Ukraine

Das vom Westen geschaffene Monster und ein Misserfolg auf Malta: Die Ereignisse des Wochenendes

Hier übersetze ich die Zusammenfassung der Ereignisse in und um die Ukraine des Wochenendes, wie sie in der russischen Nachrichtenagentur TASS veröffentlicht wurde.

Die russische Nachrichtenagentur TASS veröffentlicht fast jeden Abend eine Zusammenfassung der Ereignisse des Tages in und um die Ukraine. Ich versuche, möglichst jede Zusammenfassung zu übersetzen, auch wenn ich nicht garantieren kann, dass ich das jeden Tag leisten kann, zumal die Zusammenfassung mal am frühen Abend, mal spät in der Nacht erscheint.

Hier übersetze ich die Zusammenfassung des Wochenendes.

Beginn der Übersetzung:

Die Angst des Westens vor dem von ihm geschaffenen Monster und Gefangene in die Bergwerke: Die Entwicklungen rund um die Ukraine

Die Regierungen der westlichen Länder, die die Ukraine unterstützen, prüfen die Möglichkeit, den geheimdienstlichen Informationsaustauschs mit Kiew zu überarbeiten, da der ukrainische Geheimdienst seine Verbündeten nicht über seine Pläne informiert. Der Westen fürchtet sich vor dem Monster, das er in der Ukraine „erschaffen“ hat, so der russische Außenminister Sergej Lawrow.

Angesichts der hohen Verluste bei der sogenannten Gegenoffensive der ukrainischen Streitkräfte nehmen die Widersprüche zwischen dem Oberbefehlshaber Valery Saluschny und Präsident Vladimir Selensky zu, wie britische Medien berichten.

Die TASS hat einen Überblick über die Ereignisse rund um die Ukraine zusammengestellt.

Verlauf der Operation

  • Die russischen Streitkräfte haben ein Kommando- und Kontrollzentrum der ukrainischen Luftwaffe in der Region Kirowograd, ein Kommunikationszentrum in der Region Charkow, eine ukrainische Su-25 in der Region Cherson und eine MiG-29 in der Region Dnjeprpetrowsk getroffen.
  • Die russische Luftabwehr hat in zwei Tagen vier ATACMS-Raketen, zwei JDAM-Bomben und acht HIMARS-Granaten abgefangen und 80 Drohnen zerstört.
  • In den beiden Tagen verlor die Ukraine bis zu 1.140 Soldaten: 270 bei Donezk, 250 südlich von Donezk, 170 bei Krasnoliman, je 165 bei Cherson und Kupjansk und 120 bei Saporoschje.
  • Der Gegner verlor einen Panzer, 10 gepanzerte Fahrzeuge und drei Haubitzen.

Angriffe auf die Russische Föderation

  • In der Nacht zum 28. Oktober griff die Ukraine die Regionen Tula und Orel mit Drohnen an; alle Drohnen wurden von der Luftabwehr abgefangen. Die Ukraine beschoss das Gebiet Belgorod und schickte ebenfalls Drohnen mit Sprengstoff in die Region.
  • In der Region Cherson erhöht die Ukraine die Intensität der Kämpfe und versucht, den Fluss Dnjepr zu überwinden, aber die russischen Streitkräfte ergreifen Gegenmaßnahmen, so der stellvertretende Kommandeur des Regiments „Titan“ gegenüber der TASS.
  • Der Kommandeur der Angriffseinheit Dexter erklärte, dass die ukrainischen Streitkräfte bei der Überwindung des Dnjepr eine „Fleischangriffs“-Taktik anwenden, weil sie keine Ausrüstung verlegen können.

Treffen auf Malta

  • Auf Malta fand ein Treffen zwischen Kiew und den Partnern bei der Umsetzung der sogenannten Friedensformel von Präsident Wladimir Selensky statt. Die Ukraine meldete die Anwesenheit von Vertretern aus 66 Staaten und Organisationen.
  • Ägypten, China und die Vereinigten Arabischen Emirate nahmen – anders als bei den vorherigen Runden – nicht an dem Treffen teil, so eine diplomatische Quelle in Brüssel.
  • Diesmal nahmen jedoch Armenien, der Vatikan und Mexiko an dem Treffen teil.

