Geopolitik

Das Treffen von Putin und Kim Jong-un und wie die internationale Presse darüber berichtet hat

Der russische Präsident Putin und der nordkoreanische Staatschef Kim Jong-un haben sich in Russland getroffen. Über den Inhalt der Gespräche ist nicht viel bekannt, daher spekuliert die internationale Presse darüber.

Über das, was Putin und Kim Jong-un bei ihrem Treffen im russischen Fernen Osten während ihres etwa fünfstündigen Treffens besprochen haben, ist praktisch nichts bekannt geworden. Die Pressemeldung mit den Erklärungen der beiden Staaten ist ausgesprochen allgemein gehalten, weshalb die internationalen Medien und Analysten natürlich darüber spekulieren, was die beiden besprochen und beschlossen haben könnten. Ich werde hier zunächst die Pressemeldung des Kreml über die Erklärungen der Staatschefs, die sie im Zuge des Treffens abgegeben haben, übersetzen, anschließend übersetze ich eine Zusammenfassung der russischen Nachrichtenagentur TASS über die Reaktionen internationaler Medien.

Beginnen wir mit der Pressemeldung des Kreml.

Beginn der Übersetzung:

Das offizielle Abendessen zu Ehren von Kim Jong-un, dem Vorsitzenden der Staatlichen Angelegenheiten der Demokratischen Volksrepublik Korea

Wladimir Putin: Verehrter Genosse Vorsitzender! Liebe Freunde!

Erlauben Sie mir noch einmal, unsere lieben Gäste, den Genossen Kim Jong-un, und alle koreanischen Genossen herzlich willkommen heißen.

Ich erinnere mich noch gut daran, wie wir bei unseren Gesprächen 2019 in Wladiwostok einen Meinungsaustausch über die Entwicklung unserer Beziehungen und über die damalige internationale Agenda geführt haben. Auch Ihr jetziger Besuch findet in einer wirklich kameradschaftlichen, freundlichen, und wohlwollenden Atmosphäre statt. Wir haben ein umfangreiches Programm, das nicht nur den Besuch des Kosmodroms von Wostotschny vorsieht, sondern auch Besuche bei anderen wichtigen High-Tech-Clustern, Industrieunternehmen und Innovationszentren im Fernen Osten Russlands.

In diesem Jahr begehen Russland und die Demokratischen Volksrepublik Korea ein bedeutendes Jubiläum: 75 Jahre seit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen. Die Sowjetunion war die erste, die die junge Demokratische Volksrepublik Korea anerkannt hat. Unsere Beziehungen wurden während des koreanischen Freiheitskampfes im Jahr 1945 aufgenommen, als sowjetische und koreanische Soldaten Schulter an Schulter gegen die japanischen Militaristen kämpften.

Heute bemühen wir uns, die Bande der Kameradschaft und der guten Nachbarschaft zu stärken, indem wir im Namen des Friedens, der Stabilität und des Wohlstands in unserer gemeinsamen Region handeln.

Sie, Genosse Kim Jong-un, folgen fest und zuversichtlich dem Kurs, den hervorragende Staatsmänner vorgegeben haben: der Gründer der Demokratischen Volksrepublik Korea, Kim Il-sung, und sein Nachfolger, Genosse Kim Jong-il. Sie waren aufrichtige und wahre Freunde, konsequente Verfechter des Aufbaus engster Beziehungen und Bindungen zwischen unseren Ländern.

In Korea gibt es ein Sprichwort: Kleider sind gut, wenn es neue Kleider sind, aber ein Freund ist gut, wenn er ein alter Freund ist. Und unser Volk sagt: Ein alter Freund ist besser als zwei neue. Diese Volksweisheiten sind voll und ganz auf die heutigen Beziehungen zwischen unseren Ländern anwendbar.

Ich möchte einen Toast aussprechen auf die weitere Stärkung der Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen unseren Ländern, zwischen der Russischen Föderation und der Demokratischen Volksrepublik Korea, auf das Wohlergehen und den Wohlstand unserer Völker und auf die Gesundheit des Genossen Präsidenten und aller Anwesenden.

Kim Jong-un: Ich freue mich sehr, dass ich nach vier Jahren und fünf Monaten die Gelegenheit hatte, die Russische Föderation zu besuchen und mich mit Präsident Putin zu treffen, und dass wir nun an diesem bedeutsamen Ort versammelt sind, der von einem Gefühl aufrichtiger kameradschaftlicher Freundschaft erfüllt ist.

