Beschuss von Lugansk mit Storm Shadow und Selenskys Reise: Die Ereignisse des 13. und 14. Mai
Hier übersetze ich die Zusammenfassung der Ereignisse in und um die Ukraine des 13. und 14., wie sie in der russischen Nachrichtenagentur TASS veröffentlicht wurde.
Die russische Nachrichtenagentur TASS veröffentlicht fast jeden Abend eine Zusammenfassung der Ereignisse des Tages in und um die Ukraine. Ich versuche, möglichst jede Zusammenfassung zu übersetzen, auch wenn ich nicht garantieren kann, dass ich das jeden Tag leisten kann, zumal die Zusammenfassung mal am frühen Abend, mal spät in der Nacht erscheint.
Hier übersetze ich die Zusammenfassung vom 13. und 14. Mai.
Beginn der Übersetzung:
Kämpfe bei Artjomowsk, Beschuss von Lugansk und die Reise von Selensky: Die Lage rund um die Ukraine
Das russische Militär hat „massive Versuche“ der ukrainischen Streitkräfte zurückgeschlagen, nördlich und südlich von Artjomowsk (ukrainischer Name: Bachmut) durchzubrechen, wobei auf russischer Seite zwei Oberste getötet wurden. Das teilte das russische Verteidigungsministerium am Sonntag vor Journalisten mit.
Darüber hinaus wurden am 13. und 14. Mai Angriffe auf ukrainische Militärdepots, der Beschuss von Lugansk mit britischen Storm Shadow Marschflugkörpern und die Reise des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selensky in europäische Länder bekannt.
Doe TASS hat die wichtigsten Entwicklungen rund um die Ukraine in den letzten zwei Tagen zusammengestellt.
Verlauf der Operation
Die ukrainischen Streitkräfte haben „massive Versuche unternommen, die russischen Verteidigungsanlagen nördlich und südlich von Artjomowsk zu durchbrechen“, aber alle ihre Angriffe wurden zurückgeschlagen, so das russische Verteidigungsministerium am Sonntag. Das Ministerium hob den Mut und den Heldenmut der Soldaten der 4. und 200. motorisierten Schützenbrigade sowie der 6. motorisierten Schützendivision hervor.
Zwei russische Obersten, Wjatscheslaw Makarow, Kommandeur der 4. motorisierten Schützenbrigade, und Jewgeni Browko, stellvertretender Kommandeur des Armeekorps für militärische und politische Arbeit, wurden bei der Abwehr der ukrainischen Angriffe getötet.
Insgesamt hat Kiew nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums in der Nacht bei Soledar-Artjomowsk mehr als 400 Tote und Verwundete und 12 Panzer und 18 Schützenpanzer verloren. Im Laufe des Vortages beliefen sich die ukrainischen Verluste bei Donezk, wo Artjomowsk und Soledar liegen, nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums auf mehr als 285 Tote, zwei Panzer, drei Schützenpanzer und drei Panzerartillerieeinheiten.
In den anderen Abschnitten – Kupjansk, Krasnolymansk, Juschnodonezk und Saporoschschje sowie Cherson – verlor das ukrainische Militär nach Angaben des russischen Ministeriums in den beiden Tagen mehr als 720 Mann und über 50 Fahrzeuge, darunter 7 selbstfahrende Artillerieeinheiten. Darüber hinaus wurde ein ukrainischer Mi-8-Hubschrauber in der Nähe von Kupjansk und ein Su-27-Kampfjet über dem Gebiet der Donezker Volksrepublik abgeschossen, so das Verteidigungsministerium.
Angriffe auf ukrainische Depots
Am 13. und 14. Mai meldete das russische Militär die Zerstörung mehrerer Munitionsdepots der ukrainischen Streitkräfte. Dabei handelte es sich insbesondere um Einrichtungen in der Nähe von Nikolajew und Chmelnyzky sowie um ein Flugkörperdepot und ein Treibstofflager in der Nähe der Stadt Saporoschschje.
Außerdem berichtete das Verteidigungsministerium über einen präzisionsgelenkten Luft- und Seeschlag auf Einrichtungen in der Nähe von Ternopol und dem Dorf Petropawlowka in der Region Dnjeprpetrowsk. Nach Angaben des Ministeriums wurden ukrainische Militärstellungen und Lagerstätten für Munition, Waffen und militärische Ausrüstung aus westlichen Ländern getroffen.
