Kurios

Rumänische Abgeordnete will Teile der Ukraine annektieren

Eine rumänische Abgeordnete hat einen Gesetzentwurf ins rumänische Parlament eingebracht, der die Annektion von Teilen der Ukraine durch Rumänien vorsieht.

Die rumänische Abgeordnete Diana Șoșoacă ist eine durchaus umstrittene Person und ist, nachdem sie aus der Fraktion ihrer Partei ausgeschlossen wurde, eine unabhängige Abgeordnete. Ich weise darauf hin, weil der von ihr eingebrachte Gesetzentwurf kaum die offene Unterstützung anderer rumänischer Parteien erhalten dürfte.

Die Geschichte ist aber trotzdem eine Meldung wert, weil sie auf ein Problem hinweist, das in deutschen Medien keine Rolle spielt. Im Gebiet zwischen Ungarn, Rumänien, Moldawien und der Ukraine gibt es Bevölkerungsgruppen, die aufgrund von Grenzziehungen im 20. Jahrhundert nicht in „ihrem“ Land leben. In der Regel geht das relativ problemlos, zum Beispiel werden die Rechte der Ungarn in Rumänien weitgehend geachtet.

Anders ist das bei der Ukraine, die ihre ethnischen Minderheiten massiv unterdrückt und sie zwangsweise zu ukrainisieren versucht. Im Donbass hat die Unterdrückung der russischen Minderheit nach dem Maidan 2014 zum Beginn des Krieges geführt, der vor einem Jahr eskaliert ist. Im Westen der Ukraine gibt es das gleiche Problem, dort betrifft es vor allem die ungarischen und rumänischen Minderheiten in der Ukraine, denen die Benutzung ihrer Sprache verboten wird und so weiter. Ungarn und Rumänien haben Kiew deswegen oft kritisiert und sich bei internationalen Organisationen um Hilfe bemüht – bisher jedoch vergeblich, denn das neonazistische Regime in Kiew ist in dieser Frage zu keinerlei Zugeständnissen bereit.

Inwieweit das offizielle Rumänien die Versuche vorantreibt, sein Staatsgebiet auszudehnen und die jenseits der Grenzen lebende rumänische Bevölkerung „nach Hause zu holen“, ist nicht wirklich ersichtlich. Im Falle von Moldawien arbeitet die rumänische Regierung jedoch sehr eng mit der moldawischen Präsidentin Sandu zusammen, deren Ziel offensichtlich der Anschluss Moldawiens an Rumänien ist. Sie hat gerade erst in einem sehr umstrittenen Verfahren durchgesetzt, dass die Bezeichnung der Landessprache Moldawiens in der Verfassung von „Moldawisch“ in „Rumänisch“ geändert wurde, obwohl das nicht dem Willen der Mehrheit im Lande entspricht.

Der Vollständigkeit halber übersetze ich die Meldung der russischen Nachrichtenagentur TASS über das in Rumänien eingebrachte Gesetz. Im Anschluss folgt noch einmal eine Zusammenfassung über die ukrainischen Gesetze zur zwangsweisen Ukrainisierung der ethnischen Minderheiten in dem Land.

Beginn der Übersetzung:

Kiew fordert Sanktionen gegen Verfasser des Gesetzentwurfs zur Annexion von Teilen der Ukraine durch Rumänien

Senatorin Diana Șoșoacă hat im Parlament eine Gesetzesinitiative eingebracht, die die Annexion einiger ukrainischer Gebiete vorsieht

Das ukrainische Außenministerium verurteilt den Versuch, die territoriale Integrität der Ukraine in Frage zu stellen, aufs Schärfste und leitet die Verhängung von Sanktionen gegen die rumänische Senatorin Diana Șoșoacă ein. Der Grund ist eine Gesetzesinitiative, die die Annexion einer Reihe von ukrainischen Gebieten vorsieht. Dies berichtete der Sprecher des ukrainischen Außenministeriums Oleg Nikolenko am Freitag.

„Wir verurteilen den Versuch, die territoriale Integrität der Ukraine in Frage zu stellen und den Geist der guten Nachbarschaft zwischen der Ukraine und Rumänien zu untergraben, aufs Schärfste. Das ukrainische Außenministerium leitet die Verhängung von Sanktionen gegen Diana Șoșoacă als eine Person ein, die eine Bedrohung für die nationale Sicherheit darstellt“, so Nikolenko in einer Erklärung auf seiner Facebook-Seite.

