Die Rückkehr zur Normalität und die chaotische politische Woche in den USA

Die letzte Woche war in den USA so turbulent, wie lange nicht mehr. Ob die Verhandlungen mit der Ukraine, die Grönlandreise von US-Vizepräsident Vance, der Signal-Skandal, den die deutschen Medien zum Dauerthema gemacht haben, oder andere Themen: Letzte Woche ging es in den USA politisch hoch her.
Daher war der Bericht des USA-Korrespondenten, den das russische Fernsehen am Sonntag in seinem wöchentlichen Nachrichtenrückblick gezeigt hat, dieses Mal recht lang und begann mit einer Anmoderation im Studio. Aber ich habe ihn trotzdem übersetzt, weil das russische Fernsehen über vieles berichtet, was deutsche Medien verschweigen, und weil es einfach interessant ist, wie anders als in Deutschland russische Medien auf die Vorgänge in den USA blicken.
Beginn der Übersetzung:
Skandalöses Signal und ein verärgertes Grönland: schlechte Nachrichten für Trump
Der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte am Donnerstag, die Wiederaufnahme des Dialogs zwischen Russland und den USA sei im Grunde die Rückkehr zur Normalität. Doch diese Wiederaufnahme wäre ohne eine Rückkehr zur Normalität in Amerika selbst unmöglich. Ein Anzeichen für die neue Normalität in den USA ist die Rückkehr zur Anerkennung historischer Fakten. Doch dazu war eine Entscheidung von Präsident Trump nötig, der erklärte: „Im letzten Jahrzehnt waren die Amerikaner Zeugen einer konzertierten und weitverbreiteten Anstrengung, die Geschichte unseres Landes umzuschreiben. Dabei wurden objektive Fakten durch eine verzerrte Erzählung ersetzt, die eher auf Ideologie als auf Wahrheit beruht.“
Es waren die Demokraten und ihr militanter Flügel BLM, die die amerikanische Geschichte verzerrt haben. Im Jahr 2020 wurde eine Reiterstatue von Präsident Theodore Roosevelt vom Eingang des New Yorker Museum of Natural History entfernt, weil sich darunter neben Roosevelt Figuren eines Schwarzen und eines Indianers befanden. Das wurde als rassistisch angesehen.
Dann gingen sie an den Entdecker Amerikas Christoph Kolumbus und behaupteten, er sei Sklavenhalter gewesen. In Richmond, Baltimore, fielen Statuen des Seefahrers von ihren Sockeln. In Boston wurde der Kopf der Kolumbus-Statue abgerissen.
Portland hat Statuen der Präsidenten George Washington und Thomas Jefferson wegen Vorwürfen der Sklaverei entfernt.
Das Symbol dafür, dass das ideologische Pendel in Amerika diese Woche zurückgeschwungen ist, waren Aufnahmen aus Salt Lake City, auf denen zu sehen ist, wie ein Bagger eine Mauer mit einem Bild des Schwarzen George Floyd eingerissen hat. Nach seinem Tod in Polizeigewahrsam fegte der verheerende BLM-Hurrikan über Amerika hinweg. Nun ist diese Theater vorbei.
Aber die Amerikaner wären keine Amerikaner, wenn sie nicht damit beginnen würden, ihre neuen Ansichten auf der anderen Seite des Ozeans durchzusetzen.
Die Financial Times berichtet, dass die amerikanische Botschaft in Paris einen Brief an eine Reihe großer französischer Unternehmen geschickt hat, in dem sie von ihnen die Bestätigung fordert, dass sie der Anordnung des amerikanischen Präsidenten zur Abschaffung der DEI-Ideologie – Diversity, Equality, Inclusion – nachkommen, da diese Maßnahmen ausländische Unternehmen betreffen, die in den USA tätig sind. Nun müssen die Franzosen zur Normalität zurückkehren, wenn sie sich nicht mit Trump überwerfen wollen.
Unser New Yorker Korrespondent Valentin Bogdanow erzählt von der schwierigen Rückkehr der USA zur Normalität und dem anhaltenden internen Kampf.
