Deutschland

Die chemische Industrie noch retten? Da lacht sogar die Tagesschau

Die letzte politische Woche war in Deutschland wieder ein Absurditätentheater, über dessen Highlights das russische Fernsehen etwas anders berichtet hat, als die deutschen Medien.

Ich schreibe es jeden Sonntag, aber es stimmt jedes Mal: Im Bericht des Deutschland-Korrespondenten, der im wöchentlichen Nachrichtenrückblick des russischen Fernsehens gezeigt wird, erfährt man mehr über die Lage in Deutschland und der EU, als in allen deutschen Medien zusammen. Daher habe ich den Bericht auch diese Woche wieder übersetzt.

Beginn der Übersetzung:

Deutschland kann sich nicht um sich selbst kümmern

In Europa haben viele Menschen die Parlamentswahlen in der Slowakei verfolgt. Die sozialdemokratische Partei Smer, angeführt von Robert Fico, hat gewonnen. Sie erhielt rund 23 Prozent der Stimmen. Auf dem zweiten Platz liegt die liberale Partei Progressive Slowakei mit fast 18 Prozent der Stimmen. Sollte Fico Ministerpräsident werden, verspricht er, die Waffenlieferungen an die Ukraine einzustellen, die anti-russischen Sanktionen aufzuheben und Friedensgespräche zur Beendigung des Ukraine-Konflikts aufzunehmen. Andere Länder könnten seinem Beispiel folgen, da die Unzufriedenheit mit der Ukraine in Europa täglich wächst, wie unser Bericht aus Deutschland zeigt.

Worum sich die Neuankömmlinge in Lübeck gestritten haben, die sich auf diesen Aufnahmen auf offener Straße prügeln, ist nicht ganz klar. Schon seit 2015 ist bekannt, dass der Grund jede Kleinigkeit sein kann und schon werden die Fäuste das Hauptargument im Konflikt.

Eigentlich ist das nichts Phänomenales. Bemerkenswert ist die Reaktion der Polizei, die unter Androhung strafrechtlicher Konsequenzen dringend davon abriet, dieses und ähnliche Videos zu verbreiten. Der Grund für diese unaufdringliche Zensur ist, dass die Leute sich solche Videos ansehen und dann für die „Alternative für Deutschland“ stimmen könnten, die bereits 22 Prozent hat und unter vor der sich der Kanzler selbst beugen muss.

Der konsequente Verteidiger von Merkels Politik der offenen Tür hat sich aufgelöst: der neue Scholz führt Kontrollen an den Ostgrenzen ein, über die geschäftstüchtige Ukrainer einen stabilen Korridor für illegale Einwanderer organisiert haben. Kürzlich wurde eine Ukrainerin festgenommen, die versuchte, 26 Syrer auf dem Rücksitz eines Kleinbusses nach Deutschland zu schmuggeln. Sie reisten über Polen, das Scholz schon seit einiger Zeit keine Ruhe mehr lässt.

„Der Visa-Skandal, der sich jetzt in Polen abspielt, muss aufgeklärt werden. Ich will nicht, dass Polen nur mit der Hand winkt und wir dann über unsere Asylpolitik diskutieren. Eine Situation, in der Visa irgendwie gegen Geld vergeben wurden, macht das Problem noch schlimmer“, sagte Scholz.

Die Geschichte ist spektakulär. Es geht um ein Geschäft der polnischen Migrationsbehörden: Gegen ein Schmiergeld von 5.000 Euro erhielten illegale Einwanderer Arbeitsvisa, mit denen sie in den Westen weiterreisten. In drei Jahren wurden auf diese Weise bis zu 350.000 Menschen in Europa legalisiert. Auch der polnische Außenminister Zbigniew Rau steht unter Verdacht. Sein Stellvertreter liegt im Krankenhaus, er hat versucht, sich das Leben zu nehmen.

Das ist nicht das, was die Regierung Morawiecki zwei Wochen vor den Wahlen braucht. Und dann gibt es noch ein unangenehmes Ereignis für die Regierung: Der beim Festival von Venedig ausgezeichnete Film „Grüne Grenze“ über die „Heldentaten“ der polnischen Polizei und des polnischen Grenzschutzes im Umgang mit Flüchtlingen aus dem Nahen Osten, die vor zwei Jahren versucht haben, sich aus Weißrussland nach Europa zu schleichen, wurde veröffentlicht.

