Der Wendepunkt-Gipfel und die Rolle des Globalen Südens: Was Lawrow am Ende des G20-Treffens erklärte

Der G20-Gipfel in Neu-Delhi war ein Wendepunkt: Er bestätigte die Absicht der Länder des Globalen Südens, ihre Position zu stärken, und erinnerte den Westen an seine Versprechen und an die Unmöglichkeit, die globale Hegemonie zu halten, erklärte der russische Außenminister Sergej Lawrow auf einer Pressekonferenz im Anschluss an die Veranstaltung.

Lawrow hob besonders die Rolle Indiens bei der Veranstaltung hervor. Das Land habe „seine Aufgabe mit Ehre erfüllt und einen wichtigen Beitrag dazu geleistet, die Grundlage für die weitere Arbeit zur Demokratisierung der internationalen Wirtschafts- und Finanzbeziehungen zu legen.“

Die TASS hat die wichtigsten Thesen des Ministers zusammengestellt.

Der Wendepunkt-Gipfel

Auf dem G20-Treffen erinnerten die Länder des Globalen Südens an die Versprechen des Westens, „die Weltwirtschaft mit einem Interessenausgleich zu versehen“, und „forderten sehr deutlich und nachdrücklich die Berücksichtigung ihrer Interessen“. Die G20 befänden sich in einer „inneren Reform“: Die Länder des Globalen Südens „wollen ihre Rolle in den Mechanismen der Weltordnung stärken, und zwar nicht zum Nachteil des Westens“ – es sei wichtig, dass „der Westen die richtigen Schlüsse zieht“. „Alle sind daran interessiert, zusammenzuarbeiten. Aber fair zusammenzuarbeiten.“

Zwar sei „der Weg noch lang“, aber das sei die Leitlinie der Gipfelerklärung: Die Reformen des Internationalen Währungsfonds, „wo die Amerikaner für eine faire Verteilung von Quoten und Stimmen keine Blockademöglichkeit mehr haben sollten“, die WTO und der Technologietransfer in die Länder des Globalen Südens.

Um all diese Ziele zu verfolgen, wird Indien bis Ende des Jahres einen Online-Gipfel einberufen. Dieser wird voraussichtlich Ende November stattfinden.

Mögliche G20-Erweiterung

Der Beitritt der Afrikanischen Union zu den G20 „spiegelt die bestehenden Trends wider“: Die Arabische Liga und die Gemeinschaft der Lateinamerikanischen und Karibischen Staaten (CELAC) könnten das in Zukunft ebenfalls tun.

„Vielleicht wird irgendwann auch die Eurasische Wirtschaftsunion als eine dieser regional strukturierten Teilnehmer in Betracht gezogen“.

Das Ende der Hegemonie

Angesichts der Entstehung neuer Zentren der globalen Entwicklung „wird der Westen nicht in der Lage sein, der Hegemon zu bleiben“ und sollte darüber nachdenken, inwieweit er in der Lage ist, „seine Linie der Dominanz fortzusetzen“. Er sollte sich „von kolonialen Gewohnheiten befreien“.

Dem Westen ist es nicht gelungen, die G20-Erklärung zu „ukrainisieren“ (entgegen den Einschätzungen der westlichen Medien gibt es darin nicht einmal eine Andeutung auf eine „Verurteilung“ Russlands), der entsprechende Absatz ist als Aufruf zur Beendigung aller weltweiten Konflikte auf der Grundlage der Prinzipien der UN-Charta formuliert. Gleichzeitig sei „das richtige Verständnis für das, was [in der Ukraine] passiert, unter den Entwicklungsländern in den G20 offensichtlich“. „Ich bin sicher, dass auch einige unserer westlichen Kollegen alles sehr gut verstehen.“

Die westlichen Länder mussten „einer ernsthaften Änderung ihrer Position zustimmen“ und der von Russland unterstützten Aufforderung zustimmen, „die Angriffe und die Zerstörung kritischer energie- und landwirtschaftsbezogener Infrastrukturen zu stoppen“ – darunter „die Terroranschläge auf die Nord Streams, die Angriffe auf die Ammoniak-Pipeline Togliatti-Odessa, die Angriffe auf das Wasserkraftwerk Kachowska, die ständigen Drohnenangriffe auf das Kernkraftwerk Saporoschje.“

Der russische Außenminister sagte, er habe auf dem Gipfel nicht nach Kontakten mit Vertretern westlicher Länder, einschließlich der USA, „gesucht“. „Ich habe nur meine Arbeit gemacht. Diejenigen, die mit uns sprechen wollten, haben das getan. Und diejenigen, die es vorziehen, sich über diplomatische Feinheiten zu stellen, das ist ihre eigene Entscheidung“. „Wenn sie neue Gedanken hätten, hätten sie einen Weg gefunden, sie irgendwie zu vermitteln. Aber da sie das nicht tun, haben sie keine solchen Gedanken.“

Strategische Stabilität

Verhandlungen über strategische Stabilität sind derzeit unmöglich. Der START-Vertrag „wurde unter völlig anderen Bedingungen in [anderen] Beziehungen zwischen Moskau und Washington und auf internationaler Ebene geschlossen.“

Nichtsdestotrotz wird sich Russland bis zum Auslaufen des Vertrages an dessen Parameter halten, „vor allem an die Zahlen zur maximalen Anzahl relevanter Waffen.“

