Afghanistan

Warum Russland die Taliban wahrscheinlich von der Terrorliste streichen wird

In Russland wurden die ersten Schritte eingeleitet, um die Taliban von der Liste der Terrororganisationen zu streichen. Warum ist Russland zu diesem Schritt bereit?

Der Oberste Gerichtshof Russlands teilte am 31. März mit, dass der Antrag des russischen Generalstaatsanwalts auf Aussetzung des Verbots der Taliban-Bewegung, die in Russland 2003 als Terrororganisation eingestuft wurde, angenommen wurde. Die Gerichtsverhandlung darüber ist für den 17. April angesetzt.

Der Schritt war erwartet worden, weil Russland nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan seine Botschaft dort nicht geschlossen hat und Kontakte zu den Taliban pflegt. Delegationen der Taliban waren sogar schon bei russischen Wirtschaftskonferenzen dabei.

Die russische Außenpolitik ist pragmatisch und Afghanistan ist ein Staat, der nahe an Russlands Grenzen liegt und an russische Nachbarstaaten, ehemalige Sowjetrepubliken, angrenzt. Russland hat im Interesse der Stabilität in seiner Nachbarschaft also ein großes Interesse daran, dass sich die Lage in Afghanistan selbst stabilisiert und dass in Afghanistan keine Islamisten gefördert werden, die in Russlands Nachbarschaft für Unruhe sorgen. Gleiches gilt übrigens für China, das sogar ein kleines Stück gemeinsame Grenze mit Afghanistan hat.

Die russische Nachrichtenagentur TASS hat einen Artikel über die Geschichte der Taliban und darüber veröffentlicht, warum Russland über eine Aufhebung des Verbots der Taliban-Bewegung und über ihre Streichung von der Liste der Terrororganisationen nachdenkt. Ich hatte bei der Lektüre des Artikels jedoch einige Anmerkungen, weshalb ich diesen TASS-Artikel ausnahmsweise nicht übersetze, sondern ihn in eigenen Worten und mit eigenen Ergänzungen wiedergebe.

Entstehung der Taliban

Die islamistische Taliban-Bewegung entstand 1994 unter den afghanischen Paschtunen (damals schätzungsweise 4,5 bis 5 Millionen bei einer Bevölkerungszahl von 11 bis 12 Millionen). Sie rekrutierten sich hauptsächlich aus Flüchtlingen, die wegen des Krieges von 1979 bis 1989 aus Afghanistan geflohen waren und in Medrese in Pakistan eine religiöse Ausbildung erhalten hatten („talib“ bedeutet auf Paschtu „Schüler“). Ihr Gründer war Mullah Mohammad Omar.

Die Ideologie der Bewegung basierte auf einer Kombination aus Deobandi, einer Strömung im sunnitischen Islam, die sich durch eine besonders strenge Moral auszeichnet (ähnlich dem Wahhabismus), und dem ungeschriebenen Kodex des Paschtunwali, nach dem die paschtunischen Stämme vor der Ausbreitung des Islam lebten. Die Ziele der Bewegung waren die Wiederherstellung der Scharia und der „Ordnung“ in dem Land, das Ende 1994 praktisch in einzelne Teile zerfallen war, die von regionalen Führern regiert wurden, welche die Regierung von Burhanuddin Rabbani (Präsident Afghanistans von 1992-2001) nicht anerkannten. Einigen Berichten zufolge wurden die Kämpfer der Bewegung in Lagern auf pakistanischem Gebiet militärisch ausgebildet.

Die ersten Zusammenstöße zwischen den Taliban und den Regierungstruppen fanden im Herbst 1994 statt, als ihre Zahl auf 12.000 geschätzt wurde. 1995, als die Taliban fast ein Drittel des afghanischen Territoriums kontrollierten, zählten ihre Reihen bereits rund 25.000 Männer, darunter nicht nur Paschtunen, sondern auch Vertreter anderer Nationalitäten, insbesondere ethnische Tadschiken, Usbeken und Turkmenen. Anfänglich waren es verstreute Einheiten, die eine Guerillakriegsstrategie verfolgten. Im Laufe der Zeit konsolidierten sie sich zu einer besser organisierten politischen und militärischen Bewegung mit zentralisierter Führung, gemeinsamer Logistik, Stützpunkten und Ausbildung, die die Eroberung und Kontrolle großer Gebiete ermöglichte.

