Atomkrieg

Russische Experten sprechen sich für den Einsatz taktischer Atomwaffen aus

Letzte Woche haben Aussagen eines russischen Experten Schlagzeilen gemacht, der angeblich den Einsatz von taktischen Atomwaffen gegen europäische Länder gefordert hat. Was steckt dahinter?

Auch in Deutschland gab es Berichte darüber, dass ein einflussreicher russischer Experte den Einsatz von taktischen Atomwaffen gegen Ziele in Europa, namentlich gegen Polen, gefordert hat. Die Kontroverse, die diese Aussage in Russland ausgelöst hat, war am Sonntag das wichtigste Thema im wöchentlichen Nachrichtenrückblick des russischen Fernsehens, zumindest wenn man die Wichtigkeit in Sendezeit bemisst, denn der Beitrag darüber dauerte fast eine halbe Stunde.

Ich habe den Beitrag komplett übersetzt, um aufzuzeigen, wie die Diskussion in Russland läuft. Weil der Beitrag sehr lang ist, verzichte ich, mit einer Ausnahme, auf weitere einleitende Worte. Man muss im Hinterkopf behalten, dass die zentralen Nachrichtensendungen der Großmächte in der Vergangenheit immer wieder dazu genutzt wurden, der Gegenseite Mitteilungen zu machen, die man der anderen Seite nicht offiziell ins Gesicht sagen möchte. Dies dürfte so ein Beitrag sein, denn natürlich verfolgen die Analysten nicht nur der USA diese wöchentliche russische Sendung sehr aufmerksam. Daher empfehle ich, diese Übersetzung aufmerksam zu lesen, auch wenn sie recht lang ist.

Beginn der Übersetzung:

In dieser Woche hat das Thema des möglichen Einsatzes von Atomwaffen für den Fall, dass unser Konflikt mit der NATO ein kritisches Niveau erreicht, eine neue Dringlichkeit erhalten. Das schien sogar Präsident Biden zu spüren. In Kalifornien brachte er es in seinem blumigen Stil auf den Punkt: „Als ich vor etwa zwei Jahren hier war und sagte, ich sei besorgt über die Austrocknung des Colorado River, schauten mich alle an, als sei ich verrückt. Genauso schauten sie mich an, als ich sagte, ich sei besorgt darüber, dass Putin taktische Atomwaffen einsetzt. Das ist real.“

Letzte Woche gab Wladimir Putin bekannt, dass die ersten Atomwaffen bereits an Weißrussland geliefert worden seien. Biden antwortete darauf pflichtgemäß: „Das ist völlig unverantwortlich“.

Wenn es um unverantwortlich geht: Es sind die USA, die unverantwortlich sind, denn sie haben den Krieg mit Russland – bisher in der Ukraine – in den Modus einer unkontrollierten Eskalation versetzt. Er ist insofern unkontrollierbar, als Kiew immer mehr Langstreckenwaffen erhält und das Gebiet der Militäroperationen, wie die Amerikaner meinen, ebenfalls ausgeweitet werden muss, zunächst auf die Krim und Polen und dann schauen wir mal. Niemand hat bisher einen Rahmen festgelegt. Und das bedeutet, dass ohne erklärte Beschränkungen, unter Missachtung aller „roten Linien“, der Moment der existenziellen Bedrohung für Russland früher oder später kommen wird. Das heißt, wenn Russland das Gefühl haben wird, dass es nur noch das letzte Argument gibt.

Das Grundsatzdokument „Über die Grundlagen der staatlichen Politik der Russischen Föderation auf dem Gebiet der nuklearen Abschreckung“ von 2020 beschreibt diesen Moment schwarz auf weiß:

  • Die Russische Föderation behält sich das Recht vor, Kernwaffen als Antwort auf den Einsatz von Kernwaffen und anderen Arten von Massenvernichtungswaffen gegen sie und (oder) ihre Verbündeten sowie im Falle einer Aggression gegen die Russische Föderation mit konventionellen Waffen einzusetzen, wenn die Existenz des Staates selbst bedroht ist;
  • die Entscheidung über den Einsatz von Kernwaffen wird vom Präsidenten der Russischen Föderation getroffen;
  • Bedingungen, die die Möglichkeit des Einsatzes von Kernwaffen durch die Russische Föderation bestimmen, sind: Der Erhalt zuverlässiger Informationen über den Start ballistischer Raketen, die das Hoheitsgebiet der Russischen Föderation und (oder) ihrer Verbündeten angreifen; der Einsatz von Kernwaffen oder anderen Massenvernichtungswaffen auf dem Hoheitsgebiet der Russischen Föderation und (oder) ihrer Verbündeten durch den Feind; ein feindlicher Angriff auf kritische staatliche oder militärische Einrichtungen der Russischen Föderation, deren Abschaltung die Reaktionsmaßnahmen der Nuklearstreitkräfte stören würde; eine Aggression gegen die Russische Föderation mit konventionellen Waffen, wenn die Existenz des Staates in Gefahr gerät.

Und dieser letzte Unterabsatz könnte relevant werden. In diesem Fall würde Russland als erstes Atomwaffen einsetzen, um sich zu verteidigen. Und der Präsident ist sich dessen sehr wohl bewusst, auch wenn er sagt, dass diese Notwendigkeit noch nicht besteht.

„Dieser Einsatz von Atomwaffen ist sicherlich theoretisch möglich. Für Russland ist das möglich, wenn eine Bedrohung unserer territorialen Integrität, Unabhängigkeit und Souveränität sowie der Existenz des russischen Staates vorliegt. Atomwaffen werden hergestellt, um unsere Sicherheit im weitesten Sinne des Wortes und die Existenz des russischen Staates zu gewährleisten. Aber erstens gibt es diese Notwendigkeit nicht und zweitens senken allein schon Überlegungen über dieses Thema die Schwelle für den Einsatz der Waffen. Das ist der erste Teil. Der zweite Teil ist, dass wir mehr solcher Waffen haben als die NATO-Länder. Die wissen das, und sie drängen uns immer wieder, Verhandlungen über eine Reduzierung aufzunehmen. Zum Teufel mit ihnen, verstehen Sie? Denn, um es in wirtschaftlichen Begriffen auszudrücken, das ist unser Wettbewerbsvorteil“, erklärte Wladimir Putin.

Dabei ist Putin sich des Risikos eines ausgewachsenen Atomkriegs sehr wohl bewusst. Von einem ausgewachsenen Krieg ist noch nicht die Rede, aber der Jüngste Tag wird so aussehen. Vor fünf Jahren hat Putin alles im Detail erklärt. Über Vergeltungsmaßnahmen sagte er:

„Wenn wir überzeugt sind – und das geschieht innerhalb von Sekunden -, dass ein Angriff auf russisches Territorium erfolgt, dann führen wir einen Vergeltungsschlag durch. Das ist ein Gegenschlag. Warum ein Gegenanschlag? Weil ihre Raketen zu uns fliegen und und unsere zum Aggressor fliegen. Natürlich ist das eine weltweite Katastrophe, aber ich wiederhole, wir können nicht die Verursacher dieser Katastrophe sein, weil wir keinen Präventivschlag führen können. Ja, in dieser Situation warten wir gewissermaßen darauf, dass jemand Atomwaffen gegen uns einsetzt, wir selbst tun nichts. Aber dann muss der Aggressor immer noch wissen, dass der Vergeltungsschlag unvermeidlich ist, dass er vernichtet werden wird. Und wir sind die Opfer der Aggression, und wir werden als Märtyrer in den Himmel kommen, während sie einfach verrecken, weil sie nicht einmal Zeit haben, zu beichten.“

Interessanterweise scheint Biden das alles zu verstehen, aber wie eine Motte fliegt er immer wieder in die Flammen: „Zum ersten Mal seit der Kuba-Krise stehen wir vor der Gefahr des Einsatzes von Atomwaffen, wenn die Situation so weitergeht wie bisher. Die Aussicht auf ein Armageddon haben wir seit Kennedy nicht mehr erlebt“, sagte Biden.

Er spricht von der Gefahr eines nuklearen Armageddon, wenn sich die Situation so entwickelt, wie sie sich entwickelt. Aber es sind die USA und ihre Verbündeten, die die Situation so entwickeln. Zuerst haben sie der Ukraine Helme, Panzer und nicht-tödliche Waffen geliefert, dann immer mehr: Javelin, Mehrfachraketenwerfer, gepanzerte Fahrzeuge, Patriot-Systeme, dann Panzer, Granaten mit abgereichertem Uran, Langstreckenraketen und jetzt F-16-Flugzeuge, die Atombomben tragen können. Die Eskalation ist offensichtlich. Wo soll das aufhören? Auf diese Frage antwortet die NATO nicht.

Polens ehemaliger Außenminister Rodoslaw Sikoroski fordert bereits, der Ukraine Atomsprengköpfe zu geben. Aber für welche Raketen?

„Aber da Russland gegen das Budapester Memorandum verstoßen hat, glaube ich, dass wir als Westen das Recht hätten, der Ukraine Atomsprengköpfe zu geben. Damit sie ihre Unabhängigkeit verteidigen kann“, so Sikorski.

