"Entdollarisierung" -

Die BRICS setzen noch stärker auf Handel ohne den Dollar

Die BRICS sind zum international vielleicht beliebtesten Staatenbund geworden, dem derzeit etwa 30 Staaten beitreten wollen. In den BRICS wird der Ausstieg aus dem Dollar als Währung im Handel forciert, was deren Beliebtheit noch erhöht.

Der Andrang von inzwischen etwa 30 Staaten, die den BRICS beitreten wollen, zeigt, wie sehr der „globale Süden“ der Dominanz des US-geführten Westens überdrüssig ist und nach einem Staatenbund sucht, der auf eine demokratische internationale Ordnung, anstatt auf Diktate und Sanktionsdrohungen setzt. Da Südafrika derzeit den Vorsitz der BRICS innehat und daher maßgeblich die Agenda des kommenden BRICS-Gipfels bestimmt, hat der Südafrika-Korrespondent der russischen Nachrichtenagentur TASS eine sehr interessante Analyse über die Situation und Lage der BRICS geschrieben, die ich übersetzt habe.

Beginn der Übersetzung:

Der neue globale Machtpol BRICS: die Herausforderungen der Expansion und die Aussichten für ihre Währung

Witalij Makartschew, Chef des TASS-Büros Südafrika, spricht über die Ergebnisse des BRICS-Außenministertreffens in Südafrika und die Erwartungen der südafrikanischen Regierung an das kommende Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsländer.

Die BRICS (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) entwickelt sich rasch zu einer Schlüsselstruktur im gesamten System der internationalen Beziehungen, um die herum sich ein neuer und mächtiger Einflusspol herausbildet. Das sagte mir ein Beamter aus dem südafrikanischen Außenministerium nach dem Treffen der BRICS-Außenminister und dem Treffen der „Freunde der BRICS“ in Kapstadt, Südafrika, am 1. und 2. Juni.

Die Zukunft der Union aus der Sicht Südafrikas

„Der bevorstehende BRICS-Gipfel vom 22. bis 24. August in Johannesburg hat das Potenzial, ein Wendepunkt bei der Gestaltung der neuen Architektur der internationalen Beziehungen zu sein“, sagte ein Gesprächspartner aus dem südafrikanischen Außenministerium, der nicht namentlich genannt werden wollte. „Am letzten Tag des Gipfels plant der südafrikanische Präsident [Cyril] Ramaphosa ein Treffen der Staats- und Regierungschefs der BRICS und des Globalen Südens. Die Staats- und Regierungschefs der meisten afrikanischen Staaten, der ASEAN, der Karibischen Gemeinschaft (CARICOM) und der Mitglieder der Gruppe der G77 werden in Johannesburg erwartet. Mit anderen Worten: Auf dem BRICS-Gipfel werden Kräfte zusammenkommen, die andere Wege zur Entwicklung der modernen Welt sehen als der Westen“.

Den südafrikanischen Vertretern zufolge spielt Afrika eine Schlüsselrolle im Prozess der Herausbildung des neuen globalen Einflusspols. Der boomende Kontinent baut seine Position aufgrund des raschen Bevölkerungswachstums, des Reichtums an Bodenschätzen und des Wunsches nach fortschreitender Entwicklung und Wohlstand ständig aus.

Die BRICS haben es sich zur Priorität gemacht, sich in Richtung Multipolarität und einer neuen Sicherheitsarchitektur in der Welt zu bewegen, wie man mir im südafrikanischen Außenministerium mitteilte. „In den BRICS haben wir einen der führenden Architekten der Grundlagen einer neuen, gerechteren und sichereren Weltordnung“, betonte der Gesprächspartner. Er erinnerte daran, dass der südafrikanische Präsident Ramaphosa nun versucht, eine breite Front zur Reform des Systems der internationalen Organisationen zu schaffen, damit alternative Ansichten zum Westen über den weiteren Weg in der Weltentwicklung in diesen Organisationen besser vertreten werden können.

Südafrika ist der Ansicht, dass der Mechanismus der Entscheidungsfindung, auch in der UNO, demokratischer werden muss, wenn die internationalen Institutionen wirksam auf globale Herausforderungen und Krisen reagieren sollen. „Wir wollen in einer berechenbareren, inklusiveren, gerechteren und nachhaltigeren Weltordnung leben“, sagte der Gesprächspartner. „Und die BRICS-Gruppe muss eine wichtige Rolle bei der Gestaltung dieses Prozesses in der Welt spielen.“

„Wir stehen vor der Herausforderung, ein neues und gerechteres System der internationalen Beziehungen zu schaffen“, sagte die südafrikanische Ministerin für auswärtige Angelegenheiten und Zusammenarbeit, Naledi Pandor, die den Vorsitz innehatte, in ihrer Abschlussrede. „Wir haben uns mit globalen und regionalen politischen Fragen, dem Zustand der Weltwirtschaft und unserem gemeinsamen Wunsch nach Veränderung und Stärkung der Global Governance befasst.“ Sie betonte, dass sich die BRICS und der Globale Süden angesichts der gegenwärtigen Krise, mit der die Welt konfrontiert ist, gemeinsam für den Aufbau einer gerechteren Welt einsetzen müssen.

Herausforderungen der Expansion

Die Richtung, die die BRICS in den letzten Jahren als Fundament der neuen Weltordnung eingeschlagen haben, hat auch erhebliche Auswirkungen auf die Erweiterungsstrategie der Gruppe.

Die BRICS-Gruppe sieht sich mit einer Situation konfrontiert, in der zahlreiche Länder aus der ganzen Welt „hartnäckig um Aufnahme in die Gruppe bitten“, so sagte mir Anil Sooklal, Sonderbotschafter für Asien und die BRICS im südafrikanischen Außenministerium und südafrikanischer Sherpa bei den BRICS. Er sagte, dass bis zu 30 Staaten formelle und informelle Anträge auf Beitritt zu den BRICS gestellt hätten. Dazu gehören Afghanistan, Algerien, Argentinien, Bahrain, Bangladesch, Belarus, Ägypten, Indonesien, Iran, Kasachstan, Mexiko, Nicaragua, Nigeria, Pakistan, Saudi-Arabien, Senegal, Sudan, Syrien, Thailand, Tunesien, Türkei, Vereinigte Arabische Emirate, Uruguay, Venezuela und Simbabwe.