Die Beziehungen zu Indien

Aufgrund der Sanktionen und des sich abzeichnenden Prozesses des wechselseitigen Handels in nationalen Währungen hat die Russische Föderation „sehr viele Milliarden Rupien angehäuft, die noch keine Verwendung gefunden haben“. „Unsere indischen Freunde haben versichert, dass sie vielversprechende Bereiche vorschlagen werden, in denen sie investiert werden können.“

Die Frage der gegenseitigen Abrechnungen werde die militär-technische Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern nicht beeinträchtigen, „alle Vereinbarungen, einschließlich derjenigen über die militär-technische Zusammenarbeit, bleiben in vollem Umfang in Kraft.“

Die Beziehungen zu Armenien

Russland hofft, dass die Bündnisverpflichtungen Moskaus und Jerewans „dennoch Wirkung zeigen und sich in der armenischen Außenpolitik durchsetzen werden.“ Die Entscheidung des Landes, gemeinsame Übungen mit den USA abzuhalten, sowie andere „Aktionen der armenischen Regierung“, seien „bedauerlich“. „Das haben wir gesagt.“

„Wir sehen nichts Gutes darin, dass ein aggressives NATO-Land versucht, in den Transkaukasus einzudringen“, sagte er. „Wo immer die Amerikaner auftauchen, und sie haben Hunderte von Stützpunkten auf der ganzen Welt, führt das nirgendwo zu etwas Gutem“, „im besten Fall sitzen sie ruhig da.“

Moskau kann der Behauptung, „Russland habe Berg-Karabach an Aserbaidschan übergeben“, nicht zustimmen: Sowohl Jerewan als auch Baku erklärten, dass sie „die Erklärung von Alma-Ata von 1991 anerkennen“, wonach das Autonome Gebiet Berg-Karabach Teil der Aserbaidschanischen SSR war. Die von Moskau vermittelten Vereinbarungen vom 10. November 2020 „sagen überhaupt nichts über den Status von Berg-Karabach aus, und zu diesem Zeitpunkt gingen alle drei Staatschefs davon aus, dass weitere Verhandlungen über dessen Status noch bevorstehen würden.“ „Man muss sich vor seinem eigenen Volk selbst verantworten.“

Der UN-Generalsekretär wird benutzt

Der Brief von UN-Generalsekretär António Guterres an Lawrow „erweckt den Eindruck, dass man leider wieder versucht, den Generalsekretär zu benutzen.“ „Der ganze Sinn seines Appells ist, dass man dringend den ukrainischen Teil des Getreideabkommen wieder aufnehmen soll, und dass man im Gegenzug dafür innerhalb eines Monats irgendetwas tun wird.“

Berichte über angebliche westliche Angebote, die Rosselсhozbank wieder an das SWIFT-System anzuschließen, seien unwahr: Das habe „niemand versprochen, auch nicht Herr Guterres“. „Sie versuchen, uns zu überreden, einem völlig unrealistischen Plan zuzustimmen, wonach eine Filiale der Rosselсhozbank in Luxemburg diese Funktion übernehmen soll. Aber diese Filiale hat keine Lizenz für Bankoperationen, sie hat ihre Möglichkeiten dort bereits ausgeschöpft, sie wird dort geschlossen werden.“

Russland schätzt die Bemühungen des UN-Generalsekretärs, glaubt aber, dass sie „in einer Situation, in der der Westen nur Versprechungen macht, zum Scheitern verurteilt sind.“

Die Ausarbeitung der Abschlusserklärung

Die Arbeit am Text des Dokuments war von außen nicht zu sehen: „Die Leute, die daran gearbeitet haben – das sind sowohl die Sherpa Swetlana Lukasch als auch der stellvertretende Botschafter Marat Berdjew – wurden abgeführt und eingesperrt.“ „Sie wurden irgendwo in über 100 Kilometern Entfernung eingesperrt, wie bei der Papstwahl, allerdings gab es keinen Rauch, sondern es gab, meine ich, einen sehr positiven Ausgang.“

99 Prozent der Arbeit wurde im Vorfeld des Gipfels erledigt. „Als wir hierher kamen, gab es noch ein paar letzte Feinheiten, an deren Abstimmung ich ein wenig beteiligt war, aber indirekt.“

Allen Sherpas und Vertretern der Länder könne man „für diese ehrliche Arbeit“ nur danken. „Sie kommunizieren sehr gut miteinander, das heißt, wenn der Druck da ist, können sie das.“

Übersetzung aus der russischen Nachrichtenagentur TASS


Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

40 Antworten

  1. Sind die letzten 3 Absätze eine Maschinenübersetzung? Ich kann mir darauf keinen Reim machen.

    Rauch bei der Bestimmung des neuen Pontifex ist hell oder dunkel, es gibt einen neuen Pabst oder es gibt noch keinen, aber stattdessen ist das Ergebnis gut? Kapiere ich nicht.

    Und: „…wenn der Druck da ist, können sie das.“ Klingt zu zynisch für Lawrow, gleich doppelt wenn die Leute ins Gefängnis verfrachtet wurden. Und paßt überhaupt nicht zur Geostrategie Russlands, mindestens seit der Unterstützung Syriens offen und ehrlich und transparent zu handeln.

    Hallo Gastgeber, da muß der Wurm drin sein!

