Vorweg sei gesagt, dass ich Wladimir Sergijenko, um den es hier gehen wird, persönlich kenne. Sergijenko ist ein Aktivist und Journalist, der die russische, ukrainische und die deutsche Staatsbürgerschaft hat und – wie man so schön sagt – „pro-russisch“ ist, weil er die Maidan-Regierungen und ihre Politik heftig kritisiert. Ich habe ihn einige Male getroffen, als ich in politischen Talkshows des russischen Fernsehens war, wo auch er zu Gast war, und wir haben uns zwei oder drei Mal zum Kaffee getroffen, um uns auszutauschen. Wir haben auch mal kurz über ein mögliches gemeinsames Video-Projekt gesprochen, das auf Deutsch und Russisch hätte veröffentlicht werden sollen, aber über das Stadium einer Idee ist das nie hinausgekommen.

Ich kann also nicht behaupten, dass ich Wladimir Sergijenko gut kenne, aber aus Gründen der Transparenz weise ich darauf hin, dass ich ihn flüchtig kennengelernt und einige Male gesprochen habe.

Wladimir Sergijenko setzt sich für die deutsch-russische Freundschaft ein und daher hat er Kontakte zu Abgeordneten der AfD, weil das derzeit die einzige Partei in Deutschland ist, die für eine andere Russland-Politik eintritt, als die von mir sogenannten Blockparteien CDU/CSU, SPD, FDP und Grüne. Aber sein Einsatz für die eine deutsch-russische Freundschaft und für gute Beziehungen zwischen Deutschland und Russland, sowie sein Einsatz für eine friedliche Lösung des Ukraine-Konfliktes sind den Blockparteien und den deutschen Medien ein Dorn im Auge, weshalb sie nun eine Kampagne gegen ihn gestartet haben.

Mich überrascht das übrigens keineswegs, denn die Tatsache, dass er regelmäßig nach Deutschland reist und dort – auch bei Bundestagsabgeordneten – für eine Verständigung zwischen Deutschland und Russland eintritt, musste im heutigen Deutschland zwangsläufig zu Repressionen durch den deutschen Staat und „seine“ Medien führen.

Der Spiegel als Instrument der Geheimdienste

Der Spiegel brüstet sich immer wieder mit „Recherchen“, die er angeblich mit seinen Partnern durchgeführt hat. Bei diesen Partnern handelt es sich nachweislich um Organisationen, die von westlichen Geheimdiensten nicht nur finanziell unterstützt, sondern auch gesteuert werden. Daher können der Spiegel und seine „Recherchepartner“ immer wieder Informationen präsentieren, die sie nur von westlichen Geheimdiensten haben können. Dafür will ich nur einige Beispiele nennen, eine vollständige Liste würde den Rahmen sprengen.

2019 hat der Spiegel zum Beispiel das gewollte Narrativ der Legende um die angebliche Vergiftung der Skripals durch russische Agenten bestätigt. In seinem Artikel darüber schrieb der Spiegel unter anderem:

„Die Rechercheure haben vor allem Flugpassagierdaten, Passdaten und Wohnadressen ausgewertet, manche sind mehr oder weniger frei zugänglich, andere wurden ihnen zugespielt.“

Von diesen Daten ist auch in Russland kaum etwas „frei zugänglich“, weshalb sich die Frage stellt, wer den „Rechercheuren“ die Daten wohl „zugespielt“ haben könnte. Eventuell westliche Geheimdienste? Eventuell mit dem Ziel, die gewollte Version der Skripal-Geschichte zu untermauern?

Mitten in dem Spiegel-Artikel fand sich auch folgender Absatz zur Finanzierung von „The Insider“, dem „Recherchepartner“ des Spiegel, auf den wir noch einige Male treffen werden, dem die Daten damals angeblich „zugespielt“ wurden:

„Er brauche etwa zehntausend Dollar im Monat, um die Arbeit zu finanzieren, sagt Dobrochotow. Er setzt auf Spenden und ausländische Stipendien. Gern würde er die Webseite vollständig über Crowdfunding finanzieren, also durch Hunderte Kleinspenden.“

Was könnte er wohl mit den „ausländischen Stipendien“ meinen, mit denen er sich finanziert? Ob das eventuell Zuwendungen westlicher Geheimdienste sind, damit er deren (Des-)Informationen als seine eigenen „Recherchen“ bezeichnet?