Anfang dieser Woche berichteten die Medien, dass die rumänische Senatorin Diana Șoșoacă im Parlament eine Gesetzesinitiative eingebracht hat, die den 1997 geschlossenen rumänisch-ukrainischen Vertrag aufkündigen und eine Reihe ehemaliger rumänischer und jetzt ukrainischer Gebiete annektieren würde. In dem Dokument wird vorgeschlagen, „historische Gebiete zu annektieren, die zu Rumänien gehörten, nämlich die nördliche Bukowina, die Regionen Hertza, Bujak (Cahul, Bolgrad, Izmail), die historische Maramures und die Schlangeninsel.“

Nach Ansicht der Verfasserin des Gesetzentwurfs soll dieses Gesetz auch „der rumänischen Bevölkerung, deren Zahl einschließlich gemischter Familien auf etwa eine Million geschätzt wird, ihre kulturelle Identität, ihre Traditionen, ihre Bräuche und ihre Religion zurückgeben.“ Laut Diana Șoșoacă wird ethnischen Rumänen in der Ukraine das Recht verweigert, in ihrer Muttersprache zu studieren, und sie sind nicht in der Werchowna Rada vertreten.

Die Anwältin Diana Șoșoacă wurde bei den Wahlen 2020 von der nationalistischen Partei Allianz für die Vereinigung der Rumänen in den rumänischen Senat (das Oberhaus des Parlaments) gewählt, verließ diese dann und ist nun Mitglied der außerparlamentarischen Partei „SOS Rumänien“.

Ende der Übersetzung

Ukrainische Gesetze

2021 wurde in der Ukraine das erwähnte Rassengesetz eingeführt, das die ukrainischen Staatsbürger nach ihrer Ethnie in drei Kategorien mit unterschiedlichen Rechten einteilt. Außerdem wurde in der Ukraine ein Sprachengesetz erlassen, das die Nutzung der Sprachen der ethnischen Minderheiten unter Strafe stellt.

Die deutschen „Qualitätsmedien“ ignorieren diese rassistischen Gesetze in der Ukraine, obwohl das UNHCR pro Jahr zwei Berichte über die Lage der Menschenrechte in der Ukraine veröffentlicht, in denen der Ukraine seit 2014, als sie nach dem Maidan in den Augen der westlichen Medien und Politiker demokratisch geworden ist, scharf kritisiert. Das UNHCR kritisiert die Lage in der Ukraine aus vielen Gründen (nicht aufgeklärte politische Morde, Rassengesetz, Sprachengesetz, etc.). Auch, dass die Verbrechen der Maidan-Zeit (Todesschüsse des Maidan und Tragödie von Odessa) bis heute nicht aufgeklärt werden, wird jedes Mal kritisiert.

Im Donbass hat diese rassistische und national-faschistische Ideologie der Maidan-Regierung 2014 zu dem Krieg geführt, als Kiew anstatt einer Verhandlungsdelegation Panzer in den Donbass geschickt hat. Das ist einer der Gründe dafür, dass Russland im Februar 2022 nach acht Jahren erfolgloser Verhandlungen keinen anderen Weg mehr gesehen hat, als militärisch einzugreifen, um die ethnischen Russen zu schützen.

Aber der ukrainische Rassismus betrifft – wie gesehen – nicht nur ethnische Russen, sondern auch andere Minderheiten, denn laut dem ukrainischen Sprachengesetz müssen Behörden, Wissenschaft und Bildung, der Gesundheitssektor, Dienstleistungen, Werbung, Printmedien und Websites in der Ukraine vollständig auf Ukrainisch umgestellt sein. Alle kulturellen Veranstaltungen dürfen nur auf Ukrainisch abgehalten werden. Für Fernsehsender wurde eine Quote von 75 Prozent ihres Programms in ukrainischer Sprache eingeführt. Auch ausländische Filme und Serien dürfen nur auf Ukrainisch gezeigt werden.

