Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen Rammstein-Sänger ein
Der Spiegel hat seit Anfang Juni eine beispiellose Hetzkampagne gegen den Sänger der Band Rammstein veranstaltet. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen nun eingestellt. Wird der Spiegel sich für den entstandenen Schaden verantworten müssen?
Am 2.Juni hat der Spiegel einen Artikel mit der Überschrift „»Row Zero« bei Rammstein-Konzerten – Frauen werfen Till Lindemann Machtmissbrauch und sexuelle Übergriffe vor“ veröffentlicht, in dem er Till Lindemann, dem Sänger der Band Rammstein vorgeworfen hat, junge weibliche Fans unter Drogen gesetzt und buchstäblich vergewaltigt zu haben. Der Vorwand für die Hetzkampagne waren Posts von unbekannten Influencerinnen, die tränenreich von den angeblichen Vorfällen erzählt haben.
In den knapp drei Monaten danach hat der Spiegel sage und schreibe über 80 Artikel veröffentlicht, in denen er seine Hetzkampagne gegen die Band Rammstein fortgesetzt hat. Und das hatte Folgen: Es gab Proteste bei Rammstein-Konzerten, Boykottaufrufe, das Büro der Band wurde von Randalierern angegriffen, Werbeverträge wurden gekündigt und so weiter.
Ich habe in all den Monaten nicht darüber berichtet, obwohl es mich in den Fingern gejuckt hat. Der Grund ist, dass ich nicht verstanden habe, was der Grund für die Spiegel-Redaktion war, diese unglaubliche Hetz- und Schmutzkampagne gegen Rammstein loszutreten, in deren Verlauf im Spiegel sogar immer wieder zu lesen war, die Band sei antisemitisch, was in Deutschland bekanntlich einer schlimmsten Vorwürfe überhaupt ist.
War der Grund, dass die Band den politisch korrekten und „woken“ Zeitgeist partout ignoriert und sich nicht um die von Politik und Medien propagierten, politisch korrekten Ideale und „westlichen Werte“ schert? Oder war der Grund die Popularität von Rammstein in Russland, wo die Band – zumindest vor 2022 – jedes Jahr eine große Tournee veranstaltet hat, bei der sie in vielen russischen Städten riesige Fußballstadien gefüllt hat? Ich weiß es nicht.
Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen ein
Fakt ist, dass an den Vorwürfen des Spiegel nichts dran war. Auch der Spiegel hat über die Einstellung der Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaft berichtet, aber mit sehr zurückhaltenden Formulierungen. Der Spiegel listet die Vorwürfe in seinem Artikel noch einmal auf und schreibt dazu jedes Mal, es gebe dafür „keine Beweise“, was so klingt, als geben es zwar Hinweise darauf, dass Lindemann diese Taten begangen hat, aber es könne (leider) nicht bewiesen werden.
Bei anderen Medien klingt das anders. rbb24 schreibt zum Beispiel, es „gebe keinen hinreichenden Tatverdacht“ und es „gebe keine Anhaltspunkte“ dafür, dass Lindemann gegen den Willen der jungen Frauen sexuell aktiv geworden ist oder ihnen gar Drogen gegeben hat, um sie willenlos zu machen und sie dann zu missbrauchen. All das hat der Spiegel fast drei Monate lang immer wieder behauptet.
Und dafür gibt es nun – laut Staatsanwaltschaft – nicht nur keinen „hinreichenden Tatverdacht“, sondern nicht einmal „Anhaltspunkte“. Im Spiegel klang das anders.
Die Hetzkampagne gegen Rammstein
Dass es sich dabei um eine – von wem auch immer und warum auch immer – gesteuerte Kampagne gegen Rammstein gehandelt hat, wird daran offensichtlich, dass all die angeblichen Zeuginnen und Opfer, die sich in sozialen Netzwerken so tränenreich ausgeheult und beim Spiegel ihre schockierenden Geschichten erzählt haben, sich bei der Staatsanwaltschaft nicht einmal gemeldet haben. rbb24 schreibt dazu:
„Möglicherweise betroffene Frauen hätten sich bisher nicht bei der Staatsanwaltschaft gemeldet. Erhält die Staatsanwaltschaft Kenntnis vom Verdacht einer Straftat, muss sie ermitteln. Auch Medienberichte können dafür der Auslöser sein. Bei den Ermittlungen gegen Lindemann seien vor allem Presseberichte und anonyme Hinweise herangezogen worden.“
Im Klartext heißt das: Die vom Spiegel seinerzeit in Umlauf gebrachte Horrorgeschichte war der Grund für die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft. Bei der Staatsanwaltschaft hat sich aber keine einzige Zeugin und kein Opfer gemeldet, obwohl sie beim Spiegel so ausführlich über all das berichtet haben, was Lindemann ihnen angeblich angetan hat.
Kein Wunder: Es ist legal, sich in den Medien Geschichten auszudenken und zu lügen, aber bewusst eine Falschanzeige bei der Staatsanwaltschaft zu stellen, ist eine Straftat.
Auch die Influencerin, die die Geschichte losgetreten hat, hat sich die Geschichte offenbar ausgedacht, wie rbb24 schreibt:
„Daneben sei auch die Youtuberin Kyla Shyx vernommen worden, die auf ihrem Kanal von ihren Beobachtungen im Rahmen eines Rammstein-Konzertes berichtet hatte. Laut Staatsanwaltschaft blieben deren Schilderungen aber zu unkonkret, ein „eigenes Erleben strafrechtlich relevanter Vorfälle“ habe Shyx nicht schildern können.“
All das, was sie angeblich erlebt und wovon sie in sozialen Medien und beim Spiegel so ausführlich erzählt hat, konnte sie bei der Staatsanwalt nicht schildern. Mit anderen Worten: Sie hat ihre Aussagen bei der Staatsanwaltschaft nicht wiederholt, weil sie dann eine Falschaussage gemacht hätte.
Schadenersatz?
In Deutschland sind Verleumdung und üble Nachrede strafbar. Ich persönlich hoffe inständig, dass Rammstein nun juristisch gegen all jene vorgeht, die diese Hetz- und Schmutzkampagne losgetreten und drei Monate lang am Leben erhalten haben. Immerhin ist der Band – und Lindemann persönlich – konkreter Schaden entstanden, wenn wir uns gekündigte Werbeverträge, den Angriff auf das Büro der Band und die Boykottaufrufe gegen Rammstein-Konzerte erinnern.
Irgendjemand muss der Unsitte der westlichen Medien, Personen mit ausgedachten Geschichten zu diskreditieren, ein Ende setzen. Vielleicht hat Rammstein den Mut, das zumindest zu versuchen, auch wenn das sicherlich eine weitere Hetzkampagne von Spiegel & Co. auslösen dürfte.
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