Von welcher Art von „Unabhängigkeit“ spricht Sikorski? Das Ziel ist doch eigentlich ein ganz anderes: Russland zu treffen. Das hat Putin sehr deutlich gesagt. In seiner diesjährigen Rede zur Lage der Nation sagte er: „Die westlichen Eliten machen keinen Hehl aus ihrem Ziel: Russland eine, wie sie es nennen, ’strategische Niederlage‘ zuzufügen. Was bedeutet das für uns? Es bedeutet, uns ein für alle Mal zu vernichten, das heißt, dass sie beabsichtigen, den lokalen Konflikt in eine Phase der globalen Konfrontation zu verwandeln. So verstehen wir das, und wir werden entsprechend reagieren, denn in diesem Fall geht es bereits um die Existenz unseres Landes.“

Es geht darum, uns ein für alle Mal zu vernichten. Dann sehen wir uns Punkt 17 der Nukleardoktrin der Russischen Föderation an: „Wenn die Existenz des Staates selbst bedroht ist.“ Und die Bedrohung ist spürbar.

Der Philosoph Alexander Dugin, Doktor der politischen und soziologischen Wissenschaften, sagte dazu: „Sie arbeiten natürlich auf unsere totale Vernichtung hin, auf die Zerstörung Russlands als Phänomen, als souveränes Subjekt der Weltgeschichte, als Zivilisation, das ist ihr Ziel. Und wenn wir nicht zulassen, dass dieses Ziel Wirklichkeit wird, haben wir schon gewonnen. Wir kämpfen darum, zu sein, und sie kämpfen darum, mehr Privilegien zu bekommen. Wenn sie die also nicht bekommen, ist das keine große Sache. Aber wenn wir unseren Sieg nicht erreichen, werden wir nicht mehr existieren.“

Insgesamt also nichts Neues.

„Schon im Jahr 1918 sagte ein Berater des amerikanischen Präsidenten Woodrow Wilson: ‚Die ganze Welt wäre ruhiger, wenn es anstelle des heutigen riesigen Russlands einen Staat in Sibirien und vier weitere Staaten in Europa gäbe'“, sagte Putin.

Das ist also nichts Neues. Die Idee ist alt. Sie wurde seither viele Male ausprobiert. Jetzt meinen sie, dass es eine neue Chance gibt. Zunächst einmal einen Staatsstreich in der Ukraine zu inszenieren und eine Regierung einzusetzen, die bereit ist, gegen die Russen zu kämpfen. Im Jahr 2014 haben die den Krieg begonnen. Nach dem Beginn der Militäroperation erklärte Putin die Motive des Westens: „Sie wollen kein starkes und souveränes Russland; sie verzeihen uns unseren unabhängigen Kurs oder die Verteidigung unserer nationalen Interessen nicht. Wir erinnern uns, wie sie Separatismus und Terrorismus unterstützt und die Terroristen und Banditen im Nordkaukasus unterstützt haben. Wie schon in den 1990er und frühen 2000er Jahren wollen sie erneut versuchen, uns fertig zu machen, uns zu vernichten, uns zum Teufel zu schicken, uns in ein schwaches, abhängiges Land zu verwandeln, unsere territoriale Integrität zu zerstören und Russland zu zerstückeln, um sich Russland anzueignen. Das hat damals nicht funktioniert, und es wird auch jetzt nicht funktionieren.“

Offensichtlich dreht sich die Eskalationsspirale weiter und wird immer bedrohlicher. Wenn das so ist, ist die Diskussion über den Zeitpunkt des notwendigen Einsatzes von Atomwaffen durch Russland nur natürlich. Indem der Westen den Konflikt anheizt, testet er unsere Bereitschaft. Es scheint, dass sie den Frosch langsam kochen wollen, indem sie die Temperatur im Topf sanft erhöhen. Das funktioniert nicht.

In Russland ist eine Diskussion entbrannt, die von Sergej Karaganow, einem renommierten Politikwissenschaftler, Doktor der Geschichte und Dekan der Abteilung für Weltwirtschaft und Weltpolitik an der Wirtschaftshochschule, in der Zeitschrift Profile angestoßen wurde. Artikel und Bücher von Sergej Karaganov wurden in 50 Ländern veröffentlicht. Mitte der 2000er Jahre wurde er laut den Zeitschriften Foreign Policy aus den USA und The Prospect aus Großbritannien in die Liste der 100 einflussreichsten Intellektuellen der Welt aufgenommen.

„Angesichts des Vektors der Entwicklung des Westens, des Vektors der Entwicklung der westlichen Eliten und des Vektors der Entwicklung der Gesellschaft, zu dem sie von den westlichen Eliten gedrängt wird, hin zu antihumanen und posthumanen Werten, deutet alles eindeutig auf eine Bewegung zu einem großen thermonuklearen Krieg hin, objektiv gesehen, müssen wir diese Bewegung unterbrechen. Dadurch kann die Welt gerettet werden. Auch durch harte Maßnahmen, wenn möglich, natürlich unter Vermeidung superharter Maßnahmen“, meint Karaganow.

Er spricht von nuklearen Schlägen Russlands, um den großen Vernichtungskrieg zu verhindern, auf den der Westen jetzt rücksichtslos zusteuert. Natürlich hat diese These in der Fachwelt für Aufsehen gesorgt. Die erste ausführliche Antwort kam von Professor Dmitri Trenin von der Wirtschaftshochschule. Er ist international sehr bekannt. Seine Bücher wurden in Russland, den USA, China, Deutschland und anderen Ländern veröffentlicht. Derzeit ist er Mitglied des Russischen Rates für Internationale Angelegenheiten und war früher Mitglied der Delegation der UdSSR bei den sowjetisch-amerikanischen Verhandlungen über Atom- und Weltraumwaffen in Genf.

„Die Entwicklung des Konflikts in der Ukraine ist im Moment so, dass er direkt zu einem Zusammenstoß zwischen Russland und der NATO führt. Wenn es zu einem solchen Zusammenstoß kommt, wird er nuklear. Und an irgendeinem Punkt, wahrscheinlich ziemlich bald, wird der Konflikt auf die USA übergreifen“, sagte Trenin.

Er spricht mit der ruhigen Stimme eines Analysten, aber das Szenario, das er beschreibt, ist ein massiver Atomschlag gegen die USA. Ein Vergeltungsschlag für den Angriff auf Russlands Existenz.

„Über diese Szenarien möchte ich nicht einmal sprechen. Aber die Amerikaner haben, wie wir alle wissen, schamlos gelogen, als sie sagten, wir würden Schläge gegen die Ukraine vorbereiten. Das ist monströser Unsinn, böswillig, denn natürlich sind die Ukrainer ein betrogenes Volk, ein unglückliches Volk, sie werden zur Schlachtbank geführt. Aber trotzdem sind sie unsere Leute, wir werden keinen Schlag gegen sie führen. Wenn es, Gott bewahre, zu Nuklearschlägen kommt, dann muss es natürlich um die Reihe von Ländern in Europa gehen, die dem ukrainischen Söldnerregime am meisten geholfen haben. Ich werde diese Länder nicht einmal aufzählen. Sie sind ganz offensichtlich“, sagte Sergej Karaganow.

Wenn es um die offensichtlichen Ländern geht, gehört natürlich Großbritannien, das die Ukraine aktiv provoziert und die Eskalation mit immer mehr Waffen – von Panzern und Granaten mit abgereichertem Uran bis hin zu Storm Shadow-Raketen mit größerer Reichweite – auf die Spitze treibt. Das zweite Offensichtliche ist, dass Polen, das zu einem Verteilerzentrum für westliche Waffenlieferungen an das Kiewer Regime geworden ist und plant, den Luftwaffenstützpunkt Rzeszow für F-16-Kampfjets der Ukraine zu nutzen, und massenhaft Söldner in die Ukraine schickt, wobei man perspektivisch polnische Truppen erwarten kann. Weiter könnte auch von Deutschland die Rede sein, wo Amerika seine Atomwaffen lagert und das die Ukraine mit Leoparden versorgt. Auch das NATO-Hauptquartier in Brüssel könnte ein Ziel sein. Das alles will niemand, aber wenn die Existenz Russlands bedroht ist, wozu brauchen wir dann eine solche Welt? Das wurde schon oft gesagt. Und genau das könnte die Frage werden. Wer kann eine Kuba-Krise 2.0 ausschließen?

„Denn das Äquivalent zu der Krise, die wir heute in der Ukraine erleben, ist die Kuba-Krise, wie die Amerikaner sie nennen, wir nennen sie die Karibik-Krise. Es ging um das gleiche. Eine Supermacht kam den lebenswichtigen Zentren einer anderen Supermacht zu nahe, und die andere war bereit, das maximale Risiko einzugehen, um die Bedrohung zu beseitigen. Jetzt ist etwas Ähnliches passiert. Und das ist meiner Meinung nach das Ergebnis der mangelnden Beschränkung der US-Strategie“, sagt Dmitri Trenin.