Gestatten Sie mir zunächst, Ihnen, Genosse Putin, meinen aufrichtigen Dank dafür auszusprechen, dass Sie uns trotz Ihres vollen Terminplans und der Leitung aller Staatsangelegenheiten freundlich eingeladen haben und uns Ihre herzliche Gastfreundschaft gewähren. Mein Dank gilt auch den Personen aus dem [föderalen] Zentrum und aus den Regionen des Fernen Ostens, die große Anstrengungen unternommen haben, um unseren Besuch in Russland zu einem Erfolg zu machen.

Ich nutze diese Gelegenheit, um dem gesamten russischen Volk, das sich für die historische Aufgabe des Aufbaus eines starken Russlands und für die zuverlässige Verteidigung der strategischen Interessen des Staates eingesetzt hat, die Kampfesehre des koreanischen Volkes und herzliche brüderliche Grüße zu übermitteln.

Genossen, unser heutiger Besuch fällt in eine Zeit, in der sich der Kampf zwischen Fortschritt und Reaktion, Gerechtigkeit und Ungerechtigkeit auf der internationalen Bühne heftig entfaltet und der Prozess der Multipolarität der Welt dank des gemeinsamen Willens und der vereinten Kraft unabhängiger Kräfte energisch voranschreitet.

Der Genosse Putin und ich haben soeben die militärische und politische Lage auf der koreanischen Halbinsel und in Europa eingehend erörtert und wir sind zu einem zufriedenstellenden Konsens über die weitere Verstärkung der strategischen und taktischen Zusammenarbeit, der Unterstützung und der Solidarität im Kampf zur Verteidigung des souveränen Rechts auf Sicherheit und zur Schaffung von Garantien für einen dauerhaften Frieden in der Region und in der Welt gelangt. Wir sind sicher, dass die russische Armee und das russische Volk einen großen Sieg in dem heiligen Kampf erringen werden, um die Anhäufung des Bösen zu bestrafen, das Hegemonieansprüche erhebt und expansionistische Illusionen trägt, und um ein stabiles Umfeld für die Entwicklung zu schaffen.

Der Ausbau und die Entwicklung der russisch-koreanischen Beziehungen der Freundschaft und Zusammenarbeit liegen nicht nur voll im Interesse der Völker beider Länder, sondern sind auch ein Erfordernis der nach Eigenständigkeit strebenden Modernität. Ich werde mit dem Präsidenten [der Russischen Föderation] zusammenarbeiten, um stabile, zukunftsorientierte russisch-koreanische Beziehungen für eine lange Zeit aufzubauen und auf dieser Grundlage den Aufbau eines starken Staates in beiden Ländern und die Verwirklichung wahrer internationaler Gerechtigkeit energisch zu fördern.

Vom ersten Augenblick meiner Ankunft auf russischem Boden an habe ich den Kampfgeist und die brodelnde Realität gespürt und aus erster Hand die bedeutenden Errungenschaften des russischen Volkes beim Aufbau eines starken, modernen Russlands unter der richtigen Führung von Genosse Putin erlebt.

Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass die heldenhafte russische Armee und das heldenhafte russische Volk, die in glänzender Weise die Traditionen des Sieges übernommen haben, die unschätzbare Würde der Ehre an zwei Fronten, der Militäroperation und dem Aufbau eines starken Staates, selbstbewusst unter Beweis stellen werden.

Abschließend möchte ich meine Zuversicht zum Ausdruck bringen, dass unser heutiger Besuch ein wichtiger Moment für die weitere Entwicklung und Umwandlung der traditionellen koreanisch-russischen Freundschaftsbeziehungen in die unverbrüchlichen Beziehungen einer strategischen Zusammenarbeit sein wird.

Ich möchte das Glas auf die gute Gesundheit des ehrenwerten Präsidenten der Russischen Föderation, des Genossen Wladimir Wladimirowitsch Putin, erheben! Auf die neuen Siege des großen Russlands, auf die kontinuierliche Entwicklung und Stärkung der koreanisch-russischen Freundschaft und auf die Gesundheit aller hier anwesenden Genossen!

Ende der Übersetzung

Ich habe diese nichtssagende Erklärung des Kreml bewusst vollständig veröffentlicht, um zu demonstrieren, wie wenig die offiziellen Seiten über den Inhalt der Gespräche der Staatschefs veröffentlicht haben.