„Die Aufgabe, die Vision, die Prinzipien, die Standards, die Kriterien und die Regeln für die BRICS-Erweiterung auszuarbeiten, wurde von den Staats- und Regierungschefs der Gruppe am Ende ihres Gipfels, der unter chinesischem Vorsitz stattfand, auf das Jahr 2022 festgelegt“, sagte Sooklal. „Die Staats- und Regierungschefs der Gruppe haben die Grundsatzentscheidung getroffen, dass BRICS erweitert werden soll“, betonte er. „Seit Januar letzten Jahres arbeiten die BRICS-Sherpas an der Vorbereitung der entsprechenden konzeptionellen Unterlagen.“

So wurde beispielsweise das Konzept der Sherpas für die BRICS-Erweiterung auf einer Sitzung der Außenminister der Gruppe am 1. Juni in Kapstadt, Südafrika, zur Diskussion gestellt.

Die Minister akzeptierten das Dokument nicht und schickten es zur Überarbeitung zurück. Sie beauftragten die Sherpas, rechtzeitig vor dem 15. Gipfeltreffen der Vereinigung im August in Johannesburg ein verfeinertes Erweiterungskonzept und eine Liste von Kriterien für die Aufnahme neuer Mitgliedsländer vorzulegen.

„Freunde der BRICS“

Am Tag nach dem Außenministertreffen in Kapstadt, am 2. Juni, trafen sich die „Freunde der BRICS “ auf Außenministerebene, um verschiedene Formen der Zusammenarbeit zwischen den BRICS und den an einem Beitritt zum Verband interessierten Ländern zu diskutieren. An dem Treffen nahmen die Außenminister der BRICS-Staaten und von 12 Ländern des Globalen Südens sowohl persönlich als auch per Video teil: Ägypten, Argentinien, Bangladesch, Komoren, Kuba, Demokratische Republik Kongo, Gabun, Indonesien, Iran, Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate und Venezuela.

Nach Angaben der südafrikanischen Zeitung Daily Maverick haben die Treffen in Kapstadt gezeigt, dass innerhalb der BRICS-Staaten keine Einigkeit darüber besteht, ob eine Erweiterung der Gruppe wünschenswert ist, geschweige denn über die Kriterien für die Aufnahme von Kandidaten. Der Zeitung zufolge ist China begeistert von der Erhöhung der Zahl der BRICS-Mitglieder, Südafrika und Russland haben Interesse gezeigt, aber Brasilien und vor allem Indien sind kategorisch dagegen. Das Hauptargument der letzteren ist, dass die BRICS-Erweiterung die Position der Gründer der Gruppe schwächen würde. Uneinigkeit herrscht auch über die Kriterien für die Aufnahme.

Mein Gesprächspartner aus dem südafrikanischen Außenministerium sagte, dass mehrere Formeln für die BRICS-Erweiterung in Betracht gezogen werden. Eine davon sieht vor, dass der Stärkung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit durch die Neue Entwicklungsbank (New Development Bank) Vorrang eingeräumt werden soll. Gleichzeitig könnten die Länder, die in die Bank aufgenommen werden, an verschiedenen Formaten der BRICS-Gruppe teilnehmen, ohne der Gruppe formell beizutreten.

Ein weiteres Format sei der so genannte BRICS-Outreach. „Diese Struktur beinhaltet die Schaffung mehrerer Kooperationsgruppen unter BRICS, die an spezifischen Projekten und Bereichen arbeiten werden“, betonte er. „Intensive Konsultationen sind im Gange“. Südafrika rechnet jedenfalls nicht mit einer schnellen Entscheidung über die Erweiterung der Union. Als diesjähriger BRICS-Vorsitzender hat sich Südafrika jedoch das Ziel gesetzt, die Annäherung der Gruppe an Afrika zu beschleunigen.

Die Zeit für die BRICS-Einheitswährung ist noch nicht gekommen

In den letzten Monaten gab es in den BRICS auch intensive Beratungen über ein Projekt zur möglichen Einführung einer einheitlichen Währung für die Gruppe, aber es gibt noch keine Entscheidung, sagte mir ein Sprecher des südafrikanischen Außenministeriums. „Die Aufgabe, eine einheitliche BRICS-Währung einzuführen, befindet sich noch in der Phase der Vorstudien“, sagte mein Gesprächspartner. Ihm zufolge wird die Frage innerhalb der BRICS in ihrer „konzeptionellen Form“ diskutiert.

Der südafrikanische BRICS-Sherpa Sooklal sagte seinerseits, die Frage einer einheitlichen BRICS-Währung werde von den Experten der Gruppe vorbereitet. „Zunächst muss jedoch die Grundlage für eine einheitliche Währung innerhalb der BRICS geschaffen werden“, sagte er. „Diese Grundlage sollte darin bestehen, dass die BRICS-Mitglieder ihre nationalen Währungen verstärkt im gegenseitigen Handel und bei Investitionen verwenden. Die BRICS-Länder haben Vereinbarungen über den Handel in nationalen Währungen getroffen, und wir sind entschlossen, diese umzusetzen“, sagte er. Sooklal wies jedoch darauf hin, dass Südafrika als BRICS-Vorsitzender die Reform der globalen Finanzarchitektur als vorrangig ansieht.

In Südafrika ist man der Ansicht, dass es zu früh ist, den US-Dollar direkt herauszufordern. Im vergangenen Monat räumte die südafrikanische Ministerin für auswärtige Angelegenheiten und Zusammenarbeit, Pandor, ein, dass in der ganzen Welt, auch in den BRICS-Ländern, darüber diskutiert werde, wie man sich vom US-Dollar abwenden könne. „Dabei geht es weniger um den Dollar an sich, sondern in erster Linie um die Stärkung anderer Währungen“, betonte sie. „Ich sehe diese Art der Fragestellung nicht als negativ an. Die Frage ist, ob es möglich ist, ein System zu schaffen, in dem andere Währungen in den internationalen Handel einbezogen werden, ob es eine Möglichkeit für uns gibt, unsere eigene Währung und die der BRICS-Länder im internationalen Handel zu verwenden.“

Der Westen ist nicht bereit, seine Positionen kampflos aufzugeben

Südafrika ist in den letzten Monaten unter starken Druck seitens der USA und einiger EU-Länder geraten, die eindeutig wollen, dass das Land seine Beziehungen zu Russland und China abbricht. Unter anderem werfen sie USA Südafrika vor, Russland mit Waffen zu beliefern. So behauptete der amerikanische Botschafter in Südafrika, Reuben Brigety, bei einer Pressekonferenz am 11. Mai, das russische Schiff Lady R habe im Dezember 2022 den südafrikanischen Marinestützpunkt in Simonstown angelaufen und dabei angeblich Waffen und Munition an Bord genommen. Ramaphosa ordnete die Einsetzung einer unabhängigen Kommission an, die die Situation rund um die Lady R untersuchen soll.