„Die Regierung machte daraus eine Art schmutziges Geheimnis, sie schloss den Zugang zum Grenzgebiet, sie gab den Grenzschützern, der Polizei und dem Militär den Befehl, gegen das Gesetz, das Völkerrecht und die polnische Verfassung zu verstoßen und keine Flüchtlinge aufzunehmen, die über die Grenze kamen“, sagte Agnieszka Holland, die Regisseurin des Films „Grüne Grenze“.

Präsident Duda nannte den Film ein „Kreml-Drehbuch“, während Ministerpräsident Morawiecki versuchte, Scholz‘ Angriffe zu kontern, indem er ihm auf eher lockere Art und Weise nahelegte, sich um seine eigenen Angelegenheiten zu kümmern: „Kürzlich sagte Bundeskanzler Scholz etwas über die Schengen-Grenze. Und ich möchte ihm sagen, dass er sich nicht in die polnischen Angelegenheiten einmischen soll. Entweder bist du, Olaf, von deinen eigenen Leuten schlecht informiert worden, oder du spielst, ohne es zu merken, im Orchester der Bürgerplattform, die diese künstliche Blase aufbläst.“

Morawiecki hält sich nicht mehr zurück. Die rechtsnationalistische Partei Recht und Gerechtigkeit, die seit acht Jahren den Präsidenten und den Ministerpräsidenten stellt, ist überzeugt, dass Deutschland und Frankreich sich mit der Ukraine verschwören, um sie zu stürzen und den gefügigeren und eurozentrischeren Donald Tusk wieder an die Macht zu bringen. Er wird das ukrainische Getreide sofort wieder reinlassen. Diese Version hat durchaus ihre Berechtigung, und Deutschland hat keinen Finger gerührt, um sie zu widerlegen.

Italien setzt die Reihe der Skandale der Woche fort. Und wieder geht es um Deutschland. Es stellte sich heraus, dass die Aktivitäten der Freiwilligen und der gemeinnützigen Organisationen, die Flüchtlinge im Mittelmeer einsammeln und sie weiter an die italienischen Küsten transportieren, die an der Invasion illegaler Einwanderer ersticken, von der deutschen Regierung bezahlt werden. Ministerpräsidentin Meloni schrieb einen verärgerten Brief an Scholz: „Mit Erstaunen habe ich erfahren, dass Ihre Regierung, ohne die italienische Regierung zu konsultieren, angeblich beschlossen hat, NGOs, die an der Aufnahme illegaler Migranten auf italienischem Territorium und ihrer Rettung im Mittelmeer beteiligt sind, erhebliche Mittel zukommen zu lassen.“

Über 186.000 Migranten sind allein in diesem Jahr an den europäischen Küsten gelandet, man kann Meloni verstehen. Aber 2.500 Menschen sind ertrunken, vielleicht auch mehr. Eine Version der Wahrheit liegt also auch in der Art und Weise, wie in Berlin auf ihre Empörung reagiert hat.

„Ehrenamtliche Retter erfüllen eine wichtige Funktion bei der Lebensrettung im Mittelmeer. Sie stellen sich mit Menschlichkeit dem Tod entgegen“, sagte die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock.

Eine andere Frage ist, ob die deutsche Regierung bereit ist, sich genauso sehr um die Menschen zu kümmern, die schon ihr ganzes Leben in Deutschland leben, wie die um Neuankömmlinge. Der Vorsitzende der oppositionellen Christdemokraten bezweifelt das: „Die Menschen kommen in großer Zahl und unsere Bürger werden wütend, wenn sie sehen, dass 300.000 Asylbewerber abgelehnt wurden, aber sie das Land nicht verlassen, sondern volle Leistungen und medizinische Versorgung erhalten. Asylbewerber sitzen beim Arzt und lassen sich die Zähne machen, während deutsche Bürger keinen Arzttermin bekommen.“

Für diese Worte wurde Friedrich Merz von seinen Gegnern angezeigt. Doch laut einer Umfrage des Tagesspiegels stimmen 72 Prozent der Leser der Zeitung dem Vorsitzenden der größten Oppositionspartei zu. Das eine war das Jahr 2015, als Merkel ihr berühmtes „Wir schaffen das“ aussprach, jetzt ist es eine ganz andere Situation.

