Unmenschliche Haftbedingungen?

Gesundheitszustand von Assange: Propaganda im Spiegel

Im Spiegel ist ein Artikel über Julian Assange erschienen, der anschaulich zeigt, wie sehr der Spiegel zu einem Propaganda-Instrument der US-Politik verkommen ist.

Julian Assange wird seit über zehn Jahren von den USA gejagt, weil er Kriegsverbrechen der USA öffentlich gemacht hat. Die Täter haben keine oder nicht nennenswerte Strafen bekommen, anders bei Assange. Die US-Regierung hat zur Jagd auf Assange geblasen. Es gab die fingierten und inzwischen längst widerlegten Vorwürfe, Assange habe in Schweden eine Frau vergewaltigt. Vor der konstruierten Anklage und der Gefahr aus Schweden in die USA ausgeliefert zu werden, floh Assange in die ecuadorianischen Botschaft in London, die ihm jahrelang Asyl gewährte.

Nach einem Regierungswechsel in Ecuador wurde Assange an die britischen Behörden übergeben, die ihn an die USA ausliefern wollen. Seit nun vier Jahren wird Assange in einem berüchtigten Londoner Hochsicherheitsgefängnis festgehalten. Die Haftbedingungen wurden von der UNO mehrmals als Folter eingestuft und ärztliche Behandlung wird Assange, mit dessen Gesundheit es immer weiter bergab geht, verweigert.

Assange ist eindeutig ein politischer Gefangener, der von der US-Regierung gejagt wird, weil er Kriegsverbrechen der USA aufgedeckt hat. Großbritannien foltert Assange und verweigert ihm die nötige medizinische Behandlung. Die Bundesregierung hat auf mehrfache Nachfrage mitgeteilt, dass sie die UNO-Berichte über die Folter von Assange nicht einmal liest. Daher könne sie sich auch nicht dazu äußern, aber sie vertraue darauf, dass in Großbritannien alles mit rechten Dingen zugeht.

Nach langen Streit hat Reporter ohne Grenzen von den britischen Behörden endlich die seltene Erlaubnis bekommen, Assange im Gefängnis zu besuchen und sich einen Eindruck von seinem Zustand zu machen. Aber unmittelbar vor dem geplanten Besuch, haben die britischen Behörden die Erlaubnis unter fadenscheinigen Gründen wieder zurückgezogen.

Das war der Grund für den Spiegel-Artikel, um den es hier gehen soll.

Was der Spiegel berichtet

Der Spiegel hat 4. April einen Artikel mit der Überschrift „Bericht der Ehefrau – WikiLeaks-Gründer Assange leidet in Haft zunehmend unter gesundheitlichen Problemen“ veröffentlicht. Der Artikel war hochgradig sachlich gehalten, wobei der Spiegel zunächst auf Assange eingegangen ist und über den eigentlich Anlass für den Artikel, nämlich die Weigerung der britischen Behörden, Reporter ohne Grenzen zu Assange zu lassen, erst am Ende berichtet hat.

Der Fall Assange ist ein hervorragendes Beispiel, um zu überprüfen, ob der Spiegel objektiv berichtet. Dazu muss man den Fall Assange nur mit den Geschichten von Menschen vergleichen, die laut Spiegel politische Gefangene sind und in der Haft angeblich gefoltert werden. Ein passendes Beispiel wäre zum Beispiel der russische Radikal-Nationalist Alexej Nawalny, der im Westen als „Oppositionspolitiker“ bezeichnet wird, der in Russland zu Unrecht und nur aus politischen Gründen im Gefängnis sitzt, wo seine Gesundheit angeblich leidet.

Vergleichen wir also, wie der Spiegel über die Haft von Assange und wie er über die Haft Nawalny berichtet.

Gesundheitszustand

Im Januar hat der Spiegel über Nawalys Haft unter der Überschrift „Inhaftierter Kremlkritiker – Bundesregierung zeigt sich besorgt über Nawalnys Zustand“ berichtet und über seinen Gesundheitszustand schrieb der Spiegel zum Beispiel:

„Wegen der offenbar zunehmenden gesundheitlichen Probleme des inhaftierten russischen Oppositionspolitikers Alexej Nawalny richtet die Bundesregierung einen Appell an Moskau: Nawalnys Zustand sei angesichts unmenschlicher Haftbedingungen und Isolationshaft kritisch, sagte eine Regierungssprecherin, der 46-Jährige brauche »dringend medizinische Hilfe«. Diese müssten die russischen Behörden »umgehend und vollumfänglich« ermöglichen.“

Man beachte, dass der radikale Nationalist Nawalny als „Oppositionspolitiker“ bezeichnet wird, über dessen Zustand sich „angesichts unmenschlicher Haftbedingungen und Isolationshaft“ große Sorgen macht. Und sie fordert, ihm unverzüglich medizinische Hilfe zukommen zu lassen.

