Stromimporte explodieren

Die weltfremde Energiepolitik der deutschen Regierung

Der Spiegel meldet erfreut, dass die Importe von Ökostrom nach Deutschland steigen. Dabei verschweigt er allerdings, was das wirklich bedeutet.

Dass die grüne Energiepolitik der deutschen Bundesregierung selbstmörderisch ist, ist allgemein bekannt. Wer auf erneuerbare Energien setzt, der gefährdet die Stromversorgung, denn woher soll die Energie kommen, wenn keine Sonne scheint und kein Wind weht, zum Beispiel in einer windstillen Nacht? Und wenn zukünftig auch die von der Bundesregierung geförderten Elektroautos geladen werden, der Stromverbrauch nachts also steigt, wird das besonders lustig.

Die Bundesregierung hat sich vom billigen russischen Gas verabschiedet und versucht, es durch teureres amerikanisches Frackinggas zu ersetzen. Außerdem hat die Regierung nun die deutschen AKWs abgeschaltet, die 2021 ca. 35 Terrawatt oder etwa sieben Prozent des deutschen Strommixes ausgemacht haben.

Für den Spiegel ist das ein Grund zum Jubeln, wie die Überschrift „Deutschlands Ausstieg aus der Kernenergie – Ökostromimporte schließen großen Teil der AKW-Lücke“ eines Spiegel-Artikels dazu zeigt. Der erste Absatz des Spiegel-Artikels lautet:

„Nach der Abschaltung der letzten deutschen Kernkraftwerke wehrt sich die Bundesnetzagentur gegen Vorwürfe, die Bundesrepublik würde nun vor allem Atom- und Kohlestrom aus dem Ausland einkaufen. »Es kann günstiger sein, Strom zu importieren als ihn teurer bei uns zu produzieren«, sagt Behördenpräsident Klaus Müller. Im Außenhandel komme es allerdings darauf an, welche Kraftwerke zur jeweiligen Stunde am preiswertesten liefern können. »Und das sind fast immer die Erneuerbaren«, so Müller. »Auch aus Frankreich, von wo zuletzt unter anderem billiger Solarstrom zu uns kommt.« Die Importe würden somit die Großhandelspreise in Deutschland senken.“

Der Spiegel fokussiert seine Leser darauf, wie toll der Ausstieg aus der Kernenergie in Deutschland funktioniert hat und dass nun noch mehr umweltfreundlicher Ökostrom nach Deutschland kommt, der dazu auch noch billiger ist. Der Spiegel-Leser, der die grünen Hirngespinste der Energiewende glaubt und sie ganz toll findet, ist begeistert. Aber was bedeutet das tatsächlich?

Zunächst einmal verschweigt der Spiegel, dass Ökostrom in Wahrheit teuer ist, denn er war immer teurer als zum Beispiel Strom aus russischem Gas. Dass der Ökostrom heute teilweise billiger ist als andere Energiequellen, liegt nur an den stark gestiegenen Energiepreisen und an der staatlichen Förderung all der Windräder und Solarpanele.

Dass aus Frankreich derzeit „billiger“ Solarstrom nach Deutschland kommt, mag sein. Aber was ist im Winter, wenn auch in Frankreich die Sonne weit weniger scheint als jetzt im Sommer? Danach fragt der Spiegel nicht.

Noch interessanter ist jedoch der zweite Absatz des Spiegel-Artikels:

„Der Netzagentur zufolge hat Deutschland im Mai netto gut 3,5 Terawattstunden Strom aus dem Ausland bezogen; das ist die Summe der Importe abzüglich der Exporte. Damit hat die Bundesrepublik im selben Monat unter dem Strich gut neun Prozent ihres Stromverbrauchs mit ausländischer Hilfe gedeckt. Der Importsaldo lag damit deutlich höher als in den vergangenen Jahren. Auch in der ersten Junihälfte blieben die Importe auf hohem Niveau.“

Zunächst einmal bedeutet das, dass praktisch der gesamte Strom, den Deutschland bisher in AKWs produziert hat, nun aus dem Ausland importiert wird, denn durch die Abschaltung der deutschen AKWs sind etwa 35 Terrawatt pro Jahr weggefallen. Wenn Deutschland nun 3,5 Terrawatt pro Monat importiert, dann sind auf das Jahr gesehen wahrscheinlich etwa 42 Terrawatt.

Zur Erinnerung: Deutschland war früher, bevor der grüne Wahnsinn in Deutschland radikal umgesetzt wurde, ein Exporteur von Strom. Heute ist Deutschland ein Importeur.

Das zeigt, wie weltfremd die deutschen „Experten“ sind, die uns erzählen, wie toll die Energiewende angeblich funktioniert. Sie führt vor allem zu einem, nämlich dazu, dass Deutschland seinen Strombedarf nicht mehr selbst decken kann. Und das wiederum bedeutet, dass die deutsche Energiewende nur deshalb so toll funktioniert, weil Deutschlands Nachbarstaaten den Quatsch nicht mitmachen und Deutschland den dank der Energiewende fehlenden Strom bei ihnen kaufen kann.

Würden die deutschen Nachbarstaaten genauso einen Unsinn verzapfen, wie die deutschen Regierungen unter Merkel und nun unter Scholz, dann würden in der EU die Lichter ausgehen, weil der Strom nicht reichen würde.


Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

74 Antworten

  1. …diese ganze sklavische Umsetzung angeblich „grüner“ Agenda erinnert doch sehr stark an klaus schwab&Co. – sowie seinen Hinterzimmermafioten…..

    Warum ausgerechnet deutsche Nachkriegs-politniks immer so verdammt den hündisch-ergebenen sklaven raushängen lassen müssen – und ständig gegen ihren Amtseid dem Volke gegenüber Übles vollstrecken lassen, das erschließt sich mir logisch nicht…

      1. Film kenne ich nicht, aber das Buch von Mann. Passt genau in die Zeit. Die Handlung kurz vor dem Beginn des 1.Weltkrieges. Und Scholz und der der Mr. Hässlich gleichen sich exakt in der sklavischen und fanatischen Verehrung der Obrigkeit. Einerseits des Kaisers und andererseits eben dem AMI. Das beste was sie draufhaben die zwei ist der LUG und Betrug. Wies ausgeht weiß ich jetzt gar nicht mehr…. doch egal. Man hat heute wieder was gelernt. Man kann den Scholz viel besser beschreiben. Danke. Ich lese mich nochmals ein.

      2. Jau- Passt wirklich wie die „Faust aufs Auge“:
        Die Handlung endet mit der feierlichen Einweihung eines Kaiser-Wilhelm-Denkmals, wobei Hessling (so heißt der Häßliche) die Rede hält, die durch ein apokalyptisches Gewitter abrupt beendet wird. Er sieht sich auch mit dem Tod von Buck konfrontiert, einem älteren Veteranen der demokratischen Revolution von 1848.

        Für den Scholz hätte ich da auch schon ein apokalyptisches Ende…. Einmal Spießrutenlaufen 🙁

  2. Solarstrom ist extrem billig. Kann jeder nachvollziehen, der sich ein Balkonkraftwerk kauft. Das amortisiert sich derzeit in eineinhalb Jahren. Wenn man die Solarpanels nicht im Baumarkt kauft, sondern als Energieunternehmen, kosten sie einen Bruchteil. Ein normales Kraftwerk amortisiert sich in 20 Jahren. Ein Solarkraftwerk, das ausgelastet werden darf, in einem Jahr. Wir haben in Deutschland jede Menge abgeschaltete (!) Pumpspeicherkraftwerke, die den überschüssigen Solarstrom für die Nacht speichern könnten. Wenn es Standards für die Heimspeicher geben würde, würden die billiger werden, so dass viele Häuser komplett autark ihren Strom herstellen könnten. Derzeit brät da jeder noch sein eigenes Schnitzel. Wenn die Häuser autark wären, bräuchte es auch die ganzen Überlandleitungen nicht mehr, weil der Strom lokal produziert und gespeichert würde.
    Warum wird das alles nicht gemacht? Weil die Kohlekraftwerke und Atomkraftwerke laufen müssen – Beide kann man nicht einfach abschalten. Da werden lieber Windkraftwerke, Biogaskraftwerke und Solaranlagen abgeschaltet. Gerade bei Biogaskraftwerken ist das Schwachsinn – die sind hoch effizient, grundlastfähig und erneuerbar. Aber leider halt in der Hand der Bauern und nicht in der Hand der Energiekonzerne.

