Sie werden also Teil der regulären Streitkräfte sein, die sich mit uns im Krieg befinden. Daher können sie nur als Feinde behandelt werden. Und nicht nur als Feinde, sondern als Eliteeinheiten, als Bestrafer wie Hitlers SS.

    Und für diese hinterhältigen Nissen, anders als für einige der unglücklichen Ukrainer, die in den Krieg zwangsverpflichtet wurden, kann es nur eine Regel geben. Nehmt sie nicht gefangen! Und für jeden getöteten, in die Luft gejagten oder verbrannten NATO-Soldaten sollte die maximale Prämie gezahlt werden. Und Leichen sollten nicht an sie zurückgegeben werden. Laßt ihre Angehörigen in einem fremden Land leiden.“

    — Dmitri Medwedew, 4. Apr. 2024
    https://vk.com/wall53083705_54883

        1. Für Medwedew und den Kreml steht dahinter:

          Die EU-Länder schleichen sich immer weiter in den Krieg. Wenn sie in 404 erst richtig eingenistet sind, und die Russen rücken weiter vor, wird die Gefahr ernsthafter Zusammenstöße mit unkontrollierbarer Eskalation sehr groß. Außerdem könnten sie ggf. nach einer Kapitulation Kiews diese nicht akzeptieren, eine Gegenregierung in Lwow gründen und einen Teil der Ukraine unter Besatzung nehmen.

          Es ist also ungefährlicher, die EU-Truppen sofort im Ansatz unter Feuer zu nehmen. Dann werden die Soldaten unwillig, zu gefährlich, und die Regierungen haben ein Problem, wenn zu viele Särge zurückkommen.

          Für den Fall unbedachter Reaktionen aus der EU, wenn ihre Soldaten getötet werden, die Drohungen mit scharfen Schlägen direkt in die EU. Es ist Theaterdonner: Ziel der Russen ist nicht, es zu tun, sondern eine Lage weiträumig zu umfahren, in der sie es tun müßten.

  7. Gibt es schon begeistertes Zustimmungsgeheule von Grüngelb?

    Das könnte denen so passen : Russland und die EU erledigen sich gegenseitig, und die Okkupanten der USA können endlich die Restwelt beherrschen. Ein feuchter Traum.

    Bärbock und Macheten-Anton finden diese Ideen sicher charmant – sind sie doch in der künftig angestrebten Sklavengesellschaft so wertlos und nicht handelbar wie auch heute schon.

    Was im Übrigen für alle anderen unserer verwahrlosten Kriegstreiber auch gilt.

    Ich wiederhole : Ein Feind der „USA“ zu sein ist gefährlich – ihr Freund zu sein endet mit einem Messer im Rücken.

  8. Na, so sind sie die Russen. Genau das, was ich an ihnen so liebe. Mitten im Weltchaos machen sie ihre Stadt sauber. Erinnert an 2017 in Donezk. Mitten im Krieg waren wir mit 6 Leuten auf den Strassen unterwegs. Um uns herum ein Gewusel von Menschen in den Parks welche die Blumenbeete bearbeiteten. Eine ganze Armada von Strassenkehrmaschinen sausten durch die Stadt. Man wußte gar nicht, was man zuerst fotografieren sollte.

    Und dann…rumms…. Mir ist fast der Fotoapperad aus der Hand gefallen….. Gar nicht so weit gabs einen Einschlag. ( Gefühlt 100 m weg) Und die Leute, die hoben nicht mal den Kopf.

    https://dnr-news.ru/society/2024/04/27/699238.html

    SAUBERKEITS-MARATHON!. Heute, am 27. April, nahmen Mitarbeiter der Verwaltung des Bezirks Ordschonikidse und der Hauptversammlung des städtischen Einheitsunternehmens „Mariupolzhilcomplex“ zusammen mit den Bewohnern an einem groß angelegten Allrussischen Aufräumtag teil, der mit Unterstützung des Bauministeriums der Russischen Föderation durchgeführt wurde

  9. Russland ist sich der Gefahr sehr wohl bewusst und auch dies erklärt die derzeitige langsame Kriegsführung. Solange die russische Armee weit weg von Charkow und Odessa ist, überlegt der Westen noch, ob er nun militärisch interveniert oder lieber doch nicht. Also lieber schon an der jetzigen Kontaktlinie soviel ukrainisches Militär wie möglich kaputt hauen, das stört dann nicht mehr, wenn man tatsächlich vor Odessa steht und der Westen sich zum militärischen Eingreifen entschließt 😉

  10. Das Problem ist, dass es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit genau so kommen wird, wie die US-Kriegsverbrecher es sich wünschen.