Solche Gesetze sind mit dem in der EU angeblich garantierten Minderheitenschutz nicht vereinbar, der zum Beispiel in Belgien vorbildlich umgesetzt wird. Dass die EU es mit dem Minderheitenschutz nicht so genau nimmt, wenn es um Russen geht, ist aus dem Baltikum, wo ethnische Russen auch benachteiligt werden und teilweise nicht mal vollwertige Staatsbürger sind, bekannt. Auch für die Ukraine scheinen Sonderregelungen zu gelten, denn Brüssel protestiert gegen die offen rassistische Diskriminierung nationaler Minderheiten in der Ukraine auch dann nicht, wenn sie Ungarn, Rumänen oder Polen betrifft.


Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

38 Antworten

  1. Das ist nur die Spitze des Eisberges, wenn man jetzt „alte“ Gebiete zurück fordert. Denkt man dies bis zum Schluss durch, hätte man die Grenzen von vor dem 1. Weltkrieg. Manche „Staaten“ würden gar nicht mehr existieren, Polen beispielsweise gibt es offiziell erst seit 1919. Das ehemalige Königreich Polen hat sich ja schon lange davor selbst durch innerer Streitereien selbst vernichtet. Und diese Entstehung ist gegen die Haager Landkriegsordnung. Da steht klar drin, dass der Verlieren keine Gebietsabtretungen zu befürchten hat.
    Was mich allerdings sehr wundert, ist dieser Schulterschluss der Ukraine mit Polen. Historisch gesehen hatte auch das ukrainische Volk unter Genoziden durch die Polen zu leiden. Die haben es von 1919-1939 ja recht wild getrieben.

    1. Exakt. Es gibt eine ganze Menge so genannte „Reichsbürger“ in verschiedenen Ländern. Regelmäßig für „Prophezeiungen“ dieser Art ausgelacht fühlt es sich regelrecht gut an wenn man sieht, wie die eigenen Voraussagen langsam Gestalt annehmen.

      Hier in RO passieren gerade auch noch ganz andere Dinge diesbezüglich. Nicht nur RO schaut auf die Ukraine. Auch Ungarn und Östereich (wenn gleich dieses auch NOCH nur sehr zurückhaltend). Und das nicht nur auf Gebiete in der Ukraine. Besagtes Maramures ist nämlich Teil Transilvaniens, was sich seinerzeit per privatrechtlichem Vertrag an Rumänien anschloß. Nun laufen auch hier offenbar ernsthafte Bestrebungen Transilvanien wieder von RO zu lösen. Per Referendum.

      Da sich auch die hiesigen transilvanischen Rumänen als Zahlmeister für den Rest Rumäniens betrachten fand die Idee einer Souveränität Transilvaniens auch unter ihnen zum Teil viele Freunde. So wären die 500.000 Unterschriften mit denen die (im Januar IN WIEN) gegründete Partei Freies Transilvanien (o.s.ä.) sich in den nächsten Tagen in RO öffentlich an den Staatspräsidenten zur durchführung eines entsprechenden Referendums wenden will, vor ein paar Jahren noch undenkbar gewesen. Jetzt haben sie diese in weniger als 2 Monaten zusammen bekommen.

      In Gesprächen mit den Menschen hier in Mures stelle ich zwar noch große Zurückhaltung fest (im allgemeinen) hält man das im großen und Ganzen noch für eine Totgeburt, wenn man aber nach hakt und fragt wie sie abstimmen würden und eine Antwort erhält, ist man dann sehr oft mit einem sehr überzeugten „NATÜRLICH FÜR die Unabhängigkeit“ konfrontiert.
      Von daher nehme ich an, dass die Zurückhaltung eher Selbstschutz ist, denn auch wenn die Behörden hier in der Regel bei fast allem sehr tiefen-entspannt bleiben…, bei allen was gegen die Integrität des Staates geht kennen die kein Pardon.

      NATÜRLICH wäre das nur der erste Schritt zurück nach Ungarn. Ein Narr, wer etwas anderes glaubt. Man siehe nur der Druck, der z.B. auf die UEFA etc ausgeübt wurde, dass sie die Symbole auf den Fahnen und Schals der Ungarischen Fans und Spieler, die Großungarn (vor 1914) abbilden, nicht als politische Äusserung angesehen werden. Orban trug so einen Schal bei der WM und löste damit unter rumänischen Politikern eine Welle der Empörung aus. Aber einen direkten Abgang aus RO nach Ungarn könnte man den Rumänen hier nie im Leben vermitteln. Eine Seperation schon. Wer weiß den schon was später kommt 😉

      Ich persönlich tendiere auch dazu, dies für eine Totgeburt zu halten. Aber die Zeiten sind gerade sehr spannend und was gestern noch undenkbar schien ist u.U. morgen schon ein alter Hut.