Kommen wir nun zur Zusammenstellung der Reaktion der internationalen Medien, die die russische Nachrichtenagentur TASS veröffentlicht hat.

Beginn der Übersetzung:

„Die Welt hat dieses Treffen mit angehaltenem Atem verfolgt“: Ausländische Medien über das Treffen zwischen Putin und Kim Jong-un

Der nordkoreanische Staatschef bezeichnete die Beziehungen zu Russland als die höchste Priorität für Pjöngjang

Der russische Präsident Wladimir Putin und der nordkoreanische Staatschef Kim Jong-un trafen sich am 13. September auf dem Kosmodrom Wostotschny in der Region Amur. Das erste Gipfeltreffen seit vier Jahren dauerte mehr als fünf Stunden. Die Staatschefs besprachen die bilateralen Beziehungen sowie die wirtschaftliche, humanitäre und weltraumbezogene Zusammenarbeit.

USA

The Washington Post: „Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong-un bezeichnete die Beziehungen zu Russland als seine höchste Priorität und sagte Präsident Wladimir Putin bei ihrem ersten Treffen seit vier Jahren im russischen Fernen Osten seine volle Unterstützung zu… Für Kim Jong-un könnte Russland ein wirtschaftlicher Retter sein. Nordkorea hat nach der Isolation während der Pandemiezeit und den jahrelangen Sanktionen des UN-Sicherheitsrats und des kollektiven Westens gegen Pjöngjang mit finanziellen Schwierigkeiten und Nahrungsmittelknappheit zu kämpfen.“

USA Today: „Die Gespräche zwischen Kim Jong-Un und Putin im Kosmodrom Wostotschny dauerten vier bis fünf Stunden, wie russische Medien berichteten. Die Gespräche boten Kim Jong-Un die Gelegenheit, sich nach Jahren hartnäckiger internationaler Sanktionen auf der Weltbühne zu präsentieren. … Die UNO hat wegen der Entwicklung von Atomwaffen fast ein Dutzend Sanktionsresolutionen gegen Nordkorea verabschiedet. Putin sagte, dass die Länder im Verkehrswesen und bei anderen Projekten zusammenarbeiten sollten und dass Russland Nordkorea bei der Entwicklung der Landwirtschaft helfen könnte. Auf die Frage nach der militärischen Zusammenarbeit räumte Putin ein, dass es „gewisse Einschränkungen gibt, die Russland respektiert“.

BRASILIEN

O Globo: „Das lang erwartete Treffen zwischen Wladimir Putin und Kim Jong-un, das auf dem Kosmodrom Wostotschny im Fernen Osten Russlands stattfand, endete mit dem Versprechen einer ewigen Zusammenarbeit zwischen Pjöngjang und Moskau. Die Staatschefs tauschten in freundschaftlicher Atmosphäre freundliche Erklärungen aus und bekundeten ihre Bereitschaft, gemeinsam ein Weltbild zu akzeptieren, das sich vor allem gegen den Westen richtet.“

SPANIEN

El País: „Pjöngjang versucht, seine Beziehungen zu Russland zu intensivieren, während Südkorea, die USA und Japan ihre Sicherheits- und Verteidigungszusammenarbeit ausweiten.“

CHINA

Global Times: „Der russische Präsident Wladimir Putin und der nordkoreanische Staatschef Kim Jong-un trafen sich auf dem Kosmodrom Wostotschny in der Region Amur. Experten zufolge werden die beiden Länder wahrscheinlich ihre Zusammenarbeit im Bereich der Raketentechnologie verstärken… Nordkorea ist es in diesem Jahr zweimal nicht gelungen, einen Aufklärungssatelliten zu starten… Russland ist ein Land mit fortschrittlicher Technologie… Wegen der Ukraine-Krise und der Nuklearfrage auf der koreanischen Halbinsel sehen sich Russland und Nordkorea nun mit schweren Sanktionen und Drohungen des US-geführten Westens konfrontiert… Es sind Washington und seine Verbündeten, die Moskau und Pjöngjang zur Annäherung gedrängt haben.“