Islamisches Emirat Afghanistan (1996-2001)

Im September 1996 nahmen die Taliban Kabul kampflos ein und riefen das Islamische Emirat Afghanistan aus. Ihre Regierung wurde von Pakistan, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten anerkannt.

1998 eroberten die Taliban etwa 90 Prozent des Landes (nur ein kleines Gebiet im Nordwesten des Landes blieb unter der Kontrolle von Anti-Taliban-Kräften). Es wurde ein Regime errichtet, das auf der strikten Durchsetzung der Scharia basierte: Fernsehen, Internet, Singen, Musikhören und Filme wurden verboten, Männer mussten Bärte von einer bestimmten Länge tragen, Frauen war es verboten zu arbeiten, zu studieren, sich von männlichen Ärzten behandeln zu lassen, mit offenem Gesicht und ohne männliche Begleitung auf die Straße zu gehen. Für eine Reihe von Vergehen wurden harte Strafen verhängt und Minderheiten und schiitische Muslime, insbesondere Hazara-Muslime, wurden verfolgt.

Da sich in dem von den Taliban kontrollierten Gebiet die Stützpunkte der Terrorgruppe „Al-Qaida“ und ihres Anführers Osama bin Laden befanden, verabschiedete der UN-Sicherheitsrat im Oktober 1999 eine Resolution, in der die Auslieferung bin Ladens gefordert wurde. Gleichzeitig wurden UN-Sanktionen gegen die Taliban verhängt, und im Dezember 2000 wurde ein Waffenembargo verhängt.

Sturz der Taliban (2001)

Nach den angeblich Al-Qaida organisierten Terroranschlägen in den USA vom 11. September 2001 starteten die USA am 7. Oktober 2001 die Militäroperation „Enduring Freedom“ in Afghanistan. Als Ziele wurden die Befreiung Afghanistans vom Einfluss der Taliban, die Zerstörung von Terroristenstützpunkten und die Festnahme von Al-Qaida-Führern genannt. Im Dezember 2001 wurde das Taliban-Regime gestürzt, einige Kämpfer flohen auf pakistanisches Gebiet, während andere in die Berge zogen und einen Guerillakrieg begannen. Um ein Wiederaufleben der Gruppierung zu verhindern, wurden mit Billigung des UN-Sicherheitsrats die von der NATO geführten Internationalen Sicherheitskräfte in Afghanistan (ISAF) geschaffen, die 2012 ihren Höchststand von 130.000 Personen erreichten.

Die Taliban nach ihrem Sturz (2002-2014)

Nachdem sie sich im nordwestlichen Teil Pakistans (an der Grenze zu Afghanistan) mit einer überwiegend paschtunischen Bevölkerung etabliert hatten (Paschtunen machen etwa 15 Prozent der pakistanischen Bevölkerung aus), schufen die Taliban dort 2005 mit dem „Islamischen Staat Waziristan“ faktisch einen Staat im Staate. Dieser Staat hörte erst 2009 nach mehreren größeren Operationen der pakistanischen Armee auf zu existieren. Danach gewannen die Taliban trotz der Präsenz von US- und NATO-Kontingenten in mehreren Teilen Afghanistans wieder an Einfluss.

Ausweitung des Einflusses (2015-2019)

Ende 2014 wurde die ISAF aus dem Land abgezogen, so dass nur noch ein US-Kontingent und eine nicht kampfbezogene NATO-Mission mit insgesamt rund 12.000 Mann übrig blieben, zu deren Aufgaben die Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte gehörte. Seitdem haben die Taliban ihren Einflussbereich schrittweise ausgeweitet. Laut dem Bericht des Generalinspekteurs der US-Regierung für den Wiederaufbau Afghanistans (SIGAR) hatte die Regierung im Jahr 2015 die Macht in 72 Prozent der Bezirke des Landes inne, während 7 Prozent von den Taliban kontrolliert wurden und 21 Prozent umstritten waren. 2019 hielt die Regierung nur noch 35 Prozent der Bezirke des Landes, die Taliban 37 Prozent, und die restlichen Gebiete blieben umstritten. Außerdem kämpften die Taliban in dieser Zeit mit der Terrorgruppe Islamischer Staat um Einfluss, die sich in Afghanistan niedergelassen hatte.

