Le Monde: Ein ukrainischer Militäroffizier sagte, dass westliche Waffen zu viel Wartung erfordern

Insbesondere die Panzerhaubitze Caesar schieße schnell und mit großer Genauigkeit, sei aber „sehr sauberkeitsbedürftig“ und schlecht an die Realitäten von Kampfeinsätzen angepasst

Der ukrainische Offizier erklärte gegenüber der Zeitung Le Monde, dass westliche Waffen einen zu hohen Wartungsaufwand erfordern, der an der Front nur schwer zu leisten ist.

„Die französische Panzerhaubitze Caesar schießt sehr schnell und sehr genau, aber ich benutze sie nur selten. Sie muss sehr sorgfältig gewartet werden und ist schlecht an die Gegebenheiten von Kampfeinsätzen angepasst“, so der Gesprächspartner der Agentur.

Er betonte auch, dass eine französische Haubitze, sobald sie an der Front auftaucht, ein vorrangiges Ziel für das russische Militär darstellt. Dabei dauert es laut der Zeitung mindestens fünf Minuten, bis die Panzerhaubitze den Abschussort verlassen hat.

Wie der ukrainischer Soldat feststellte, „wenn ich am Tag fünf Schüsse aus der Caesar abfeuere, ist das schon gut“.

„Diese Dame ist sehr sauberkeitsbedürftig. Die Bedienung der Selbstfahrlafette ist wie bei Chirurgen, die Handschuhe und Schuhüberzieher tragen. Sie müssen sogar darin schlafen, damit sie keinen Schmutz verursachen“, fügte der Gesprächspartner der Zeitung hinzu.

Nach Angaben der Zeitung wurden erst vor kurzem von den insgesamt 30 Artilleriegeschützen, die Frankreich an Kiew geliefert hat, 4 Caesar zerstört und 2 weitere beschädigt. Offenbar wurden die Selbstfahrlafetten jedes Mal von russischen Kamikaze-Drohnen zerstört, so Le Monde.

Übersetzung aus der russischen Nachrichtenagentur TASS


Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

19 Antworten

          1. Interessante Frage – müßte man nun wissen, ist der künstliche Anteil höher – dann mit der Star-Diagnose auslesen, doch falls der natürliche Anteil überwiegt – dann hilft eben doch nur die Obduktion… 😉😝

  1. Das erklärte mir schon mein Vater, wie ich klein war, zum Weltkrieg: « Das deutsche Maschinengewehr – ratatatatatatata! Aber bei strengem Frost funktionierte es nicht mehr. Das russische Maschinengewehr – bum bum bum bum. Aber es funktionierte immer. »

    1. Automechaniker heißen jetzt Mechatroniker.
      Das dumme dabei ist: Man selbst kann nicht einmal mehr eine Zündkerze selbst wechseln,
      weil alles in digitalen Modulen versteckt ist.
      Ähnliche Sorgen dürften auch die Soldaten der Ukraine plagen.

      1. Ja..ich glaube auch, genau da ist „der Hund begraben“ aus ukrainischer Sicht. Toll, mal eine ganz simpel einfachste Erklärung zu haben für die armen Schweine, welche die „BIS ZUM LETZTEN UKRAINER-STRATEGIE “ umzusetzen haben als Vorletzter…..

  2. Die Vermutung hatte man schon bei der NVA, westliche Waffen sind für einen harten Konflikt nicht tauglich, den Beweis haben wir jetzt. Und Russland macht es richtig und hält trotz allem Fortschritts immer noch einen analogen Kanal offen.

    1. Mensch Schwarzer ???

      Der harte Konflikt für die NVA bezog sich strategisch gedanklich für den Generalstab NICHT in der Schwarzmeer/Schwarzerde-Region mit den dortigen Verhältnissen…. sondern auf dem eigenem Territorium. Die Polen und Tschechen taten ihr ihriges . ….

      Aaaaber, ich lasse mich gerne eines BESSEREN belehren. Bringen sie mal einen einzigen – NUR EINEN EINZIGEN – Gegenbeleg dessen, was ich sagte im ersten Absatz.

      Ich wills mal auf den Punkt bringen:

      Sämtliches Kriegsgerät, welches von deutschen Ingenieuren entwickelt und produziert wurden, dienten einzig dem Auftrag des Grundgesetzes. Nämlich der Verteidigung des Staatsgebietes der BRD. Und nur die Verhältnisse von Berchtesgarden bis Flenburg waren maßgeblich in Entwicklung-Ausführung usw. weil… schon die Ausschreibung des Bundeswehrbeschaffungsamtes detailliert Vorgaben machte, zu welchem Zweck nun mal jedes einzelne Kriegsgerät dienen sollte.

      Leo1+2 Panzer waren nicht mal dazu konzipiert in der Uckermark eingesetzt zu werden. Erst recht nicht in Polen. Und…. mei, muss ich weiter schreibend denken…. nicht dazu konzipiert über Brückenbauwerke zu rasseln, die statisch nur bis 40/50 Tonnen Traglast ausgelegt sind, wie fast alle Sowjetbrücken. Nicht im Morast der Schwarzerde … sondern immer fein auf trockenem festem Boden unter 70/80 Tonnen Kampfgewicht….

      Mal überleitend zu 2023:

      Die NVA hier quasi beleidigen zu wollen, die hätten sich Gedanken darüber gemacht, dass sie selbst durch die Nato überrannt worden wären und hätten dann erst mal den Polen und Tschechen noch schlaue Spüche gedrückt… Nun ja…

      Soll ich weiter reden…. Kein Problem….

  3. Die russischen Jets klappen ihre Ansaugwege hoch und zu und starten und landen auf dem Feldweg. Für westliche Jets muss vorher die geeichte und besonders geeignete Landebahn sinnvollerweis noch extra abgekehrt werden. Panzer sind für das Gelände nur bedingt geeignet. Und von den Marinefliegern weiß man, dass die hier schon Hubis bekamen, die ausdrücklich nicht für Manöver über Wasser geeignet waren. Hauptsache die Ausrüstungs- und Waffenlobby, die u.a. den hässlichen alten und stracken Zimmermann sowie den ungewaschen und ungekämmten Uralthippie mit den ekligen blonden Fransen um die schnappatmungsgerötete Fresse sponsert, kann gut und in Dauerschleife verdienen.

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