Wie die Reserve Bank of South Africa (die als Zentralbank fungiert) in ihrem Bericht vom Mai feststellte, sind die westlichen Länder in der Lage, aufgrund der engen Beziehungen zu Russland Sanktionen gegen die Südafrikanische Republik zu verhängen. Die Situation hat sich bereits auf die Position der südafrikanischen Währung ausgewirkt, die Anfang Juni auf einen historischen Tiefstand gegenüber dem US-Dollar gefallen ist.

„Die NATO-Länder fordern nun, dass Südafrika seine strategischen Beziehungen zu Russland aufgibt, aber die Republik wird sich ihrem Druck nicht beugen“, erklärte mir Alvin Botes, der stellvertretende Minister für auswärtige Angelegenheiten und Zusammenarbeit Südafrikas. „Aufgrund der politischen Haltung, die die NATO zur Krise in der Ukraine eingenommen hat, werden wir gedrängt, die Beziehungen zu Russland abzubrechen. Wir halten jedoch unbeirrt an unserer Position der Freundschaft und Partnerschaft mit Russland fest.“ Botes beschrieb die Beziehungen zwischen Südafrika und der Russischen Föderation als strategisch und auf historischen Verbindungen basierend, die den Test der Zeit bestanden haben.

„Russland ist seit vielen, vielen Jahren ein Freund und Partner Südafrikas, auch während der Anti-Apartheid-Periode“, sagte Pandor ihrerseits. „Wir können nicht auf Wunsch einer anderen Partei zu Feinden werden.“

Ende der Übersetzung


Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

50 Antworten

  1. Interessante Sache… – doch noch fehlen viele Zutaten und Feinabschmeckungen in der Suppe…

    Einerseits sollte die Unabhängigkeit vom Dollar forciert werden – bietet sich als sehr dringend dar, denn damit fallen gleichzeitig viele „Sanktionsmöglichkeiten“, was nichts anderes als primitive Erpressungen sind, weg… – andererseits sollte man sehr viel Feingefühl bei Auswahl und Umsetzung der Gemeinsamkeiten an den Tag legen, wobei natürlich auch dort gilt – zu 100% kann man es nie allen Recht machen – und auch darauf achten – bitte keinen Einheitsbrei, der ist am Ende immer leichter zu manipulieren/mißbrauchen als ein gut durchdachtes Räderwerk mit unterschiedlichen Komponenten – von Vielseitigkeit lebt doch diese multipolare Welt nun mal… 😉😎

    1. @ Den südafrikanischen Vertretern zufolge spielt Afrika eine Schlüsselrolle im Prozess der Herausbildung des neuen globalen Einflusspols….

      sagt mal der Südafrikakorrespondent der TaCC ….

      Ob das mal dann so ist, müssen gerade erst mal die Südafrikaner aus den bekannten Gründen nicht nur SCHWARZ auf Weiß belegen…..

      Das mal soviel zu Vlads “ Feinabschmeckungen in der Suppe…“ , weil die ist aus S-Afrikas Sicht schneller angebrannt, als die sich denken können…. als Dauergehilfe der Deutschen Rheinmetall…

      1. Afrika ist ein Land mit 1,4 Milliarden Einwohnern und damit Indien und China gleichrangig. Da es aber nicht aus Bundesstaaten oder Provinzen, sondern aus souveränen Staaten besteht (und das soll so bleiben) wird ein Repräsentationsmodus für Afrika entwickelt. Südafrika hat seinen Platz in BRICS an ganz Afrika abgetreten. Die Integration ist aber ein längerer Prozeß. Derzeit entstehen für alle Regionen BRICS-Zentralen, die erste in Bangui (ZAR) für die zentralafrikanischen Länder.

        Dazu kommt, daß Afrika ein riesiges unausgeschöpftes Potential hat und einen großen Bedarf an Investitionen. Der geographische Schwerpunkt von BRICS ist deshalb Afrika. Der thematische Schwerpunkt ist der Aufbau einer sanktionsfesten Alternative zum Dollarsystem mit Weltbank, IWF, SWIFT und allem, deren Nutzung allen, auch Nichtmitgliedern, offensteht.

        „BRICS wählt Land für seinen Sitz in Zentralafrika aus.“

        „Projekte, die von den BRICS-Staaten finanziert werden

        ‚Der zentrale Punkt ist, Bangui zur BRICS-Hauptstadt für ganz Zentralafrika zu machen. Der andere Kernpunkt ist, ein Investitions- und Kooperationsprogramm mit den BRICS-Staaten zu machen. Zu diesem Zweck müssen wir einen entwicklungspolitischen Inhalt vorgeben. Dieses Programm wird von der zentralafrikanischen Seite vorgeschlagen werden. Auf diese Weise wird ein Abkommen zwischen der Zentralafrikanischen Republik und den BRICS-Staaten unterzeichnet‘, sagte Ahoua Don Mello, der Vertreter der BRICS-Staaten für Afrika.

        Im Anschluß an die Gespräche wurde beschlossen, die Banken der BRICS-Staaten zur Finanzierung von Investitionsprojekten in der Zentralafrikanischen Republik heranzuziehen.