    1. Mit sich selbst zu sprechen wird je nach kultureller Herkunft entweder als Zeichen für Geisteskrankheit oder geistige Erleuchtung verstanden. Ich riskiere es trotzdem:

      Die Artikel unseres Gastgebers fördern normalerweise dutzende, wenn nicht hunderte Kommentare innerhalb kurzer Zeit zutage, selbst wenn der Artikel wie jetzt spät in der Nacht erscheint. Aber nicht heute nacht.

      Niemand außer mir scheint hier zu sein, das ist eine Botschaft. Zusammen mit diesen 3 letzten von mir beanstandeten Absätzen und der offensichtlichen Kommentarzensur stellt sich die Frage nach einer zielgerichteten Maßnahme, deren Absicht jedoch derzeit im Verborgenen bleibt.

      Ich habe beschlossen, dieses Spiel nicht weiterzuspielen bis mir die andere Seite zumindest die Regeln mitteilt.

      1. Hier eine alternative Übersetzung, mit mehr Zusammenhang. Wenn wir Glück haben, erscheinen unter dem Link demnächst auch offizielle Übersetzungen in andere Sprachen.

        Frage: Wir wissen, daß die Koordinierung der Erklärung viele Stunden in Anspruch genommen hat. Wie S.V. Lukash, stellvertretender Leiter der Expertenabteilung des russischen Präsidenten und Sherpa beim G20-Gipfel, sagte, mehr als 200 Stunden. Wir haben nicht gesehen, wie es passiert ist. Sie schon. Sagen Sie mir bitte, wie es hinter verschlossenen Türen aussah? Wie schwierig war alles, vielleicht gab es Drohungen, Druck?

        Sergej Lawrow: Ich habe nicht gesehen, wie es vor sich ging. 99 Prozent dessen, was geschah, geschah vor dem Gipfel. Als wir hier ankamen, gab es einige „Feinheiten“, an deren Koordinierung ich beteiligt war. Aber indirekt. Niemand hat den Prozess gesehen. Die „Jungs“, die dafür verantwortlich waren – die Sherpa in der „Gruppe der Zwanzig“, S.V. Lukasch, und der Sous-Sherpa, unser Botschafter in spe, M.V. Berdyev, der mit ihr zusammenarbeitete – wurden 100 Kilometer weit weggebracht und, so wie ich es verstehe, eingesperrt. Sie schlossen sie ein und sie wählten wie den Römischen Papst. Nur gab es dort keinen Rauch. Es gab ein positives Ergebnis.

        Ich möchte mich bei allen Sherpas, Sous-Sherpas und G20-Experten für ihre ehrliche Arbeit herzlich bedanken. Übrigens kommunizieren sie auch untereinander gut (ich antworte auf die Frage unseres indischen Kollegen). Wenn der „Druck“ groß ist, dann muß das.

        Выступление и ответы на вопросы СМИ Министра иностранных дел Российской Федерации С.В.Лаврова по итогам саммита «Группы двадцати», Нью-Дели, 10 сентября 2023 года
        https://www.mid.ru/ru/foreign_policy/news/1903728/

          1. Klar ist der Artikel so wie von der Tass in der Kurzform geschrieben und übersetzt auch einfachst zu verstehen. Auch dann eben, wenn der eigebaute Link im Tass-Artikel eben nicht auch in der Übersetzung mit eingebaut wurde, der eben in einem 2.Artikel speziell das Thema:

            Lawrow verglich die Vorbereitung der G20-Erklärung mit der Wahl des Papstes
            https://tass.ru/politika/18698807

            erläuterte.

            1. @MyMyMyMyCorona
              Es ist eigentlich nicht so schwer zu verstehen.
              Sherpa ….. Chefunterhändler
              abgeführt und eingesperrt …. sie wurden halt von äußeren Einflüssen abgeschottet und hatten die Aufgabe eine für alle irgendwie akzeptable Abschlußerklärung zusammen zu bauen
              es gab kein Rauch …. während der Pabstwahl wird durch den Rauch immer mal ein Zwischenergebnis nach außen kommuniziert. Wird man sich in einem Wahlgang nicht einig, kommt der schwarze Rauch. Diese Zwischenergebnisse wuden nicht ausgesendet, es wurde verhandelt und an den Formulierungen geschliffen bis ….
              Es gab ein Ergebnis.

    2. @MyMyMyMyCorona
      Ja, ist mir auch aufgefallen. Habe den besagten Abschnitt aus Röpers obigen Tass-Link auch mal online übersetzen lassen. Er für mich keinen Sinn.

      „Vorbereitung der Erklärung

      Die Arbeit am Text des Dokuments war von außen nicht sichtbar: „Die Leute, die das gemacht haben – Sherpa Swetlana Lukasch und Sonderbotschafter Marat Berdyev – wurden abgeführt und eingesperrt .“ „Sie schlossen es etwa 100 km entfernt und genau wie bei der Wahl des Papstes gab es keinen Rauch, aber meiner Meinung nach war es ein sehr positives Ergebnis.“

      99 % der Arbeiten wurden vor dem Gipfel erledigt. „Als wir hier ankamen, waren noch einige Feinarbeiten zu erledigen, und ich habe mich ein wenig an der Koordinierung beteiligt, aber indirekt.“

      Allen Sherpas und Landesvertretern könne „für diese ehrliche Arbeit“ nur gedankt werden. „Sie kommunizieren gut miteinander, das heißt, wenn der Druck groß ist, müssen sie es tun.“ 