Die Präsidentschaft Donald Trumps geriet so plötzlich in Turbulenzen, dass seine Air Force One beim Landeanflug auf den Flughafen West Palm Beach erschüttert wurde. Zwei Monate lief der Flug normal, aber plötzlich müssen sich alle dringend anschnallen. Trump sagte im Flugzeug zu Journalisten: „Wir landen. Bleiben Sie sitzen, damit Sie nicht verletzt werden. Ich liebe Fake News. Wir landen, ich möchte nicht, dass jemand verletzt wird. Viel Spaß und viel Glück an alle.“
Aufgrund eines plötzlichen Druckabfalls war eine dringende Flugänderung erforderlich. Einfach ausgedrückt: Lecks.
Die Fake-News-Medien sickerten in Person des Chefredakteurs von The Atlantic, Jeffrey Goldberg, in eine geschlossene Gruppe des Messenger-Dienstes Signal ein. Goldberg wurde vom Nationalen Sicherheitsberater Mike Waltz versehentlich einem Chatroom mit dem Namen „Small Leadership Group on the Houthis“ hinzugefügt, dem auch hochrangige Beamte des Weißen Hauses angehörten. Die Chatteilnehmer diskutierten über Angriffe auf den Jemen.
Goldberg erzählte: „Mir wurde plötzlich klar, dass es sich um eine echte Korrespondenz zwischen der US-amerikanischen Sicherheitsführung handelte. Andererseits war es unglaublich: Warum diskutieren sie das auf Signal? Warum haben sie den Chefredakteur des Atlantic in die Gruppe eingeladen?“
Goldberg nahm an der Korrespondenz nicht aktiv teil, machte jedoch sorgfältig Screenshots und zeichnete alle Bewegungen auf. Es heißt, dass Trump, der Waltz öffentlich unterstützt hat, wütend war, als er davon erfuhr. Mit dem Chefredakteur des Atlantic habt er eine alte Rechnung offen. Er war es, der im Jahr 2020 den Artikel über die Weigerung des US-Präsidenten veröffentlichte, den Friedhof von Aisne-Marne zu besuchen, und die toten amerikanischen Soldaten als Loser bezeichnete. Goldberg war einer der Ersten, der die Amtsenthebung des damaligen 45. Präsidenten der Vereinigten Staaten forderte.
Trump sagte in einem Interview: „Goldberg ist ein Loser. Sein Magazin ist ein großer Misserfolg. Und wir glaubten, dass es jemand in der Leitung war, der die Erlaubnis dazu hatte. Jemand, der mit Mike Waltz zusammenarbeitete und auf niedriger Ebene für ihn arbeitete. Soweit ich weiß, gab es keine geheimen Informationen, es gab kein Problem.“
Doch der erfahrene Goldberg sah diesen Schritt voraus. Nachdem er Trump das Wort hatte ergreifen lassen, veröffentlichte er eine neue Reihe von Screenshots, die Experten so kommentierten: „Wir sehen einen militärischen Plan. Das sind Einsatzbefehle, militärische Fachterminologie. Aber nicht nur das, wir sehen auch die ersten Schadensberichte. Es besteht kein Zweifel, dass es sich dabei um vertrauliche Informationen handelt. Wenn diese über ungeschützte Kanäle diskutiert werden, gefährdet man alle an der Operation Beteiligten. Das ist eine sehr ernste Situation.“
Allein dieses Fragment zeugt von der Ernsthaftigkeit und Offenheit des Signal-Chats. Zuschlagen oder nicht zuschlagen, das war hier die Frage. Zumindest für J.D. Vance, der sowohl mit Waltz als auch, wie sich zeigte, auch mit Trump nicht einer Meinung war. Vance schrieb: „Kollegen, ich bin heute zu einer Wirtschaftsveranstaltung in Michigan unterwegs. Aber ich glaube, wir machen einen Fehler. Drei Prozent des amerikanischen Handels laufen durch den Suezkanal. Und 40 Prozent des europäischen Handels. Es besteht die ernste Gefahr, dass die Öffentlichkeit nicht versteht, warum das nötig ist. Ich bin mir nicht sicher, ob der Präsident versteht, wie sehr das im Widerspruch zu seinen aktuellen Botschaften an Europa stehen würde. Und es besteht die Gefahr eines moderaten oder deutlichen Anstiegs der Ölpreise.“
Waltz antwortete darauf: „Vizepräsident, ich verstehe Ihre Bedenken. Aber es geht hier nicht um die Huthis. Ich sehe zwei Gründe. Erstens: Die Wiederherstellung der Freiheit der Schifffahrt, die in unserem größten nationalen Interesse liegt. Und zweitens: Die Eindämmung, die Biden zerstört hat, muss wiederhergestellt werden.“
Biden sehen sie alle als Feigling. Aber Pentagonchef Hegseth war zu dreist, als er 31 Minuten vor dem Abheben von den Basen der US-Kampfflugzeuge Einzelheiten der kommenden Operation gegen die Huthis direkt in dem Messenger veröffentlichte:
„12:15 Start der F-18 (Erstschlag).“
„13:45 Zeit für Erstangriffe mit F-18. Das Ziel ist der Standort des Terroristen. Muss zur angegebenen Zeit beginnen. Außerdem werden MQ-9-Drohnen gestartet.“
Nachdem amerikanische Kampfjets die ersten Raketen auf den Jemen abgefeuert hatten, begannen die Mitglieder der geschlossenen Gruppe, sich gegenseitig zu gratulieren. „Toller Start“, schrieb CIA-Direktor John Ratcliffe, worauf der Nationale Sicherheitsberater mit drei vielsagenden Emojis antwortete.