      Was POLEN betrifft. Die arbeiten mit den Ukrainern nur deshalb zusammen, weil es
      1. Gegen Russland geht
      2. weil sie auf Kampflose Gebietsgewinne in der Ukraine hoffen, wenn diese zusammenbricht.
      Die Hyäne Europa’s eben

      https://t.me/HandtaRico

      1. @ Ricoppp32
        Danke für Ihre Ausführungen.
        Da ich seit meiner Kindheit nachbarschaftlich mit Siebenbürgen vertraut bin, war mir der Staat Rumänien seit jeher etwas suspekt. Da wurde, historisch gesehen, etwas zusammengenagelt, was bis heute nicht unbedingt zusammengewachsen ist.
        Ist vermutlich auch eine Glaubens- und Überzeugungsfrage.

        1. Phantasien gibt es in jeder Nation. Das Problem mit der Zwangsukrainisierung ist die EU. Sie duldet z.B. das Entrussifizieren. Das Baltikum ist ein großes Beispiel hierfür. Die russischen Bürger werden zu Menschen 2. Klasse. Wahlrecht in dem Sinne haben sie keine auch wenn sie schon lange im Baltikum leben. Auch die Ukraine versucht alles russische zu beseitigen. Rücksichtslos. Der Donbass ist das Beispiel für das menschenverachtende Handeln des ukrainischen Regimes. Das ist Faschismus und die EU duldet dies und bezahlt sogar dafür. Rumänen und Ungarn sind nur ein Beiwerk bei der Reinigung der Ukraine von russischen Bürgern. Nicht umsonst ist Bandera die Symbolfigur der faschistischen Ukraine.

      2. @„weil sie auf Kampflose Gebietsgewinne in der Ukraine hoffen, wenn diese zusammenbricht.
        Die Hyäne Europa’s eben“

        Als ob Russland auf keine Gebietsgewinne nach dem Zusammenbruch Banderastans hoffen würde. Die russische Redewendung, laut der Polen in Russland als nicht besonders fremd wahrgenommen wird, habe ich bereits mal zitiert – ist denn Russland die andere Hyäne Europas?

        Stammt dieser Spruch nicht zufällig von Churchill? Seit wann sind die Briten in Russland Autorität, was slawische Völker angeht? Diese Woche zitierte ich einen Artikel, der u.a. beschreibt, wie ein oft zitierter Engländer Russen für genetisch unterlegen hält – welch Autorität!

        1. POLEN ist ein Völkerrechtswidriges Konstrukt, dass sich seit seiner illegalen „Gründung“ auf dem Gebiet anderer Staaten, was perse nicht mit dem Völkerrecht unvereinbar ist, immer wieder durch aggressive Handlungen gegen ALLE seine Nachbarn hervorgetan hat. Das begann 2 Monate nach „Gründung“ und wird im Momment lediglich durch die Stärke Russlands eingeschränkt. Ich könnte hier Seitenlang Beispiele dafür bringen, dass Churchills Name für Dein geliebtes „Polen“, nämlich „Hyäne Europa’s sehr wohl gerechtfertigt ist, aber wozu? Du willst es nicht hören und die anderen wissen es.

          Das kann man schon an Deiner Reaktion auf Kindergarten-Niveau sehen. Die eigene Landgier für gerechtfertigt darstellen, weil der andere bestimmt auch Landgier hat… schon klar. Schau Dir mal eine Karte von vor 1914 an und suche dein geliebtes Polen, dass nur solange gegen Progrome und Genozide ist, wie sie gegen die eigene Bevölkerung gerichtet sind, sie aber toll findet, solange sie gegen andere gerichtet sind. Siehe die Äußerungen Eurer Politiker. Ein paar davon waren auch hier im Anti-Spiegel schon zu lesen.

