Fall Nawalny

Was die „Fehler“ der OPCW über die Organisation und ihre Arbeit verraten

Der "Fehler" im Jahresbericht der OPCW, über den die deutschen "Qualitätsmedien" nicht berichtet haben, hat für einige Diskussionen gesorgt. Unabhängig davon, was tatsächlich geschehen ist, sagt uns der Fehler eine Menge über die Arbeit der Organisation für das Verbot chemischer Waffen.

Wie der Anti-Spiegel bereits berichtet hat, hat die OPCW in einer Tagung vom 6. bis zum 9. Juli den Mitgliedsländern den Entwurf ihres Jahresberichts für 2020 vorgelegt. Über die Untersuchung der OPCW im Fall Nawalny stand dort zu lesen:

„Auf Ersuchen Deutschlands entsandte das Sekretariat am 20. August 2020 ein Team zur Durchführung eines technischen Unterstützungsbesuchs (TAV) im Zusammenhang mit der vermuteten Vergiftung eines russischen Staatsbürgers. Der TAV beschränkte sich auf die Entnahme von biomedizinischen Proben.“

Die Ereignisse vom 20.August 2020

Nawalny ist am 20. August 2020 in einem russischen Flugzeug zusammengebrochen und nach einer Notlandung in ein russisches Krankenhaus in Sibirien gebracht worden. Das Team von Nawalny hat in sozialen Medien sofort von einer angeblichen Vergiftung berichtet, obwohl zu dem Zeitpunkt noch gar nichts bekannt war. Selbst wenn aber an dem Tag bereits eine Vergiftung mit einem chemischen Kampfstoff bekannt gewesen wäre, hätte Deutschland erst nach der Einlieferung Nawalnys in das russische Krankenhaus eine Bitte um Unterstützung an die OPCW schicken können. Das bedeutet, das wäre gegen Mittag des 20. August gewesen.

Das ist in der Realität kaum möglich, denn solche Anfragen müssen von Fachleuten geschrieben werden, das geht nicht in fünf Minuten. Aber selbst wenn – nehmen wir an, Deutschland hätte seine Anfrage schon gegen Mittag fertig gehabt und abgeschickt. Die OPCW hätte sie bearbeiten müssen, so etwas dauert Tage. Aber selbst wenn – nehmen wir an, die OPCW hätte das in einer Stunde erledigt. Dann muss aber immer noch ein Team von Spezialisten zusammengestellt und auf die Reise geschickt werden, die sitzen ja nicht auf Abruf in der Kantine der OPCW bereit.

Trotzdem berichtete die OPCW, sie habe das Team bereits am 20. August 2020 nach Berlin geschickt.

Der „Datumsfehler“

Auf eine entsprechende Frage bei der Regierungspressekonferenz teilte die deutsche Bundesregierung mit, es habe sich dabei um einen „Datumsfehler“ in dem Entwurf des Berichtes gehandelt, der korrigiert worden sei. Das wirft ein paar Fragen auf.

Die erste Frage ist, warum die Bundesregierung für die OPCW spricht. Die zweite Frage ist, warum die OPCW sich dazu nicht äußert. Und die dritte Frage ist, wie es überhaupt zu einem solchen Fehler kommen konnte. Laut offizieller Version hat die Bundesregierung sich am 4. September mit einer Bitte um Unterstützung an die OPCW gewandt. Wie kann der OPCW ein solcher „Datumsfehler“ überhaupt unterlaufen?

Es gibt im Grunde nur zwei Möglichkeiten. Entweder ist die ganze Nawalny-Vergiftung eine gigantische Intrige gegen Russland, an der die Bundesregierung beteiligt war und die Bundesregierung hat bereits am 20. August eine Bitte um Unterstützung an die OPCW geschickt, obwohl zu dem Zeitpunkt offiziell noch niemand wusste, was mit Nawalny passiert ist, die Bundesregierung aber schon wusste, was man Russland vorwerfen wird.

Die andere Möglichkeit ist, dass die offizielle Version stimmt und die OPCW schlicht einen Fehler gemacht hat.