„Im Moment bröckelt das Vertrauen in die Leistungsfähigkeit des Staates. Es fehlt an Wohnraum, an Kindergartenplätzen, an Lehrern, an allem, was für eine gelungene Integration so wichtig ist. So kann es nicht weitergehen! Nach wie vor sterben Menschen im Mittelmeer, während Schleuser entscheiden, wer in die EU darf und wer nicht. Was ist mit dem gerechten Verteilungssystem in der EU?“, schreiben die Medien.

Deutschland scheint heute wirklich ein Land zu sein, das sich nicht nur nicht um die Menschheit kümmern kann, sondern sich nicht einmal um sich selbst kümmern kann. Und wie ist es dazu gekommen?

In aller Kürze: Am 26. September 2021 wurde bekannt gegeben, dass die Sozialdemokraten die Bundestagswahl gewonnen hatten. Es lagen noch lange Koalitionsverhandlungen vor ihnen, aber es war ein symbolisches Datum für den Beginn der Probleme. Die USA warteten auf Merkels Abgang und setzten Scholz über ihre Marionette von der Leyen unter Druck – und damit begann der eigentliche Abbruch der Beziehungen zu Russland. Am Jahrestag seines Wahlsieges schenkten die Alliierten dem Kanzler bereits die Nord-Stream-Explosionen.

Und nun ist wieder ein Jahr vergangen, aber alles, was die Bundesanwaltschaft in Händen hat, sind ein paar Namen und die 15-Meter-Jacht Andromeda, die hinter einem Eisentor versteckt ist. Das ist nicht viel. Am Tag nach den Terroranschlägen in New York und Washington zum Beispiel hatten die amerikanischen Geheimdienste eine klare, logische und bequeme Version, die die Flugzeugentführer mit Al-Qaida und Osama bin Laden in Verbindung brachte. Hier hat man jedoch den Eindruck, dass die deutsche Staatsanwaltschaft seit einem Jahr versucht, etwas Verdauliches zusammenzubrauen, das der Öffentlichkeit unter minimalen politischen Risiken vorgesetzt werden kann.

Das ist auch der Grund für das Ausbleiben von Ergebnissen: Sie können die USA und Großbritannien nicht beschuldigen und die Versuche, Russland den Fall anzuhängen, sind aber gescheitert. Deshalb halten sie an der Vertuschungsversion fest, wonach irgendwelche ukrainischen Aktivisten sich irgendwo in Europa Armeesprengstoff besorgt und ein Boot gemietet haben, zu den Nord Streams gesegelt sind, sie mit den Bomben versehen haben, weggesegelt sind und die Bomben dann, eine Woche später, irgendwie gezündet haben. Das klingt sogar kompliziert, aber während die meisten deutschen Politiker, einschließlich der Kritiker der Regierung, bereit sind, dieses phantastische Szenario zu akzeptieren, sagt es vielleicht etwas über den Täter, aber nichts über die Auftraggeber aus.

„Für wie blöd hält man uns eigentlich, dass wir mit solchen Märchen gefüttert werden? Die Ukraine tut nichts, was die Amerikaner nicht wollen, weil sie es nicht darf. Die Bundesregierung weiß seit fast einem Jahr von diesem Sachverhalt und hütet ihn wie ihren Augapfel“, empört sich die deutsche Politikerin Sarah Wagenknecht.

Dafür hat sich Deutschland aus der Abhängigkeit von russischem Gas befreit, sagt Scholz, was nicht ganz stimmt. Deutschland kauft russisches Flüssiggas, auch wenn die Amerikaner ihr Ziel erreicht und zusammen mit Katar fast die Hälfte des europäischen LNG-Marktes übernommen haben. Aber das Wichtigste ist, dass die deutsche Freiheit von Gazprom teuer ist. Nicht langfristige Verträge, sondern der Markt regelt nun die Preise und er kann sie so regeln, dass von der deutschen Wirtschaft nur noch wenig übrig bleibt.