Dass Nawalny seine „Gesundheitsprobleme“ früher erfunden hat, wird nicht erwähnt. Während im Westen unter Berufung auf Nawalnys Leute berichtet wurde, Nawalny könne sich wegen Rückenbeschwerden kaum bewegen, haben Besuche von Aktivisten im Gefängnis einen quicklebendigen und gesunden Nawalny vorgefunden, wie Filmaufnahmen des Besuches zeigten.

Während die Bundesregierung die Haftbedingungen von Nawalny als „unmenschlich“ bezeichnet, hat sie die UNO-Berichte, in denen die Haftbedingungen von Assange als Folter eingeordnet wurden, nicht einmal gelesen und kritisiert nichts. Dass Nawalny in Isolationshaft sitzt, darf übrigens bezweifelt werden, denn er veröffentlicht immer wieder Texte und sogar Bilder in sozialen Netzwerken. So isoliert kann er also nicht sein.

Schauen wir uns an, was der Spiegel über den Gesundheitszustand von Assange schreibt:

„Der Gründer der Enthüllungsplattform WikiLeaks, Julian Assange, leidet aufgrund seiner langjährigen Inhaftierung offenbar zunehmend unter gesundheitlichen Problemen. »Sein körperlicher Zustand wird mit jedem Tag schlechter«, sagte seiner Ehefrau Stella Assange.“

Bei Assange, dessen Gesundheitszustand in der britischen Haft unbestritten sehr schlecht geworden ist, schreibt der Spiegel hingegen, er leide „aufgrund seiner langjährigen Inhaftierung offenbar zunehmend unter gesundheitlichen Problemen“. Assange hat laut Spiegel „offenbar“ gesundheitliche Probleme, während Nawalny laut Spiegel unter „unmenschlichen Haftbedingungen und Isolationshaft“ leidet.

Einschüchterung

In dem Artikel über Nawalny erfährt der Spiegel-Leser auch:

„Nawalny setze sich für die Rechtsstaatlichkeit und Freiheit und damit auch für die Werte der westlichen Welt ein. Das Vorgehen der russischen Behörden solle den Menschen im Land zeigen, dass das Schicksal Nawalnys allen blühen könne, die sich für solche Werte starkmachten. »Es geht um die Einschüchterung der eigenen Bevölkerung«, so die Sprecherin.“

Nawalny ist ein radikaler Nationalist und Rassist, der Moslems als „Kakerlaken“ bezeichnet hat, die man ausrotten müsse. Und der EU hat Nawalny während der Flüchtlingskrise 2015 empfohlen, die Flüchtlinge an der EU-Außengrenze zu erschießen. Da der Spiegel darüber nie berichtet hat, kann er seinen Lesern das Märchen erzählen, Nawalny würde sich „für die Werte der westlichen Welt“ einsetzen, was eine „Einschüchterung der eigenen Bevölkerung“ sei.

Aber was ist mit Assange? Ist die Verhaftung von Assange keine Einschüchterung von Jouralisten, denen anhand von Assange offen gezeigt wird, dass man als Journalist sehr gefährlich lebt, wenn man über Kriegsverbrechen der USA berichtet?

Das erwähnt der Spiegel jedoch nicht, stattdessen erfährt man über die Haftgründe von Assange im Spiegel:

„Die USA werfen Assange vor, geheimes Material von Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan gestohlen, veröffentlicht und das Leben von Informanten in Gefahr gebracht zu haben. Unterstützer sehen in ihm einen mutigen Journalisten, der Kriegsverbrechen ans Licht brachte.“

Während der Spiegel bei Nawalny emotional formuliert und Russland „Einschüchterung“ vorwirft, formuliert es der Spiegel im Fall Assange so, dass der Spiegel-Leser möglichst gar nicht erst auf die Idee kommt, es könne um die Einschüchterung von Journalisten in aller Welt gehen.

Da stellt sich eine Frage: Wirkt die Einschüchterung der USA? Berichtet der Spiegel deshalb so zurückhaltend über Assange? Oder sind die Spiegel-Redakteure von dem, was sie tun, überzeugt? Das würde sie als Journalisten disqualifizieren, denn für die Freiheit eines Journalisten-Kollegen zu kämpfen, der aus politischen Gründen in britischer Folterhaft sitzt, ist die erste Pflicht eines jeden Journalisten.