TÜRKEI

Hurriyet: „Die Schritte von Nordkorea und Putin haben die Aufmerksamkeit aller auf Russland gelenkt. Die Welt hat dieses Treffen mit angehaltenem Atem verfolgt. Putin hat deutlich gemacht, dass beide Seiten bereit sind, alle Themen zu besprechen. Und der nordkoreanische Staatschef hat im Zusammenhang mit dem Konflikt in der Ukraine deutlich gemacht, dass sein Land den „heiligen Kampf“ Russlands uneingeschränkt und bedingungslos unterstützt.“

JAPAN

Asahi Shimbun: „Das Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und dem nordkoreanischen Staatschef Kim Jong-un – das erste seit viereinhalb Jahren – fand auf dem Kosmodrom im Fernen Osten statt… Die beiden Staatschefs scheinen die Idee zu teilen, die Zusammenarbeit in einem breiten Spektrum zu fördern, einschließlich der militärischen Zusammenarbeit.“

INDIEN

Hindu: „Das Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Putin und dem nordkoreanischen Staatschef Kim Jong-un unterstreicht die Übereinstimmung ihrer Interessen angesichts der wachsenden Konfrontation mit den USA… Das Treffen begann mit einer Besichtigung des Kosmodroms Wostotschny, bei der Kim Jong-un einen russischen Raumfahrtbeamten mit Fragen über Raketen löcherte.“

ÄGYPTEN

Sada al-Balad: „Die beiden Staatsoberhäupter sprachen über Fragen der regionalen Sicherheit und der bilateralen Zusammenarbeit sowie über das nordkoreanische Atomprogramm. Mit dem Besuch Kim Jong-uns sollen mehrere Ziele erreicht werden, darunter die Stärkung der Beziehungen zu Russland, das als historischer Verbündeter und Nachbar Nordkoreas gilt, und die Gewinnung von dessen Unterstützung angesichts des internationalen Drucks und der Sanktionen. Darüber hinaus wollten beide Seiten Möglichkeiten der Zusammenarbeit in Bereichen wie Handel, Energie, Lebensmittel und Medizin ausloten… Länder wie China, Iran und Venezuela begrüßten den Besuch als Gelegenheit, die Zusammenarbeit und den Dialog zwischen Staaten, die unter dem Druck internationaler Sanktionen stehen, zu verstärken… Russland und Nordkorea betonten die Bedeutung des Ausbaus der Beziehungen im politischen, wirtschaftlichen und humanitären Bereich, insbesondere angesichts der Herausforderungen, denen sie gegenüberstehen.“

Ende der Übersetzung


Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

37 Antworten

  1. Eine stolze Partnerschaft zwischen Russland un Nordkorea. Es tut gut zu sehen dass sich grossartige Landesvertreter wie Kim Jon Un für eine Nazi-freie Zukunft Europas einsetzen. Scholz und co. sollten sich an Kim ein Beispiel nehmen.

    1. @Winfriedrich
      „stolze Partnerschaft zwischen Russland un Nordkorea. Es tut gut zu sehen … ein Beispiel nehmen!“

      Tisch-Stau: Unversehens fünf Lupen … auf meinem Tisch, um ‚vollen Text‘ (im obigem) zu erkennen. Bei Ihrem ‚treuem‘ Zweizeiler – braucht es dagegen keine Lupe.

      Ich vermute: Röper hat sich mit diesem sinnlosem Glossum einen kleinen Jux am frühen Abend gemacht. Spannend: Merkt’s WER?

      Merke: man muss AUCH nicht alles kommentieren. Ich mach’ es AUCH /nicht!

            1. @Rosendorn – Archiv vom Anti-Spiegel?

              bitte ich um pardon für oberflächliche Aussage von mir. Das Archiv ist in diesem Falle, mein spezielles Gedächtnis. Ein Archiv im Materiellen kenne ich hier nicht.

      1. patria.novaya_siempre sagt:
        14. September 2023 um 21:53 Uhr

        Ich vermute: Röper hat sich mit diesem sinnlosem Glossum einen kleinen Jux am frühen Abend gemacht. Spannend: Merkt’s WER?

        Merke: man muss AUCH nicht alles kommentieren. Ich mach’ es AUCH /nicht!
        ___________________________________________________

        Ja Mensch, dann halten sie doch einfach die Klappe und beleidigen hier mit ihrem Tinnef nicht nur den Autor…

  2. LOL Spekulationen über Spekulationen…

    Der Mann ist vom KGB und was hat er nochmal über Geheimnisse gesagt?