          „Deutschland sollte viel weniger Einwohner haben….“

          „die Russische Bevölkerung sollte kleiner als 50 Mio sein“ usw.

          Polen ist wirklich das LETZTE Land (NICHT STAAT) der Welt, dass mit dem Finger auf andere zeigen sollte!

          btw. Ich verlinke Dir eine Karte:
          https://t.me/HandtaRico/3689

          1. @„POLEN ist ein Völkerrechtswidriges Konstrukt, dass sich seit seiner illegalen „Gründung“ auf dem Gebiet anderer Staaten, was perse nicht mit dem Völkerrecht unvereinbar ist, immer wieder durch aggressive Handlungen gegen ALLE seine Nachbarn hervorgetan hat.“

            Meinen Sie Russland, Deutsches Kaiserreich und Österreich-Ungarn, welche sich im 18. Jahrhundert Polen gerissen haben? Ihr Völkerrecht-Verständnis ähnelt jenem der Banderas – nach dem Ukro-Recht sei Russland ein völkerrechtswidriges Konstrukt, daher heißt es fortan „Moskovien“. Schon um einen Job bei Schnorrlensky beworben?

            Was Polens „illegale Gründung“ angeht – die erfolgte irgendwann im 9.-10. Jahrhundert im heutigen Grosspolen, da ist kein vorheriger Staat bekannt. In Schlesien hat damals zeitweise Mähren regiert – die waren sogar so nett, dass sie Breslau gegründet haben – dieser Staat hat sich später aufgelöst und ist heute eine tschechische Provinz, wie übrigens später zeitweise Schlesien. In Westgalizien ist vor Polen ebenso keine Staatlichkeit bekannt, ähnlich Masovien.

          1. Noch einmal Schwachsinn zitiert:

            @„Schau Dir mal eine Karte von vor 1914 an und suche dein geliebtes Polen, dass nur solange gegen Progrome und Genozide ist, wie sie gegen die eigene Bevölkerung gerichtet sind“

            Wie der Zufall will, RT schreibt gerade über antirussischen Pogrome in Ostgalizien, wo auch die aufkeimenden Ukros mitgemacht haben – organisiert vom ach so tollen Österreich-Ungarn:

            https://de.rt.com/europa/166020-genozid-in-galizien-wie-russische-westukraine-ausgeloescht-wurde/

            „Genozid in Galizien: Wie die russische Identität in der Westukraine ausgelöscht wurde“

            „… Vor der Entwicklung der Region Galizien zum Zentrum des ukrainischen Nationalismus wurden die dortigen Russophilen in einigen der ersten Konzentrationslager Europas „ausgemerzt“. … Die Menschen fielen dem Zorn der österreichischen Behörden wegen Kleinigkeiten zum Opfer – wie zum Beispiel dem Besitz russischer Literatur, der Zugehörigkeit zu einer russischen Gesellschaft, dem Besitz eines russischen Schuldiploms oder der bloßen Sympathie für Russland. In einigen Fällen wurden Menschen verhaftet, nur weil sie sich als Russen bezeichneten. …“

            Nach dem Ersten Weltkrieg gab es Polen in Lemberg – da änderten sich die Winde:

            „… Die Erinnerung an die Vergessenen … In der Periode zwischen den beiden Weltkriegen bemühten sich die ehemaligen Häftlinge, die Erinnerung an die Tragödie zu verewigen, die den galizischen Ruthenen widerfuhr, und sie bemühten sich, die Erinnerung an die Opfer von Thalerhof aufrechtzuerhalten. Die erste Gedenkstätte wurde 1934 errichtet, und schon bald entstanden ähnliche an anderen Orten der betreffenden Region. … In den Jahren 1928 und 1934 wurden in Lemberg Thalerhof-Kongresse mit über 15.000 Teilnehmern abgehalten. …“

            Das alles soll „illegal“ sein, aber die österreichischen Pogrome der Russen „legal“? – schon klar…

            Der Artikel geht aber weiter:

            „… Im Jahr 1939 wurde Galizien Teil der UdSSR. Noch vor der Sowjetzeit gab es ein stillschweigendes Verbot über das Thema Thalerhof zu sprechen, denn allein die Tatsache, dass es in Galizien Russen gab, wurde als Hindernis für die Ukrainisierung angesehen, die in der Westukraine nach dem Zweiten Weltkrieg aktiv vorangetrieben wurde. Nach der Eingliederung von Galizien und Wolhynien in die UdSSR wurden die meisten russophilen Organisationen in Lemberg aufgelöst. …“

            Wenn man das alles berücksichtigt – von den drei Staaten Österreich-Ungarn, Polen und UdSSR ging es den Russen um Lemberg am besten im polnischen Staat – schön, dass man sich im heutigen Russland daran erinnert.