    Der grundlegende Dummfug der grünen Politik ist nicht, auf erneuerbare Energien zu setzen. Das ist die einzige Möglichkeit. Der Dummfug ist, dass sie gerade das NICHT machen. Sie setzen auf große Energieunternehmen. Die eine eigentlich unschlagbar billige Energie verteuern, weil sie damit Geld machen können. Das korrekte Vorgehen wäre, Solaranlagen auf alle Dächer und in jeden Keller standardisierte Speichertechnologien einbauen. Und das Zeug soll so lange laufen, wie geht. Derzeit müssen völlig intakte Anlagen abgebaut werden, weil die Genehmigungen ablaufen.

    Und anstelle dass man das russische Gas und entsprechende Gaskraftwerke als „Brücke“ nutzt, bis der Aufbau der Erneuerbaren abgeschlossen ist, setzt man auf Technik von vor-vorgestern. Und erzählt den Leuten das Märchen von Wärmepumpen und Elektroautos, dabei werden bereits jetzt in vielen Gemeinden weder Wärmepumpen noch Wallboxen genehmigt, weil die Leitungen nicht reichen.

    Die Chinesen machen es richtig. Die bauen Erneuerbare auf wie blöde. Und bis sie damit fertig sind -was halt noch 20 Jahre dauert, setzen sie auf billige russische Energie.

    Übrigens machen es die Saudis genauso. Die haben mittlerweile Solarpanelfläche so groß wie Hessen installiert. Die wollen die Erdölproduktion in etwa zehn Jahren einstellen. Die Vorbereitungen laufen bereits. Bei Erdöl und Fracking kann man mit der Förderung jederzeit aufhören. Bei Gas ist das nicht so einfach. Da muss das Feld leer werden. Oder man muss das Zeug abfackeln. Deswegen ist das mit dem Erschließen neuer Felder derzeit auch alles eher mau. Die Investition muss sich über 20 Jahre rentieren und niemand weiß, ob die Mengen Gas in 20 Jahren noch gebraucht werden.

    1. Blöderweise gibt es keine Sonne und keinen Solarstrom in der Nacht. Muss nicht jeder wissen.

      Soweit ich weiß, etwa Katar erschließt gerade Neues Gasfeld – will aber Kunden mit langfristigen Verträgen. Schland kommt nicht zum Zug, Andere schon.

      1. In der Nacht ist der Verbrauch in der Brd sowieso sehr niedrig. Wär noch niedriger ohne Nachtstromtarife die günstiger als Tagstrom sind. Müßte eigentlich jeder wissen der zu diesem Thema schwurbelt.

        Katar soll tun was es will. LNG ist immer teurer als russisches Pipeline-Erdgas. Von DORT würden wir aber Gas beziehen wenn wir deinen Habückling vor Katar nicht hätten.

    2. Viel Solarstrom gibt es, wenn er nicht gebraucht wird: Im Sommer, wenn es warm und lange hell ist. Im Winter, wenn es kalt und dunkel ist, gibt es gar keinen, selbst tagsüber ist es meist zu trüb. Die Anlagen machen also überhaupt keinen Sinn. Sie können nur Strom liefern, wenn andere, die man daneben auch bezahlen und unterhalten muß, zeitweise nicht genutzt werden.

      Im übrigen kostet Erdgas etwa 1 bis 2 Cent pro kWh und Strom 1 bis 5 Cent, Preise für Haushalte. Das sind international übliche Preise, ordentliche Anlagen und gute Versorgung vorausgesetzt. Alles, was teurer ist, sind Steuern und Kleptokratie, manchmal auch unterprivilegierte Technik. „Ökostrom“ ist nur dann billig, wenn normaler Strom, u.a. zum Zwecke der Förderung des „Ökostroms“, künstlich verteuert wird.

      1. Es wurde noch zu keinem Zeitpunkt mehr Solarstrom erzeugt als Strombedarf in der Brd vorhanden war. Auch nicht im Sommer.
        Wenn du anderer Ansicht bist nenne einfach das Datum damit man das auch nachprüfen kann.

        Im Übrigen kostet Erdgas derzeit um 3-4 ct/kwh, es war schon 10x so teuer. Bis daraus Strom gemach tist kannst du mit gut 10 ct/kwh und mehr rechnen. Was besonders teuer ist sind Stromnetztransportkosten.

        1. Bei „Verivox“ wird Erdgas – bei Einrechnung des Grundpreises – für gut 15 Cent /kWh angeboten. Das ist rund 1000% teurer als Importgas / für Haushalte in Ländern mit günstigen Preisen.

    3. Solange Energie mit zu den profitabelsten Geschäftszweigen gehört, wird sich an der Energieproblematik NICHTS ändern. Das oder die Probleme werden lediglich von einer Seite auf die andere geschoben.

    4. @ Wolfgang:
      „Gerade bei Biogaskraftwerken ist das Schwachsinn – die sind hoch effizient, grundlastfähig und erneuerbar. Aber leider halt in der Hand der Bauern und nicht in der Hand der Energiekonzerne.“

      Nein! Biogasanlagen sollten generell nur dort genehmigt werden, wo aus technologischen Gründen Biogasanfall (Methan) unvermeidbar ist Kläranlagen, Deponien, Mastbetriebe etc.) und wo sie OHNE zusätzliche Biomasse betrieben werden können. Dann sind solche Verbrennergeneratoren bedingt sinnvoll (aber verhältnismäßig teuer, wenn Wartungs- und Inspektionsintervalle und sämtliche Sicherheitsauflagen eingehalten werden). Ein Verbrechen sondergleichen sind Biogasanlagen, die reinweg oder überwiegend mit eigens angebauter Biomasse (bspw. Maissilage) betrieben werden. Und davon gibt es leider viel zu viele.

      1. Nachtrag:
        „…und wo sie OHNE zusätzliche Biomasse betrieben werden können.“
        … und wo die reichlich anfallende Abwärme halbwegs sinnvoll und möglichst komplett genutzt wird. Rein elektrisch gesehen, kommen Sie mit (Bio)Gasverbrennern kaum über 35% an Effizienz (investierte Energie in Form von Gas zu elektrischer Energie), eher deutlich weniger. Der Rest geht als Bewegungsenergie und eben hauptsächlich als Wärmeenergie verloren (so man sie nicht nutzen kann). Biogasanlagen sind so gesehen mehrheitlich die Glühlampen unter den Energieerzeugungsanlagen.

    5. vor allem nachts, oder?
      Und meistens passt auch der Wind in China nicht!
      Und ausserdem sind bei chinesischen Erfolgszhalen die Exporte mit rein addiert.
      Und ausserdem nehmen die Chinesen jetzt wieder 2 große Kohlekraftwerke pro Woche ans Netz.

      Oder glauben Sie etwa, dass die Chinesen so dämlich wie wir Fakepower-Freaks sind.

  3. Leider irrt H.Röper hier teilweise.
    Der Ökostromanteil an der Nettostromerzeugung IN der Brd beträgt über 57% seit 1.1.23 bis heute!
    https://energy-charts.info/charts/energy_pie/chart.htm?l=de&c=DE&interval=year
    Auch wurde in diesem Jahr per Saldo mehr Strom exportiert als importiert. In der Brd sind aktuell stets 2 GW Wasserkraft, 5 GW Biomasse, ca 19 GW Steinkohle, 19 GW Braunkohle, ca 5 GW Öl, 34 GW Gaskraftwerke vorhanden. Das sollte mehr als genügen wenn im extrem seltenen Fall des Falles die 59 GW onshore WKA, 8 GW offshore WKA, 71 GW PV überhaupt nichts erzeugen. Grund zur Panik besteht überhaupt nicht.