      1. Ich habe das so verstanden, dass man die Leute, die das Dokument ausarbeiteten, andernorts eingeschlossen hat.
        Das diente dann wohl ungestörtem Arbeiten und der Verhinderung von Beeinflussungsversuchen.
        Die Papstwahl dient hier nur als Vergleich.
        Bei ihr werden die Kardinäle eingeschlossen, bis ein Papst gewählt wurde.
        Das wurde wohl so eingerichtet, damit die Wahl nicht Monate und Jahre dauert.
        Ich gehe davon aus, dass die Sherpas und sonstigen Mitarbeiter an dem Dokument nach getaner Arbeit durchaus wieder „freigelassen“ wurden. 😀

        1. Man kann auch sagen, dass die vergleichbar wie bei der Papst-Wahl „abgeschottet“ werden um ‚Beeinflussungen aller Art‘ auszuschließen & damit unabhängig von Dummschwätzern am Thema arbeiten können.

  2. Und unser Bundeshampler Scholz behauptet, „niemand im Raum hätte Lawrow geglaubt“.

    https://www.spiegel.de/politik/g20-gipfel-in-neu-delhi-olaf-scholz-schneidet-sergej-lawrow-bei-g20-gipfel-a-f057a51e-24d7-4f24-abef-9e0c8918c4b6

    Und im Spiegel glaubt man, Demenzpräsi Biden hätte China an den Rand gedrängt:

    https://www.spiegel.de/ausland/g20-gipfel-in-indien-wie-die-usa-den-rivalen-china-an-den-rand-draengen-a-1f9674d5-d411-4559-8759-613bc30d10d4

    Ich denke, das ist der Anfang vom Ende.
    …der westlichen Vorherrschaft….

    Nur daß das im Westen noch keiner wahr haben will.

    1. Der Begriff AU wird uns noch viel Freude machen, weil … landet man zuverlässig in der australischen Innenpolitik bzw. wie Australien die große weite Welt südlich und nördlich von China betrachtet.

      AU hat also ‚die Tage‘ den größten Benefit, wenn es aus dem stützenden BH (Bharat) zurückkehrt.

  3. Armenien ist von islamistischen Ländern umgeben und traditionell massiv von Genoziden bedroht. Russland hat Interessen in Aserbeidschan und der Türkei und hat zugelassen daß Aserbeidschan Teile des Landes besetzt hat.
    Aserbeidschan ist dabei Berg Karabach durch Straßenblockaden auszuhungern.
    Russland ist seiner moralischen Verpflichtung ein bedrohtes christliches Land
    am Rand seiner Einflusssphäre zu beschützen nicht nachgekommen. Bei den engen Verbindungen Russlands zu islamischen Staaten lohnt es sich hier Perspektive Armeniens genauer zu betrachten.

    1. Armenien hat eine proamerikanische Regierung. Lassen Sie sich von den Amerikanern helfen, die Russen haben selbst genug Probleme. Wenn die Herrscher in Armenien verstehen, wer ihnen näher steht, wird es möglich sein, mit ihnen zu sprechen.

  4. Armenien ist von islamistischen Ländern umgeben und traditionell massiv von Genoziden bedroht. Russland hat Interessen in Aserbeidschan und der Türkei und hat zugelassen daß Aserbeidschan Teile des Landes besetzt hat.
    Aserbeidschan ist dabei Berg Karabach durch Straßenblockaden auszuhungern.
    Russland ist seiner moralischen Verpflichtung ein bedrohtes christliches Land
    am Rand seiner Einflusssphäre zu beschützen nicht nachgekommen. Bei den engen Verbindungen Russlands zu islamischen Staaten lohnt es sich hier Perspektive Armeniens genauer zu betrachten…

    1. Warum wird wohl von westlicher Seite dieser Konflikt ausgenutzt? Im übrigen aus dem gleichen Grund, aus dem die USA die Kurden in Syrien und im Nordirak unterstützen. Deswegen sollten sich alle Länder auf der Welt genau bewusst sein, welche Konflikte es in ihnen und zwischen ihnen und den Nachbarn gibt und wie sie zu lösen sind, bevor sie bei gegebenem Anlass dann von Seiten des imperialen Westens einer „Lösung“ zugeführt werden. Ich sage nur Jugoslawien.

      1. Bei allem Größenwahn des Westens sollte der Anspruch des Islam auf Weltherrschaft welcher in allen islamischen Ländern durch die Unterwerfung und Ausrottung der Minderheiten realisiert wurde, nicht außer Acht gelassen werden.
        In diesem Fall wird vermutlich auch der Kaukasus irgendwann in Zukunft einmal eine rein Islamische Region.
        Auch islamische Länder wissen die Spaltung zwischen Ost und West für ihre Interessen zu nutzen.
        Russland sollte sich seiner Rolle dabei bewusst sein.

        1. „Ich erinnere daran, dass Russland nicht nur ein christliches, sondern auch ein islamisches Land ist, und wir leben mit unseren islamischen Brüdern, die auf dem Territorium Russlands seit vielen Jahrhunderten leben, in Frieden.“

          –– Dmitrij Medwedew

          Der Islam ist eine der traditionellen Religionen Europas. In Rußland eine der vier großen und die zweitstärkste, 20 Mio Moslems.