        2. Nein, die Polen sind das wohl kriegslüsternste pack auf Europas altem Kontinent – davon zeugen die Polenkriege – und zugleich die Servilsten: haben doch die Polen als allererste – vor den Rumänen – der CIA Räumlichkeiten für Foltergefängnisse zur Verfügung gestellt.
          UNd jetzt stellen die Polen den grössten Anteil an Söldnern in der Ukraine.
          All das sollte nicht vergessen werden.
          Nach dem Fall der Ukraine bzw. der Vernichtung der 4. ukrainischen Armee – und dies steht unmittelbar bevor – werden die Polen die grösste und stärkste Armee in Europa besitzen – und dies, betrachtet man den krankhaften Hass der Polen auf alles, was nicht polnisch ist, betrachtet man die Gier, den Landhunger der Polen – ist eine schlechte Botschaft für Europa.
          Und diese schlechte Botschaft wird Rest-Europa noch wie Bomben und Granaten auf die Füsse fallen.
          Zu hoffen ist, dass die Wahnsinnigen in Wahrschau einen Krieg gegen die Russen beginnen – dann ist das Problem Polen für eine Weile wieder schubladisiert.
          Ansonst Gnade Gott Europa.

          1. Schon erstaunlich, wie gerne man in deutschsprachigen Webforen gegen slawische Völker poltert – beim „Spiegel“ gegen Russen, beim „Anti-Spiegel“ gegen Polen. Es liegt vermutlich daran, dass man westlich der Elbe slawische Völker generell für unterlegen und nicht lebenswürdig hält, was vor 90 Jahren offizielle Politik des damaligen deutschen Kanzlers wurde.

            1. nööö, nicht gegen slawische Völker. Nur gegen Polen. Russen sind nämlich auch slawische Völker.
              Aber keine Sorge werter Hannibalmurkle, ich lasse das Diskutieren mit Dir. Jaja, Du darfst das Dir ruhig als argumentativen Sieg gutschreiben. Ist mir vollkommen Rille.

              Aber zum Ende noch ein wirklich GUT und ernstgemeinter Ratschlag. Such Dir professionelle Hilfe beim kurieren Deines Stockholmsyndroms.

            2. Das hat nichts mit „Poltern gegen slawische Völker“ zu tun – die Polen mit den „slawischen Völkern“ gleichzusetzen ist falsch.
              Natürlich, das sei hier zugegeben, sind die Litauer ähnlich verrückt wie die Polen – aber sie stellen militärisch keine Gefahr dar.
              Das ist in etwa wie mit Deutschland: selbst wenn Bärbock heute der Schweiz den Krieg erklären würde, das täte uns hier zwar aufregen, aber nicht besorgen: die deutsche BW ist zwar schwangerengerecht und wohl auch mit tarnfarbigen Tampons ausgerüstet, daneben aber in derart desolatem Zustand und eine derartige Lachnummer, die kann nicht mal einen längst fälligen Putsch gegen die eigene Regierung durchführen, mangels mechanisierter Ressourcen – ist jedenfalls keine militärische Gefahr (mehr).
              Polen ist da eine ganz andere Hausnmummer: Polen hat eine hochgerüstete Armee, sie wird gerade weiter aufgestockt und noch mehr hochgerüstet, und hat eine Regierung, welche extreme verbale Agressivität an den Tag legt – und niemand mag glauben, dass es bei den Polen nur bei Worten bleibt.
              Auch wenn ich hierbei den Argumenten auch von @Weste teils zustimme, es seien nur die Eliten, welche so kriegslüstern sind: die Regierung wird von allen Wahlberechtigten eines Landes gewählt, und dies gilt auch für Polen. Und der Ton, dieser harsche, aggressive Ton, dieser Hass auf alles nicht-polnische ist schon lange da, zu lesen, zu hören, zu sehen.
              Und die polnischen Wähler – mindestens die Hälfte – haben dies Kraft der letzten Wahlen gutgeheissen.
              Um es nochmals klar zu sagen: nicht die Polen an sich, nicht deren krankhafter Hass auf alles Nicht-Polnische ist das Problem – damit vermiesen sich nur die Polen selbst alles – sondern die extrem hochgerüstete polnische Armee in den Händen dieser krankhaft hasserfüllten Regierung – unter Billigung der Wähler.