Schlamperei bei der OPCW

Wir wissen nicht, welche Version der Wahrheit entspricht. Aber der Vorfall macht eines deutlich: Bei der OPCW scheinen nicht die aufmerksamsten Leute zu arbeiten. Die meisten von uns haben schon mal bei irgendeiner Gelegenheit eine Präsentation halten müssen. Dabei ist man genau, geht seine Präsentation mehrmals durch und überprüft die Daten. Der Jahresbericht der OPCW ist aber keine x-beliebige Präsentation, es ist ein Dokument, das eine internationale Organisation ihren Mitgliedsländern präsentiert. Da sollte man davon ausgehen, dass nicht irgendein Azubi sie zusammengebastelt hat, sondern dass Fachabteilungen und Arbeitsgruppen ihre Teile geschrieben und dass auch die Führungsetage der OPCW den Bericht gelesen und korrigiert hat, bevor sie ihn den Mitgliedsländern präsentiert.

Wie der Fehler da reingekommen ist, wissen wir nicht. Aber wir wissen, dass er da war. Und das lässt einen Einblick in die Qualität der Arbeit der OPCW zu. Immerhin war die angebliche Vergiftung von Nawalny der politisch wichtigste und der skandalöseste Fall der OPCW in 2020. Da ist der Fehler kaum erklärlich.

Was sagt es eigentlich generell über die Arbeit der OPCW aus, wenn die nicht einmal in der Lage sind, in einem Bericht ein einfaches Datum korrekt zu schreiben? Wie viel Vertrauen schafft das in deren Arbeit?

Die Skandale der OPCW

Die westlichen „Qualitätsmedien“ haben es vorgezogen, nicht über die Whistleblower-Skandale der OPCW zu berichten. Whistleblower haben der OPCW vorgeworfen, die Berichte zu Giftgasvorfällen in Syrien gefälscht zu haben, um der syrischen Regierung wahrheitswidrig die Schuld an den Vorfällen zu geben. Die OPCW selbst verhindert die Aufklärung der Vorwürfe und verweigert Antworten auf Fragen dazu. Die Staaten des Westens decken die OPCW und haben im UNO-Sicherheitsrat eine Anhörung zu dem Thema verhindert.

Und wie es der Zufall will, ist die Arbeit zur Aufklärung von Giftgasvorfällen bei der OPCW so organisiert, dass die entsprechende Abteilung vom Westen bezahlt und die Experten vom Westen benannt werden. Da ist es natürlich nur ein Zufall, dass der Westen die Aufklärung der Whistleblower-Skandale zu eben dieser Arbeit verhindert.

Es stellt sich damit die (rhetorische) Frage, wie neutral und objektiv die OPCW sein kann, wenn der Verdacht besteht, dass sie zu einem politischen Instrument des Westens geworden ist und der Westen Transparenz und Aufklärung von Skandalen bei der OPCW verhindert. Und es funktioniert ja auch perfekt, die Skandale sind nun schon zwei Jahre alt und trotzdem hat die westliche Presse nicht darüber berichtet. Wer im Westen hat je von den Whistleblowern bei OPCW gehört?

Straffreiheit macht nachlässig

Da kann man es verstehen, wenn die Führung des zuständigen sogenannten Technischen Sekretariats der OPCW inzwischen nachlässig geworden ist. Man lässt ihnen alle Fehler durchgehen, die Medien schweigen und sie werden vom Westen gedeckt und finanziert, solange sie das liefern, was der Westen sehen möchte.

Nochmal: Es geht hier nicht darum, ob die OPCW im Fall Nawalny bewusst gelogen hat, oder nicht. Es geht hier nur um die Arbeitsweise der OPCW.

Wer sich mit den Jahren daran gewöhnt hat, dass er mit jedem Blödsinn durchkommt und keine lästigen Fragen beantworten muss, der wird nachlässig. Das liegt in der Natur des Menschen. Wenn man weiß, welche Ergebnisse von einem erwartet werden und dass man bei Präsentation der gewünschten Ergebnisse absolut gedeckt wird, dann ist man nicht mehr auf seine eigentliche Arbeit fokussiert, sondern darauf, es den eigenen Gönnern recht zu machen. Und dabei wird man irgendwann zwangsläufig nachlässig.

So könnte man den „Datumsfehler“ erklären. Und er wird wieder keinerlei Konsequenzen haben. Die westlichen Medien haben weder über den Fehler berichtet, noch irgendwelche Fragen gestellt.