Versuche von Verhandlungen

Die afghanischen Präsidenten Hamid Karzai (2004-2014) und Ashraf Ghani (2014-2021) versuchten wiederholt, mit den Taliban zu verhandeln, doch letztere stellten Vorbedingungen: Die Anerkennung der Taliban als legitime politische Kraft und den Abzug der US-Truppen aus dem Land.

Erst 2015/2016 fanden unter Vermittlung der USA, Chinas und Katars mehrere direkte Gesprächsrunden zwischen Vertretern der Regierung und der Taliban statt. Allerdings konnten sich die Parteien bei den Gesprächen über den Friedensprozess auf keinen einzigen Punkt einigen. Im Herbst 2018 nahmen die USA Verhandlungen mit den Taliban auf. Sie fanden in Doha (Katar) und Abu Dhabi (VAE) statt, die afghanische Regierung nahm nicht daran teil.

Abkommen mit den USA (2020)

Am 29. Februar 2020 unterzeichneten die USA und die Taliban in Doha ein Abkommen über den Abzug der US-Truppen aus Afghanistan und die Einleitung eines Friedensprozesses im Land. Die USA verpflichteten sich, ihre Truppen bis Mai 2021 abzuziehen, sich nicht in die Innenpolitik des Landes einzumischen und auf Gewaltanwendung zu verzichten. Das Abkommen sah die Aufhebung der 1999 verhängten US-Sanktionen gegen Taliban-Mitglieder und die Unterstützung bei der Streichung der Taliban von der UN-Sanktionsliste vor.

Im Gegenzug erklärten sich die Taliban bereit, ihre terroristischen und militärischen Aktivitäten einzustellen und nicht mit anderen Terrororganisationen zusammenzuarbeiten. Das Abkommen sah auch innerafghanische Verhandlungen vor, an denen die Taliban, die afghanische Regierung und die legalen politischen Kräfte des Landes teilnehmen sollten. Die innerafghanischen Verhandlungen begannen im September 2020 in Doha, wurden immer wieder unterbrochen und führten zu keinen Ergebnissen.

Machtübernahme (2021)

Vor dem Hintergrund des im Mai 2021 begonnenen Abzugs der ausländischen Truppen starteten die etwa 70.000 Taliban eine Offensive gegen die Regierungstruppen und nahmen im Juli ohne großen Widerstand Gebiete entlang der Grenzen zu Iran, Tadschikistan, Turkmenistan, China und Pakistan ein und eroberten im August die meisten Provinzen. Am 15. August drangen sie in Kabul ein, das die Regierungstruppen kampflos aufgaben (damals kamen Dutzende von Afghanen, die zuvor mit der Regierung zusammengearbeitet hatten, und mehr als 10 US-Soldaten, die versuchten, sich zu evakuieren, bei dem Gedränge und Terroranschlägen auf dem Kabuler Flughafen ums Leben).

Später verkündeten die Taliban die „Wiederherstellung“ des Islamischen Emirats Afghanistan. Als sie an die Macht kamen, wurde das Ministerium für Frauenangelegenheiten, das rund 20 Jahre lang bestanden hatte, abgeschafft und durch das Ministerium für islamischen Ruf, Rechtleitung, Gebot des Guten und Verbot des Verwerflichen (das von 1996 bis 2001 bestand) ersetzt. Diese Beschlüsse lösten eine Welle der Kritik aus dem Ausland und von internationalen Organisationen, einschließlich der UNO, aus (im April 2023 verabschiedete der UN-Sicherheitsrat eine Resolution, in der das Arbeitsverbot für Frauen verurteilt wurde). Zu den weiteren wichtigen Entscheidungen der Bewegung gehören die Erklärung politischer Parteien in Afghanistan für illegal und der Erlass eines Dekrets, das den Anbau von Mohn und Marihuana verbietet.

Afghanistan war unter der faktischen USA-Herrschaft der größte Opiumlieferant der Welt, den Taliban ist es gelungen, den Opiumanbau innerhalb von nur zwei Jahren um 95 Prozent zu senken.