Genauso ist es. Bisher hat sich Amerika bei der laufenden Eskalation keine Beschränkungen gesetzt. Weder finanziell noch rüstungstechnisch noch geografisch. Was also soll Russland tun? Man muss den Krieg irgendwie beenden, ohne dass es zur totalen Vernichtung der Menschheit kommt. Als eine Möglichkeit spürt Europa die Vergeltung an sich selbst. Es war ja Amerika, das es auf die Schlachtbank geschickt hat. Das Beispiel Europas kann als Beweis für Russlands Entschlossenheit dienen, einen globalen Konflikt zu verhindern. Wie sowohl Sergej Karaganow als auch Dmitri Trenin andeuten, werden die USA „Boston nicht gegen Posen eintauschen“.

„Ich vermute keinen massiven Atomschlag der USA gegen Russland. Aber etwas, das den Gegner dazu bringen würde, das Tempo der Eskalation zu verlangsamen und darüber nachzudenken, wohin diese Eskalation den Gegner führt. Und ihnen schließlich begreiflich zu machen, dass es für sie keine Win-Win-Situation gibt, sondern dass sie darüber nachdenken müssen, wie sie aus dieser Situation herauskommen können“, sagte Trenin.

Es ist klar, dass der Einsatz von Atomwaffen ein radikaler Schritt ist. Aber man muss ihn angehen, ohne seine Entschlossenheit zu verbergen, diese Eskalation im Namen der Verhinderung der totalen gegenseitigen Vernichtung zu vollziehen. Und es ist an der Zeit, diesen Weg zu beginnen. Ein Schritt besteht darin, die Landsleute im Ausland aufzufordern, die Standorte der angenommenen Ziele zu verlassen. Zu ihrer Sicherheit. Es kann weitere vorbereitende Schritte geben.

„Ich zähle 20 Stufen auf der Eskalationsleiter und hoffe, dass unsere Gegner doch noch zur Vernunft kommen werden. Denn wenn sie nicht zur Vernunft kommen, werden wir eine schreckliche Entscheidung treffen müssen, eine aus moralischer Sicht schreckliche. Ich bete, dass wir sie nicht umsetzen. Aber ich glaube, dass unser Präsident seine Entschlossenheit zum Einsatz von Atomwaffen irgendwann mal zeigen muss. Ich wiederhole jedoch, dass dies eine schwerwiegende und schreckliche moralische Entscheidung ist“, so Karaganow.

Gleichzeitig ist uns klar, dass das Ziel des Westens die strategische Niederlage Russlands ist, und zwar ein für alle Mal. Das heißt, Russland wird einfach nicht mehr existieren. Und was dann?

„Keine Atommacht würde zustimmen, von einer anderen Atommacht strategisch besiegt zu werden, ohne auf die Drohung mit Atomwaffen zurückzugreifen“, betont Trenin.

Und was nun? Ist es bereits an der Zeit zu handeln? Oder doch nicht?

„Wir wissen, dass man von denen alles erwarten kann, auch dass das AKW Saporoschschje seit langem ein Objekt ihrer Begierde und möglicherweise ein Ort für ungeheuerliche Provokationen ist. Daher hoffe ich, dass unsere jeweiligen Dienste die Aktionen des Feindes ständig überwachen und einige präventive Maßnahmen ergreifen, die eine Provokation ihrerseits nicht zulassen dürfen. Das ist sehr gefährlich, denn wir wissen aus den Erfahrungen der letzten 16 Monate, dass die westliche öffentliche Meinung, die sich in den westlichen Medien informiert, jede Auswirkung während des Ukraine-Konflikts zugunsten der Ukraine und gegen Russland interpretiert. Wer auch immer was getan hat, Russland ist immer Schuld, und die Ukraine hat nichts damit zu tun“, so Trenin.

In der Zwischenzeit kämpft Russland in den Schützengräben an einer tausend Kilometer langen Front Verteidigungskämpfe. Unsere Verteidigung ist durchaus erfolgreich. Für den Westen ist das schmerzhaft. Die Zerstörung aller Pläne. Und was liegt vor uns?

„Unsere Strategie basiert darauf, die Ziele der Militäroperation zu erreichen, ohne auf Atomwaffen zurückzugreifen, ich denke, das ist jedem klar. Aber die Situation kann sich während eines Krieges in verschiedene Richtungen entwickeln, auch ganz schnell und unerwartet in ein unkontrollierbares Feld. Darauf müssen wir vorbereitet sein, wir müssen in der Lage sein, den Konfliktverlauf zu stoppen, der zu einem Atomkrieg führt. Die Debatte über die Rolle von Atomwaffen im gegenwärtigen Konflikt ist eine Debatte darüber, wie man das Worst-Case-Szenario verhindern kann“, ist Trenin überzeugt.

Aber man muss sich dazu entscheiden, diesen Weg einzuschlagen.

„Ich habe volles Verständnis für die moralische Verzweiflung der Menschen, die offen sagen, dass das unter keinen Umständen denkbar ist, dass man das nicht tun kann. Darauf antworte ich ihnen: Meine Freunde, ich respektiere Pazifisten, aber Pazifisten existieren und leben in dieser Welt nur, weil Menschen für sie kämpfen und sterben, so wie unsere Soldaten und Offiziere jetzt in der Ukraine kämpfen“, sagte Sergej Karaganow.

Und die Gesellschaft muss sich auch bewusst sein, in welcher Phase wir uns befinden. Die Realität. Nicht nur die Realität in den Gräben, sondern die geostrategische.

„Wir sehen heute eine Konsumgesellschaft, Menschen, die lieben, leben können und wollen, für die die verschiedenen internationalen Krisen Behinderungen ihres schönen Lebens sind. Und das erstreckt sich aus der Sicht der amerikanischen Führer auf einen beträchtlichen Teil des Staatsapparats in der Russischen Föderation, das heißt, sie genießen ihr Leben und wollen nicht wegen der Ukraine oder Donezk gestört werden. Darum haben sie im Westen die Entscheidung getroffen, dass man uns nicht sofort, aber durch wiederholtes Testen unserer Positionen ziemlich stark provozieren kann, ohne eine ernsthafte Antwort zu erwarten. Und daher rührt der Einsatz der vom Westen gelieferten Raketen auf unserem Territorium und die Aussage, dass diese Raketen auch gegen die Krim eingesetzt werden können, weil sie vom Westen als ukrainisches Territorium angesehen wird. Und die Lieferung von immer stärkeren und weiter reichenderen Kriegsmitteln. Hier ist die Grenze erreicht, man traut Russland keine ernsthafte Antwort zu, es fehlt der Mut für eine nukleare Antwort“, argumentiert Trenin.

Der Mut ist heute das Entscheidende. Für Trenin ist die Sache psychologisch: „Wahrscheinlich sollte man davon ausgehen, dass die Frage der Atomwaffen nicht nur eine militärische Frage ist, nicht nur eine militär-technische Frage, sondern eine Frage der Abschreckung selbst, das ist in erster Linie eine psychologische Frage. Nicht nur, was man besitzt, ist von größter Bedeutung, sondern auch, wie man seine Nuklearpolitik präsentiert, wie man sie erklärt, wie man seinem Gesprächspartner verschiedene Signale sendet. Es gibt also wahrscheinlich eine Menge, was man tun könnte, um die Abschreckung zu stärken. Abschreckung nicht nur von direkten Nuklearschlägen der USA gegen Russland, sondern auch Abschreckung von ihrer Eskalationspolitik in der Ukraine.

Genau das hat Putin am Mittwoch bei einem Treffen mit Absolventen von Militärakademien gesagt. Das sind die wichtigsten Akzente. Man muss nur zuhören können.

„Angesichts der neuen Herausforderungen und natürlich der unschätzbaren Erfahrung der Militäroperation werden wir die Streitkräfte weiter umfassend verbessern. Die wichtigste Aufgabe ist dabei der Ausbau der nuklearen Triade, die ein wesentlicher Garant für die militärische Sicherheit Russlands und die globale Stabilität ist. Bereits jetzt ist etwa die Hälfte der Einheiten und Verbände der Strategischen Raketentruppen mit den neuesten Yars-Komplexen ausgerüstet, und die Truppen werden mit den modernen Avangard-Raketensystemen mit Hyperschallsprengköpfen umgerüstet. In naher Zukunft werden die ersten Trägerraketen des Sarmat-Systems mit der neuen schweren Rakete in Dienst gestellt. Die Arsenale der Luft- und Seekomponenten der strategischen Nuklearstreitkräfte werden in strikter Übereinstimmung mit den Plänen aufgestockt. So wird die Marine um ein führendes U-Boot der neuen Bauart Borey-A erweitert. Im Januar 2023 wurde die Fregatte „Admiral der Sowjetflotte Gorschkow“ in Dienst gestellt. Sie ist für maritime und ozeanische Einsätze konzipiert und mit den neuesten Zirkon-Hyperschallraketen ausgestattet. Die Bewaffnung der russischen Nukleartriade ermöglicht eine wirksame und garantierte strategische Abschreckung und die Aufrechterhaltung des globalen Gleichgewichts der Kräfte“, sagte Putin.