Bleibt noch die zentrale Frage: Warum unterscheiden sich die Spiegel-Artikel über Nawalny und Assange so grundlegend? Warum sind die Artikel über Nawalny so emotional geschrieben und so lang, während der Spiegel bei Assange maximal sachlich und kurz formuliert? Warum steht für den Spiegel fest, dass Nawalny ein politischer Gefangener ist, während der Spiegel diese Formulierung bei Assange nicht einmal als Zitat seiner Frau in den Artikel übernimmt?

Ein weiteres Beispiel

Am 5. April hat der Spiegel einen Artikel mit der Überschrift „Bericht aus einem Straflager in Belarus – So war es in Lukaschenkos Gulag“ veröffentlicht, in dem es um eine Journalistin geht, die in Weißrussland fast zwei Jahre im Gefängnis gesessen hat, weil sie den Versuch des Regierungsumsturzes in Minsk unterstützt hat.

Während der Spiegel sich bei Assange mit jeder eigenen Einschätzung zurückhält, und nur schreibt, „Unterstützer“ von Assange würden „in ihm einen mutigen Journalisten sehen“, ist der Spiegel bei der Weißrussin nicht so zurückhaltend. In der Einleitung des Artikels erfährt der Leser sofort:

„Darja Tschulzowa saß über ein Jahr in Lagerhaft bei der Stadt Gomel – nur, weil sie ihren Job als Journalistin gemacht hatte.“

Warum finden wir in Spiegel-Artikeln über Assange nie Formulierungen wie diese: „Julian Assange sitzt seit vier Jahren ohne Anklage in einem Hochsicherheitsgefängnis in London – nur, weil er seinen Job als Journalist gemacht hatte.“ Warum schreibt der Spiegel so etwas nicht über Assange?

Der Spiegel-Artikel über die weißrussische Frau umfasst 25 hoch-emotional formulierte Absätze, während der Spiegel-Artikel über Assange nur sieben ausgesprochen zurückhaltend formulierte Absätze umfasst.

Der Spiegel will nicht, dass die Menschen in Deutschland darüber nachdenken, wie es im Westen um die Menschenrechte bestellt ist. Das gilt nicht nur für kritische Journalisten, das gilt auch für Regierungskritiker wie Michael Ballweg, der unter mehr als fragwürdigen neun Monate in Untersuchungshaft gehalten wurde, obwohl die maximal zulässige Untersuchungshaft in Deutschland sechs Monate beträgt. Von Guantanamo gar nicht zu reden.

Aber „Qualitätsmedien“ wie der Spiegel haben daran nichts zu kritisieren und fabulieren vom „freien Westen“…


Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

42 Antworten

  1. Man könnte noch ergänzen, dass Herr Nawalny rechtskräftig verurteilt wurde wegen Straftaten, die auch bei uns mit Gefängnisstrafen geahndet würden.wahrend Herr Asssnge seit vielen Jahren in Untersuchungshaft sitzt, weil er beschuldigt wird, Straftaten begangen zu haben.
    Untersuchungshäftlinge sperrt man nicht in Einzelzellen. Nicht in Hochsicherheitsgefängnisse. Und nicht für viele Jahre.
    Und bei Auslieferungsverfahren stellt sich die Frage, ob die vorgeworfene Straftat auch bei uns eine Straftat wäre. Und ob die Länge der Untersuchungs- bzw Auslieferungshaft noch im Verhältnis zur mögliche Strafe steht.

    1. Na doch, oder ist (u.a.) Guantanamo etwa kein Untersuchungs- und Foltergefängnis und die jüngste deutsche Geschichte mit Herrn Ballweg zeigt doch sehr eindrucksvoll, wie sehr sich die westliche Staatlickeit an eigene Gesetze gebunden fühlt.

      Solange die Verlagshäuser nicht im übertragenen Sinne brennen, ändert sich auch nichts an der Hofberichterstattung.

      1. Im großen und ganzen richtig! Aber… man sollte sich fragen, warum das Thema Ballweg immer so hoch gepuscht wurde! Und warum ging es ihm in der Haft so gut, wo er doch ein Staatsfeind ist? 9 Monate U – Haft, um selbigen IMMER wieder in die Medien zu bringen, während andere 6 Monate in HAFT gehen, nur weil sie keine GEZ gezahlt haben??? Und hoppla… kaum aus der Haft entlassen, macht er sich mit der „letzten Generation“ gemein!!?? Im übrigen gibt es Berichte, das er zu einer Loge (Freimaurer) gehört… wie man selbige nennt? Gate – Keeper!!! Wie z.B. die Antifa, „Friday`s for Futur“, „Letzte Generation“ etc., die vom Staat finanziert werden!! Letztere, mit denen sich jetzt Ballweg verbündet, haben ihre Finanzierung auch öffentlich gemacht!! Wenn Ballweg denn WIRKLICH für einen souveränen, unabhängigen Staat, für Rechte wäre, würde er sich NICHT mit staatlich geförderten Radikalen gemein machen!! Damit, hat er sich selbst verraten!!