    PV und Windstrom erhalten keine Subventionen da die Börsenpreise fast immer ÜBER den garantierten Einspeisevergütungen liegen. Offshore WKA begnügen sich bei Neuinstallation meist mit den Börsenstrompreisen ohne garantierte Einspeisevergütung, WKA an Land u. PV erhalten auf Auktionen meist Zuschläge bei 6-7 ct/kwh, Kleinanlagen auf privaten Hausdächern etwas mehr.

    Das Problem mit Atomstrom hat man in Frankreich gesehen. Über die Hälfte der AKW waren monatelang in Wartung bzw Reparatur, deshalb mußte Frankreich von den Nachbarländern importieren auf Teufel komm raus. Auch das hat die Strombörsenpreise hier in der Brd hochgetrieben.
    H. Röper nennt eine uralte Stromerzeugung von AKW aus 2021. In 2022 waren es 6,7% netto und dieses Jahr eher 1-2%. Dieser Wegfall fällt nicht mal auf und wird Kohlekraftwerke etwas besser auslasten, aber schon jetzt in diesem Jahr geht die Kohlestromerzeugung drastisch zurück.
    Übrigens kann man all das aus obigem link zu Fraunhofer erfahren, wer will.

    Wo H.Röper recht ist sind die Preise für Frackinggas/LNG. Es war in Vergangenheit geplant die Schwankungen der EE mit den flexiblen, günstigen Gaskraftwerken auszugleichen. Nun hat das unfähige Brd-Regime aber das günstige Erdgas aus Russland sanktioniert. DAS ist der Fehler! Wir hätten 34 GW an Gaskraftwerken schon heute und der Neubau ist von den Fixkosten sehr günstig. Das Regime hier hats vermasselt.

    1. Brandenburg hat den höchsten Ausbau an Ökostrom, deswegen hat Brandenburg die höchsten Strompreise. Es gab Proteste seitens der Landesregierung deswegen, nun hat Habeck versprochen da irgendwie zu (wahrscheinlich wie immer) verschlimmbessern.
      Ansonsten, ich hab seit letzten Jahr eine Solarstromanlage auf dem Dach, die etwa 7KW Leistung bringt. Der Stromverbrauch des Hauses liegt übers Jahr bei etwa 6500 kwh. Nach all den tollen grünen Berechnungen sollte dies ja völlig ausreichend sein, da ich mehr erzeuge, als ich überhaupt verbrauche. Im Sommer funktioniert das auch hervorragend, diesen Monat bin ich bisher bei 4kWh, was nichts daran ändert, dass ich im Herbst und Winter sowie Frühjahr etwa 350 bis 550 kWh aus dem Netz entnehme. Das auch nur, weil ich auch noch einen 5kW Speicher mit verbaut habe. Rechne ich diese Bilanz auf Deutschland hoch, dann braucht mir niemand mehr irgendwas erzählen….
      Dazu kommen Einbaukosten vom Mai letzten Jahres bei 22000 Euro. Dafür bekommst die Anlage jetzt auch nicht mehr. Wie Wolfgang II darauf kommt, dass diese Kosten sich innerhalb eines Jahres amortisieren …. naja vielleicht wenn der Strompreis sich dann mangels angebot an Strom nochmals vervielfacht, ansonsten eher nicht…

      1. Die Strompreise haben einen hohen Anteil an Steuern und vor allem Stromnetztransportkosten (netto ca 10 ct/kwh), jedenfalls hier in der Brd. In F sind Steuern u. Transportkosten niedriger, die Stromerzeugung teurer als in der Brd, aber auch durch Subventionen am Ende günstiger als in der Brd.

        Eine PV amortisiert sich energietechnisch in gut 2 Jahren, amorphe PV einiges früher. WKA bei 6 Monaten.
        Von den Kosten brauchst du an die 10 Jahre um das wieder reinzuholen (also ohne Stromspeicher). Da diese aber 40 Jahre funktionieren können, bis auf den Wechselrichter der eher nur 15-20 Jahre hält, lohnt sichs allemal.
        Teuer sind Stromspeicher, eine PV-Anlage kannst du schon für ca 1000 Euro/KWp haben. Bei MW-großen Anlagen nochmal deutlich günstiger.

        1. Ich finde es immer toll, wenn ich die Anlage auf dem Dach, den Speicher im Haus und auch den Zähler persönlich habe und dann andere kommen und mir erzählen, wie supertoll das alles funktioniert 😉
          Es ist wie mit allen Investitionen, so eine Solaranlage rentiert sich eher nicht von den Kosten, der einzige Anschaffungsgrund war, dass die Heizung laufen kann, wenn denn mal der Strom weg ist. Das funktioniert aber auch nur bei einer Ölheizung und nicht bei den Wärmepumpen.

          1. Eine PV-Anlage schaltet sich bei Stromausfall immer ab. Es könnte absichtlich abgeschaltet sein und ein Reparaturteam unterwegs, die sollen nicht einen Stromschlag erhalten.
            Bei Stromspeicher gibts gegen Mehrkosten die Option daß weiter Strom im Haushalt vorhanden ist.

            Meine PV-Anlage (ohne Stromspeicher) funktioniert sehr gut. Ich hab mehr Eigenverbrauch als Netzstrom. Und das merkte man bei 40 ct/kwh besonders, nun gehts auch beim Netz wieder runter mit den Preisen.

            1. Wie gesagt, es ist hier fast wie bei der Tagesschau 😉 Man geht durch einen Wald und die Tagesschau sagt, es gibt keine Wälder mehr … ja, dann wird es wohl so sein 🙂
              Bei Stromausfall trennt sich die PV vom Netz und geht auf Notbetrieb. Für diesen Notbetrieb gibt es Notstromsteckdosen. Die maximale Abgabe bei Stromausfall sind 2 KW.
              Wenn man sich eine Anlage bauen lässt, weil man davon ausgeht, dass die öffentliche Stromversorgung in dem Gebiet, in welchem man wohnt halt nicht immer garantiert ist, dass plant man das genau so. Und .. Du wirst staunen, dann läuft die Ölheizung :P, und wenn es die verbotene ölheizung ist 😉

        2. Es gibt viele ganz unterschiedliche Länder, wo der Strom 3 Cent pro kWh oder weniger kostet. Die halbe Welt kommt mit 10 Cent pro kWh oder weniger aus (für Haushalte). Wenn bei uns allein die Leitungskosten bei 10 Cent pro kWh liegen, zeigt das, wie verschwenderisch unser Stromsystem ist. Wobei hohe Kosten immer auch ein Indikator für unnötig hohen Ressourcenverbrauch sind.

          https://de.globalpetrolprices.com/electricity_prices/

          1. Die Stromkonzerne maximieren ihren Gewinn. Sie haben beim Stromnetz eine garantierte Rendite die sie verlangen dürfen. Also schreiben sie sämtliche Kosten die i-wie noch vertretbar sind dem Stromnetz zu. Das ist alles.

            1. Die Kosten werden durch die mehrfache Leitungsinfrastruktur – je nach Wetter und Jahreszeit – verursacht, und durch die hohen Durchleitungsverluste. Je mehr „Ökostrom“ es gibt, desto mehr wird auch Strom von Hü nach Perdü geschickt, durch ein Leitungsnetz, die dafür eigentlich nicht geeignet ist. Deshalb sind die Netzverluste ständig am Steigen.

              „Das Energiewirtschaftsgesetz (§§ 11 ff) und die Stromnetzzugangsverordnung (§ 10) verpflichten die Betreiber der Energieversorgungsnetze, die Energie zur Deckung der Netzverluste … zu beschaffen und in einem separaten Bilanzkreis zu erfassen.