„Die Menschen verlieren aktiv an Kaufkraft, wir sind für Investitionen unattraktiver geworden, wir haben die höchsten Strompreise, die dritthöchsten Unternehmenssteuern, unsere Wirtschaft bricht zusammen“, mahnt Matthias Middelberg, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion.

„Das ist keine Panikmache, sondern die Realität. Wir haben eine Umfrage unter mittelständischen Unternehmen gemacht, ein Drittel ist dabei, ihre Produktion aus Deutschland zu verlagern. Das ist verdammt viel“, sagte Siegfried Russwurm, Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie.

In der vergangenen Woche wurde der Bundeskanzler von den Chefs der größten Chemieunternehmen besucht. Sie wollten ihm eine einfache Botschaft übermitteln: Bei den derzeitigen Gas- und Strompreisen ist es mit dem drittgrößten Beitrag zum BIP des Landes vorbei. Letztes Jahr sank er um 20 Prozent, dieses Jahr wird er um mindestens 16,5 Prozent sinken. 2,5 Millionen Arbeitsplätze und 240 Milliarden Euro an Wertschöpfung sind in Gefahr, Subventionen sind dringend notwendig. Aber warum soll man sich lange über die Probleme der deutschen Chemieindustrie auslassen, man muss sich nur anschauen, wie in den Nachrichten des Staatsfernsehens ARD darüber berichtet wird.

tagesschau: Susanne Daubner lacht

Es ist nicht bekannt, was die deutsche Kollegin so amüsiert hat, aber andererseits ist ihr Lachen symptomatisch und angemessen, schließlich geht jeder einkaufen und sieht die neuen Preise. Selbst Baerbock, der Zehntausende von Euro für Visagisten ausgibt, behauptet zu wissen, wie viel ein Päckchen Butter kostet: „Ich weiß auch, um wie viel der wöchentliche Lebensmitteleinkauf teurer geworden ist. Aber ich glaube, wir sind uns alle sicher, dass Butter nicht billiger wird, wenn wir sagen, wir helfen der Ukraine nicht mehr.“

Allerdings wird sie dann natürlich weniger Gründe haben, teurer zu werden. Aber um die Preise in Deutschland braucht man sich vorerst keine Sorgen zu machen, sie drohen nicht zu fallen. Stattdessen wird die Wirtschaft fallen. Diese Woche haben die fünf führenden Wirtschaftsinstitute ihre Prognosen für den Rest des Jahres vorgelegt. Statt des erwarteten Wachstums von 0,3 Prozent wird das deutsche BIP bis Ende 2023 um 0,6 Prozent sinken. Gleichzeitig wird aber behauptet, dass die Verluste im Jahr 2024 wieder aufgeholt werden, obwohl es dafür keine objektiven Voraussetzungen gibt. Und sofort erinnert man sich, dass die führenden Institute im vergangenen Jahr ebenfalls Licht am Ende des Tunnels versprochen haben.

Ende der Übersetzung


Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

29 Antworten

  1. Durch steigende LKW Maut und steigende CO2 Steuer wird es 2024 noch viel düsterer werden für die deutschen Bürger. Von diesem wahnwitzigen Heizungsgesetz möchte ich gar nicht anfangen.
    Aber wann wacht der Michel endlich auf??

  2. Ich kenne zunehmend immer mehr Menschen, die arbeitslos werden, weil ihre Firmen schließen.
    Nein, sie schließen nicht nur vorübergehend, um dann wieder zu öffnen, sie schließen für immer und werden auch nicht mehr öffnen.
    Bitte weiter so!
    Natürlich tut es mir leid, aber nur so besteht vielleicht die klitzekleine Chance, dass unser Dummvolk mal beginnt nachzudenken.

    1. Das Dummvolk sitzt überwiegend im Westen: zu viele Bananenbomber, zu viele Nazis, die nie verfolgt wurden und gleich wieder von Amis Gnaden in Positionen kamen und dort begannen, an der Agenda zu arbeiten.
      Gott sei Dank sind wir Ossis im Großen und Ganzen anders, viel kritischer, viel mehr gegen den Krieg und absolut gegen jegliche Form der Gehirnwäsche.