Ukrainischer Beschuss von Lugansk
Ukrainische Flugzeuge haben am Abend des 12. Mai zivile Fabriken in Lugansk mit Storm Shadow-Raketen angegriffen, bestätigte das russische Verteidigungsministerium am 13. Mai. Unter den Verletzten seien sechs Kinder, die Gesamtzahl der Verwundeten wurde nicht genannt.
Russische Kampfjets schossen den Su-24-Bomber, der Lugansk angegriffen hatte, und die MiG-29, die ihn beschützt hatte, ab, so das Ministerium weiter.
Am nächsten Tag griff eine Storm Shadow-Rakete das Dorf Jubileyny, einen Vorort von Lugansk, an. Nach Angaben der Behörden wurden zwei Männer mit mittelschweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Das russische Verteidigungsministerium hat sich jedoch nicht offiziell zu dem Beschuss geäußert.
In der Volksrepublik Lugansk wird das mobile Internet wegen des verstärkten Beschusses ausgesetzt, wie der amtierende Leiter der Region, Leonid Pasetschnik, mitteilte. Das mobile Internet wurde in der Republik vor weniger als einem Monat, am 18. April, testweise eingeschaltet, davor war die Region mehrere Monate lang ohne mobiles Internet.
Selenskys Europareise
Selensky begab sich auf eine Reise nach Europa. Am 13. Mai traf er in Rom den italienischen Staatspräsidenten Sergio Mattarella und Ministerpräsidentin George Meloni sowie Papst Franziskus und am 14. Mai in Berlin den deutschen Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzler Olaf Scholz. Selensky war auch in Aachen, wo er mit dem Karlspreis ausgezeichnet wurde.
Nach den Gesprächen in Italien kündigte Selensky „sehr wichtige Entscheidungen“ zum „Schutz des ukrainischen Himmels“ an und forderte in Deutschland die Aufhebung aller Beschränkungen für Waffenlieferungen an die Ukraine. Als eines seiner Ziele nannte er auch die Bildung einer Koalition von Ländern, die bereit sind, Kiew mit Kampfflugzeugen zu versorgen.
Im Vorfeld von Selenskys Besuch kündigte Berlin ein neues Militärhilfepaket im Wert von 2,7 Milliarden Euro für die Ukraine an, das 30 Leopard 1A5-Panzer und 20 Marder-Schützenpanzer, 200 Aufklärungsdrohnen und vier IRIS-T-Luftabwehrsysteme, 18 Haubitzen und andere Ausrüstung umfasst.
Selensky wird am Sonntagabend in Paris den französischen Präsidenten Emmanuel Macron treffen.
Pläne für Sanktionen gegen russisches Gas
Die Länder der G7 und die EU beabsichtigen, im Rahmen des neuen Sanktionspakets gegen Russland die Einfuhr von russischem Pipelinegas über Routen zu verbieten, über die Moskau zuvor die Lieferungen reduziert hat. Das berichtet die Financial Times unter Berufung auf den Entwurf einer Erklärung der G7-Staats- und Regierungschefs, die auf dem bevorstehenden Gipfel in Hiroshima verabschiedet werden soll.
Der Zeitung zufolge geht es darum, die Wiederaufnahme von Gaslieferungen durch Pipelines aus Russland in Länder wie Deutschland und Polen zu verhindern.
Bloomberg hatte zuvor über einen Vorschlag der EU berichtet, die Lieferung von russischem Öl durch die Druschba-Pipeline nach Deutschland und Polen, die sich zuvor geweigert hatten, es zu kaufen, formell auszusetzen. Gleichzeitig soll die Genehmigung für Lieferungen durch den südlichen Zweig der Druschba-Pipeline nach Ungarn, in die Slowakei und in die Tschechische Republik in Kraft bleiben.
Kiews Ideen für Angriffe gegen Russland
Selensky hat „hinter verschlossenen Türen“ Angriffe auf Ziele in Russland geplant und „die Besetzung einiger russischer Grenzstädte“ erwägt, berichtete die Washington Post am Samstag unter Berufung auf durchgesickerte geheime Pentagon-Dokumente. Dem Bericht zufolge schlug der ukrainische Präsident auch vor, die Druschba-Ölpipeline zu sprengen, die unter anderem Treibstoff nach Ungarn liefert.
Am 14. Mai erklärte Selensky auf einer Pressekonferenz mit Scholz, die Ukraine sei nicht daran interessiert, russisches Territorium anzugreifen, weil sie „keine Zeit, keine Kräfte, keine Waffenvorräte“ habe und sich auf die Vorbereitung ihrer Offensive konzentriere.
Ende der Übersetzung
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