              Im Jahr 2022 betrugen die Netzverluste 2,56 TWh.
              Im Jahr 2013 betrugen die Netzverluste 2,04 TWh.
              Im Jahr 2004 betrugen die Netzverluste 1,6 TWh.“

              https://www.50hertz.com/de/Transparenz/Kennzahlen/Netzdaten/Netzverluste

    2. Im Winter bei Dunkelflaute bleibt an „Ökostrom“ nur die Wasserkraft. Ein wenig „Ökostrom“ als Ergänzung ist unschädlich. Größere Mengen machen aber eine doppelte Infrastruktur am Kraftwerken und Leitungen nötig. Die thermischen Kraftwerke leiden unter schlechter Auslastung und niedrigen Wirkungsgraden infolge Stotterbetrieb. Viel Strom geht über Leitungsverluste verloren, da er je nach Wetter wild hin- und hergeleitet wird.

      Nun sind 7 Cent / kWh für Strom im internationalen Vergleich recht teuer. Infolge des ineffizienten Gesamtsystems ist der Strompreis für Haushalte aber noch viel teurer. In der Größenordnung von 1000% dessen, was es bei einem rationalen Stromsystem kosten würde. Und welcher Strom in diesem irrationalen System billiger oder teurer verkauft wird, ist politisch und hat nichts mit den tatsächlichen Kosten zu tun.

      1. Das ist natürlich Unsinn. Biomasse-Kraftwerke laufen ebenso weiter. Großkraftwerke haben im allgemeinen einen miesen Wirkungsgrad, besonders wenn man die Nettostromerzeugung betrachtet und weil Großkraftwerke ZENTRAL erzeugen und daher stets weit mehr Leitungsverluste haben als Ökostrom, Ausnahme evtl offshore WKA.
        Im internationalen Vergleich hatte die Brd niedrigere Börsen-Strompreise als Frankreich, trotz der Subventionierung in F. Der Strompreis für Haushalte, Industrie beinhaltet aber noch Netzentgelte und Steuern.

      2. Das ist natürlich Unsinn. Biomasse-Kraftwerke laufen ebenso weiter. Großkraftwerke haben im allgemeinen einen miesen Wirkungsgrad, besonders wenn man die Nettostromerzeugung betrachtet und weil Großkraftwerke ZENTRAL erzeugen und daher stets weit mehr Leitungsverluste haben als Ökostrom, Ausnahme evtl offshore WKA.
        Dunkelflaute gibts allerhöchstens stundenweise aufs Gesamtjahr gesehen, wenn überhaupt.
        Im internationalen Vergleich hatte die Brd niedrigere Börsen-Strompreise als Frankreich, trotz der Subventionierung in F. Der Strompreis für Haushalte, Industrie beinhaltet aber noch Netzentgelte und Steuern.

        1. Deutschland hat den dritthöchsten Strompreis der Welt, nach Italien und Dänemark. In Frankreich ist der Strom auch irrsinnig teuer, aber nicht ganz so. Alle hyperteuren Plätze werden von der EU belegt, bei den nicht ganz so katastrophalen dann durchmischt mit Inselstaaten, die teure Kleinanlagen haben.

    3. Die grünen Trolle und ihre Milchmädchenfakten. Es gibt Seiten wie https://app.electricitymaps.com/zone/DE, wo jeder selbst nachvollziehen kann, woher der Strom kommt. Momentan liefert PV bis zu zwei Drittel des deutschen Elektroenergiebedarfs, das ist doch toll, oder? Leider nur, solange die Sonne scheint. Wir sind mitten im Sommer, kurz vor der Sonnenwende, also am Peak der täglichen Sonneneinstrahlung. Und trotzdem liefert nur maximal ca. die Hälfte der installierten Leistung an PV tatsächlich Strom. Warum? Unter anderem deswegen, weil die Stromnetze nicht ansatzweise ausreichen, um die Energie zu den Verbrauchern zu befördern. Die Versorger maulen schon rum, wenn man sich eine Wallbox installieren will, über flächendeckenden Einsatz von Wärmepumpen nachzudenken, ist völlig sinnlos. Die sogenannten Erneuerbaren Energien schaffen es nicht einmal, den Elektroenergiebedarf Deutschlands zu decken, und der macht nur ein Fünftel des Gesamtenergiebedarfs aus. Weder verfügen wir über Speichertechnologien, die auch nur einen Tag lang ungünstiges Wetter überbrücken könnten, noch besteht Aussicht, daß diese in absehbarer Zeit verfügbar wären. Man schaue sich mal in der Frühe an, wenn noch keine Sonne scheint und kein Sturm bläst, wo der Strom herkommt. Wir importieren jetzt schon teilweise ein Viertel davon. Wenn bei uns keine Sonne scheint, dann auch nicht in Frankreich, Polen oder Tschechien. Der Strom kommt also aus Atom- oder Kohlekraftwerken, das ist die Wahrheit. Ein weiterer Aspekt, den man aus den Energiecharts ablesen kann, ist, daß der Elektroenergieverbrauch bereits drastisch gesunken ist. Unter der Woche lag der Bedarf vor 2-3 Jahren tagsüber noch bei über 80GW, jetzt sind es um die 60GW. Das liegt sicher nicht daran, daß weniger geduscht oder an Beleuchtung gespart wird. Nein, eher daran, daß Teile der Industrie schon weg sind. Wenn dann der letzte Betrieb die Produktion eingestellt hat, geht die Milchmädchenrechnung auf, dann kommen wir vielleicht mit Wind und Sonne aus und freuen uns auf romantische Dunkelflauten, während derer wir in Decken gekuschelt bei Kerzenlicht zur Akustikgitarre singen.

      1. Märchen interessieren keinen. In der kalten Jahreshälfte gibts regelmäßig mehr Ökostrom als im Sommer. Warum? Denk mal scharf nach.
        Zum Import hab ich die Fakten genannt und den link dazu auch. Keiner muß ahnungslos bleiben. Und was Frankreich betrifft so hat die Brd per Saldo mehr Strom exportiert als von dort importiert. Kein Wunder bei den volatilen AKW die jederzeit mal wieder ausfallen.
        Aber alles im genannten link nachlesbar – jedenfalls wer fähig dazu ist.

          1. Und jeder mit der grünen Bahncard, weiss, dass er mit Ökostrom fährt, sein Nachbar ohne diese Card jedoch gerade die Klimaapokalyse heraufbeschwört. Versenden tut man Pakete nur noch mit Transporteuren, die definitiv CO²neutral versenden und…und … und…
            Alles Geschichten für grimms Märchenbuch, leider wird es geglaubt.

        1. @Joe: Also das ist doch gequirlter Quatsch. Wenn ich den letzten Winter nehme, gab es viele Tage die windstill waren. Und die Sonne? Von welcher Sonne wird im Winter gesprochen. Meist gibt es keine und wenn dann nur 1 oder 2 Std. Also ich bin vielleicht ein bisschen blöd bei den technischen Sachen, aber so doof, dass ich glauben könnte, dass im Winter der meiste Ökostrom anfällt, bin ich nun auch wirklich nicht. Ein bissel gesunder Menschenverstand reicht, um solch absurdes Zeug zu glauben. Ich denke, dass Sie hier nur irgendeinen Auftrag erfüllen und herumtrollen.

    4. @Joe
      „In der Brd sind aktuell stets 2 GW Wasserkraft, 5 GW Biomasse, ca 19 GW Steinkohle, 19 GW Braunkohle, ca 5 GW Öl, 34 GW Gaskraftwerke vorhanden. Das sollte mehr als genügen wenn im extrem seltenen Fall des Falles die 59 GW onshore WKA, 8 GW offshore WKA, 71 GW PV überhaupt nichts erzeugen. Grund zur Panik besteht überhaupt nicht.“

      Entschuldigung aber das sind alles theoretische Werte, die in der Praxis niemals erreicht werden können. Nicht mal ansatzweise. So wie bspw. ja auch die Bundeswehr theoretisch über ca. 200(?) Leos verfügt, im Ernstfall aber bestenfalls 40 davon überhaupt in Frontnähe bekäme. Davon abgesehen: wenn wir energietechnisch doch so üppig ausgestattet sind, warum musste oder hat D. Dann überhaupt Energie importiert?