        Die vorrangigen Projekte sollen im Rahmen von Arbeitssitzungen mit der Regierung festgelegt werden.“

        Par maliweb -25 Nov 2022
        Les BRICS choisissent le pays qui accueillera leur siège en Afrique centrale
        Quelle: https://fr.sputniknews.africa
        https://www.maliweb.net/international/les-brics-choisissent-le-pays-qui-accueillera-leur-siege-en-afrique-centrale-3000406.html

          1. BRICS wählt Zentralafrika als Sitz in Zentralafrika.

            Bangui 21. November 2022- (Ndjoni Sango) : Die Allianz der fünf aufstrebenden Länder der Welt ist dynamisch dabei, ein Bündnis mit der Zentralafrikanischen Republik zu schmieden. Eine BRICS-Delegation unter der Leitung der Vorsitzenden Larissa Zelenstova befindet sich seit dem 20. November 2022 zu einem Arbeitsbesuch in Bangui, um die Grundlagen für diese Allianz zu schaffen.

            Die BRICS-Präsidentin, die am Sonntagabend an der Spitze einer Delegation ankam, begann am nächsten Tag sofort mit Gesprächen mit den hohen zentralafrikanischen Behörden. Sie führte ein Vier-Augen-Gespräch mit dem Präsidenten der Zentralafrikanischen Republik, Faustin Archange Touadera, in Anwesenheit mehrerer Minister der zentralafrikanischen Regierung, darunter Chief Félix Moloua. Der Austausch zwischen den beiden Persönlichkeiten konzentrierte sich auf Projekte zur wirtschaftlichen, energetischen und kulturellen Entwicklung.

            „Unser Besuch in Bangui dient dazu, die Präsenz der BRICS-Allianz in Zentralafrika zu stärken. Gemeinsam mit der Zentralafrikanischen Republik werden wir Entwicklungsprojekte umsetzen, die für das Land wichtig sind. Deshalb haben wir uns gerade mit dem Präsidenten der Zentralafrikanischen Republik ausgetauscht, um zu sehen, in welchem Umfang die BRICS-Allianz investieren kann“, sagte Larissa Zelenstova, Vorsitzende der BRICS-Allianz, die die zentralafrikanische Zivilgesellschaft dazu aufruft, sich stärker an diesem Impuls der Zusammenarbeit mit der Zentralafrikanischen Republik zu beteiligen.

            Durch den Besuch ihrer Präsidentin möchte die BRICS-Allianz die Zentralafrikanische Republik zu ihrer subregionalen Vertretung in Zentralafrika machen. Dies teilte Ahoua Don Mello, Vertreter für Zentral- und Westafrika der BRICS-Allianz, mit.

            „Das Hauptziel der Ankunft der BRICS-Präsidentin in Zentralafrika ist es, Bangui zur BRICS-Hauptstadt für Zentralafrika zu machen. Für alle zentralafrikanischen Länder wird der BRICS-Hauptsitz in Bangui sein. Um diese Zentrale stark zu machen, wird ein Investitionsprogramm zwischen den BRICS-Staaten und der Zentralafrikanischen Republik ausgearbeitet. Dieses Programm wird in Angriff genommen, sobald sich beide Seiten auf die Prioritäten geeinigt haben“, erklärte er.

            Der Besuch der BRICS-Präsidentin in Bangui ist eine diplomatische Offensive der BRICS-Allianz, um das vom Westen dominierte Zentralafrika zu erobern. Die BRICS sind fünf Schwellenländer, die sich seit 2011 zu jährlichen Gipfeltreffen zusammenfinden. Die BRICS-Staaten sind Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika.

            Par Ndjoni Sango – 22 novembre 2022 – Par Erick NGABA
            Les BRICS choisissent la Centrafrique comme siège en Afrique centrale
            https://ndjonisango.com/2022/11/22/les-brics-choisissent-la-centrafrique-comme-siege-en-afrique-centrale/

  2. „Der Zeitung zufolge ist China begeistert von der Erhöhung der Zahl der BRICS-Mitglieder, Südafrika und Russland haben Interesse gezeigt, aber Brasilien und vor allem Indien sind kategorisch dagegen. Das Hauptargument der letzteren ist, dass die BRICS-Erweiterung die Position der Gründer der Gruppe schwächen würde.“ – Wenn das so ist, dann frage ich mich, ob diese beiden (Indien, Brasilien) wohl selbst schon den Sinn der neuen angestrebten Ordnung erkannt haben. Wenn es um den Aufbau einer gerechteren Welt geht, was soll dann ihre „Angst um die Schwächung ihrer Positionen“? Dass es dabei Prinzipien, Regeln, Standards geben muss, versteht sich von selbst.

  3. Alles auf dem Weg und wie auch im normalen Leben:
    Gut Ding will Weile haben.
    Aber aufzuhalten ist das Ganze nicht mehr. Dazu sind viel zu viele wirklich positive Kräfte eingebunden.
    Bis dahin kann die Deutsche Außenministerin noch ein paar lockere Sprüche ablassen. Die nimmt sowieso
    niemand mehr ernst.

    Bundesaußenministerin Annalena Baerbock besucht Brasilien – dort haben weder Präsident Lula da Silva noch Außenminister Mauro Vieira Zeit für sie. Stattdessen empfängt sie nur die brasilianische Vize-Außenministerin Maria Laura da Rocha. Baerbock tut in São Paulo, was sie am besten kann: Sie hält eine Moralpredigt, referiert über westliche Demokratie und zeigt bedenkliche historische Lücken. Weiß sie nicht von der Kolonialisierung Südamerikas durch die Konquistadore? Brasiliens Außenminister Vieira besucht indes seine Amtskollegen der BRICS-Staaten. Mit besonderer Herzlichkeit begrüßt er den russischen Außenminister Sergei Lawrow. Für Brasilien haben die BRICS eindeutig Vorrang gegenüber Deutschland. Hat Deutschlands Stimme überhaupt noch Gewicht in der Welt?

    https://odysee.com/@gegenpol:4/baerbock-predigt-in-brasilien-%E2%80%93:2

    1. Die Predigt von dieser Person aus Deutschland wurde doch gar nicht übersetzt. Auf den Ohr stöpsel der Brasilianer kam Samba Musik. Die Frau hat Russland den Krieg erklärt. Meinen Sie ernsthaft, das irgend ein Land dieser Frau noch zu hört. Sie fliegt auf Kosten der dummen Dummland Bürger

  4. > Südafrika ist in den letzten Monaten unter starken Druck seitens der USA und einiger EU-Länder geraten, die eindeutig wollen, dass das Land seine Beziehungen zu Russland und China abbricht. Unter anderem werfen sie USA Südafrika vor, Russland mit Waffen zu beliefern. <

    Das Ergebnis des Weiteren Flirtens mit dem Westen samt der Woken Ideologie, bei dem etliche BRICS-Länder so tun, als ob sie brav mitmachen würden. Vielleicht tun sie es wirklich? Wieso soll dann gerade Südafrika als ein relativ kleines Land ausscheren?