          2. Ich verstehe zwar, was hier gemeint ist, aber ich halte es für unfug. egal ob polen, deutsche, russen, was auch immer. es sind nicht die einfachen bürger die diese kriege und handlungen bestimmen sondern die politischen und vor allem wirtschaftlichen eliten. und selbst die sind nicht homogen. also so vormuierungen wie „die polen sind das kriegslüsternste pack“ sind einfach oberflächlich, dumm und geradezu rassistisch. Ich kenne persönlich sehr friedfertie polen. (ich freu mich schon auf eure anfeindungen und die äquivalent zur „nazikeule“ hier immer wieder geschwungene trollkeule)

          3. @ oHenri
            Man muß den politischen polnischen Feudalherren und einem Teil ihrer Untertanen immerhin zugute halten, daß sie sich ihren bemerkenswerten Ruf hart erarbeitet haben und weiterhin konzentriert an ihrem Selbstbild feilen.
            Auch das zeugt von einer gewissen Zuverlässigkeit.
            😂😂😂😇🤮🤑😵‍💫

  2. Dieser Vorstoß, der aktuell noch völlig ABSURD erscheint, erhält erst dann seine volle Brisanz, wenn die Ukraine sich doch noch zu einer „Provokation“ gegen Moldavien verleiten ließe (wir wissen ja, wer der im Hintergrund wirklich die Fäden zieht – wahrscheinlich immer noch Johnson). Mit den heutigen propagandistischen Mitteln, wird man dies versuchen den Russen oder anderen in die Schuhe zu schieben. Anschließend oder bereits vorher diesen „Schulterschluß“ umsetzen und schon hat Rumänien ein Recht in den Konflikt einzugreifen. Es braucht nicht besonders erwähnt zu werden, dass in Rumänien, genauso wie in Polen, US-Raketensysteme installiert sind genauso wie ein ganzes US Air-Force Geschwader. Und dann wird es plötzlich u.U. sehr eng mit NATO oder nicht NATO… – Eingriff in den Konflikt.
    Hoffen wir also von ganzem Herzen, dass hier eine bessere Lösung gefunden werden wird.

    1. …nein – sie gehört(e?) zur Partei AUR = Gold, welche nationalistische Züge hat wie csu, Front National, die ULTRA’s bei denen da in Jaffa und viele-viele mehr…

      Was wir ihr zu Gute halten war ihr unermüdlicher, vehementer Kampf gegen diese unsinnigen covid-Restriktionen, gegen die Einmischung von außen – vor allem die aus Brüssel… – sie kämpft für ein unabhängiges Rumänien – wie Andere in vielen Ländern auch…..

  3. @„Eine rumänische Abgeordnete hat einen Gesetzentwurf ins rumänische Parlament eingebracht, der die Annektion von Teilen der Ukraine durch Rumänien vorsieht.“

    Wie ich bereits schrieb – wenn Russland sich vernünftiger mit den Völkern und Ländern Osteuropas anstellt, würde die Teilung Banderastans diese Länder mit Russland zusammen schweißen: Rumänien, Ungarn, Polen. Darunter die beiden aktuell größten NATO-Länder in Osteuropa – strategisch sehr wichtig.

    Leider ist bereits dieses vernünftig Anstellen für Russland wohl zu anspruchsvoll – bisher lässt Russland all die Länder rätseln, ob man sie eventuell erobern möchte.