Die OPCW hüllt sich in Schweigen

Von der OPCW gibt es zu dem „Datumsfehler“ keine Erklärung. Maria Sacharova, die Sprecherin des russischen Außenministeriums, hat sich dazu in einer russischen Sendung gesagt:

„Heute haben wir den 17. Juli. Wir haben immer noch nichts Handfestes gehört, keinen einzigen Kommentar vom technischen Sekretariat“

Die Tagung und die Präsentation des Berichts war zu dem Zeitpunkt schon mehr als eine Woche her. Was sagt es eigentlich über die OPCW, wenn sie den eigenen Mitgliedsländern – und Russland ist nun mal Mitglied der OPCW – Antworten auf Fragen verweigert? Das einzige, was wir haben, ist die Antwort der deutschen Bundesregierung. Aber seit wann ist die Bundesregierung die Pressesprecherin der OPCW?

Weiter sagte Sacharova in einer anderen Sendung:

„Es gab im Laufe der Jahre eine große Anzahl solcher Fehler, und wenn sich Fehler zu einer Serie aufbauen, wird daraus ein System“

Unabhängig davon, wie es zu dem aktuellen „Datumsfehler“ gekommen ist, kann man dem kaum widersprechen.

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

25 Antworten

  1. man wollte Zeit schinden und wartete auf die „Wording-Vorgabe “ aus Berlin.
    Dort war man auf dem falschen Fuß erwischt worden; denn offensichtlich wurde bei Planung des Theaterspiels nicht damit gerechnet, dass Putin der sofortigen Verlegung nach Berlin zustimmt, sondern rechnete mit einem weiteren Verbleib in Russland, was eine ganz andere Empörungslage für die Puppenspieler gegeben hätte.

    So aber musste man was „zimmern“, und das brauchte Zeit. erst als vom Bundeswehrlabor ein (für die Propaganda) „brauchbarws“ Testergebnis vorhanden war, liess man den OPWC da ran und dann mit Wortanweisung.

    Das OPWC machte in der Zeit das, was alle dann tun: sie schweigen. Und dann, um nicht selbst auch an den Pranger zu kommen, wuede genau nur das mitgeteilt, was technisch neutral und objektiv war und das OPWC im Sicherheitsrat sauber raus liess. Alles andere war dann Propaganda der Regierungen uned Medien, nicht vom OPWC.

  2. Der Datums“fehler“ ist schon höchstpeinlich, ebenso wie daß aus einem „zweifelsfreien Nachweis“ eines neuartigen Novitschoks ein Hinweis auf Biomarker wird.
    Beim Konstruieren von Geschichten passieren leicht Fehler, die Buntesregierung sollte nächstes mal nicht beim Plotschreiber sparen.
    Höchst unprofessionell das Ganze.
    Allerdings halte ich es für durchaus möglich, daß ein Praktikant den Jahresbericht der OPCW schreibt, der landet dann auf dem Schreibtisch des gelangweilten Verantwortlichen, der nach schnellem Überfliegen seinen Otto drunter setzt.

    1. Der Schüssel ist „Nowytschok“.
      Es ging einzig und allein um die Demontage der RF, letztlich geht es um die Zerstörung des Völkerrechts.
      Wenn man das verstanden hat, erübrigt sich da jede weitere Diskussion.

  3. Es Intressiert die Herrscher Dynastien, schlicht nicht mehr, was die Menschen, was die Russen , was die Chinesen Denken, SIE halten mit IHREM Plan : The Gread Reset, nicht hinter der Öffendlichkeit. SIE wissen das wir Menschen ehe NICHTS gegen SIE ausrichten können und beschäftigen sich lieber damit, wie sie die 7 Milliarden Menschen, möglist glatt los werden.
    WIR sind für SIE schon Tod.

  4. Wer den Film „The Magnitsky Act – Behind the Scenes“ von Andrei Nekrasov, (in Deutschland verboten) und von den dt. Staatsmedien bezahlt und trotzdem nie gezeigt, gesehen hat, wundert sich ueber gar nichts mehr. Moeglich das es ein Datumsfehler war, zustande gekommen durch eine Verkettung „ungluecklicher“ Zustaende, aber ich gebe zu das ich nicht an solche Zufaelle in diesem Zusammenhang glaube. Dieser Vorgang und meine Zweifel die ich daran hatte und in ganz unpolemischen Worten als Meinungsbeitrag in „Die Zeit Online“ artikulierte, fuehrten zur Sperrung meines Accounts. Uebrigens hier in Norwegen wurde der Film zwar auch nicht gezeigt (obwohl ebenfalls mitfinanziert) ist aber als CD immer noch kaeuflich erwerblich und bei Amazon (als Norwegischer Import ebenfalls). Absolut empfehlenswert !!!