    Eine klare Front der Abwehr gegen tödliche Ideologie würde weit mehr Sicherheit für alle Länder schaffen, die sich dem Westen widersetzen.
    In Südafrika steht man auch nicht auf das Verhungern im Soros-Namen, oder?

  5. Man könnte auch regionale BRICS einführen, so z.B. Mittel – u. Südamerika unter Führung von Brasilien. Afrika unter Führung der RSA.
    Dies wäre auch der regionalen Zusammenarbeit ohne Dollarabrechnung dienlich.

  6. Warum müssen die Staaten denn eigentlich jeden einzelnen Handel seperat abwickeln?

    Man könnte doch analog zu den target2-Salden in der EU den Handel zwischenstaatlich betreiben. Dabei entsteht ein Saldo, den die Staaten z.B. 1/2-jährlich ausgleichen. Am Besten Brics-Staaten-übergreifend. Die Leitwährung ist Gold (für den Kurs).

    D.h. Firmen erhalten ihr Geld vom eigenen Staat, die Staaten gleichen die Salden untereinander aus.

    Natürlich setzt das voraus, dass die Staaten im Großen und Ganzen, ähnlich viel kaufen wie verkaufen.

    1. In allen internationalen Unternehmen, die ich vom Rechnungswesen her kannte, lief es OFT so ab :
      Man einigte sich, ob der Kaufpreis in Rubel oder Pesos zu zahlen ist.
      Wenn eine oder beide Währungen zum starken Schwanken neigten, federte man dies ab. Das Abfedern geschah zum Beispiel – 50 Prozent – folgendermaßen : War der Kaufpreis zB. in Rubel ausgemacht und betrug 100 Mio. Bei späterer Zahlung betrug der Rubel nur noch 40 Mio, gab es 50 % der Differenz von 60 Mio; also 30 Mio. führt zu 70 Mio.
      Betrug der Rubel dagegen zum Zahlungszeitpunkt 150 Mio, gab es 50 % Diferenz auf 50; also 25. Führt dann zu 125 Mio.
      Sicher kann man die Prozentzahl ändern oder auch den Preis an irgendeinen Rohstoff – ja auch Weizen oder Rinder – koppeln.

  7. „In Südafrika ist man der Ansicht, dass es zu früh ist, den US-Dollar direkt herauszufordern. “

    Stelle ich mir auch schwierig vor. Halb Afrika lebt doch von Spenden aus USA, Lebensmittel und Dollars.

    1. Das ist ein schwerer Irrtum. Der Wohlstand des Westens beruhte auf dem neokolonialen Privileg, die Rohstoffe und Waren aus Afrika fast umsonst zu bekommen. Das, was sie hier für uns kosten, teilen sich größtenteils westliche Konzerne und Institutionen, die Afrikaner selber bekommen nur sehr wenig. Seit das neokoloniale Privileg am Fallen ist, sinkt hier der Wohlstand.

      China, Indien, Rußland und Türkiye bieten nun Modelle, an denen die Afrikaner gut verdienen. Sie selber auch. Nicht so üppig wie der Westen, aber wenn die Afrikaner nun ihre Länder aufbauen können, verdoppelt sich bei einem Wachstum von 7% alle zehn Jahre das Geschäftsvolumen. Das ist üppig, das lohnt sich für beide Seiten. Aber der EU gefällt das nicht, deshalb stört und giftet sie.

  8. So sehr ich ihn auch schätze, ist Röper blind auf einem Auge, wenn er von einem Staatenbund spricht, der auf eine demokratische internationale Ordnung setzt. Teil der BRICS ist China, welches ein Social Credit System hat, wirklich sehr demokratisch. Teil der BRICS ist Brasilien, welches für Zwangsimpfungen wirbt, ebenfalls überaus demokratisch.
    Mach` mal beide Augen auf, Thomas!

    1. @Rinaldo

      Mal davon abgesehen, dass „wir“ hier immer nur von dem „Social Credit System“ aus westl. Medien erfahren, gespickt mit reichlich Propaganda, konnte noch nie einer wirklich was sagen dazu.

      Ich hatte z.B. mal gelesen, dass es dieses SCS erst einmal in nur einem kleinen Teil als „Pilotprojekt“ zur Erprobung gibt.
      Leider war dabei auch nicht so viel heraus zu lesen, was genau dieses System bedeuten kann für die gesamte Gesellschaft.
      Was daran als „undemokratisch“ gelten soll, verstehe ich nicht aber vielleicht könnten Sie das erklären. Die „Zwangsimpfungen“ in Brasilien? sind die so? Ist das wahr oder auch nur irgend ein Medien“bericht?

      Ich verstehe so wie so nicht, wie sich ein Westeuropäer immer mit „Demokratie“ als Begründung da einbringen will denn Demokratie gibt es im Westen doch gar nicht, gab es noch nie! Warum wird man nicht im eigenen Land dazu wach & aufmerksam?

      1. Solche Systeme gibt es hier auch. Überwachung und Zensur durch Twitter (siehe Files), Google, Facebook; Datenbanken über Kreditwürdigkeit, bis hin zu dauerhaften Zugverboten durch die DB. Hier machen so was Konzerne nach Gutsherrenart. Oft merkt man nur, daß irgendwas nicht mehr geht, erfährt sonst nichts und hat keine Einspruchsmöglichkeiten.

        In China sind solche Systeme öffentlich kontrolliert und transparent. Netizens haben Internetstrafen (zeitweise Sperrung) bekommen, da sie allzu häßliches Zeugs über die Ukrainer geschrieben haben, laut Global Times. Ein anderer Chinese durfte zeitweise keine Hochgeschwindigkeitszüge nutzen, da er auf dem Klo geraucht und Feueralarm ausgelöst hat. Ein anderer Aspekt ist, daß alte Chinesen durch Tätigkeit zum Nutzen des Allgemeinwohls ihren Sozialkredit verbessern können, was auf die „Rentenpunkte“ angerechnet wird.