  2. Unmittelbar nachdem Assange die verbrecherischen machenschaften der USA veröffentlicht hat, empfahl die für die US-Regierung tätige Sicherheits­beratungs­firma Stratfor, Assange von Land zu Land zu schicken, damit er sich in den nächsten 25 Jahren verschiedenen Anklagen stellen kann.

    Wie man sieht hat die US-Regierung und deren Lakaien den Rat befolgt.

  3. Aber, aber, wenn dieser rechtsextreme Navalny der EU den Abschuss von Flüchtlingen empfiehlt, vertritt er doch ganz konsequent die sog. „Westlichen Werte“.
    Genauso wie die EU gezielt Flüchtlinge absaufen lässt, oder (immernoch !!!) in belarussischen Wäldern verrecken lässt. Und an derselben Grenze ein paar Kilometer weiter südlich „weiße“ Flüchtlinge mit offenen Armen regelrecht anlockt.
    Dieser knallharte Rassismus gehört ja auch zu unseren „Westlichen Werten“.

        1. Na was denn nun, „polnisches Gebiet“ oder „belarussische Wälder“ – also für mein Verständnis, verläuft da mindestens ein Stahlzaun quer durch, der auf polnischer Seite letztes Jahr errichtet und fertiggestellt wurde.

          Soweit mir bekannt ist, überquert man eine Staatsgrenze grundsätzlich an den dafür vorgesehenen Stellen. Das scheint aber irgendwie nicht in die Köpfe reinzugehen.

  4. Ziemlich bald wird sich eh alles entscheiden – RT-Liveticker berichtete gerade vom Offensive-Probelauf bei Krasny-Liman, leider ohne Ukro-Verluste. Womöglich ist eh alles bald vorbei:

    „ „Denkt nicht an die Zukunft, es gibt keine“ – Reagan-Berater warnt vor unvermeidlichem Atomkrieg“

    https://de.rt.com/international/167034-denkt-nicht-an-zukunft-es/

    „… Ein Atomkrieg zwischen Russland und den USA sei unvermeidlich, so Paul Craig Roberts, der ehemalige Berater von Ronald Reagan. Dank der rücksichtslosen Politik Washingtons gebe es für die US-Bürger daher keine Zukunft mehr. …“

    Nicht, dass wir in Westeuropa welche hätten.

    „… Er betont, dass die Neokonservativen in Washington völlig realitätsfern – und daher gefährlich – sind. Weil sie die US-Politik völlig beherrschen. In dem Artikel von dem Ex-Politiker heißt es: … „Ich sehe keinen Ausweg aus dieser Situation. Die Neokonservativen haben die Kontrolle über alle wichtigen Regierungsstellen –, den Nationalen Sicherheitsrat, das Pentagon, das Außenministerium. Sie kontrollieren die US-Medien, die Think Tanks und die Stiftungen. Nicht einmal die Republikaner stellen sich ihnen entgegen.“ …“

    Der „Spiegel“ natürlich erst recht nicht.

    „… Der Kreml habe die Lage erkannt, so Roberts, und bereite sich darauf vor, „den Feind auszuschalten, der Russland vernichten will“. …“

    1. Im Juni gibts das große NATO-Manöver, da werden sicher „rein zufällig“ ein paar Provokationen stattfinden, die die großzügig versammelte NATO , passend vor Ort, zum eingreifen „zwingen“…

      Oder Übung und Ernstfall werden wieder mal parallel ablaufen..

  5. Wer den Lügen-Spiegel noch ließt, der glaubt auch noch an den Weihnachtsmann. Korrupte Schmierfinken die sich wegen dem Rückgang und Erfolglosigkeit ihres Wurstblattes an den Teufel verkauft haben.

  6. Das Woke Imperium ist nicht ewig darauf angewiesen, die Polen mit Eroberung-Framing zu manipulieren – es gibt genug woke Russende*Innen, die sich begeistert verkaufen:

    „Kiew wirbt russische und weißrussische Oppositionelle als „Kanonenfutter“ an“

    https://de.rt.com/international/167071-kiew-wirbt-russische-und-weissrussische/

    „… Weißrussische Sicherheitsbehörden haben zwei Personen wegen Verdachts auf Vorbereitung eines Terroranschlags festgenommen. Nach Ermittlerangaben sind sie vom ukrainischen Geheimdienst angeworben worden. Wie wirbt Kiew Agenten an und was können Russland und Weißrussland dem entgegensetzen? …“