          BRICS ist eine Gemeinschaft überwiegend islamischer Länder: Iran, Saudi-Arabien, Ägypten, V.A. Emirate, Indien (100 Mio Moslems), Äthiopien (40 Mio), China (20 Mio), Rußland (20 Mio). Nur drei der BRICS-Länder (Südafrika, Brasilien, Argentinien) sind nicht islamisch.

          Ganz Afrika soll in BRICS integriert werden, wo es viele weitere islamische Länder gibt. Überhaupt wendet sich Rußland Afrika und der Islamischen Zivilisation zu, denen es in vieler Hinsicht kulturell ähnlich ist, und von Westeuropa ab, das dort eher als Anti-Zivilisation gesehen wird. Nicht nur dort:

          „Wann also wird der Westen endlich eine Zivilisation sein, neben anderen Zivilisationen, und nicht mehr ein Name, der für Joch und Unterdrückung steht?“

          — Djamel Labidi, Analyst aus Algerien, 31.5.2023
          OCCIDENT : QUAND LA MÉDIACRATIE LÉGITIME L’ASSASSINAT POLITIQUE
          https://bamada.net/occident-quand-la-mediacratie-legitime-lassassinat-politique

          „Sie sollen Afrika endgültig verlassen und auf ihren armseligen europäischen Kontinent zurückkehren, auf dem es keine Bodenschätze und strategischen Ressourcen gibt.
          Sollen sie doch weggehen. Sollen sie doch zur Hölle fahren.“

          — Kommentar aus Niger, ein 99% islamisches Land

  5. Ich bedanke mich für den Bericht der Tass und insbesondere bei Thomas Röper für die geleistete Übersetzungsarbeit.

    Wieder einmal etwas mehr an Hintergrundinformationen (Aserbaidschan/Berg-Karabach) erhalten und vor allem:
    das nicht kopierbare, excellente Ausdrucksvermögen Lawrows‘:
    Ein wirklicher Genuss.

  6. Hohe Diplomatie ist wirklich surreal. Da ist das wichtigste bereits vorher ausgehandelt. Und für Feinheiten macht man dann so einen Tamtam mit dem „Einsperren wie bei der Pabstwahl“. Das heißt, das wirklich Spannende findet auf einer ganz anderen Ebene statt, von der wir „Normalsterblichen“ sowieso nichts erfahren.
    Leider findet auch die Diskussion hier vor allem auf dieser vordergründigen Ebene statt. Das was sich dahinter abspielt, das kommt auch hier irgendwie nicht zu Sprache.

    Den Vergleich mit der Pabstwahl fand ich lustig, denn was ist bei einer Pabstwahl? Da sitzt eine handvoll alter Knacker beisammen, und trifft eine Entscheidung, die die Mehrheit der Welt sowieso nicht interessiert, weil sie irrelevant ist. Gleichzeitig lässt diese handvoll alter Kacker ihre Beziehungen spielen, um den Eindruck zu erwecken, dass diese Entscheidung irgendwie wichtig wäre.

    Für mich ist es egal, ob das, was sich in der Abschlusserklärung dieses G20-Gipfels abzeichnet, wirklich in eine „bessere Richtung“ weist. Auch wenn es einige positivere Entwicklungen geben sollte, es ist nach wie vor so, dass mich niemand gefragt hat, was ich eigentlich will. Und auch der Großteil der Bevölkerung wurde nie ergebnisoffen gefragt. Deshalb ist das alles Spiegelfechterei und es bleibt alles beim Alten.
    Welcome to reality!

    1. @Welcome to reality!

      Sorry, wie grausam ist das denn? Bin ja sonst nicht so penibel hier. Aber das schmerzt. Sprachmonster: Pabst.
      Schmerzt nun wirklich!! (und ‚Pabst’ auch noch fälschlich zu einem sog. Zitat hochgestuft)
      Wenn der Schreiber den Eindruck erzeugt, wirkliche Ahnung von seiner angekündigten Materie zu haben: und dann fortwährend in einen einer Allgemeinheit unbekannten „Pabst“ hineinfährt …

      Wieviel Ahnung hätte der Schreiber dann auch von der Materie von ‚Pabst‘ und von ‚Pabstwahl‘? – Papst kommt von Papa. (btw: im spanischen immer noch, nicht: El Paba, nein → El Papa bzw. El Santo Padre.)

    2. 🤦‍♂️🤦‍♂️ALLES BLEIBT BEIM ALTEN 🤦‍♂️🤦‍♂️

      Nichts, aber auch rein gar nichts wird bleiben wie es die „Länder der untergehenden Sonne“ das gerne in ihren mafiosen Strukturen zum Erhalt des Status als Mitverdiener ihres Herrschers hätten.

      Die „Durch die Blume-Sprache“ des Chefdiplomaten sollte man allerdings zumindest in Ansätzen verstehen können. Darum gibt es in Russland auch Journalisten, welche die Sprache der Diplomatie ins REINE übersetzen.

      Die INDISCHE Dilomatensprache ist noch sehr viel einfacher zu verstehen. Die sprechen nicht einmal. Die Handeln DIREKT und Sprechen durch TATEN.

      10. September 2023 https://www.vesti.ru/article/3543554

      Kommentar von Dmitri Konstantinowitsch Kisseljow, dem Urgestein russischer Journalisten Seit 2013 ist Kisseljow, ernannt vom russischen Präsidenten Wladimir Putin, Leiter der staatlich kontrollierten russischen Mediengruppe Rossiya Segodnya. Außerdem stellvertretender Direktor der Allrussischen Staatlichen Fernseh- und Radiogesellschaft.