      1. „Sprecher: Kritiker sagen: Dann geht in Deutschland entweder das Licht aus, oder der Strom wird viel teurer. Sehen Sie das auch so?

        C. Özdemir: Ach wissen Sie, wir kennen die Argumente. Die Argumente sind ja nicht ganz neu. Im Spitzenlastbereich, also nicht im Normallastbereich. Dann wenn der Energieverbrauch am Höchsten in Deutschland ist, ungefähr mittags zwischen 11 und 12, verbrauchen wir ungefähr 80 Gigabyte. Wir produzieren aber ungefähr 140 Gigabyte. Das heißt, das anderthalb-Fache dessen haben wir immer noch übrig, was wir brauchen.“

        https://www.eike-klima-energie.eu/2017/08/15/cem-oezdemir-versucht-sich-in-energie/

        Es sind also 60 Gigabyte Strom da, die produziert, aber nicht verbraucht werden. Wo bleiben die?

        „Die osteuropäischen Staaten haben schon gesagt: ‚So geht das nicht weiter, ihr verstopft unsere Netze.‘ Deswegen haben wir gesagt, diese zehn Prozent Export die können wir an Kohle vom Netz nehmen. Und natürlich gibt es Schwankungen. Das ist vollkommen klar. An Tagen wie diesen, wo es grau ist, da haben wir natürlich viel weniger erneuerbare Energien. Deswegen haben wir Speicher.

        Deswegen fungiert das Netz als Speicher. Und das ist alles ausgerechnet. Ich habe irgendwie keine wirkliche Lust, mir gerade mit den politischen Akteuren, die das besser wissen, zu sagen, das kann nicht funktionieren.“

        — Annalena Baerbock, Deutschlandfunk, Jan. 2018

        „Es bleibt dabei, dass die Förderung erneuerbarer Energien einen durchschnittlichen Haushalt nur rund 1 Euro im Monat kostet – so viel wie eine Kugel Eis.“

        — Jürgen Trittin, bmu.de/pressemitteilung – 30.07.2004

        1. Trittin hatte damals recht. Nachdem aber seine Nachfolger die Ausnahmen extrem erweiterten und die Kosten auf immer weniger verteilt wurden wurde es natürlich teurer.

          Heute wurde die EEG-Abgabe ganz gestrichen. Hört sich für Naive erst mal gut an, aber da das EEG-Umlagenkonto durch die hohen Strombörsenpreise auch hohe Überschüsse hat wäre die EEG-Abgabe heute negativ – auf deutsch: Sie hätte den Strompreis gesenkt. Aber das kassiert das Brd-Regime offensichtlich ein.

          1. Die EEG Abgabe wurde gestrichen, warum wohl?
            Weil die Zeiten wo die TWh an den Strombörsen verschenkt wurden, vorbei sind. Nicht weil das mit der tollemn Energie so fnzt, sondern weil durch den grünen Kram und der herausnahme wichtiger Stromerzeuger die Marktpreise nach oben gegangen sind ….
            Wenn ich das Land nuicht mehr mit ausreichender Energie versorgen kann, dann wird die wenige hier produzierte Energie auch nicht mehr verschenkt. Daher war die Streichung der EEG Umlage eigentlich Verarsche … sie fiel für die Betreiber eh nicht mehr an

      2. Es ist der vorhandene Kraftwerkspark den wir in der Praxis auch nie gleichzeitig benötigen. Oder kannst du mir das Datum nennen wo das der Fall und überhaupt nötig gewesen wäre??

        In der Eu gibts Freihandel beim Strom. Der Energiekonzern kauft dort wo es gerade günstiger ist. Ganz einfach.
        Auch deshalb exportiert die Brd auch dieses Jahr mehr Strom als es importiert und macht damit guten Profit. Auch weil dank Ökostrom tagsüber viel Strom vorhanden ist, der aber gerade tagsüber im Ausland teuer verkauft werden kann.

        1. Wir haben die höchsten Strompreise der Welt. Außerhalb von EU und Assoziierte sind in Europa Strompreise von 4½ Cent bis 9 Cent pro kWh üblich. Außerhalb Europas viele Länder im Bereich 0,1 Cent bis 2 Cent pro kWh.

          https://de.globalpetrolprices.com/electricity_prices/

          Hier ist absurderweise alles auf hohen Umwelt- und Ressourcenverbrauch und niedrige Wirkungsgrade optimiert. Die EU hat das verschwenderischste Energiesystem der Welt.

          Hätte man hier das Geld statt für das „System Greta“ sinnvoll ausgegeben, dann hätten wir moderne Kraftwerke, die kontinuierlich laufen und aus der gleichen Menge Kohle doppelt so viel Strom liefern. Das hätte gereicht, viele LKW durch elektrische Güterzüge, PKW durch elektrischen Nahverkehr und Flugzeuge durch Züge wie in China zu ersetzten, 400 km/h und pünktlich. Es hätte Unmengen an fossilen Brennstoffen gespart, und die Energie wäre 80 oder 90% billiger als heute. Es hätte uns die Insekten- und Vogelkiller gespart.

          1. China ersetzt den Flugverkehr nicht, sondern ergänzt. Erst gestern sah ich auf CGTN etwas von einer Reportage über den Bau des neuen Flughafens bei Peking, bald soll er zu den größten der Welt gehören. Offenbar sieht man in China viel Zukunft für den Flugverkehr (auch wenn im Westen welche rumlaufen, die dafür bezahlt werden, dass die sich an Flugzeuge und Kreuzfahrtschiffe ankleben).

            1. Doch, ein Teil des Flugverkehrs wird ersetzt. Je mehr die Chinesen fliegen, desto wichtiger ist es, einen Teil des Verkehrs auf die Schiene zu verlagern, um mehr Kapazität für die anderen Verbindungen zu haben. Die Züge „Erneuerung“ (Fuxing) sind für 420 km/h konstruiert, 400 km/h kommerzieller Betrieb. Ein Fuxing für 500 … 600 km/h ist in Erprobung. Es gibt auch eine Forschungsstrecke für Magnetschwebezüge in Röhren mit leichtem Vakuum. Ziel ist, sich an Überschalltempo heranzutasten. Dann werden Flugzeuge zu lahmen Enten, von Moskau nach Beijing nimmt man den Zug mit Mach 3. Im Prinzip machbar ist das, aber bis das realisierbar wird, das wird noch dauern.

        2. DLR Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt
          Study Report
          Interference of
          Flying Insects and Wind Parks
          Franz Trieb
          Stuttgart, 30.10.2018
          Model calculation of the amount of insect biomass that traverses wind rotors during operation
          provides a first estimate of the order of magnitude of 24,000 tons of insects crossing the German
          wind park throughout the summer season. Based on conservative model assumptions, five percent of
          the insects flying through a rotor could be actually damaged. The related loss of 1,200 tons per year
          since more than fifteen years could be relevant for population stability.

          https://www.dlr.de/tt/Portaldata/41/Resources/dokumente/st/FliWip-Final-Report.pdf

    5. Dummfug: Es kommt nicht auf Saldo oder Jahressume an sondern auf jede Millisekunde, wo Leistung = Lastgang sein muss, sonst nennt mand as Blackout.
      Und noch was:
      2000 (Jahr Null der Fakepower) Gesamtkosten Strom DE 40 Milliarden EUR
      2020 (Jahr 20 der Fakepower) Gesamtkosten Strom DE 108 Milliarden EUR
      Das nennt man den empirischen Unsinnsbeweis, pardon 68 Milliarden Stromverbrauchersubvention für dies Fakepower.