Schwierige Beziehungen zum Westen

  • Die Verbündeten der USA befürchten, dass Washington nicht in der Lage sein wird, der Ukraine und Israel gleichzeitig zu helfen, berichtete Bloomberg. Der Gesprächspartner der Agentur merkte an, dass die USA vor der aktuellen Eskalation Ressourcen aus dem Nahen Osten in den „Kampf gegen Russland und China“ verlagert hätten. Gleichzeitig behauptet Washington, dass es in der Lage sein wird, beide Länder zu unterstützen.
  • Wegen des Mangels an Luftabwehrsystemen hat Kiew von Washington die Entwicklung so genannter „Franken-SAM-Systeme“ gefordert (benannt nach Frankensteins Monster aus Mary Shelleys Roman), die westliche und sowjetische Technologie kombinieren, berichtet die New York Times.
  • Das ukrainische Wirtschaftsministerium fordert mehr Waffen, um die Ziele der Ernährungssicherheit zu erreichen.
  • Westliche Regierungen erwägen eine Überprüfung des Informationsaustauschs mit der Ukraine, da die Taktiken des ukrainischen Geheimdienstes „wachsende Bedenken“ wecken, berichtet das Magazin The Spectator. Die ukrainischen Dienste informieren ihre Verbündeten nicht über geplante Operationen.
  • Der Westen fängt an, sich vor dem Monster zu fürchten, das er in der Ukraine „geschaffen“ hat, so der russische Außenminister Sergej Lawrow. „Selensky und seine Mitarbeiter gehorchen kaum noch“ und verlangen immer mehr, so der russische Außenminister.

Im Inneren des Landes

  • Nach dem Scheitern der ukrainischen Gegenoffensive kam es zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Selensky und dem Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Valery Saluschny, berichtet die britische Sunday Times.
  • Saluschny hält es für notwendig, die Offensivoperationen einzustellen und sich auf den Feldzug 2024 vorzubereiten, Selensky fordert die Fortsetzung der „Gegenoffensive“.

Die Pipeline schließen

  • Naftogas Ukrainy hat keine Pläne, den Vertrag über den Transit von russischem Gas nach Europa, der 2024 ausläuft, zu verlängern. „Der Vertrag wird enden, der Transit wird eingestellt“, betonte der Chef des Unternehmens Alexej Tschernyschow.

Arbeit im Bergwerk

  • Nach Angaben des ukrainischen Justizministeriums werden ukrainische Gefangene zur Arbeit in einem Bergwerk eingesetzt, weil es an Arbeitskräften mangelt. Die Energiesicherheit sei „in sicheren Händen“, versicherte Minister Denis Maliuska.

Ende der Übersetzung


Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

16 Antworten

        1. Ja, danke, sensationell gut, dies Video von Richard Medhurst. Werde es weiter leiten und empfehlen.

          Kleine technische Info: Wer RT nicht ganz normal über de.rt.com aufrufen kann, der muß *eventuell* nur die DNS Einträge in seinem Router anpassen. Diese DNS Einträge werden beim Anmelden des Routers am Netzwerk vom Anbieter dynamisch gesetzt. Manche deutsche Anbieter setzen aber zensierte DNS Server, die nicht alle Namen auflösen wollen. Man kann das einfach beheben, indem man selber einen unzensierten DNS im Router setzt. Folgende DNS Server lösen de.rt.com auf, was das Problem beheben sollte:

          1.1.1.1 Cloudflare
          8.8.8.8 Google
          8.8.4.4 Google
          77.88.8.8 Yandex

          Also einfach den DNS von Cloudflare oder Google setzen (Yandex ist langsamer) und fertig ist die Laube. Wenn nicht, dann würde ich mit Verweis auf unzulässige Beschneidung des Dienstes den Internet Anbieter wechseln.