    Frankreich, Polen und sogar das ehemals neutrale Finnland haben schon angekündigt, dass sie sich zumindest vorstellen können, Truppen zu schicken. Und in Deutschland sieht die Situation so aus, dass Scholz noch etwas abbremst, aber bei den aktuellen Mehrheitsverhältnissen einfach ersetzt werden kann (Grün*innen und/oder FDP steigen aus der Koalition aus, bilden stattdessen eine Jamaika-Koalition, und schon werden die Entscheidungen von Kiesewetter getroffen – Baerbock und Strack-Zimmermann sind das garantiert schon am vorbereiten). Und Deutschland kontrolliert Brüssel – spätestens zu diesem Zeitpunkt steigt auch der Rest der EU ein (und wenn sich Ungarn und/oder die Slowakei quer stellen, kommt die Farbrevolution – Maygar wurde ja schon in Stellung gebracht, um aus der eigenen Partei gegen Orban zu putschen).

    Russland wird – wie von den US-Terroristen angenommen – versuchen, nicht weiter zu eskalieren und kein europäisches Land angreifen (sogar wenn es eine Garantie gibt, dass die US-Kriegstreiber sich nicht direkt einmischen, haben auch Frankreich und UK Atombomben, die genug Schaden anrichten können). Maximal werden, wie auch heute schon, die EU-Truppen in der Ukraine beschossen. Das ist für die Kriegstreiber kein Problem, sie können das propagandistisch nutzen („die bösen Russen haben unsere armen friedlichen pazifistischen unbewaffneten Soldaten unprovoziert ermordet! Wenn wir sie nicht in der Ukraine aufhalten, kommen sie hierhin und ermorden auch noch unsere Zivilist*innen(m/w/D)!“)

    Im ersten Schritt wird das überhaupt nichts ändern, ausser, dass es Russland verlangsamt (durch die zusätzlichen Soldaten auf der Gegenseite). Wenn der letzte wehrfähige Ukraine dann trotzdem gefallen ist, wird es für die EU-Kriegstreiber einfach, die EU-Soldaten an die Front zu schicken (im Land sind sie ja schon, und jetzt verteidigen sie sich ja nur an der Front dagegen, dass die bösen Russen die „friedlichen“ Soldaten im Hinterland angreifen). Dann ist es nicht mehr weit, bis das Endziel der US-Kriegstreiber erreicht ist (und falls es immer noch so aussieht, als ob Russland gewinnen würde, schalten sich die US-Kriegsverbrecher doch noch direkt ein, sobald die EU Russland stark genug geschwächt hat – genau wie am Ende der anderen 2 Weltkriege).

    Leider sehe ich kaum eine Möglichkeit, das zu verhindern:
    Wenn Russland kurz davor steht, zu gewinnen, schickt die EU Soldaten, um das zu verhindern.
    Wenn Russland – warum auch immer – kurz davor steht, zu verlieren, schickt die EU Soldaten, um behaupten zu können, dass das ganz alleine der Verdienst der tollen EU ist.
    Wenn es eine Pattsituation gibt, schickt die EU Soldaten, um sie zugunsten der Ukraine aufzulösen.
    Wenn es Friedensverhandlungen gibt (z.B. Ukraine setzt Selenskyj ab und sein Nachfolger verhandelt ohne Genehmigung der US/EU/UK-Faschisten), schickt die EU Soldaten, um bessere Bedingungen zu schaffen.