Sanktionen und Aufnahme in die Liste der Terrororganisationen

Die Taliban stehen unter UN-Sanktionen. Seit ihrer Einführung im Jahr 1999 wurden sie wiederholt erweitert. Derzeit umfassen die Maßnahmen die Sperrung der Bankkonten der Mitglieder der Bewegung, ein Verbot ihrer Auslandsreisen und ein Waffenembargo. Darüber hinaus haben die USA, die EU und eine Reihe anderer Länder gegen die Taliban unilaterale Sanktionen verhängt. In den USA sind seit 1999 Vermögen und Finanzkonten der Taliban und von Personen, die sie unterstützen, gesperrt, US-Bürgern sind Finanztransaktionen mit den Taliban untersagt, und der Verkauf und die Lieferung von Waren, Software, Technologie und Dienstleistungen an Afghanistan sind verboten. Gleichzeitig ist die Bewegung nicht in der vom US-Außenministerium erstellten Liste der Terrororganisationen aufgeführt. Nach Angaben des US-Außenministeriums geschah das, „um die Möglichkeit eines Verhandlungsprozesses mit den Taliban zu erhalten“. In einigen Ländern (z. B. Kanada) ist die Bewegung als terroristisch anerkannt.

Der Position Russlands zur Taliban-Bewegung

In Russland wurden die Taliban durch ein Urteil des Obersten Gerichtshofs vom 14. Februar 2003 in die Liste der Terrororganisationen aufgenommen. Die Entscheidung erfolgte auf Vorschlag der Generalstaatsanwaltschaft auf der Grundlage von Material des FSB, wonach die Taliban Verbindungen zu illegalen bewaffneten Formationen unterhielten, die auf dem Gebiet der Tschetschenischen Republik operierten, Terrormethoden anwendeten und nach Möglichkeiten suchten, dass islamische Bewegungen in Usbekistan, Tadschikistan und Kirgisistan die Macht übernehmen.

Dennoch hielt das russische Außenministerium die Kontakte zu den Taliban aufrecht, bezeichnete sie als „Teil der afghanischen Gesellschaft“ und betonte, dass die Verhandlungen „im Interesse der Sicherheit der russischen Bürger und Institutionen in Afghanistan“ geführt würden, sowie „um die Taliban zu ermutigen, den bewaffneten Kampf aufzugeben und einen landesweiten Dialog mit der Regierung aufzunehmen“. Um den Prozess der nationalen Aussöhnung in Afghanistan voranzutreiben und Frieden im Land zu schaffen, wurde 2017 auf der Grundlage eines Sechs-Parteien-Mechanismus das Moskauer Verhandlungsformat für Konsultationen zwischen den Sonderbeauftragten Russlands, Afghanistans, Chinas, Pakistans, Irans und Indiens eingerichtet.

Nach der Machtübernahme durch die Taliban im August 2021 setzte Russland im Gegensatz zu den USA und einer Reihe europäischer Staaten die Arbeit seiner diplomatischen Mission in Afghanistan fort und optimierte deren Zusammensetzung. Vertreter der Bewegung nahmen an internationalen Veranstaltungen in Russland teil, unter anderem 2022 und 2024 am Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg. Im September 2023 wurde in Kasan ein weiteres Treffen im Rahmen des Moskauer Formats organisiert. Im Mai 2024 berichteten das russische Außenministerium und das Justizministerium dem russischen Präsidenten über die Möglichkeit, die Taliban von der Liste der verbotenen Organisationen zu streichen.

Im Dezember 2024 unterzeichnete der russische Präsident Wladimir Putin ein Gesetz, das die Möglichkeit vorsieht, das Verbot der Aktivitäten einer Organisation, die auf der einheitlichen Liste Terrororganisationen steht, vorübergehend auszusetzen. Demnach kann das Verbot der Aktivitäten solcher Organisationen durch einen Gerichtsbeschluss ausgesetzt werden, wenn Informationen vorliegen, dass die Struktur terroristische Aktivitäten sowie Propaganda, Rechtfertigung und Unterstützung des Terrorismus oder anderer Straftaten bereits eingestellt hat.