      Noch was zu Frankreich: Bauartbedingt haben die französischen KKW einen hohen Versprödungseffekt. Da man sich für die Laufzeitverlängerung auf 60 (eher 80) Jahre entschieden hat, hat man sich im Rahmen der großen Revisionen entschieden, bereits jetzt die Rohrsätze auszutauschen.

  4. Erst mal den Klugscheisser- Modus anstellen, aber im Artikel muesste es wohl eher Terawattstunden heissen, als TWh, das ist etwas voellig anderes als TW. Deutschland hat imho einen Bedarf um durchschnittlich 65GW elektrische Leistung.
    Weiterhin ist es zwar schoen, exportierte und importierte Strommenge zu vergleichen, sinnvoller waeren aber die Erloese. Das liegt darin begruendet, das Deutschland teilweise Geld bezahlt um Strom zu exportieren, ihn dann aber teuer „zurueckkauft“.
    Zur installierten Leistung (Braunkohle, Steinkohle etc.) ist auch noch was anzumerken. Es mag zwar auf dem Papier reichen, nur in der Praxis sind eine Reihe von Kraftwerken (eben gerade Kohlekraftwerke) nicht in der Lage auf kurzfristige Leistungsschwankungen zu reagieren. Simpel gesagt: so eine Kessel braucht halt eine Weile, bis er heiss(er) ist.

    1. Ich hab oben den link genannt wo du auch die Erlöse einsehen kannst. Die dt. Stromkonzerne machen guten Profit.
      Der Strombedarf der Brd schwankt, ein Durchschnitt interessiert weniger. Alles einsehbar auch mit dem von mir genannten link.

  5. Nach EU Vorgaben ist Ökostrom auch Atomstrom. Der schöne Ökostrom aus dem Ausland ist somit Atomstrom. Aber dass wird uns dummen Deutschen nicht erzählt. Deshalb ist wahrscheinlich der importierte “ Ökostrom “ so billig.

    1. Falsch. Sobald Strom in der Leitung ist kannst du nicht mehr feststellen woher der kam.
      Interessant sind sowieso alleine die Nettostromerzeugung in der Brd.

      Falsch ist auch daß der Atomstrom aus F so günstig wäre. Die Börsenstrompreise in F sind dieses Jahr bisher teurer als in der Brd – im Vorjahr noch deutlicher. Kein Wunder wenn über die Hälfte der volatilen franz. AKW nichts erzeugt.

  6. Sorry, ich kann es schlicht nicht mehr ertragen: es sind Terawattstunden!1!! Tera, mit einem ‚r‘ und stunden, weil wir von Energie (dem Produkt Leistung mal Zeit) sprechen, verdammt nochmal. Selbst der Spiegel kann offenbar besser abschreiben als Herr Röper m(

    Im Leben nicht könnten deutsche AKW 35 Terawatt (ohne Stunden) LEISTUNG bereitstellen. Ein AKW-Block hat so in der Größenordnung >1 Gigawatt, ergo wären 35 Terawatt etwa 35 tausend(!) AKW-Blöcke. Leute, die sich mit der Materie auskennen, werden auch niemals von „Terawatt pro Jahr“ sprechen, denn das ist vollkommener Kauderwelsch, weil Leistung bereits eine auf die Zeit bezogene Größe ist: Energie pro Zeit.

    Danke, ich lasse mich lieber von kompetenteren Propagandisten berieseln.

    1. Man muss Herrn Röper allerdings zugutehalten, dass er (selbsternannter) Experte für sehr unterschiedliche Themen ist: Virologe, Wirtschaftswissenschaftler, Geopolitiker, Militärstratege und dann auch noch Energieexperte. Da kann man nicht immer so ganz genau sein.

    2. Ich stimme zu, dass es um Arbeit und nicht um Leistung geht. Daher völlig richtig, die fehlende Arbeit sind 35TWh. Für einen Vergleich ist es aber durchaus sinnvoll, die Arbeit innerhalb eines Zeitraums zu nehmen. Ein Angestellter liefert ja auch 40h/Woche, was rein physikalisch keinen Sinn macht.
      Der Sachverhalt ist m.E. Korrekt wiedergegeben und auch, dass versucht wird das Problem schönzureden, dass wir unsere Energie jetzt kaufen müssen, ohne diese in irgendeiner Form speichern zu können, wie vorher! (Öl, Gas, Kohle, Kernbrennstoff)
      Putin hat vor 15 Jahren schon geschmunzelt, mit was wir denn heizen wollen, wir haben ja nicht mal genügend Holz für alle Einwohner…

  7. Ich lese die Artikel im Antispiegel immer gerne und freue mich an der intelligenten und originellen Analysen von Herrn Röper. Nicht so bei diesem Artikel. Das Beste ist noch der Verweis auf den Spiegel-Artikel, der in diesem Fall gar nicht mal so schlecht ist, jedenfalls fachlich fundierter und differenzierter als der versuchte Verriss im Antispiegel.
    Alleine mit der Erkenntnis, dass in einer windstillen Nacht kaum Öko-Strom erzeugt wird, ist man noch längst kein Experte für den Strommarkt. Oder für wie strohdoof hält Röper die Planer und Netzbetreiber eigentlich?
    Die entscheidenden Sätze in Röpers Argumentation sind unbelegte Behauptungen, alles andere ist einfach Meinung und Stimmungsmache.
    Beispiel: „ … dass Ökostrom in Wahrheit teuer ist, denn er war immer teurer als zum Beispiel Strom aus russischem Gas.“ Beleg? Selbst wenn „war immer“ zutreffen sollte, sagt das nichts zu heute.
    Der Stromhandel ist vielschichtiger, als Röper es darstellt. Zum Beispiel wäre zu unterscheiden zwischen Energie und Leistung. Zwischen kurzfristigen und langfristigen Preisen.
    Und warum ist der Import von Strom aus Frankreich eigentlich verwerflich, der von russischem Gas hingegen wunderbar?
    Ich hoffe, dass die Stärke Röpers die Analyse der ukrainischen und russischen Verhältnisse ist, und dass ich da auf fundierte und gründliche Arbeit vertrauen darf.

    1. „Zum Beispiel wäre zu unterscheiden zwischen Energie und Leistung. “
      Die Verwechslung elektrischer Arbeit mit elektrischer Leistung bewegt sich in der Tat auf baerbockschem Niveau. Herr Röper, bitte sorgfältiger arbeiten!

      „Und warum ist der Import von Strom aus Frankreich eigentlich verwerflich, der von russischem Gas hingegen wunderbar?“
      Warum ist der Weiterbetrieb schon gebauter ukrainischer Kernkraftwerke in Ordnung, der Weiterbetrieb in Deutschland schon gebauter aber nicht? Warum sind französischer Atom- und polnischer/tschechischer Kohlestrom in Ordnung, ihre deutschen Pendants aber nicht?

  8. „Zunächst einmal bedeutet das, dass praktisch der gesamte Strom, den Deutschland bisher in AKWs produziert hat, nun aus dem Ausland importiert wird, denn durch die Abschaltung der deutschen AKWs sind etwa 35 Terrawatt pro Jahr weggefallen. Wenn Deutschland nun 3,5 Terrawatt pro Monat importiert, dann sind auf das Jahr gesehen wahrscheinlich etwa 42 Terrawatt.“

    Ist das wirklich wahr, dass ein sonst so brillater Analytiker so einen Mist zusammenscheibt? Mal von vorn: die abgeschalteten Kraftwerk hatten eine Spitzenleistung von 1,3 Gigawatt. Leistung, bitte. Das sind bei 720 Stunden im Monat 936 Gigawattstunden. Arbeit, nennt sich das. Ich finde eine Zahl in der Nähe nirgends in diesem Geschwurbel.