      Kisseljow:
      Indien ist in dieser Woche zum Zentrum der großen internationalen Politik geworden. In Neu-Delhi fand der G20-Gipfel statt.

      Die wichtige Nachricht kam von Indien selbst: Das Land ändert seinen Namen.

      Auf die neue Art und Weise ist dies Bharat.

      Der alte Name Indien wird von den Bürgern der größten Demokratie der Welt als Erbe des Kolonialismus wahrgenommen, weil die Briten das Land so nannten.

      Zwei Jahrhunderte direkter Herrschaft der Briten erschöpften das Land. Das indische Volk war zu Armut, Hunger, kulturellem Verfall und ethnischen Konflikten verurteilt. Und die britische Krone sicherte sich unermesslichen Reichtum und das Wachstum ihrer eigenen Wirtschaft und Industrie.

      Wie stark die Ressentiments der Inder gegen das Vereinigte Königreich sind, lässt sich zumindest an den Worten des indischen Außenministers Subrahmanyam Jaishankar im Jahr 2019 ablesen: „Indien hat zwei Jahrhunderte der Demütigung durch den Westen erlebt, nachdem der Westen im XVIII. Jahrhundert in Indien einmarschiert war.

      Im Jahr 2018 wurde eine seriöse Wirtschaftsstudie veröffentlicht, die berechnete, wie viel die Briten Indien wegnahmen. Zu aktuellen Preisen sind es 45 Billionen Dollar. Die Geschichte der Beziehungen zwischen Indien und dem Westen ist die Geschichte des Sklavenhandels, der Hungersnot und des Opiumhandels. Die dunklen Jahre“.

      Jetzt, 76 Jahre nach der Unabhängigkeit, hat das Land an Stärke gewonnen, die Wirtschaft ist rasant gewachsen. Indien ist ein einflussreicher Akteur in der internationalen Politik. Es ist an der Zeit, die Symbole der britischen Herrschaft loszuwerden.

      Bei der Eröffnung des G-Gipfels sprach Premierminister Narendra Modi vor dem Hintergrund des Bharat-Zeichens.

      1. Maschinenübersetzung des Videos, welches im Artikel integriert ist. Vesti selbst ist meines Wissens in der EU ja nicht gesperrt. Der Ableger vesti7 jedoch schon. Da ich jedoch momentan mich nicht in der EU aufhalte, weiss ich nicht, ob man das Video tatsächlich auch empfangen kann ?

        https://www.vesti.ru/article/3543554

        Der Höhepunkt des Gipfels in Indien ist, dass die Erklärung von Delhi von der gesamten G20 unterstützt wird. Für die Teilnehmer ist klar: Der Text des Dokuments selbst ist ein diplomatischer Sieg für Russland und seine Verbündeten. Einer der schwierigsten G20-Gipfel in seiner Geschichte. Die Verabschiedung der Erklärung dauerte rekordverdächtige Tage, aber der Westen konnte die antirussischen Formulierungen nicht durchsetzen und wurde zum ersten Mal auf der Website besiegt, wo er sich bis vor kurzem als Meister betrachtete.

        „Warum haben sich die westlichen Länder darauf geeinigt? Ihr Gewissen ist wahrscheinlich aufgewacht. Ehrlich gesagt, haben wir es nicht erwartet. Das ist ein Erfolg.

        Es ist bezeichnend, dass es im ukrainischen Absatz nicht um die Ukraine geht. Es wird erwähnt, aber unter allen Konflikten. Das ist sehr wichtig“, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow.

        Im Abschlussdokument über die Ukraine – nur in einem absatz, und die Anschuldigungen Moskaus, die vom antirussischen block angegriffen wurden, fehlen gänzlich
        Die G20 sagt, dass das Getreideabkommen russisches Getreide umfassen sollte, nicht nur ukrainisches Getreide. Es ist den Gipfelteilnehmern nicht mehr möglich, dem Westen zuzuhören, dass alle Probleme in der Welt auf Russland lasten, die Meinung des globalen Südens wird entscheidend.

        „Zunächst einmal hat die kollektive Position der BRICS-Staaten und anderer Partner wahrscheinlich funktioniert. Das heißt, die Hälfte der „zwanzig“ weigerte sich, die Ereignisse so zu interpretieren, wie der Westen sie darstellt. Es war wahrscheinlich einer der schwierigsten G20-Gipfel in der fast 15-jährigen Geschichte des Forums“, sagte Swetlana Lukasch, Russlands G20-Sherpa.

        Washington und London hatten am Vortag gemeinsam Druck auf die G20 ausgeübt. Unmittelbar nach seiner Ankunft in Neu-Delhi traf sich Joe Biden mit Narendra Modi. Der indische Premierminister hat wiederholt deutlich gemacht, dass er den Gipfel nicht zu einer geopolitischen Diskussion machen will. Biden zeigte Modi am nächsten Morgen besonders lange das Rad von Samsara – ein Symbol der Wiedergeburt – und sprach über das Karma, das sich der US-Präsident noch selbst verderben kann.

        Am Denkmal am Ort der Einäscherung von Mahatma Gandhi gehen die Führer der „Zwanzig“ barfuß. Joe Biden wird in weißen Pantoffeln geführt.