Ende der Übersetzung


Autor: Anti-Spiegel

Thomas Röper, geboren 1971, hat als Experte für Osteuropa in Finanzdienstleistungsunternehmen in Osteuropa und Russland Vorstands- und Aufsichtsratspositionen bekleidet. Heute lebt er in seiner Wahlheimat St. Petersburg. Er lebt über 15 Jahre in Russland und spricht fließend Russisch. Die Schwerpunkte seiner medienkritischen Arbeit sind das (mediale) Russlandbild in Deutschland, Kritik an der Berichterstattung westlicher Medien im Allgemeinen und die Themen (Geo-)Politik und Wirtschaft.

34 Antworten

    1. katermog1992
      Und Deutschland? Unterstützt das Land keine Terroristen? Warum tummeln sich dann alle möglichen davon in Deutschlands? Oder in Großbritannien? Warum diese Staaten immer noch nicht in die Listen der Terror- und Nazistaaten sind? Nur, weil die Medien keine Freiheit haben. Willkommen in der Blase!

    1. Es mag möglich sein dass die Sure 4 des Koran irgendwie bis heute nicht in die männlichen Köpfe als ein Element der nachatlantischen patriachalen Priesterschaft ( Iman ) vorgedrungen ist. Die Verweigerung von Bildungsmöglichkeiten für Frauen gehört sicherlich dazu. Wer den Geist einer völlig friedlichen Zivilisation im Bamyian Delta dadurch zerstörrt dass er sich zum Sprengmeister der Ghandhara Kultur berufen sieht der hat bereits sein geistiges Niveau öffentlich präsentiert. Die vielen importierten Messerjocke prozentual mit hohem afghanischen Anteil im besten „Deutschland“ aller Zeiten belegen eindrucksvoll welches kulturelles Niveau in ihrem Heimatland zu herrschen scheint.

      1. Konchog Pende
        Wie mir ein Freund aus Tunesien erzählte, sind seine Eltern froh, dass alle Idioten und Schurken nach Europa gegangen sind und sie nun ein ruhiges Leben genießen können.

    2. Es mag möglich sein dass die Sure 4 des Koran irgendwie bis heute nicht in die männlichen Köpfe als ein Element der nachatlantischen patriachalen Priesterschaft ( Iman ) vorgedrungen ist. Die Verweigerung von Bildungsmöglichkeiten für Frauen gehört sicherlich dazu. Wer den Geist einer völlig friedlichen Zivilisation im Bamyian Delta dadurch zerstörrt dass er sich zum Sprengmeister der Ghandhara Kultur berufen sieht der hat bereits sein geistiges Niveau öffentlich präsentiert. Die vielen importierten Messerjocke prozentual mit hohem afghanischen Anteil im besten „Deutschland“ aller Zeiten belegen eindrucksvoll welches kulturelles Niveau in ihrem Heimatland zu herrschen scheint.

  1. Der Artikel lautete , warum Russland die Taliban wahrscheinlich von der Terrorliste streicht. In dem Artikel befindet sich aber kaum eine sinnvolle Begründung. Lediglich das es in Russland’s Interesse sein könnte. Offenbar interessiert sich die Taliban auch heute noch nicht für irgendeine Form von Menschenrechten und terrorisiert ihre eigene Bevölkerung. Warum sie das nicht wieder auf andere Länder ausdehnen soll oder zumindest terroristischen Gruppierungen eine Heimat bieten sollte wird leider nicht erklärt. Interessant wäre gewesen warum genau die Taliban in diese Liste aufgenommen wurden, ob sich heute noch Mitglieder in ihren Reihen befinden die als Terroristen eingestuft wurden und wie mit denen umgegangen werden soll und warum genau jetzt eben alles anders ist. Ich meine der Artikel ist sehr lang enthält aber fast keine neuen Informationen. Scheinbar ist die Taliban rehabilitiert weil sie an einigen Veranstaltungen in Russland teilgenommen hat? 🤔

    1. Och mit den Terroristenlisten ist das so eine besondere Sache. Sind sie Oberhaupt von Syrien geworden werden sie von der Terrorliste gestrichen. Also Terroristenlisten können geändert werden. Einst machten die bin Laden’s mit den Bush’s Geschäftlein und war Osma auf einmal Terrorist weil er nicht so machte wie Bush wollte und war Terrorist. Und Anallena Bareback hat den UN Auftrag dies umzusetzen während der 88 jährige Jesuit ihr dafür die Absolution erteilt.