    Hätte man sie denn weiter laufen lassen sollen? Da wäre eine Inspektion nötig gewesen und dann wahrscheinlich eine Überholung. Die Überholung des französischen Kraftwerksparks hat 100 Milliarden gekostet. Da bin ich ausnahmsweise auf Seiten der Regierung, die sich das gespart hat.

    Mal Blick auf die russische Energiepolitik: da müssen sie in der Türkei unbedingt ein AKW mitten ins Erdbebengebiet stellen. Es sollten 4 Blöcke schon am Netz sein, fertig ist keiner. Panne auf Panne wie in Frankreich. Für dieses Geld hätte man Windräder mit einem Vielfachen an Leistung bauen können, die längst fertig wären. Und was wollen die für die Kilowattstunde? 12,5 Cent? Das Gelächter wird groß sein. In diesen Breiten ist man mit Solar schon unter ein Cent.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Akkuyu

    Und als ob die Speicherung so ein Problem wäre. Mit dem Strom kann man Wasserstoff machen und daraus E-Methan. Sauberes Methan, ohne den Dreck, der im Putingas nun mal drin ist.

    1. Das jetzt lustig und basiert auf dem Kanzlerwissen von Frau Merkel:“ Ich bin Physikerin und Kanzler und das erlaubt es mir, die Satz von der erhaltung der Energie und den Satz von der Erhaltung der Masse ausser Kraft zu setzen.“
      Kannst Du mir bitte erklären, was mit dem „C“ aus Deinem sauberen Metan denn wird, so es nicht CO² werden soll? Es gibt nun einmal eine feste Menge von „C“ auf der erde, dieses kann fest, flüssig oder gasförmig gebunden sein.

    2. In der Türkei kostet Strom 8 Cent pro kWh. Das ist der zweithöchste Preis in Europa außerhalb des EU/EWR-Raumes. Durch die neuen KKW und den Gas-Hub soll Energie erschwinglicher werden.

      Wasserstoff und „E-Methan“ sind Irrsinn. Schlechte Wirkungsgrade, hohe Umwandlungsverluste. Damit hoher Energieverbrauch. Strom verwendet man besser direkt aus der Leitung, im Verkehr aus der Oberleitung. Es sei daran erinnert, daß unser „System Greta“ wegen seiner Unzulänglichkeiten auf Braunkohle basiert. Deutschland hat den höchsten Braunkohleverbrauch der Welt, weit vor China, und verheizt sie in Kraftwerken mit sehr niedrigem Wirkungsgrad. „Wegen Greta“ durften ja keine besseren gebaut werden.

      Der Verzicht auf Klimageschäft und „System Greta“ hätte uns Unmengen an fossiler Energie eingespart. Das liegt daran, daß es so irrational, ineffizient und verschwenderisch in allen Bereichen ist.

      „+17% Increase in coal production in Germany in 2021.“

      „Europe’s coal production increased by 11.9% in 2021, owing to higher electricity demand and steep gas prices, with +17.7% in Germany“

      https://yearbook.enerdata.net/coal-lignite/coal-production-data.html

      1. Die schlechten Wirkungsgrade sind entweder von früher oder von der AfD. Bei der Elektrolyse ist man jetzt bei 80 Prozent, was laufend besser wird.

        Auf russisches Gas wurde verzichtet. Fehler, klar. Nun hat diese Mangelsituation dazu geführt, dass wir Nettoimporteur wurden. Stimmt. Aber daraus nun den Schluss zu ziehen, die Erneuerbaren hätten versagt, ist ein ganz billiger Taschenspielertrick.

        1. Mit dem Russen und der AfD hat es gar nichts zu tun. Es ist der Braunkohlenverbrauch von 2021. 2022 ist er natürlich noch ganz anders gestiegen.

          Der Taschenspielertrick ist, daß der Gretaglaube niemals das Gesamtsystem betrachtet, sondern immer nur einzelne Momente herauspickt. Im Gesamtsystem ist der „erneuerbare“ Strom untrennbar mit „fossiler“ Energie verbunden. Von der Energie für den Bau der Anlagen bis zur notwendigen Ergänzung aus Braunkohlenstrom, aus Kraftwerken mit allerunterstem Wirkungsgrad, da sie „wegen Greta“ nicht erneuert werden durften und dazu im Stotterbetrieb laufen.

          Der Wasserstoff wird also nicht aus „erneuerbarer Energie“ hergestellt, sondern einfach aus Energie, mit zumindest indirekten fossilem Anteil. Alle Verluste und schlechte Wirkungsgrade erhöhen folglich den Verbrauch fossiler Energie. Deshalb frißt „Greta“ unvernünftige Mengen an Öl und Braunkohle.

          Bei der Umwandlung von Strom in Wasserstoff und Rückumwandlung in nutzbare Energie, bei Transport und Lagerung entstehen bei Wasserstoff hohe Verluste. Bei der Umwandlung von Wasserstoff in synthetisches Methan entstehen hohe Verluste. Alle Energieverluste und schlechten Wirkungsgrade erhöhen den Verbrauch an Energie und damit den an fossiler Energie, die die „erneuerbare“ im Gesamtsystem immer als „Rucksack“ trägt.

          Da hilft auch die Methode nicht, den „Rucksack“ über Rechentricks, Zertifikate, Ablaßscheine abzuhängen und der bösen anderen Seite zuzurechnen. Beide Seiten sind im Gesamtsystem untrennbar verbunden. Das „System Greta“ mit seiner Verschwendung erhöht den Verbrauch an fossiler Energie.

          Chinas neue Kraftwerke, die nur halb so viel Kohle verbrauchen wie die alten, sparen dagegen real Kohle und – für die Gläubigen – auch CO2.

  9. „die abgeschalteten Kraftwerk hatten eine Spitzenleistung von 1,3 Gigawatt“

    Negativ, es waren ca. 4GW. Und nicht Spitzen, sondern kontinuierliche Leistung.

    „Und als ob die Speicherung so ein Problem wäre. Mit dem Strom kann man Wasserstoff machen und daraus E-Methan“

    Wasserstoff hat einen Energiegehalt von ~33MWh pro Tonne. Deutschland benötigt pro Tag mehr als eine TWh Strom. Das entspricht ca. 30000 Tonnen Wasserstoff, ohne Berücksichtigung des Wirkungsgrades. Sie können sicher belegen, wo die Anlagen stehen (oder demnächst gebaut werden), die eine solche Menge aus erneuerbarem Strom produzieren?

    1. Stimmt, zusammen dann 4 GW, wenn man alle drei zählt.
      E-Methan ist identisch mit Erdgas, ohne den Dreck halt. Man kann das Gasnetz zur Speicherung nutzen, das kann die Bundesrepublik für drei Monate mit Primärenergie versorgen. Das reicht für eine saisonale Speicherung mit großem Sicherheitspölsterchen.
      Man muss es halt machen. Bislang hat der Dummschwatz jede großtechnische Lösung verhindert.

      1. “ Bislang hat der Dummschwatz jede großtechnische Lösung verhindert.“ Bisweilen sind es Gesetze der Physik und Ökonomie, die von grünen Dummschwätzern herbeigeredete Utopien an der Realisierung hindern. Ich hatte oben eine konkrete Frage gestellt, nämlich wo die Elektrolyseanlagen für die Herstellung grünen Wasserstoffs stehen, gebaut werden oder zumindest in Planung sind. Das bayerische Wunsiedel ist stolz auf seine 9MW-Anlage, die jährlich 1350 Tonnen produziert:
        https://www.elektronikpraxis.de/groesste-bayrische-elektrolyseanlage-startet-betrieb-a-13b787ce805af3582af53c54dd2d8046/ und in Leuna
        Linde ist stolz, in Leuna die weltgrößte PEM-Elektrolyse-Anlage mit einer Jahresproduktion von 3200 Tonnen zu bauen (müßte inzwischen schon produzieren):
        https://www.energie-und-management.de/nachrichten/erneuerbare/detail/in-leuna-entsteht-weltgroesste-pem-elektrolyse-anlage-140778
        Zusammen würde deren Jahresproduktion also ca. 0,15% des deutschen Tagesbedarfs an Elektroenergie decken, WOW! OK, nach Wirkungsgrad bleiben günstigstenfalls 0,1%. Und auf den Gesamtenergiebedarf hochgerechnet, an dem Strom 20% ausmacht, sind es 0,02%. Ganz klar ist grüner Wasserstoff DIE zeitnah umsetzbare Lösung!