All das ist wahr. Dennoch wissen sowohl die USA als auch Russland, dass es in einem Atomkrieg zwischen ihnen keine Gewinner geben wird. Es gibt keinen Grund, das zu versuchen. Dies ist jetzt, wie man sagt, die Zeit von Zar Goroch, aber vor zwei Jahren – aus irgendeinem Grund hat niemand das Datum, den 16. Juni 2021, bemerkt – fand in Genf der russisch-amerikanische Gipfel statt. Putin und Biden unterzeichneten eine gemeinsame Erklärung zur strategischen Stabilität mit folgenden Worten: „Wir bekräftigen unser Bekenntnis zu dem Grundsatz, dass ein Atomkrieg niemals gewonnen werden kann und niemals geführt werden darf.“

Aber es gibt keinen anderen Weg, den globalen nuklearen Zusammenbruch zu verhindern, als eine wirksame nukleare Abschreckung. Er wurde noch nicht erfunden. Deshalb hält Russland, bildlich gesprochen, sein „nukleares Pulver“ trocken und sendet klare Signale an die andere Seite. So wurde vor kurzem über den erfolgreichen Abschluss der Tests von Atomreaktoren der Unterwasserdrohne „Poseidon“ berichtet. Diese zwanzig Meter langen und 100 Tonnen schweren Drohnen sind im Grunde genommen Atomtorpedos, die vor der Ostküste der USA so starke Tsunamis auslösen können, dass sie New York und alle anderen amerikanischen Städte an den Küsten des Atlantiks buchstäblich wegspülen würden.

Die Schiffswerft Sewmasch hat vor drei Wochen den ersten Poseidon-Träger, das Atom-U-Boot Belgorod, an die russische Marine übergeben. Das nächste atomgetriebene U-Boot, das zum Poseidon-Träger werden soll, die Chabarowsk, ist ebenfalls fast fertig. Warum sollten wir es bauen, wenn wir nicht bereit sind, es zu einzusetzen? Wir sind bereit. Man sollte Russland nicht in die Enge treiben.

Ende der Übersetzung


Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

72 Antworten

  1. Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man lauthals darüber lachen, dass ein „Politik-„Experte“ – nur weil er vom Westen als einer der „100 Intellektuellen der Welt“ ausgesucht wurde – bei solch schwachsinniger Aussage beachtet wird.

    Putin hat mehrfach zum Thema „Atomwaffen-Einsatz“ alles gesagt – klar, deutlich & so, dass JEDER verstehen müsste, dass es eben kein pillepalle ist – selbst regional begrenzt – Atomwaffen einzusetzen….

    Dieser Experte bedient lediglich die Brot&Spiele-Seite des Westens…..alle sind beschäftigt, die Hühner gackern wieder in alle Richtungen & Otto&Lieschen haben endlich wieder ein Gesprächsthema……

    1. MAN MUSS DIE „HEMMSCHWELLE“ DER RUSSEN ZUM EINSATZ TAKTISCHER ATOMWAFFEN ZUSAMMENFASSEN; SOWIE DEN MÖGLICHEN ERSTEN EINSATZORT:

      In erster Linie WIRD DEUTSCHLAND , sofern der Präsident der russischen Föderation HERR Vladimir Vladimirovich Putin denkt die Bedingungen im Einzel oder in Gänze seien erfüllt DIE KONSEQUENZEN TRAGEN MÜSSEN.

      Die zu erfüllenden Konsequenzen durch den Westen, damit sich die Deutschen als Träger der Verantwortung auch verantworten dürfen:

      WANN WIRD DER EINSATZ VON TAKTISCHEN ATOMWAFFEN ERFOLGEN ?
      Der Erhalt zuverlässiger Informationen über den Start ballistischer Raketen, die das Hoheitsgebiet der Russischen Föderation und (oder) ihrer Verbündeten angreifen; der Einsatz von Kernwaffen oder anderen Massenvernichtungswaffen auf dem Hoheitsgebiet der Russischen Föderation und (oder) ihrer Verbündeten durch den Feind; ein feindlicher Angriff auf kritische staatliche oder militärische Einrichtungen der Russischen Föderation, deren Abschaltung die Reaktionsmaßnahmen der Nuklearstreitkräfte stören würde; eine Aggression gegen die Russische Föderation mit konventionellen Waffen, wenn die Existenz des Staates in Gefahr gerät.

      Die Frage des möglichen Verlustes der Existenz des Staates ?

      Wer sich die strategischen Versionen, die von Regierungsmitglieder der BRD sogar öffentlich im deutschen Fernsehen propagiert werden zur Vernichtung der russischen Staatlichkeit anhört, der kennt auch schon die Minimalvoraussetzung zum Einsatz von taktischen Atomwaffen gegen die NATO in Deutschland und Polen

      was reicht also schon aus`?

      DER VERLUST DER KONTROLLE ÜBER DIE RUSSISCHEN MILITÄRS

      https://daserste.ndr.de/annewill/videos/Machtkampf-in-Russland-Verliert-Putin-die-Kontrolle,annewill8028.html

      In Kürze wird der deutsche Bundestag darüber sprechen, ob der Ukraine durch die Deutschen auch Deutsche Langstreckenraketen mit enormer Durchschlagskraft geliefert werden sollen. Wie dies schon die Engländer und Franzosen tun.

      Laut dem Oberst a.D Roderich Kiesewetter wird der Kontrollverlust schon eingeleitet, indem man es schafft der Ukraine genügend Langstreckenraketen zur Verfügung zu stellen, welche die Existenz der Schwarzmeerflotte auf der KRIM in Frage stellen.

      MUSS MAN DIE HEMMSCHWELLE ZUM EINSATZ VON TAKTISCHEN ATOMWAFFEN DES RUSSISCHEN PRÄSIDENTEN WIRKLICH AUCH NUR NOCH THEORETISCH DISKUTIEREN ?

  2. „Das ist der erste Teil. Der zweite Teil ist, dass wir mehr solcher Waffen haben als die NATO-Länder. Die wissen das, und sie drängen uns immer wieder, Verhandlungen über eine Reduzierung aufzunehmen. Zum Teufel mit ihnen, verstehen Sie?“
    Ist das wahr? Die NATO verbrennt X mal mehr Geld als Russland in die Herstellung und Entwicklung von Waffen, und steht am Ende trotzdem mit weniger und schlechterem Material da!? Cool. Da hatte bestimmt die unsichtbare Hand des Marktes ihre Finger im Spiel.

  3. Habe neulich einen Artikel bei RT gelesen. Russland stellt sich auf einen langen Krieg ein. Auch nach meiner Wahrnehmung ist es ein Abnutzungskrieg, der noch lange dauern kann. Aber Thomas sagt, das RAND Papier wird umgesetzt, halt schrittweise, also langsam. Ohne westliche Unterstützung wäre der Krieg schnell zu Ende. Mein Eindruck ist, dass es fast keinen Narrativwechsel in den deutschen Propaganda Medien gibt.

    1. > Aber Thomas sagt, das RAND Papier wird umgesetzt, halt schrittweise, also langsam. <

      Ob er gegenüber Biden weisungsbefugt ist? Erst mal ist es nur eine Vermutung – und eskaliert wird durchaus weiterhin.

      1. Wer weiß. Vielleicht wissen ja die Amis, dass die Russen bemerkt haben, dass RAND Prognosen immer stimmten und haben die deswegen beauftragt ihr letztes Papier zu schreiben. Man hat zwar den Eindruck, dass die Strategen der USA ein Haufen degenerierter überheblicher Schwachköpfe ist, es muss aber auch nicht immer so sein.
        Als Russe würde ich alles für möglich halten. Sehr sicher ist, dass an allen Schalthebeln im Westen mittlerweile narzistische und psychopatische Irre sitzen. Diesen Menschen traue ich definitiv jedes unmenschliche tun zu. In Russland scheint das echt anders zu sein. Sonst wären wohl schon längst Atombomben geflogen. Oder andere widerliche Dinge, die die USA so gerne einsetzen. Von Uran über Napalm bis hin zu richtigen Sanktionen.

  4. > „Schon im Jahr 1918 sagte ein Berater des amerikanischen Präsidenten Woodrow Wilson: ‚Die ganze Welt wäre ruhiger, wenn es anstelle des heutigen riesigen Russlands einen Staat in Sibirien und vier weitere Staaten in Europa gäbe’“, sagte Putin. <

    Das ist nur ein Zwischenziel, den Oligarchen geht es um Weltherrschaft mit totalitärer Diktatur um Klima und sonstige Wokeness. Am effizientesten wäre, gleich das Endziel zu vereiteln.

    Bei Gelegenheit:

    „ Wenn der Ukraine-Konflikt seinen bisherigen Verlauf fortsetzt, wird er in einer Katastrophe enden“

    https://de.rt.com/meinung/173586-wenn-ukraine-konflikt-seinen-bisherigen/

    „… Die USA und ihre Verbündeten spielen "Russisch Roulette". Man könnte fast meinen, sie wollen geradezu einen Atomkrieg heraufbeschwören. Auf eine solche Entwicklung muss die Menschheit vorbereitet sein. …“

    In Russland denkt man ständig über Atomwaffen und ignoriert munter, dass Oligarchen sich die Weltherrschaft etwa durch die WHO-Hintertür erschleichen wollen?