    „… Am Dienstag ist bekannt geworden, dass die Vorbereitung von Terroranschlägen in der weißrussischen Stadt Grodno, darunter die versuchte Sprengung des russischen Generalkonsulats, unter der Leitung ukrainischer Geheimdienste durchgeführt wurde. Insbesondere warb der Mitarbeiter der Hauptaufklärungsverwaltung des ukrainischen Verteidigungsministeriums, Wjatscheslaw Rosum, Agenten unter den Bürgern Russlands und Weißrusslands an. Einer der Angeworbenen war der Russe Alexei Kulikow, der vor einem Jahr aus Russland vor der Mobilmachung geflohen war. …“

    „… Nach Angaben weißrussischer Journalisten versprachen ukrainische Geheimdienste Kulikow und Pazenko für die Brandstiftung am Tanklager 10.000 US-Dollar und eine Verlegung ins Ausland, betrogen sie aber schließlich. …“

    So billig und selbst das nicht bekommen? Für solche Summe Söldnern westliche Söldner nur ein paar Tage. Jetzt glaube ich an Banderas als „Brudervolk“ der Russenden:innen:sonstwie. Xi sollte aufpassen, dass nicht auch er verkauft wird, wenn die Kohle stimmt.

    „… Am Dienstag erklärte Lukaschenko bei einem Treffen mit dem Leiter des russischen Auslandsgeheimdienstes, Sergei Naryschkin, dass weißrussische Sicherheitsbehörden über 30 Handlanger ausländischer Geheimdienste festnahmen: … „Vor Kurzem nahmen wir einen Terroristen fest, der verdeckt nach Anweisungen arbeitete. Und die Hauptsache, was mich besonders empört, wir nahmen schon mehr als 30 Handlanger fest. Woher kommen sie? Es waren und sind Lumpen!“ …“

    Aus weißem Russland oder dem Großen Russland offensichtlich.

  7. Wieder ein Volltreffer gegen die wertewestliche, bigotte und anmaßende Presse. Die erwartet nun den Lohn in Form von Hunderten Millionen €, ausgehändigt durch die Politik. Wobei schon lange verdeckt Millionen-Zahlungen an willfährige Medien erfolgen(z..B durch Anzeigen).

  8. Und schon wieder Klärungsbedarf im Osten:

    „Das Weltwirtschaftsforum trifft sich im Sommer in China“

    https://uncutnews.ch/das-weltwirtschaftsforum-trifft-sich-im-sommer-in-china/

    Jenes Weltwirtschaftsforum, dessen Mitgliedende*Innen stehend jubeln, wenn von der Vernichtung Russlands die Rede ist? Im gleichen China, dessen Chefe gerade eben in Moskau weilte?

    „… Während sich die globalen Machtzentren weiter in ein multipolares Umfeld verwandeln, hat der Davos Man beschlossen, seine Wette zu verdoppeln, dass Peking am besten positioniert sein wird, um von dieser veränderten politischen Dynamik zu profitieren. Für Klaus Schwab und die Bande gilt: Sie werden nichts besitzen und glücklich sein, und vielleicht werden Sie auch noch Mandarin sprechen. …“

    Ich weiß echt nicht, was die Russen und die Chinesen gerade abziehen…

    „… „Um auf dieses sich verändernde Umfeld zu reagieren, kehrt das Weltwirtschaftsforum zur Tradition seines ‚Sommer-Davos‘ zurück und veranstaltet das 14. jährliche Treffen der New Champions in Tianjin, Volksrepublik China. …“

    Kommt auch Putin, vor den Globalistenden*Innen zu kuscheln? In China wird er nicht steckbrieflich gesucht.

    „… Im September gab das WEF bekannt, dass sein Büro in China nun mehr als 40 Vollzeitmitarbeiter beschäftigt, was eine erhebliche Steigerung gegenüber den Vorjahren darstellt. …“

  9. Nun in China und Russland gibt es viele politische Gefangene und Herr Röper berichtet über Ballweg und Assange, der zu Unrecht in Haft sitzt. Wo bleibt der Artikel über die politischen Gefangenen in Russland und China

    1. Ehrlich gesagt – als Durchschnittbürger ohne besondere öffentliche Auffälligkeit interessiert mich weit mehr, ob Russland und China nun beim Great Reset mitmachen oder nicht – wieso wird im Osten der WEF-Verein nicht hochkant rausgeworfen?

      Ob mich die Russen zu erobern gedenken, steht auch offen – eine prominente Russin hat kürzlich Absichtlich offen gelassen, ob man alles bis Lissabon erobern möchte oder nicht. Je nachdem, was ginge – dann gibt es riesige Verwunderung, wieso sich etliche Länder bis Lissabon vorsorglich am Dnepr wehren? Sogar ein Stein oder ein Habeck hätte es schneller verstanden.