Der Demokrat Hakeem Jeffries empörte sich: „Es muss eine Untersuchung durch den Kongress geben, damit wir verstehen, was passiert ist, warum es passiert ist und wie wir diese Art von Bedrohung der nationalen Sicherheit in Zukunft verhindern können. Das ist rücksichtslos, unverantwortlich und gefährlich.“
Jeffries ist der Vorsitzende der Demokraten im Repräsentantenhaus. Auch im Senat gibt es welche, allerdings sind sie in beiden Kammern die politische Minderheit. Sie können gegen keine der Signalgate-Figuranten ein Amtsenthebungsverfahren einleiten. Sie setzen auf die Gerichte.
Einer für alle und alle für einen, so reagiert Trumps Team auf den Angriff.
Justizministerin Bondi wurde bei einer Pressekonferenz gefragt: „Ist das Justizministerium in diesen Prozess involviert?“
„Es handelte sich um vertrauliche, aber nicht geheime Informationen, die versehentlich an die Öffentlichkeit gelangten. Lassen Sie uns besser darüber sprechen, wie erfolgreich unsere Operation war“, war ihre Antwort.
Das ist die Hauptverteidigungslinie. Die Operation im Jemen war ein Erfolg – das ist nicht Bidens beschämender und verlustreicher Rückzug aus Afghanistan -, alles andere ist eine Hexenjagd.
Präsidentensprecherin Caroline Leavitt sagte dazu: „Goldberg ist ein Trump-Hasser. Er ist ein registrierter Demokrat. Goldbergs Frau ist ebenfalls eine registrierte Demokratin und eine Großspenderin der Demokratischen Partei, die unter Hillary Clinton diente.“
Goldbergs Frau Pamela leitete den Internationalen Fonds für Frauen und Mädchen im US-Außenministerium. Und Außenministerin war Clinton, die selbst einen Fehler mit geheimen Dokumenten gemacht hat. Sie speicherte sie auf einem privaten Server und verstieß damit gegen das Gesetz.
