Deutschland und Russland sprechen über die gemeinsame Produktion des russischen Corona-Impfstoffs

Bundesgesundheitsminister Spahn hat mit seinem russischen Amtskollegen über die gemeinsame Produktion russischer Corona-Impfstoffe gesprochen und es wurden Schritte in diese Richtung vereinbart.

Ein Leser hat mich auf die Meldung hingewiesen, die ich übersehen hatte. Das russische Fernsehen hat unter Berufung auf das russische Gesundheitsministerium über das Telefonat der beiden Gesundheitsminister berichtet. Den kleinen Artikel hatte ich übersehen.

Über die Hintergründe wurde nichts bekannt, man kann also fröhlich spekulieren. Aus meiner Sicht ist es möglich, dass die Deutschen die Produktionsanlagen suchen wollen, die gebraucht werden, um den russischen Impfstoff herzustellen, der in Europa gebraucht wird, um den Impfstoff von Astra-Zeneca zu „dopen“. Ich habe bereits berichtet, dass Astra-Zeneca seinen Impfstoff verbessern will, indem es ihn mit dem wesentlich wirksameren russischen Impfstoff kombiniert, die Details finden Sie hier.

Eine andere Möglichkeit ist, dass Deutschland zumindest hinter den Kulissen darüber nachdenkt, den russischen Impfstoff doch in Deutschland einzusetzen. Er hat – neben seiner hohen Wirksamkeit – noch einen anderen Vorteil: Russland erlaubt es anderen Ländern, ihn in Lizenz zu produzieren. Damit könnten deutsche Pharmaunternehmen Lizenznehmer werden und an der Produktion verdienen und es wäre ein Weg gegen die Lieferengpässe der westlichen Impfstoffe gefunden.

Aber wie gesagt ist über die Hintergründe nichts bekannt und auf Nachfrage von RT-Deutsch hat der Sprecher des deutschen Gesundheitsministeriums nichts über die Gespräche gesagt. Er sagte nur, vertrauliche Gespräche kommentiere er nicht. Daher ist alles, was bekannt ist, die Pressemeldung des russischen Gesundheitsministeriums über das Telefonat, die ich übersetzt habe.

Beginn der Übersetzung

Im Auftrag des russischen Präsidenten Wladimir Putin führte der Gesundheitsminister der Russischen Föderation, Michail Muraschko, ein Telefongespräch mit dem deutschen Bundesgesundheitsminister Jens Spahn über die gemeinsame Herstellung von Impfstoffen gegen die COVID-19-Infektion in Europa.

Michail Muraschko hat ausführlich über die Wirksamkeit russischer Impfstoffe gesprochen und auch über die Existenz einer speziellen Online-Plattform berichtet, die alle Informationen über geimpfte Personen enthält.

Jens Spahn wiederum erklärte sich bereit, mit dem russischen Gesundheitsministerium in der Frage zusammenzuarbeiten, ob deutsche Unternehmen für die gemeinsame Herstellung russischer Impfstoffe herangezogen werden.

Es wurde vereinbart, dass russische und deutsche Experten in naher Zukunft Arbeitsgespräche über die Suche von Produktionsanlagen für die gemeinsame Produktion russischer Impfstoffe führen werden.

Ende der Übersetzung

Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

7 Antworten

  1. Umgekehrt wäre es unübersehbar auf allen deutschen Titelseiten. So bleibt es eine Randnotiz im Lokalteil, wenn »Gam-COVID-Vac« neben dem Firmennamen eines kleinen regionalen Generika-Herstellers auf die Ampulle gedruckt wird.

  2. Geht doch nur darum, uns widerständige Schäfchen einzufangen. Diese ‚Zusammenarbeit‘ soll uns den Impfstoff erträglicher machen. So dass wir uns den Dreck reindrücken lassen, wenn wir die Beschränkungen wirklich fühlen, die uns ‚Impfverweigerern‘ (denkt nur mal kurz über dieses Wort nach) mit Sicherheit auferlegt werden.

    Hier gehts nicht ums Impfen. Es gibt keine Pandemie. Es geht um totale Kontrolle und erst in zweiter Linie um Profit. Diese Aktion dient der Reklame. Ich empfehle den Corbett Report für hervorragende Analysen.

