In der Nacht zum Samstag wurde der deutsche Politiker Andreas Jurca auf dem Heimweg auf offener Straße krankenhausreif geprügelt. Sogar als er am Boden lag wurde noch auf ihn eingetreten, nach eigenen Angaben hat er vorübergehend das Bewusstsein verloren. Ärzte haben danach im Krankenhaus einen Bruch im Sprunggelenk festgestellt und sie wollten ihn wegen seiner Kopfverletzungen über Nacht in der Klinik behalten, was er aber abgelehnt hat. Jurca hat sich zu dem Vorfall in einem Interview geäußert, das auf YouTube veröffentlicht wurde und in dem seine Verletzungen deutlich zu sehen sind.

Die Täter haben ihn politisch beschimpft, die Tat hatte einen eindeutig politischen Hintergrund. Dass die deutschen Medien den Vorfall verschweigen oder ihn, wenn sie denn überhaupt darüber berichten, nicht verurteilen, hat einen Grund: Andreas Jurca ist AfD-Politiker.

Ich bin kein Unterstützer der AfD und lebe auch gar nicht in Deutschland, aber ich stelle ganz objektiv fest, dass die deutschen Mainstream-Medien seit Jahren gegen die AfD hetzen und damit eine Radikalisierung befeuern, die dann in solchen Vorfällen gipfelt. Dazu gleich mehr.

Das Hetzblatt Spiegel

Der Spiegel ist eine der deutschen Zeitungen, die bei der Hetze gegen die AfD ganz vorne mit dabei ist, wie die letzten Überschriften von Spiegel-Artikeln, in denen die AfD oder ihre führenden Politiker genannt wurden, zeigen: 11. Augst: „Umgang mit der AfD – Verfassungsfeinde verbieten!“, 10. August: „Radikalisierung der AfD – Wo ganz offen rechtsextreme Reden geschwungen werden“, 9. August: „AfD-Spitzenfunktionär – Höcke sorgt mit Äußerungen zu Schülern mit Behinderungen für Entsetzen“, 9. August: „Ein Tag am Infostand bei Zwickau – Nicht mal die AfD ist den Menschen hier radikal genug“ und so weiter und so fort.

Zur Erinnerung: Der Spiegel sieht sich als seriöses Nachrichtenmagazin und berichtet mit solchen Formulierungen über eine in Deutschland legale Partei, die nach aktuellen Umfragen auf Platz 2 steht und von etwa 20 Prozent der Menschen unterstützt wird. Weder die Überschriften der Artikel, noch deren Inhalt haben den Zweck, sich mit den politischen Zielen der Partei auseinanderzusetzen, es geht nur darum, bei den Spiegel-Lesern negative Emotionen, also Hass und Abscheu, für der AfD zu wecken.

Was zum Beispiel ist falsch an der Aussage von AfD-Mann Höcke, dass behinderte Kinder in Regelschulen schlecht aufgehoben sind? Der Spiegel stellt es so dar, als wolle Höcke Behinderte ausgrenzen, dabei ist das Gegenteil der Fall: Behinderte Kinder brauchen besondere Hilfe beim Lernen, aber wie ist denn die Situation in deutschen Schulen? Wegen des Mangels an Lehrern fällt in Deutschland etwa jede zehnte Schulstunde einfach aus. Wie sollen behinderte Kinder unter diesen Umständen an normalen Schulen die Betreuung und Unterstützung bekommen, die sie brauchen?

Der Spiegel redet in seinem Artikel davon, dass Inklusion, also der Unterricht behinderter Kinder in normalen Schulen, wichtig und richtig ist, um sie nicht auszugrenzen. Das mag sein, aber dann müssen auch genug Lehrer da sein, die sich so um diese Kinder kümmern, wie es ihre Behinderungen erfordern. Solange das nicht gegeben ist, schadet man den Kindern mit der gut gemeinten Maßnahme. Aber der Spiegel erweckt in seiner Überschrift den Eindruck, Höcke würde gegen behinderte Kinder hetzen. Dabei ist es umgekehrt: Der Spiegel hetzt gegen Höcke.