    2. Es ist nicht bekannt, daß die Taliban noch etwas mit Terrorismus zu tun hätten. Es kommt auf die Relationen an. Die Deutschen nutzen seit langen Jahren Terrororganisationen wie UÇK, al Qaida, PKK, IS, Boko Haram, Azawad, Azow für ihre hybride oder offene Kriegsführung und sind an Terroranschlägen jeder Art gegen Rußland beteiligt, wie „Crocus“ oder Nuklearterrorismus gegen die AKW.

      Ukraine Troops Wave Their Flags – Rumble
      https://rumble.com/embed/v3ewynu/?pub=5azz7#?secret=U2Otc2piPE

      Das sind die Erfüllungsgehilfen der deutschen Ostfeldzüglerei (bisher etwa 1 Mio Tote). Es ist absonderlich, wenn ausgerechnet aus einem Land, in dem Terrorismus als übliches Mittel der Außenpolitik angesehen wird, solche Sprüche über die Taliban kommen. Und anders herum: Wenn Rußland nicht einmal die BR Deutschland auf der Liste der Terrororganisationen hat, warum dann die harmlosen und friedlichen Taliban?

        1. In der Islamischen Republik Afghanistan (das war der Name des Protektorats von Deutschland etc.) galt die Scharia. Im Islamischen Emirat Afghanistan (Taliban) gilt weiterhin die Scharia.

          Das Rechtssystem ist innere Angelegenheit der Staaten. In vielen islamischen Ländern ist die Scharia Basis des Rechts, und hat sogar in Teilen der Sowjetunion gegolten.

          „56. Zunehmend gefragte und zuverlässige Partner Russlands bei der Gewährleistung der Sicherheit, Stabilität, Lösung der Wirtschaftsprobleme auf dem globalen und regionalen Niveau werden Staaten der freundlichen islamischen Zivilisation, vor der sich in den Realitäten einer multipolaren Welt weitreichende Aussichten als selbstständiges Zentrum der globalen Entwicklung bilden. Russland strebt die Festigung der allumfassenden gegenseitig gewinnbringenden Zusammenarbeit mit den Mitgliedsstaaten der Organisation für islamische Zusammenarbeit an, respektiert ihre gesellschaftspolitischen Traditionen und traditionelle geistig-sittliche Werte.“

          Konzeption der Außenpolitik der Russischen Föderation (gebilligt vom Präsidenten der Russischen Föderation, Wladimir Putin, am 31. März 2023)
          https://www.mid.ru/ru/detail-material-page/1860586/?lang=de

          1. Was Sie hier und weiter unten mir antworteten, will ich nicht bestreiten.
            Aber ein Rechtssystem, das die Hälfte der Bevölkerung diskriminiert, ist Unrecht.
            Und abgesehen davon: Wer hat die Scharia ins Leben gebracht?
            Etwa die Frauen?
            Alle Religionen sind Männerreligionen.

      1. Ich kann als Deutscher nicht umhin mich zu fragen was da nicht ganz richtig ist bei ihnen im Kopf.
        Ein Mudschahedin ist kein Taliban.
        Die Ermordung von Massoud 2 Tage vor 11.09.2001 war ja kein Zufall.
        https://de.wikipedia.org/wiki/Ahmad_Schah_Massoud
        Die Vergrößerung der Mohnanbau Felder von 7000 ha auf 200000 ha seit Beginn des Truppen „Besuchs“ der USA in Afghanistan fällt wohl auch nur unter den Aspekt des Herrn REINER SCHWINDEL. Solangsam dämmert es nämlich auch den Afghanen warum der Afghanistan Krieg gegen Russland geführt wurde. Denn wer das Wort USA in den Mund nimmt könnte auch generell sagen KRIEG. Ja die USA ist das synonym für KRIEG. Da können sie ihren Trumpisten weiterhin als Heilsbringer benennen. Ich hoffe er bekommt im Jemen die Antwort auf die verlogene USraelische Politik wo schlichtweg die Solidarisierung für die Palästinenser weg gebombt werden soll. Dort wo Völkermord im Zweistromland über episch lange Verhandlungen des Kriegstreibers USA mit seinem Ukraine Proxy Kriegs ablenkt dort dürfen sie gerne Maseltov & Shalom sagen aber bitte nicht Salam Aleikum.