  3. Hmmm… Ende 2019 war abzusehen, dass es eine neue Wirtschafts- und Finanzkrise geben wird. Diese war nicht mehr zu verhindern. Da die fiskalpolitischen Instrumente, die in so einer Krise eingesetzt werden können, nach der letzten Krise nicht wieder zurückgeschraubt wurden, wäre es nicht möglich gewesen, in der neuen Krise zu reagieren. Dann kam plötzlich das Virus und wurde als schwarzer Schwan für diese Krise verantwortlich gemacht. Diskutiert wurde aber immer nur über das Virus, nicht über die Krise selbst. Jetzt wird eine neue Sau durchs Dorf getrieben. Die Impfung! Mit allen Begleiterscheinungen. Wer ist der erste? Warum die und nicht wir? Welche Beschränkungen wird es geben für nicht geimpfte? Nebenwirkungen? Wirkungsgrade usw. das wird das nächste halbe Jahr die Diskussionen beherrschen. Und worüber wird nicht berichtet? Genau, über die immer noch wütende Wirtschafts- und Finanzkrise. Ist das alles nur ein großes Ablenkungsmanöver? Vom 13. bis 16. Mai wird das Weltwirtschaftsforum tagen. Diesmal nicht in Davos (wie in der Vergangenheit immer Anfang 2021), sondern erst im Mai in Singapur. Warum? Weil es weit weg von unserem Wertewesten ist? Teilnehmer sind die Superreichen und „ihre“ Konzerne. Das Motto steht auch schon fest: „The Great Reset“. Es wird nicht mehr von der Rückkehr zur Normalität gesprochen, sondern von einer „neuen“ Normalität. Was wird das sein? Ein Blick auf die Finanzmärkte zeigt ungewöhnliches. Der Dax liegt in der Krise (!) mit 13.800 Punkten (im März bei 8.800!) nahe dem Allzeithoch! Wie kann das sein, wenn es den Unternehmen doch schlecht geht? Ok, Pharmaunternehmen legten zu. Aber zB. Daimler? Haben die etwas mit Impfstoffen zu tun? Eher weniger. Vor der Krise bei 45, im März bei 23 und jetzt im Logdown bei fast 60. Also in der Krise ein Zuwachs von fast 200%? Wer glaubt denn so etwas? Dow Jones von 29.000 runter auf 18.000 im März und jetzt bei 30.300 Punkten?! Bitcoin von 3.500 im März auf 23.000!? Etwas passiert. Und darüber sollen wir nicht diskutieren. Die großen Konzerne werden mit Geld zugeschmissen, während kleine und vor allem der wichtige Mittelstand gekillt wird. Und die Superreichen haben 20% mehr als vor der Krise. BlackRock schreibt sich seine Gesetze in der EU dank von der Leyen selbst, wie es andere Großkonzerne auch be uns tun. Ok, was hat das mit der „Neuen“ Normalität, mit dem „Great Reset“ auf sich? Folgt jetzt der letzte Schritt des Neoliberalismus: die Privatisierung der Politik? Die (offizielle) Übernahme der Politik durch die Großkonzerne? Wenn die Finanzkrise nicht mehr zu meistern ist, kommt dann das digitale Geld? Die komplette Überwachung der Menschen? Bill Gates: Die Welt ist überbevölkert und „wir“ können es ändern. „Wenn „wir“ richtig gute Arbeit leisten mit neuen Impfstoffen, Gesundheitsversorgung und Fortpflanzungsmedizin, dann könnten „wir“ dies (die Bevölkerung) um vielleicht 10 oder 15 Prozent verringern.”Seine Worte anläßlich einer TED-Konferenz. Eine Frage ist hier auch, wer ist „Wir“?
    Ok, deshalb bin ich der Meinung, wir diskutieren die falschen Themen! Was passiert in der Zukunft? Virus? Impfung? Das ist für mich alles nur Kindergarten! Wow… bin ich jetzt ein Verschwörungstheoretiker? 😉

    1. Die Finanzmärkte sind schon seit langem völlig von der Realwirtschaft entkoppelt. Zu erwarten, daß sie sich synchron zur Wirtschaftslage entwickeln, ist das bestenfalls naiv, auch wenn uns einfachen Bürgern nach wie vor genau dies suggeriert wird. Meist erzählt man uns ja die Legende, die Aktienmärkte nähmen nur künftige Entwicklungen der Wirtschaft vorweg. Dabei reicht ein Blick auf die Summen, die da bewegt werden, um dieses Märchen zu entzaubern.

      Einer der größten Finanzmärkte ist zB. der Derivatemarkt. Der hat weder mit Realwirtschaft noch mit dem Aktienmarkt etwas zu tun, und wird deshalb an der Börse auch nicht abgebildet. Wobei der Ursprung mal sinnvoll erschien, denn über Termingeschäfte konnten etwa Landwirte ihre zu erwartende Ernte bereits vor der Aussaat verkaufen. Sie hatten somit Planungssicherheit und Geld für Saatgut. War die Ernte gut, profitierte der Investor, der sie zu einem höheren Preis verkaufen konnte, als er im Frühjahr dem Bauern gezahlt hatte. War die Ernte schlecht, machte er Miese, aber der Bauer konnte weiter existieren.