      1. Aber nein doch … die Ostdeutschen können selbst nach über 30 Jahren nicht mit Demokratie umgehen.
        Sie haben es nicht gelernt und sind immer noch daran gewöhnt, dass man ihnen vorschreibt, was sie zu denken haben.
        Deshalb fehlt ihnen auch jegliche Freiheit zum eigenständigen Denken und deshalb findet die AFD unter diesen Hängengebliebenen auch so viel Zuspruch.

        So wird im Westen argumentiert!

        1. Die Ostdeutsche Marianne Birthler war heute zu Gast im Morgenmagazin und es war schrecklich, was diese Person über ihre Landsleute im Osten so von sich gegeben hat:
          https://www.zdf.de/nachrichten/zdf-morgenmagazin/deutsche-einheit-birthler-zimmermann-von-siefart-100.html
          (ab 03:30)

          Marianne Birthler geb. Radtke (* 22. Januar 1948 in Ost-Berlin) ist eine deutsche Politikerin (Bündnis 90/Die Grünen), Bundesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik (BStU), sie war Präsidiumsmitglied des Deutschen Evangelischen Kirchentages, gehörte zum Unterstützerkreis und war Mitglied im Beirat der Lobbyistengruppe „Berlinpolis“und ist Mitglied im Kuratorium der Stiftung Mitarbeit, seit 2011 stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums der Friede Springer Stiftung, war Mitglied der Jury für die Vergabe des Standorts des Zukunftszentrums für Deutsche Einheit und Europäische Transformation und und und …

        2. Mich (als Wessi) hat schon nach der Wende unsere grenzenlose Arroganz und Überheblichkeit den Ossis gegenüber angewidert. Man hat deren augenscheinlich verzweifelte Lage ausgenutzt, um die DDR kurz zu einem „failed state“ zu erklären und zu einem neoliberalen Experimentierfeld umzuwandeln. Heute wissen wir, dass es möglich gewesen wäre, einiges an Industrie und Wirtschaft der DDR zu retten.
          Jetzt liegt die absolut einzige Hoffnung im Osten. Wir im Westen sind zu verblendet, mit jahrzehntelanger Propaganda weich im Kopp gemacht und ideologisch und dogmatisch bis dort hinaus verblendet.
          Wenn in absehbarer Zeit in 3-4 Ost-Ländern die AfD die Regierung stellt, gibt es vielleicht Aussicht auf irgendwelche Richtungswechsel, auch wenn es dadurch zu Mord und Totschlag kommt.

          1. Geht mir auch so — ich habe damals sogar als 10-jähriger gemerkt, dass da etwas ganz falsch läuft und man die Chance verpasst, das bessere aus beiden Landesteilen zu übernehmen.
            Offensichtlich war das Denken der reGIERung schon damals sogar dem von kleinen Kindern unterlegen.

    2. Wissen sie eigentlich wie die repräsentative Demokratie die im sogenannten Wertewesten der keine Werte kennt ausser die die gerade passend sind, nennt sich regelbasierend, funktioniert? Wissen sie dass das Volk kein Mitsprachrecht hat? Wissen dass die Wahlen nur dazu da sind für die Parteien geeignete KandidatInnen einzubringen? Wissen wer diese vom Hintergrund aus steuert?
      Ja die Ossis, soweit ich sie kenne haben das sehr schnell durchschaut nur war es schon zu spät da die Naivität oder besser der Glaube an eine funktionierende Demokratie ihnen vorgegaukelt wurde. Sie sind teilweise aufgewacht und das ist gut so.

      Ich bin weder Wessi noch Ossi.

  3. Der Wirtschaftsminister ging voran. Habeck’s persönliche intellektuelle Insolvenz:
    https://www.youtube.com/watch?v=QdIQD–XyzQ
    (September 2022)

    Die Firmen sind nicht insolvent, sie hören nur auf zu verkaufen.
    Und natürlich liegt das nicht an den hohen Energiekosten, sondern weil der nimmersatte Deutsche auf einen Mindestlohn besteht und natürlich wegen des Russen die Rohstoffpreise so hoch sind.