        Insgesamt scheint das System besser geregelt als hier und bei den Chinesen beliebt zu sein. Außerdem ist es deren Land und deren Sache. Die Deutschen lassen sich ihre moralischen Maßstäbe eben lieber von Lauterbach, Baerbock, Google, Greta, Soros, Schwab und Gates setzen. Es ist unser Land, die Chinesen interessiert der umgefallene Sack Reis in Baishishui in der Autonomen Region Guangxi weit mehr.

        1. Öffentlich kontrolliert und transparent? Möchten sie unter der Knute ihres Nachbarn leben? Daß „die“ Chinesen grundsätzlich aufgeweckter sind als „die“ Deutschen, wage ich zu bezweifeln. Die Kulturrevolution haben „die“ Chinesen auch mitgemacht. Die haben Mao und seine Schergen losgetreten, weil sich ein kulturloses Volk besser gängeln und ausbeuten läßt. Was wäre gewesen, hätte es die Kulturrevolution nicht gegeben? China wäre für uns ein hochinteressantes Kultur- und Reiseland.

          Wenn man sich und andere immer mit dem schlimmsten Beispiel vergleicht, rutscht man ab, bis man selber das schlimmste Beispiel ist. Sicher, uns geht es besser als Timbuktu, aber sowas darf kein Maßstab sein.

          1. Timbuktu steht im Zentrum der Renaissance Afrikas und hat Aufbruchstimmung. Eine Stadt der Wissenschaft und Kultur im Land von Kurukanfouga. Eine der großen alten Zivilisationen. Wenn man das intellektuelle Niveau der Zeitungen und der geistigen Führer des Sahel mit dem von „Spiegel“ und Prof. Dr. Lauterbach vergleicht, oder Abdulaye Diop mit Annalena Baerbock – lassen wie es lieber.

            Und was Sie über China schreiben, spricht für typisch westliche Vorurteile. In der Ära Mao hat China einen enormen Aufbau gehabt und die Basis für den heutigen Wohlstand geschaffen. Dieses forcierte Tempo ging nicht ohne Härten und Verirrungen ab. Mao war nicht anders als die anderen großen Kaiser, die eine verrottete alte durch eine neue Dynastie ersetzt haben. Die haben alle kräftig aufräumen müssen.

            Fahren Sie doch einmal nach China. Es ist ein hochinteressantes Kultur- und Reiseland. Besonders schön ist der Norden von Xinjiang, die Oasen vor den gewaltigen Bergen, oder Guangxi und Yünnan.

  9. Guter Artikel:
    Während Austin die „Kontaktgruppe zur Verteidigung der Ukraine“ in Deutschland einberuft, um mehr Waffen nach Kiew zu liefern und den Krieg in Europa anzuheizen, besucht Lawrow Brasilien, Venezuela, Nicaragua und Kuba. In Lateinamerika, das die USA als ihren „Hinterhof“ betrachten, entsteht ein Projekt, das, WENN (und es sieht ganz danach aus) es sich entwickelt, die Grundlagen der US-Wirtschaftsmacht in der Region untergraben würde. Brasilien und Argentinien haben sich darauf geeinigt, eine neue gemeinsame Währung zu schaffen, die anstelle des Dollars im Handel zwischen den beiden Ländern und mit anderen lateinamerikanischen Ländern verwendet werden soll. In Brasilien traf Lawrow mit Lula da Silva zusammen, der ausdrücklich „ein Ende der kommerziellen Dominanz des Dollars“ fordert.

    Das gleiche Ziel wird zwischen Brasilien und China genannt, das am Ende des Besuchs von Präsident Lula in Peking veröffentlicht wurde: „Brasilien und China haben sich darauf geeinigt, ihren Austausch in lokalen Währungen zu stärken.“ Die beiden BRICS-Länder einigten sich auch darauf, gemeinsam die Neue Entwicklungsbank, die wichtigste BRICS-Finanzinstitution, als Alternative zur US-dominierten Weltbank zu fördern. ( Vorsitzende dieser neuen Bank: Dilma Rousseff). Selbst im Handel zwischen China und Russland, der sich innerhalb eines Jahres verdoppelt hat, werden anstelle des Dollars die jeweiligen Währungen verwendet. Das gleiche Kriterium wird in den Abkommen verwendet, die China im Rahmen der „Neuen Seidenstraße“ mit einer wachsenden Zahl eurasischer Länder abschließt.

    Angesichts der wachsenden Rebellion gegen das Imperium des Dollars, das ist die Säule der Vorherrschaft des Westens ( wichtig zu wissen, dass es dadurch weiterhin zu einem Anheben der Schuldengrenze in Ami-Land kommen wird – egal welche Verarschungsfraktion gerade vom tiefen Staat in die politische Verantwortung geschoben worden ist -, ansonsten wars das in diesem Ländl und damit wäre das Aus des gesamten Wertewesten besiegelt) , reagieren die Außenminister der G7, die sich in Hiroshima trafen, mit einer Kriegs“erklärung“ (Lenchen, eine der widerlichsten Person auf solch einem Posten war begeistert): Sie kündigen neue Sanktionen gegen Russland an und fordern China und andere Länder auf, „die Unterstützung für den russischen Krieg einzustellen, sonst werden sie ernsthafte Kosten erleiden“.
    Und während die USA und ihre Verbündeten immer mehr Streitkräfte, einschließlich Nuklearstreitkräfte, gegen China einsetzen, warnen die G7-Außenminister China, „von Drohungen und der Anwendung von Gewalt abzusehen“. Wäre es nicht sooo ernst, es wäre lustig.
    Der Wertewesten hat fertig. Er kann sich nur noch mit Terroraktionen – wie die Sprengung eines Staudamms, oder NSII, halbwegs über Wasser halten. Aber ihm schwimmen die Felle davon.
    Bitte nicht missverstehen: All das, was wünschenswert für die Menschen auf diesem Planeten wäre, wird sich nicht von heut auf morgen umsetzen lassen. Auch nicht die Abkehr vom $. Aber das daran gearbeitet wird ist unübersehbar.