Auch beim Tiergarten-Mord hat der Spiegel Informationen der Geheimdienste als „Recherchen“ von sich und seinen „Recherchepartnern“ (dieses Mal waren das Bellingcat, das Londoner Dossier Center von Chodorkowski und wieder The Insider) ausgegeben, denn damals hat sich der Spiegel auf Daten berufen, die angeblich bei der Auswertung des Mobiltelefons des mutmaßlichen Täters gesichert wurden. Auch auf eine „Auswertung von Funkzellendaten“ aus Moskau konnte der Spiegel angeblich vorweisen.

Woher hatte der Spiegel die Informationen darüber? Eventuell von westlichen Geheimdiensten? Eventuell mit dem Ziel, die gewollte Version der russischen Täterschaft zu untermauern?

Auch beim Fall einer Explosion in einem Munitionslager im Jahr 2014, die 2021 plötzlich wieder Thema in den Medien wurde, hat der Spiegel Geheimdienstinformationen zugespielt bekommen. Nachdem die tschechischen Behörden sieben Jahre lang nicht in der Lage waren, die Explosion aufzuklären, wurde sie 2021 als Baustein für die anti-russische Propaganda genutzt. Und wieder waren es die Super-Rechercheure von Spiegel, Bellingcat und The Insider, die plötzlich aus der Analyse von „Flugbuchungen, Passagierlisten und Telekommunikationsdaten“ melden konnten, dass Russland angeblich hinter der Explosion steckte.

Woher hatte der Spiegel die Informationen? Eventuell von westlichen Geheimdiensten? Eventuell mit dem Ziel, die gewollte Version der russischen Täterschaft zu untermauern?

Das waren wie gesagt nur einige willkürliche Beispiele, die belegen, dass der Spiegel Informationen, die ihm und seinen Partnern von westlichen Geheimdiensten zugespielt werden, als eigene „Recherchen“ verkauft.

Es sei daran erinnert, dass eine der Kernaufgaben von Geheimdiensten die Desinformation ist. Schon aus diesem Grund ist es journalistisch unseriös, seine „Berichterstattung“ oder seine „Recherchen“ auf Informationen von Geheimdiensten zu stützen, solange man sie nicht unabhängig überprüfen kann. Man kann natürlich darüber berichten, wenn man diese Informationen bekommen hat, muss seine Leser dabei aber darauf hinweisen, dass die Informationen mir Vorsicht zu genießen sind, weil es sich auch um vom Geheimdienst bewusst gestreute Desinformation zur Unterstützung bestimmter (politischer) Ziele handeln kann.

Der „Fall Sergijenko“

Am 4. August präsentierte der Spiegel unter der Überschrift „Kremlfreund im Bundestag – Geheime Nachrichten dokumentieren Moskaukontakte von AfD-Mitarbeiter“ eine weitere „Recherche“. Der Artikel beginnt damit, dass Sergijenko sich in Moskau mit jemandem zum Kaffee trifft. Um das spektakulär erscheinen zu lassen, benutzt der Spiegel für Sergijenkos Gesprächspartner Formulierungen wie „ominöse Person“ oder „Kontakt“.

Dabei zitiert der Spiegel allerdings aus Chats eines Messengers und natürlich stellt sich sofort die Frage, wie der Spiegel an die Chatnachrichten gekommen sein könnte. Sie ahnen es schon? Richtig, der Spiegel schreibt:

„Der auf Russisch verfasste Austausch gehört zu einem Datensatz, der E-Mails, Dokumente und Nachrichten Sergijenkos umfasst. Er wurde dem SPIEGEL und dem Investigativmedium »The Insider« zugespielt.“

Woher hat The Insider die Informationen bekommen? Eventuell von westlichen Geheimdiensten? Eventuell mit dem Ziel, die gewollte anti-russische Geschichte über Sergijenko zu untermauern?

Was der Spiegel in dramatischen Worten beschreibt, ist in Wahrheit keine Sensation. Sergijenkos Kontakte in den Bundestag waren nie geheim – laut Spiegel ist er ein Mitarbeiter eines AfD-Abgeordneten und hat einen „Hausausweis, der ihm Zugang zum Parlament verschafft“ – und auch, dass die AfD eine Klage gegen deutsche Waffenlieferungen an Kiew eingereicht hat, ist kein Geheimnis. Dass Sergijenko sich gegen die deutschen Waffenlieferungen und für einen Frieden in der Ukraine stark macht, ist ebenfalls kein Geheimnis. Sollte es dabei zwischen der AfD und Sergijenko Überschneidungen geben, wäre auch das nicht überraschend.