      1. Bevor jemand mit doofen Vergleichen ob der Kinderschändung und ähnlich kommt – der gravierende Unterschied ist, dass Russland für ständiges Erobern bekannt ist:

        https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_Russlands

        So wie die Amerikaner sich eine Ausnahme-Rolle in den Kopf gesetzt haben, haben sich die Russen Ähnliches bereits im 16. Jahrhundert in den Kopf gesetzt – als „drittes Rom“. Da kann man durchaus erwarten, dass die sich etwas anstrengen, glaubhaft zu machen, dass diesmal nicht ein weiterer 1001. Eroberungsfeldzug geplant ist. Wenn nicht – all die ständige russische Waffenlieferungen-Paranoia nervt ungemein – es dürfte klar sein, dass etliche Länder lieber Russland am Dnepr als daheim stoppen möchten, wie es dort ständig glasklar gesagt wird.

        1. @hannimurkser

          Ich wende jetzt deine ‚historische Beweisführung‘ auf dich an:

          Du lutscht noch immer an deinen Fingern; stinkst noch immer gewaltig in deine Windeln; beschmierst dich von oben bis unten mit deinem Brei den du verzweifelt in deinen Mund bringen willst; krabbelst auf allen Vieren auf dem Boden herum; steckst alles mögliche, auch Käfer, in den Mund; kannst dich gerade mal über bla-bla-Laute, ansonsten mit jämmerlichem Geschrei, bemerkbar machen; …..

          Nein du Hosensch…er, du kannst mit deinen paar Monaten noch kein Kinderschänder sein.

          1. Mir ist unbegreiflich, wieso es den Russen so schwierig sein sollte, sich vernünftig zu verhalten – die Feinde-Anzahl im Westen minimieren, statt auch noch mehren – wo es angeblich um die eigene Existenz gehen soll. In solcher Lage strengt man sich normalerweise an. (Was kein idiotischer „Vergleich“ aus der Welt schaffen kann.)

              1. Wie so oft geschrieben – Pöbeln ist noch nie ein Argument gewesen. Ständig wird in Russland maximale Empathie für russische Positionen gefordert, doch wenn man erinnert, wie und warum man im Ex-Ostblock Russland selbst wahrnimmt, wird massivst gepöbelt- und dann kommt das übliche Gejammere ob der Waffenlieferungen aus diesen Ländern.

                1. „… doch wenn man erinnert, wie und warum man im Ex-Ostblock Russland selbst wahrnimmt…“
                  Klar, mit derselben Logik könnte man auch das heutige Deutschland durch die Nazi-Brille sehen und sich dann als ehemaliges Opfer vor lauter Hass, Abneigung und irrationaler „Angst“ überschlagen. Warum sind die Polen zum Beispiel russophob, die Ungaren aber scheinbar nicht? Die haben doch unter der sowjetischen – nicht(!) russischen – Knute ähnlich „gelitten“..?! Es ist ein riesiger Fehler, die russophoben ehemaligen Ostblock-Staaten inkl. Estland, Litauen und Lettland zu Fahnenträgern des Westens zu machen! Nein, eigentlich ist es kein Fehler, man nutzt ihren Hass gegen Russland und bringt sie mit Absicht in Stellung!

      2. Als Beispiel, was im Westen ständig erzählt wird – was durchaus den Nerv vieler Leute trifft und weder durch Ignorieren noch durch Poltern verschwinden kann:

        „In der „Suwalki-Lücke“ wächst das Unbehagen“

        https://www.merkur.de/politik/in-der-suwalki-luecke-waechst-das-unbehagen-zr-91642541.html

        „… Der Kreml droht mit „praktischen“ Gegenmaßnahmen und stellt Litauens Staatsgrenze infrage. In russischen Talkshows wird die Eroberung eines „Korridors“ nach Kaliningrad gefordert. … Das trifft in der Grenzregion einen empfindlichen Nerv. …“

        Durchaus kann man hinterfragen, ob einzelne Schritte etwa von Litauen nicht übertrieben sind – doch man kann nicht so tun, als ob alle außer Russland einzig vom Nazitum getrieben wären und kein Recht auf Sorgen ob möglicher Eroberung hätten.

        Vor 2-3 Jahren sah ich eine Ausstellung in einer Seitenkapelle des Breslauer Doms – über die Frauenklöster in Schlesien 1945 bis hin zu berichten über Nonnen-Vergewaltigungen. Es gibt massenweise solche Berichte von der letzten Eroberung der Roten Armee, die man in Russland fröhlich ausblendet.