      Da aber auf dem Derivatemarkt keine echten Waren gehandelt werden, ist er ein willkommener Anlaß gigantischer Luftbuchungen und Spekulationsblasen. Eine der historisch bekanntesten die die „Tulpenmanie“ im 16. Jahrhundert in Holland. Die Financial Times Deutschland bezeichnete Derivate mal als „Pferdewetten“, und tatsächlich kann man inzwischen auf alles Mögliche wetten: Rohstoffpreise, Wasserpreise (Grüße an Thomas!), man kann auf das Wetter wetten! Und die Summen, die da bewegt werden, sind unvorstellbar. Zum Zeitpunkt der letzten Finanzkrise hatte der Derivatemarkt ein Volumen von 700 Billionen Dollar! Echte Billionen! Keine „Billions“! Das ist das Zehnfache dessen, was in einem Jahr weltweit an BIPs zusammenkommt!

      Was hat das noch mit unserem Leben, unserer Wirtschaft zu tun?

      1. Was ist daran so besonderes? Wenn der Kapitalist seine Ware auf dem Markt anbietet und sie verkauft hat, erst dann weis er das seine Entscheidung die Waren Produziert zu haben richtig war. Davor war es Spekulation.
        Richtig ist das genau das mit Finanzen auch passiert. Zur Zeit gibt es unter den ganzen Blasen eine besondere, Geld, der Geldmarkt ist aufgepumpt, warum um die Realwirtschaft nicht zusammen brechen zu lassen.
        Ein Finanzmarkt ist ohne den Warenmarkt nicht denkbar, woran sollte denn Spekuliert werden wenn nicht auf den Vorteileigen Verkauf von Waren.
        Der Aktienmarkt ist so hoch weil die Firmen mit dem Geschenkten Geld ihre eigenen Aktien zurück kaufen und so solide aussehen. Profite werden durch Lohnarbeit erwirtschaftet, wenn es die nicht mehr gibt bricht alles zusammen. So ist auch zu verstehen weshalb es die ganzen Sanktionen gibt, die sollen die Profiproduktion des Konkurrenten schwächen.
        http://www.guenther-sandleben.de/mediapool/57/574173/data/Aufsatz_Sandleben_Lux_Leipzig_2017_publ_.pdf

        1. Nur daß die Kapitalisten heute zu 99,9 Prozent gar keine Waren mehr handeln! Sie handeln Geld und Wertpapiere.
          Gerhard Schröder hat in einem wachen Moment mal durchblicken lassen, daß an den Erdölbörsen die 200fache Menge an Öl gehandelt wird, die im gleichen Zeitraum gefördert wird! Also – runtergebrochen – hat nur einer von 200 Handelsakten etwas mit echter Ware zu tun Der Rest in Casino!

          Das Problem ist nur, daß die Akteure in diesem 200stel Markt – das sind wir einfachen Bürger – all diese Schmarotzer nicht nur mit realen Waren versorgen müssen, die wollen ja auch essen, trinken, sich kleiden und wohnen (und das auf Höchstniveau!!), ohne selbst etwas produktives zu leisten, sondern daß wir am Ende auch noch deren Geldberge finanzieren dürfen! Und spätestens da hört es auf, lustig zu sein!

    2. Ernst Wolff bringt hier Antworten. Das Geschäft ist IMO recht einfach. Und das geht so:

      Von dem ganzen neu erzeugten Geld sehen wir (die unteren 99%) keinen Pfifferling. Das geht an Grossinvestoren. Die kriegen das als Kredit. Damit kaufen sie alles auf, was wir (die unteren 99%) noch besitzen. Immobilien, Aktien, alles von wert. Viele von uns müssen in dieser Krise ihren Besitz flüssig machen, um Essen/Miete, eben die Lebenshaltungskosten zu bestreiten. Weil die Wirtschaft (unsere Wirtschaft) eben gerade komplett zerstört wird.

      Im Mai wird dann der grosse Reset beschlossen, der nichts anderes ist als ein gigantischer Schuldenerlass für die Reichen und Konzerne und ein winziger für uns, die ja eh nichts Handfestes mehr besitzen.

      Übrig bleiben nur die Konzerne und die Superreichen mit gigantischem Besitz und wir mit gar nichts mehr. Das ist der Plan und wir befinden uns mitten in der Umsetzung.

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