USA wollen völkerrechtswidrige Besetzung von Teilen Syriens fortsetzen
Das Weiße Haus hat erklärt, an der völkerrechtswidrigen Besetzung von Teilen Syriens festhalten zu wollen. Im Klartext bedeutet das, dass die USA den syrischen Staat weiterhin ausplündern wollen.
Das Thema spielt in den Medien keine Rolle, aber die USA halten – vollkommen völkerrechtswidrig – einen Teil des Nordostens Syriens besetzt. In dem Gebiet befinden sich Ölquellen und fruchtbarer Boden und gerade die Einnahmen aus dem Ölverkauf könnte der syrische Staat dringend brauchen, um sein zerstörtes Land wieder aufzubauen.
Ende 2019 haben die USA die syrischen Ölfelder besetzt, offiziell, damit sie nicht in die Hände des IS fallen. Das war (und ist bis heute) jedoch ein verlogener Vorwand, denn den IS hatte Russland zu dem Zeitpunkt in Syrien bereits besiegt. Den USA ging es einzig und allein darum, das Öl unter ihre Kontrolle zu bekommen und es der syrischen Regierung zu entziehen.
Seitdem wird das syrische Öl unter Aufsicht einer extra dafür dorthin entsandten US-Militärstreitmacht mit LKWs in den Irak gefahren und dort verkauft. Wer von den Erlösen profitiert, ob sich US-Geheimdienste damit womöglich schwarze Kassen anlegen, die keiner – nicht einmal einer pseudodemokratischen – Kontrolle unterliegen, weiß kein Mensch. Und die westlichen „Qualitätsmedien“ kommen auch nicht auf die Idee, diese Frage mal bei einer Pressekonferenz des Pentagon zu stellen.
Diese Praxis, dass die USA vollkommen völkerrechtswidrig ein Land, in diesem Falle Syrien, ausrauben, läuft inzwischen seit über drei Jahren. Internationale Nachrichtenagenturen berichten auch regelmäßig darüber, wenn mal wieder ein Konvoi mit LKWs, die voll mit Raubgütern sind, unter Aufsicht der US-Armee in den Irak fährt. Die deutschen „Qualitätsmedien“ können sich also nicht darauf berufen, sie wüssten davon nichts Mehr Details finden Sie hier.
Nun hat das Weiße Haus mitgeteilt, die völkerrechtliche Besetzung von Teilen Syriens fortsetzen zu wollen, auch wenn erwartet wird, dass die US-Truppen angegriffen und gewaltsam aus Syrien vertrieben werden sollen. Darüber hat die russische Nachrichtenagentur TASS berichtet und ich habe die TASS-Meldung übersetzt.
Beginn der Übersetzung:
Das Weiße Haus erklärt Absicht der USA, Truppen in Syrien zu behalten
Laut John Kirby, Koordinator für strategische Kommunikation beim Nationalen Sicherheitsrat, sind die US-Truppen in der Republik, um die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ zu bekämpfen
Die USA beabsichtigen, ihre militärische Präsenz in Syrien zu behalten und sind bereit, sie zu schützen. Das gab John Kirby, Koordinator für strategische Kommunikation im Nationalen Sicherheitsrat (NSC) des Weißen Hauses, während einer regelukären Online-Pressekonferenz für Journalisten bekannt.
Seiner Ansicht nach sind die US-Truppen in Syrien, um die Terrorgruppe Islamischer Staat zu bekämpfen. „Diese Mission bleibt relevant. Und solange diese Mission relevant bleibt, wird unser Oberbefehlshaber den Fokus unserer Aufmerksamkeit, den Fokus unserer Truppen auf die Bekämpfung dieser Gruppe (des IS – Anm. TASS) richten“, sagte Kirby.
„Ich kann nicht sagen, was <…> andere Akteure in der Region über diese Präsenz denken, was sie möglicherweise zu tun versuchen können. Wir werden uns weiterhin darauf konzentrieren. Und dazu gehört übrigens auch, dass wir dafür sorgen, dass unsere Leute angemessen geschützt werden, ob sie nun im Irak oder in Syrien oder sonst wo auf der Welt sind“, sagte der Sprecher des Weißen Hauses. Er erinnerte daran, dass in der jüngeren Vergangenheit die US-Streitkräfte in Syrien und im Irak „angegriffen wurden“. „Und wir haben darauf reagiert. In einigen Fällen sehr schnell und sehr, sehr effektiv. Wir werden das auch weiterhin tun“, betonte der NSC-Beamte.
Geheimdienst- und Zeitungsmeldungen
Die Washington Post behauptete am Donnerstag unter Berufung auf Geheimdienstquellen und geheime Pentagon-Dokumente, die im Internet aufgetaucht sind, dass die Gegner der USA in Syrien, insbesondere Russland und Iran, eine Strategie entwickeln, um die US-Truppen aus der Region zu vertreiben. Diesen Berichten zufolge bewaffnet Teheran angeblich syrische Kämpfer, um US-Truppen anzugreifen. Der Iran und seine Verbündeten bilden sie angeblich im Umgang mit leistungsfähigeren Landminen aus, die speziell zur Zerstörung von US-Militärgerät entwickelt wurden. Ein ähnlicher Waffentyp wurde bereits gegen US-Truppen im Irak eingesetzt. Die Zeitung berichtet, dass ein Test eines solchen Sprengkörpers, der die Panzerung von Panzern durchdringen kann, Ende Januar in Dumair im Südwesten Syriens stattgefunden hat. Nach Angaben der Dokumente wurde ein Versuch, eine solche Waffe gegen das US-Militär einzusetzen, im Februar von kurdischen Kräften verhindert.
Wie die Zeitung zugab, gibt es in den Dokumenten keinen direkten Hinweis darauf, dass Russland an dieser Art von Planung beteiligt war. US-Geheimdienste glauben jedoch, dass Moskau eine Rolle bei den Bemühungen spielt, die US-Truppen aus Syrien zu entfernen. Den Dokumenten zufolge arbeiten die Gegner der USA an einer groß angelegten Kampagne, die auch die Organisation des Volkswiderstands und die Unterstützung spontaner Bewegungen zur Durchführung von Anschlägen auf US-Einheiten vorsieht. Der US-Version zufolge haben sich Vertreter Russlands, des Irans und Syriens bei einem Treffen im Dezember 2022 darauf geeinigt, ein Koordinierungszentrum zur Steuerung der Kampagne einzurichten.
Kirby lehnte es ab, sich direkt zu den Informationen zu äußern, da er Veröffentlichungen, die auf „durchgesickerten Dokumenten“ beruhen, nicht bewerten wolle.
Ende der Übersetzung
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