    Wie auch immer, mich juckt es heute abend ein wenig in meinen Fingern und bevor ich mir Dimas Gutenachtgeschichte reinpfeife will ich mal eine steile Prognose abgeben…

    Also die 5 Stunden Intensivarbeit waren wohl kaum vergleichbar mit einer BungaBunga-Party auf Sardegna meine Freunde.
    Da ging es vermutlich um „Sicherheitsgarantieen“ und die bekommt man nur mit nachhaltigen Argumenten in Form von Mr.Kinshal und co.
    Ich gehe daher davon aus, das Kim Putin um ein paar dieser Waffen gebeten hat und Putin diesem zustimmte im Gegenzug für….
    Was Putin von Kim hätte wollen wollen, will mir momentan partout nicht einfallen. Aber es ging bestimmt um etwas, was mit Sicherheitsgarantieen vereinbar ist.

    Vielleicht kommen ja noch ein paar tolle Ideeen von euch. Nacht!

  3. Naja, wirklich nichtssagend finde ich die Erklärung des Kreml nicht.
    Man kann es als Austausch von Höflichkeiten sehen (öffentlicher Teil), aber selbst
    dieser demonstriert, dass Intrigenversuche scheitern werden. Nordkorea und die RF
    nehmen die obersten Podestplätze ein, wenn es um ganz pöhse Diktatoren geht und
    diese mit möglichst viel Dreck vom Westen beworfen werden. Der Hinweis auf den
    japanischen Überfall sollte nicht übersehen werden. Auch in Südkorea ist noch etwas
    kollektives Gedächtnis übrig geblieben, was einen militärischen Schulterschluss mit
    Japan nicht gerade vereinfacht, was die Amis aber unbedingt wollen.
    Vielleicht realisieren sich mehr Südkoreaner, welchem Abschaum sie erlauben in
    ihrem Land Militärbasen und Manöver zu halten und wer wirklich Kriegsgeil ist.

    1. Die Erklärung ist sehr vielsagend. Teil einer grundsätzlichen Umorientierung. Erinnert sei daran, daß auch ein anderes Bruderland der Russen, Burkina Faso, sich an Nordkorea hält und daß der Präsident Traoré in Petersburg eine sehr ähnliche Rede gehalten hat wie Kim Jong-Un und Putin zusammen.

      Kim hatte Putin bereits 100000 Soldaten angeboten. Das war eher eine Geste als unmittelbar praktikabel. Daß nun die Einzelheiten nicht in alle Welt hinausposaunt werden, ist auch vielsagend. Es steht eine vollständige Zusammenarbeit Nordkoreas und Rußlands auf allen Gebieten an. Diese „Reserviertheit“ Rußlands gegenüber Nordkorea, mit Rücksicht auf den Ruf im Westen, ist Vergangenheit. Rußland wird auch keine UNO-Sanktionen gegen Nordkorea mehr mittragen oder verlängern.

    2. Man sollte dieses Treffen nicht Über-noch Unterbewerten. Auf die Realität kommt es an.
      Überbewerten drückt sich im Ausdruck von Wunschdenken aus, wie zum Beispiel
      паровоз ИС20 578, Reden von anderen Staatsmännern in eine mögliche Ausschaltung der Realität mit einschließt.

      Um DIE REALITÄT zu bewerten, sollte man sich einen Überblick verschaffen. Erst dann steht man vor der „Quadratur des Kreises“ die Putin überwinden muss, um weltweit auch weiterhin glaubwürdig zu bleiben in den Ländern, welche an das Russisch-Chinesische Projekt zur Installation einer neuen Weltordnung glauben und die eigenen Taten danach beginnen auszurichten.

      Putins Aufgabe im übertragenem Sinn zur Quadratur des Kreises ?
      Die Aufgabe besteht darin, aus einem gegebenen Kreis in endlich vielen Schritten ein Quadrat mit dem gleichen Flächeninhalt zu konstruieren.

      Und die Realität sieht nun mal so aus, dass 9 (neun) EINSTIMMIG vom Sicherheitsrat der UN beschlossenen Resolutionen die Handlungsfähigkeit Russlands arg einschränken.

      https://www.armscontrol.org/factsheets/UN-Security-Council-Resolutions-on-North-Korea#:~:text=Resolution%201874%20was%20unanimously%20adopted%20by%20the%20UN,full%20text%20of%20Resolution%201874%20is%20available%20here.