Die Folgen der Hetze

Die Hasspropaganda der deutschen Medien gegen die AfD hat Folgen, über die sogar der Spiegel berichtet hat. Erst am 11. August berichtete der Spiegel über eine steigende Zahl von „Angriffen“ auf „Politiker und Parteien“ in Deutschland, wobei es sich dabei in der Regel „nur“ um Beschimpfungen handelt. Aber es gibt auch körperliche Angriffe, wie der Spiegel berichtet hat:

„Darüber hinaus gab es aber auch mehrere Fälle von Körperverletzung. So wurde im Februar in Leipzig ein Stadtrat der AfD bei einem Angriff verletzt, in Fürth gab es Ende April einen Faustschlag ins Gesicht eines AfD-Mitarbeiters am Wahlkampfstand.“

Wieder waren es Politiker der AfD, die körperlich angegriffen wurden, ohne dass die Medien das für allzu berichtenswert gehalten haben. Nur zum Vergleich: So ziemlich jede Beschimpfung von LGBT-Leuten in einem Bus ist den deutschen Medien eine Schlagzeile wegen angeblicher „Hasskriminalität wert, aber wenn die politische Hasspropaganda der Mainstream-Medien Folgen hat, wird das weitgehend verschwiegen. Die Doppelmoral der deutschen Medien springt einen förmlich an, so offensichtlich ist sie.

Am 6. August hat die Antifa eine Seite online gestellt, auf der dazu aufgerufen wurde, den AfD-Kandidaten acht Wochen vor der hessischen Landtagswahl am 8. Oktober „auf militante Weise“ zu begegnen und „ihnen das Leben zur Hölle“ zu machen. Dazu gab es einen Link, der auf eine Seite mit Fotos, Privatadressen und anderen persönlichen Daten der Kandidaten wie beispielsweise Autokennzeichen führte. Wie man den AfD-Kandidaten das „Leben auf militante Weise zur Hölle“ machen sollte, konnte man auf der Seite auch erfahren:

„Ob das der antifaschistische Hausbesuch, die Zerstörung von Wahlkampfständen oder die klassische Konfrontation mit PolitikerInnen der Partei bedeuten – wir freuen uns über jede sinnvolle Intervention!“

Das war ein klarer Aufruf zur Gewalt gegen politische Kandidaten, aber wie war die Reaktion der Medien? Der hessische Staatssender hr hat die Listen mit den persönlichen Daten in einem Beitrag darüber verlinkt und damit einem größeren Publikum zugänglich gemacht. Und sogar die Polizei, die die Kandidaten doch eigentlich schützen soll, hat die Antifa-Seiten in einer Pressemitteilung verlinkt. Erst nach Protesten haben hr und die Polizei die Links wieder von ihren Seiten entfernt.

Die Verharmlosung beim Spiegel

Wie der Spiegel über den aktuellen Vorfall berichtet hat, ist eigentlich ein weiterer Skandal. Schon die Überschrift des Spiegel Artikels suggerierte, dass vielleicht gar nichts passiert sei: „Nach Grillfeier in Augsburg – Polizei ermittelt wegen mutmaßlichen Angriffs auf AfD-Lokalpolitiker„

Als Titelbild veröffentlichte der Spiegel dieses Foto von Jurca.

Das sieht harmlos aus, so will es der Spiegel. Der Spiegel wollte seinen Lesern nicht zeigen, wie Jurca nach dem Angriff ausgesehen hat, denn das könnte beim Spiegel-Leser Mitleid mit und Verständnis für den Mann wecken – genau das will der Spiegel ja verhindern, schließlich ist der Mann von der AfD. Da Jurca selbst das Interview gegeben hat, veröffentliche ich einen Screenshot daraus.

Das Bild sollen Spiegel-Leser allerdings nicht sehen.

In dem Artikel erweckt der Spiegel dann mit seinen Formulierungen weiter den Eindruck, dass es vielleicht auch irgendwie anders gewesen sein könnte. Erst gegen Ende des Artikels erfahren die Spiegel-Leser:

„Beide beklagten zunehmende Gewalt gegen AfD-Politikerinnen und Politiker. Tatsächlich geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der AfD-Fraktion hervor , dass sich im Jahr 2020 die meisten Angriffe gegen Parteivertreter gegen Mitglieder der AfD oder andere Menschen richteten, die der Partei zugerechnet wurden.“

Die Hetze der deutschen Medien trägt also Früchte, was die Redaktionen, auch die des Spiegel, freuen dürfte. Und daher bleibt der Spiegel sich auch treu und relativiert das unmittelbar danach wie folgt:

„Umgekehrt werden immer wieder mutmaßliche Straftaten durch AfD-Parteimitglieder öffentlich. Peter Junker, stellvertretender Vorsitzender des AfD-Kreisverbands und Gemeinderat in Finsing, soll sich kürzlich auf dem AfD-Parteitag abwertend über queere Menschen geäußert haben.“

Verstehe nur ich das den Versuch der Rechtfertigung für den Angriff auf einen Politiker, der dabei krankenhausreif geprügelt wurde?

Offensichtlich muss es erst, was Gott verhüten möge, Tote geben, bevor die deutschen Mainstream-Medien ihre Hetze überdenken. Allerdings befürchte ich, dass sie selbst dann nicht von ihrer Hetze ablassen werden.