Gerade Hillary hätte über den Skandal mit Signal besser geschwiegen, aber auch sie ist aus den Tiefen des Washingtoner Sumpfes mit Kommentaren aufgetaucht und erklärte: „Vielleicht will Trump zu den Einflusssphären des 19. Jahrhunderts zurückkehren. Vielleicht treibt ihn einfach nur persönlicher Groll an und er versucht, sich zu übernehmen. Als Geschäftsmann meldete er für seine Casinos in Atlantic City Insolvenz an. Jetzt spielt er mit der nationalen Sicherheit der USA. Wenn das so weitergeht, ist ein Foul im Gruppenchat das geringste Problem, und all die Faust- und Flaggen-Emojis werden uns nicht retten.“
Die Anzahl der roten Karten, die Clinton erhalten hat, würde sicherlich ausreichen, um sie lebenslang einzusperren, meint Pete Hegseth: „Wenn es jemand anderes als Hillary Clinton gewesen wäre, würde diese Person jetzt im Gefängnis sitzen.“
Hillary landete jedoch nicht im Gefängnis, dafür wechselte Hegseth von der Studiocouch der Morgenshow von Fox News auf den Stuhl des Pentagonchefs. Aber er verfügt immer noch über alle beruflichen Fähigkeiten. Der US-Verteidigungsminister hat die Arbeit mit und vor der Kamera nicht verlernt, wie eine spontane Erklärung vor Journalisten zeigte: „Sie haben sogar den Namen der Gruppe in ‚Angriffspläne‘ geändert, weil sie wissen, dass es sich nicht um militärische Pläne handelt. Es gab keine Einheiten, keine Standorte, keine Routen, keine Flugrouten, keine Quellen, keine Methoden, keine geheimen Informationen. Wissen Sie, wer Militärpläne sieht? Ich sehe sie jeden Tag.“
Vielleicht war es Hegseths plötzlicher Aufstieg, den seine Konkurrenten um Trumps Aufmerksamkeit nicht verzeihen konnten. Im rechten Teil der amerikanischen Medienlandschaft gewinnt die Version einer Spaltung in Trumps Team an Popularität. Sie behaupten, dass Waltz die Leitung des Pentagons gezielt in die Falle gelockt habe und dass er dem liberalen Abgesandten Goldberg keineswegs zufällig Zugang zu der Gruppe verschafft habe.
Waltz wurde im Interview gefragt: „Sie haben Goldberg nie getroffen. Er sagt, Sie hätten sich früher getroffen.“
„Ich habe keine Ahnung. Ich würde ihn nicht wiedererkennen, wenn ich ihm zufällig begegnen oder ihn bei einer Gegenüberstellung der Polizei sehen würde. Ich kannte ihn aufgrund seines Rufs als Lügner, der ständig über den Präsidenten lügt“, antwortete Waltz.
„Sie wissen also nicht, welcher der Mitarbeiter dafür verantwortlich ist?“
„Ich übernehme die volle Verantwortung. Ich habe die Gruppe erstellt, um sicherzustellen, dass alles koordiniert ist“, war seine Antwort.
Besonders gnadenlos gingen die Chatteilnehmer übrigens auf die bösartigen und nichtsnutzigen Euro-Säumigen los. Auch Vance, Hegseth und der stellvertretende Stabschef des Weißen Hauses, Miller, meldeten sich zu Wort.
J.D. Vance schrieb in dem Chat: „Pete Hegseth, wenn Sie meinen, wir sollten das tun, dann nur zu. Ich möchte Europa wirklich nicht noch einmal retten müssen.“
Pete Hegseth antwortete: „Vizepräsident, ich teile Ihre Abscheu vor dem europäischen Trittbrettfahren vollkommen. Es ist erbärmlich. Aber Mike hat Recht, wir sind die Einzigen auf dem Planeten, die das können.“
Stephen Miller mischte sich ein: „Wenn Europa keine Belohnung zahlt, was dann? Wenn es den USA gelingt, unter großen Kosten die Freiheit der Schifffahrt wiederherzustellen, muss es im Gegenzug einen wirtschaftlichen Nutzen geben.“
Pete Hegseth stimmte zu: „Einverstanden.“
Am härtesten trafen diese Worte die Briten, denn Trumps Leute sprachen von den Meeren, wo von ihrer früheren Herrschaft nur noch Nostalgie und Phantome übrig sind. Die Erklärung des ehemaligen Verteidigungsministers Ben Wallace klang wie ein verärgerter Pirat am Strand: „Die USA verstehen wieder einmal nicht, dass eine der obersten Regeln der Geheimdienste lautet, dass etwas wissen muss. Außerdem legen sie eine Haltung an den Tag, die zu einem Haufen Hinterwäldler passt, die in einer Bar Geschichten austauschen.“
Für die Untertanen der Krone ist an dieser Bartheke definitiv kein Platz. Wen die Hinterwäldler nicht mögen, für den gilt: Flughafen, Flugzeug, London.