      Was sehe ich in dem Artikel von Thomas Röper?

      Er fasst lediglich die offizielle russische -nach aussen getragene Position- vor. Dies in Verbindung einiger wichtiger Länder die maßgeblich die Installation eines neuen weltumspannenden Umgangs MITEINANDER.
      Demnach wird durch Thomas Röper sein eigener Artikel sicherlich als Start-Artikel angesehen und wird sich intensiv mit der Materie zu beschäftigen.

      Menschen mit eingeschränktem Horizont, die solche Statements ablassen wie :
      Zitat patria.novaya_siempre : {{ Ich vermute: Röper hat sich mit diesem sinnlosem Glossum einen kleinen Jux am frühen Abend gemacht. Spannend: Merkt’s WER?}} sollte man einfach übersehen.

      NATÜRLICH ist das ein ganz spannender Augenblick in der Geschichte. Noch viel spannender wird es sein, wie die RUSSEN UND CHINESEN eben , um aufs Beispiel der Quadratur des Kreises zurück zu kommen, wie man nun aus dem auch selbst gestrickten Kreis herauskommt und trotzdem das gleiche Ergebnis behält .

      @паровоз ИС20 578
      Die GRUNDSÄTLICHE Umorientierung läuft. Beide, die Russen und Chinesen werden keine weiteren UNO-Sanktionen mittragen oder verlängern, Völlig richtig. Nur sind nun mal Sanktionen zur Auflösung derselben nicht zeitlich begrenzt, sondern an das Erreichen gewisser Ergebnisse gebunden.

      Wie man da rauskommt? Wir werden es erleben.

      1. Es gab grundsätzliche Bedenken dagegen, daß immer mehr Länder Atomwaffen haben. Andererseits kennen die Russen den Gegner nun etwas besser und verstehen den Sinn der nordkoreanischen Bomben besser. Und in Rußland wird die Ansicht stärker, daß das Mittragen der UNO-Sanktionen Verrat an einem alten Freund gewesen sei und Kriecherei, um dem Westen zu gefallen, der so etwas nicht wert sei.

        Das weitere ist ein längerer Prozeß. Für den Anfang müssen die Möglichkeiten der Zusammenarbeit ausgeschöpft werden, die trotz der Sanktionen möglich sind, und Mechanismen für eine Umgehung mit einigermaßen legalen Mitteln. Also bis in die „Grauzone“, aber ohne offenen Bruch.

    1. Was wird denn unter 111 Trillionen Augenpaaren, daneben 75 Prozent Schwund bei Fluginsekten und im von ‚hunderttausenden Kilometern‘ Umkreis gesprochen werden … außer deutsch? … Luxemburgisch?

  4. ….Russland und China sind Anrainer von Nordkorea.. …da bietet sich natürlich auch eine wirtschaftliche Zusammenarbeit an.. …vielleicht hilft es Nordkorea, das Land bei einer Modernisierung voranzubringen ??.. …Russland und China, sind ja Bsp. wie man ein Land sehr positiv verändern kann.. ..China ist die grösste produzierende VW der Welt (in 40 Jahren geworden) und Russland, nach dem Zusammenbruch, in 23 Jahren wieder auferstanden.. 😎

        1. „Die schieben ständig 152mm über Grenzen!“- sagt britischer öffentlich-rechtlicher Geheimdienst.

          Er (dienst) hält sich an Programmgrundsätze: objäktiv, unabhengig, multipu-lural, was duhngle Mechte wie 300 und 550 zwar verunsichern aber nicht sabbottjieren könne.

          1. …ist nun mal so… …ALLES hat eine „Haltbarkeitsdauer“, ob Käse oder 152 mm Granaten ??.. …auch der Mensch.. …heute auf einem ALDI – Parkplatz, zufälli Zeuge geworden, wie ein älterer Mann, ca. 60 einer ebenso älteren Dame erzählt hat, „..seit der Impfung, geht es mir immer schlechter.. ..habe ständig irgendwelche Krankheiten, Kurzatmigkeit, Erschöpungszustände, Geschwüre usw..“.. …er sagte noch zu der Frau.. „…eigentlich bin ich reif für die Kiste !!“.. ..sehen sie, DER kommt seinem „Verfallsdatum“ auch näher.. ..kenne noch einige mehr !!..😎😈

    1. Naja, NK schließt gegen Japan ab. Das wird helfen, wenn der Ukrainekrieg endet und der Chinesische Krieg startet. Ansonsten wird eine wirtschaftliche Entwicklung dort weder groß helfen noch stören, vielleicht aber politisch stabilisieren.