        1. @ Hannibalmurkle

          „In der „Suwalki-Lücke“ wächst das Unbehagen“

          Haben sie sich mit den vertraglichen Regeln zu dieser Linie auseinandergesetzt?

          https://www.euractiv.de/section/eu-aussenpolitik/news/kraeftemessen-zwischen-litauen-und-russland-um-kaliningrad/

          -https://www.welt.de/print-welt/article420948/Kaliningrad-Putin-nimmt-das-Angebot-der-EU-an.html-

          Der Artikel zeigte damals schon wie die EU über russische Bürger denkt.

          Dieses Affentheater um die Bahngleise ist genau das was die NATO Halunken veranstalten wohl wissend was sie Russland vertraglich zugesichert haben. Man kann deshalb auch nicht ausschließen das die Flüchtlinge in dem Grenzgebiet nicht von Weißrussland eingeladen wurden sondern ein abgekartetes Spiel der NATO/EU war denn auf einmal wurden Mio für Grenzzäune bereitgestellt, Frontex dort eingesetzt und über alle Rechtsbrüche hinweg gesehen.
          Nun jammert und klagt man über Zäune die durch ein UNESCO Erbe verlaufen, über das verenden frei lebender Bison, über Rodungen u.a.m.

          Achso, da wäre eventuell noch etwas. Die Baltischen Staaten und Polen hingen noch 2019 am russischen Stromnetz. Ob die Umstellung schon fertig ist?

          -https://www.ahk-balt.org/news/news-details/eu-foerdert-synchronisation-von-baltischen-stromnetzen-mit-eu-system-

        2. „… Der Kreml droht mit „praktischen“ Gegenmaßnahmen…“ Der Teufel liegt im Detail: „Gegenmaßnahmen“. Wenn ich den Nachbarn ständig reize, muss ich mich nicht beklagen wenn ich irgendwann eins auf die Nuss kriege.

  10. … dass der radikale Nationalist Nawalny … was ja nun meiner Ansicht -angesichts dessen, dass Russland erst über Jahre hintergangen wurde -und zwar wie Merkel gestand, allein, um in diesem Zeitraum die Ukraine hochzurüsten- um ihm -Russland- schließlich den Krieg -gegen einen von der NATO massiv unterstützten Feind- aufzwingen zu können … wäre es -wie gesagt meiner Ansicht nach- für Russen die VÖLLIG NORMALE politische Einstellung, »radikaler Nationalist« zu sein – ja angesichts der gegen Russland gerichteten Paranoia wohl sogar mancher Jener meinen dürfte: unter diesen Umständen die einzig Akzeptable. »Verdächtig sein« sollten also Manchem, zumindest wenn diese Russen wären, doch vielmehr diejenigen, die da eine andere politische Einstellung zeigten … echte Friedensaktivisten der ersten Monate seien von diesem Verdacht natürlich ausdrücklich ausgenommen, da ja zu diesem Zeitpunkt das Ausmaß des Betrugs schlicht nicht bekannt war.
    Nawalny nun, zweifelsohne Patriot, der allerdings durch die zweifelsohne widrigen Umstände, die ihm widerfuhren, vermutlich längst auf Seiten des Westens stehen dürfte, sollte aber durch bessere Haftbedingungen und -schließlich am Tage des Sieges- durch Begnadigung wieder auf Kurs gebracht werden. Ja, Liberale sollten nicht an maßgeblichen Stellen sitzen – und Patrioten nicht im Gefängnis … selbst wenn der Fall Nawalny in Russland nur die Ausnahme wäre, der diese Regel bestätigt.

  11. Ich finde es immer wieder erstaunlich, dass der Bote geprügelt wird, denn über die aufgedeckten Verbrechen spricht niemand. Wie hätten denn diese Verbrechen nach Meinung der USA aufgedeckt bzw. bestraft werden sollen? Oder darf G.I. Joe einfach ungestraft alles? Und wie ist das eigentlich mit der Pressefreiheit im Werte Westen? Täterschutz geht nicht vor Opferschutz, das heißt, selbst wenn US-Soldaten in Gefahr geraten, haben die etwas verbrochen, was sie überhaupt erst so angreifbar macht. Die Selbstherrlichkeit der USA ist unerträglich. Jeder, der keine US Staatsangehörigkeit besitzt, ist ein Mensch zweiter oder sogar dritter Klasse, das ist die Denkweise der Nationalsozialisten und Europa, insbesondere Deutschland, unterstützt das auch noch. Widerlich …

  12. Massive Zensur-Bestrebungen in manchen Ländern Osteuropas bedeuten nicht automatisch, dass sämtliche Befürchtungen der Bewohner dieser Länder unbegründet sind:

    „Letzter Schlag gegen die ausgeweidete Antikriegsbewegung“

    https://uncutnews.ch/letzter-schlag-gegen-die-ausgeweidete-antikriegsbewegung/

    „… Für die Premierminister der Ukraine, der Republik Moldau, Polens, der Tschechischen Republik, der Slowakei, Estlands, Lettlands und Litauens (alle NATO-Mitglieder außer der Ukraine und der Republik Moldau) müssen wahrheitsgemäße Berichte – oder Fakten, die dem Fantasie-Narrativ widersprechen – durch Algorithmen unterdrückt werden. …“

    Sicherlich sorgt man nicht für Wahrheit, wenn auch Russland einzig das sieht, was diesem Land genehm ist.