  10. Zunächst einmal wieder ein ganz besonderes Lob an Herr Röper für diese unermüdliche Arbeit, die er permanent leistet.
    Wenn es eine Pille gibt, die jemanden so ein Pensum abarbeiten lässt… bitte sehr: Hier ist das richtige Forum für ein wenig Offenheit… ;O)

    Auf genau solche Artikel bin ich immer besonders gespannt, weil ich wirklich denke, dass die BRICS der entscheidende Gamechanger in diesem und vielen anderen Konflikten sein können wird. Nicht der Krieg!

    Diese Länder aus Willigen und positiv eingestellten Experten arbeiten ja nicht erst seit gestern an einer Lösung für eine Allianz der Befreihung von der Hegemonie des Dollars. Auch ich bin im Übrigen der Meinung, dass es noch zu früh für eine Vergleichswährung zum Dollar ist. Vielmehr sollte im Fokus stehen, dass die dort lokalen Währungen mit dem Handel gestärkt werden sollten und man nicht das amerikanische System kopiert. Vielleicht kann man ja eine „virtuelle“ Cypto-Währung schaffen, die (wie der ECU) im Hintergrund die verschiedenen Währungen auf einen Nenner bringt, aber dennoch alle Geschäfte über die lokalen Währungen abgeschlossen werden. So hat man die notwendige Stabilität, muss aber die nationalen Interessen nicht aufgeben.

    An meiner Stelle würde ich Herrn Prof. Dr. Werner Sinn für solche strukturellen Aufgaben einfach abwerben. Er wäre der perfekte Mann für so eine Struktur zu erstellen. Inhaltlich substantiell und immer nachhaltig in seinen Begründungen (zumindest was die Eurozone anbelangte).

    Es gibt aber auch einen internen Kritikpunkt, denn man muss wirklich aufpassen, dass man nicht Strukturen schaffte, die das Gewollte in sich zerstören. So wäre der Vorstoß von Brasilien und vor allem Indien welche als Gründer mehr EInfluss und Macht innerhalb der BRICS haben zu wollen zwar nachvollziehbar. Dies wäre aber dem Konzept des mulitpolaren Handels „auf AUGENHÖHE“ wohl abträglich und würde viele Interessenten abschrecken. Denn einen Hegemon für eine Gruppe von anderen zu verlassen, wäre keine gute Herrausforderung für einen Gamechanger und würde früher oder später auch sicherlich zu geopolitischen Zwecken ähnlich zweckentfremdet werden, wie akutelle sichtbar bei Sanktionierungen und oder angestrebten „Farbenrevolutionen“… auf eine möglichst sinnvolle Gewaltenteilung muss somit überhaus nachhaltig geprüft werden, denn je mehr Akteure sich in der BRICS versammeln, desto schwieriger wird es werden alle Ideologieen, Interessen und kulturelle Interationen harmonisch ablaufen zu lassen. Aus diesem Grunde sollte eine Integrationsabstufung einbezogen werden, die auch partielle oder temporäre Austritte erlauben, wenn die Wirtschaftlichkeit eines Landes eine weitere Beteiligung nicht mehr zulässt. Das war und ist eins der größten Probleme hier in der Eurozone, dass der Euro für viele schwache Länder so stark geworden war, dass ein sinnvolles Wirtschaften garnicht mehr möglich geworden ist. S. Portugal, Griechenland, Italien, Irland und auch Spanien… alle haben oder hatten Probleme damit. Dadurch wurde aus der EU indirekt eine Transferunion und das war nie gewollt von den Gründungsvätern. Diese Problematik wird uns auch weiterhin auf eine Zerreisprobe stellen und vermutlich auch mit am Untergang des Euro schuld sein, wenn wir nich schleunigst von dieser Hypermoralisierungswelle heruntersteigen!

  11. Ich teile die Bedenken der Länder die gegen einen Beitritt sind. Die USA/NATO haben es immer geschafft über faule Eier, siehe UNO, Bewegungen zu stoppen die nicht in ihrem Interesse sind.
    Hauptthema ist für mich der Handel den man vom Wertewesten weites gehend entkoppeln sollte um ihm die Einflussnahme auf die Entwicklung der Länder zu entziehen. Außerdem fußt darauf seine Ökonomie. Kein Handel= Flaute in der Kasse. Als zweites so ziemlich parallel sollte der Dollar dran sein, über den finanziert die USA ihr Haushaltsdefizit, in dem sie andere Länder für sich bezahlen lassen.

    1. Die BRICS Mitglieder entziehen sich wirtschaftlich dem Joch der kolonialen Dollar Hegemonie. Politisch wird sich für die Menschen jedoch weltweit nichts ändern. Ob sie nun das chinesische Überwachung und Unterdrückungssystem vom Westen oder von einer bipolaren Welt drüber gestülpt bekommen, ist indifferent.

          1. Die Frage ist doch, ob Sie sich dort unterdrückt gefühlt haben, oder ob Sie dort den Eindruck haben, daß die Chinesen sich unterdrückt gefühlt haben. So eine Überwachung und so einen Gesinnungsdruck wie bei uns haben die Chinesen sicher nicht. Aber einen Konsens, daß schlechtes Benehmen und Unordnung „unterdrückt“ gehören, haben sie schon. Es ist deren Land.

            Wie man hört, ist in Huangliu in der Provinz Hainan noch ein Sack Reis umgefallen. Das interessiert die Chinesen weit mehr als die „guten Ratschläge“ von Deutschen wie Ihnen.

            1. @ lokomotion
              Ich gebe Bekannten nicht mal gegen Nachfrage Ratschläge, teile höchstens meine Meinung mit. China
              ist politisch eine maostische Diktatur und wenn Sie es nicht kapieren wollen oder wirklich nicht kapieren, so what, Ihr Problem.