    1. Davon kann ich massiv Liedchen singen – bei „deutschen qualitäts-medien“ und der Kommentarfunktion… – wer nicht mit den Wölfen heulte sondern kritisch hinterfragte – der HATTE ganz schnell mal einen Account – bis hin zur Bombardierung des Rechners mit Viren, welche sogar das Boot-System zerstörten… 😣😣

      1. Man kann auch „Mein Kampf“ und anderes auf Amazon kaufen. Ich bin kein Jurist und „steht auf dem Index“ oder „wurde zensiert“ waere eventuell der korrekte Begriff gewesen. An das Spektakel, als der Film 10 min vor der Auffuehrung in den sog. „Oeffentlich Rechtlichen“ ohne jeden Kommentar gecancelt wurde, erinnere ich mich jedenfalls noch gut. Wie auf ihrem Amazon link gut zu sehen ist, gibt es ihn offensichtlich auch nicht in Deutschland und bei Youtube Deutschland z.B. ebenfalls nicht-dort lief er einige Tage. Das ist zu guter letzt aber alles Wortklauberei weil der Effekt genau der gleiche ist: Einen missliebigen Beitrag, in diesem Fall einen Film, aus dem Verkehr ziehen, zensieren. Hier in Norwegen geht man in einen Buchladen und kauft ihn, das ist in Deutschland nicht moeglich. Nennen sie es wie sie es wollen.

  5. Für mich wäre es wichtig wann die OPCW Delegation in Deutschland angekommen ist. Denn daraus ließe sich ableiten ob es wirklich ein Datumsfehler ist.
    Den deutschen Spressesprechern kann man kein Wort glauben.

    1. Offiziell haben sie am 6.9.20 die Proben genommen. Wenn ich mich richtig erinnere, kann man das bei der OPCW nachlesen. Da fragt man sich ohnehin, wie die das nach 14 Tagen noch nachweisen wollen. Das war ohnehin eine Nacht- und Nebelaktion, denn Russland wurde weder informiert, geschweige denn eingeladen, um zu prüfen, wie denn die Probennahme erfolgte. Bei RT meinte jemand, man hat die Blutproben kontaminiert, um das Zeug nachweisen zu können. Klingt plausibel und erklärt einiges.

  6. Nicht nur die Abläufe beim OPCW werfen Fragen auf: Bereits 9 1/2 Stunden nach der Einlieferung Nawalnys in die Klinik in Omsk haben Frau Merkel und Herr Macron gemeinsam medizinische Hilfe angeboten.
    Aufgrund welcher Informationen? Und wie hat man die erhalten und ausgewertet?
    Nicht nur bei der OPCW dauert es Tage, wenn nicht Wochen, eine Entscheidung über ein Eingreifen zu treffen und dann Vorbereitungen zu treffen.

  7. Der Laden ist offensichtlich nicht mehr ernst zu nehmen.
    Wenn die Staaten, die sich auf ihn berufen ihn auch personell besetzen UND finanzieren und wenn diese Staaten dazu auch noch Untersuchungen aktiv verhindern dann brauchen wir auch nicht weiter zu diskutieren.

    Russland (und auch alle anderen) sollte auf der Stelle da austreten und es müsste eine neue, unabhängige Instanz geschaffen werden.

    1. Richtig. Ob es nun ein Fehler oder Dummheit war ist im Grunde irrelevant. Der Verein hat hinlänglich gezeigt, dass man ihm nicht trauen kann und zur Beurteilung des Falles Navalny spielt es auch keine Rolle mehr, es gibt genug andere „Merkwürdigkeiten“.

  8. Sie standen durch das Verhalten Russlands zeitlich unter Druck, man hatte so schön alles durchgeplant und dann lässt Russland diesen Landesverräter auch noch sofort ausreisen. Das machte die ganze Planung zu Nichte und wenn man improvisieren muss passieren Fehler in der Ablaufkette. Ein weiterer „Beweis“ dafür ist der Vorgang mit der Landung in Minsk, es steckt genau das gleiche Schema dahinter und da kann man noch ein paar andere Vorgänge aufzählen, immer die gleiche Vorgehensweis, das hat System!

  9. OT: Will mal Danke schön sagen für das ‚Abhängig Beschäftigt‘ Buch.

    Ich hatte befürchtet, dass ich das eh schon alles weiss, da ich regelmäßig hier mitlese. Hatte auch befürchtet, dass die Quali unter die Räder kommen würde bei dem Umfang des Outputs des grossen Meisters.