Marjorie Taylor Greene bekam unliebsame Fragen von einer Reporterin und fragte sie anstatt eine Antwort zu geben: „Aus welchem Land kommen Sie?“
„Aus Großbritannien.“
Daraufhin kam es zu diesem Wortgefecht:
„Okay, Ihre Meinung und Ihre Berichte sind uns egal. Warum kehren Sie nicht in Ihr Land zurück, wo Sie ein ernstes Problem mit Migranten haben?“
„Sie…“
„Nein, nein, nein, Sie sollten sich um Ihre eigenen Grenzen kümmern.“
„Ist Ihnen das Leben der Amerikaner wichtig?“
„Lassen Sie mich Ihnen etwas sagen: Sind Ihnen die Menschen in Ihrem Land wichtig? Was ist mit all den Frauen, die von Migranten vergewaltigt werden?“
„Machen Sie sich Sorgen über…“
„Okay, wir sind fertig.“
„Befürchten Sie, dass amerikanische Leben in Gefahr sind?“
„Ihre Fake News interessieren mich nicht.“
Schlimmer als Fake News sind nur aufgebauschte Fake News. Zwei Tage hintereinander versuchten sie, zwei weitere Chat-Teilnehmer damit zu bewerfen, die Chefin der nationalen Geheimdienste Gabbard und den Direktor der CIA Ratcliffe, die das Pech hatten, während der Senatsanhörungen in die Schusslinie zu geraten. Ob der Pentagon-Chef ein Alkoholproblem hat, haben die Demokraten eigentlich schon vor zwei Monaten abgehandelt, doch nach „Signal“ beschlossen sie, es nochmal zu versuchen.
„Hat Pete Hegseth Ihres Wissens Alkohol getrunken, bevor er geheime Informationen preisgab?“, wurde Gabbard gefragt.
„Ich weiß nichts über die persönlichen Gewohnheiten von Minister Hegseth.“
„Direktor Ratcliffe, dieselbe Frage, ja oder nein?“, ging die Frage dann an den CIA-Chef.
„Das ist eine beleidigende Frage. Die Antwort ist nein.“
Für diejenigen, die an Hegseths Arbeitsfähigkeit zweifeln, wurden Aufnahmen aus seinem Büro im Flugzeug bearbeitet. Es ist lustig, sogar auf Flügen sieht der US-Verteidigungsminister seinen Lieblingssender Fox News.
Auch ein anderer Chatteilnehmer war während des Chats fern der Heimat: Trumps Sondergesandter Steven Witkoff, der im Signal-Chat mit einem Emoji aus flehend gefalteten Händen, einer Faust und einer amerikanischen Flagge antwortete, war in Moskau. Und wie kann man ohne eine russische Spur auskommen?
Der Demokrat Adam Schiff sagte dazu: „Die Russen haben einen Ausdruck, Sie kennen ihn sicher. Sie nennen gewisse Leute nützliche Idioten. Nun, wenn es um Russland und die Ukraine geht, gibt es offenbar keinen nützlicheren Idioten als Steve Witkoff. Er erzählt uns jetzt, dass er sein privates Gerät nicht dabei hatte und diesen privaten Chat über sein privates Gerät geführt hat. Nun stellt sich natürlich die Frage: Wo zum Teufel war sein Telefon, wenn er es nicht dabei hatte, und wer sonst hatte noch Zugriff darauf?“
Der Zugriff auf Witkoffs Telefon macht den Demokraten natürlich Sorgen. Und sie selbst verlieren den Zugang zur US-Außenpolitik. Der russische Kurs unter Biden ist in meterdickem Eis eingefroren. Die Ankunft des neuen russischen Botschafters Alexander Dartschijew in Washington ist so etwas wie der erste Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.
Die Il-96 mit den russischen Diplomaten flog laut Flightradar-Daten über eine eher ungewöhnliche transatlantische Route nach Amerika. Normalerweise fliegen kommerzielle Flüge über Grönland, aber das Flugzeug der Sondereinheit „Russland“ flog darum herum. Die arktische Insel gehört zu Dänemark und nicht zu den USA, wie Trump es sich erträumt. Trump schickte J.D. Vance in die polaren Breiten, um das Missverständnis auszuräumen.
Die Boeing des US-Vizepräsidenten landet nicht wie zuletzt bei Donald Trump Jr. auf dem zivilen Flughafen Nuuk, sondern auf dem US-Militärstützpunkt Pituffik. Aus der Sprache der grönländischen Eskimos übersetzt bedeutet es „Platz zum Anbinden von Hunden“. Die Regierung erlaubte Vance, seiner Frau und seinem Sohn jedoch nicht einmal, sich die Hundeschlittenrennen anzusehen. Es war ein kalter Empfang.