    „… Um eine allgemeine Katastrophe zu verhindern, ist es notwendig, die Angst vor dem Armageddon wieder in die Politik und das öffentliche Bewusstsein zu rücken. Im Atomzeitalter ist es die einzige Garantie für den Erhalt der Menschheit. …“

    Die westliche Ängste steuern westliche Medien, also westliche Oligarchen. Im Augenblick wird die meiste Panik um das Wetter im Jahr 2100 geschürt – da Klimaindustrie-Gewinne winken. Ein Nuklearkrieg schon im diesen Jahr scheint den meisten Westlern nicht so übel.

    1. Zumindest die russischen Medien merken die hybriden Aspekte:

      „ Die Rolle der NGOs – oder wie die simulierte Demokratie die reale erdrückt“

      https://de.rt.com/meinung/173365-wie-simulierte-reale-demokratie-erdrueckt/

      „… Mittlerweile hat man in Deutschland das Gefühl, Politik und öffentliche Meinung wären eine Art Waschmaschinenprogramm. Irgendjemand drückt auf den Knopf, und dann wird eingeseift, gespült und geschleudert, und bei Bedarf geht es in die nächste Runde. …“

      Das wollte man in Russland genauso installieren.

      „… Warum verbietet Russland den WWF? Warum werden in Deutschland die Klimakleber so viel freundlicher behandelt, als es einst gegenüber jenen üblich war, die Atomwaffenlager blockierten? Und wie kommt es dazu, dass sich inzwischen die politischen Interessen der Reichen vollständig durchsetzen? …“

      Erreicht ohne Nuklearwaffen – ein paar NGOs reichen.

      „… Man nehme, so der Trick, ein Thema, das als allumfassendes Gutes taugt, wie den Tierschutz oder seit einiger Zeit das Klima. Dann sorgen Kampagnen künstlicher Organisationen dafür, das Thema in der Gesellschaft zu setzen, bis es als das allumfassende Gute anerkannt ist. Und dann erst werden die konkreten Forderungen lanciert, die – wie beispielsweise die CO2-Abgabe – letztlich unmittelbar den Interessen von Kapitalanlegern dienen …“

      Mit dem Greenpeace-Verbot hat Russland daheim reagiert, doch die restliche Welt wird Soros&Co abgegeben – obwohl 2% der Weltbevölkerung alleine nicht bestehen kann. Die Abwehr sollte globaler werden, wie der Angriff.

      1. THX1138 sagt: Genau so ist es. Es lohnt sich den Artikel zu lesen und auch Ihren Kommentar hier. Die letzten Artikel hier bei Röper haben sehr vieles in sich. Allesamt zeugen sie von grosser „Überlegtheit“ und auch Zurückhaltung. Sie beleuchten und zeigen auf, dass hier jemand agiert mit einem Blick auf’s Ganze. Die Emotionen stehen weit hinten. Putin hat in den letzten drei Tagen aus meiner Sicht gewonnen und es scheint, dass er sich nicht provozieren lasst….noch nicht zum Glück.
        Danke THX1138 für Ihren guten Kommentar und die Links darin. Gut zu sehen, dass es Menschen gibt, die selbst denken und nicht einfach nur drauflos zu mutmassen. Lassen wir solches Zeug für die westlichen Medien sodass wir uns mit dem beschäftigen, von dem wir wissen dass es so ist. Und wenn wir es noch nicht wissen, dass wir dann die Ohren und die Augen offen haben um mehr zu erfahren. Dank an Thomas Röper . b.schaller

    2. Man wird immer einen Feind suchen und finden, der militärische Komplex wird sich nicht damit abfinden bedeutungslos zu werden.
      Nach Russland kommt China, usw..
      Und wenn alles verreint ist wird es innerhalb dieser Gemeinschaft wieder krachen, und so weiter.
      Ich glaube nicht das wir das erleben, aber das würde passieren wenn die mit ihren Bestrebungen Erfolg haben.

      1. Deswegen könnte Russland versuchen, internationale Abwehr gegen die Kabale westlicher Oligarchen zu organisieren, die ALLEN Völkern massive Verarmung bringen würde. Putin redet hin und wieder über die Absichten westlicher Oligarchen, doch große Abwehr-Dynamik sehe ich (noch) nicht.

        Mich wundern Länder wie Indien, die eine „Balance“ zwischen den USA und China suchen, während aus den USA eindeutige hybride Kriegserklärungen kommen. Was für eine Balance kann es zwischen einem Todfeind (USA) und einem Rivalen geben, der in letzter Zeit deutlich Zurückhaltung übt? Ländern wie Indien sollte klar werden – egal was aus dem Westen versprochen wird, am Ende wird Versklavung daraus.

        1. Was sie öffentlich sagen und was dort wirklich gedacht wird sind zwei verschiedene Dinge. Russland hat auch jahrelang von den westlichen Partnern gesprochen und dich anscheinend trotzdem sehr gut auf die jetzige Eskalation vorbereitet. Wenn sie es nicht getan hätten, wäre Russland schon Geschichte. Ich denke bei China und Indien gilt dasselbe. Es kommt ja auch darauf an, ob westliche Marionetten dort in entscheidenden Positionen sitzen oder nicht. Hoffen wir mal der Anteil an Habecks, Annalenas und Scholz en ist dort etwas kleiner als hier.

  5. ….das geht dann wohl in die Richtung – Waffen und Werkzeuge müssen stets nachgeschärft werden – sonst verlieren sie ihre erwartete Wirkung.

    Russland hat sich viel zu lange ruhig verhalten, Ruhe bewahrt – nun denkt das west-chen, es wäre schwach…

    Schade, daß es immer wieder Kriege bedarf, um das relative Gleichgewicht zu wahren…

  6. Es ist völliger Unsinn einen abhängigen US-Satellitenstaat wie Deutschland mit taktischen Atomwaffen zu beschießen, das einzige was Sinn mach ist die Entscheidungszentren in den USA mit strategischen Atomraketen zu zerstören!

    1. Bis die zerstört sind, würden die USA eigene Raketen abfeuern. Besser, Russland beschäftigt sich mehr mit zahlreichen hybriden Dimensionen der Kämpfe um die Weltherrschaft – welche zumindest die Woken Oligarchen anstreben. Da gibt es viel zu nachholen.

    2. Wenn das nicht sowieso alles nur science fiction wäre, sondern sich real machen ließe, dann müßte man die amerikanische Präsenz in Europa anvisieren. Im Hinblick auf den Krieg in der Ukerei könnte man die Versorgung beispielsweise empfindlich treffen, indem man die amerikanische Logistik Drehscheibe Rzeszów in Polen trifft, das neue Ramstein.

      Theologie und Logik der Atombombe – 23. Juni ’23
      (Karaganow Aufsatz, Jaworow 13.03.22, Rzeszów Drehscheibe)
      https://t.me/s/Atombombe/134

  7. Vom Kasperletheater der Mainstreammedien mal abgesehen, war die Reaktion auf die Wagner Aktion nur eine gespielte Zurückhaltung oder hat man im Westen langsam angefangen über gewisse Dinge nachzudenken? Putin als „stabiles“ Feindbild ist nach Meinung des Westens angeblich ausrechenbar. Was aber, sollten sich doch die Machtverhältnisse im Kreml ändern? Sollten Hitzköpfe an die Schalterknöpfe kommen, sieht die Sache schon mal andres aus. Das ist dann die Kehrseite, einer jahrelangen Destabilisierungspolitik gegen Russland und China, man weiß am Ende nicht genau, was man bekommt. Mit kleineren Ländern mag das wohl für die eigenen Interessen simpel funktionieren, hier hat man es aber mit einem mächtigen und stolzen Gegner zu tun. Der Westen sollte Putin hegen und pflegen und ihm ein langes Leben wünschen. Ansonsten könnte sich der ganze Aufwand als tödlicher Bumerang erweisen. Was die westlichen Medien für die eigenen Schlafschafe schreiben, ist dabei sch… egal.

    1. So sehe ich das auch.
      Seit 40 Jahren wird in Dummland alles stück für stück schlechter, die Krönung sind die momentanen WEF Marionetten…..auch in Russland wird es nach Putin vermutlich nicht besser werden.

    2. Eine Anmerkung zu „Oligarchen“: Die gibt es im Volksmund des EU-Westens nur in Russland. Nein, nebst den Black Rocks, Vanguards , Bili-Boys , Schwabs und all den „Geldwaschmaschinen-NGO’s“ sind es auch die implantierten Polit-Clowns die als Vasallen mit vollsten Taschen profitieren.. Trudeau, von den Leichen, La Garde und viele mehr. Manchmal frage ich mich schon, wer eigentlich noch nicht? Wo sind eigentlich da die Sanktionen der Gutmenschen? b.schaller

    3. “ Sollten Hitzköpfe an die Schalterknöpfe kommen,“

      „Hitzköpfe“ gibt es überhaupt nicht in Russland! Dafür aber massenhaft im Westen! Und diese Psychoathen haben hier auch alle Schlüsselpositionen inne! Es spielt also gar keine Rolle mehr wer in Russland an der Macht ist, alle dort sind vernünftiger als der psychopathische Abschaum hier.