Offenbar ist der „Fall Sergijenko“ ziemlich banal, aber der Spiegel stellt ihn als Skandal dar, indem er aus Chatnachrichten zitiert, in denen es um ein Treffen bei einer Tasse Kaffee geht. Dass Sergijenko in Chats auch darüber spricht, wie seine Bemühungen vorangehen, ist ebenfalls wenig überraschend.

Alte Fakes neu aufgekocht

Um die Sache noch dramatischer wirken zu lassen, holt der Spiegel eine alte Lüge (heute würde man sagen Fakenews) aus dem Archiv und schreibt:

„Der Vorgang weckt Erinnerungen an einen anderen Fall: Schon vor Jahren fiel der junge AfD-Politiker Markus Frohnmaier durch besondere Nähe zu Wladimir Putins Russland auf. Der SPIEGEL, das ZDF und die BBC berichteten über Dokumente aus dem Moskauer Machtapparat , wonach die Russen im Wahljahr 2017 große Hoffnungen in ihn setzten: »Er wird ein unter absoluter Kontrolle stehender Abgeordneter im Bundestag sein«, hieß es da.“

Das klingt dramatisch, allerdings war die Frohnmaier-Geschichte frei erfunden. Die Grundlage der Geschichte, die der Spiegel 2019 in einer Titelstory als „Putins Puppen“ bezeichnete, war eine einzige Email, die der Spiegel dieses Mal vom Dossier Center von Chodorkowski bekommen hatte und die sich schnell als Fälschung herausstellte. Das ZDF, das in Frontal 21 über den Skandal berichten wollte, musste seinen Beitrag kurzfristig verändern, nachdem ich aufgezeigt hatte, dass die ganze Geschichte eine Fälschung war. Die Details dieser unterhaltsamen Episode der „Qualitätsmedien“ Spiegel und ZDF finden Sie hier.

Eine politische Kampagne

Ich bin bekanntlich kein Unterstützer der AfD und mir geht es nicht darum, die Partei zu verteidigen. Aber dem Spiegel und anderen deutschen Medien geht es darum, Kampagnen gegen die AfD zu fahren, vor allem, seit sie aufgrund der irrsinnigen Politik der Bundesregierung in Umfragen einen Rekord nach dem anderen bricht, unter anderem, weil sie für eine vernünftige Russland-Politik eintritt. Das liegt nicht daran, dass die AfD aus Moskau gesteuert wird, sondern schlicht daran, dass eine pragmatische Russland-Politik im Interesse des Friedens und im Interesse der deutschen Wirtschaft ist, was aufgrund der Folgen der Russland-Politik der Bundesregierung immer mehr Deutsche schmerzhaft in ihrem Geldbeutel spüren.

Daher spielt der Spiegel den „Fall Sergijenko“ hoch und in seinem Artikel darüber dürfen daher auch ständige Wiederholungen von Worten wie „rechtsextrem“ nicht fehlen. Frieden zu fordern, so lernen wir heute im Spiegel, ist demnach „rechtsextrem“:

„Bei Elsässers Kongress »Frieden mit Russland« im Herbst soll Sergijenko als einer der Hauptredner auftreten. »Keine Sanktionen, keine Waffen, keine Nato-Truppen« lautet der Untertitel der Konferenz. Gut möglich, dass Sergijenko künftig für das rechtsextreme Blatt auch mal aus Moskau berichtet“

Der Spiegel schildert dann auch ganz viele angeblich dubiose Kontakte, die Sergijenko in Deutschland und in Moskau laut „Spiegel-Recherchen“ angeblich haben soll. Unter anderem nennt der Spiegel dabei Varda (eine Organisation, die Russen in Deutschland unterstützt, wenn sie wegen der anti-russischen Propaganda juristische Hilfe brauchen), die russische „Stiftung für die Unterstützung und den Schutz der Rechte von im Ausland lebenden Landsleuten“ und Leute wie Margarita Simonjan, Chefredakteurin des Senders RT, und Wladimir Solowjow, den der Spiegel als „Moderator der übelsten Hetzshow im russischen Staatsfernsehen“ bezeichnet.