„Wir wollen gute Beziehungen zu allen haben“, sagte Vizepräsident Vance auf Grönland vor US-Soldaten. „Der Schlüssel zu guten Beziehungen liegt jedoch darin, Stärke zu zeigen, wenn es nötig ist. Unsere Botschaft an Dänemark ist ganz einfach: Sie haben dem grönländischen Volk keinen guten Dienst erwiesen. Das muss sich ändern.“
Nervosität in Dänemark. Ministerpräsidentin Frederiksen bezeichnete Vances Vorstoß als einen Akt eklatanten Drucks. Auch den Inselbewohnern gefällt der Cowboy-Stil laut Umfragen nicht. Am Tag von Vances Besuch bestätigte das grönländische Parlament nach den jüngsten Wahlen eine neue Koalitionsregierung. Alle Parteien unterstützen die Unabhängigkeit von Dänemark, aber keine unterstützt den Beitritt zu den USA.
„Gemeinsam standen Amerikaner und Grönländer wie Wachen am Dach der Welt, doch heute ist Grönland einer neuen Bedrohung durch russische Aggression und chinesische Expansion ausgesetzt. Unsere gemeinsame Vergangenheit lebt weiter“, erklärte Vance.
Trump veröffentlichte vor dem Besuch von Vance in sozialen Medien ein Horrorvideo mit der Botschaft „Ergebt Euch, oder es wird schlimmer“. Das Weiße Haus hat es eilig. Russland verfügt über immer mehr Eisbrecher und U-Boote, doch in den hohen Breitengraden gibt es immer weniger Eis. Neue Handelswege eröffnen sich. Trump will seinen Anspruch auf sie erheben.
Trump erklärte: „Wir brauchen Grönland. Die Frage ist nicht einmal, ob wir ohne Grönland auskommen können. Das können wir nicht. Wenn Sie sich Grönland jetzt ansehen, wenn Sie sich die Wasserstraßen ansehen, sehen Sie überall chinesische und russische Schiffe. Das können wir uns nicht leisten.“
Die USA begannen vor 150 Jahren, unmittelbar nach dem Kauf Alaskas, sich mit Grönland zu befassen. Trump träumt davon, das zu vollenden, was Außenminister Seward und Präsident Truman nicht geschafft haben. Vorerst mit freundlichen Worten und vielen Dollars. Es gibt aber auch drakonische Zölle und ein neuer, unbekannter Vance, der auf dem Trainingsgelände des Marine Corps in Quantico ein M27-Infanteriegewehr, ein M107-Scharfschützengewehr, ein M240B-Maschinengewehr und sogar eine Haubitze abfeuert. Das ist wie eine fertige Videosequenz für ein Wahlvideo für 2028. Die Republikaner setzen bereits große Hoffnungen in diese Wahl und in Vance.
Es kam heraus, dass die Minnesota Law Review im Jahr 1999 mit ihrem Artikel über die Existenz einer Lücke im 22. Zusatzartikel zur amerikanischen Verfassung, die es einer Person verbietet, zweimal zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt zu werden, unwissentlich den Weg für eine mögliche dritte Amtszeit von Trump ebnete. Dazu müsste er zunächst Vances Vizepräsident werden und unmittelbar nach der Amtseinführung sein Amt niederlegen. Wenn dieser Plan zweimal wiederholt wird, kann der Trump bis Januar 2037 im Weißen Haus bleiben.
Ende der Übersetzung
11 Antworten
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„Goldberg“, Nomen est Omen!
Daß Donald Trump ein bißchen angestochen ist, wer wollte ihm das verdenken? Anders als Wladimir Putin hat Donald Trump die Aufräumarbeiten im Inneren noch vor sich.
Wer an schillernde Selbstbeweihräucherungen wie „Demokraten“ und „Sozialdemokraten“ glaubt, der lebt ohne es zu merken in einem Apartheidsstaat und kriegt die Pappnase auf. Man kann seine Ziele auch in einer anderen Organisation erreichen, das sieht man ja an der Verbrüderung der sog. Demokraten mit Pfizer, Soros und Gates, mit Waffenlieferanten und Kriegsfürsten. Zudem haben die Demokraten die Politik auf eine geradezu vulgäre Weise sexualisiert.