    3. Eventuell könnte es helfen über die Taliban etwas zu erfahren – selbst bei bpb gibt es mit einigen Ungenauigkeiten- Erklärendes.

      Und man darf auch vermuten, dass das alles was mit Geopolitik zu tan hatte & hat!
      Definitiv ging & geht es NIE um „Menschenrechte“! Da waren ganz andere Player mit beteiligt!

      https://www.bpb.de/themen/migration-integration/regionalprofile/284431/afghanische-taliban-und-mujaheddin-prominente-beispiele-der-militarisierung-von-fluechtlingen/

  2. Solange die Hälfte der Bevölkerung in Afghanistan diskriminiert ist, solange sind die Taliban Terroristen.
    Daher sollte Rußland die Taliban weiter als Terror-Organisation führen.
    Alles andere wäre eine Verhöhnung der Frauen, eine indirekte Akzeptanz ihrer Unterdrückung.
    Es sei denn, daß die Rolle der Frau auch in Rußland eine „konservative“ ist?

    Die berühmt-berüchtigten drei K:
    Kinder, Küche, Kirche!

    Sowohl Charles Fourier als auch Karl Marx waren der Meinung, daß der Grad an Fortschrittlichkeit einer Gesellschaft daran gemessen werden muß, wie sie mit dem weiblichen Geschlecht umgeht.

    Charles Fourier:
    „Die Veränderung einer geschichtlichen Epoche läßt sich immer aus dem Verhältnis des Fortschritts der Frauen zur Freiheit bestimmen.“

    Marx in einem Brief an Ludwig Kugelmann, 1868:
    „Jeder, der etwas von der Geschichte weiß, weiß auch, daß große gesellschaftliche Umwälzungen ohne das weibliche Ferment unmöglich sind. Der gesellschaftliche Fortschritt läßt sich exakt messen an der gesellschaftlichen Stellung des schönen Geschlechts (die Häßlichen eingeschlossen).“

    1. “Uns wird gesagt, daß unter den Dagestanern die Scharia von großer Bedeutung ist. Wir wurden auch darüber informiert, daß die Feinde der Sowjetmacht Gerüchte verbreiten, daß sie die Scharia verboten hat. Ich wurde von der Regierung der Russischen Sozialistischen Föderativen Sowjetrepublik ermächtigt, hier zu erklären, daß diese Gerüchte falsch sind. Die Regierung Rußlands gibt jedem Volk das volle Recht, sich auf der Grundlage seiner Gesetze und Bräuche zu regieren. Die Sowjetregierung ist der Ansicht, daß die Scharia als Gewohnheitsrecht ebenso uneingeschränkt zulässig ist wie das aller anderen Völker, die in Rußland leben. Wenn die Dagestaner ihre Gesetze und Bräuche bewahren wollen, sollten sie bewahrt werden.“

      J. V. STALIN (1920)
      https://stalinsocietypk.wordpress.com/2014/12/30/stalin-on-islam/

      1. Stalin hat die unmittelbar nach der Revolution eingebrachten Gesetze zur Rolle der Frau, zur Sexualität etc., die für damalige Verhältnisse sehr fortschrittlich waren, wieder abgeschafft.
        Stalin, der Georgier, hatte einen großen Verschleiß an Frauen.
        Stalin, der Georgier, war ein Macho.

          1. @GMT
            „Was erzählen Sie für einen Unsinn?“

            Moin.
            Das von @kwf Gesagte war mich Anlaß mal etwas genauer hinzuschauen, hatte ich mich im Bezug auf das damalige Russland mit diesem Thema nie befasst. Lesenswertes folgt.

            Auszug :

            Frauen, die Russische Revolution und der Stalinismus

            „Die Stellung der Frau ist der anschaulichste und wirkungsvollste Indikator, um die Entwicklung eines sozialistischen Regimes und einer staatlichen Politik einzuschätzen“ schrieb der russische Revolutionär Leo Trotzki 1938. In Russland spiegelte sich das in den Errungenschaften auch und gerade für Frauen nach der Oktoberrevolution 1917 – und dann in den Rückschlägen in Folge der stalinistischen Konterrevolution wieder.“

            https://www.slp.at/artikel/frauen-die-russische-revolution-und-der-stalinismus-5562

            1. @LaRog

              Danke für den Artikel.