  8. Es fällt auf, dass hier nur von Atomwaffen gesprochen wird. Russland verfügt noch über einer sehr starke nicht nukleare Waffe. Die Raketen, die die Satelliten abschießen können. Sollte die Lage eskalieren, dann wird der Westen taub und stumm gemacht. Mit dem Verlust der Satelliten ist dann jede weitere Kriegsführung unmöglich. Kein GPS, keine Aufklärungsfotos, keine Kommunikation über tausenden von Kilometern ist dann möglich. Streitkräfte können nicht Koordiniert werden.
    Dies würde unweigerlich dazu führen, dass die USA ihre ballistischen Langstreckenwaffen einsetzen. Selbst wenn diese alle abgefangen werden, würde die radioaktive Wolke sich dann auf der ganzen Welt verteilen und uns allen den langsamen Strahlungstot bringen.
    Deshalb sehe ich die Drohung des Einsatzes von A Bomben nur als Erinnerung an das, was passieren wird, wenn die Lage eskaliert, und vor allem um uns vor Augen zu führen, was Putin doch für ein schlimmer Mensch ist.
    Der Krieg in der Ukraine ist bald vorbei, da in den USA der Wahlkampf ansteht und dieser Krieg einfach zu teuer wird. Aber das Feindbild Russland mit Putin an der Spitze muss aufrechterhalten werden.
    Mir macht nur Angst, was passiert, wenn der Dollar seine Macht verloren hat? Wenn kein Rohstofflieferant mehr seine Rohstoffe für Dollar abgeben will. Die USA stehen dann mit dem Rücken an der Wand.

    1. Weder die USA noch sonst irgendwer verfügt über sogenannte ballistische Langstreckenwaffen. Der Grund dafür ist ganz einfach, daß man für die Langstrecke Aerodynamik braucht und nicht Ballistik. In der Theorie besitzen die sogenannten Supermächte sogenannte orbitalballistische Raketen, die also den größten Teil ihrer Strecke außerhalb der Atmosphäre fliegen, um dann punktgenau wieder einzutauchen. Das Problem dabei ist aber der Wiedereintritt und die dabei entstehende Reibungswärme, die zur Zerstörung des Flugkörpers führt.

      Strategische Abschreckungs-Streitkräfte – 27. Oktober 2022
      https://t.me/s/Atombombe/24

      Daher gibt es auch keine bemannte Raumfahrt.

      1. > Daher gibt es auch keine bemannte Raumfahrt. <

        Ich ahne schon – die sog. „Mondlandung“ wurde im Studio nachgespielt?

        Wie auch immer – falls man an die Existenz der Atomwaffen und Interkontinentalraketen glaubt, diese haben durchaus begrenzte Einsatzmöglichkeiten. Einmal mächtig Booom machen – und es sonst lieber Vermeiden.

        Der Westen war sehr erfinderisch, wie man Tausende Schleichwege findet, Oligarchen-Interessen zu erreichen. In Russland sieht man nur, was mächtig ist, Panzer und Bomben. Die Tausenden Schleichwege übersieht man dafür, obwohl gerade dort der eigentliche Kampf um die Weltherrschaft tobt.

        1. Die fabulösen Mondlandungen von Juli ’69 bis Dezember ’72, bis heute unübertroffener Höhepunkt der sogenannte bemannten Raumfahrt und weithin leuchtende Spitze des Lügenberges, sind natürlich im Studio gemacht worden. Wo sonst? Es gab aber auch Vorrichtungen im Freien mit Kränen für die Landung der Mondfähre.

          http://nasascam.atspace.co.uk/

      2. Ich würde da an Ihrer Stelle nicht meinen Arsch drauf verwetten.
        Auf dem Mond wurden auf jeden Fall die Reflektoren aufgebaut. Die sind da irgendwie hingekommen. Die Gegenbeweis dazu waren alle bullshit. Habe mir das mal alles genau reingezogen.

    2. > Mit dem Verlust der Satelliten ist dann jede weitere Kriegsführung unmöglich. Kein GPS, keine Aufklärungsfotos, keine Kommunikation über tausenden von Kilometern ist dann möglich. Streitkräfte können nicht Koordiniert werden. <

      Die Ukros koordinieren sich durch Starlink – die Tausenden eher kleinen Satelliten kann man unmöglich alle abschießen:

      „… Mit 3704 aktiven Starlink-Satelliten im Erdorbit (Stand März 2023) ist SpaceX der mit Abstand größte Satellitenbetreiber weltweit.[1] Insgesamt bestehen Genehmigungen für den Start von maximal 19.427 Satelliten sowie Anträge von SpaceX für nochmals bis zu 22.488 Satelliten. …“

      https://de.wikipedia.org/wiki/Starlink

      1. Stimme voll zu. Und generell müssen Ökonomie und bloße Machbarkeit des Abschusses von Satelliten stark bezweifelt werden. Wie würde man es machen? Am ehesten vielleicht durch Ausbringen von Schrapnell im Zielorbit in Gegenrichtung. Aber das erfordert sehr hohe Präzision, wenn man Geschwindigkeit und Entfernung bedenkt.

      1. Das würde ja heißen, dass man da nur ein paar abballern müsste und die atomraketen würden alle vom flugschrott zerstört werden.
        Hatte hier doch jemand behauptet die Raketen würden sehr hoch fliegen..

    3. Eine rationale Analyse würde zeigen, dass der Einsatz von Atomwaffen unweigerlich zu einer vernichtenden Katastrophe führen würde – frei nach dem Spruch: wer zuerst schießt, stirbt ais zweiter. Eine Stagnation im Szenario der gegenseitigen Abschreckung führt ebenfalls nicht weiter, weil die reale Situation und das geopolitische Kräfteverhältnis sich dynamisch verändert.
      Hier gibt es das Problem der ‚roten Linie‘, die zu überschreiten Konsequenzen nach sich ziehen würde, die glaubhaft geäußert werden müssen. Ich bin jedoch nicht Fachmann genug, um die möglichen mititärischen Mittel überschauen zu können.
      Die Studie der Rand Corporation vom Januar 2023 zeigt ja deutlich, dass der Westen in der Ukraine wenig bzw. nichts zu gewinnen aber viel zu verlieren hat. Rational stellt sich hier die Frage: wie kommen wir aus dieser Nummer heraus ohne das Gesicht zu verlieren. Schauen wir mal, ob oder wie sie beantwortet wird.

      Auf der westlichen Seite haben wir es nach meiner Einschätzung jedoch nicht nur mit rationaler Analyse zu tun, sondern mit der Tatsache, dass die USA geo- und wirtschaftspolitisch auf dem absteigenden Ast sitzt. Diese Situation könnte die Frage nach bestmöglichen Entwicklung irrational überlagern und zu einer Reaktion führen nach dem Motto: ein angeschossenes Nashorn kämpft mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln ohne Rücksicht auf Verluste.

      Da es öffnetlich Hinweise und Signale in beide Richtungen gibt, ist schwer einzuschätzen, was hinter den Kulissen passiert oder möglicherweise verhandelt wird. Das Risiko, dass zufällige Ereignisse eine unkontrollierbare Dynamik in Gang setzen könnten, darf von keiner Seite unberücksichtigt bleiben.

      Um mein vorläufiges Fazit in ein Bild zu setzen: Russland ist ein besonnener Schachspieler, der sich einer existenziellen Bedrohung ausgesetzt sehen könnte – die wird eintreten, wenn die andere Seite das Schacbrett vom Tisch fegt.

      1. „Rational stellt sich hier die Frage: wie kommen wir aus dieser Nummer heraus ohne das Gesicht zu verlieren. Schauen wir mal, ob oder wie sie beantwortet wird.“

        „Man“könnte Dinge wie die Sprengung der NS2 durch die Ukraine mehr in den Vordergrund rücken (Medial,etc) ich denke wenn man tiefer gräbt wird man noch mehr finden, das könnte man als „Westen“ nutzen um da ohne Gesichtsverlust rauszukommen, so nach dem Motto wir hätten nie geahnt wie Hinterhältig die Ukrainaken sind, die MSM Hörigen Massen würden soetwas nicht Hinterfragen, die Kehrtwende bei Corinna hat die Masse ja auch geschluckt…

        1. Diesen Gedanken hat Thomas auch schon geäußert:
          Nicht wir tragen die Schuld sondern die Ukraine……da müssen wir doch über eine weitere Unterstützung dieser Burschen ernsthaft nachdenken.
          Ein Mediensalto um das Gesicht zu wahren. Mal sehen, ob es wirklich so kommt.

          1. Halte ich für ausgeschlossen. Der Westen will nicht „aus der Nummer raus“ da besonders Europa seine eigenen Sicherheitsinteressen verletzt sieht. Die „Zeitenwende“ sollte man in Russland ernst nehmen da es die Entscheidungen sichtbar und dauerhaft beeinflusst.

            1. Die Rand Corporation ist der außenpolitische think tank der USA – quasi der Drehbuchschreiber.
              Die Studien werden durchaus ernst genommen, was jedoch irrationale Entscheidungen und die Entstehung einer unkontrollierbaren Dynamik der Eskalation durch zufällige oder provozierte Ereignisse nicht ausschließt.
              Man muss auch im Hinterkopf behalten, dass der ‚Hauptfeind‘ der USA China ist ud dort die gegenseitigen Abhängigkeiten sehr komplex sind.
              Da Glaskugeln im Moment ausverkauft sind, müssen wir die weitere Entwicklung abwarten.