Missionare kamen immer mit dem Schwert.
hauke, ich finde es auch sehr unterhaltsam, dass die sogenannten „democrats“ ihre eigene Medizin ins Gesicht gerieben bekommen, all den Hass und die Zensur und die Bösartigen Lügen, hah, nehmt das, demorats!
Nur was machen die Kreuzfahrer, wenn sie endlich ausgemistet haben (Falls sie es überhaupt schaffen, die sind nicht so klug wie Präsident Putin)?
Und NEIN Missionare kamen NIEMALS mit dem Schwert! Missionare kamen mit Büchern und DEM Buch, aber es gab Eroberer und Rassisten und Goldgeile, DIE kamen mit Feuer und Schwert. Und ja, manche von denen waren eventuell beherrscht von Angst vor fremdländischen Dämonen und haben entsprechend überreagiert.
Aber Missionare (Die, die die Frohe Botschaft von unserem Erlöser Jesus Christus mitteilen wollen) kommen NICHT mit Feuer, Schwert, Gewalt, Vergewaltigung, Machtmissbrauch…..
Naja, ist vielleicht ein Problem der DEFINITION!
Rosendorn herrjeh … sich die Geschichte schönzusaufen fördert zwar das persönliche Wohlbefinden, aber es ändert die Geschichte nicht. Jedenfalls nicht in dieser Realität.
https://de.wikipedia.org/wiki/Missionar
Machiavelli: Alle bewaffneten Propheten haben den Sieg davongetragen, die unbewaffneten aber sind zugrunde gegangen.
Hätte Karl der Große kein Schwert gehabt, wären Sie heute kein Christ. Mohammed kam auch mit dem Schwert.
Wäre Wladimir Putin ein Zimperling, wäre das Reich ohne Ordnung. Donald Trump hat gar keine andere Wahl. Er weiß es. Und Wladimir Putin weiß das auch.
Marien le Pen war unbewaffnet und der Zionist Emanuel Macron hat sie zur Strecke gebracht.
Machiavelli: Alle bewaffneten Propheten haben den Sieg davongetragen, die unbewaffneten aber sind zugrunde gegangen.
Hätte Karl der Große kein Schwert gehabt, wären Sie heute kein Christ. Mohammed kam auch mit dem Schwert.
Wäre Wladimir Putin ein Zimperling, wäre das Reich ohne Ordnung. Donald Trump hat gar keine andere Wahl. Er weiß es. Und Wladimir Putin weiß das auch.
Marien le Pen war unbewaffnet und der Zionist Emanuel Macron hat sie zur Strecke gebracht.
Feuer, Schwert, Gewalt, Vergewaltigung, Machtmissbrauch….. Das ist ihre Phantasie, davon habe ich nichts geshrieben.
Sorry, Trudeau ist ein Zionist. Ob Macron einer ist, weiß ich nicht.
Macron ist Young global leader, als solcher muss er bestimmte Dinge „glauben“.
Aber anscheinend Definitionsproblem, weder Machiavelli noch Karl den Großen bezeichne ich als MISSIONAR.
Feuer und Schwert, Gewalt usw kommen von der kath Kirche, Inquisition, Hure Babylon, Nicht von den MISSIONAREN!
Also: Definitionsproblem.
Nun das Trump bis Januar 2037 im Amt bleibt glaube ich nicht. Ich denke das Planungen laufen Trump zu beseitigen. Feinde hat er genug. Man wird abwarten bis man den Richtigen Mann oder Gruppe gefunden hat. Damit kein Verdacht auf eine Organisation in Amerika fällt. Vielleicht werden es die Ukrainer sein. Nordstream 2 wollte man ja auch den Ukrainern in die Schuhe schieben!
Ja es ist einfach, die Statue eines Menschen zu entfernen wenn dieser in der Vergangenheit Fehler gemacht hat. Sich mit diesen Fehlern zu beschäftigen und sie ins Bild zu setzen für die heute lebenden, ist viel schwieriger. Die Zeiten ändern sich nun einmal aber die Menschen sollten sich mit den Fehlern der Vergangenheit beschäftigen.
Trump hat sich für seine Amtszeit sehr viel vorgenommen. Ich denke auch das ein Vance noch viel zu tun hat.