        Der US-Präsident äußerte sich nicht zum Ergebnis des Gipfels und flog vor allen anderen aus Indien ab. Im Angesicht der Niederlage sind die Führer des Westens keineswegs einfach und müssen offen lügen.

        „Die Isolation Russlands ist offensichtlich. Präsident Putin ist nicht hier. Unter Premierminister Modi und der indischen Präsidentschaft haben sich die G20 auf ein gemeinsames Kommuniqué mit sehr harten Worten zu Russlands gesetzlosem Krieg in der Ukraine geeinigt“, sagte der britische Premierminister Rishi Sunak.

        Die indischen Armbänder des indischen britischen Premierministers Sunak beeindruckten die Bewohner der historischen Heimat und die Delegation der Länder des globalen Südens nicht, für die der britische Kabinettschef, wenn auch nicht wie die Kolonialisten, ein Gesandter ehemaliger Sklavenhalter ist. Und im Besprechungsraum vor Modi hängt ein Schild mit der Aufschrift „Bharat“. Am Vorabend des Gipfels beschließt das Land, sich einen alten Namen zu nennen, der nicht mit der kolonialen Vergangenheit in Verbindung gebracht wird.

        Auch der deutsche Kanzler „sieht“ große Erfolge in seiner Arbeit, doch ließen seine Wachen die russische Presse nicht in die Pressekonferenz von Scholz.
        „Für mich ist es ein Zeichen des Erfolgs, dass Russland am Ende seinen Widerstand gegen eine solche Resolution aufgegeben hat, weil sich alle anderen in diese Richtung bewegt haben“, sagte Scholz.

        Viertausend Journalisten, die für die Einweihung dieses Gipfels in Delhi akkreditiert waren, wurden bedingt in zwei Lager gespalten. Die ersten – die zahlreichsten – sind Inder. Sie machten keinen Hehl aus ihrem Stolz darauf, dass der Gipfel zum ersten Mal überhaupt in Indien stattfindet und dabei die Länder vertreten sind, die bisher am Rande der Tagesordnung standen.
        Das zweite Lager sind die westlichen Medien, die in ihren Berichten Alarm schlugen über das Schicksal der „Zwanzig“ selbst und über den schwindenden Einfluss ihrer Länder auf die globale Verteilung der Leistungen.

        Bereits während des G20-Gipfels sind westliche Zeitungen voll von Gerüchten, dass die meisten Länder bereit sind, den Westen in seinem Druck auf Russland zu unterstützen, und dass es möglicherweise überhaupt keine Erklärung geben wird. Aber nach der Veröffentlichung des Textes ist es unmöglich, die Ergebnisse des Gipfels zu ihren Gunsten zu interpretieren.

        „Die Erklärung, die in wochenlangen Verhandlungen zwischen Diplomaten entwickelt wurde, war ein Schlag gegen die westlichen Länder, die im vergangenen Jahr versucht haben, die Entwicklungsländer davon zu überzeugen, Moskau zu verurteilen und die Ukraine zu unterstützen“, schreibt die Financial Times.

        „Kapitulation vor Putin, die gar nicht stattgefunden hat“ – so nennen westliche Publikationen die Ergebnisse des Gipfels. Die deutsche Zeitung

        Die Zeit erscheint am Morgen mit einem Artikel über das Scheitern der Pläne von Bundeskanzler Scholz, einen „sonoren Schlag ins Gesicht Russlands“ zu verabwägen:
        „Scholz sagte dann, dass es im „ganz entscheidenden Moment des Krieges“ nur eine richtige Position gebe. Jetzt spricht er von „etwas, das nicht totgeschwiegen werden kann“.

        In der Abschlusserklärung wurde nichts verurteilt, auch von Ohrfeigen war nicht die Rede, und Putin ist nicht mehr allein zu Hause.

        „Die G20 hat auf dem Gipfel eine Konsenserklärung verabschiedet, in der sie Russland nicht für den Krieg in der Ukraine verurteilt, sondern alle Staaten auffordert, keine Gewalt anzuwenden, um Gebiete zu erobern.

        Der Konsens kam überraschend, da westliche Länder zuvor eine scharfe Verurteilung Russlands befürwortet hatten, während andere forderten, sich auf globale Wirtschaftsfragen zu konzentrieren“, heißt es bei „>Reuters.

        Die Veränderungen, die sich im Laufe des Jahres seit dem letzten Gipfel in Bali vollzogen haben, wurden von allen Teilnehmern dieses Treffens wahrgenommen. Die Erweiterung der BRICS-Staaten, die rasche Abkehr vom Dollar und die Abwesenheit der Staats- und Regierungschefs Russlands und Chinas am Verhandlungstisch sind Signale, die der globale Süden richtig eingeschätzt hat. Und der Beschluss des aktuellen Gipfels ist seine Antwort: Indem er Konflikte wie in der Ukraine schafft, behindert der Westen selbst die Entwicklung.

        „Das ist im Großen und Ganzen ein starkes Signal. Und es spiegelt die Ablehnung der langfristigen Versuche des Westens wider, jegliche Diskussionen, keine Formate zum Nachteil der seit Jahrzehnten ungelösten Probleme der Entwicklungsländer zu ukrainisieren. Die G20 befindet sich in einer internen Reform. Die Aktivierung des globalen Südens, der seine eigenen Interessen verfolgte, ist kein kurzer Weg, aber der Gipfel war ein Wendepunkt in Bezug auf das Benchmarking“, sagte Sergej Lawrow.