        1. Von Wasserstoff und E-Methan ist man längst weg. In Afrika setzen sie auf Ammoniak (NH3) als „Wasserstoffspeicher“. Läßt sich aus Erdgas produzieren, wovon sie viel haben, das sie mangels Leitungen aber wenig nutzen können. Läßt sich auf Wunsch aber auch „grün“ produzieren. Einfach zu transportieren, Rohre oder Tankwagen. Läßt sich für Dünger verwenden, und als Kraftstoff. Es gibt Verbrennungsmotoren für Ammoniakbetrieb, mit Beigabe eines Anteils Kohlenwasserstoff oder sogar ohne.

          Nachteil aus Sicht des Klimageschäfts: Ammoniak ist völlig problemlos, einfach und billig herzustellen und zu verwenden. Für Fördertrogschweine und Oligarchen ist da nichts zu holen.

      2. Was kostet eine kWh E-Methan? Erdgas kostet bis zum Endverbraucher etwas 1 bis 2 Cent pro kWh, alles höhere sind Steuern, Abgaben, Profite. Wie ist das Verhältnis von eingesetzter Energie (Produktion) zu nutzbarer Energie? Wie hoch ist der Umweltverbrauch (Ressoucen, Giftmüll, Atommüll der Neodym-Produktion für die Windgeneratoren) bei der Produktion des Gretastroms, der in E-Methan umgewandelt werden soll?

        Genau ausrechnen kann das keiner, aber die bekannten Tatsachen zeigen an, daß es ein wahrhaftiges „nach uns die Sintflut“ würde.

  10. Verraten wir denn Autor ein Geheimnis. Deutschland hat 22:

    Strom exportiert wie 21 + 22

    Ist auch klar. In einem Binnenmarkt kaufe ich auch vom günstigsten also wenn subventionierter EE Strom vorhanden ist von D. Da 22 die Atomkraftwerke in F standen hat D selbst Ölkraftwerke angeschmissen um Frankreich zu helfen (kommt immer mal wieder vor).

    Die erwartete Stromlücke in D kommt erst noch wenn auch Kohlekraftwerke stillgelegt werden und im Kohleausstieg offenbaren sich politische Abgründe (moderne Steinkohle vor alter Braunkohle etc.)

    1. In Deutschland haben Braunkohlenkraftwerke 30% Wirkungsgrad. Wenn sie im Stotterbetrieb laufen (mit Ruhefeuer, wenn es viel Wind gibt, und hochfahren bei kommender Flaute), ist der Wirkungsgrad noch viel schlechter.

      Moderne Kohlekraftwerke (überkritische Bauart) haben 45% Wirkungsgrad, mit Kraft-Wärme-Koppelung bis zu 65%. Die wenigen, die es in Deutschland gibt, laufen mit Steinkohle.

      Das Problem ist, daß die Braunkohlekraftwerke wegen der Klimaschutzagenda nicht modernisiert wurden, dazu suboptimal betrieben werden und deshalb seit Jahrzehnten doppelt so viel Kohle verbrauchen wie nötig. Nach der in dieser Klapsmühle geltenden Logik ist Steinkohle tatsächlich moderner.

  11. Das ist ja alles höchst interessant, aber für mich kommt der Strom aus der Steckdose. Und wenn keiner kommt,
    kriegt Habeck eins auf den Deckel. Mich als Konsumentin interessiert weder, ob es eine sogenannte Energiewende gibt oder nicht, welcher oder woher der Strom kommt (das ist Habecks Spielfeld), sondern DASS Strom aus der Steckdose kommt, der auch BEZAHLBAR ist. Und wenn da kein Strom kommt, hat es sich wohl mit der Energiewende bis zum Sankt Nimmerleinstag. Ringsum zieht kein anderer Staat mit, da wird gelacht beim Namen Habeck, und nur Deutschland muss mal wieder Weltmeister sein, weil es ja nun mit dem Exportweltmeister nicht mehr so recht klappt. Inzwischen ist es ja schon peinlich zu sagen, dass man in Deutschland leben muss.

  12. Hallo Herr Röper, bitte Ihre Kompetenzen nicht überschätzen. Ein „Betrieb“ Deutschlands rein mit EE ist perfekt machbar. Ihre Frage „Wer auf erneuerbare Energien setzt, der gefährdet die Stromversorgung, denn woher soll die Energie kommen, wenn keine Sonne scheint und kein Wind weht, zum Beispiel in einer windstillen Nacht“

    habe ich schon mehrfach beantwortet. Dafür nimmt man Reservekraftwerke mit ca. 60 Gigawatt Leistung, idealerweise Gaskraftwerke. Die heute in D befindlichen Gaskraftwerke haben ca. 30GW Leistung, müssten also „nur“ verdoppelt werden. Speicher für Gas haben wir bereits und bestehende Kohlekraftwerke kann man leicht umbauen, das wäre also gar nicht so teuer. Dazu kommt Strom aus dem europäischen Verbundnetz.

    Die vielbeschworene kalte Dunkelflaute ist etwas, womit wir relativ leicht umgehen können, denn in ganz Europa ist sowas extrem selten und dauert jetzt auch keine 3 Monate. Google sagt alle 2 Jahre 2 Wochen. Da kann man die Gaskraftwerke ruhig durchlaufen lassen ohne kalte Füße zu bekommen.

    Als „Starthilfe“ empfehle ich das kostenlose Buch „sustainable energy without the hot air“ von David Mackay, da wird das sehr vereinfacht berechnet und aufgezeigt (allerdings für England). Bei den Engländern ist es tatsächlich kritisch, da die zu wenig Platz haben. In D aber kein Problem.

  13. Fakepower aus Wind und Sonne ist IMMER teurer, weil der Jahresertrag nur 10 bis 20 Prozent der installierten Nennleistung beträgt. Dieser minderwertige, Maschinen und Geräte schleichend zerstörende treppenartige Strom aus Wechselrichtern wird durch gesetzliches Strompreis-Dumping verschenkt oder gegen Zuzahlung gehandelt. Manchmal wird für diesen volkswirtschaftlichen Schaden sogar bezahlt. Dumping ist gewöhnlich eine kriminelle Handlung, also eine Straftat!

    Fakepower macht regelbare Kohlekraftwerke automatisch unwirtschaftlich, doch es kann nur maximal 55 Prozent Fakepower eingespeist werden, damit Phase und Netzfrequenz stabil bleiben.
    dzig . de/search/node/45-Prozent-Regel

    Jede einzelne eingespeiste Kilowattstunde ist ein volkswirtschaftlicher Schaden! Deshalb wurde der gesetzliche Einspeisezwang eingeführt. Niemand will diesen Dreck haben!

    Diese fundamentalen Gedanken habe ich verinnerlicht, weil ich seit dem 12. Juli 2011 Mitglied im Stromverbraucherschutz NAEB bin. Siehe NAEB.tv

    Hätten die unwissenden Menschen das gleiche Bewusstsein wie ich, gäbe es von einer Sekunde zur nächsten keine vermeintliche Energiewende mehr. Man würde sofort alle Fakepower-Kraftwerke abschalten.

  14. Na, dann viel Spaß, wenn wegen Dürre in Frankreich die Kernkraftwerke gedrosselt werden müssen. Im letzten Jahr hat Deutschland Frankreich noch massiv ausgeholfen und Strom geliefert, weil ein Gutteil der Kernkraftwerke aus verschiedenen Gründen abgeschaltet worden waren. Das geht ja nun nicht mehr.

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