      1. https://www.google.de/search?sca_esv=577675572&hl=de&q=weltkarte+club+of+rome+10+machtbereiche&tbm=isch&source=lnms&sa=X&ved=2ahUKEwjOoa-cvJyCAxURIMUKHe-nAnAQ0pQJegQICBAB&biw=1920&bih=955&dpr=1

        Leider kann ich Ihren Link weder mit Google noch mit Brave aufrufen. Der Link oben zeigt die Welt, eingeteilt in 10 Machtblöcke oder Königreiche, wie sie vom Club of Rome schon vor vielen Jahren geplant wurden. Im arabischen Block scheint es kein Israel mehr zu geben. Gibt es Übereinstimmungen mit der neuen Weltkarte, die Sie verlinkt haben?

      2. Bitte nur ansehen wenn emotional stabil
        https://myrotvorets.center/

        Ich frag mich immer wieder, was ist das? Warum sieht das niemand? Wenn das nicht grausam und rassistisch ist dann weiß ich auch nicht… nach sichtung dieser website hab ich mind 8h gebraucht bis mich wieder eingekriegt hab… das ist das wirklich Böse…. wie kann man nur so unhuman sein. Das ist das Monster was US Truppen geschaffen haben. SUB . Leute merkt ihr es noch? Das ist absolut würdelos und hat nichts mit Stärke zu tun. Wirkliche Stärke zeigt sich in Humanität, auch im Krieg. Wer andere „Abschlachtet“ ist kein Mensch und nicht viel mehr als ein Primat. Jeder der grenzenlosen Hass auslebt ist falsch auf dieser Erde. Nur weil man in der Lage ist andere zu erschießen, zu Foltern macht das keinen Schwanz größer , im Gegenteil zeigt nur was man für ein kleines Würstchen ist… kranke Scheiße… zusammen mit den Organhandeltheorien wird der Abgrund noch größer..

  1. Die Verbündeten der USA befürchten, dass Washington nicht in der Lage sein wird, der Ukraine und Israel gleichzeitig zu helfen, berichtete Bloomberg.

    Ja Full-Speck-Trum-Dominance halt. Es ist halt nur so ein Gefühl, wie man es sonst nur nach einem „All you can eat“-Special bei der Goldenen Möwe kennt.

    1. Das Video sollte man sich unbedingt anhören.-Das mit dem beabsichtigten Gasklau der Israelis ist besonders aufschlussreich. Danke für den Link. Wobei das „Monster“ den Gasvertrag mit Russland, der 2024 ausläuft, auch nicht verlängern will. Ich kann mich noch gut an die Medienhetze gegen Russland erinnern, wo die Gaspipeline in die Ukraine geschlossen wurde. – Daß die Ukraine die Gaslieferungskosten nicht bezahlt hatte, verschwieg die Lückenpresse mal wieder. Daß Israel selbst mitverdienen will im Gasgeschäft, zeigt ja auch die geplante Gaspipeline nach Europa, von USA und EU unterstützt. – Hier mal ein Link, gibt auch dbzgl jede Menge andere Artikel im Web. https://www.handelsblatt.com/politik/international/erdgasfoerderung-israel-zypern-und griechenland-planen-gaspipeline-durchs-mittelmeer/25363452.html

      1. Das Mittelmeer ist keine Ostsee. Aus dem Artikel von 2019: – « Wegen der großen Wassertiefen von bis zu 3000 Metern ist der Bau technisch schwierig und teuer. Manche Fachleute zweifeln an der Wirtschaftlichkeit der Pipeline, die etwa zehn Prozent zur Gasversorgung der EU beisteuern könnte. » – Zudem sind die Anforderungen zur Sicherung von unterseeischen Gasleitungen infolge der amerikanischen Sabotage unserer Leitung gestiegen, was Bau und Betrieb der EastMed Gasleitung weiter verteuern dürfte.