  11. Der Deep State des US-Imperiums führt in der Ukraine ein Krieg gegen Putins Russland um Russland zu zerlegen und der regelbasierten Weltordnung (US-Hegomonie) zu unterwerfen.
    Der Krieg wird mit den US-Vasallen (Atlantikern) und Ukrainern geführt, militärisch und wirtschaftlich. An erster Stelle wird der militärisch industrielle Komplex mit Krieg und Aufrüstung beglückt. Wirtschaftlich ist die EU, insbesondere Deutschland, von Russland getrennt. Mit den Sanktionen und Unterstützung Ukraine zusammen ist die EU wirtschaftlich schwer angeschlagen und die Zukunft sieht bitter aus. Auf dem Schlachtfeld bluten die Ukrainer aus, die derzeit von Söldner und inoffizielen NATO-Soldaten unterstüzt werden. Da die USA wegen der Gefahr des Nuklearkrieges und Eigennutz nicht auf das Schlachtfeld gehen werden, müssen jetzt einzelne EU-Staaten auf das Schlachtfeld, um den Krieg weiter am kochen zu halten. Russland wird die Ukrainer und die EU-Staaten besiegen, aber der Krieg wird in die Länge gezogen mit noch mehr Blut auf beiden Seiten. Das ist die Strategie des
    US-Imperiums, Russland zu zermürben und Putin politisch zu destabiliesieren. Putin ist dem Deep State ein Dorn im Auge, er ist nicht lobbysierbar, hat eine der stärksten Militärmächte im Rücken sowie ein überwältigende Mehrheit des russischen Volkes auf seiner Seite. Er ist der einzige Politiker auf der Welt, der solche Eigenschaften vereint, und er steht der regelbasierten Weltherrschaft der USA im Weg. Wenn nach der konventionellen Auseinandersetzung zwischen europäischen Staaten und Russland eine nukleare Auseinandersetzung (Frankreich,England) wird, wird es nicht auf Europa beschränkt bleiben. Die Strategen der USA, die denken man könne mit Russland einen nuklearen Nichtangriffspakt aushandeln, werden enttäuscht sein. Dann kommt noch hinzu, wenn die Russen angegriffen werden, greifen sie auch die Ursprungsländer an und dann Nato-Beistandspakt. Wenn den die Amis ablehnen, ist es vorbei mit der Nato. Also denke ich, schrittweise Eskalation wie bisher, erstmal nur Bodentruppen zur Deckung der Westukraine, damit Zek seine letzten Reserven an der Ostfront verheizen kann. Dann werden die Europäer verheizt, in der Hoffnung, dass Putin irgendwann fällt. Eine Strategie, bei der wir am Ende alle verheizt sind. Deswegen hat Trump und Reps die Blockadehaltung wegen dem Ukrainehilfspaket aufgegeben, überzeugt von Johnson und anderen.

  12. Es ist zwar schade um die kulturellen Güter, die mit verglühen werden, aber wenn die Welt die kriegslüsternden Deutschen endgültig und ein- für allemal los ist, ist auch was gewonnen. Das wird der erste Pro-Aktive Feldzug und Bekämpfung deutscher Doofheit. Ich selber werde es wohl ausserhalb Deutschlands überleben.

    1. Nicht alle Deutschen sind kriegslüsternd, andere Nationen sind auch kriegslüsternd. Hier geht es nicht um die deutsche Doofheit, sondern um die Machtgeilheit der USA, wofür deutsche Doofheit eingesetzt wird. Wenn sie keinen Erstwohnsitz auf dem Mars haben, bezweifle ich, dass sie ausserhalb Deutschlands überleben.

      1. Vor dem ersten Weltkrieg hiess es in Deutschland: „Jeder Stoss ein Franzos, jeder Schuss ein Russ und schlieslich ein Knall, das ist dann Engelands Fall!“ Vor dem zweiten Weltkrieg ging es um „Lebensraum im Osten“ und nun darum, „den bösen Putin zu bestrafen !“ Wenn das keine Kriegslüsternheit ist, was dann ? Was geht Deutschland die Machtgeilheit der USA an? Was geht Deutschland der Krieg zwischen der Ukraine und Russland an? NICHTS ! Man wird keine A-Bombe auf die Apfelbaumplantagen werfen, wo ich wohne. Ich werde mir Medikamente zur Abwehr des radioaktiven Fall-Outs beschaffen und das war es.

        1. Und schon wieder ein El loco, hier im Forum ist ein ganzes Nest.
          Wieviel Medikamente haben sie denn, dauert ein bißchen mit der Strahlung.
          Ihre Äpfel werden ne weile ungenießbar werden sowie Bürgergeld und Rente gibts auch nicht mehr. Selbst wenn sie zunächst überleben würden, sie werden sich wünschen tot zu sein. Wollen wir nicht erst einmal versuchen, unsere Politiker zum Frieden mit Russland zu zwingen, statt unter Apfelbaum alles zu verkriegslüstern.

  13. Für derlei Propagandisten gilt: geht zuerst an die Front, vorher ist Eure Schmiererei nur feige Propaganda.
    Alle Kriegstreiber an die gefährlichsten Abschnitte der Front, im Austausch mit ukrainischen Soldaten. Dann können sie beweisen, ob sie überhaupt zu irgendwas taugen. Aber wahrscheinlich werden die allesamt soviel Schiss haben, dass sie schon weit vor der Front desertieren.

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