Teil 4: Ein Vergleich der Kriminalität in Deutschland und in Russland
Im Westen wird der Eindruck vermittelt, Russland sei arm und es gäbe keinen Sozialstaat. Ich veröffentliche eine Serie von Artikeln, in denen ich über verschiedene soziale Bereiche wie Gesundheitsversorgung, Renten, Bildung und Kriminalität in Russland berichte.
Die deutsche Kriminalstatistik für 2023 weist aus, dass es in Deutschland 5,94 Millionen Straftaten gab. In Russland beträgt diese Zahl 1,95 Millionen Straftaten.
In Russland ist das Leben viel sicherer
Das erste, für mich etwas überraschende Ergebnis, ist also, dass es in Russland weit weniger als halb so viele Straftaten gibt, wie in Deutschland. Und wenn man die Zahlen noch mit der Bevölkerungszahl in Bezug setzt, dann wird der Unterschied noch deutlicher. Das Leben in Russland ist um ein Vielfaches sicherer als in Deutschland.
Das ist zwar auch das subjektive Gefühl, das man in Russland hat, aber eine so große Differenz hatte nicht erwartet. Obwohl die russische Bevölkerung fast doppelt so groß ist, wie die deutsche Bevölkerung, beträgt die Zahl der Straftaten in Russland nur ein Drittel der Zahl der Straftaten in Deutschland.
Übrigens ist auch die Art der Kriminalität in Russland und Deutschland vergleichbar, in beiden Ländern machen Eigentumsdelikte ungefähr 50 Prozent aus. Was nicht vergleichbar ist, sind die Zahlen bei Totschlag, wozu ja auch Autounfälle mit Todesopfern zählen, denn die Zahl der Verkehrstoten ist in Russland viel höher, als in Deutschland. In Russland sterben im Straßenverkehr ca. 14.000 Menschen pro Jahr, während es in Deutschland nur 2,839 sind.
Allerdings ist die russische Zahl im internationalen Vergleich gar nicht so hoch, wie es auf den ersten Blick scheint, denn in den USA sterben sogar 41.000 Menschen pro Jahr im Straßenverkehr, was auch auf die Bevölkerungszahl gerechnet mehr ist als in Russland. Die Zahl der Verkehrstoten ist in Deutschland im internationalen Vergleich also sehr niedrig.
Knackpunkt Ausländerkriminalität
Sehr große Unterschiede zwischen Russland und Deutschland gibt es aber bei der Ausländerkriminalität. Die deutsche Kriminalstatistik ist bemüht, die Zahl der von „nicht deutschen Tatverdächtigen“ begangenen Straftaten durch einige statistische Tricks ein wenig zu schönen, aber obwohl die Angaben in den beiden Kriminalstatistiken nicht ganz vergleichbar sind, sind die Zahlen doch so eindeutig, dass man sie nebeneinander halten kann.
In Deutschland sind von ca. 2,25 Millionen Tatverdächtigen 925.000 „nicht-deutsche“. Das bedeutet, dass Ausländer in Deutschland insgesamt ca. 41 Prozent der Tatverdächtigen ausmachen, obwohl sie mit ca. 13,9 Millionen Menschen nur etwa 16,7 Prozent der Bevölkerung stellen. Wir haben also in Deutschland eine überproportional hohe Anzahl ausländischer Tatverdächtiger. Und das bedeutet – unabhängig von ideologisch geprägten Einschätzungen –, das Ausländer im Verhältnis weit mehr Verbrechen begehen als Deutsche, zu denen laut deutscher Kriminalstatistik ja auch alle “Deutschen mit Migrationshintergrund” gehören.
In Russland ist es genau anders herum: Von den 2 Millionen Verbrechen, die 2022 in Russland begangen wurden, wurden nur 40.000 von Ausländern begangen , das sind gerade mal 2 Prozent im Vergleich zu 41 Prozent in Deutschland.
Der größte Teil der Ausländer sind auch in Russland übrigens Moslems, aber der Unterschied zu Deutschland ist, dass sie zum Arbeiten nach Russland kommen und dass das russische Ausländerrecht sehr streng ist. Es reicht für einen Ausländer schon aus, nur zwei Ordnungswidrigkeiten zu begehen und sein Aufenthaltstitel gerät in Gefahr. Im Klartext: Zwei Mal falsch geparkt und Du kannst abgeschoben oder Dir kann die Wiedereinreise verwehrt werden. Ich kenne so einen Fall aus der Zeit vor 2022 von einem deutschen Manager in Moskau, der an der Grenze wegen zweier Geschwindigkeitsübertretungen abgewiesen wurde. Er musste sich dann an die Behörden wenden und die Löschung der Ordnungswidrigkeiten beantragen und durfte erst nach einigen Wochen wieder einreisen.
Deutschland könnte von Russland lernen
Es ist also die Frage, ob man die Zuwanderer kompromisslos dazu auffordert, die geltenden Gesetze einzuhalten und sie ansonsten kompromisslos abschiebt, wie in Russland, oder ob man sie mit besonderer Milde behandelt, wie in Deutschland. Während Russland gegen die Bildung von Parallelgesellschaften vorgeht, in denen Menschen nach ihren eigenen Regeln leben, tut Deutschland das Gegenteil. Selbst eine lange Vorstrafenliste ist in Deutschland kein Grund, jemanden des Landes zu verweisen. Das schreckt Nachahmer nicht ab, im Gegenteil.
Würde Deutschland sich an Russland ein Beispiel nehmen und mit ähnlichen Maßnahmen den Anteil von Ausländern an den Straftaten in Deutschland auf 2 Prozent reduzieren, gäbe es in Deutschland anstatt 5,9 Millionen Straftaten nur noch etwa 3,5 Millionen Straftaten.
Das wäre zwar immer noch weit mehr als in Russland mit seiner fast doppelt so großen Bevölkerung, aber es wäre sicher eine spürbare Verbesserung der inneren Sicherheit in Deutschland.
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