  5. Die Nordkoreaner bauen eine Schnelleisenbahn mit der kann man in einem Jahr 560 Tage zurücklegen . Die will Putin haben, dann kann er den 100.000 km entfernten Westen in 360° überholen (frei nach Annalenchen).

    1. fritzchen, fritzchen, fritzchen!
      Sie mischen sich hier in klar definierte Weltpolitik! (das ‚360-frei nach …nchen‘ wird Ihnen kein Deutsches Strafgericht als milderen Umstand anerkennen) … Schnelleisenbahn kann auch Deutsches Strafgericht … 560 Tage?
      tsähtsäh.tsäh.

  6. Das Treffen war zu erwarten und m.E. angesichts des zunehmenden Gebells westlicher Bastarde und Bitches auch schon lange überfällig. Und wer als Ungegimpfter seine Feinsinnigkeit noch nicht verloren hat (die Anderen kann man schon lange vergessen), konnte aus den Reden durchaus schon heraushören, welche gemeinsamen Themen erörtert wurden – ansonsten kann man sich’s auch denken.

  7. Nach dem Treffen von Biden mit dem südkoreanischen und japanischen Staatsoberhäuptern ist das die Antwort. Ist doch wirklich nicht schwer zu verstehen. Insbesondere wenn man den Meeting Ort in Betracht zieht – es ging um militärische Themen und Garantien im Falle eines Überfalls des Westens.
    Der kollektive Westen steht mit der Entdollarisierung und dem Wechsel zu einer multipolaren Welt vor dem Zusammenbruch… Gestern noch gab es wieder in D eine Testwarnmeldung auf alle Handys. Sowelche Dinge passieren nicht zufällig. Anscheinend stehen wir vor einem neuen Weltkrieg…

  8. Jong Un und Wladimir Wladimirowitsch haben doch recht klar gesagt, was sie wollen und was sie machen. Die Ansagen waren nach meiner Überzeugung recht deutlich. Die angekündigte militärische Zusammenarbeit könnte auch eine Westverlegung von nordkoreanischen Truppen um 10.000 km beinhalten.

  9. Ich würde meinen nächsten Urlaub gerne in Nordkorea verbringen, um mir einmal einen direkten Eindruck davon zu machen, ob das Land tatsächlich die Hölle auf Erden ist, wie es im Westen dargestellt wird, oder die Utopie, die Kim Jong-Un darin sieht.
    Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit irgendwas dazwischen — aber was genau?

  10. Sicher bei solchen Treffen werden oft viele Nettigkeiten ausgetauscht. Wobei i,,er wichtig ist auf die Zwischentöne zu achten!
    Für den Westen war das Ganze natürlich ein Afront. Ja Russland würde damit gegen UN- Resolutionen verstoßen bis hin zu ja Nordkorea hat ja noch Munition aus Sowjetzeiten udgl.. Das heißt auf das Endergebnis kommt es an!
    Nun hat Russland genug Munition für den Krieg gegen die Ukraine!
    Bei einem Besuch von Außenminister Genscher bei J. Baker USA sagte Genscher der Westen hätte nicht die Absicht die Nato weiter Richtung Osten auszudehnen. (Weltspiegel ARD). Dies hat man Monate später schon wieder vergessen gehabt!

    Jetzt schreit natürlich Fr. Baerbock am lautesten, als Nachfolgerin von Außenminister Genscher. Hofft da Jemand das wir alle Demenz haben und dies längst vergessen haben?

    1. Bevor die CDU mit Merkel das erste Mal die Kanzlerin stellte machte diese Partei Werbung damit, dass es mit ihr keine Mehrwertsteuererhöhung geben wird. Kaum war die Wahl gewonnen und Merkel Kanzlerin, wurde die Mehrwertsteuer von 16 auf 19% angehoben. Ins kollektive Bewusstsein der Deutschen ging das nicht ein. So konnte diese Kanzlerin mit ihrer Partei die Deutschen 16 Jahre über den Tisch ziehen. Und hinterher hatte wieder niemand was davon gewusst und überhaupt gar keine/r diese Partei gewählt.

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