        Vor einem Jahr, vier Wochen nach der Nord Stream Sabotage, ein weiterer Artikel dazu im Handelsblatt: Alternative zu Russland? Eine Pipeline durchs Mittelmeer könnte neues Erdgas nach Europa bringen – 24.10.2022

        « Totgesagte leben länger – das zumindest hofft Alexandra Sdoukou für die geplante Pipeline Eastmed. „Das Projekt ergibt jetzt [nach der Eliminierung von Nord Stream und Rußland] wirtschaftlich und politisch mehr Sinn als je zuvor“, sagte die Generalsekretärin im griechischen Ministerium für Umwelt und Energie. Eastmed könnte Europa helfen, Lieferungen des Kremlkonzerns Gazprom durch Erdgas aus dem Mittelmeer zu ersetzen. »

        Die Zukunft wird teuer.

  2. Wieder interessante Verlustzahlen. Wir wissen natürlich wie immer nicht ob sie stimmen, aber sie passen ins Bild.

    Die hohen Infanterieverluste im Vergleich zu geringen Fahrzeugverlusten deuten darauf hin dass „die Luft raus“ ist, sich die mangelnde Unterstützungsbereitschaft des Westens zeigt und das Endspiel eine ekelhafte Mischung aus Volkssturm und Selbstmordangriffe gegen MG-Nester und Schlimmeres wie im ersten Weltkrieg wird.

    Bemerkenswert ist auch die MiG-29, die offensichtlich die beiden JDAMs abgeworfen hat. Das sind lenkbare Bomben („GBU“ – „guided bomb unit“) die ihren Vorteil der großen Reichweite nur ausspielen können, wenn sie aus großer Höhe abgeworfen werden.

    Also mußte die MiG (wohl alleine) so mindestens 5-10km hoch geflogen sein. In einem vom Gegner kontrollierten Luftraum. Das ist Selbstmord.

    Was widerrum psychologisch interessant ist. Militärpiloten rund um den Globus haben einen besonderen Status: Sie sind alle Offiziere. Jeder Schütze Arsch in der Infanterie hat einen Unteroffizier über sich, dann einen Feldwebel und schließlich einen Offizier.

    Der Pilot dagegen ist nur für sein Flugzeug verantwortlich. Denke ich um zuviele Ecken oder ist der Vergleich zu den japanischen Kamikaze angebracht? Falls dem so ist, müssen sich die Russen nochmal warm anziehen und auf die Kernkraftwerke aufpassen. Das wird wohl die letzte Offensive werden.

    Wem noch nicht schlecht ist empfehle ich den Schwarz-Weiß-Film „Paths of Glory“ (1957, Kirk Douglas, deutschen Titel kenne ich leider nicht), wo sehr deutlich aufgezeigt wird wie hochrangige militärische Entscheidungen nicht getroffen werden sollten.

    1. Apropos Kirk Douglas: „Kirk Douglas wurde als Isser (Izzy) Danielovich[a] in Amsterdam[en], New York, geboren und war das vierte Kind einer jüdischen Familie[12]. Seine Eltern Hershl Danielovich (1884-1954) und Bryna Danielovich (geb. Sangrel; 1884-1958)[13] stammten aus der Stadt Chausy, Provinz Mogilev[14][15]. Sie emigrierten 1910, zwei Jahre nach ihrer Heirat, in die Vereinigten Staaten. Iser war der einzige Junge; neben ihm wuchsen sechs Mädchen in der Familie auf. Später änderten die Eltern den Familiennamen und amerikanisierten die Namen zu Harry und Bertha Demsky[16].“
      Diese Leute kamen aus einer energetisch gesegneten Heimat, wo sie anscheinend nicht zurecht kamen, und trugen ihre Emotionen und inneren Bilder in die Welt. Etwas hat gefruchtet von dem was sie in sich trugen, denn offenbar verwirklicht sich etwas ihrer „Prophezeiungen“ in der alten Heimat, getrieben von Geld und Waffen aus der neuen Heimat (USA). Zumindest interessant…

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