            1. Das sehe ich auch so.
              Es gibt gegenwärtig jedoch einen wichtigen Unterschied: die ehemaligen ‚Dienstboten‘ konnten beliebig behandelt werden, während sich heute Russland in seiner territorialen und souveränen Existenz bedroht sehen könnte oder bedroht sieht………und Russland verfügt über die bessere Waffentechnologie (gegen die Hyperschall-Raketen ist bisher kein Kraut gewachsen).

  9. « Unterwasserdrohne „Poseidon“ … im Grunde genommen Atomtorpedos, die vor der Ostküste der USA so starke Tsunamis auslösen können, dass sie New York und alle anderen amerikanischen Städte an den Küsten des Atlantiks buchstäblich wegspülen würden. »

    Ja, das klingt nach Lothar Emmerich. Irgendwas in uns sehnt sich offenbar nach diesen Szenarien der Vernichtung, solange sie sich nicht in die Umsetzung gehen.

    Hier ist die Unterwasser Detonation einer sogenannten Atombombe. Natürlich ist es nur Sprengstoff, dafür aber eine ganze Menge:

    Hardtack Umbrella am 8. Juni 1958
    https://t.me/s/Atombombe/131

    Ein Tsunami entstand dadurch überhaupt nicht, allenfalls ein bißchen Brandung im Eniwetok Atoll.

  10. >> Damit sie ihre Unabhängigkeit verteidigen kann“, so Sikorski.
    >> Von welcher Art von „Unabhängigkeit“ spricht Sikorski?
    .
    Inwieweit stimmt die Nachricht, daß die Ukraine im Mai komplett an BlackRock um 8,5 Billionen US$ verkauft wurde?
    Ist die Ukraine dann noch ein Staat? Unabhängig?
    Ist BlackRock so mächtig, daß es die USA zur Verteidigung ihres Territoriums einsetzen kann?
    .
    Und wenn? Wo ist das Geld? Wem gehört es?

    1. Blackrock druckt quasi das Geld, mit welchem Kiew das Land verpfändet, um Waffen zu erwerben, mit denen das Blut seiner Bürger vergossen wird. Also Land und Blut für nichts. Ein gutes Geschäft für die Amis.

      Unabhängig ist die Ukerei natürlich schon sehr lange nicht mehr. Sonst würden sie ein solches Geschäft wohl kaum eingehen. Emblematisch für die Sachlage steht der jüdische Clown an der Spitze des Landes.

      Die Aktiva des Landes werden wohl schon seit 2014 verpfändet. Das war wohl bereits die Entscheidung zum Krieg.

      Blackrock steckt hinter dem sogenannte Wiederaufbauprogramm, wenn ich das richtig verstanden habe. Dabei geht es nicht um die Ukerei. Es ist eine Neuauflage der sogenannten Griechenlandhilfe. Die hat ja sehr gut funktioniert. Unser Steuergeld ging unter dem Vorwand der Hilfe für Griechenland in die USA, um dort die Rentner zu ernähren. (Gut, ernährt werden müssen sie nicht; aber sie haben Anspruch auf Luxus.) Nun wird das gleiche mit der Ukerei gemacht. Wann immer man also vom Wiederaufbauprogramm hört, muß man wohl leider verstehen, daß nur wieder die Einkünfte der BRD aus der Besteuerung ihrer Bürger über den Umweg der Wiederaufbaufonds die amerikanischen Rentenkassen päppeln.

      Ist doch auch wieder ein gutes Geschäft für die Amis. Wenn wir so dumm sind, warum nicht?

      https://t.me/s/actualiteFR/20832

  11. « „Die wichtigste Aufgabe ist [bei der umfassenden Verbesserung der Streitkräfte] der Ausbau der nuklearen Triade … Garant für die militärische Sicherheit Russlands und die globale Stabilität … Einheiten und Verbände der Strategischen Raketentruppen mit den neuesten Yars-Komplexen ausgerüstet … Avangard-Raketensysteme mit Hyperschallsprengköpfen … die ersten Trägerraketen des Sarmat-Systems mit der neuen schweren Rakete in Dienst gestellt … maritime und ozeanische Einsätze … Zirkon-Hyperschallraketen … Nukleartriade … strategische Abschreckung … Aufrechterhaltung des globalen Gleichgewichts der Kräfte“, sagte Putin. »

    Leider wird nichts davon helfen, im konkreten regionalen Kristallisationspunkt des globalen (oder eher transatlantischen) Konfliktes einen Vorteil für Rußland zu schaffen. Das wäre aber nötig und hilfreich.

  12. “ Ja, in dieser Situation warten wir gewissermaßen darauf, dass jemand Atomwaffen gegen uns einsetzt, wir selbst tun nichts. „:
    – wird im Westen als Einladung zur geplanten False Flag-Operation in der Ukraine verstanden. Ob das verteilte Jod da noch viel nützt?

  13. Die antirussische Stimmung in Deutschland könnte sich zum positiveren wenden, wenn Russland die schrecklichen Propagandisten, die als Journalisten fungieren und mitten aus Moskau ihre Hetze gegen Land und Leute ausposaunen, einfach raus werfe würde. Zum Beispiel die offensichtlich psychisch gestörte Ina Ruck, man braucht nur ihre Gesicht zu sehen, um festzustellen, wie krank diese Frau ist. Ich verstehe nicht, dass man solche Hetzer und Propagandisten dort duldet, hier wäre die Frau längst hinter Gittern

  14. Aktuell haben allein die NATO Staaten einen aktiven Bestand von 2320 ./. 1674 Russlands.
    Schon diese Zahlen zeigen wer hier abrüsten müsste. Ja aber die Russen haben höhere Reserven. Das stimmt nur teilweise denn von der Gesamtreserve aller Staaten hält Russland zwar knapp die Hälfte allerdings entspricht diese Hälfte der Zahl auf die die NATO zugreifen kann.

    Russland 1.674(aktiv) 4.215(Reserve) 5.889(Gesamt)
    NATO (USA/FR/GB + Teilhabe) 2320(aktiv) 3589(Reserve) 5909(Gesamt)
    Selbst wenn man die 646 Aktiven in die Reserve überführen würde bleibt ein Überhang der NATO von 20 Sprengköpfen.

    Die NATO agiert als Bündnis wie ein Staat (Bündnisfall) gegen einen anderen Staat und das aggressiver als je zuvor.

  15. Wie ist denn die Situation z.Z. – mit viel Abstand betrachtet ?
    Russland ist angetreten, weil man seine Leute im Donbass beschützen wollte und die Aufnahme der Ukraine in die NATO und EU verhindern wollte. Die Ukraine sollte ein neutraler Staat werden.
    Heute, nach 1,5 Jahren Krieg, ist bisher nichts davon erreicht.
    Man sitzt eingegraben im Donbass, Donezk wird noch immer von 155er-Geschützen beschossen, die Ukraine wird an die NATO „angebunden“ und „herangeführt“ und nichtmal die EU-Mitgliedschaft ist vom Tisch.
    Mit der Abwehr einer „grossen Offensive“ ist kein Meter Land gewonnen und ich sehe kein Potential für eine Gegen-Gegen-Offensive, welche neue Fakten schaffen könnte.
    Von aussen und mit Abstand betrachtet, durch die Brille des Westens > Russland schwach !
    So stellt sich mir die Situation dar.
    Also konventionell scheint da nichts zu gehen, mit Kanonen ist dieser Krieg nicht zu gewinnen – für keine der beiden Seiten.
    Ergo denken beide Seiten über die nächste Stufe nach, gibt ja sonst nichts anderes.
    Und dann Gnade und Gott !

      1. Nur dass in diesem Fall 140+ Länder der Meinung sind, dass Russland der Agressor ist und niemand Russland die Nazikeule in Dauerschleife abkauft. Gibt es denn irgend eine zittierbare nichtrussische diplomatische Note, welche „ukrainischen Nationalismus und Agression“ für einen Teil des Problems hält?

        Hitlerdeutschland war international ein Pariah, die Ukraine wird aktuell weltweit diplomatisch ernstgenommen und wird von vielen wirtschaftlich starken Staaten unterstützt. Hier noch auf „russischen Endsieg“ zu setzen hat tatsächlich was von Hollywood.

        1. Ich nehme mein Gehirn als Quelle. Und jeder der eines hat und das auch benutzt sieht den Nationalismus überall. Auch in Deutschland selber. Sprechen sie mal mit Ukrainern. Sehen sie sich die Typen mal an.

    1. Ziel für die Beendigung der Sonderoperation ist 2030. So lange wird das Kiewer Regime wohl kaum durchhalten. Es geht also offensichtlich um mehr. Letztlich die Entnazifizierung, Demilitarisierung und Befriedung Europas.

      1. Ja, das halte ich auch für realistischer, verstehe nur die Foristi hier nicht, die nicht bereit sind, wenigstens den Versuch zu machen, sich allseitig & umfassend zu informieren & jedes mal den gleichen Unsinn aus den MSM des Westens hier wiederkäuen müssen…

      2. Russland ist nicht im Ansatz in der Lage „Europa zu befrieden“ , ich würde es eventuell auch etwas anders ausdrücken. Ich bin gespannt was noch passieren muss, bis Russland die Grenzen seiner militärischen und politischen Macht anerkennt.