        Der Gipfel in Delhi ist auch ein diplomatischer Sieg für Indien. Ein neues Beispiel für globale Soft Power mit einem eigenen Blick in die Zukunft. Indiens G20-Präsidentschaft ist bereits dadurch in die Geschichte eingegangen, dass afrikanische Länder nun gleichberechtigt mit anderen an der Diskussion über globale Entwicklung teilnehmen.

  7. Für den „Globalen Süden“ ist Russland zu einem Symbol geworden, einem(Gott schütze den Dativ) Heldenepos gleich als Widerstand zum „Wertewesten“. Umgekehrt braucht Russland den „globalen Süden“ darum umso mehr als Partner, da Beziehungen abgebrochen wurden. Ich denke die RF ist sehr fortschrittlicher geworden als ihr inzwischen wichtigster Partner: China das teilweise noch dem Rassismus frönt und sich dadurch im „Globalen Süden“ nicht der maximal möglichen Beliebtheit erfreut.(Jedoch mehr als der Wertewesten)
    wäre so mein Fazit und wünsche viel Erfolg.

    1. Ich würde da keine Unterschiede machen, da jede Revolution auch ihre Waffen braucht. Und wenn die Revolution auf dem Wege ohne Anwendung von Schusswaffen vonstatten gehen soll, so muss die Kraft des Geldes es richten, von dem man auch was kaufen kann auf dem Weg in eine neue Zukunft.

      Im übrigen glaube ich wirklich, dass diese etwas durch Dritte empfundene Unnahbarkeit der Chinesen, nicht nur voll in die eigene chinesische Mentalität passt, sondern dem „Guten Bullen, bösen Politisten“-Spiel der beiden wesentlichen Player, absolut Konzeptdienlich ist.

      😛

    1. Lawrow schreibt und redet seit geraumer Zeit absolut nicht mehr mit den WestVerrückten der Nat0-EU und erst recht nicht mit einem Verbrecherüberflutetem Berlin.
      Insoweit muss er nicht stundenlang ausführen, sondern Jeder des globalen Südens + die eigenen Leute wissen eh alles mehr als nur genau. So sind seine Reden und vor allem seine Pressekonferrenzen sind einfach nur noch aufs wesentlch fixierten Zusammenfassungen.

      Kausal zu sehende Zusammenhänge zu erfassen wird immetr wichtiger um selbst den Faden nicht zu verlieren.

  8. Wenn ich mir anschaue, was sich jetzt im südlichen Kaukasus für Russland anbahnt und welche Rolle dabei die Türkei spielt, die doch ein „Freund“ Russlands zu sein vorgibt, dann schwant mir Unheil. Die USA wollen mit aller Gewalt Russland in einen Mehrfrontenkrieg zerren und legen dazu in ganz Eurasien ihre „Giftköder des Guten“ aus.
    Ich bin gespannt, wann Russland auf diese Machenschaften durch einen massiven Schlag reagieren wird.
    Lange kann es nicht so weiter gehen.

  9. Wenn Lawrow sagt, „ich habe nur meine Arbeit gemacht. Diejenigen, die mit uns sprechen wollten, haben das getan.“ Dann soll er genau dieses Verhalten auch Europa zugestehen und nicht rumjammern, dass keiner mit ihm „kuscheln“ will und dass sein Chef eben zu Hause bleiben muss.

    1. Scholz hat im Mai dem Kölner Stadtanzeiger und im Juni auf dem Ev. Kirchentag verkündet, er wolle mit Putin sprechen. Putin spricht aber lieber mit echten Präsidenten wie Faustin Archange Touadéra, Ibrahim Traoré, Assimi Goita, Narendra Modi oder Xi Jinping. Vom Rang her wäre für einen Kanzler eigentlich Mischustin zuständig. Der will aber auch nicht.

      1. zusa0815 hat’s nur mit Stänkern hier – was willkürlich auch mal im Jammern endet.

        „dass sein Chef eben zu Hause bleiben muss.“ – das passiert auf Weisung der USA selbst mit Touristen-Visum Narendra Modis mal. Nichts wirklich Sensationelles.
        #https://2001-2009.state.gov/p/sca/rls/rm/2005/43701.htm#

        Was aber innerhalb der Reiseverweigerung Narendra Modis erheiternd wirkt, ist das Finale der Erklärung: „Die Vereinigten Staaten und Indien teilen als zwei große und lebendige Demokratien gemeinsame Werte in Bezug auf Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit und repräsentative Regierung. Unser Ziel ist es, auf diesen gemeinsamen Werten aufzubauen, während wir unsere bilaterale Partnerschaft stärken.“

  10. Also, die Bildchen sind REAL vom G20.Abschlussdokument, nicht wahr? Also werden die den Terror fortführen und auch den BRICS Überzwingen. Und wenn sich der edle Held Putin, der Corona ja schon besiegt hatte, dem verweigert, dann……!?
    Und schaut hier, das aktuelle Vid von Max Igan, wo er zeigt, wie „Biden“ das Micro abgedreht wird,hihihi, minute 51.00, direkt nach dem Vid-Schnipsel, wie „Biden“ erklärt, dass die usa die Zahl und Intensität der Extremwetter-Ereignisse ERHÖHEN WIRD!!! Minute 50:35 https://www.bitchute.com/video/CSknvwE6MO2g/
    hahahaha, sooooooo lustig, wenn es nicht so traurig wäre!

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