Die USA haben die Forderungen nach einem sofortigen Waffenstillstand im Nahen Osten nicht unterstützt

Das würde „die Saat für den nächsten Krieg säen“, sagte Robert Wood, der stellvertretende ständige Vertreter der USA bei der UNO

Die USA unterstützen die Forderungen nach einem sofortigen Waffenstillstand im Gazastreifen nicht, da das „die Saat für den nächsten Krieg säen“ würde. Diese Position hat der stellvertretende ständige Vertreter der USA bei der UNO, Robert Wood, bei der Sitzung des Sicherheitsrates zur Lage im Nahen Osten dargelegt.

„Während die USA einen dauerhaften Frieden, in dem sowohl Israelis als auch Palästinenser in Sicherheit leben können, nachdrücklich unterstützen, lehnen wir Forderungen nach einem sofortigen Waffenstillstand ab. Das würde nur die Saat für den nächsten Krieg säen, da die [radikale palästinensische Bewegung] Hamas nicht gewillt ist, einen dauerhaften Frieden und eine Zwei-Staaten-Lösung anzustreben“, sagte er.

Wood fügte hinzu, dass die USA „alles in ihrer Macht stehende tun, um die verbleibenden Geiseln zu befreien“. „Der Krieg ist für die Zivilbevölkerung im Gazastreifen nicht weniger tragisch. Das Ausmaß des zivilen Leids ist verheerend und herzzerreißend“, fügte der Diplomat hinzu.

Dimitri Poljanskij, der erste stellvertretende ständige Vertreter Russlands bei der UNO, hatte zuvor erklärt, Russland sei sehr enttäuscht, dass der UNO-Sicherheitsrat seit zwei Monaten keinen Waffenstillstand im Gazastreifen gefordert habe.

Übersetzung aus der russischen Nachrichtenagentur TASS


Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

4 Antworten

  1. Man könnte das auch von einer anderen Seite betrachten .
    Niemand von Uns weiß wie die Beziehungen von Israel und den USA wirklich sind .
    Könnte nicht die Möglichkeit bestehen das die USA einfach nur ruhig zuschaut wie sich Israel selber abschafft ?
    Für die USA liegt der Fokus darin den Iran in einen Krieg zu provozieren .
    Die Angriffe auf die US-Kriegsschiffe war nur eine False Flag um dieses Ziel zu erreichen , hat nicht funktioniert , der Iran wird auf so billige Tricks nicht reinfallen !
    Das eigene Militär zu opfern , oder eigene Schiffe zu versenken um einen Kriegseintrittsgrund zu erzeugen , hat in USA schon Jahrzehntelang Tradition , funktioniert nur leider aktuell nicht mehr .

  2. „„Während die USA einen dauerhaften Frieden, in dem sowohl Israelis als auch Palästinenser in Sicherheit leben können, nachdrücklich unterstützen, lehnen wir Forderungen nach einem sofortigen Waffenstillstand ab. Das würde nur die Saat für den nächsten Krieg säen, da die [radikale palästinensische Bewegung] Hamas nicht gewillt ist, einen dauerhaften Frieden und eine Zwei-Staaten-Lösung anzustreben“, sagte er.“

    Erstens sät nach aller Logik das Drangsalieren der palästinensischen Bevölkerung viel eher neuen Krieg als ein Waffenstillstand.
    Denn bei diesem Gebaren der Israelis könnten die Hamas aus der Sicht der Gazabewohner vielleicht recht haben mit ihren Aktivitäten gegen diesen Feind.
    Zulauf ist nicht unwahrscheinlich.
    Zweitens sind es nicht nur die Hamas, die nicht gewillt sind, einen dauerhaften Frieden anzustreben.
    Das gilt, gemessen an ihrer Politik, auch für die radikalen Kräfte der Regierung Israels.

Schreibe einen Kommentar