  16. „und wir werden als Märtyrer in den Himmel kommen, während sie einfach verrecken, weil sie nicht einmal Zeit haben, zu beichten.“

    Wow, so eine Wortwahl ist für Putin sehr ungewöhnlich. Biblisch und herablassend in einem Satz…Ich frage mich wie er da gerade drauf war als er das so sagte.

    1. @jsm36

      Wenn man den Kontext & die Gesamtumstände nicht kennt, kommt man natürlich auf die Idee, es als „herablassend“ betrachten zu wollen…. es ist einfach nur eine Tatsachenbehauptung – die sind einfach nur Tatsachen egal ob man die gut oder böse findet.

    2. Das ist die Sprache islamistischer Terroristen. Im Himmel warten dann auf jeden bärtigen Tschetschenen (mit denen Putin sich ja so gut versteht) 100 Jungfrauen. Auf Putin 200.

  17. Ich sage es einmalehrlich, ich möchte nicht in der Haut stecken von gewissen Leuten, die entscheiden müssen – jetzt bleibt nur noch der rote Knopf. Wer einen psychologischen Krieg beginnt, sollte sich klar sein, dass kann auch nach hinten los gehen. Das dies der Fall ist hat ein Mr. C. Weinberger in einer TX- Show. auch zu gegeben.
    https://friedensblick.de/16474/alte-schweden-glaubt-ihr-wieder-russische-geister-u-boote/
    Bisher war schon die Grenze Russland zu Norwegen ein heißes Pflaster. Es gab dazu einmal eine Doku zum norweg. Militär da an dieser Grenze. Gezeigt wurde u.a. eine Grenzbeamtin. die bei jedem Wetter.. ! In Finnland ist man dabei drei Meter hohe Grenzzäune zu errichten. Es gab einmal einen Grenzverkehr russ. Touristen..!

    (Stationierung von Atomwaffen)Biden antwortete darauf pflichtgemäß: „Das ist völlig unverantwortlich“. Es ist leider Fakt das die USA ; Japan, Tschechoslowakischen Legion 1918–1920 udgl. jede Schwäche wurde ausgenutzt u. Truppen sind in Russland einmarschiert!
    Die USA nannte ihren Einmarsch Eisbären Expedition , Japan hat eine Armee von 70000 Soldaten in Marsch gesetzt um in Sibirien einzumarschieren. Auch China hatte seine Erfahrungen mit Japan – Nach der Schlacht um Nanjing 1937 wurden im Massaker von Nanking bis zu 300.000 Zivilisten und Kriegsgefangene getötet!
    Also Staaten wie Südkorea – Japan udgl. mit denen hatte man schon schlechte Erfahrungen gemacht.
    In den USA hat man die Hoffnung ein Atomkrieg lässt sich auf Europa begrenzen also kann man gegenüber Russland auf s höchste Risiko setzen. Nun ist Russland in der Lage die Kommunikation mit ihren vielen US – Spionagesatelliten zumindest zu stören.
    Ich weis nicht wie viele Atomraketen man von den jeweils ca. 6000 abschießen kann und wie viel Plutonium dann in der Atmosphäre unterwegs ist. Bei Mehrfachsprengköpfen.
    Nun Rheinmetall schreibt von ca. 30 % mehr Umsatz. Der Umsatzzuwachs der Rüstungsfirmen in den USA wird nicht geringer sein. Klar bei einem Militärhaushalt von mehr als 870 Mrd $ . Ist es da ein Zufall das die Nasa nach einem neuen Planeten sucht – wo man das Ganze wiederholen kann? Dies heißt mit Verantwortung hat man in den USA nicht ganz so viel zu tun!

  18. Und da ist sie wieder die tägliche Atomkriegs Droh.. srry Warnung. In mehrerlei Hinsicht ein Zeichen von Schwäche. Russland denkt immernoch es kann seinen konventionellen Angriffskrieg im Zweifel mit Atomwaffen decken, auf dieses Spiel lässt sich die Welt aber mit gutem Grund nicht ein.

    Wenn Russland seine Interessen von konventionellem Militär nicht durchsetzen kann, könnte es ja überlegen, ob es nicht im Interese aller sinnvoll wäre militärisch vom kleinen Nachbarn abzulassen. Die US waren immerhin auch „Manns genug“ koventionelle Niederlagen wie Vietnam oder Irak/Afghanistan wegzustecken, ohne gleich die Welt in Brand zu setzen.

    Niemand wird Russland mit Nuklearwaffen angreifen, oder hat das Verlangen die international akzeptierten russischen Grenzen zu verschieben, ein Zweitschlag als Diskussionsgrundlage fällt also aus.
    Sollte das russische Ego wirklich so klein sein, dass es eher einen nuklearen Erstschlag führt, als ein Scheitern seiner Invasion einzugestehen, kann man sicher phantasievoll über die Folgen sinnieren.

    Ein Erstschlag auf EU oder US Gebiet, welcher NATO und Westmächte zur kampflosen Aufgabe bringt ist sicher ein schönes Bild zur Selbstvergewisserung russischer geopolitischer Stärke. Wäre doch super wenn es so einen „I always win“ Joker gäbe. So läuft das aber in der Realität nicht.

    Die Menschen die soetwas entscheiden müssen, werden aber sicher zwei Minuten länger abwägen und auch Dinge wie mögliche konventionelle oder nukleare Gegenschläge und vor allem die politischen Auswirkungen berücksichtigen. Russland ist aktuell sehr auf die Rückendeckung von China und die Zurückhaltung weiterer großer Akteure wie Indien/ Brasilien angewiesen. Man sollte nicht davon ausgehen, dass diese Länder automatisch im Team „Endkampf russiches Imperium“sind. Die schauen sicher alle mit heimlicher Genugtuung auf Schritte, welche potentiell der US Hegonomie schaden, zumal an der Seitenlinie jedwedes Ergebnis die eigene Position stärkt. Von denen hat aber deswegen sicher niemand große Lust Nuklearangriffe zu decken, denn dann würde die Weltlage auch für die eigenen Länder schnell sehr sehr ungemütlich, sei es wirtschaftlich, ökologisch oder politisch.

    Das Ganze reiht sich in wöchentlicher Abfolge in die russischen Versuche der Projektion von Stärke mit dem Ziel der Abschreckung.“Wer sich uns in den Weg stellt, wird umgehend eine Antwort erhalten, wie er sie noch nie in seiner Geschichte erlebt hat.“
    Mein Eindruck ist, wer stark ist, der muss nicht aller zwei Tage mit seinen Atomwaffen rumfuchteln und allen erklären wie stark er doch ist.

  19. Am besten feuert man seine Atomwaffen natürlich auf solche irrelvanten Gegner, die selbst keine haben – sicher ist sicher.

    Und man trifft beim Vasallentöten nicht versehentlich den Elefanten im Raum, den keiner sehen darf.

    So ist sichergestellt, dass die eigentlichen Kriegstreiber immer weiter machen können, während sich alle Beteiligten am Anblick der nuklearen Wüste in Europa erfreuen können.

    Jau – dolles, zukunftsweisendes Konzept.

  20. Russland wird in der Ukraine keine Atomwaffen einsetzen. Aber wenn Polen einen Krieg beginnt, wird es mit Atomangriffen heimgesucht. Es wird ein erzwungener Schritt sein. Die erste Reaktion des Westens wird Schock sein. Aber danach wird der Westen Kräfte mobilisieren und der Krieg wird eine neue Ebene erreichen, und alles wird mit einem Austausch nuklearer Angriffe enden. Es wird der Untergang der Menschheit sein.

  21. „Weiter könnte auch von Deutschland die Rede sein, wo Amerika seine Atomwaffen lagert und das die Ukraine mit Leoparden versorgt.”

    Wann ist eigentlich der letzte Leopard von Deutschland an die Ukraine rausgegangen?

  22. Nicht nur die taktischen, sondern auch die strategischen werden noch in diesem Jahr zum Einsatz kommen, und keine irdische Kraft/ Macht wird es vereiteln können.

    Das ist eine beschlossene Sache.

    Das Abartige und Perverse wird für immer ausgelöscht werden, noch in diesem Jahr.

  23. Wenn ich Putin wäre, so würde ich keine Stadt ’nuken‘, nein, ich würde die Residenzen der WEF-Mitglieder, des europäischen Uradels, der Gründerfamilien und sonstigen heutigen Konzerninhaber und Hedgefonds-Grossinvestoren mit Kinzhal- und Iskander Lenkwaffen vernichten, Familienmitglieder gleich mit!
    Mache ne Wette, der globale Krieg ist in 10 Minuten vorbei… ohne Nukes eingesetzt zu haben! Diese Parasiten werden dann wie Kanalratten und Schaben aus ihren Verstecken hervorkriechen und um Gnade winseln, falls sie dies überlebt haben! Dann kann man dieser Mischpoche vollends den Gnadenstoss verpassen! Das wird ne Party! 🥰🍾🥂🥳💃✨🎇

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