Als Journalist erfahre ich manchmal Dinge, die gut zu wissen sind, über die ich aber nicht öffentlich berichten kann. Nur so viel: Diese Aufzählung zeigt, dass der Spiegel das Recherchieren nochmal üben sollte, denn offensichtlich kann er nur die Informationen zitieren, die ihm die Geheimdienste zuschieben, seine eigenen Recherchen sind ziemlich unbrauchbar.

Was für den Spiegel „Agenten“ sind

Weiter schreibt der Spiegel:

„Auch zu zahlreichen Abgeordneten der russischen Duma unterhält er offenbar Kontakte, etwa zu Maria Butina, die in den USA als Agentin Moskaus verurteilt und später nach Russland abgeschoben wurde, wo sie eine Politkarriere startete.“

Es ist faszinierend, wie geschickt der Spiegel desinformiert, ohne offen lügen zu müssen. Indem der Spiegel Maria Butina als „Agentin Moskaus“ bezeichnet, suggeriert er dem Leser, es handele bei ihr um eine russische Spionin. Das stimmt aber nicht, Butina wurde in den USA aus einem anderen Grund verurteilt, über den Spiegel jedoch lieber nicht berichtet.

Die westlichen Medien schimpfen immer, weil Russland 2012 ein Gesetz über ausländische Agenten erlassen hat, in dem in Russland politisch aktive Menschen und Organisationen, die sich ihre politische Tätigkeit aus dem Ausland bezahlen lassen, unter anderem dazu verpflichtet werden, ihre Finanzen aufzudecken und sich als „ausländische Agenten“ zu registrieren. Was die westlichen Medien dabei verschweigen, ist, dass das Gesetz keine russische Erfindung war, sondern dass Russland das Gesetz in den USA „abgeschrieben“ hat.

In den USA gibt es bereits seit 1938 das FARA-Gesetz (Foreign Agents Registration Act). Es soll ausländische Einmischungen in die Politik der USA verhindern. Nach dem Gesetz drohen jedem, der in den USA mit ausländischer Finanzierung politisch tätig wird und sich nicht als „ausländischer Agent“ registriert, Geld und/oder Gefängnisstrafen. Außerdem müssen „ausländische Agenten“ ihre Veröffentlichungen als vom „ausländischen Agenten“ stammend kennzeichnen.

Das FARA-Gesetz wird in den USA sehr restriktiv angewendet. Die damalige russische Studentin Maria Butina wurde in den USA 2018 aufgrund dieses Gesetze zu 18 Monaten Haft verurteilt. Ihr Vergehen bestand darin, als Waffennärrin Kontakte zur US-Waffenlobby geknüpft zu haben. Dass sie mit einigen US-Waffenlobbyisten gesprochen hat, reichte schon aus, um zu über einem Jahr Gefängnis verurteilt zu werden.

Aber das weiß der Spiegel-Leser ja nicht, weshalb der Spiegel Butina als „Agentin Moskaus“ bezeichnen und seinen Lesern damit einen vollkommen falschen Eindruck vermitteln kann.

Dem Spiegel ist für seine Propaganda-Kampagne gegen alle, die sich für Frieden in der Ukraine und bessere Beziehungen zu Russland einsetzen, eben nichts zu schade.

Und noch mehr Informationen von den Geheimdiensten

Weiter schreibt der Spiegel:

„Wie eng die Verbindungen von Wladimir Sergijenko nach Russland sind, zeigen auch Daten aus dem russischen Ein- und Ausreiseregister. Demnach reiste er in den vergangenen drei Jahren rund zwei Dutzend Mal nach Russland. Auch am Tag vor dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine flog er nach Moskau. Seitdem besuchte er das Land mindestens 17 Mal, meist über die Türkei. (…) Bei seinen Reisen nach Moskau nutzt Sergijenko nun oft seinen russischen Pass mit der Nummer 7x-7509xxx, ausgestellt drei Monate nach Kriegsbeginn (…) Mit seinem russischen Pass reiste Sergijenko auch im Frühjahr nach Moskau, vor den Treffen mit der ominösen Kontaktperson, die seinen Fall nun so brisant macht.“

Und so weiter und so fort.

Woher hat der Spiegel all diese Informationen? Eventuell von westlichen Geheimdiensten? Eventuell mit dem Ziel, die gewollte anti-russische Geschichte über Sergijenko zu untermauern?