              Doch leider ist der auch in einigen Teilen „Wahrheit mit Lügen bzw. Unwissenheit“ vermischt…
              Hab mal nur einen Absatz daraus:
              „Zum Beispiel wurde die Ehe zu einem einfachen Verwaltungsakt, beide Partner hatten das Recht, sich scheiden zu lassen. Alle Frauen, die einen Schwangerschaftsabbruch brauchten, konnten diesen legal und kostenlos vornehmen lassen. Homosexualität wurde legalisiert. Vergewaltigung in der Ehe wurde strafbar – in Österreich dauerte das bis 2004! Das Prinzip „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit” wurde eingeführt. Neue Arbeitsschutzgesetze verbesserten die Situation der Arbeiterinnen. Sie hatten jetzt Anspruch auf 16 Wochen bezahlten Mutterschutz; stillende Mütter mussten nur noch vier Tage in der Woche arbeiten und hatten ein Recht auf regelmäßige Stillpausen.“

              Das ist natürlich Quatsch!
              Es gab bis in die 70er Jahre weder 16 Wochen bezahlten Mutterschutz, noch legale & kostenlose Schwangerschaftsabbrüche. Arbeitsschutzgesetze kamen auch erst viel später & im weitere Verlauf des Artikels wird behauptet, dass alle nur in Restaurants essen waren….

              Diese „sozialistische Linke“ in Österreich tut sich keinen Gefallen, solche Märchen zu erzählen – auch wenn da ein paar Wahrheiten eingestreut wurden.
              Im Zeitalter des Internet, lesen zu wenige Leute noch Bücher – echte & als Zeitzeugen wichtige!

              1. @GMT
                Wie gesagt – ich habe mich mit dieser Thematik auch eben erst befaßt. Sicher wird es im Internet bessere Quellen geben. Falls Sie da etwas haben bitte einparken. Mich interresiert das.
                Danke

                1. @InVino

                  Was meinen Sie mit „akademisch geweiht“

                  Da haben sich Westler probiert nach der Wende irgendwelche Teile mindestens genau so ideologisch zu interpretieren wie es die sozialistische Linke in Österreich macht….

                  Das ist genau so wie Westler Ostler immer erklären wollen, wie die gelebt haben…..

  3. Es gibt eine Reihe von Saaten die viel eher auf diese Liste gehören.
    Allen voran USA und Israel. Aber selbst mit diesen beiden Staaten unterhält Russland diplomatische Beziehungen.

  4. Terroristen? Islamische Terroristen?
    Sie verweigern Menschenrechte? Ist das ein Vorwurf, weil sie es offen aussprechen und machen, oder nur deswegen, weil sie keine feige Strategie nach EU-thanasie anwenden? Sind es Terroristen weil sie öffentlich Menschen demütige, foltern und hinrichten, aber nicht so feige agieren wie in der EU-thanasie diese gewaltsam entführen zu lassen und falls sie das überleben in ihre KZs auch genannt Haftanstalten (JVA) dort als Geiseln halten, mit ihnen Experimente veranstalten und foltern bis zum Tode?
    Hier werden nicht nur fragwürdige Vergleiche oder Vorurteile zum WerteWesten gezogen.
    Die argumentativen Aussagen gehen somit dahingehend zurück auf diese „bevorstehende Zurücknahme“, kurz gesagt, der „Nichteinmischung“.
    Dazu kann man stehen wie man will, aber immerhin ist der CIA schon mal erhebliches „Rauschmittelpotential“ und damit eine große Geldquelle entzogen.
    Warum sie Frauen so „halten“ ist auch einfach erklärt. Sie sehen gerade wozu es führt, wenn man die „Hyänen“ der EU-thanasie betrachtet, was sie durch „Bildung“ erschaffen. Andererseits, müssen die faulen Säcke dann selbst für den eigen Unterhalt sorgen und fürs „Messern“ im eigenen Land werden sie nun mal nicht bezahlt, so wie in der EU-thanasie.
    angenehmen Aufenthalt in Absurdistan=BRD

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