    So sieht die kleine Welt unseres Märchenschreibers aus.

  4. Das Licht am Ende des Tunnels, ist nicht das Licht welches man sieht, wenn der Tunnel endet. Sondern das sind viele kleine Lichter vom Scholz, Baerbock und dem Märchenonkel Habeck die mit einer Taschenlampe winken. Da hofft man geradezu, das der Zug nochmal Fahrt aufnimmt.

  5. Die Zukunft dieses Landes liegt, 33 Jahre nachdem man die Ossis (und auch uns) nach Strich und Faden verarscht hat, im Osten.
    Ich fand das echt bezeichnend was Tino Chrupalla neulich in einer der überflüssigen Propaganda-Talkshows gesagt hat („im Osten erleben einige seit einiger Zeit gewisse déja-vu’s“), aber noch bezeichnender war die NICHT-Reaktion der anderen Sprechpuppen, die alle samt an „Hirn-war-leider-alle“ im Endstadium leiden.

    Es wird sich immer weiter zuspitzen und die Bevölkerung sich immer weiter polarisieren und spalten bis es knallt. Es wird immer klarer, dass „unsere“ Politiker weder willens noch fähig sind, sich aus dem apokalyptischen Vasallentum der USA zu lösen. Die AfD wird früher oder später im Osten eine Landesregierung samt Ministerpräsident stellen (nachdem wahrscheinlich wieder Scharen von denen ins Krankenhaus geprügelt wurden – oder schlimmer).

    Genau wie der Krieg, wird die Lage in den EU-Ländern bis zum showdown eskalieren. Der uk-Kriegsminister hat ja schon ausgesprochen, was sich viele im Westen bereits seit langem wünschen: boots on the ground in Ukraine. NOCH ist er zurückgepfiffen worden.

    Wir erinnern uns an Vietnam, genau das gleiche Spiel. Am Anfang haben die Amis sich mit allen Mitteln gewehrt, zuzugeben dass sie Soldaten rüber schicken. „Militärberater“ hießen die damals. Irgendwann hatten Hunderttausende „Militärberater“ die Reise angetreten und am Ende haben von denen knapp 60’000 ins Gras gebissen.

    1. Stimmt genau. Allerdings ist die Zahl von ca. 54.000 Gefallenen nur die stark geschönte offizielle Zahl. Es waren VIEL mehr. Nimmt man die später noch an ihren Verletzungen Verstorbenen und die Verkrüppelten und psychisch Kaputten und Selbstmörder, die den Krieg nicht mehr aus dem Kopf bekommen haben und die Süchtigen und deren Kinder und Ehefrauen, die daran kaputt gegangen sind, hinzu, waren die Verluste bedeutend größer.

      Aber für Politiker, Militärs und Industrielle sind das nur Zahlen. Genauso wie Bilanz-Zahlen. Erst wenn es persönlich wird, wird es auch für diese Leute greifbar. Langsam sollte es persönlich werden.

    2. Werter @ oTTo

      Da ich ein Roter bin, und die AfD liberalkonservativ ist, rufe ich seit Jahrenden schon zur Wahl und Unterstützung der AfD auf. Denn auf der anderen Seite sind Nazis.

      „Mögen Sie sich in diesem Krieg vom mutigen Vorbild unserer großen Vorfahren – Alexander Newski, Dimitri Donskoi, Kusma Minin, Dimitri Poscharski, Alexander Suworow, Michail Kutusow – inspirieren lassen!
      […]
      Es lebe unser glorreiches Vaterland, seine Freiheit, seine Unabhängigkeit!“

      — Stalin – Rede am 7. November 1941.
      И.В. Сталин о Великой Отечественной войне Советского Союза“, Госполитиздат, 1950г.
      http://www.sovmusic.ru/text.php?fname=st_71141

      Stalinisten verstehen sehr gut, daß es auch andere Gesellschaftsformationen als die sozialistische gibt. Und daß die ihre Berechtigung haben,.