              1. Ein Wirtschaftswachstum von über 10% über viele Jahre in einer maoistischen Diktatur? Einfach mal genau darüber nachdenken und der geistig-gordische Knoten löst sich. Sie bekommen kein Volk mit diktatorischen Mittel dazu, sein Potenzial in dieser Größenordnung zu entfalten. Kein Mensch arbeitet auf Dauer unter Angst kreativer oder schneller. Das ist einfach nur herrschaftliche Wunschdenken eines sterbenden Systems. Der Westen nennt es Kontrolle, die Chinesen nennen es Gemeinschaftsgefühl. Was bilden wir uns eigentlich ein, den Chinesen erklären zu wollen, wie sie leben und handeln sollen. Diesem Kronjuwel deutscher Außenpolitik hätte ich bei ihrem Besuch in China ein Rückfahrticket mit der Bahn geschenkt, damit diese Blühte an Diplomatie mal begreift, mit wem sie es zu tun hat.

              2. Ich war über ein Jahr in dieser „maoistischen Diktatur“ und China hat mir sehr gut gefallen. Was hat Ihnen dort nicht gefallen? Außer Allgemeinplätzen, die ich in jeder Lügenpresse lesen kann, haben Sie da bisher nichts dargelegt.

                China ist eine Demokratie. Der Demokratische Zentralismus ist ein anderes Demokratiemodell als in Rußland oder Indien, hat wie jedes seine Mängel, funktioniert aber gut. Es geht auf Mao und den „Großen Lehrer“ Stalin zurück, aber nicht nur. China war nie „maoistisch“, es gab immer einen „Streit der Linien“. Man kann aber sagen, daß China ohne die Ära Mao seinen heutigen Wohlstand nie hätte erreichen können. Heute sehen wir dort den voll entwickelten Sozialismus, den Stalin und Mao im Sinne hatten, den sie selber aber in der Aufbauphase noch nicht erreichen konnten.

  12. Die letzten Wochen waren für die US-Eliten ein wahrer Alptraum. Saudi-Arabien ist aus der Allianz mit den USA ausgescherrt. Nicht nur, dass sie nicht auf Joe Bidens „Befehl“ zur Erhöhung der Ölförderung nicht reagiert haben, sie haben auch angekündigt, anstelle des Petro-Dollar nun den Petro-Yuan einsetzen zu wollen.

    Natürlich wollen sie auch den BRICS beitreten, außerdem nähern sich die Saudis mit dem Iran wieder an. Der Iran hat seine Botschaft in Riad wieder eröffnet.

    Außemminister Blinken war daraufhin in Saudi-Arabien und sprach mit den Saudis. Nach den Gesprächen hat MBS mit Putin telefoniert.

    Scheinbar haben die Amerikaner den Saudis gedroht, diese wiederrum haben offiziell verkündet, sollten die USA irgendwelche Maßnahmen gegen Saudi-Arabien ergreifen, würden sie den Handel mit den USA beenden.

    Das muss ein wahrer Schock für die Biden-Administration sein, denn wenn die Saudis das wahrmachen, dann ziehen sie den USA den Boden unter den Füßen weg. Außerdem haben die USA dann keine wichtigen Verbündeten im Nahen Osten mehr (Israel mal ausgenommen).

    Also das läuft bestimmt nicht nach Plan der US-Regierung, wenn schon der größte Verbündete abspringt, was kommt dann noch auf die USA zu?

  13. Ende August gibt es ein großes BRICS Treffen in Südafrika. An dem anscheinend sogar Putin teilnehmen wird. Ich denke, dass die BRICS jetzt demonstrativ Uneinigkeit zeigen, damit der Westen nicht nervös wird. Nach meiner Einschätzung wird in Südafrika eine Bombe platzen, die dem Westen den Rest geben wird. Eine BRICS Währung würde den Dollar ablösen, wenn die BRICS auf Zahlung in dieser Währung bestehen.

  14. Die BRICS sollten sich ein Beispiel an Deutschland der 30er Jahre nehmen.

    Der damalige Finanzminister Schacht war es leid, sich von internationalen Banken die Sahne abschöpfen zu lassen, also schmiss sein Chef sie ‚raus.

    Fortan gab’s Tauschhandel, Lokomotiven gegen Rinderhälften z.B.

    Da es für die internationalen Banken nichts mehr abzubeißen gab und die Erträgnisse des Fleißes wieder Deutschland zugutekamen, wandelte sich Deutschland binnen sechs Jahren vom zerstrittenen Drittweltland zur Großmacht.

    Die traurigen Bankiers fädelten mithin einen Krieg gegen Deutschland ein, und es bedurfte der Anstrengunen der halben Welt und sechs Jahren Massensterben, um Deutschland wieder zum Futter für internationale Banken zu machen.

    Die BRICS müssen allerdings aufpassen, dass es ihnen nicht genauso wie Deutschland ergeht ; Putin hat bereits eine große Dosis Vorgeschmack bekommen.

    Und Krieg finden die Bankster nach wie vor sehr charmant.

    1. Tauschhandel klingt erstmal gut. Aber : Die mir bekannten Fensterputzer nehmen mindestens 30 Euro die Stunde, während die meisten Nachhilfelehrer selten die 15 Euro Marke – auf Dauer / in der Regel – überschreiten.

    2. Schacht und Funk hatten das gleiche Modell wie die EU. Währungsunion für „Kerneuropa“ durch feste Wechselkurse (Vorstufe des Euro) und das „Europäische Zentralclearing“ ähnlich Target-2 der EZB. Das Geld wurde einfach „geschöpft“ und die inflationären Effekte durch Preisdeckel und Preisbremsen bekämpft. Eine Zeit lang funktionierte das natürlich gut, wie immer, wenn „die Geldhähne aufgedreht“ werden. Als es dann zu kollabieren drohte, hat man sich eben auf „Arisierungen“ und Kriegsbeute verlegt.

  15. Die Hallsteindoktrin hat schon zu DDR Zeiten nicht funktioniert, nun fangen sie den alten Mist wieder an. Es passiert aber nur das exakte Gegenteil, wenn die Südafrikaner Waffen liefern wollen, so werden sie es tun. Ob das Sinn macht ist eine andere Frage. Wenn Nordkorea 100 000 Soldaten schicken will, so werden sie es machen, wer will sie davon abhalten? Außer Drohen und Sanktionen, bietet der Westen immer weniger und er verliert dazu seine Märkte. Im nächsten Schritt hören die einfach aus ihre Dollarschulden zu bezahlen und bekommen neue Kredite zu guten Konditionen, von der besseren Seite!

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