    „… Wenn die DSA umgesetzt wird, wird sie Diskussionen außerhalb der offiziellen Narrative beenden, indem sie saftige Geldstrafen auf sozialen Medien und anderen Internetplattformen verhängt. „Die Nichteinhaltung des DSA kann mit hohen Geldstrafen geahndet werden: bis zu 6 Prozent des Jahresumsatzes“, berichtet Popular Science. „Alphabet, die Muttergesellschaft von Google, hatte im vergangenen Jahr einen Jahresumsatz von 258 Milliarden Dollar. Sollte es einen schwerwiegenden Verstoß gegen die Vorschriften begangen haben, könnten mehr als 15 Milliarden Dollar fällig werden.“ …“

    1. „…bedeuten nicht automatisch, dass sämtliche Befürchtungen der Bewohner dieser Länder unbegründet sind:“
      Doch, diese „Befürchtungen“ sind unbegründet und irrational. Sie werden einfach nur vom Westen ganz gezielt bewirtschaftet und die vermeintlichen „Gefahren“ werden ständig wiederholt und hochgekocht. Belege dafür bleibt man wie eh und je schuldig und kann mit Sicht auf das moderne Russland kein einziges konkretes Beispiel dafür anführen. Die Kriege in Georgien, Tschetschenien und neuerdings der Ukraine haben alle ihre ganz eigene „Geschichte“ und können als Exempel für die Rationalität z.B. der polnischen Russophobie nicht dienen!

  13. „Das kann man ja nur maximal überfliegen.“

    So sin se, die Überflieger … und dann auf eklig klebrige Weise selbst meckern, nur weil man zu blöde ist, Inhalte zu verstehen.

    Und erneut diese Durchsage:
    ‚Der kleine Klaus sucht seine Eltern. Diese werden gebeten, ihn aus dem Spiele-Paradies abzuholen.‘

    Un wieder kommt keener.
    Scheiß Eltern. Armer Klaus.

  14. Danke für den Artikel.
    Nicht oft genug sollten Medien (*) darauf hinweisen, dass allein schon zu dieser Zeit/an diesem Beispiel als Ausschnitt jüngerer Historie der Werte-Westen sein wahres Gesicht gezeigt hat:

    es ist zynisch, diktatorisch, überheblich – und zu allem Übel auch noch grottendoof.
    Eine eingeschränkte Denkweise verweist nicht selten auf Gemeinheit; hiervon abzuleiten, was im Werte-Westen unter Gemeinwohl verstanden sein will, wäre eine interessante Frage zwecks endgültiger Klärung.

  15. Lieber Thomas, erst mal DANKE für deine immer tollen und hinterfragenden Artikel!
    Was mir dazu einfällt, in Bezug auf „Qualitätsmedien“, sind die Aussagen bzw. das Video von Udo Ulfkotte.
    Leider hat sich daran nichts geändert…

  16. WO bitte verbreitet Thomas Röper Hass??
    Er ist im Gegesatz zu anderen derjenige, der KONTROVERS ist und BEIDE Seiten berichtet, anders als Spiegel, Bild, FAZ und Konsorten! Von DEM mal ganz abgesehen, verlinkt er jegliche Artikel und Aussagen, um ALLES nachlesen zu können!! Machen das andere Medien? WO sind denn bei denen Links zu anderen Artikeln und Aussagen?? NEIN!! DA wird nämlich NUR einseitig, und zwar so wie es beliebt, „berichtet“!! WER ist also hier SACHLICH??? Und WER verbreitet Lügen und Hass…

  17. Der Umgang mit Julian Assange ist eine absolute Schande.

    Eine stolze Nation wie die USA, die auf sich hält und die ihrem eigenen Anspruch wirklich gerecht werden möchte, sollte doch keine Schwierigkeiten damit haben, die Verbrechen ihrer Staatsangehörigen richtig zu benennen und zu ahnden.
    Das würde sie in der Achtung viele Menschen mit Sicherheit steigen lassen.
    Stattdessen findet ein unterentwickeltes, beschämendes Geschwurbel statt.

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