  6. Die Joung Global Leaders wurden vom WEF eben dazu ausgebildet, den Westen gegen die Wand zu fahren. Das hat nichts mit Dummheit oder Unfähigkeit zu tun. Und die sitzen aktuell in so gut wie allen westlichen Regierungen. Daher auch die gleiche Situation in allen westlichen Staaten. Klima, Woke, Migration . . . usw. sind Erfindungen der Globalisten um das angestrebte Ziel zu erreichen. The Great Reset. Einfach nur mal zuhören und ernst nehmen was die so von sich geben. Die meinen das wirklich so wie sie es sagen. Und Verluste sind keine Unfälle sondern erwünscht.

    1. @Krambambuli
      „Die meinen das wirklich so wie sie es sagen. Und Verluste sind keine Unfälle sondern erwünscht.“
      Vor über drei Jahren wurde es einfach kommentarlos hingenommen, dass ein Eugenik- und
      Depopulationsexperte freie Sendeminuten in der Tagesschau bekam. Der stramme Transatlantiker
      Zamperoni stellte keine Fragen zur Legitimation und Kritik kam auch nicht. Die damalige Tagesschau
      war eine Offenbarung der besonderen Art und zeigte, wer die „Richtlinienkompetenz“ tatsächlich
      inne hat. Bestätigt durch von der Leyen mit „Thanks for leadership“.
      Jetzt noch mal darüber nachdenken, welches das weltweit meistverbreitete Betriebssystem ist.
      Damit sind nicht Sie, Krambambuli, gemeint. Es ist wirklich zum Kotzen, wie das Offensichtliche
      permanent ignoriert wird.

      1. @ Nakajima
        Der stramme Transatlantiker Zamperoni ist schon seit Jahren Mitglied der Atlantik Brücke , Die 10 Jahre von Friedrich Merz geführt wurde und jetzt von Sigmar Gabriel geführt wird .

  7. @Krambambuli
    Sie haben absolut Recht.
    Doch sind deren staatsfeindliche Untaten und faschistoides Handeln nur möglich, weil es keine freie und unabhängige Presse mehr gibt, aber auch weil jegliche abweichende Meinung mit Geldstrafe oder Gefängnis geahndet wird. Milliardenschwerer Steuerbetrug oder auch schwerster jahrelanger sexueller Mißbrauch bleibt straffrei.

  8. 2021 SPD (Ampel), 2022 NordStream-Sprengung als Geschenk und 2023 immer noch keine Ermittlungserfolge! Dagegen 9/11: einen TAG ! später eine „…klare logische und bequeme Version…“ SEHR GUT beobachtet! -hihihi- das Lachen der Propagandaschausprecherin: Ist Cannabis eigentlich schon legalisiert?

  9. Es ist durchaus bekannt, warum die Tagesschau-Sprecherin Daubner gelacht hat:

    „Bevor der Moderator des „ARD-Morgenmagazins“ live im Fernsehen an Susanne Daubner und die Tagesthemen übergab, gab er auf sympathische Weise zu, dass er im Anschluss an die Tagesschau über Rugby sprechen müsse, jedoch keine Ahnung von dem Sport habe und sich in diesem Moment bei Google über die Sportart informiere. Das brachte schon seine „Morgenmagazin“-Kollegin Anna Planken zum Lachen. Sie gab ihm daraufhin den Tipp, dass er ja während der Tagesschau Zeit habe, sein Wissen aufzufrischen.“

    Eigentlich ziemlich banal, aber wenn man halt ernst sein muss, dann kann sich eben ein Krampf entwickeln.

    1. quatsch…………

      mit der AfD würde es höchstens ein zurück um ca. 30 Jahre geben, aber mit einem weiter so mit den allesamt grün angemalten Staatsparteien gibts garantiert eine neue Variante von Diktatur.
      og rechts oder links ist egal denn Diktatur ist immer schlecht für die die denken können.

  10. ist halt alle, danke liebe Ampel und der Raute davor.
    in 2 jahren sind 500000 bis eine Million Arbeitsplätze weg. Und der Fachkräftemangel noch grösser. Weil Ausbildung, Umschulung ja zu teuer ist. Alles wie gehabt, nur leicht aufgestockt.

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