    1. @Hannibalmurkle
      „Leider ist bereits dieses vernünftig Anstellen für Russland wohl zu anspruchsvoll – bisher lässt Russland all die Länder rätseln, ob man sie eventuell erobern möchte.“
      Lesen Sie militär-strategische Artikel (aber nicht Spiegel, Stern, auch nicht ARD).
      Dort werden Sie nachlesen können, dass die Gesamtzahl des derzeit verfügbaren russischen Militärs für eine Besetzung der Ukraine – nicht zu Reden von den Märchen vom Russen am Rhein – nicht ausreicht; bei weitem nicht ausreicht.
      Skurril ist aber auch immer: zum Einen wurden im 2022 noch Geschichten über die unfähige russische Armee (unfähig, betrunken, keine Munition usw) herumgereicht, zugleich insuinierte man, diese komplett unfähige russische Armee würde demnächst über den Rhein setzen …. ja was denn nun?

  4. „Die territoriale Integrität der Ukraine“ ist die heilige Kuh der westlichen Kriegspartei und an ihr darf nicht gerüttelt werden, weil sonst jeglicher Grund abhanden kommt, gegen Russland Krieg zu führen. Und weil das so ist, rütteln die Russen gerne daran und schreiben solche Meldungen in die TASS.
    Abseits aller Spekulationen zur Neugestaltung der Landkarte in Europa, dürfte doch jedem klar sein, dass solange die westliche Kriegsallianz bestehen bleibt, solche Pläne im westlichen Lager obsolet sind.

      1. Ich schreiben ja deshalb auch, …solange diese Allianz bestehen bleibt.
        Sollten einmal Friedensverhandlungen einsetzen, wird die Losung sofort von „territoriale Integrität der Ukraine“ auf „kulturelle Integrität der Völker“ umschlagen und jeder Nachbarstaat wird einen Teil der Ukraine für sich beanspruchen.

        Wichtig ist jedoch zu kapieren, dass es jetzt noch kein Thema ist.

    1. @Mircutux
      „… dass solange die westliche Kriegsallianz bestehen bleibt …“

      Da sind ihrem Betriebssystem wohl einige wichtige Datenengramme verloren gegangen, denn so weit ich mich erinnere erodiert die „Macht“ des Wertewestens™ von Monat zu Monat schneller. Was könnte das deutlicher beweisen als die Saudis, die nicht nur ihr Öl in Yuan handeln wollen, sondern auch den BRICS beitreten. Wenn sie also irgendwann erkennen daß sie ein totes Pferd reiten, steigen sie einfach ab.

      ceterum autem censeo Carthaginem esse delendam

  5. Mich irritiert ein wenig dass in dem Artikel von einer „russischen Minderheit“ im Donbass die Rede ist – dort bilden die etthnischen Russen doch eher die Mehrheit, was wiederum der Grund für die Bestrebungen nach Autonomie gewesen ist.

  6. @„DIE, beteiligten Staaten, müssten nur eine gemeinsame Front gegen die Ukras aufbauen.“

    Das schreibe ich auch ein Stück weiter oben. Vermutlich wird man einige Zeit noch Probleme mit Banderas haben – spätestens dann entdecken die drei Staaten, dass es noch einen vierten gibt, mit dem man in der Sache kooperieren müsste: Russland, für welches sich strategisch lohnen wird, die paar Regionen abzugeben. Zumal gerade die Banderas im Westen, um Lemberg, als besonders fanatisch gelten – will sich Putin wirklich damit rumplagen?

  7. Ich vermute, das ist mit der NATO und auch mit Teilen der Ukraine-Putschisten abgesprochen: Wenn Russland so viele Fortschritte macht, dass es so aussieht, dass die NATO Russland nicht mehr zurückdrängen kann, werden Teile der Ukraine von Rumänien und Polen, und evtl. auch Moldawien, Slowakei und/oder Ungarn annektiert, um Russland entweder aufzuhalten oder aber dazu zu bewegen, direkt auf NATO-Verbrecher zu schiessen.
    Würde mich nicht wundern, wenn demnächst (nachdem die Putschisten aus Artjomowsk vertrieben sind) Polen ein Gesetz erlassen würde, nach dem sogar der Donbass zu Polen gehört.

  8. Alles hängt von Moskau ab. Es hängt nur von den Entscheidungen Moskaus ab, ob Rumänien seine historischen Gebiete zurückgeben wird oder nicht. Moskau wird entscheiden, ob es Rumänien seine Gebiete gibt oder nicht. Und wenn die Regierung beschließt, nicht zu geben, wird Rumänien nichts bekommen und nichts tun können.

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