    Aber das ist nicht der Fall. Das Buch leitet die These hervorragend her und belegt sie gut. Es war mir gar nicht klar, dass Herr Röper so sehr Richtung Corbett denkt. Erfreulicherweise findet sich auch fast kein Russen- Hype im Buch. Ein Sätzchen oder so. Sehr angenehm.

    Die 20 Taler lohnen sich.

  10. Da es normalerweise nicht üblich bzw. gängige Praxis war über das Prozedere zur Feststellung von Chemiewaffen Einsätzen öffentlich zu reden kann man den Kontakt der BR mit der OPCW nicht recht einordnen. Dieser Kontakt bestand schon min. seit dem 1.9.2020. Da geht es wohl auch um die Immunität die Staaten zusichern müssen.

    Der eigentliche Antrag erfolgte dann am 4.9.2020. Die Proben die vom KH zum Gift nicht richtig analysiert werden konnten wurden dann an das BW weiter geleitet. Also an das Labor das ganz sicher weis wie man Nowitschok synthetisch herstellt. Das man das kann ist seit den Experimenten der USA schon seit den Anfang 80er Jahren bekannt gewordenen Versuchen belegt. Die Löschung der Versuchsreihen bringen da wenig.
    Die fanden dann ja das ominöse Gift „Nowitschok“ , das Nowitschok welches seit nunmehr 30 Jahren durch die westlichen Länder gereicht wird. Aber Halt, das war ja nicht Nowitschok sondern ein Anderes. Genau wie bei dem Nowitschok in England.
    Nur war es nach dem Befund eben nur etwas dem Nowitschok verwandtes.
    Damit das Probenmaterial unter Kontrolle bleiben konnte wurden die Proben nur in NATO Ländern analysiert. Wie Praktisch dieses Wunschkonzert.
    Die Unabhängigkeit der OPCW ist ein Wunschtraum geblieben.

    Und noch eine Besonderheit gibt es. Diese Organisation agiert auf Verdacht aber ohne „Täternennung“. So wollte man sicherstellen das man dem Ziel der Nichtanwendung/Vernichtung solcher Waffen näher kommt. Von diesem Prinzip wird schon seit dem Irak Krieg abgewichen.
    Und auch klassische Strafverfolgung fand nicht statt bis sich die USA das Recht einräumte das zu tun.
    Es ist also nur konsequent wenn verdächtigte Akteure die OPCW nicht mehr als unabhängig betrachten und auch keine Blankoschecks in Sachen Immunität erteilen.
    Diverse Ereignisse in Syrien zu Untersuchungen, Auswertungen und Beschuldigungen bezeugen geradezu die Verfilzungen zwischen aktueller Politik und NATO Strategie.

    https://www.youtube.com/watch?v=QCXhawsFrWo

    Hier sieht man wie Demokratie und Meinungsfreiheit der EU funktioniert. Zu dem Video muss man wissen das die Dame, die sich förmlich für die Aussagen des Abgeordneten entschuldigt, zum Zeitpunkt der Bombenangriffe durch USA/FR/GB im französischer Regierungsverantwortung befand. Also schon bevor Beweise für die OPCW gesammelt werden konnten dafür stimmte Syrien völkerrechtswidrig anzugreifen .

    Die OPCW hat sich zum Flittchen der NATO gemacht.

  11. Soweit Ich mich entsinne, war der jahresbericht ein Jahresbericht, bis der „Fehler“ entdeckt wurde, danach ein „Entwurf“. (Seltsam, aber so steht es geschrieben- Klingt wie ein schlechter Roman)

  12. Welche Geheimdienste auf der Welt töten? Das ganze Narrativ ist aber falsch. Will man verdeckt töten oder will man dazu eine Spur legen zum Täter? Welches Gift käme dann in Frage oder doch ein Autounfall?

  13. Ich stelle mir vor, wie der Journalist Thomas Röper bei der Bundespressekonferenz solche Fragen stellt. Man sieht den Seibert schon jedesmal abkotzen, wenn Florian Warweg unbequeme Fragen stellt, aber wenn Thomas mit Fragen kommt, wie:
    „Die erste Frage ist, warum die Bundesregierung für die OPCW spricht. Die zweite Frage ist, warum die OPCW sich dazu nicht äußert. Und die dritte Frage ist, wie es überhaupt zu einem solchen Fehler kommen konnte.“
    Da weiß der Seibert und dieses arrogante Subjekt Breul aus dem Hause Maas doch gar nicht mehr, was er darauf antworten soll!

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