Dafür, dass der Spiegel die Informationen tatsächlich von westlichen Geheimdiensten hat, was er seinen Lesern aber verschweigt, gibt es in dem Spiegel-Artikel sogar einen Hinweis:

„Westliche Geheimdienste vermuten, dass es sich um einen russischen Spion handeln könnte, der Sergijenko anleite. Dafür sprechen auch Telefonverbindungsdaten aus einer russischen Datenbank. Demnach benutzt der Kontakt offenbar ein Handy, das er fast nur für Gespräche mit Sergijenko einsetzt. Registriert ist es wohl auf einen Strohmann“

Damit ist die Frage, woher der Spiegel immer seine Informationen bekommt, wohl geklärt.

9.000 Euro als Gefahr für die deutsche Politik?

Eine weitere Sache, die dem Spiegel wichtig ist, ist folgende:

„Als Sergijenko im April von einem Russlandtrip zurückkehrte, kontrollierte ihn der Zoll und entdeckte 9000 Euro in bar. Im Juni soll Sergijenko erneut bei der Rückreise an der Grenze in eine Kontrolle geraten sein – abermals mit 9000 Euro im Gepäck.“

9.000 Euro sind kaum eine Summe, mit der sich in Deutschland die Politik beeinflussen lässt. Wozu hatte Sergijenko also das Geld dabei?

Die Antwort ist furchtbar banal: Seit den westlichen Sanktionen gegen Russland funktionieren Überweisungen aus Russland nach Deutschland und russische Kreditkarten in Deutschland nicht mehr und von irgendwas muss Sergijenko während seiner Aufenthalte in Deutschland ja leben, Miete oder Hotel bezahlen, und so weiter. Wer in diesen Tagen – und sei es als Tourist – aus Russland nach Europa oder aus Europa nach Russland reist, hat zwangsläufig einige tausend Euro in bar dabei.

Das erwähnt der Spiegel jedoch nicht, stattdessen schreibt er:

„War das Geld für eine russische Einflussoperation in Deutschland vorgesehen? Handelte es sich bei dem geschilderten Vorhaben tatsächlich um jene Klage, welche die AfD-Fraktion im Juli bei einer Pressekonferenz im Bundestag vorstellte?“

Ein Stückchen Wahrheit am Ende des Spiegel-Artikels

Erst am Ende des Spiegel-Artikels kann man erfahren, dass die Geschichte um die Klage der AfD gegen die Waffenlieferungen harmlos ist. Da der Spiegel-Leser nach der Lektüre des langen Artikels jedoch so sehr in der vorgeblichen Agentengeschichte gefangen ist, dürfte er es überlesen. Ulrich Vosgerau, der Anwalt, der die AfD-Klage eingereicht hat, wird vom Spiegel wie folgt zitiert:

„Sergijenko kenne er nicht, mit Russland oder Putin habe er »rein gar nichts am Hut«. Mit der Organklage könnten die Waffenlieferungen auch nicht verzögert werden, es werde höchstens irgendwann festgestellt, dass die Rechte des Bundestags verletzt worden seien.“

Wie sich zeigt, hat der Spiegel mit seinen „Recherchen“ einen angeblichen „Skandal“ aufgedeckt, bei dem es um eine Klage geht, die an den Waffenlieferungen rein gar nichts ändern kann. Und dafür, diesen Eindruck erweckt der Spiegel, hat Moskau eine Geheimdienstoperation in Gang gesetzt, in der Sergijenko eine Art russischer 007 ist?

Aber dass das alles ziemlich banal ist und dass Sergijenkos (angebliche) Bemühungen keinerlei Einfluss auf die deutschen Waffenlieferungen an Kiew haben können, hindert den Spiegel nicht daran, die Geschichte am Kochen zu halten. Genau eine Woche nach der Aufdeckung des angeblichen Skandals hat der Spiegel einen weiteren Artikel mit der Überschrift „Affäre um Kreml-nahen AfD-Mitarbeiter – »Im Bundestag nichts verloren«“ rausgehauen. Der Spiegel dürfte seine Schmierenkampagnen gegen alle, die sich für Frieden und für gute Beziehungen zwischen Deutschland und Russland einsetzen, noch lange weiterführen.

Zur Erinnerung: Im Interesse Deutschlands und der Menschen in Deutschland sind Frieden in Europa und Wohlstand in Deutschland. Beides zerstört die Bundesregierung mit ihrer Politik derzeit planmäßig, aber für den Spiegel sind die Feinde diejenigen, die sich dagegen wehren.

In wessen Interesse der Spiegel tätig ist, darf sich jeder selbst überlegen. Die deutschen Interessen sind es jedenfalls nicht.